DE4023950C2 - Antiblockiersystems für ein Fahrzeug mit zwei Vorderrädern und zwei Hinterrädern, die jeweils paarweise diagonal in einem Zweikreis-Bremssystem miteinander verbunden sind - Google Patents
Antiblockiersystems für ein Fahrzeug mit zwei Vorderrädern und zwei Hinterrädern, die jeweils paarweise diagonal in einem Zweikreis-Bremssystem miteinander verbunden sindInfo
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Description
Antiblockiersystem für ein Fahrzeug mit zwei Vorderrädern und zwei Hinter
rädern, die jeweils paarweise diagonal in einem Zweikreis-Bremssystem mit
einander verbunden sind, gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
In der US-PS 4 740 040 der Anmelderin wird ein Antiblockiersystem für
Fahrzeuge mit zwei vorderen und zwei hinteren Rädern beschrieben. Den Rä
dern sind Drehzahlsensoren zugeordnet. Erste und zweite Fluiddrucksteuer
ventile steuern den Fluiddruck in den Radbremszylindern der Vorderräder;
eine Steuereinheit nimmt Ausgangssignale der Raddrehzahlsensoren auf und
mißt oder beurteilt die Schlupfbedingungen der Vorder- und Hinterräder
und erzeugt Instruktionen zur Steuerung der Fluiddruckventile. Eine Ventil
vorrichtung zur Erzeugung eines Fluiddrucks entsprechend dem niedrigeren
der Bremsfluiddrücke der Vorderräder ist mit den Steuerventileinrichtungen
verbunden, die zwischen den vorderen und hinteren Radzylindern angeord
net sind. Die Steuereinheit unterscheidet den Reibwert und ermittelt den
niedrigeren Reibwert auf beiden Seiten der Straße, auf der die Räder laufen,
auf der Basis einer Messung oder Beurteilung der Schlupfbedingungen der
Hinterräder. Diese Schlupfbedingungen werden mit den Schlupfbedingungen
eines Vorderrades, das auf der Seite der niedrigeren Reibung läuft, kombi
niert. Daraus werden die Instruktionen für die Steuerung eines der Fluidsteu
erventile ermittelt. Ferner werden die Instruktionen zur Steuerung des ande
ren Fluidsteuerventils ermittelt auf der Grundlage einer Messung oder Schät
zung der Schlupfbedingungen des anderen Vorderrades, das auf der Seite hö
herer Reibung läuft, unabhängig von denjenigen der Hinterräder.
Diese Fluiddruck-Steuervorrichtung für Zweikreis-Antiblockiervorrichtungen
können kleiner, leichter und billiger sein als die vorbekannten Fluiddruck-
Steuervorrichtungen. Selbst wenn die Hinterräder die Tendenz haben, vor
den Vorderrädern zu blockieren, kann eine Blockierung des Hinterrades
durch die beschriebene Fluiddruck- Steuervorrichtung zuverlässig vermieden
werden. Zugleich kann eine Blockierung aller Räder vermieden werden. Die
Lenk- und Richtungsstabilität des Fahrzeugs können verbessert werden. Die
se Antiblockiereffekte der Hinterräder und Verbesserung der Richtungsstabi
lität werden nicht nur durch das Steuerverfahren der erwähnten Fluiddruck
steuervorrichtung, sondern im wesentlichen auch durch die Steuervorrich
tung oder die Druckauswahlvorrichtung erreicht, die in der Steuervorrich
tung angeordnet ist.
Es ist jedoch erforderlich, daß Fluiddruck-Steuervorrichtungen noch kleiner,
leichter und kostengünstiger ausgeführt werden, so daß sie weltweit im we
sentlichen für alle Fahrzeuge eingesetzt werden können.
So zeigt beispielsweise die japanische offengelegte Patentanmeldung Nr.
160 342/86 eine Fluiddruck-Steuervorrichtung für Zweikreis-Bremsanlagen mit
X-Anordnung, die als Antiblockiervorrichtung ausgeführt ist. Bei dieser Vor
richtung fehlt es an dem erwähnten Druckauswahlgerät. Bei dem Steuerver
fahren dieser Drucksteuervorrichtung wird, sobald abgetastet wird, daß eines
der vorderen Räder nahezu blockiert, der Fluiddruck in dem einen Leitungs
system verringert, zu dem das nahezu blockierende Vorderrad gehört. Wenn
abgetastet wird, daß eines der Hinterräder nahezu blockiert, wird bewirkt,
daß das eine Hinterrad, das bestrebt ist, früher als das andere zu blockieren,
blockiert bleibt. Wenn auch das andere Hinterrad nahezu blockiert, wird der
Bremsfluiddruck in dem einen Leitungssystem, zu dem das andere Hinterrad
gehört, reduziert.
Bei dieser Fluiddruck-Steuervorrichtung blockieren jedoch gelegentlich bei
de Hinterräder nahezu, oder eines der Hinterräder bleibt blockiert, während
das andere nahezu blockiert. Wenn das Fahrzeug mit dem beschriebenen
Drucksteuergerät auf einer Straße fährt, die einen Reibungskoeffizienten µ
mittlerer oder geringer Größe aufweist, bleibt das eine Hinterrad gelegent
lich blockiert. Auf diese Weise wird die Richtungsstabilität des Fahrzeugs
sehr beeinträchtigt. Selbst wenn das Fahrzeug auf einer Straße fährt, die
einen hohen Bremskoeffizienten µ aufweist, kann das andere Rad gelegent
lich blockiert bleiben. Dabei bildet sich auf dem entsprechenden Reifen eines
der Hinterräder, das blockiert bleibt, eine flache Abriebstelle. Im Extremfalle
kann der Reifen platzen.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Antiblockiersystem
zu schaffen, das es gestattet, eine entsprechende
Fluiddruck-Steuervorrichtung kleiner, leichter und billiger herzustellen, und
das es ermöglicht, eine Blockierung von Hinterrädern bis hin zur Bildung fla
cher Abriebstellen oder zum Platzen eines Reifens zu verhindern.
