DE4024920C2 - Schwingungsdämpfer - Google Patents
SchwingungsdämpferInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schwingungsdämpfer, entsprechend dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
Ein solcher Schwingungsdämpfer ist aus der DE-PS 36 09 862 bekannt. Bei dem
bekannten Schwingungsdämpfer ist die Abflußquerschnittsbemessungseinrich
tung des Steuerkammerabflusses von dem als dicht eingespannte Membran aus
gebildeten Ventilabsperrelement räumlich getrennt. Über die Konstruktion der
Abflußquerschnittsbemessungseinrichtung sind keine Aussagen gemacht.
In der DE-PS 37 19 113 wird ein regelbarer Schwingungsdämpfer beschrieben,
wobei das Dämpfventil über eine Steuerkammer in Verbindung mit einer Steuer
nadel einstellbar ist. Diese Kombination der Bauteile benötigt einen erheblichen
Bauraum in axialer Richtung. Des weiteren muß für die Ausgestaltung des Steu
erraums ein beträchtlicher Aufwand betrieben werden. Insbesondere in den Fig.
2, 4 oder 5 ist ein vom Anker unabhängiger Steuerraum ausgeführt, in dem eine
Steuernadel als Vollkörper den Abfluß aus dem Steuerraum beeinflußt. Die
Schließfeder für die Ventilplatte muß innerhalb des Steuerraums angeordnet sein,
so daß die Maße der Schließfeder wesentlich die Abmessungen des Steuerraums
bestimmt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Schwingungsdämpfer der
eingangs bezeichneten Art für einen kompakten und kleinbauenden Aufbau zu
sorgen.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Patentansprüche 1, 2 oder 25.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung des Schwingungsdämpfers ist also die
Abflußquerschnittsbemessungseinrichtung angrenzend an dem Ventilabsperrele
ment ausgebildet. Das Ventilabsperrelement übernimmt neben seiner Ventilab
sperrfunktion eine zusätzliche Funktion als Teil der Abflußquerschnittsbemes
sungseinrichtung. Dadurch ergibt sich ein besonders teilesparender und raumspa
render Aufbau. Es ist vorteilhaft, daß zwischen dem Magnetanker und dem Ven
tilabsperrelement ein Zwischenkörper angeordnet ist, welcher einerseits von dem
Magnetanker beaufschlagbar ist und andererseits mit dem Ventilabsperrelement
zusammenwirkt. Der Magnetanker braucht dann im wesentlichen nur magneti
sche und kraftübertragende Funktionen zu erfüllen, während die Ventilfunktionen
dem Zwischenkörper als Spezialteil zugeteilt werden. Diese Ausführungsform
bringt besonderen Vorteil dann, wenn der Zwischenkörper mit dem Magnetanker
in kugelgelenkigem Eingriff steht. Diese letztere Lösung erleichtert die mechani
sche Herstellung, da sie den Ventilfunktionen von einer exakten Fluchtung des
Magnetankers und des Ventilabsperrelements unabhängig macht.
Im Hinblick auf eine weitere Erhöhung der Kompaktheit und Kleinheit der Ab
sperrventilbaugruppe wird empfohlen, daß das Ventilabsperrelement und die
Querschnittsbemessungskörperbaugruppe mit kreisförmigem Umriß konzentrisch
angeordnet sind und daß die das Ventilabsperrelement durchsetzende Drossel
strecke radial innerhalb einer zwischen dem Ventilabsperrelement und der Quer
schnittsbemessungskörperbaugruppe gebildeten Dichtstelle angeordnet ist.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist erfindungsgemäß vorgehen, daß die
Abflußquerschnittsbemessungseinrichtung eine senkrecht zu der zweiten Seite
des Ventilabsperrelements in mindestens einer Richtung durch einen Magnetan
kermittels Magnetkraft verstellbare Querschnittsbemessungskörperbaugruppe
umfaßt, welche im Zusammenwirken mit der zweiten Seite des Ventilabsperre
lements den Abflußquerschnitt des Steuerkammerabflusses bestimmt, wobei der
Magnetanker über seinen Rand unmittelbar mit dem Ventilabsperrelement zu
sammenwirkt und zwischen dem Magnetanker und der Absperrventilplatte inner
halb des Magnetankers die Steuerkammer ausgebildet ist. Der Gesamtaufbau des
Steuerraums vereinfacht sich durch diese vorteilhafte Ausgestaltung nachhaltig.
Der konstruktive Freiraum für die Anordnung und Ausgestaltung der Bauteile in
nerhalb der Absperrventilbaugruppe vergrößert sich, so daß bestehende Baurau
mengpässe besser bewältigt werden können.
Es ist möglich, daß das Ventilabsperrelement durch eine Ventilvorspannfeder ge
gen den Ventilsitz vorgespannt ist; zusätzlich oder alternativ ist es möglich, daß
das Ventilabsperrelement in sich elastisch und gegen den Ventilsitz vorgespannt
ist. Durch die Ventilvorspannfeder bzw. die innere Vorspannung des Ventilab
sperrelements läßt sich erreichen, daß dann, wenn das Ventilabsperrelement
durch den Druck in der Steuerkammer nicht zugehalten wird, das Absperrventil
sich wie ein herkömmliches druckabhängiges Ventil verhält und je nach Wahl der
Vorspannung mit verschiedenen Dämpfungscharakteristiken ausgeführt werden
kann.
Grundsätzlich ist es möglich, den Steuerkammerabfluß kontinuierlich veränderlich
zu machen, etwa durch eine steuerstromabhängige, kontinuierliche, magnetische
Verstellung der Querschnittsbemessungskörperbaugruppe, so daß auch die Öff
nung des Absperrventils kontinuierlich veränderlich ist. Bevorzugt ist aber vorge
sehen, daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe zwischen einer Schließ
stellung und einer Öffnungsstellung ohne Zwischenstellungen verstellbar ist, wo
bei in der Schließstellung der Steuerkammerabfluß maximal geschlossen ist und
in der Öffnungsstellung der Steuerkammerabfluß maximal geöffnet ist. Wenn der
Steuerkammerabfluß maximal geöffnet ist, so verhält sich das Absperrventil als
vollwertiges Dämpfungsventil, das aus einem druckabhängigen Ventil und aus
einem parallel dazu wirkenden Voröffnungsquerschnitt 42d besteht. Zur einfa
chen Verstellung der Querschnittsbemessungskörperbaugruppe ist vorgesehen,
daß diese durch eine Vorspanneinrichtung in Richtung auf eine Schließstellung
vorgespannt ist und durch Magnetkraft in eine Öffnungsstellung überführbar ist.
Um das Absperrventil bei geschlossenem Steuerkammerabfluß mit einer großen
Schließkraft gegen den Fluidendruck in der ersten Teilstrecke zuhalten zu können,
ohne daß hierzu eine große Magnetkraft oder Federkraft auf die Querschnittsbe
messungskörperbaugruppe ausgeübt werden muß, ist vorgesehen, daß das Ven
tilabsperrelement auf seiner ersten, der ersten Teilstrecke zugekehrten Seite dem
Fluid innerhalb der ersten Teilstrecke einen ersten Beaufschlagungsquerschnitt
darbietet, welcher gleich - oder kleiner ist als ein auf der zweiten Seite des Ven
tilabsperrelements gelegener zweiter Beaufschlagungsquerschnitt, welcher von
dem Fluid innerhalb der Steuerkammer beaufschlagt ist. Beispielsweise kann der
erste Beaufschlagungsquerschnitt ca. 15-40%, vorzugsweise ca. 20%, des
zweiten Beaufschlagungsquerschnitts betragen.
