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DE4022327A1 - Kugelfanganlage - Google Patents

Kugelfanganlage

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Publication number
DE4022327A1
DE4022327A1 DE19904022327 DE4022327A DE4022327A1 DE 4022327 A1 DE4022327 A1 DE 4022327A1 DE 19904022327 DE19904022327 DE 19904022327 DE 4022327 A DE4022327 A DE 4022327A DE 4022327 A1 DE4022327 A1 DE 4022327A1
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DE
Germany
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mats
plates
webs
bullet
trap according
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Application number
DE19904022327
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English (en)
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DE4022327C2 (de
Inventor
Ernst Dipl Phys Stechemesser
Wolfgang Ahlbrecht
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BKE BILDTECHNIK, INHABER ERNST STECHEMESSER, 37176
Original Assignee
BKE BILDTECHNISCHES KONSTRUKTI
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41JTARGETS; TARGET RANGES; BULLET CATCHERS
    • F41J13/00Bullet catchers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Kugelfanganlage mit Fang­ elementen aus plastischem oder elastischem Material.
Bekannt sind Kugelfangeinrichtungen, die aus schmalen, verti­ kal aufgehängten Gummilamellen bestehen, welche in einer oder mehreren Lagen, geneigt zur Schußrichtung, in hinreichender Dichte nebeneinander aufgehängt sind.
Weiter sind Kugelfangeinrichtungen bekannt, die aus einer oder mehreren Lagen von übereinander gestapelten Blöcken aus Gummigranulat, Thermoplasten oder Elastomeren bestehen.
Neben zahlreichen Vorteilen, wie etwa geringer Geräuschent­ wicklung und weitgehend weicher Abbremsung der Geschosse, weisen diese Anlagen jedoch noch erhebliche Mängel und Nach­ teile auf. Bei beiden erwähnten Ausführungsvarianten wird das benutzte Material in den Hauptbeschußbereichen erheblich stärker als in den umgebenden Flächen zerstört. In diesen Be­ reichen bilden sich darüber hinaus durch Geschosse und Ge­ schoßreste, die in dem Kugelfangmaterial steckenbleiben, gro­ ße Ansammlungen von metallischem Geschoßmaterial. Beim Auf­ treffen nachfolgender Geschosse werden diese dann nicht mehr in der gewünschten Weise weich abgebremst, sondern - wie z. B. bei Stahllamellenkugelfängen - teilweise oder vollständig zerlegt. Hierdurch ergeben sich schädliche Schwermetallemis­ sionen.
Die Materialansammlung in den bekannten Kugelfangeinrichtun­ gen mit Fangelementen aus plastischem oder elastischem Mate­ rial führt außerdem dazu, daß durch die eintretende Volumen­ vergrößerung ein "Aufblähen" der Konstruktionen eintritt, wo­ durch deren Grundstrukturen zerstört, die Fangwirkung gemin­ dert und spätere Servicearbeiten durch ein Verkeilen des Ma­ terials erheblich erschwert werden.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Kugelfang­ einrichtung mit Fangelementen aus plastischem oder elasti­ schem Material zu entwickeln, bei der die erwähnten Nachteile des starken Materialverschleißes und der großen Metallansamm­ lungen in den Hauptbeschußbereichen vermieden werden und die eine problemlose Wartung auch bei starkem Beschuß gewährlei­ stet.
In Abb. 1 ist eine Kugelfangeinrichtung nach der Erfindung in der Grundausführung an einem Beispiel dargestellt.
Die Kugelfangeinrichtung besteht aus mehreren vorzugsweise vertikal hintereinander aufgehängten Bahnen 1 aus plasti­ schem oder elastischem Material, deren Dicke ca. 4-8 mm be­ trägt. Die Materialdicke ist dabei so gewählt, daß sie gerin­ ger als die Länge der auf der Anlage hauptsächlich benutzten Geschosse ist. Dadurch wird gewährleistet, daß die Geschos­ se 2 immer mit einem Teil ihrer Länge aus dem Kunststoffmate­ rial der Bahnen 1 herausragen. Dies ist für die spätere Ent­ fernung der Geschosse aus dem Kunststoffmaterial wichtig.