Die Erfindung ergibt sich im einzelnen aus
dem Oberbegriff und dem kennzeichnenden Teil des
Hauptanspruchs.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung umfaßt eine Fluiddruck-Steuervor
richtung für eine Antiblockiervorrichtung: (A) zwei Vorderräder und zwei
Hinterräder, die diagonal in einem Zweikreis-Bremssystem verbunden sind;
(B) Raddrehzahlsensoren in Verbindung mit den vorderen und den hinteren
Rädern, die die Drehzahl der Räder abtasten; (C) eine Steuereinheit zur Er
zeugung eines Bremssteuersignals, das dem Drehverhalten der Räder ent
spricht, und Ventilsteuersignale auf der Basis der Ausgangssignale der Rad
drehzahlsensoren; und (D) ein Fluiddruck-Steuerventil, das in dem jeweiligen
Bremsleitungssystem angeordnet ist und durch die Fluiddruck-Steuersignale
der Steuereinheit gesteuert wird. Bei dem erfindungsgemäßen Antiblockier-
Steuerverfahren werden die Bremssteuersignale von den Vorderrädern vor
zugsweise gegenüber den Bremssteuersignalen von den Hinterrädern als
Ventilsteuersignale in dem jeweiligen Bremsleitungssystem verwendet. Wenn
das Bremssteuersignal von einem der Vorderräder erzeugt wird, wird das
Fluiddruck-Steuerventil in dem einen Bremskreis, zu dem das eine Vorder
rad gehört, betätigt unter Verwendung des Bremssteuersignals als Ventilsteu
ersignal. Wenn das Bremssteuersignal erzeugt wird von irgendeinem der Hin
terräder, wird das Fluiddruck-Steuerventil in dem einen Bremskreis, zu dem
das eine Hinterrad gehört, betätigt unter Verwendung des Bremssteuer
signals als Ventilsteuersignal, wenn eine der folgenden Bedingungen a oder b
erfüllt ist:
- (a) Die Bedingung, daß die Fahrzeugverzögerung größer als eine vorgegebene Vergleichsverzögerung ist und das Fahrzeug geradeaus fährt;
- (b) Die Bedingung, daß die Fahrzeugverzögerung größer als ein vorgegebener Bezugswert ist und der Schlupf des anderen Hinterrades größer ist als ein er ster vorgegebener Vergleichsschlupf.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der beigefügten Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen An
tiblockiervorrichtung;
Fig. 2 ist ein Blockdiagramm einer Steuereinheit gemäß Fig. 1;
Fig. 3 ist ein Flußdiagramm eines Steuerprogramms eines Steuerven
til-Signalgenerators innerhalb der Steuereinheit entsprechend
einer ersten Ausführungsform der Erfindung:
Fig. 4 ist ein Flußdiagramm eines Steuerprogramms eines Ventilsteue
rungs-Signalgenerators innerhalb der Steuereinheit entspre
chend einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 5 ist ein Flußdiagramm eines Steuerungsprogramms eines Ventil
steuerungs-Signalgenerators in der Steuereinheit entsprechend
einer dritten Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 6 ist ein Zeitdiagramm zur Erläuterung der Arbeitsweise der drit
ten Ausführungsform;
Fig. 7 ist ein Zeitdiagramm zur Erläuterung einer Abwandlung der
dritten Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt einen Tandem-Hauptzylinder 1, der mit einem Bremspedal 2
verbunden ist. Eine Fluiddruckkammer des Hauptzylinders 1 ist mit einem
Radzylinder des rechten Vorderrades 6a über eine Leitung 3, ein elektro
magnetisches 3/3-Ventil 4a und eine Leitung 5 verbunden. Die Leitung 5
steht weiterhin in Verbindung mit einem Radzylinder 12b des linken Hinter
rades 11b über eine Leitung 13 und ein Proportionalventil 32b.
Eine weitere Fluiddruckkammer des Hauptzylinders 1 ist mit einem Radzy
linder 7b des linken Vorderrades 6b über eine Leitung 16, ein elektromagne
tisches 3/3-Ventil 4b und eine Leitung 17 verbunden. Die Leitung 17 ist wei
terhin mit einem Radzylinder 12a des rechten Hinterrades 11a über eine Lei
tung 15 und ein Proportionalventil 32a verbunden.
Auslaßöffnungen der Ventile 4a und 4b sind über Leitungen 60a und 60b mit
Hydraulikbehältern 25a und 25b verbunden. Die Hydraulikbehälter 25a und
25b enthalten Kolben 27a und 27b, die gleitend verschiebbar sind und durch
relativ weiche Federn 26a und 26b abgestützt werden. Die Reservekammern
der Hydraulikbehälter 25a und 25b sind mit Saugöffnungen von Fluiddruck
pumpen 20a und 20b verbunden.
Die Pumpen 20a und 20b, die nur schematisch dargestellt sind, weisen je
weils ein Gehäuse, einen gleitend in dem Gehäuse verschiebbaren Kolben,
einen Elektromotor 22, der den Kolben hin und her bewegt, und Rückschlag
ventile auf. Die Ausstoßöffnungen der Pumpen 20a und 20b sind mit den Lei
tungen 3 und 16 verbunden.
Raddrehzahlsensoren 28a, 28b, 29a und 29b sind den Rädern 6a, 6b, 11a und
11b zugeordnet. Die Sensoren erzeugen Impulssignale mit Frequenzen, die zu
der Drehzahl der Räder proportional sind. Die Impulssignale der Raddreh
zahlsensoren 28a, 28b, 29a und 29b werden einer Steuereinheit 31 zugeführt.
Steuersignale Sa und Sb und Motorantriebssignale Q0 als Kalkulations- oder
Meßergebnisse werden von der Steuereinheit 31 erzeugt und den Elektro
magneten 30a und 30b der Dreipositions-Ventile 4a und 4b und dem Elek
tromotor 22 zugeführt. Die strichpunktierten Linien repräsentieren elektri
sche Leitungen.
Die elektromagnetischen Dreipositions-/Dreiöffnungs-Ventile 4a und 4b sind
als solche bekannt. Die Ventile können jeweils eine der Dreipositionen A,B
und C entsprechend der Stromstärke der Steuersignale Sa und Sb einneh
men.
Wenn die Steuersignale Sa und Sb den Wert "0" annehmen, stehen die elek
tromagnetischen Ventile 4a und 4b in der ersten Position A, in der der
Bremsdruck zum Bremsen des jeweiligen Rades erhöht wird. In der ersten
Position A sind der Hauptzylinder und der Radzylinder miteinander verbun
den. Bei dem Wert "1/2" der Steuersignale Sa und Sb gelangen die Ventile 4a
und 4b in die zweite Position B, in der der Bremsdruck für eine konstante
Bremsung aufrechterhalten wird. In dieser Position B ist der Hauptzylinder
von dem Radzylinder und der Radzylinder von dem Behälter getrennt. Bei
dem Signalwert "1" der Steuersignale Sa und Sb gelangen die Steuerventile
4a und 4b in die dritte Position C, in der der Bremsdruck verringert wird. In
dieser Position C ist die Verbindung zwischen dem Hauptzylinder und dem
Radzylinder unterbrochen, während die Verbindung zwischen dem Radzylin
der und dem Behälter offen ist. Das Bremsfluid wird durch die Leitungen 60a
und 60b in die Hydraulikbehälter 25a und 25b von den Radzylindern 7a und
7b sowie 12a und 12b abgeleitet.
Die Steuereinheit 31 erzeugt ferner das Treibersignal Q0 für den Motor 22.
Wenn eines der Steuersignale Sa und Sb anfangs den Wert "1" aufweist, wird
das Treibersignal Q0 erzeugt und während des Bremssteuervorganges gehal
ten. Das Treibersignal Q0 wird dem Motor 22 zugeführt.
Die Räder 6a, 6b, 11a und 11b sind diagonal miteinander verbunden.
Obwohl die Motoren 22 in Fig. 1 getrennt dargestellt sind, können sie mit
einander zu einer Einheit verbunden sein.
Anschließend sollen Einzelheiten der Steuereinheit 31 gemäß Fig. 2 erläu
tert werden.
Die Ausgangssignale der Raddrehzahlsensoren 28a, 28b, 29a und 29b, die den
vorderen und hinteren Rädern 6a, 6b, 11a, 11b zugeordnet sind, gelangen an
eine Generatorschaltung 40 für Bremssteuersignale. Die Ausgangsklemmen
der Generatorschaltung 40 sind mit einer Ventilsteuersignal-Generatorschal
tung 41 verbunden, die nach einem erfindungsgemäßen Programm arbeitet.