Um die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe mit kleiner Magnetkraft bzw.
kleiner Federvorspannung verschieben zu können, ist vorgesehen, daß die Quer
schnittsbemessungskörperbaugruppe sowohl an ihrem dem Ventilabsperrelement
zugekehrten Ende als auch an ihrem von dem Ventilabsperrelement abgekehrten
Ende von dem innerhalb der Steuerkammer enthaltenen Fluid druckbeaufschlagt
ist. Diese Lösung kann noch durch geeignete Abstimmung der beaufschlagten
Querschnitte an den beiden Enden optimiert werden.
Die Verstellung der Querschnittsbemessungskörperbaugruppe kann beispielswei
se so bewerkstelligt werden, daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe
einen Magnetanker umfaßt, welcher von einer Bemessungskörper-
Vorspanneinrichtung belastet und gegen die Wirkung dieser Bemessungskörper-
Vorspanneinrichtung magnetisch verstellbar ist. Dabei wird empfohlen, daß der
Magnetanker in Richtung auf das Ventilabsperrelement durch die Bemessungs
körper-Vorspanneinrichtung vorgespannt ist.
Diese letztere Lösung hat den Vorteil, daß bei Ausfall des den Magnetanker be
einflussenden Stroms das Absperrventil schließt und damit eine harte Einstellung
des Stoßdämpfers erreicht wird.
Der Zwischenkörper kann nach einer ersten Alternative glockenförmig ausgebildet
sein, wobei der Scheitelbereich des glockenförmigen Zwischenkörpers gegen den
Magnetanker anliegt und der Randbereich des Zwischenkörpers mit dem Ven
tilabsperrelement zusammenwirkt. Bei dieser Ausführungsform kann innerhalb
des glockenförmigen Zwischenkörpers ein wesentlicher Teil der Steuerkammer
untergebracht sein und die Außenfläche des Glockenkörpers kann zur Herstellung
der kugelgelenkigen Verbindung mit dem Magnetanker dienen, insbesondere
wenn der glockenförmige Zwischenkörper in einer Aussparung des Magnetankers
aufgenommen ist.
Wenn der glockenförmige Zwischenkörper außerhalb seines Scheitelbereichs auf
einem Kreis um den Scheitelpunkt gegen den Magnetanker dichtend anlegbar ist
und wenn eine Druckausgleichsverbindung zur Rückseite des Magnetkörpers her
gestellt werden soll, so kann im Scheitelbereich des glockenförmigen Zwischen
körpers eine Verbindungsbohrung vorgesehen sein, welche in Verbindung mit ei
ner Bohrung des Ankers steht.
Dadurch, daß man an dem glockenförmigen Zwischenkörper einen radial aus
wärts gerichteten Randflansch anbringt, läßt sich unter Erhaltung kompakter,
kleiner Bauweise die Forderung leicht erfüllen, daß der erste Beaufschlagungs
querschnitt wesentlich kleiner ist als der zweite Beaufschlagungsquerschnitt.
Es kann vorteilhaft sein, wenn der Zwischenkörper durch eine Zwischenkörper-
Vorspanneinrichtung in Richtung auf Eingriff mit dem Ventilabsperrelement vor
gespannt ist. Durch diese Maßnahme erhält man größere Gestaltungsfreiheit in
der Bemessung der Druckeinwirkungsflächen an den beiden Enden der Quer
schnittsbemessungskörperbaugruppe.
Der Zwischenkörper kann nach einer besonders einfachen Ausführungsform auch
von einer ggf. federnden Ringscheibe gebildet sein, wobei auch hier wieder der
kugelgelenkige Eingriff zwischen dem Magnetanker und dem Zwischenkörper
leicht möglich ist, indem man etwa an den zu dem Zwischenkörper hinweisenden
Ende des Magnetankers eine konvexe Kugelkalotte anformt. Es ist auch möglich,
daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe mit dem Ventilabsperrelement
einen Schiebesitz mit zur zweiten Seite des Ventilabsperrelements im wesentli
chen senkrechter Schieberichtung bildet.
Um einen ausreichenden Druck in der Steuerkammer auch dann aufzubauen,
wenn mit Leckabströmen aus der Steuerkammer zu rechnen ist, muß die Drossel
strecke zwischen der ersten Teilstrecke und der Steuerkammer einen gewissen
Mindestquerschnitt besitzen. Dieser Mindestquerschnitt könnte als Voröffnung
für eine bestimmte angestrebte Dämpfungscharakteristik zu groß sein.
Um diese beiden widersprüchlichen Forderungen erfüllen zu können, wird weiter
vorgeschlagen, daß in der Verbindung zwischen der ersten Teilstrecke und der
Steuerkammer eine durch die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe betätig
bare Hilfsventilanordnung vorgesehen ist, welche bei Vergrößerung des Ab
flußquerschnitts der Steuerkammer die Drosselstrecke einengt und bei Verkleine
rung des Abflußquerschnitts des Steuerkammerabflusses die Drosselstrecke er
weitert.
Wiederum im Hinblick auf eine kompakte und kleinbauende Anordnung der Ven
tilbaugruppe wird vorgeschlagen, daß der Ventilsitz eine zentrische Mündungsan
ordnung der ersten Teilstrecke begrenzt und daß das Ventilabsperrelement und
die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe konzentrisch zu der zentrischen
Mündungsanordnung angeordnet sind. Dabei können auch eine auf die Quer
schnittsbemessungskörperbaugruppe einwirkende Magnetwicklung und/oder auf
das Ventilabsperrelement einwirkende Federvorspannmittel und/oder auf die
Querschnittsbemessungskörperbaugruppe einwirkende Federvorspannmittel kon
zentrisch zu der zentrischen Mündungsanordnung angeordnet sein.
Das Absperrventil kann am Mantel des Zylinders so angebracht sein, daß ein zu
dem Ventilsitz führender Zentralkanal der ersten Teilstrecke, die Bewegungsrich
tung des Ventilabsperrelements und die Bewegungsrichtung der Querschnittsbe
messungskörperbaugruppe im wesentlichen radial zur Zylinderachse liegen.
Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführung umfaßt die Abflußquer
schnittsbemessungseinrichtung eine senkrecht zu der zweiten Seite des Ventilab
sperrelements in mindestens einer Richtung durch einen Magnetanker mittels
Magnetkraft verstellbare Querschnittsbemessungskörperbaugruppe umfaßt, wel
che im Zusammenwirken mit der zweiten Seite des Ventilabsperrelements den
Abflußquerschnitt des Steuerkammerabflusses bestimmt, wobei das Absperr
ventil im Bereich des von der Kolbenstange durchsetzten Zylinderendes konzen
trisch zur Zylinderachse in einem Ringraum zwischen Kolbenstange und Zylinder
untergebracht ist. Radiale Anbauten für die Absperrventilbaugruppe entfallen.
Äußerlich unterscheidet sich ein solcher Schwingungsdämpfer, abgesehen von
einer Kabelanbindung, nicht von einem konventionellen Schwingungsdämpfer.
Die Erfindung ist insbesondere bei Zweirohr-Schwingungsdämpfern anwendbar,
bei denen durch den Kolben innerhalb des Zylinders zwei Arbeitskammern gebil
det sind, nämlich eine erste Arbeitskammer zwischen dem Kolben und einem Bo
denende des Zylinders und eine zweite Arbeitskammer innerhalb des Zylinders
zwischen dem Kolben und dem von der Kolbenstange durchsetzten Ende des Zy
linders und bei denen weiter eine Ausgleichskammer vorgesehen ist, wobei die
beiden Arbeitskammern mit Druckflüssigkeit gefüllt sind und die Ausgleichskam
mer teilweise mit Druckflüssigkeit, teilweise mit Gas gefüllt ist, wobei weiter die
erste Arbeitskammer mit der Ausgleichskammer durch eine Bodenventilanord
nung verbunden ist, wobei weiter die beiden Arbeitskammern miteinander durch
eine Kolbenventilanordnung verbunden sind, wobei weiter die zweite Arbeits
kammer über einen Bypass mit der Ausgleichskammer verbunden ist und wobei
das Absperrventil in der Bypassleitung angeordnet ist.
