DE4024811A1 - Bremssystem fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Bremssystem fuer kraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Bremskraft FB an den Rädern von Kraftfahrzeugen
wird im wesentlichen durch den Bremsdruck p, die
rechtwinklig wirkende Bremszylinderfläche A und den
Gleitreibungskoeffizienten µ zwischen Bremsbelag und
Bremsscheibe bei Scheibenbremsen bzw. Bremsbelag und
Bremstrommel bei Trommelbremsen bestimmt. Bei gebräuch
lichen Bremsanlagen wird in alle Räder der gleiche kon
stante Bremsdruck p eingesteuert; unterschiedliche
Werte der Bremszylinderfläche A und des Reibungskoeffi
zienten µ der einzelnen Räder - etwa durch unterschied
lichen Abrieb zwischen Bremsbelag und Brems
scheibe/Bremstrommel oder durch Veränderung der Be
schaffenheit der Bremsbeläge bei Betätigung der Bremse
- führen zu unterschiedlichen Bremskräften an den ein
zelnen Rädern bzw. zu einer Änderung der Bremskraft in
Abhängigkeit des Betriebszustands des Fahrzeugs.
Sind jedoch die Bremskräfte an den Rädern auf der rech
ten und linken Fahrzeugseite verschieden, wirkt ein re
sultierendes Drehmoment (Giermoment) auf das Fahrzeug
ein; das Fahrzeug "zieht" in die Richtung, in der die
Bremskraft schwächer ist. Zur Korrektur muß der Fahrer
gegenlenken; durch die zusätzlichen Kräfte in der Rei
fenaufstandsfläche werden die übertragbaren Verzöge
rungskräfte zwischen Reifen und Straße vermindert, bei
Überschreiten der Haftreibungsgrenze kann es zum
Blockieren des Rades kommen. Bei vielen Fahrzeugen,
beispielsweise bei Nutzfahrzeugen - insbesondere bei
Fahrzeugen mit Anhänger oder Auflieger - ändern sich
die Beladungszustände und damit auch die
Bremskraftverteilung bzw. die Bremskräfte an den ein
zelnen Achsen bzw. an den einzelnen Rädern sehr häufig.
Bei ungünstiger Bremskraftverteilung kann ein Überbrem
sen der Achsen auftreten; beim Bremsmanöver schiebt der
Anhänger von hinten gegen das Zugfahrzeug, das dadurch
einknicken und seitwärts ausbrechen kann.
Es ist bereits eine achslastabhängige Bremskraftrege
lung (ALB) bekannt, bei der der Bremsdruck zwischen
Vorder- und Hinterachse asymmetrisch in einem festen
Verhältnis - beispielsweise im Verhältnis 70% zu 30%
- eingestellt wird, wobei dieses Verhältnis in Abhän
gigkeit des Beladungszustandes des Fahrzeuges geändert
werden kann. Oft ist jedoch diese fest eingestellte
Bremskraftverteilung ungünstig; während des Bremsvor
gangs selbst erfolgt keine Regelung der Bremskraft, so
daß die oben beschriebenen kritischen Situationen -
Entstehung von Giermomenten, Überbremsen der Achsen -
weiterhin auftreten können.
Beim Antiblockiersystem (ABS) wird durch geeignete
Steuerung der Bremsventile erreicht, daß die Räder des
Kraftfahrzeugs bei einer starken Bremsung (Notbremsung)
nicht blockieren, d. h. es wird die maximal mögliche
Bremskraft an den einzelnen Rädern vorgegeben. Auf eine
"normale Bremsung" - eine Bremsung, bei der die Räder
greifen, durch die Bremsung also keine Überschreitung
der Haftreibungsgrenze in der Reifenaufstandsfläche
hervorgerufen wird - hat das ABS-System jedoch keiner
lei Auswirkungen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Bremssy
stem für Kraftfahrzeuge anzugeben, mit dem die bei her
kömmlichen Bremssystemen auftretenden Probleme vermie
den werden können.