Raddrehzahlsignale werden aus den Ausgangssignalen der Raddrehzahlsenso
ren 29a, 28b, 29a, 29b gebildet, und aus diesen Signalen werden Verzöge
rungssignale, Beschleunigungssignale und Schlupfsignale abgeleitet. Dies ge
schieht mit Hilfe der Bremssteuersignal-Generatorschaltung 40, die als sol
che bekannt ist.
Diese Signale werden logisch kombiniert zur Erzeugung der Bremsdruck-Hal
tesignale EVVR, EVRL, EVVL und EVRR und der Bremsdruck-Verringerungs
signale AVVR, AVRL, AVVL und AVRR. Die Buchstaben "EV" und "AV" reprä
sentieren das Halten bzw. das Verringern des Bremsdruckes. Die Indizes
"VR", "VL", "RR" und "RL" bezeichnen die rechten und linken Vorderräder und
die rechten und linken Hinterräder.
Ferner wird ein annäherndes Fahrzeuggeschwindigkeitssignal RREF und ein
Fahrzeugverzögerungssignal aFZ auf der Basis der Raddrehzahlsignale in der
Generatorschaltung 40 erzeugt. Die obigen Signale werden der Generator
schaltung 41 zugeleitet, die die Ventilsteuersignale bildet.
Bei dieser Ausführungsform wird die Fahrzeuggeschwindigkelt simuliert
durch einen gesonderten Generator in der Generatorschaltung 40 für die Bil
dung der Bremssteuersignale. Bevor die Verzögerung der Räder beim Brem
sen den vorgegebenen Wert erreicht, oder bevor das Verzögerungssignal
durch einen Signalgenerator für Beschleunigung oder Verzögerung erzeugt
worden ist, wird ein Raddrehzahlsignal eines Raddrehzahl-Signalgenerators
als annähernde Fahrzeuggeschwindigkeit von dem entsprechenden Genera
tor gebildet. Nachdem jedoch das Verzögerungssignal durch den Signalgene
rator für Beschleunigung oder Verzögerung erzeugt worden ist, wird das an
nähernde Geschwindigkeitssignal durch den Geschwindigkeits-Signalgenera
tor erzeugt, der das Signal linear über die Zeit mit einem vorgegebenen Gra
dienten senkt. Wenn das Ausgangssignal des Raddrehzahl-Signalgenerators
höher liegt als das lineare, angenäherte Fahrzeuggeschwindigkeitssignal,
wird das erstere als annäherndes Geschwindigkeitssignal von dem Fahrzeug
geschwindigkeitsgenerator übernommen.
Als Ausgangssignal des Geschwindigkeitsgenerators ist das Signal FREF.
Im allgemeinen ergibt sich das Schlupfverhältnis S eines Rades aus der fol
genden Beziehung
Bei dieser Ausführungsform wird die annähernde Fahrzeuggeschwindigkeit in
der vorgenannten Formel als Fahrzeuggeschwindigkeit verwendet.
Die logische Kombination des obigen Signals im weiteren Ablauf ergibt sich
aus dem Flußdiagramm gemäß Fig. 3.
Die Ventilsteuerungssignale AV₁ und AV₂ zum Lösen der Bremse, die Ventil
steuerungssignale EV₁ und EV₂ zum Halten der Bremse und die Ventilsteue
rungssignale QV₁ und QV₂ zum Erhöhen der Bremswirkung werden nach
dem Ergebnis des Programmablaufs erzeugt. Bei dieser Ausführungsform be
zieht sich ein Signalwert "0" auf die Steuersignale QV₁ und QV₂ zur Erhö
hung des Bremsdruckes. Die Ausgangssignale werden Verstärkern 42a und
42b zugeführt, sie werden verstärkt den Elektromagneten 30a und 30b der
Ventile 4a und 3b zugeführt. Diese Ventile 4a und 4b nehmen alternativ je
weils eine der Stellungen A, B und C ein, in denen sie den Bremsdruck erhö
hen, halten oder verringern, je nach Signalwert des Ventilsteuersignals. Die
Signale Sa und Sb gemäß Fig. 1 umfassen die Signale AV₁, EV₁ und QV₁ so
wie AV₂, EV₂ und QV₂.
Die Steuereinheit 31 umfaßt eine nicht gezeigte Motorantriebseinheit. Wenn
eines der Signale AV₁ und AV₂ erzeugt wird, bildet die Steuereinheit 31 das
Motortreibersignal Q₀. Dies wird fortgesetzt während der gesamten Anti
blockiersteuerung.
Als nächstes soll das in der Ventilsteuersignal-Generatorschaltung 41 gemäß
Fig. 2 enthaltene Programm unter Bezugnahme auf Fig. 3 erläutert wer
den.
Diese Ausführungsform wird angewendet auf ein Fahrzeug mit vorn angeord
neter Antriebsmaschine und Vorderradantrieb. Das Programm gemäß Fig. 3
ist nur für die Vorder- und Hinterräder des einen Bremskreises dargestellt.
Durch das Programm gemäß Fig. 3 wird beurteilt, wie die Ventile gesteuert
werden sollen. Hierzu werden die Bremssteuersignale, das Fahrzeugge
schwindigkeitssignal FREF und das Fahrzeugverzögerungssignal aFZ von den
Vorder- und Hinterrädern eines Bremskreises verwendet. Das selbe Pro
gramm wird auch für den anderen Bremskreis eingesetzt. Zunächst werden
die Ausgangssignale der Drehzahlsensoren 28a, 28b, 29a und 29b der Vorder-
und Hinterräder der Bremssteuersignal-Generatorschaltung 40 der oberen
Stufe zugeführt. Das erwähnte Bremsdruck-Haltesignal EVVR und das Brems
druck-Verringerungssignal AVVR etc. werden durch die Generatorschaltung
40 gebildet. Diese Signale gelangen an die Programmschaltung gemäß Fig.
3.
Durch das Programm gemäß Fig. 3 wird in Schritt a ermittelt, ob das
Bremsdruck-Verringerungssignal AV (die Indizes werden fortgelassen, da nur
ein Bremskreis beschrieben wird) von dem Vorderrad erzeugt wird oder
nicht. Wenn das Signal AV erzeugt wird und damit die Antwort "ja" lautet,
wird das Verringerungssignal AV1 als das Ventilsteuersignal im ersten
Schritt R ausgelöst. Die Bremse wird daher in dem einen Bremskreis gelöst.
Der Index "1" (wie die 1 von AV₁) wird den Ventilsteuersignalen AV, EV und
QV hinzugefügt als Kennzeichnung des ersten Bremskreises, der das Ventil
4a enthält.
Wenn das Vorderrad das Bremsdruck-Verringerungssignal AV nicht abgibt,
wird im nächsten Schritt b geprüft, ob das Bremsdruck-Verringerungssignal
AV vom Hinterrad erzeugt wird oder nicht. Wenn die Antwort hier "ja" lautet,
wird als nächstes im Schritt c geprüft, ob die Fahrzeugverzögerung aFZ grö
ßer als 0,6 g ist oder nicht (aFZ 0,6 g?).
Lautet die Antwort im Schritt c "ja", so wird die Differenz im Schritt d zwi
schen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit FREF und der Radge
schwindigkeit VFRONT des Vorderrades errechnet, das sich auf der selben
Straßenseite befindet, wie das Hinterrad, das das Bremsdruck-Verringe
rungssignal AV erzeugt, und es wird im Schritt d geprüft, ob die Differenz
kleiner als 5 km/h ist oder nicht (FREF-VFRONT 5 km/h?).
