DE4023800A1 - Oelstand-ueberwachungsvorrichtung fuer fahrzeug-automatikgetriebe - Google Patents
Oelstand-ueberwachungsvorrichtung fuer fahrzeug-automatikgetriebeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Ölstand-Überwa
chungsvorrichtung für ein Automatikgetriebe bei einem Kraftfahr
zeug.
Ein Beispiel einer üblichen Ölstand-Überwachungsvorrichtung für
ein Automatikgetriebe ist in der erstveröffentlichten japanischen
Gebrauchsmusteranmeldung (Jikkai) No. 54-45 878 angegeben. Die
dort beschriebene Vorrichtung weist insgesamt ein Öleinfüllrohr
bzw. einen Öleinfüllstutzen, der sich vom Getriebegehäuse
wegerstreckt, und eine Ölstandsmeßeinrichtung auf, die in den
Öleinfüllstutzen bzw. das Öleinfüllrohr einführbar ist. Der
Öleinfüllstutzen erstreckt sich im wesentlichen in vertikaler
Richtung, und sein unteres Ende befindet sich in der Nähe eines
Ölstandes in einem Vorratsraum. Die Ölmeßeinrichtung geht durch
den Öleinfüllstutzen derart, daß ihr unterer Endabschnitt das
Schmieröl in dem Schmierölvorratsraum erreichen kann und in
dieses eingetaucht werden kann. Die Uberprüfung des Ölstands
erfolgt dadurch, daß die Ölstandsmeßeinrichtung aus dem Ölein
füllstutzen herausgezogen wird und daß man das Öl überprüft, das
am unteren Ende der Ölstandsmeßeinrichtung verblieben ist.
Bei einer derartigen, üblichen Ölstand-Überwachungsvorrichtung
ist es wesentlich, den Öleinfüllstutzen derart vorzusehen, daß
die Ölstandsmeßeinrichtung zu dem Schmieröl in dem Vorratsraum
gelangen kann. Daher muß man Raum für den Einbau des Öleinfüll
stutzens in ausreichendem Maße vorsehen. Diese Notwendigkeit
setzt in einigen Fällen die Freiheit hinsichtlich der Auslegung
des Getriebes herab, und es wird die Herabsetzung der Abmessung
der Gesamtkonstruktion des Automatikgetriebes eingeschränkt.
Andererseits ist es heutzutage bei der Auslegung von Automatikge
trieben für Fahrzeuge sehr wichtig, die Abmessungen und das
Gesamtgewicht dieser Einheit zu reduzieren. Um dies zu erreichen,
stellt sich der Öleinfüllstutzen als eine störende Einflußgröße
bei der Auslegung eines Automatikgetriebes mit verminderten
Abmessungen dar. Ferner macht das Vorsehen des Öleinfüllstutzens
notwendigerweise weitere, gesonderte Teile erforderlich, welche
an- und eingebaut werden müssen, wodurch sich höhere Herstel
lungskosten ergeben.
Die Erfindung zielt daher darauf ab, unter Überwindung der zuvor
geschilderten Schwierigkeiten eine Ölstand-Überwachungsvorrich
tung bereitzustellen, bei der ein Öleinfüllrohr bzw. ein
Öleinfüllstutzen nicht erforderlich ist, der bisher ermöglichte,
daß eine Ölmeßeinrichtung einen Zugang zu dem Schmieröl in einem
Vorratsraum hatte.
Nach der Erfindung zeichnet sich eine Ölstand-Überwachungsvor
richtung dadurch aus, daß eine Übertragungswelle bzw. Getriebe
welle zur Übertragung des Wählvorganges für die Wahl der
Betriebsart eines Automatikgetriebes über einen Wählhebel genutzt
wird. Die Übertragungswelle ist in Form einer hohlzylindrischen
Konstruktion ausgelegt und verläuft im wesentlichen in vertikaler
Richtung, so daß eine durch dieselbe durchgeführte Ölstand-
Meßeinrichtung ein Schmieröl in einem Vorratsraum erreichen kann.