Dies wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kenn
zeichen des Patentanspruchs 1 erreicht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Durch die Stellung des Bremspedals wird beim Bremsvor
gang das Bremsverhalten vorgegeben bzw. die gewünschte
Bremsverzögerung festgelegt. Um diese Sollwertvorgabe
zu erreichen - bzw. sich dieser so gut es die Randbe
dingungen zulassen, anzunähern - wird die während des
Bremsvorgangs an den Bremsbacken bzw. Bremszangen auf
tretende Lagerkraft gemessen, mittels einer Regelelek
tronik daraus - anhand eines vorher bestimmten empiri
schen Zusammenhangs - der momentane Istwert der Brems
kraft berechnet, der Bremsdruck entsprechend der Abwei
chung Sollwert/Istwert geändert und dieser Regelungs
vorgang - Messung der Lagerkraft, Ist-/Sollwert-Ver
gleich, Änderung des Bremsdrucks - sukzessive wieder
holt, bis Sollwert und Istwert der Bremskraft überein
stimmen.
Mit Hilfe externer Signale bzw. Meßgrößen kann die Re
gelelektronik zusätzliche Informationen erhalten bzw.
Randbedingungen berücksichtigen, wodurch das Bremsver
halten weiter verbessert werden kann. Beispielsweise
kann bei Messung der Bremsverzögerung eine dynamische
Achslastverteilung während des Bremsvorgangs erfolgen,
d. h. das Bremskraftverhältnis zwischen Vorderachse und
Hinterachse wird entsprechend einer vorher bestimmten
optimalen Verzögerungskurve variiert; zusätzlich kann
noch der Beladungszustand des Fahrzeugs bestimmt werden
und die passende - von der Masse des Fahrzeugs abhän
gige - Verzögerungskurve gewählt werden.
Wegen der kontinuierlichen dynamischen Regelung der
Bremskraft an den einzelnen Rädern - zwischen Vorder
und Hinterachse bzw. rechter und linker Fahrzeugseite -
während des Bremsvorgangs ist eine sehr genaue Dosie
rung der Bremskraft und eine optimale Bremsung un
abhängig vom Zustand der Bremsen möglich.
Die Fahrsicherheit läßt sich somit erhöhen, da einer
seits das Fahrzeug durch Steigerung der möglichen
Bremskraft stärker gebremst werden kann, der Bremsweg
also verkürzt wird, und andererseits das Fahrzeug wäh
rend des Bremsvorgangs stabil bleibt, ohne daß Giermo
mente auftreten, ein Überbremsen der Achsen auftritt
oder die Räder blockieren.
Daneben brauchen die Bremsbeläge wegen der gleichmäßi
gen Abnutzung nicht so häufig gewechselt werden, was zu
einer Kosteneinsparung führt.
Die Erfindung soll nachstehend anhand der Fig. 1 bis
5 näher beschrieben werden.
Es zeigen:
Fig. 1 den schematischen Aufbau einer Trommelbremse
(Figur 1a) und einer Scheibenbremse (Figur
1b),
Fig. 2 eine Meßanordnung zur Bestimmung der zur
Bremskraft FB proportionalen Lagerkraft FL,
Fig. 3 das Schaltbild des geregelten Bremssystems,
Fig. 4 den zeitlichen Verlauf der Geschwindigkeit v,
der Normalkräfte FN und der Bremskräfte FB
bei einem Bremsvorgang und
Fig. 5 die Verzögerungskurven bei einem unbeladenen
und einem beladenen Fahrzeug.
Die Fig. 1 zeigt den schematischen Aufbau einer Kraft
fahrzeug-Bremse; in der Fig. 1a ist eine Trommelbremse
10 - mit Bremstrommel 11, Bremsbacken 12, Bremsbelägen
13, Befestigungspunkten 14 und Bremszylinder 15 - in
der Fig. 1b eine Scheibenbremse 20 - mit Bremsscheibe
21, Bremszangen 22, Bremsbelag 23, Befestigungspunkten
24 und Bremszylinder 25 - dargestellt.