Lautet die Antwort im Schritt d "ja", wird im nächsten Schritt e geprüft, ob
das Schlupfverhältnis des anderen Hinterrades im andern Bremskreis klei
ner als 1,5% ist oder nicht. Lautet die Antwort im Schritt e "nein", wird das
Bremsdruck-Verringerungssignal AV₁ in Schritt R für den einen Bremskreis
erzeugt. Lautet die Antwort im Schritt e "ja", erfolgt die Entscheidung am
nächsten Schritt g. Aus der Antwort "ja" im Schritt d und "nein" im Schritt e
ergibt sich, daß das Fahrzeug geradeaus fährt. Ferner ergibt sich aus der Ant
wort "ja" im Schritt d und/oder "ja" in Schritt e, daß das Fahrzeug durch eine
Kurve fährt.
Wenn die Fahrzeugverzögerung aFZ geringer als 0,6 g ist oder wenn die Ant
wort in Schritt d "nein" lautet, wird im nächsten Schritt f geprüft, ob das
Schlupfverhältnis des anderen Hinterrades im anderen Bremskreis größer
als 15% ist oder nicht. Wenn die Antwort in Schritt f "ja" ist wird das
Bremsdruck-Verringerungssignal AV₁ in dem ersten Entscheidungsschritt R gebildet.
Auf diese Weise kann ein Blockieren an beiden Hinterrädern verhindert
werden. Ist die Antwort in Schritt f "nein", so wird die Entscheidung auf den
nächsten Schritt g verschoben.
Im Schritt g wird geprüft, ob das Bremsdruck-Haltesignal EV vom Vorderrad
des einen Bremskreises erzeugt wird oder nicht. Lautet die Antwort in diesem
Schritt g "ja", wird das Bremsdruck-Haltesignal EV₁ erzeugt als das Ventil
steuersignal im zweiten Entscheidungsschritt H des einen Bremskreises. Der
Bremsdruck wird daher in dem einen Bremskreis konstant gehalten. Lautet
die Antwort in Schritt g "nein", so wird im Schritt h geprüft, ob das Brems
druck-Haltesignal EV vom Hinterrad des einen Bremskreises erzeugt wird
oder nicht. Lautet die Antwort im Schritt h "nein", wird das Bremsdruck-Er
höhungssignal QV₁ des Stromwertes "0" als Ventilsteuerungssignal dem
Elektromagneten 30a im dritten Entscheidungsschritt Q zugeführt. Auf diese
Weise wird der Bremsdruck in dem einen Bremskreis erhöht.
Ergibt sich im Schritt h, daß das Bremsdruck-Haltesignal EV vom Hinterrad
erzeugt wird, so wird im Schritt 1 festgestellt, ob die Fahrzeugverzögerung
aFZ größer als 0,6 g ist oder nicht.
Lautet die Antwort im Schritt 1 "ja", wird im Schritt j weiter geprüft, ob die
Differenz zwischen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit FREF und der
Radgeschwindigkeit VFRONT des Vorderrades auf der Seite, auf der das Hin
terrad das Bremsdruck-Haltesignal EV erzeugt, kleiner als 5 km/h ist oder
nicht. Lautet die Antwort im Schritt i oder j "nein", wird im Schritt 1 geprüft, ob das
Schlupfverhältnis des anderen Rades des anderen Bremskreises größer als
15% ist oder nicht. Lautet die Antwort im Schritt 1 "ja", wird das Brems
druck-Haltesignal EV₁ im zweiten Entscheidungsschritt H erzeugt. Bei der
Antwort "nein" im Schritt 1 wird das Bremsdruck-Erhöhungssignal QV₁ im
dritten Entscheidungsschritt Q erzeugt.
Wenn die Antwort im Schritt j "ja" lautet, wird im Schritt k beurteilt, ob das
Schlupfverhältnis des anderen Hinterrades im anderen Bremskreis kleiner
als 1,5% ist oder nicht.
Bei einer Antwort "nein" im Schritt k wird die Bremskraft konstant gehalten.
Bei der Antwort "ja" wird das Bremsdruck-Erhöhungssignal QV₁ im dritten
Entscheidungsschritt Q erzeugt. Bei der Antwort "ja" im Schritt j und "nein"
im Schritt k wird ermittelt, daß sich das Fahrzeug gerade auf der Straße be
wegt.
Auf diese Weise wird Bremsfluiddruck in dem einen Bremskreis erhöht, verrin
gert oder gehalten, je nachdem, welche Bremssteuersignale durch die Vor
der- und Hinterräder des einen Bremskreises erzeugt werden, ob die Fahr
zeugverzögerung größer oder kleiner als ein vorgegebener Wert ist, ob die
Differenz zwischen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit und der Rad
geschwindigkeit VFRONT des Vorderrades des anderen Bremskreises klei
ner oder größer als ein vorgegebener Wert ist und ob das Schlupfverhältnis
des Hinterrades des anderen Bremskreises kleiner oder größer als das erste
und zweite vorgegebene Verhältnis ist. Das Bremssteuersignal des Vorderra
des wird daher bevorzugt verwendet gegenüber demjenigen des Hinterrades,
und das Fluiddruck-Steuerventil wird ebenfalls durch das Bremssteuersignal
des Hinterrades unter bestimmten Bedingungen gesteuert. Der Bremsdruck
in dem anderen Bremskreis wird auf dieselbe Weise gesteuert.
Wenn der Bremsdruck in der beschriebenen Weise gesteuert wird, ergibt
sich ein stabiles Lenkverhalten, und es kann verhindert werden, daß die
Bremswirkung unzureichend ist. Der Bremsweg wird verkürzt. Eine Beschä
digung der Reifen durch flache Abriebstellung oder ein Platzen von Reifen an
den Hinterrädern wird verhindert.
Fig. 4 zeigt das Programm einer Steuereinheit einer zweiten Ausführungs
form eines erfindungsgemäßen Antiblockiersystems. Die Steuerschaltung und
das Blockdiagramm sind ähnlich wie bei der ersten Ausführungsform gemäß
Fig. 1 und 2. Die zweite Ausführungsform ist anwendbar für ein Fahrzeug mit
Vierradantrieb. Ferner unterscheiden sich die erste und zweite Ausführungs
form in der Art der Beurteilung, ob das Fahrzeug gerade auf der Straße fährt
oder nicht.
Auch bei dieser zweiten Ausführungsform werden die Bremssteuersignale des
Vorderrades und des Hinterrades nur eines Bremskreises in Fig. 4 darge
stellt.
Zunächst wird im Schritt m geprüft, ob das Bremsdruck-Verringerungssignal
AV am Vorderrad erzeugt wird oder nicht.
Lautet die Antwort im Schritt m "ja", wird das Verringerungssignal AV₁ als
Ventilsteuersignal im ersten Entscheidungsschritt R erzeugt. Lautet die Ant
wort m "nein", wird im nächsten Schritt n entschieden, ob das Verringe
rungssignal AV vom Hinterrad abgegeben wird oder nicht. Lautet auch hier
die Antwort "nein", wird im Schritt r ermittelt, ob das Haltesignal EV vom
Vorderrad erzeugt wird oder nicht.
Wird das Signal vom Vorderrad erzeugt, so wird das Bremsdruck-Haltesignal
EV₁ als Ventilsteuerungssignal im zweiten Entscheidungsschritt H gebildet.