Gemäß einer bevorzugten Auslegungsform nach der Erfindung weist
eine Ölstand-Überwachungsvorrichtung für ein Automatikgetriebe
bei einem Kraftfahrzeug folgendes auf:
ein Getriebegehäuse, in dem ein Automatikgetriebe untergebracht ist,
eine vertikal verlaufende Leitungseinrichtung, welche ein vertikal verlaufendes Teil einer Wähleinrichtung für die Getriebebetriebsart zur Bildung einer im wesentlichen vertikalen Leitung umfaßt, und
eine Ölstand-Meßeinrichtung, welche sich durch die Leitung, die von der im wesentlichen vertikal verlaufenden Leitung gebildet wird, derart einsetzen läßt, daß ihr unteres Ende in ein Schmieröl eintaucht.
ein Getriebegehäuse, in dem ein Automatikgetriebe untergebracht ist,
eine vertikal verlaufende Leitungseinrichtung, welche ein vertikal verlaufendes Teil einer Wähleinrichtung für die Getriebebetriebsart zur Bildung einer im wesentlichen vertikalen Leitung umfaßt, und
eine Ölstand-Meßeinrichtung, welche sich durch die Leitung, die von der im wesentlichen vertikal verlaufenden Leitung gebildet wird, derart einsetzen läßt, daß ihr unteres Ende in ein Schmieröl eintaucht.
Das vertikal verlaufende Teil kann eine Übertragungswelle bzw.
eine Getriebewelle sein, die einer handbedienbaren Wähleinrich
tung zugeordnet ist, mittels welcher die Betriebsart des
Automatikgetriebes wählbar ist, und die vertikal verlaufende
Leitungseinrichtung weist eine axial verlaufende Leitung auf, die
durch die Übertragungswelle gebildet wird. Die Übertragungswelle
kann in dem Getriebegehäuse drehbar gelagert sein, und sie hat
einen oberen Endabschnitt, der sich von dem Getriebegehäuse in
Verlängerung wegerstreckt. Die axial verlaufende Leitung öffnet
sich zu dem oberen Ende der Übertragungswelle, die von dem
Getriebegehäuse nach außen weist, und die Ölstand-Meßeinrichtung
ist mit einer Verschlußkappe zum Verschließen des oberen Endes
der Leitung versehen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachstehenden Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung.
Die einzige Figur der Zeichnung zeigt eine Schnittansicht eines
Hauptteils eines Automatikgetriebes für ein Kraftfahrzeug, bei
dem eine bevorzugte Ausführungsform einer Ölstand-Überwachungs
vorrichtung nach der Erfindung vorgesehen ist.
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung ist ein Getriebegehäuse 10 mit
einem Schmierölvorratsraum 12 verbunden, der mit einem Schmieröl
14 aufgefüllt ist. Ein Steuerventil 16 ist in dem Getriebegehäuse
10 angeordnet. Das Getriebegehäuse 10 ist mit einer im wesentli
chen vertikal verlaufenden Durchgangsöffnung 24 versehen. Eine
hohlzylindrische Übertragungswelle bzw. Getriebewelle 18
erstreckt sich durch die Durchgangsöffnung 24 in dem Getriebege
häuse 10. Die Übertragungswelle 18 hat eine stufenförmig
abgesetzte Schulter 182, welche die obere Endfläche 242 der
Durchgangsöffnung 24 berührt.
Eine Verbindungsplatte 20 ist an dem unteren, durchmesserkleine
ren Abschnitt der Übertragungswelle 18 vorgesehen. Im zusammenge
bauten Zustand paßt die Verbindungsplatte 20 zu der unteren
Endfläche 244 der Durchgangsöffnung. Die Verbindungsplatte 20 ist
in der dargestellten Position mit Hilfe einer Befestigungsmutter
22 festgelegt, die in Gewindeeingriff mit dem unteren Endab
schnitt der Übertragungswelle 18 ist. Das Anzugsmoment der
Befestigungsmutter 22 ist derart gewählt, daß eine gleichförmige
Drehbewegung der Übertragungswelle 18 nicht behindert wird,
welche die Verbindungsplatte 20 trägt.