Die in mehreren Lagen hintereinander aufgehängten Kunststoff­ bahnen, Matten oder Platten 1 haben untereinander einen Ab­ stand d, der mindestens um einige Millimeter größer als die mittlere Geschoßlänge g ist. Hierdurch wird gewährleistet, daß Geschosse 2, die nach dem Durchtritt durch die jeweils vorhergehende Lage soviel Bewegungsenergie verloren haben, daß sie nicht mehr in die nächstfolgende Lage eindringen kön­ nen, zu Boden fallen und sich nicht zwischen den einzelnen Bahnen 1 verklemmen können.
Bei Verwendung eines gummielastischen Kunststoffmaterials für die Bahnen 1 und bei einer Materialstärke von 4-8 mm sind bei einem Beschuß mit 9 mm Paramunition in der Regel 5-6 hintereinander angeordnete Bahnen 1 erforderlich, um die Ge­ schosse 2 vollständig abzubremsen. Aus Sicherheitsgründen können weitere 2 oder mehr Bahnen 1 hinzugefügt werden, um ein sicheres Abfangen aller Geschosse zu gewährleisten.
Zusätzlich kann die gesamte Kugelfanganlage an ihrer Rücksei­ te durch eine ca. 5 mm starke Stahlplatte 3 abgesichert wer­ den.
Die einzelnen Bahnen, Platten oder Matten 1 aus plastischem oder elastischem Material werden an Deckenhalterungen 4 evtl. in Verbindung mit einer auf dem Boden aufgestellten Tragkonstruktion 5 aufgehängt.
Bei der in Abb. 1 an einem Beispiel dargestellten Grundaus­ führung einer Kugelfanganlage nach der Erfindung sind die als Fangelemente dienenden Bahnen, Matten oder Platten 1 recht­ winklig zur Hauptbeschußrichtung 6 angeordnet. Die Geschosse 2 sollen bei dieser Konstruktion bewußt die einzelnen Bahnen 1 senkrecht durchschlagen und dabei jeweils einen großen Teil ihrer Bewegungsenergie abgeben, bis diese vollständig ver­ nichtet ist und die Geschosse 2 entweder in den Bahnen 1 steckenbleiben oder in den Zwischenräumen 7 zu Boden fal­ len.
Die konstruktive Ausführung von Kugelfangeinrichtungen nach der Erfindung kann in mannigfacher Weise variiert werden. Ei­ ne wichtige Variante ist in Abb. 2 an einem Beispiel darge­ stellt. Die als Auffangelemente dienenden Bahnen 1 aus pla­ stischem oder elastischem Material von ca. 4-8 mm Dicke sind bei dieser Ausführung als Endlosbahnen 8 ausgeführt und können über Umlenkrollensysteme 9 in vertikaler Richtung verschoben werden. Die einzelnen Endlosbahnen 8 mit den da­ zugehörigen Vertikal-Umlenkrollensystemen 9 können zusätz­ lich an Horizontal-Verschiebeeinrichtungen 10 aufgehängt werden. Durch diese Aufhängung, die eine Verschiebung der Bahnen sowohl in vertikaler wie auch in horizontaler Richtung erlaubt, wird es möglich, die Bahnen 8 jeweils so horizontal und vertikal zu versetzen, daß die Schußbelastung weitgehend gleichmäßig über die gesamte Bahnenfläche verteilt wird.
An den Auffangbahnen 8 sind außerhalb des Beschußbereichs Abstreifer 11 angebracht, mit denen die aus den Bahnen 8 herausragenden Geschosse 2 entfernt werden können. Diese fallen dann direkt nach unten aus der Kugelfanganlage heraus oder werden über Leitelemente nach außen geführt und in Auf­ fangbehältern 12 gesammelt.
