DE4021872C2 - Hochintegriertes elektronisches Bauteil - Google Patents
Hochintegriertes elektronisches BauteilInfo
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- H10W70/435—
-
- H10W70/475—
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- Lead Frames For Integrated Circuits (AREA)
- Structures For Mounting Electric Components On Printed Circuit Boards (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein hochintegriertes elektronisches Bau
teil bestehend aus einem mit einem Anschlußleiterrahmen (lead
frame) kontaktierten Halbleiterchip, der von einem Kunststoffge
häuse umgeben ist, aus dem Anschlußbeine herausragen, wobei der
Anschlußleiterrahmen durch einen isolierenden, auf geklebten,
streifenförmigen Stabilisierungsrahmen mechanisch stabilisiert
ist.
Hochintegrierte elektronische Bauteile weisen eine Vielzahl von
Anschlußbeinen auf, mit denen sie in einer elektrischen Schal
tung verlötbar oder in einen zugehörigen Sockel einsteckbar
sind. Die Anschlußbeine sind regelmäßig die aus dem Gehäuse
herausragenden, regelmäßig abgebogenen freien Enden der Leiter
bahnen des Anschlußleiterrahmens. Diese Leiterbahnen laufen zum
zentral angeordneten Halbleiterchip aufeinander zu, wobei sowohl
die Breite der Leiterbahnen als auch ihr Abstand zueinander
verkleinert wird, um möglichst nahe an die Anschlußfelder des
Halbleiterchips heranzukommen, mit denen die inneren Enden der
Leiterbahnen des Anschlußleiterrahmens regelmäßig durch übliche
Bonddrähtchen elektrisch verbunden werden.
Bei einer hohen Anzahl von Anschlüssen des Halbleiterchips und
demgemäß einer hohen Anzahl von Anschlußbeinen des hochinte
grierten elektronischen Bauteils verläuft eine entsprechende
Vielzahl von Leiterbahnen des Anschlußrahmens in der horizonta
len Ebene. Die durch die geringe Breite der Leiterbahnen und
ihrer geringen Dicke verursachte Instabilität kann dadurch ver
ringert werden, daß im äußeren Bereich der Leiterbahnen ein
Stabilisierungsrahmen aufgeklebt wird, der aus einem isolieren
den Material besteht und mit einem isolierenden Kleber auf die
Leiterbahnen aufgeklebt wird. Die Funktion des Stabilisierungs
rahmens ist insbesondere vor einem üblicherweise erfolgenden
Vergießen der gesamten Anordnung zu dem Kunststoffgehäuse von
Bedeutung. Vergleichbare Anordnungen sind beispielsweise aus
Patents Abstracts of Japan, 1989, Vol. 13, No. 378, E-809
(JP 1-128 533 A.) sowie aus US 4 951 119 bekannt.
Hochintegrierte elektronische Schaltkreise lassen sich mit einer
riesigen Anzahl von elektronischen Halbleiter-Bauelementen auf
kleinstem Raum erstellen. Aus physikalischen Gründen ist es
nicht möglich, alle für eine elektrische Schaltung erforderli
chen Bauelemente in den Halbleiterchip zu integrieren. Probleme
entstehen insbesondere mit Kondensatoren, die eine gewisse Min
destkapazität aufweisen müssen. Mit solchen Kondensatoren werden
die hochintegrierten elektronischen Bauelemente regelmäßig ex
tern beschaltet. Die externe Beschaltung hat den Nachteil, daß
das hochintegrierte elektronische Bauteil nicht als autarkes
Bauteil funktionstüchtig ist, so daß die Ergänzung der Schaltung
beim Anwender vorgenommen werden muß, dabei Zeit erfordert und
Fehlerquellen erschließt. Darüber hinaus steht die externe Be
schaltung einer Miniaturisierung entgegen.
Aus DD 2 78 227 A1 ist es bekannt, bei einem Dual-in-Line Schalt
kreis, also einem Schaltkreis mit einem relativ niedrigen Inte
grationsgrad und einer niedrigen Anzahl von Anschlüssen, einen
Stützkondensator auf zwei benachbarte Leiterbahnen aufzukleben
und in das Bauteil zu integrieren. Hierfür ist ein Abstand zwi
schen den Leiterbahnen in der Größe des Bauteiles erforderlich.
Das hochintegrierte elektronische Bauteil der
eingangs erwähnten Art ist dadurch gekennzeichnet, daß der Sta
bilisierungsrahmen mit mit Leiterbahnen fluchtenden Schlitzen
versehen ist, daß auf den Stabilisierungsrahmen wenigstens ein
sich über eine Mehrzahl von Leiterbahnen erstreckendes Kleinbau
element aufgebracht ist, das mit Anschlußflächen mittels eines
leitenden Klebers durch die Schlitze hindurch mit Leiterbahnen
kontaktiert ist und daß die Leiterbahnen des Anschlußrahmens
unterhalb der Schlitze breiter ausgebildet sind als benachbarte
Leiterbahnen.