Bei einem solchen Schwingungsdämpfer sind häufig die Ventilanordnungen so
aufeinander abgestimmt, daß die Kolbenventilanordnung bei einer Auszugsbewe
gung der Kolbenstange gegenüber dem Zylinder einen größeren Durchflußwider
stand besitzt als bei einer Einschubbewegung der Kolbenstange gegenüber dem
Zylinder und daß die Bodenventilanordnung bei der Einschubbewegung der Kol
benstange gegenüber dem Zylinder einen größeren Durchflußwiderstand besitzt
als die Kolbenventilanordnung derart, daß sowohl bei einer Einschubbewegung
als auch bei einer Auszugsbewegung eine Strömung von der zweiten Arbeits
kammer durch die Bypassleitung ZU der Ausgleichskammer stattfindet. Die erfin
dungsgemäße Ausbildung des Schwingungsdämpfers ist insbesondere aber aus
schließlich für einen Durchfluß der Dämpfungsflüssigkeit durch das Absperrventil
in einer einzigen Fließrichtung geeignet und deshalb ist die erfindungsgemäße
Ausbildung der Absperrventilbaugruppe gerade für die vorstehend erwähnten
Zweirohr-Schwingungsdämpfertypen von besonderer Bedeutung.
Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand von Ausführungsbeispie
len; es stellen dar:
Fig. 1 einen Schwingungsdämpfer mit Bypass und Absperr
ventil im Bypass;
Fig. 2 eine erste und bevorzugte Ausführungsform der
Absperrventilbaugruppe des Bypass;
Fig. 3 bis 11 weitere Ausführungsformen der Absperrventil
baugruppe.
In Fig. 1 ist der Zylinder eines Schwingungsdämpfers mit 10 be
zeichnet, die Kolbenstange mit 12. Der Zylinder ist nach unten
durch einen Boden 14 abgeschlossen. Die Kolbenstange 12 ist durch
eine Führungs- und Dichtungseinheit 16 aus dem oberen Ende des
Zylinders herausgeführt. Innerhalb des Zylinders 10 ist an der
Kolbenstange 12 eine Kolbeneinheit 18 mit einer Kolbenventilan
ordnung 20 befestigt. Das untere Ende des Zylinders ist durch
eine Bodenplatte 22 mit einer Bodenventilanordnung 24 abgeschlos
sen. Der Zylinder 10 ist von einem Behälterrohr 26 umhüllt.
Zwischen dem Behälterrohr 26 und dem Zylinder 10 ist ein Ringraum
28 gebildet, der eine Ausgleichskammer darstellt. Der Raum inner
halb des Zylinders 10 ist durch die Kolbeneinheit 18 in eine
erste Arbeitskammer 30a und eine zweite Arbeitskammer 30b unter
teilt. Die Arbeitskammern 30a und 30b sind mit Druckflüssigkeit
gefüllt. Die Ausgleichskammer 28 ist bis zu dem Niveau 28a mit
Flüssigkeit und darüber mit Gas gefüllt. Innerhalb der Aus
gleichskammer ist eine erste Leitungsstrecke 32 gebildet, welche
über eine Bohrung 34 des Zylinders mit der zweiten Arbeitskammer
30b in Verbindung steht. An diese erste Leitungsstrecke schließt
sich eine seitlich an dem Behälterrohr 26 angebaute Absperrven
tileinheit 36 an. Von dieser führt (nicht eingezeichnet) eine
zweite Leitungsstrecke zu dem Ausgleichsraum 28.
Wenn die Kolbenstange 12 aus dem Zylinder 10 nach oben ausfährt,
wird die obere Arbeitskammer 30b verkleinert. Es bildet sich in
der oberen Arbeitskammer 30b ein Überdruck aus, der durch die
Kolbenventilanordnung 20 in die untere Arbeitskammer 30a sich
abbauen kann, solange die Absperrventileinheit geschlossen ist.
Wenn die Absperrventileinheit 36 geöffnet ist, so fließt gleich
zeitig Flüssigkeit von der oberen Arbeitskammer 30b durch die
Teilstrecke 32 und die Absperrventileinheit 36 in die Ausgleichs
kammer 28. Die Dämpfcharakteristik des Schwingungsdämpfers beim
Ausfahren der Kolbenstange ist also davon abhängig, ob die Ab
sperrventilanordnung 36 offen oder geschlossen ist.
Wenn die Kolbenstange 12 in den Zylinder 10 einfährt, so bildet
sich in der unteren Arbeitskammer 30a ein Überdruck. Flüssigkeit
kann von der unteren Arbeitskammer 30a durch die Kolbenventil
anordnung 20 nach oben in die obere Arbeitskammer 30b übergehen.
Die durch das zunehmende Kolbenstangenvolumen innerhalb des
Zylinders verdrängte Flüssigkeit wird durch die Bodenventilanord
nung 24 in die Ausgleichskammer 28 ausgetrieben. In der oberen
Arbeitskammer 30b tritt, da der Durchflußwiderstand der Kolben
ventilanordnung 20 geringer ist als der Durchflußwiderstand der
Bodenventilanordnung 24, ebenfalls ein steigender Druck auf.
Dieser steigende Druck kann bei geöffneter Absperrventilbaugruppe
36 durch die erste Teilstrecke 32 wiederum in den Ausgleichsraum
28 überfließen. Dies bedeutet, daß bei geöffneter Absperrventil
baugruppe 36 der Stoßdämpfer auch beim Einfahren dann eine wei
chere Charakteristik hat, wenn die Absperrventilbaugruppe 36
geöffnet ist und eine härtere Charakteristik, wenn die Absperr
ventilbaugruppe geschlossen ist, genauso wie beim Ausfahren der
Kolbenstange. Festzuhalten ist, daß die Strömungsrichtung durch
die erste Teilstrecke 32 des Bypass immer die gleiche ist,
gleichgültig, ob die Kolbenstange ein- oder ausfährt.
In Fig. 2 erkennt man im Schnitt den Zylinder 10, die erste
Teilstrecke 32 des Bypass und den Ausgleichsraum 28.
An der ersten Teilstrecke 32 schließt sich ein Zentralkanal 38
an, welcher der Ventilbaugruppe 36 angehört. An dem oberen Ende
des Zentralkanals 38 ist ein Ventilsitz 40 ausgebildet. Auf dem
Ventilsitz 40 liegt eine starre Absperrventilplatte 42 auf. In
dieser in Fig. 2 gezeigten Stellung ist die Verbindung zwischen
dem Zentralkanal 38 und dem Ausgleichsraum 28 im wesentlichen
geschlossen. Wenn die Absperrventilplatte 42 von dem Ventilsitz
40 abhebt, so kann Flüssigkeit von dem Zentralkanal 38 an dem
Ventilsitz 40 unterhalb der Absperrventilplatte 42 vorbei durch
Bohrungen 44 in den Ausgleichsraum 28 gelangen. Die Absperrven
tilplatte 42 ist durch eine Schraubendruckfeder 46 in Richtung
auf den Ventilsitz 40 hin vorgespannt, die an einer Platte 48
abgestützt ist. Solange nur die Schraubenfeder 46 gegen die
Ventilabsperrplatte 42 einwirkt, verhält sich das Absperrventil 40, 42
als ein federbelastetes unter Druck öffnendes Ventil mit konstanter Voröffnung 42d,
welches beim Aufwartshub der Kolbenstange 12 in Fig. 1 zu der
Kolbenventilanordnung 20 parallel geschaltet ist und beim Ab
wärtshub der Kolbenstange 12 in Fig. 1 zu der Bodenventilan
ordnung 24 parallel geschaltet ist.
Das Ventil 40,42 ist für den Fall, daß harte Stoßdämpfer-Charak
teristiken gewünscht werden, absperrbar.