Lautet die Antwort im Schritt r "nein", wird im nächsten Schritt s ermittelt,
ob das Haltesignal EV vom Hinterrad erzeugt wird oder nicht.
Wird das Signal vom Hinterrad nicht abgegeben, so wird das Erhöhungssignal
QV₁ als Ventilsteuersignal im dritten Entscheidungsschritt Q gebildet.
Wird im Schritt s ermittelt, daß das Haltesignal EV vom Hinterrad abgegeben
wird, wird im nächsten Schritt t geprüft, ob die Fahrzeugverzögerung aFZ
größer als 0,6 g ist oder nicht.
Lautet die Antwort im Schritt t "ja", wird im nächsten Schritt u geprüft, ob
die Differenz zwischen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit FREF und
der Radgeschwindigkeit VFRONT des Vorderrades auf derselben Seite, auf
der sich das Hinterrad befindet, das das Haltesignal EV erzeugt, kleiner als 5
km/h ist oder nicht. Ergibt sich in diesem Schritt u die Antwort "nein", wird
im nächsten Schritt v geprüft, ob das Schlupfverhältnis des anderen Hinter
rades im anderen Bremskreis größer als 15% ist oder nicht. Bei einer Ant
wort "ja" im Schritt u wird das Haltesignal EV₁ als Ventilsteuersignal im
zweiten Entscheidungsschritt H erzeugt. Bei einer Antwort "nein" im Schritt
v wird das Erhöhungssignal QV₁ als Ventilsteuersignal im dritten Entschei
dungsschritt Q erzeugt. Im Schritt n wird geprüft, ob das Verringerungssignal
AV vom Hinterrad abgegeben wird oder nicht. Dies wurde oben bereits be
schrieben.
Lautet die Antwort im Schritt n "ja", wird anschließend im Schritt o geprüft,
ob die Fahrzeugverzögerung aFZ größer als 0,6 g ist oder nicht (aFZ < 0,6 g?).
Bei einer Antwort "ja" im Schritt o wird die Differenz zwischen der annä
hernden Fahrzeuggeschwindigkeit FREF und der Radgeschwindigkeit
VFRONT am Vorderrad auf der Seite, auf der das Hinterrad das Verringe
rungssignal AV abgegeben hat, im Schritt p errechnet, und es wird in diesem
Schritt p geprüft, ob die Geschwindigkeitsdifferenz kleiner als 5 km/h ist
oder nicht (FREF-VFRONT 5 km/h?).
Bei einer Antwort "ja" in Schritt p wird das Bremsdruck-Verringerungssignal
AV₁ als Ventilsteuersignal im ersten Entscheidungsschritt R für den ersten
Bremskreis erzeugt. Bei einer Antwort "nein" im Schritt p wird im nächsten
Schritt g ermittelt, ob das Schlupfverhältnis des anderen Hinterrades des an
deren Bremskreises größer als 15% ist oder nicht. Bei einer Antwort "ja" im
Schritt g wird das Bremsdruck-Verringerungssignal AV₁ als Steuersignal im
ersten Entscheidungsschritt R erzeugt. Bei einer Antwort "nein" im Schritt g
wird die Entscheidung im nächsten Schritt r herbeigefügt.
Da die vorliegende Ausführungsform auf allradgetriebene Fahrzeuge anwend
bar ist, hängt die Beurteilung der Frage, ob das Fahrzeug auf der Straße gera
de fährt oder nicht, nur davon ab, daß die Differenz zwischen der annähern
den Fahrzeuggeschwindigkeit und der Radgeschwindigkeit VFRONT des Vor
derrades auf der Seite, deren Hinterrad das Bremsdruckverringerungssignal
abgibt, kleiner ist als 5 km/h. Bei vierradgetriebenen Fahrzeugen sind die
Hinterräder beispielsweise über ein Sperrdifferential mit mehr oder weniger
großer Sperrwirkung verbunden, so daß die Antriebskraft des Hinterrades
mit der größeren Drehzahl auf das andere Hinterrad mit der niedrigeren
Drehzahl übertragen wird. Auf diese Weise ist der Schlupf an den Hinterrä
dern im wesentlichen gleich. Er hängt daher nur davon ab, ob
VREF-VFRONT 5 km/h ist. Im übrigen besteht weitgehende Übereinstimmung
mit der ersten Ausführungsform.
Da der Bremsdruck auf die beschriebene Weise gesteuert wird, ergibt sich
ein stabiles Lenkverhalten, und die Bremskraft ist stets ausreichend. Der
Bremsweg wird verkürzt. Eine Beschädigung oder Zerstörung der Hinterrei
fen wird verhindert.
Fig. 5 zeigt ein Programm für die Steuereinheit gemäß einer dritten Ausfüh
rungsform der Erfindung. Diese Ausführungsform dient ebenfalls für Fahrzeu
ge mit Frontmotor und Vorderradantrieb. Der Leitungsplan und das Blockdia
gramm sind ähnlich wie bei der ersten und zweiten Ausführungsform gemäß
Fig. 1 und 2. Der Steuerventil-Signalgenerator in der Steuereinheit gemäß
dieser dritten Ausführungsform weist jedoch einen Impulsgenerator auf. Das
in Fig. 5 gezeigte Programm bezieht sich nur auf das Vorder- und Hinterrad
eines von zwei Bremskreisen, wie es bei den vorangegangenen Ausführungs
formen der Fall war. Durch das Programm gemäß Fig. 5 wird beurteilt, wie
das Ventil gesteuert werden soll. Dies geschieht auf der Basis von Bremssteu
ersignalen, der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit FREF und des Fahr
zeugverzögerungssignals aFZ von den Vorder- und Hinterrädern eines Brems
kreises. Gemäß Fig. 5 wird im Schritt a ermittelt, ob das Bremsdruck-Ver
ringerungssignal AV (der Index wird fortgelassen, da nur ein Bremskreis be
schrieben wird) vom Vorderrad erzeugt wird oder nicht. Wird das Verringe
rungssignal AV erzeugt, und lautet somit die Antwort "ja", so wird das Brems
druck-Verringerungssignal AV₁ als Ventilsteuersignal im ersten Entschei
dungsschritt R gebildet. Die Bremse wird daher in einem Leitungssystem ge
löst. Der Index "1" (wie etwa 1 bis AV₁) wird hinzugefügt zu den Ventilsteuer
signalen AV₁, EV₁ und QV₁ zur Darstellung des einen Bremskreises mit dem
Ventil 4a.
Wenn das Bremsdruck-Verringerungssignal AV₁ vom Vorderrad nicht abge
geben wird und die Antwort somit "nein" lautet, wird im nächsten Schritt b
geprüft, ob das Verringerungssignal AV vom Hinterrad abgegeben wird oder
nicht.
Lautet die Antwort hier im Schritt b "ja" so wird zunächst im Schritt c ge
prüft, ob die Fahrzeugverzögerung aFZ größer als 0,6 g ist oder nicht (aFZ
0,6 g?).
Lautet die Antwort in diesem Schritt c "ja", wird im Schritt d die Differenz
gebildet zwischen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit F-F und der
Radgeschwindigkeit VFRONT des Vorderrades auf derjenigen Seite, deren
Hinterrad das Bremsdruck-Verringerungssignal AV abgegeben hat, und es
wird ermittelt, ob die Geschwindigkeitsdifferenz größer als 5 km/h ist oder
nicht (FREF-VFRONT 5 km/h?).