In Weiterentwicklung der in Abb. 2 dargestellten erfindungs­ gemäßen Kugelfanganlage kann die vertikale und horizontale Verschiebung der Auffangbahnen 8 durch Motorantriebe erfol­ gen. In Verbindung mit einer geeigneten Steuereinrichtung läßt sich auf diesem Wege ein vollautomatischer Kugelfangbe­ trieb realisieren, wobei die jeweiligen Vertikal- und Hori­ zontalverschiebungen der Bahnen 8 in Abhängigkeit von der Anzahl und Trefferlage der abgegebenen Schüsse vorgenommen werden können.
Eine weitere Variante von Kugelfangeinrichtungen nach der Er­ findung stellen solche Anlagen dar, bei denen die Bahnen 8 in der gesamten Ausdehnung des Kugelfangs oder in Teilberei­ chen vertikal oder horizontal gegen die Hauptbeschußrichtung 6 geneigt angeordnet sind. Eine derartige Ausführung ist an einem Beispiel in Abb. 3 in der Aufsicht dargestellt. Zweck­ mäßig kann in Variation des erfindungsgemäßen Grundgedankens auch eine Kombination von Lagen sein, die in beliebiger Aus­ wahl rechtwinklig und beliebig geneigt zur Hauptbeschußrich­ tung 6 hintereinander angeordnet sind. Die gegen die Beschuß­ richtung geneigten Bahnenelemente können dabei als vertikal oder horizontal ausgerichtete Lamellen 13 mit entsprechender Neigung ausgeführt sein. Eine derartige Ausführungsvariante ist an einem Beispiel in Abb. 4 dargestellt. Die ersten drei Lagen sind rechtwinklig zur Hauptbeschußrichtung 6 angeord­ net. Die darauf folgenden Lagen sind als vertikal aufgehängte Lamellen mit gegen die Beschußrichtung geneigten Bahnenebenen angeordnet.
Eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Kugelfanganlage ergibt sich aus der Anordnung unterschiedlich dicker Bahnen, Platten oder Scheiben 1 oder 8 hintereinander. Dabei werden zweckmäßigerweise die Bahnen 1 oder 8, die von den Geschos­ sen 2 - bezogen auf die Bewegungsrichtung - zuerst getroffen werden, dicker als die jeweils dahinter liegenden Bahnen aus­ geführt. So besitzt z. B. die 1. Bahn eine Materialdicke von ca. 12 mm, die 2. Bahn eine Dicke von ca. 8 mm, die 3. eine Dicke von ca. 6 mm und die folgenden Bahnen eine Materialdic­ ke von ca. 4 mm. Diese Dickenstaffelung trägt der Tatsache Rechnung, daß die Geschosse 2 zunächst mit hoher Energie auf die 1. Bahn auftreffen, bei deren Durchschlagen kinetische Energie verlieren und somit in die nächstfolgende Bahn mit geringerer Bewegungsenergie eintreffen. Entsprechend der re­ duzierten mittleren Bewegungsenergie werden die Dicken der einzelnen aufeinander folgenden Bahnen verringert. Dadurch wird trotz schnellstmöglicher Abbremsung der Geschosse ver­ mieden, daß diese im Inneren einer zu dick gewählten Bahn stecken bleiben und dadurch nicht mehr mit einfachen Mitteln entfernt werden können. Hierdurch würden sich unerwünschte Metallansammlungen innerhalb der Bahnen 1 oder 8 bilden.
Alle vorstehend für Kugelfangeinrichtungen nach der Erfindung beschriebenen und in den Abbildungen dargestellten Ausfüh­ rungsvarianten können auch miteinander kombiniert werden. Da­ durch kann die Konstruktion der erfindungsgemäßen Kugelfang­ einrichtungen den jeweils gestellten Spezialanforderungen in optimaler Weise angepaßt werden.