In der Absperrventilbaugruppe 36 ist ein Magnetanker 50 konzen
trisch zu dem Zentralkanal 38 angeordnet. Dieser Magnetanker ist
durch eine Magnetanker-Vorspannfeder 52 nach unten in Richtung
auf die Absperrventilplatte 42 vorgespannt und kann durch eine
Magnetwicklung 54 nach oben gezogen werden. Zwischen dem Magnet
anker 50 und der Absperrventilplatte 42 ist ein Zwischenkörper 56
angeordnet, der von einer Ausnehmung 50a des Magnetankers 50
aufgenommen ist und glockenförmige Gestalt besitzt. Dieser
Zwischenkörper 56 liegt mit einem Randflansch 56a auf einer Ring
rippe 42a der Absperrventilplatte 42 auf (Zustand gemäß Fig. 2).
Der Zwischenkörper 56 liegt im Zustand gemäß Fig. 2 in einer
Ringzone 56b im wesentlichen dicht an einem Konus 50b der Ausneh
mung 50a an. Eine Bohrung 56c des Zwischenkörpers durchsetzt
dessen Scheitelbereich und schließt an eine Durchbohrung 50c des
Magnetankers 50 an, die sich in eine Federkammer 50d des Magnet
ankers öffnet, in welcher die Magnetanker-Vorspannfeder 52 unter
gebracht ist. Eine Zwischenkörper-Vorspannfeder 58, die sich
wiederum an einer Platte 48 abstützt, wirkt auf den Radialflansch
56a des Zwischenkörpers ein.
Die Unterseite der Absperrventilplatte ist mit 42b, die Oberseite
mit 42c bezeichnet. Die Absperrventilplatte 42 ist im Zustand
gemäß Fig. 2 von unten her mit einem Beaufschlagungsquerschnitt
F1 dem Druck in dem Zentralkanal 38, d. h. dem Druck in der oberen
Arbeitskammer 30b gemäß Fig. 1 ausgesetzt. Die Oberseite 42c
ist in einem oberen Beaufschlagungsquerschnitt F2 < F1 dem
Druck in der Steuerkammer 60 ausgesetzt. Der Druck in der Steuer
kammer wird - in dem Zustand gemaß Fig. 2 annähernd gleich dem
Druck in dem Zentralkanal 38 - an die Steuerkammer 60 über eine
Drosselbohrung 42d vermittelt, welche die Absperrventilplatte 42
durchsetzt. Der Druck in der Steuerkammer 60 setzt sich durch die
Bohrung 56c auch in die Bohrung 50c, die Kammer 50d und den Raum
50e oberhalb des Magnetankers 50 fort.
Es sei nun angenommen, daß die Magnetwicklung 54 nicht strom
durchflossen ist, so daß der Magnetanker unter der Wirkung der
Magnetanker-Vorspannfeder 52 nach unten gegen den Zwischenkörper
56 vorgespannt ist, der Zwischenkörper 56 auf der Rippe 42a
aufliegt und die Absperrventilplatte 42 auf dem Ventilsitz 40
aufliegt. Da nun der Druck in der Steuerkammer 60 im wesentlichen
gleich dem Druck in dem Zentralkanal 38 ist und auf einen Druck
beaufschlagungsquerschnitt F2 einwirkt, welcher größer ist als
der von dem Druck in dem Zentralkanal 38 beaufschlagte Druckbe
aufschlagungsquerschnitt F1, wird die Absperrventilplatte 42 mit
großer Haltekraft gegen den Ventilsitz gehalten. Selbstverständ
lich sind Leckstrome zwischen der Rippe 42a und dem Radialflansch
56a, an der ringförmigen Anlagestelle 56b und an der Außenseite
des Magnetankers 50 nicht auszuschließen. Gleichwohl kann davon
ausgegangen werden, daß bei entsprechend großer Bemessung der
Drosselbohrung 42d der Druck in der Steuerkammer 60 annähernd
gleich dem Druck in dem Zentralkanal 38 ist.
Der Magnetanker 50 und der Zwischenkörper 56 sind gemeinsam als
eine Querschnittsbemessungskörperbaugruppe 50, 56 zu verstehen,
welche für den Durchflußquerschnitt zwischen der Rippe 42a und
dem Radialflansch 56a verantwortlich ist.
Wenn die Magnetwicklung 54 erregt wird, so wird der Magnetanker
50 nach oben gezogen und zwischen der Ringrippe 42a und dem
Radialflansch kann sich dann ein Steuerkammerabfluß bilden.
Dieser Steuerkammerabfluß wird größer als der Drosselquerschnitt
der Drosselbohrung 42d, so daß der Druck in der Steuerkammer 60
zusammenbricht. Wenn der Druck in der Steuerkammer 60 zusammen
bricht, so kann der Staudruck in dem Zentralkanal 38 eine An
hebung der Absperrventilplatte 42 gegen die Wirkung der Schrau
bendruckfeder 46 bewirken.
Im Hinblick auf die Existenz der Feder 58 ist auch mit der Mög
lichkeit zu rechnen, daß der Radialflansch 56a bei Anhebung des
Magnetankers 50 auf der Ringrippe 42a zunächst sitzenbleibt. Dann
kann bei entsprechender Bemessung der Bohrung 56c im Vergleich
zum Querschnitt der Bohrung 42d gleichwohl der Druck in der
Steuerkammer 60 zusammenbrechen, und zwar auf dem Wege über die
Bohrung 56c und den sich dann in dem Ringbereich 56b einstellen
den Öffnungsspalt.
Wenn das Absperrventil 42, 40 wieder geschlossen werden soll, so
wird die Magnetwicklung 54 aberregt und der Magnetanker 50 drückt
dann den Zwischenkörper 56 wieder gegen die Ringrippe 42a. Es
baut sich dann erneut Druck in der Steuerkammer 60 auf, der auf
den größeren Beaufschlagungsquerschnitt F2 einwirkt und die
Absperrventilplatte 42 gegen den Staudruck der Druckflüssigkeit
in dem Zentralkanal 38 wieder gegen den Ventilsitz 40 drückt.
Die Absperrventilplatte 42 ist in einem topfförmigen Einsatz 62
untergebracht, welche die Bohrung 44 aufweist und nach unten
einen Rohrstutzen 62a aufweist. Dieser Rohrstutzen bildet den
Zentralkanal 38 und ist durch eine Dichtung 64 an die erste Teil
strecke 32 des Bypass dicht angeschlossen. Der Topf 62 ist in
einen Rohrstutzen 66 eingesetzt, welcher mit dem Behälter 26
verschweißt ist. Der Zwischenraum zwischen dem Topf 62 und dem
Rohrstutzen 66 bildet eine zweite Teilstrecke 32a des Bypass.
Die Teilstrecken 32 und 32a bilden zusammen den Bypass. Auf den
Topf 62 ist die Zwischenplatte 48 aufgesetzt, welche zusammen mit
den der Magnetwicklung 54 zugehörigen Eisenteilen und Gehäuse
teilen eine Baueinheit bilden kann.
Es ist auch möglich, sämtliche Teile der Magnetventilbaugruppe
nacheinander an dem Rohrstutzen 66 anzubringen und letztlich den
Rohrstutzen 66 durch eine Überwurfmutter 68 mit dem Magnetwick
lungsgehäuse 54a oder einem Gewindeeinsatz 54a, des Magnetwick
lungsgehäuses zu verbinden.
Nachzutragen ist auch noch, daß der glockenformige Zwischenkörper
56 zusammen mit der Ausnehmung 50a des Magnetankers 50 ein
Kugelgelenk bildet, so daß Fluchtungsfehler der Magnetankerfüh
rung 54b gegenüber dem Ventilsitz 40 unschädlich sind.