Lautet die Antwort im Schritt d "ja", wird im Schritt e geprüft, ob das
Schlupfverhältnis des Hinterrades des anderen Bremskreises kleiner als 1,5%
ist oder nicht. Lautet die Antwort im Schritt e "nein", wird ein Impulsgenera
tor in der Steuereinheit 31 im Schritt p aktiviert. Lautet die Antwort im
Schritt d "ja" und im Schritt e "nein", wird angenommen, daß das Fahrzeug
geradeaus auf der Straße fährt. Lautet die Antwort im Schritt d "ja" und im
Schritt e ebenfalls "ja", wird angenommen, daß das Fahrzeug in einer Kurve
fährt.
Der Impulsgenerator in der Steuereinheit 31 erzeugt Impulse P gemäß Fig.
6B. Das Signal AV wird vom Hinterrad gemäß Fig. 6A erzeugt. Die Impulse P
werden abgegeben während der Dauer des Signals AV, wie Fig. 6A und Fig.
6B zeigen. Die Impulse P gemäß Fig. 6B sind für 5 ms ein- und für 5 ms ab
geschaltet. Die Impulse P werden einem Schritt g zugeführt. Es wird in
Schritt g ermittelt, ob die Impulse P ein- oder ausgeschaltet sind. Sind die
Impulse eingeschaltet, oder befinden sie sich auf hohem Wert, ergibt sich im
Schritt q die Antwort "ja". Daher wird das Druckverringerungssignal AV₁ im
ersten Entscheidungsschritt R abgegeben. Die Bremskräfte an den Hinter-
und Vorderrädern des selben Bremskreises werden verringert. Sind die Im
pulse P abgeschaltet, so ergibt sich im Schritt g die Antwort "nein". Daher
wird das Druckhaltesignal EV₁ im zweiten Entscheidungsschritt H geliefert.
Die Bremskräfte des Hinterrades und Vorderrades des einen Bremskreises
werden konstant gehalten. Im Schritt g wird die Bremse stufenweise gelöst.
Ist die Verzögerung aFZ kleiner als 0,6 g, oder lautet die Antwort im Schritt c
"nein", wird im nächsten Schritt f festgestellt, ob das Schlupfverhältnis des
anderen Hinterrades des anderen Bremskreises größer als 15% ist oder
nicht. Laute die Antwort im Schritt f "ja", wird das Bremsdruck-Verringe
rungssignal AV₁ im ersten Entscheidungsschritt R erzeugt. Auf diese Weise
kann eine Blockierung beider Hinterräder verhindert werden. Lautet die Ant
wort im Schritt f "nein", schreitet das Programm fort zum Schritt g.
In Schritt g wird geprüft, ob das Bremsdruck-Haltesignal vom Vorderrad des
einen Bremskreises abgegeben wird oder nicht. Lautet die Antwort im Schritt
g "ja", wird das Bremsdruck-Haltesignal EV₁ im zweiten Entscheidungs
schritt H für den einen Bremskreis erzeugt. Daher wird der Bremsdruck in
dem einen Bremskreis konstant gehalten. Lautet die Antwort im Schritt g
"nein", wird im Schritt h ermittelt, ob das Bremskraft-Haltesignal EV vom
Hinterrad des einen Bremskreises abgegeben wird. Lautet die Antwort hier
"nein", wird das Bremskraft-Erhöhungssignal QV₁ mit dem Stromwert "0" als
Ventilsteuersignal dem Elektromagneten 30a im dritten Entscheidungs
schritt Q zugeführt. Der Bremsdruck wird daher in dem einen Bremskreis er
höht.
Wird im Schritt h ermittelt, daß das Haltesignal EV vom Hinterrad abgegeben
wird, so wird im nächsten Schritt 1 geprüft, ob die Fahrzeugverzögerung aFZ
größer als 0,6 g ist oder nicht.
Lautet die Antwort im Schritt 1 "ja", wird im Schritt j geprüft, ob die Differenz
zwischen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit FREF und der Radge
schwindigkeit VFRONT des Vorderrades auf der Seite, auf der das Hinterrad
das Haltesignal EV abgibt kleiner als 5 km/h ist oder nicht. Lautet die Ant
wort im Schritt j "nein", wird im nächsten Schritt 1 geprüft, ob das Schlupf
verhältnis des anderen Hinterrades im anderen Bremskreis größer als 15%
ist oder nicht. Lautet die Antwort hier im Schritt 1 "ja", wird das Haltesignal
EV₁ im zweiten Entscheidungsschritt H erzeugt. Lautet die Antwort im
Schritt 1 nein, wird das Erhöhungssignal QV₁ im dritten Entscheidungs
schritt Q abgegeben.
Ergibt sich auf der Stufe j die Antwort "ja", wird in der Stufe k geprüft, ob das
Schlupfverhältnis des anderen Randes im anderen Bremskreis kleiner als
1,5% ist.
Bei einer Antwort "nein" im Schritt k wird die Bremskraft konstant gehalten.
Bei einer Antwort "ja" im Schritt k wird das Bremskraft-Erhöhungssignal QV₁
im dritten Entscheidungsschritt Q erzeugt. Lautet die Antwort beim Schritt j
ja und nein beim Schritt k, wird angenommen, daß das Fahrzeug auf der Stra
ße geradeaus fährt.
Auf diese Weise wird der Bremsfluiddruck des einen Bremskreises erhöht,
verringert und konstant gehalten. Dies geschieht in Abhängigkeit von Brems
steuersignalen des Vorder- und Hinterrades des Bremskreises, ferner in Ab
hängigkeit von der Frage, ob die Fahrzeugverzögerung größer oder kleiner als
ein vorgegebener Wert ist, ob die Differenz zwischen der annähernden Fahr
zeuggeschwindigkeit und der Radgeschwindigkeit VFRONT des Vorderrades
des anderen Bremskreises oder größer als ein vorgegebener Wert ist, und ob
das Schlupfverhältnis des anderen Hinterrades im anderen Bremskreis klei
ner oder größer als ein erstes und zweites vorgegebenes Schlupfverhältnis
ist. Vorzugsweise wird das Bremssteuersignal des Vorderrades gegenüber
demjenigen des Hinterrades verwendet. Das Fluiddruck-Steuerventil wird
auch durch das Bremssteuersignal des Hinterrades unter bestimmten Bedin
gungen gesteuert.
Da der Bremsdruck auf diese Weise gesteuert wird, ergibt sich ein stabiles
Lenkverhalten, und es wird verhindert, daß die Bremskraft unzureichend ist.
Der Bremsweg kann verkürzt werden. Eine Beschädigung oder eine Zerstö
rung des Hinterrades, wie sie oben beschrieben wurde, wird vermieden.
Gegenüber den zuvor beschriebenen Ausführungsformen gibt es eine Reihe
von Abwandlungsmöglichkeiten.
Beispielsweise sind die angegebenen vorbestimmten Werte in ihrer Höhe
nicht bindend.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen wird ermittelt, ob die Fahrzeug
verzögerung aFZ größer als 0,6 g ist. Auf diese Weise wird festgestellt, ob das
Fahrzeug auf der Straße mit einem hohen Reibungskoeffizienten oder einem
niedrigen Reibungskoeffizienten läuft. Der vorgegebene Wert 0,6 g kann höher
oder niedriger liegen.