Um einen flüssigkeitsdichten Abschluß zwischen dem äußeren Umfang
der Übertragungswelle und dem inneren Umfang der Durchgangsöff
nung 24 zu erreichen, ist zwischen denselben ein Dichtungsring
26 angeordnet.
Die Übertragungswelle 18 ist starr mit einem Übertragungshebel
28 über eine Schweißverbindung an einem Abschnitt verbunden, der
aus dem Getriebegehäuse 10 in Verlängerung nach außen geführt
ist. Der Übertragungshebel 28 ist mit einem manuell betätigbaren
Wählhebel (nicht gezeigt) auf an sich bekannte Weise verbunden,
welcher zur manuellen Betätigung zur Wahl einer Mehrzahl von
Getriebebetriebsarten dient.
Der so ausgelegte Übertragungshebel 28 bildet eine Aufnahmelei
tung für die Ölstand-Meßeinrichtung zur Aufnahme einer durch
dieselben gehenden Ölstand-Meßeinrichtung 30, deren unteres Ende
in das Schmieröl in dem Vorratsraum 12 eintaucht. Eine Verschluß
kappe 32 ist an der Ölstand-Meßeinrichtung 30 befestigt, um die
obere, endseitige Öffnung des Übertragungshebels 28 zu verschlie
ßen.
Die Verbindungsplatte 20 ist mit einem Handschaltventil 36 des
Steuerventils 16 über einen Verbindungsbolzen 34 verbunden. Da
die Verbindungsplatte 20 schwenkbeweglich durch die Übertragungs
welle 18 angetrieben ist, wird bei der Betätigung des Handschalt
ventils 36 eine axiale Verschiebung über eine Mehrzahl von
Positionen jeweils entsprechend der Mehrzahl von Betriebsarten
des Automatikgetriebes bewirkt. Ferner ist die Verbindungsplatte
mit einer Parkeinrichtung 42 verbunden, welche von an sich
bekannter Auslegung ist und derart ausgelegt ist, daß die
Getriebeanordnung gesperrt ist, um einen Antrieb des Automatikge
triebes in Vorwärtsfahrtrichtung und Rückwärtsfahrtrichtung zu
verhindern. Hierzu können ein Stift 38 und eine Platte 40
vorgesehen sein.
Bei der dargestellten Auslegungsform wird in Abhängigkeit von dem
manuellen Betätigungsvorgang bei dem Wählhebel der Übertragungs
hebel 28 um die Achse der Übertragungswelle bzw. Getriebewelle
30 in Drehrichtung angetrieben. Somit wird die Übertragungswelle
18 in Drehrichtung angetrieben, so daß eine Schwenkbewegung der
Verbindungsplatte 20 bewirkt wird. Bei der Schwenkbewegung der
Verbindungsplatte 20 wird das Handschaltventil 36 in axialer
Richtung in eine Position bewegt, die der jeweils gewünschten
Getriebebetriebsart zugeordnet ist. Mit der vorstehend beschrie
benen Vorgehensweise wird die Betriebsart des Automatikgetriebes
gewählt, wobei eine Mehrzahl von Betriebsarten, wie eine N-
Betriebsart (neutral), eine D-Betriebsart (automatische Gang
schaltwahl-Betriebsart), eine L-Betriebsart (Begrenzung auf einen
niederen Gang) usw. vorgesehen ist. Wenn der Wählhebel manuell
in die P-(Parken)-Betriebsartposition gebracht wird, wird die
Parkeinrichtung 22 aktiv, und es erfolgt eine Parksperre der
Getriebeanordnung.