Kugelfangeinrichtungen nach der Erfindung zeichnen sich durch eine weiche, geräuschfreie Geschoßabbremsung aus. Durch die Vielzahl von hintereinander angeordneten Bahnen, die vorzugs­ weise eine Dicke von weniger als der mittleren Geschoßlänge haben, verbleibt der größte Anteil der abgegebenen Geschosse nicht im Kugelfangmaterial sondern fällt in den Zwischenräu­ men zwischen den einzelnen Bahnen zu Boden.
Durch eine vertikale und horizontale Verschiebung der Bahnen kann die Beschußbelastung optimal auf die gesamte Kugelfang­ fläche verteilt werden. Da die Bahnendicken jeweils geringer als die Geschoßlängen sind, können im Material verbleibende Geschosse, da sie aus den Bahnen herausragen, durch Abstrei­ fer entfernt werden. Die erfindungsgemäßen Kugelfangeinrich­ tungen erreichen hohe Standzeiten und benötigen einen nur ge­ ringen Serviceaufwand. Mit geeigneten Steuerungen kann der Betrieb der Anlagen in Abhängigkeit von der Beschußbelastung und den Trefferlagen automatisch geregelt werden.

Claims (11)

1. Kugelfangeinrichtung, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere in der Regel vertikal hintereinander aufgehängte Bahnen, Matten oder Platten (1) aus plastischem oder elastischem Material, deren Dicke vorzugsweise aber nicht ausschließlich ca. 4-15 mm beträgt, benutzt werden,
daß der Abstand zwischen den Einzelbahnen, Matten oder Platten (1) so bemessen ist, daß er mindestens um einige mm größer als die durchschnittliche mittlere Länge g der verwendeten Geschosse ist,
daß als Material für die Bahnen, Matten oder Platten (1) vorzugsweise thermoplastische Elastomere verwendet werden,
daß die Bahnen, Matten oder Platten (1) an oberhalb von diesen angebrachten, außerhalb des Beschußbereichs liegenden Halterungen befestigt sind.
2. Kugelfangeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die Kugelfanganlage an ihrer Rückseite mit einer Stahlplatte (3) ausgestattet ist.
3. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-2, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die oben gelagerten Halterungen für die einzelnen Bahnen, Matten oder Platten (1) an Tragkonstruktionen (5) aufgehängt sind, die ihrerseits mit geeigneten Konstruktionen auf dem Raumboden befestigt sind.
4. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-3, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die Bahnen, Matten oder Platten (1) rechtwinklig zur Hauptbeschußrichtung angeordnet sind.
5. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-3, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die Bahnen, Matten oder Platten (1) unter einem Neigungswinkel kleiner 90° in Horizontal- und/oder Vertikalrichtung zur Hauptbeschußrichtung angeordnet sind.
6. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-5, dadurch besonders gekennzeichnet,
daß die Bahnen, Matten oder Platten (1) als Endlosbahnen ausgeführt sind, die über Umlenkrollensysteme (9) in vertikaler Richtung manuell oder motorisch verschoben werden können,
daß an den Auffangbahnen (8) außerhalb des Beschußbereichs Abstreifer (11) angebracht sind.
7. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-6, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die Bahnen, Matten oder Platten (1) an Horizontal- Verschiebeeinrichtungen (10) mit manuellem oder motorischem Antrieb aufgehängt sind.
8. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-7, dadurch besonders gekennzeichnet, daß unterhalb der Bahnen, Matten oder Platten (1) Auffangbehälter (12) angeordnet sind.
9. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-8, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die Bahnen, Matten oder Platten (1) hinsichtlich ihrer Neigung zur Hauptbeschußrichtung in beliebiger Auswahl rechtwinklig oder geneigt hintereinander und nebeneinander angeordnet sind.
10. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-9, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die Bahnen, Matten oder Platten (1) in unterschiedlicher Dicke ausgeführt sind.
11. Kugelfangeinrichtung nach Ansprüchen 1-10, dadurch besonders gekennzeichnet, daß die Einzelmerkmale gem. Ansprüchen 1-10 in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden.
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