Weiter wird bei den beschriebenen Ausführungsformen geprüft, ob die Diffe
renz zwischen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit und der Radge
schwindigkeit am Vorderrad auf der Seite des Hinterrades des beschriebenen
einen Bremskreises größer als 5 km/h ist oder nicht, und es wird auf diese
Weise ermittelt, ob das Schlupfverhältnis des anderen Hinterrades im ande
ren Bremskreis kleiner als der vorgegebene Wert ist. Auf diese Weise wird
festgestellt, ob das Fahrzeug geradeaus fährt oder durch eine Kurve läuft. Der
vorgegebene Wert von 5 km/h kann auch höher oder niedriger liegen. Dies
gilt auch für die vorgegebenen Schlupfverhältnisse von 1,5% und 15%, die
ebenfalls höher oder tiefer liegen können. Anstelle des Schlupfverhältnisses
kann auch der Schlupf berücksichtigt werden.
Bei den angegebenen Ausführungsformen wird die Tatsache, daß die Diffe
renz zwischen der annähernden Fahrzeuggeschwindigkeit und der Radge
schwindigkeit des Vorderrades auf der Seite, deren Hinterrad das Brems
drucksteuersignal erzeugt, kleiner als ein vorgegebener Wert ist, als Bedin
gung zur Ermittlung der Geradeausfahrt verwendet.
Dieser Abtastvorgang kann wie folgt geändert werden:
- (1) Es wird die Tatsache berücksichtigt, daß die Differenz zwischen den Drehzahlen der Vorderräder kleiner als ein vorgegebener Wert ist;
- (2) Es wird die Tatsache verwendet, daß die Differenz zwischen den Dreh zahlen der Hinterräder kleiner als ein vorgegebener Wert ist;
- (3) Es wird die Tatsache berücksichtigt, daß beide Hinterräder ein größeres Schlupfverhältnis oder einen größeren Schlupf als ein vorgegebener Wert auf weist;
- (4) Es wird ausgenutzt, daß die Differenz zwischen den Drehzahlen der Vor derräder und der Fahrzeuggeschwindigkeit kleiner als ein vorgegebener Wert ist;
- (5) Es wird berücksichtigt, daß die Differenz zwischen den Drehzahlen des Vorderrades, das diagonal mit einem Hinterrad verbunden ist, das kein Bremssteuersignal erzeugt, und der Fahrzeuggeschwindigkeit kleiner als ein vorgegebener Wert ist;
- (6) Es wird die Tatsache ausgenutzt, daß die Differenz zwischen der Dreh zahl des einen Hinterrades, das einen geringeren Schlupf als das andere auf weist, und des diagonal gegenüberliegenden Vorderrades, kleiner als ein vor gegebener Wert ist;
- (7) Es wird die Tatsache ausgewertet, daß sowohl die Differenz zwischen den Drehzahlen des einen Vorder- und Hinterrades und des anderen Vorder- und Hinterrades, die diagonal miteinander verbunden sind, kleiner sind als ein vorgegebener Wert;
- (8) Es wird die Kombination von wenigstens zwei der oben angegebenen Tat sachen (1) bis (7) zur Ermittlung der erwähnten Bedingungen ausgenutzt.
Es wird angenommen, daß das Fahrzeug gerade auf der Straße fährt, wenn ei
ne der Bedingungen (1) bis (8) erfüllt ist. Weiterhin können eine Filterschal
tung oder ein Zeitglied vorgesehen sein, durch die festgelegt wird, daß das
Fahrzeug für eine vorgegebene Zeit direkt nach dem Ausfallen der genannten
Bedingungen nach wie vor geradeaus fährt. Auf diese Weise kann vermieden
werden, daß das Fahrzeug als in der Kurve fahrend behandelt wird, wenn sich
geringfügige Unregelmäßigkeiten in der Fahrbahnoberfläche befinden.
Die Fahrzeuggeschwindigkeit kann mit Hilfe eines Geschwindigkeitssensors
ermittelt werden, der die Fahrbahnoberfläche unter Ausnutzung des Doppler-
Effekts abtastet. Ein Quecksilberschalter als Verzögerungssensor kann zum
Abtasten der Fahrzeugverzögerung eingesetzt werden.
Die Erfindung ist im Zusammenhang mit Frontantriebsfahrzeugen und Allrad
fahrzeugen beschrieben worden. Sie ist jedoch auch auf Fahrzeuge mit Hin
terradantrieb anwendbar.
Bei den oben erläuterten Ausführungsbeispielen liegen die Ventilsteuersigna
le QV₁ und QV₂ kontinuierlich bei "0", so daß sie kontinuierlich einen Strom
mit dem Wert "0" den Elektromagneten 30a und 30b der Ventile 4a und 4b
zuführen. Auf diese Weise wird der Bremsfluiddruck kontinuierlich erhöht.
Alternativ können die Ventilsteuersignale QV₁ und QV₂ impulsweise den
Stromwert "1/2", "0", "1/2", "0" aufweisen. In diesem Falle wird der Fluid
druck stufenweise erhöht. Bei der dritten Ausführungsform sind die EIN- und
AUS-Zeiten des Impulsgenerators mit 5 ms angegeben. Dies bedeutet keine
Beschränkung. Die Zeiten können auch unterschiedlich lang sein. Die erste
EIN-Zeit kann länger als die nachfolgenden EIN-Zeiten sein.
Alternativ kann die Bremskraft kontinuierlich durch ein kontinuierliches
Signal AV′ verringert werden, wie in Fig. 7C gezeigt ist, welches Signal ein
Teil eines Bremskraft-Verringerungssignals AV vom Hinterrad ist, das in
Fig. 7A zeigt. Bei der dritten Ausführungsform werden die Impulse P während
des Bremsdruck-Verringerungssignals AV abgegeben. Alternativ können Im
pulse P′ gemäß Fig. 7B während der Zeit (0 ∼ t) innerhalb der Dauer des
Bremsdruck-Verringerungssignals AV zur stufenweisen Verringerung der
Bremskraft verwendet werden.
Die EIN-Zeit der Impulse und/oder die AUS-Zeit können variabel sein. Bei
spielsweise können sie variiert werden in Abhängigkeit von Parametern wie
der Fahrzeuggeschwindigkeit, der Fahrzeugverzögerung, einer Radverzöge
rung oder eines Radschlupfverhältnisses.
Bei den obigen Ausführungsformen werden die elektromagnetischen Ventile
4a und 4b verwendet, die drei Positionen A, B und C aufweisen, wie Fig. 1
zeigt. Sie können hin- und hergehend zwischen den Positionen B und C zur
stufenweisen Verringerung der Bremskraft verstellt werden. Es können auch
Ventile mit zwei Positionen und drei Öffnungen verwendet werden. Der Tan
dem-Hauptzylinder und die Radzylinder können miteinander in anderer Wei
se in der einen Position des Umschaltventils mit zwei Positionen und drei
Einlässen verbunden sein. Der Hauptzylinder und die Radzylinder werden
voneinander getrennt, und die Behälterseite und die Radzylinder werden
miteinander verbunden, wenn das Ventil dieser Art in der zweiten Position
steht.