Die Drosselbohrung 42d kann man bei angezogenem Anker 50 als den
Voröffnungsdurchlaß eines normalen druckabhängigen Ventils ver
stehen, durch den ein geringer Flüssigkeitsstrom von dem Zentral
kanal 38 in den Ausgleichsraum 28 strömen kann. Bei steigendem
Flüssigkeitsangebot in dem Zentralkanal 38, d. h. bei schneller
werdenden Hub des Kolbens gegen den Zylinder 10, hebt dann die
Absperrventilplatte 42 von dem Ventilsitz 40 gegen die Kraft der
Feder 46 zunehmend ab. Der Hauptstrom fließt dabei zwischen dem
Ventilsitz 40 und der Absperrventilplatte 42 hindurch, während
ein kleiner Teilstrom durch die Drosselbohrung 42d und die
Steuerkammer 56 zum Ausgleichsraum 28 strömt.
In Fig. 3 ist eine vereinfachte Ausführungsform dargestellt.
Analoge Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen wie in
Fig. 2, jeweils vermehrt um die Zahl 100. Bei dieser Ausfüh
rungsform ist die Absperrventilplatte 142 mit einem Ringrand 142e
versehen. Der Magnetanker 150 wirkt hier unmittelbar mit der
Absperrventilplatte 142 zusammen und setzt sich mit seinem Rand
150f auf die Absperrventilplatte 142 auf. Die Steuerkammer 160
ist innerhalb des Magnetankers 150 gebildet.
Die Wirkungsweise der Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht im
übrigen derjenigen nach Fig. 2.
In Fig. 4 sind analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 2, jeweils vermehrt um die Zahl 200.
Gegenüber der Ausführungsform nach Fig. 3 hat sich lediglich die
Anordnung der Abflußbohrungen 244 geändert, die hier unterhalb
der Absperrventilplatte 242 liegen. Die Wirkungsweise ist auch
hier entsprechend der Wirkungsweise der Ausführungsform nach
Fig. 2.
In Fig. 5 sind analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 2, jeweils vermehrt um die Zahl 300.
In dieser Ausführungsform hat sich gegenüber der Ausführungsform
nach Fig. 2 die Form des Zwischenkörpers 356 geändert. Dieser
Zwischenkörper 356 ist hier von einer federnden Ringscheibe ge
bildet, deren zentrale Öffnung mit einem nach unten gerichteten
konvexen teilsphärischen Fortsatz 350g kugelgelenkig zusammen
wirkt.
Im übrigen entspricht die Wirkungsweise auch dieser Ausführungs
form derjenigen von Fig. 2.
In Fig. 6 sind analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 2, jeweils vermehrt um die Zahl 400.
In dieser Ausführungsform ist über dem Zentralkanal 438 in den
topfförmigen Einsatz 462 eine Ventilsitzplatte 439 eingesetzt,
auf welcher der Ventilsitz 440 ausgebildet ist. Dieser Ventilsitz
wirkt hier mit einer als Tellerfeder ausgebildeten Ventilabsperr
platte 442 zusammen. Die Ventilabsperrplatte ist durch einen
Nippel 443 auf der Ventilsitzplatte 439 mit ihrem radial inneren
Rand eingespannt, während der radial äußere Rand der Absperrven
tilplatte auf dem Ventilsitz 440 unter Vorspannung aufliegt. Die
Drosselbohrung 442d erstreckt sich hier durch den Nippel 443
hindurch. Aufgrund der Vorspannung der Ventilabsperrplatte 442
kann hier die Schraubendruckfeder 46 der Fig. 2 entfallen. Der
Zwischenkörper ist hier als ein Winkelring 456 ausgebildet, der
zwischen dem Magnetanker 450 und der Ventilabsperrplatte 442
eingesetzt ist. Der Eingriff zwischen dem Magnetanker 450 und dem
Zwischenkörper 456 ist ähnlich wie in der Ausführungsform nach
Fig. 5. Das Verhalten dieser Anordnung ist analog zum Verhalten
der Anordnung gemäß Fig. 2.
In Fig. 7 sind analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 2, jeweils vermehrt um die Zahl 500.
In dieser Ausführungsform ist die Drosselbohrung der Absperr
ventilplatte 542 in einer Einsatzplatte 545 ausgebildet, die
ihrerseits mit einem Kragen 547 der Ventilabsperrplatte 542 ver
stemmt ist. In einer Ausnehmung der Ventilabsperrplatte 542 liegt
eine Hilfsventilplatte 549, welche durch eine konische Spiralfe
der 551 nach oben in Richtung gegen die Einsatzplatte 545 vor
gespannt ist. Diese Hilfsventilplatte weist eine kleine zentrale
Bohrung 549a und größere Randausschnitte 549b auf. An dem Magnet
anker 550 ist ein Stößel 550h angebracht, der im abgesenkten Zu
stand des Magnetankers 550 gegen die Hilfsventilplatte 549
anstößt und diese von der Einsatzplatte 545 abhebt. In dem in
Fig. 7 gezeichneten Zustand bei aberregter Magnetwicklung besitzt
die Verbindung zwischen der Steuerkammer 560 und dem Zentralkanal
538 einen größeren Querschnitt, welcher durch die Randausschnitte
549b bestimmt ist. Dieser größere Querschnitt sorgt dafür, daß
sich innerhalb der Steuerkammer 560 rasch ein Druck aufbauen
kann, der dem Druck in dem Zentralkanal 538 entspricht und für
Anpressung der Ventilabsperrplatte 542 gegen den Ventilsitz 540
sorgt.
Wenn der Magnetanker 550 nach oben angezogen wird, so hebt der
Stößel 550h von der Hilfsventilplatte 549 ab, so daß diese sich
gegen die Einsatzplatte 545 anlegt und die Randausschnitte 549b
bedeckt. Dann steht als Verbindung zwischen dem Zentralkanal 538
und der Steuerkammer 560 nur noch die kleine Bohrung 549a zur
Verfügung. Damit können Voröffnungsquerschnitte zur Gestaltung der
Dämpfungscharakteristik verwirklicht werden, die kleiner sind als die Mindest
querschnitte zur Versorgung des Steuerraums 560. Die zentrale Bohrung 549a kann
bei dieser Ausführungsform auch vollständig entfallen.
In Fig. 8 sind analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 2, jeweils vermehrt um die Zahl 600.
In dieser Ausführungsform ist an der Absperrventilplatte 642
einstückig eine Schiebehülse 642f angeformt, in welche der
Magnetanker 650 mit einem Schiebefortsatz 650i eingreift. Der
Schiebefortsatz 650i weist eine Radialbohrung 650k auf. Wenn der
Schiebefortsatz 650i beim Stromanlegen an die Magnetwicklung 654
mit dem Magnetanker 650 nach oben geht, so gelangt die Radial
bohrung 650k über das obere Ende der Schiebehülse 642f, so daß
die Steuerkammer 660 in Verbindung mit der Ausgleichskammer 628
tritt und der Druck in der Steuerkammer 660 zusammenbricht. Im
übrigen entspricht diese Ausführungsform in ihrer Wirkungsweise
derjenigen nach Fig. 2.
In Fig. 9 sind analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen
wie in Fig. 2, jeweils vermehrt mit der Zahl 700.
In dieser Ausführungsform ist als Absperrventilelement eine
Tellerfeder 742 vorgesehen, welche auf einer Ventilsitzplatte
739 durch einen Stutzring 753 eingespannt ist und sich durch An
lage auf dem Ventilsitz 740 durchschirmt. Die Abflußbohrungen
744 zu dem Ausgleichsraum 728 sind unter der Tellerfeder 742 an
geordnet und deshalb sind in der Tellerfeder 742 Bohrungen 742g
vorgesehen. Der Magnetanker 750 legt sich mit seinem Rand 750f
gegen die Tellerfeder 742 unter Bildung der Steuerkammer 760. Die
Feder 46 der Fig. 2 entfällt aufgrund der Vorspannung der
Tellerfeder 742f.