An den Befestigungspunkten 14 bzw. 24 der Bremsbacken
12 (Fig. 1a) bzw. der Bremszangen 22 (Fig. 1b) werden
die den Bremskräften FB proportionalen Lagerkräfte FL
beispielsweise mittels Sensoren - gemessen und aus die
sen Meßwerten die Bremskraft FB berechnet. Das jewei
lige Verhältnis von FB zu FL, das unter anderem von der
Konstruktion der Bremsen abhängt, kann für jeden Brems
typ genau bestimmt werden; daher können beispielsweise
auch bei einem Bremssystem gleichzeitig Trommel- und
Scheibenbremsen verwendet werden.
Der Absolutwert der Bremskräfte FB muß dabei nicht
unbedingt bestimmt werden; in den meisten Fällen genügt
es bereits, wenn das relative Verhältnis der Brems
kräfte bei den einzelnen Rädern (links, rechts, vorne,
hinten) ermittelt wird.
In der Fig. 2 ist eine Meßanordnung zur Bestimmung der
der Bremskraft FB proportionalen Lagerkraft FL bei ei
ner Scheibenbremse dargestellt.
Mit Hilfe eines magneto-elastischen Kraftsensors - bei
spielsweise eines Kraftmeßbolzens oder einer Meßschrau
be 26 - wird die Bremszange 22 der Scheibenbremse an
den Befestigungspunkten 24 festgehalten bzw. mit dem
Fahrzeugchassis 29 verbunden; damit können die Lager
kräfte FL, die ein Maß für die Verformung des Kraftmeß
bolzens während des Bremsvorgangs sind, gemessen wer
den. Die Bremskräfte FB ergeben sich aus dem empiri
schen Zusammenhang zwischen dieser Kraft und dem jewei
ligen Fahrzeug bzw. Bremsentyp. Beim Bremsvorgang wird
dieser Zusammenhang ausgenützt; die gemessenen Werte
der Lagerkräfte bzw. die daraus abgeleiteten Werte der
Bremskraft werden als momentane Istwerte der Bremskraft
von der Regelelektronik verwendet.
Beispielsweise wird gemäß Fig. 2 die Verformung der
Meßschraube 26 bzw. des Kraftmeßbolzens mit Hilfe eines
im Schraubenschaft 27 integrierten magneto-resistiven
Sensors 28 - dessen magnetischer Widerstand sich in Ab
hängigkeit der elastischen Spannung ändert - gemessen
und in eine elektrische Größe umgewandelt. Bei einer
anderen Meßmethode wird beispielsweise eine Unterlag
scheibe aus piezoelektrischem Material eingesetzt, mit
deren Hilfe ein elektrisches Signal als Maß für die
Verformung gewonnen wird.
In der Fig. 3 ist der prinzipielle Aufbau einer gere
gelten Bremskraftanlage dargestellt.
Die Regelelektronik 30, die Komponenten zur Signalver
arbeitung 31 und zur Steuerung 32 umfaßt, bestimmt und
steuert den Bremsdruck p so, daß die Bremskraft an je
dem Rad 35 (VL, VR, HR, HL) denjenigen Wert annimmt,
der durch die Stellung des Bremspedals vorgegeben wurde
bzw. der anhand der Eigenschaften des Bremssystems als
optimale Sollwertvorgabe bestimmt wurde. Dazu werden
die von den Sensoren 28 - beispielsweise Dehnmeßstrei
fen, magneto-striktive Kraftaufnehmer, piezo-elektri
sche Kraftaufnehmer etc. - über die Sensorleitung 38
eingehenden Informationen über den tatsächlichen Ist
wert der Bremskraft durch die Signalverarbeitungskompo
nente 31 aufbereitet, mit der Sollwertvorgabe vergli
chen, und die Ventile 34 zur Steuerung des Bremsdrucks
p durch einen Regelalgorithmus der Steuerkomponente 32
- beispielsweise über die Relaissteuerung 36 - ange
steuert.
Bei einer passiven Bremskraftregelung werden die Ven
tile 34 so angesteuert, daß bei jeder Achse die Brems
kraft auf das Rad 35 mit dem geringeren Reibungskoeffi
zienten eingeregelt wird. Die Ventile sind so ausge
führt, daß sie den Bremsdruck p definiert abregeln kön
nen; hier können beispielsweise 3-Wege-Ventile zum Ein
satz kommen.