In diesem Falle ist die Dauer, in der sich das Zweipositionsventil in der einen
Position befindet, kürzer als die Verweildauer in der anderen Position, so daß
die Bremskraft stufenweise verringert wird. Alternativ können die elektro
magnetischen Ventile 4a und 4b mit drei Positionen zwischen der A-Position
und der C-Position zur stufenweisen Verringerung der Bremskraft hin und
her geschaltet werden. Die Verweildauer in den Positionen A und C kann auf
diese Weise unterschiedlich sein, wie es zuvor für ein Ventil mit zwei Positionen
beschrieben wurde.
Im übrigen ist bei den erläuterten Ausführungsformen eines der elektro
magnetischen Ventile 4a und 4b für jeweils einen Bremskreis vorgese
hen. Es können auch Ventile mit zwei Positionen und zwei Einlässen oder ein
Einlaßventil und ein Auslaßventil für die Bremskreise vorgesehen sein. Auf
diese Weise ist eine ähnliche Steuerung möglich.
Claims (17)
1. Antiblockiersystem für ein Fahrzeug mit zwei Vorderrädern (6a, 6b) und
zwei Hinterrädern (11a, 11b), die jeweils paarweise diagonal in einem Zwei
kreis-Bremssystem miteinander verbunden sind, mit:
- - einem Raddrehzahlsensor (28a, 28b, 29a, 29b) an jedem Rad (6a, 6b, 11a, 11b) zum Erzeugen von Drehzahlsignalen;
- - einem Blockierschutzventil (4a, 4b) in jedem der beiden Diagonal-Brems kreise, das zwischen einem Hauptzylinder (1) und der jeweiligen Vorder radbremse (7a, 7b) eingeschaltet ist und die Bremsleitung (13, 15) für die Hinterräder (11a, 11b) stromab des Blockierschutzventils (4a, 4b) ab zweigt; und
- - einer elektronischen Steuereinheit (31), die für jedes Rad (6a, 6b, 11a, 11b) Bremssteuersignale (AVVL, EVVL; AVVR, EVVR; AVRL, EVRL; AVRR, EVRR) auf der Basis der Drehzahlsignale und für die Blockierschutzventile (4a, 4b) Ventilsteuer signale (Sa, Sb) auf der Basis der Bremssteuersignale (AVVL, . . . EVRR) er zeugt,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinheit (31) die Bremssteuersignale
(AVVL, EVVL; AVVR, EVVR) für die Vorderräder (6a, 6b) bevorzugt gegenüber
den entsprechenden Bremssteuersignalen (AVRL, EVRL; AVRR, EVRR) für die
Hinterräder (11a, 11b) als Ventilsteuersignale (Sa, Sb) verwendet, indem sie
- - wenn ein Bremssteuersignal (AVVL, EVVL; AVVR, EVVR) für ein Vorderrad (6a, 6b) vorliegt, dieses Bremssteuersignal als Ventilsteuersignal (Sa, Sb) für das Blockierschutzventil (4a, 4b) des zugehörigen Bremskreises ver wendet und sie,
- - wenn andernfalls ein entsprechendes Bremssteuersignal
(AVRL, EVRL; AVRR, EVRR) für das zugehörige Hinterrad (11b, 11a) vor
liegt, dieses Bremssteuersignal als Ventilsteuersignal (Sa, Sb) für das
Blockierschutzventil (4a, 4b) des zugehörigen Bremskreises verwendet,
wenn
- (a) die Fahrzeugverzögerung (aFZ) größer als ein vorgegebener Wert ist und der Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird oder wenn
- (b) andernfalls der Schlupf des anderen Hinterrades (11a, 11b) größer als ein vorgegebener erster Wert ist.
2. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die Diffe
renz zwischen der Fahrzeuggeschwindigkeit (FREF) und der Radgeschwin
digkeit (VFRONT) des anderen Vorderrades (6b, 6a) kleiner als ein vorgege
bener Wert ist.
3. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die Diffe
renz zwischen der Fahrzeuggeschwindigkeit (FREF) und der Radgeschwin
digkeit (VFRONT) des anderen Vorderrades (6b, 6a) kleiner ist als ein vorge
gebener Wert und daß der Schlupf des anderen Hinterrades (11a, 11b) größer
als ein vorgegebener zweiter Wert ist, der kleiner als der erste Wert ist.
4. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die Diffe
renz zwischen den Drehzahlen der Vorderräder (6a, 6b) kleiner als ein vorge
gebener Wert ist.
5. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die Diffe
renz zwischen den Drehzahlen der Hinterräder (11a, 11b) kleiner als ein vor
gegebener Wert ist.
6. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die beiden
Hinterräder (11a, 11b) ein Schlupfverhältnis oder einen Schlupf aufweisen,
der größer als ein vorgegebener Wert ist.
7. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die Diffe
renzen zwischen den Radgeschwindigkeiten der Vorderräder (6a, 6b) und
der Fahrzeuggeschwindigkeit (FREF) kleiner als ein vorgegebener Wert sind.
8. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die Diffe
renz zwischen der Geschwindigkeit eines Vorderrades (6b, 6a), das diagonal
mit einem Hinterrad (11a, 11b) verbunden ist, das das Bremssignal nicht er
zeugt, und der Fahrzeuggeschwindigkeit (FREF) kleiner als ein vorgegebener
Wert ist.
9. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß die Diffe
renz zwischen den Drehzahlen des einen Hinterrades (11b, 11a), das den
kleineren Schlupf gegenüber dem anderen Hinterrad (11a, 11b) aufweist, und
des zugehörigen Vorderrades (6a, 6b), das diagonal dem einen Hinterrad
(11b, 11a) gegenüberliegt, kleiner als ein vorgegebener Wert ist.
10. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß beide Diffe
renzen zwischen den Radgeschwindigkeiten des Vorder- und Hinterrades
(6a, 11b; 6b, 11a) jedes Bremskreises kleiner als ein vorgegebener Wert sind.
11. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Kombination von wenig
stens zwei Bedingungen gemäß Ansprüchen 2 bis 10.
12. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ei
ne Filterschaltung oder eine Zeitschaltung vorgesehen ist, die die Geradeaus
lauf-Bedingungen des Fahrzeugs für eine vorbestimmte Zeit unmittelbar nach
Beendigung der vorgenannten Bedingungen gemäß Ansprüchen 2 bis 11 fest
halten.
13. Antiblockiersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Geradeauslauf des Fahrzeugs ermittelt wird aus der Tatsache, daß ein Aus
gangssignal eines Lenkwinkelsensors verwendet wird, das anzeigt, daß der
Lenkwinkel innerhalb eines vorgegebenen Bereichs liegt.
14. Antiblockiersystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das Bremssteuersignal wenigstens ein Steuersignal
(AVVL, AVVR, AVRL, AVRR) zur Bremsdruckreduzierung umfaßt.
15. Antiblockiersystem nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß,
wenn das Bremssteuersignal für das Hinterrad (11a, 11b) als Ventilsteuer
signal (Sa, Sb) verwendet wird und das Steuersignal (AVRL, AVRR) zur Brems
druckreduzierung darstellt, die Zeit des Ventilsteuersignals (Sa, Sb) begrenzt
ist auf die Dauer des Steuersignals (AVRL, AVRR) zur Bremsdruckreduzierung.
16. Antiblockiersystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventilsteuersignal (Sa, Sb) ein Impulssignal ist.
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Free format text: PATENTANWAELTE MUELLER & HOFFMANN, 81667 MUENCHEN |
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