Solange der Magnetanker 750 seine untere Stellung gemäß Fig. 9
einnimmt und die Steuerkammer 760 geschlossen ist, wirkt der
Druck in der Steuerkammer 760 auf die Tellerfeder 742, so daß
diese auch hohen Drücken an dem Zentralkanal 738 standhalten
kann. Wird der Magnetanker 750 angehoben, so bricht der Druck in
der Steuerkammer 760 zusammen und die Tellerfeder 742 kann durch
den im Zentralkanal 738 sich bildenden Staudruck von dem Ventil
sitz 740 abgehoben werden.
In nach Fig. 10 sind analoge Teile mit gleichen Bezugszeichen
versehen wie in Fig. 2, jeweils vermehrt um die Zahl 800.
Diese Ausführungsform ist von der Ausführungsform nach Fig. 9
abgeleitet, unterscheidet sich aber von dieser, da zwischen dem
Magnetanker 850 und der Tellerfeder 842 ein ringförmiger Zwi
schenkörper 856 angeordnet ist, der an einer Kugelkalotte 850g
des Magnetankers 850 anliegt (siehe Fig. 5, 7, 6). Im übrigen
entspricht die Ausführungsform nach Fig. 10 derjenigen nach
Fig. 9 und funktioniert analog zu Ausführungsform nach Fig. 9.
In Fig. 11 erkennt man am oberen Ende des Zylinders 910 und des
Behälters 926 eine ringförmige Ventilsitzplatte 939, auf der ein
Ventilsitz 940 ausgebildet und eine tellerfederförmige Absperr
ventilplatte 942 zentral durch ein Magnetwicklungsgehäuse 954a
eingespannt ist. Der äußere Rand der Absperrventilplatte 942
liegt unter Federvorspannung auf dem Ventilsitz 940 auf. Ein
ringförmiger Magnetanker 950 liegt mit einem Kragen 9501 direkt
an der Absperrventilplatte 942 an und wird durch eine Magnet
anker-Vorspannfeder 952 nach unten gedrückt. Er kann durch
Stromfluß in der Magnetwicklung 954 nach oben angezogen werden.
In der Ventilsitzplatte 939 sind Bohrungen 938 vorgesehen, welche
direkt von der oberen Arbeitskammer 930b zu dem Raum unterhalb
der Absperrventilplatte 942 führen. Ein Ringraum 961 radial
außerhalb der Absperrventilplatte 942 ist durch Ausnehmungen 944
der Ventilsitzplatte 939 und eine Leitung 932a mit dem flüssig
keitsenthaltenden Bereich der Ausgleichskammer 928 verbunden.
Die Feder 46 der Fig. 2 entfällt hier wiederum wegen der Vor
spannung der tellerfederförmigen Absperrventilplatte. Der
Steuerraum 960 ist ringförmig, der Magnetanker 950 ist von Boh
rungen 950c durchsetzt, welche den Druck innerhalb der Steuer
kammer 960 an die Rückseite des Magnetankers 950 vermitteln, so
daß dieser im wesentlichen druckausgeglichen ist. In der Steuer
kammer 960 bildet sich auch hier im Zustand der Fig. 11, wenn
der Magnetanker 950 durch die Feder 952 nach unten gedrückt ist, mit Hilfe der
Öffnung 42d ein Druck aus, der im wesentlichen dem Druck in der oberen Ar
beitskammer 930b entspricht. Dieser Druck wirkt auf die Oberseite
der Absperrventilplatte 942 und drückt diese gegen den Ventilsitz
940. Wird der Magnetanker 950 durch Stromfluß in der Spule 954
angehoben, so bricht der Druck in dem Steuerraum 960 zusammen und
die Absperrventilplatte 942 kann dann gegen die Wirkung ihrer
Vorspannung durch den an ihrer Unterseite anstehenden Staudruck
angehoben werden.
Diese Ausführungsform nach Fig. 11 zeichnet sich durch eine
besonders kompakte Bauart und durch eine schlanke Bauform des
gesamten Schwingungsdämpfers aus.
Es ist nachzutragen, daß die Drosselstrecke 42d der Fig. 1 nicht
notwendig durch die Ventilabsperrplatte 42 hindurchgeführt sein
muß, sondern auch um diese herumgeführt sein kann.
Claims (30)
1. Schwingungsdämpfer umfassend einen Zylinder (10) mit einer durch minde
stens ein Zylinderende (16) in axialer Richtung beweglich hindurchgeführte
Kolbenstange (12), einen innerhalb des Zylinders (10) mit der Kolbenstange
(12) verbundenen Kolben (18), eine Mehrzahl von Fluidenkammern (30a,
30b, 28) mit in Abhängigkeit von der Bewegung der Kolbenstange (12) rela
tiv zum Zylinder (10) relativ zueinander veränderlichem Fassungsvermögen
und Fluidenverbindungen (20 zwischen 30a und 30b, 34, 32, 38, 44, 32a
zwischen 30b und 28; 24 zwischen 30a und 28) zwischen den Fluidenkam
mern (30a, 30b, 28), wobei mindestens eine Fluidenverbindung (34, 32, 38,
44, 32a zwischen 30b und 28) am Zylinder (10) angebracht ist und in dieser
Fluidenverbindung (34, 32, 38, 44, 32a zwischen 30b und 28) eine am Zy
linder (10) angeordnete Absperrventilbaugruppe (36) zwischen zwei Teil
strecken (34, 32, 38 und 44, 32a) dieser Fluidenverbindung vorgesehen ist,
wobei weiter die Absperrventilbaugruppe (36) mit mindestens einem Ventil
sitz (40), der mit einem Ventilabsperrelement (42) zusammenwirkt, ausge
führt ist, an welchen eine erste Teilstrecke (34, 32, 38) anschließt, wobei
weiter eine erste Seite des Ventilabsperrelements (42) gegen den Ventilsitz
(40) unter Absperrung der ersten Teilstrecke (34, 32, 38) elastisch andrück
bar ist, wobei weiter eine von der ersten Seite (42b) des Ventilabsperrele
ments (42) abgelegene zweite Seite (42c) des Ventilabsperrelements (42) an
eine Steuerkammer (60) angrenzend von dem Fluidendruck in dieser Steuer
kammer (60) beaufschlagbar ist, wobei weiter die Steuerkammer (60) über
eine das Ventilabsperrelement (42) durchsetzende Drosselstrecke (42d) an
die erste Teilstrecke (34, 32, 38) angeschlossen ist, wobei weiter die Steuer
kammer (60) über einen Steuerkammerabfluß (42a, 56a) mit der zweiten
Teilstrecke (44, 32a) in Verbindung steht und wobei diesem Steuerkam
merabfluß eine Abflußquerschnittsbemessungseinrichtung (50, 56) zugeord
net ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abflußquerschnittsbemessungsein
richtung (50, 56) eine senkrecht zu der zweiten Seite (42c) des Ventilabsper
relements (42) in mindestens einer Richtung durch einen Magnetanker (50)
mittels Magnetkraft verstellbare Querschnittsbemessungskörperbaugruppe
(50, 56) umfaßt, welche im Zusammenwirken mit der zweiten Seite (42c)
des Ventilabsperrelements (42) den Abflußquerschnitt des Steuerkammerab
flusses (42a, 56a) bestimmt, und daß zwischen dem Magnetanker (50) und
dem Ventilabsperrelement (42) ein Zwischenkörper (56) angeordnet ist, wel
cher einerseits von dem Magnetanker (50) beaufschlagbar ist und anderer
seits mit dem Ventilabsperrelement (42) zusammenwirkt.