Bei einer aktiven Bremskraftregelung kann - durch Ver
wendung von zusätzlichen Bremskraftstellern, beispiels
weise durch 4-Wege-Ventile - der Bremsdruck p auch be
liebig eingeregelt werden.
Mit Hilfe der Regelelektronik 30 kann auch der in den
einzelnen Rädern 35 eingeregelte Bremsdruck p entweder
gemessen oder über die Steuerkomponente 32 verhältnis
mäßig erfaßt werden. Damit ist eine Überwachung und
Kontrolle des Bremssystems möglich; Bremsen mit Fehl
funktion - beispielsweise aufgrund von verminderten
Reibungskoeffizienten der Bremsbeläge oder Defekten in
der Bremstrommel oder Bremsscheibe - können so ermit
telt und der Fahrer rechtzeitig gewarnt werden.
Durch Berücksichtigung externer Signale 37, die optio
nal in die Regelelektronik 30 des Bremssystems einge
speist werden, läßt sich das Bremsverhalten weiter ver
bessern:
- - Bei einer Messung der Bremsverzögerung kann eine
dynamische Bremskraftregelung eingesetzt werden,
d. h. das Bremskraftverhältnis von Vorderachse zur
Hinterachse wird beim Bremsvorgang dynamisch
mitgeregelt. Die Zeitfunktion, nach der die Brems
kraftverteilung geregelt wird, läßt sich op
timieren, in dem der minimal mögliche Bremsweg und
somit die optimale Verzögerungskurve ermittelt
wird.
In der Fig. 4 ist ein Beispiel für die dynamische Regelung der Bremskraft dargestellt; auf der Ordi nate ist dabei die Geschwindigkeit v, die Normal kraft FN an Vorderachse (FNV) und Hinterachse (FNH), die Bremskraft FB an Vorderachse (FBV) und Hinterachse (FBH) und auf der Abszisse die Zeit t dargestellt. Der zeitliche Verlauf der Bremskraft verteilung - gemäß Fig. 4 wird beispielsweise im ersten Moment vorne und hinten ungefähr gleich stark gebremst, die Bremskraft an der Hinterachse bei einsetzender Verzögerung jedoch reduziert - kann anhand der optimalen Verzögerungskurve FN(a) vorgegeben werden. - - Mit Hilfe eines Beladungssensors kann der Bela dungszustand des Fahrzeugs festgestellt werden und infolgedessen das Bremskraftverhältnis zwischen Vorderachse und Hinterachse geändert werden. In der Fig. 5 sind zwei Verzögerungskurven darge stellt, die das Verhältnis der Normalkraft an Vor derachse und Hinterachse FNV/FNH als Funktion der Bremsverzögerung a angeben. Bei unterschiedlichen Beladungszuständen des Fahrzeugs und demzufolge unterschiedlicher Masse und Achsbelastung - in Fi gur 5 zeigt die Kurve (1) die Verzögerungskurve eines vollbeladenen Fahrzeugs, die Kurve (2) die eines unbeladenen Fahrzeugs - ändert sich die Normalkraftverteilung FNV/FNH und damit auch die optimale Bremskraftverteilung zwischen Vorderachse und Hinterachse.
- - Die Bremskraft an den einzelnen Rädern bzw. das Bremskraftverhältnis kann in Abhängigkeit der Ge schwindigkeit oder des Straßenzustandes (trocken/feucht, kalt/warm etc.) geändert werden.
- - Bei Berücksichtigung der Raddrehzahlinformation - wie sie beispielsweise ein Drehzahlfühler liefert - kann eine Aussage über den Reibungskoeffizienten zwischen Reifen und Straße gemacht werden. Da bei bekannter Bremskraft die Radverzögerung auch von diesem Reibungskoeffizienten abhängt, läßt sich mit dessen Kenntnis das Bremsverhalten besser steuern.