Bei dem erfindungsgemäßen hochintegrierten elektronischen Bau
teil übernimmt der Stabilisierungsrahmen somit nicht nur eine
übliche mechanische Stabilisierungsfunktion sondern erlaubt auch
die Anbringung von Kleinbauelementen, insbesondere Chipkonden
satoren, auf dem Anschlußleiterrahmen und somit in dem Gehäuse
des hochintegrierten elektronischen Bauteils. Der Stabilisie
rungsrahmen sorgt für die zuverlässige Isolierung des Kleinbau
teils von den überquerten Leiterbahnen und für die Kontaktierung
mit den (regelmäßig 2) Leiterbahnen durch die in dem Stabilisie
rungsrahmen vorgesehenen Schlitze hindurch mittels eines lei
tenden Klebers. Die Kontaktierung des Kleinbauteils wird dadurch
erleichtert, daß die Leiterbahnen des Anschlußrahmens unterhalb
der Schlitze des Stabilisierungsrahmens breiter ausgebildet sind
als benachbarte Leiterbahnen. Dadurch können auch die Schlitze
in einer entsprechenden Breite ausgeführt sein, so daß Kontak
tierungsprobleme durch die Schlitze hindurch verringert werden.
Mit dem erfindungsgemäßen hochintegrierten elektronischen Bau
teil ist somit das Problem gelöst, nicht integrierte oder nicht
integrierbare Kleinbauteile mit dem Halbleiterchip bzw. seinen
Anschlüssen zu einem einheitlichen Bauteil in einem einzigen
Gehäuse elektrisch kontaktiert zu vereinigen. Eine externe Be
schaltung mit diesen Kleinbauteilen ist somit nicht erforder
lich.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform weist der Sta
bilisierungsrahmen schräg verlaufende, senkrecht zu den darunter
liegenden Leiterbahnen ausgerichtete Eckstücke auf, wobei das
wenigstens eine Kleinbauelement auf einem schräg verlaufenden
Eckstück angeordnet ist. Diese Anordnung ermöglicht es, die
Schlitze für ein Kleinbauelement parallel zueinander auszurich
ten und parallel zu den darunter liegenden Leiterbahnen verlau
fen zu lassen. Dies ist insbesondere im Eckbereich des Anschluß
rahmens möglich, da hier der Platz zur Verfügung steht, die
strahlenförmig vom Halbleiterchip nach außen verlaufenden Lei
terbahnen abschnittsweise parallel laufen zu lassen, wo hingegen
in den übrigen Bereichen die Leiterbahnen noch schräg geführt
werden, um zum Rand hin einen genügenden Abstand der Anschluß
beine voneinander zu ermöglichen, um für das Anschließen der
Anschlußbeine durch Verlöten o. ä. keine unüberwindlichen
Schwierigkeiten entstehen zu lassen.
Die Erfindung soll im folgenden anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Anschlußleiterrahmen mit
einem auf geklebten Stabilisierungsrahmen und darauf
angeordneten Chipkondensatoren;
Fig. 2 die Draufsicht gemäß Fig. 1 mit einer Verdeutlichung
des Verlaufs der Leiterbahnen unterhalb des Stabilisie
rungsrahmens und ohne aufgesetzte Kleinbauteile;
Fig. 3 in vergrößerter Darstellung den Verlauf der Leiter
bahnen des Anschlußleiterrahmens in einer Ecke des
Anschlußleiterrahmens;
Fig. 4 die vergrößerte Darstellung gemäß Fig. 3 mit einem
auf geklebten Stabilisierungsrahmen;
Fig. 5 die Anordnung aus Fig. 4 mit einem auf gebrachten Chip
kondensator;
Fig. 6 eine Schnittdarstellung in Längsrichtung des Chipkon
densators zur Verdeutlichung der Kontaktierung mit
Leiterbahnen des Anschlußleiterrahmens durch Schlitze
des Stabilisierungsrahmens hindurch.
Fig. 1 zeigt einen Anschlußleiterrahmen 1, wie er üblicherweise
zur Produktion eines hochintegrierten elektronischen Bauteils
verwendet wird. Der Anschlußleiterrahmen weist ausgestanzte, ge
ätzte oder durch Laserschneiden voneinander getrennte Leiter
bahnen 2 auf, die sich strahlenförmig mit einem Abstand von einem
Rand einer Aufnahmefläche 3 für einen Halbleiterchip nach außen
erstrecken und in verbreiterte Anschlußbeine 4 übergehen, die in
dem in Fig. 1 dargestellten Zustand des Anschlußleiterrahmens 1
noch durch einen Verbindungssteg 5 miteinander verbunden sind, um
einen stabilen, gut handhabbaren Anschlußleiterrahmen 1 zur Ver
fügung zu haben. Der Außenbereich des Anschlußleiterrahmens 1
weist mehrere Durchbrüche 6 auf, die zum Transport und zum
Zentrieren des Anschlußleiterrahmens 1 dienen. In Höhe der
Anschlußbeine 4 wird der Außenbereich des Anschlußleiterrahmens 1
abgetrennt, wenn das Bauteil vergossen worden ist.