Beim Überprüfen des Schmierölstands und/oder -zustands wird die
Ölstand-Meßeinrichtung 30 aus der Übertragungswelle 18 in der an
sich üblichen Form herausgezogen. Ferner kann das Nachfüllen oder
Wiederauffüllen des Schmieröls durch die Übertragungswelle 18
erfolgen. Daher ist bei der dargestellten bevorzugten Ausfüh
rungsform der Ölstand-Überwachungsvorrichtung kein Öleinfüllrohr
bzw. Öleinfüllstutzen erforderlich.
Da man nunmehr das Vorsehen des Öleinfüllstutzens bei der
Auslegung nicht berücksichtigen zu braucht, läßt sich die
Auslegung des Getriebegehäuses wesentlich freier gestalten. Daher
läßt sich eine zufriedenstellende Herabsetzung der Gesamtabmes
sungen des Automatikgetriebes erreichen. Da durch das Fehlen des
Öleinfüllstutzen selbstverständlich die Anzahl von zusammenzuset
zenden Teilen herabgesetzt wird, sind bei der Herstellung
geringere Herstellungskosten zu erwarten.
Obgleich die Erfindung voranstehend anhand einer bevorzugten
Ausführungsform erläutert worden ist, ist die Erfindung natürlich
nicht auf die voranstehend angegebenen und in der Zeichnung
gezeigten Einzelheiten beschränkt, sondern es sind zahlreiche
Abänderungen und Modifikationen möglich, die der Fachmann im
Bedarfsfall treffen wird, ohne den Erfindungsgedanken zu
verlassen.
Claims (4)
1. Ölstand-Überwachungsvorrichtung für ein Automatikgetriebe
bei einem Fahrzeug, gekennzeichnet durch:
ein Getriebegehäuse (10), in dem eine Automatikgetriebe einrichtung aufgenommen ist,
eine vertikal verlaufende Leitungseinrichtung (18), welche von einem vertikal verlaufenden Bauteil einer Getriebebetriebsart-Wähleinrichtung zur Bildung einer im wesentlichen vertikal verlaufenden Leitung mit umfaßt ist, und
eine Ölstand-Meßeinrichtung (30), welche durch die von der im wesentlichen vertikal verlaufenden Leitung gebildeten Leitung derart einführbar ist, daß ihr unteres Ende in ein Schmieröl (14) eintaucht.
ein Getriebegehäuse (10), in dem eine Automatikgetriebe einrichtung aufgenommen ist,
eine vertikal verlaufende Leitungseinrichtung (18), welche von einem vertikal verlaufenden Bauteil einer Getriebebetriebsart-Wähleinrichtung zur Bildung einer im wesentlichen vertikal verlaufenden Leitung mit umfaßt ist, und
eine Ölstand-Meßeinrichtung (30), welche durch die von der im wesentlichen vertikal verlaufenden Leitung gebildeten Leitung derart einführbar ist, daß ihr unteres Ende in ein Schmieröl (14) eintaucht.
2. Ölstand-Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das vertikal verlaufende Bauteil eine
Übertragungswelle (18) ist, welche einer manuell betätig
baren Betriebsartwähleinrichtung zum Wählen einer
Betriebsart des Automatikgetriebes zugeordnet ist, und
daß die vertikal verlaufende Leitungseinrichtung eine
axial verlaufende Leitung umfaßt, die von der Übertra
gungswelle (18) gebildet wird.
3. Ölstand-Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Übertragungswelle (18) drehbeweg
lich in dem Getriebegehäuse (10) bzw. Übertragungsgehäuse
gelagert ist und einen oberen Endabschnitt hat, der sich
in Verlängerung von dem Getriebegehäuse (10) weg er
streckt.
4. Ölstand-Überwachungsvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß sich die axial verlaufende Leitung
am oberen Ende der Übertragungswelle (18) von dem
Getriebegehäuse (10) nach außen weisend öffnet, und daß
die Ölstandsmeßvorrichtung (30) mit einer Verschlußkappe
(32) zum Verschließen des oberen Endes der Leitung
versehen ist.
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