Das erfindungsgemäße Bremssystem kann auch sehr einfach
mit einem ABS-System kombiniert werden bzw. dieses er
gänzen. Da die vorhandene Regeleinrichtung auch für
ABS-Funktionen verwendet werden kann, ergeben sich er
hebliche Kosteneinsparungen; beispielsweise werden die
Regelventile 34 zur Einstellung des Bremsdrucks nur
einmal benötigt, die Steuerelektronik 30 könnte die
ABS-Funktion mitübernehmen. Da beim geregelten Bremssy
stem der Erfindung immer eine optimale Bremsung statt
findet, tritt der ABS-Fall (Notbremsung/Blockieren der
Räder) jedoch viel seltener ein.
Claims (13)
1. Bremssystem für Kraftfahrzeuge, dadurch gekennzeich
net, daß Mittel vorgesehen sind, die die Bremskraft
(FB) für die einzelnen Räder (35) des Fahrzeugs während
jedes Bremsvorgangs durch Variation des Bremsdrucks (p)
dynamisch regeln.
2. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Regelelektronik (30) vorgesehen ist, die eine
Signalverarbeitungskomponente (31) und eine Steuerkom
ponente (32) umfaßt, daß durch die Si
gnalverarbeitungskomponente (31) der durch die Stellung
des Bremspedals festgelegte Sollwert der Bremskraft
(FB) für die einzelnen Räder (35) mit dem jeweiligen
Istwert verglichen wird, und daß durch die Steuerkompo
nente (32) der die Bremskraft (FB) bestimmende Brems
druck (p) für die Räder (35) gesteuert wird.
3. Bremssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerkomponente (32) mit einer Steuerungsein
richtung (36) und Ventilen (34) verbunden ist, über die
der Bremsdruck (p) für die Räder (35) eingestellt wird.
4. Bremssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, durch
die bei allen Rädern (35) die Lagerkraft (FL) an den
Befestigungspunkten (14, 24) der Bremse (10, 20) gemes
sen wird, und daß der jeweilige Istwert der Bremskraft
(FB) von diesen Lagerkräften (FL) abgeleitet wird.
5. Bremssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lagerkraft (FL) mittels eines Sensors (28) ge
messen wird.
6. Bremssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (28) ein Kraftaufnehmer, ein Kraft
meßbolzen oder eine Kraftmeßschraube ist.
7. Bremssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sensor (28) ein magneto-elastischer oder piezo
elektrischer Kraftsensor ist.
8. Bremssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß die Signalverarbeitungskompo
nente (31) Meßwerte externer Meßgrößen (37) erhält und
verarbeitet, und daß die Sollwertvorgabe der Bremskraft
(FB) abhängig von den Werten dieser Meßgrößen (37) ge
ändert wird.
9. Bremssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß die Meßgröße (37) die Bremsverzögerung (a) ist, die
während des Bremsvorgangs durch einen Verzögerungssen
sor gemessen wird, und daß das Verhältnis der Brems
kraft (FB) an Vorderachse (FBV) und Hinterachse (FBH)
in Abhängigkeit des Wertes der Bremsverzögerung (a)
dynamisch geändert wird.
10. Bremssystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Meßgröße (37) der Beladungszustand
des Fahrzeugs ist, der durch einen Beladungssensor ge
messen wird, und daß das Verhältnis der Bremskraft (FB)
an Vorderachse (FBV) und Hinterachse (FBH) in Abhän
gigkeit des Beladungszustandes geändert wird.
11. Bremssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Meßgröße (37) die Rad
drehzahl ist, die durch einen Drehzahlfühler (38) ge
messen wird, und daß aus der Raddrehzahl der Reibungs
koeffizient zwischen Rad und Straße bestimmt wird.
12. Bremssystem nach einem der Ansprüche 8 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Meßgröße (37) der Fahr
bahnzustand ist, und daß die maximal mögliche Brems
kraft abhängig vom Fahrbahnzustand vorgegeben wird.
13. Verwendung eines Bremssystems nach einem der An
sprüche 1 bis 12 zur Kombination mit einem ABS-System.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE4024811C2 DE4024811C2 (de) | 1997-02-20 |
Family
ID=6411663
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19904024811 Expired - Fee Related DE4024811C2 (de) | 1990-08-04 | 1990-08-04 | Vorrichtung zur Steuerung des Bremsvorgangs von Kraftfahrzeugen |
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