Im äußeren Bereich der Leiterbahnen 2, jedoch mit Abstand von den
Anschlußbeinen 4 ist ein im wesentlichen rechteckiger oder
quadratischer Stabilisierungsrahmen 7 auf die Leiterbahnen 2 auf
geklebt. Da hierdurch kein Kurzschluß zwischen den Leiterbahnen 2
verursacht werden darf, besteht der Stabilisierungsrahmen 7 aus
einer dünnen isolierenden Folie, und ist die Verklebung mit einem
isolierenden Kleber erfolgt.
Der Stabilisierungsrahmen 7 weist schräg verlaufende Eckstücke 8
auf, auf denen Chipkondensatoren 9 angeordnet sind.
Wie Fig. 2 verdeutlicht, sind in den schrägstehenden Eckstücken
8 jeweils 2 parallel zueinander stehende Schlitze 10 angeordnet,
durch die hindurch die Kontaktierung der Chipkondensatoren 9 mit
unter den Schlitzen befindlichen Leiterbahnen 2 erfolgt.
Wie Fig. 3 erkennen läßt, verlaufen die Leiterbahnen 2 im Eck
bereich über einen radialen Abschnitt parallel zueinander. Zwei
Leiterbahnen 2′ sind in diesem Bereich mit einer größeren Breite
als die benachbarten Leiterbahnen ausgebildet. Diese Leiterbahnen
2′ sind zur Kontaktierung mit dem Chipkondensator 9 vorgesehen.
Daher befinden sich über ihnen und parallel zu ihren entsprechen
den Abschnitten die Längsschlitze 10 des Stabilisierungsrahmens
7, durch die hindurch die Kontaktierung der End-Anschlußflächen
des Chipkondensators 9 erfolgt, wie aus Fig. 4 zu ersehen ist.
Fig. 5 zeigt die Anordnung gemäß Fig. 4 im kontaktierten Zu
stand des Chipkondensators 9, dessen Anschlußflächen 11 in dieser
Fig. 5 gut erkennbar sind.
Fig. 6 verdeutlicht in einer stark vergrößerten Darstellung die
Position des Chipkondensators 9 mit seinen End-Anschlußflächen 11
auf dem Stabilisierungsrahmen 7, der die Leiterbahnen 2 in diesem
Bereich senkrecht zu der Längserstreckung der Leiterbahnen 2
übergreift. Durch die Schlitze 10 des Stabilisierungsrahmens 7
hindurch ist die Kontaktierung mit einem leitenden Kleber 12 er
folgt, der vorzugsweise ein silbergefüllter Epoxykleber ist.
Fig. 6 läßt auch erkennen, daß die unterhalb der Anschluß
flächen 11 und unterhalb der Schlitze 10 befindlichen Leiter
bahnen 2′ eine größere Breite aufweisen als die benachbarten
Leiterbahnen 2.
Nach dem Vergießen der Anordnung gemäß Fig. 1 zu einem (nicht
dargestellten) Gehäuse werden die nicht mehr benötigten Rand
teile des Anschlußleiterrahmens 1 abgetrennt und die aus dem
Gehäuse herausragenden Anschlußbeine 4 gegebenenfalls gebogen,
wodurch die Herstellung des hochintegrierten elektronischen
Bauteils mit in das Gehäuse integrierten Chipkondensatoren 9
abgeschlossen ist.
Claims (3)
1. Hochintegriertes elektronisches Bauteil bestehend aus
einem mit einem Anschlußleiterrahmen (1) (lead frame) kontak
tierten Halbleiterchip, der von einem Kunststoffgehäuse
umgeben ist, aus dem Anschlußbeine (4) herausragen, wo
bei der Anschlußleiterrahmen (1) durch einen isolieren
den, aufgeklebten, streifenförmigen Stabilisierungsrah
men (7) mechanisch stabilisiert ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stabilisierungsrahmen (7) mit mit Leiter
bahnen (2′) fluchtenden Schlitzen (10) versehen ist, daß
auf den Stabilisierungsrahmen (7) wenigstens ein sich
über eine Mehrzahl von Leiterbahnen (2, 2′) er
streckendes Kleinbauelement (9) aufgebracht ist, das mit
Anschlußflächen (11) mittels eines leitenden Klebers
(12) durch die Schlitze (10) hindurch mit Leiterbahnen
(2′) kontaktiert ist und daß die Leiterbahnen (2′) des
Anschlußleiterrahmens (7) unterhalb der Schlitze (10) breiter
ausgebildet sind als benachbarte Leiterbahnen (2).
2. Hochintegriertes elektronisches Bauteil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kleinbauteil ein Chip-
Kondensator (9) ist.
3. Hochintegriertes elektronisches Bauteil nach Anspruch 1
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stabili
sierungsrahmen (7) schräg verlaufende, senkrecht zu den
darunterliegenden Leiterbahnen (2, 2′) ausgerichtete
Eckstücke (8) aufweist und daß das wenigstens eine
Kleinbauteil (9) auf einem schräg verlaufenden Eckstück
(8) angeordnet ist.
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