2. Schwingungsdämpfer umfassend einen Zylinder (10) mit einer durch minde
stens ein Zylinderende (16) in axialer Richtung beweglich hindurchgeführte
Kolbenstange (12), einen innerhalb des Zylinders (10) mit der Kolbenstange
(12) verbundenen Kolben (18), eine Mehrzahl von Fluidenkammern (30a,
30b, 28) mit in Abhängigkeit von der Bewegung der Kolbenstange (12) rela
tiv zum Zylinder (10) relativ zueinander veränderlichem Fassungsvermögen
und Fluidenverbindungen (20 zwischen 30a und 30b, 34, 32, 38, 44, 32a
zwischen 30b und 28; 24 zwischen 30a und 28) zwischen den Fluidenkam
mern (30a, 30b, 28), wobei mindestens eine Fluidenverbindung (34, 32, 38,
44, 32a zwischen 30b und 28) am Zylinder (10) und in dieser Fluidenverbin
dung (34, 32, 38, 44, 32a zwischen 30b und 28), eine am Zylinder (10) an
geordnete Absperrventilbaugruppe (36) zwischen zwei Teilstrecken (34, 32,
38 und 44, 32a) dieser Fluidenverbindung vorgesehen ist, wobei weiter die
Absperrventilbaugruppe (36) mit mindestens einem Ventilsitz (40), der mit
einem Ventilabsperrelement (42) zusammenwirkt, ausgeführt ist, an welchen
eine erste Teilstrecke (34, 32, 38) anschließt, wobei weiter eine erste Seite
des Ventilabsperrelements (42) gegen den Ventilsitz (40) unter Absperrung
der ersten Teilstrecke (34, 32, 38) elastisch andrückbar ist, wobei weiter ei
ne von der ersten Seite (42b) des Ventilabsperrelements (42) abgelegene
zweite Seite (42c) des Ventilabsperrelements (42) an eine Steuerkammer
(60) angrenzend von dem Fluidendruck in dieser Steuerkammer (60) beauf
schlagbar ist, wobei weiter die Steuerkammer (60) über eine das Ventilab
sperrelement (42) durchsetzende Drosselstrecke (42d) an die erste Teilstrec
ke (34, 32, 38) angeschlossen ist, wobei weiter die Steuerkammer (60) über
einen Steuerkammerabfluß (42a, 56a) mit der zweiten Teilstrecke (44, 32a)
in Verbindung steht und wobei diesem Steuerkammerabfluß eine Abflußquer
schnittsbemessungseinrichtung (50, 56) zugeordnet ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abflußquerschnittsbemessungseinrichtung (50, 56) eine
senkrecht zu der zweiten Seite (42c) des Ventilabsperrelements (42) in min
destens einer Richtung durch einen Magnetanker (50) mittels Magnetkraft
verstellbare Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) umfaßt, wel
che im Zusammenwirken mit der zweiten Seite (42c) des Ventilabsperrele
ments (42) den Abflußquerschnitt des Steuerkammerabflusses (42a, 56a)
bestimmt, wobei der Magnetanker (150) über seinen Rand unmittelbar mit
dem Ventilabsperrelement (142) zusammenwirkt und zwischen dem Magne
tanker und der Absperrventilplatte innerhalb des Magnetankers die Steuer
kammer ausgebildet ist.
3. Schwingungsdämpfer nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß das Ventilabsperrelement (42) und die Querschnittsbemessungskör
perbaugruppe (50, 56) mit kreisförmigem Umriß konzentrisch angeordnet
sind und daß die das Ventilabsperrelement (42) durchsetzende Drosselstrecke
(42d) radial innerhalb einer zwischen dem Ventilabsperrelement (42) und der
Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) gebildeten Absperrstelle
(42a, 56a) angeordnet ist.
4. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ventilabsperrelement (42) durch eine Ventilvorspannfeder
(46) gegen den Ventilsitz (40) vorgespannt ist.
5. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ventilabsperrelement (442) in sich elastisch und gegen den
Ventilsitz (40) vorgespannt ist.
6. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) zwi
schen einer Schließstellung (Fig. 2) und einer Öffnungsstellung ohne Zwi
schenstellungen verstellbar ist, wobei in der Schließstellung (Fig. 2) der
Steuerkammerabfluß (54, 56b, 42a, 56a) maximal geschlossen ist und in der
Öffnungsstellung der Steuerkammerabfluß maximal geöffnet ist.
7. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) durch
eine Vorspanneinrichtung (52) in Richtung auf eine Schließstellung vorge
spannt ist und durch Magnetkraft (54) in eine Öffnungsstellung überführbar
ist.
8. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Ventilabsperrelement (42) auf seiner ersten, der ersten
Teilstrecke (34, 32, 38) zugekehrten Seite (42b) dem Fluid innerhalb der er
sten Teilstrecke (34, 32, 38) einen ersten Beaufschlagungsquerschnitt (F1)
darbietet, welcher gleich oder kleiner ist als ein auf der zweiten Seite (42c)
des Ventilabsperrelements (42) gelegener zweiter Beaufschlagungsquer
schnitt (F2), welcher von dem Fluid innerhalb der Steuerkammer (60) beauf
schlagt ist.
9. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
erste Beaufschlagungsquerschnitt (F1) ca. 15-40, vorzugsweise ca. 20%,
des zweiten Beaufschlagungsquerschnitts (F2) beträgt.
10. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) sowohl
an ihrem dem Ventilabsperrelement (42) zugekehrten Ende als auch an ihrem
von dem Ventilabsperrelement (42) abgekehrten Ende von dem innerhalb der
Steuerkammer (60) enthaltenen Fluid druckbeaufschlagt ist.
11. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) einen
Magnetanker (50) umfaßt, welcher von einer Bemessungskörper-
Vorspanneinrichtung (52) belastet und gegen die Wirkung dieser Bemes
sungskörper-Vorspanneinrichtung magnetisch verstellbar ist.
12. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der
Magnetanker (50) in Richtung auf das Ventilabsperrelement (42) durch die
Bemessungskörper-Vorspanneinrichtung (52) vorgespannt ist.
13. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Zwischenkörper (56) mit dem Magnetanker (50) in kugelgelenkigem Eingriff
steht.
14. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zwischenkörper (56) glockenförmig ausgebildet ist,
wobei der Scheitelbereich des glockenförmigen Zwischenkörpers (56) gegen
den Magnetanker (50) anliegt und der Randbereich (56a) des Zwischenkör
pers (56) mit dem Ventilabsperrelement (42) zusammenwirkt.
15. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der
Randbereich des glockenförmigen Zwischenkörpers (56) von einem radial
auswärts gerichteten Randflansch (56a) gebildet ist.
16. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 14 und 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß der glockenförmige Zwischenkörper (56) in einer Ausspa
rung (50a) des Magnetankers (50) aufgenommen ist.
17. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß der glockenförmige Zwischenkörper (56) außerhalb seines
Scheitelbereichs auf einem Kreis um den Scheitelpunkt gegen den Magnetan
ker (50) dichtend anlegbar ist (bei 56b) und daß im Scheitelbereich des gloc
kenförmigen Zwischenkörpers (56) eine Verbindungsbohrung (56c) vorgese
hen ist, welche in Verbindung mit einer Durchbohrung (50c) des Ankers (50)
steht.
18. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Zwischenkörper (50) durch eine Zwischenkörper-
Vorspanneinrichtung (58) in Richtung auf Eingriff mit dem Ventilabsperrele
ment (42) vorgespannt ist.
19. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 12 und 13, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Zwischenkörper (356) von einer ggf. federnden
Ringscheibe (356) gebildet ist.
20. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Ventilsitz (40) eine zentrische Mündungsanordnung (38)
der ersten Teilstrecke (34, 32, 38) begrenzt und daß das Ventilabsperrele
ment (42) und die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) kon
zentrisch zu der zentrischen Mündungsanordnung (38) angeordnet sind.
21. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß eine
auf die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) einwirkende Ma
gnetwicklung (54) konzentrisch zu der zentrischen Mündungsanordnung (38)
angeordnet ist.
22. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 23 und 24, dadurch ge
kennzeichnet, daß auf das Ventilabsperrelement (42) einwirkende Federvor
spannmittel (46) konzentrisch zu der zentrischen Mündungsanordnung (38)
angeordnet sind.
23. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekenn
zeichnet, daß auf die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56)
einwirkende Federvorspannmittel (52) konzentrisch zu der zentrischen Mün
dungsanordnung (38) angeordnet sind.
24. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Absperrventil (40, 42) im Mantelbereich des Zylinders (10)
angebracht ist, derart, daß ein zu dem Ventilsitz führender Zentralkanal (38)
der ersten Teilstrecke (34, 32, 38) und die Bewegungsrichtung des Ventilab
sperrelements (42) und der Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50,
56) im wesentlichen radial zur Zylinderachse liegen.
25. Schwingungsdämpfer umfassend einen Zylinder (10) mit einer durch minde
stens ein Zylinderende (16) in axialer Richtung beweglich hindurchgeführte
Kolbenstange (12), einen innerhalb des Zylinders (10) mit der Kolbenstange
(12) verbundenen Kolben (18), eine Mehrzahl von Fluidenkammern (30a,
30b, 28) mit in Abhängigkeit von der Bewegung der Kolbenstange (12) rela
tiv zum Zylinder (10) relativ zueinander veränderlichem Fassungsvermögen
und Fluidenverbindungen (20 zwischen 30a und 30b, 34, 32, 38, 44, 32a
zwischen 30b und 28; 24 zwischen 30a und 28) zwischen den Fluidenkam
mern (30a, 30b, 28), wobei mindestens eine Fluidenverbindung (34, 32, 38,
44, 32a zwischen 30b und 28) am Zylinder (10) und in dieser Fluidenverbin
dung (34, 32, 38, 44, 32a zwischen 30b und 28), eine am Zylinder (10) an
geordnete Absperrventilbaugruppe (36) zwischen zwei Teilstrecken (34, 32,
38 und 44, 32a) dieser Fluidenverbindung vorgesehen ist, wobei weiter die
Absperrventilbaugruppe (36) mit mindestens einem Ventilsitz (40), der mit
einem Ventilabsperrelement (42) zusammenwirkt, ausgeführt ist, an welchen
eine erste Teilstrecke (34, 32, 38) anschließt, wobei weiter eine erste Seite
des Ventilabsperrelements (42) gegen den Ventilsitz (40) unter Absperrung
der ersten Teilstrecke (34, 32, 38) elastisch andrückbar ist, wobei weiter ei
ne von der ersten Seite (42b) des Ventilabsperrelements (42) abgelegene
zweite Seite (42c) des Ventilabsperrelements (42) an eine Steuerkammer
(60) angrenzend von dem Fluidendruck in dieser Steuerkammer (60) beauf
schlagbar ist, wobei weiter die Steuerkammer (60) über eine das Ventilab
sperrelement (42) durchsetzende Drosselstrecke (42d) an die erste Teilstrec
ke (34, 32, 38) angeschlossen ist, wobei weiter die Steuerkammer (60) über
einen Steuerkammerabfluß (42a, 56a) mit der zweiten Teilstrecke (44, 32a)
in Verbindung steht und wobei diesem Steuerkammerabfluß eine Abflußquer
schnittsbemessungseinrichtung (50, 56) zugeordnet ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Abflußquerschnittsbemessungseinrichtung (50, 56) eine
senkrecht zu der zweiten Seite (42c) des Ventilabsperrelements (42) in min
destens einer Richtung durch einen Magnetanker (50) mittels Magnetkraft
verstellbare Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (50, 56) umfaßt, wel
che im Zusammenwirken mit der zweiten Seite (42c) des Ventilabsperrele
ments (42) den Abflußquerschnitt des Steuerkammerabflusses (42a, 56a)
bestimmt, wobei das Absperrventil (940, 942) im Bereich des von der Kol
benstange durchsetzten Zylinderendes (916) konzentrisch zur Zylinderachse
in einem Ringraum zwischen Kolbenstange (912) und Zylinder (912) unterge
bracht ist.
26. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 25 dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schwingungsdämpfer als ein Zweirohr-
Schwingungsdämpfer ausgebildet ist mit zwei durch den Kolben (18) vonein
ander getrennten Arbeitskammern (30a, 30b) innerhalb des Zylinders (10),
nämlich einer ersten Arbeitskammer (30a) zwischen dem Kolben (18) und ei
nem Bodenende (14) des Zylinders (10) und einer zweiten Arbeitskammer
(30b) innerhalb des Zylinders (10) zwischen dem Kolben (18) und dem von
der Kolbenstange (12) durchsetzten Ende (16) des Zylinders (10) und mit ei
ner Ausgleichskammer (28), wobei die beiden Arbeitskammern (30a, (30b)
mit Druckflüssigkeit gefüllt sind und die Ausgleichskammer (28) teilweise mit
Druckflüssigkeit, teilweise mit Gas gefüllt ist, wobei weiter die erste Arbeits
kammer (30a) mit der Ausgleichskammer (28) durch eine Bodenventilanord
nung (24) verbunden ist, wobei weiter die beiden Arbeitskammern (30a, 30b)
miteinander durch eine Kolbenventilanordnung (20) verbunden sind, wobei
weiter die zweite Arbeitskammer (30b) über einen Bypass (34, 32, 38, 44,
32a) mit der Ausgleichskammer (28) verbunden ist und wobei das Absperr
ventil (40, 42) in der Bypass-Leitung (34, 32, 38, 44, 32a) angeordnet ist.
27. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolbenventilanordnung (20) bei einer Auszugsbewegung der Kolbenstange
(12) gegenüber dem Zylinder (10) einen größeren Durchflußwiderstand be
sitzt als bei einer Einschubbewegung der Kolbenstange gegenüber dem Zylin
der und daß die Bodenventilanordnung (24) bei der Einschubbewegung der
Kolbenstange (12) gegenüber dem Zylinder (10) einen größeren Durchflußwi
derstand besitzt als die Kolbenventilanordnung (20) derart, daß sowohl bei
einer Einschubbewegung als auch bei einer Auszugsbewegung eine Strömung
von der zweiten Arbeitskammer (30b) durch die Bypass-Leitung (34, 32, 38,
44, 32a) zur Ausgleichskammer (28) stattfindet.
28. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe (650) mit dem
Ventilabsperrelement (642) einen Schiebesitz (642g, 650i) mit zur zweiten
Seite des Ventilabsperrelements im wesentlichen senkrechter Schieberichtung
bildet.
29. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die
Kolbenventilanordnung (20) bei einer Auszugsbewegung der Kolbenstange
(12) gegenüber dem Zylinder (10) einen größeren Durchflußwiderstand be
sitzt als bei einer Einschubbewegung der Kolbenstange gegenüber dem Zylin
der und daß die Bodenventilanordnung (24) bei der Einschubbewegung der
Kolbenstange (12) gegenüber dem Zylinder (10) einen größeren Durchflußwi
derstand besitzt als die Kolbenventilanordnung (20) derart, daß sowohl bei
einer Einschubbewegung als auch bei einer Auszugsbewegung eine Strömung
von der zweiten Arbeitskammer (30b) durch die Bypass-Leitung (34, 32, 38,
44, 32a) zur Ausgleichskammer (28) stattfindet.
30. Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 29, dadurch gekenn
zeichnet, daß in der Verbindung zwischen der ersten Teilstrecke und der
Steuerkammer eine durch die Querschnittsbemessungskörperbaugruppe be
tätigbare Hilfsventilanordnung (549, 549a, 549b, 551, 545) vorgesehen ist,
welche bei Vergrößerung des Abflußquerschnitts der Steuerkammer (560) die
Drosselstrecke (549a, 549b) einengt und bei Verkleinerung des Abflußquer
schnitts des Steuerkammerabflusses die Drosselstrecke (549a, 549b) erwei
tert.
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