DE4020292A1 - Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von faserbaendern zu einem spinnaggregat - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von faserbaendern zu einem spinnaggregatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen von zwei
Faserbändern zu einem Spinnaggregat, die jeweils einer Faser
bandvorlage entnommen werden und die in dem Spinnaggregat ver
streckt und versponnen werden, wonach die beiden Fadenkomponen
ten zu einem Doppelfaden zusammengeführt und als Doppelfaden
auf eine Spule aufgewickelt werden, die als Vorlagespule für
ein anschließendes Zwirnen dient, und eine Vorrichtung zum
Durchführen des Verfahrens.
Bei einem Verfahren und einer Vorrichtung der eingangs ge
nannten Art (DE-A 38 00 810) ist es bekannt, die beiden ein
laufenden Faserbänder, die aus Spinnkannen oder von Bandwickeln
abgezogen werden, auf Vorhandensein zu überwachen. Bei Fehlen
auch nur eines Faserbandes wird der Spinnvorgang unterbrochen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der
eingangs genannten Art zu schaffen, mit welchem bei einem Aus
laufen des oder der Faserbänder ein Ansetzen neuer Faserbänder
so durchgeführt wird, daß möglichst wenig Fasermaterial ver
loren geht.
Gemäß einer ersten Lösung der Aufgabe wird vorgesehen, daß bei
Auslaufen eines oder beider Faserbänder das ggf. noch vorhan
dene Faserband abgetrennt, neue Faserbandvorlagen dem Spinn
aggregat zugestellt werden, und die beiden Faserbandenden an in
Laufrichtung zueinander versetzten Stellen jeweils mit dem An
fang eines neuen Faserbandes verbunden werden.
Bei dieser ersten Lösung wird davon ausgegangen, daß in vielen
Fällen aufgrund der in Laufrichtung versetzten Anbringung der
Verbindungsstellen keine unzulässigen Dickstellen in dem Garn
entstehen, so daß der Spinnvorgang praktisch ohne Verlust an
Fasermaterial nach dem Auslaufen eines oder beider Faserbänder
fortgesetzt werden kann.
Bei dieser Lösung wird in vorteilhafter Ausgestaltung vor
gesehen, daß der Doppelfaden auf Dickstellen überwacht wird,
und daß bei Auftreten einer übermäßigen Dickstelle der Spinn
vorgang unterbrochen wird, wonach ein Anspinnen durchgeführt
wird, bei welchem die Dickstelle aus dem auf die Spule auf
laufenden Doppelfaden entfernt wird. Diese Maßnahme ist ins
besondere dann zweckmäßig, wenn ein Doppelfaden aus sehr feinen
Fadenkomponenten gesponnen wird, an den hohe Qualitätsansprüche
bezüglich der Gleichmäßigkeit gestellt werden.
Gemäß einer zweiten Lösung der Aufgabe wird vorgesehen, daß bei
Auslaufen eines oder beider Faserbänder das ggf. noch vorhan
dene Faserband abgetrennt wird, neue Faserbandvorlagen dem
Spinnaggregat zugestellt werden, die beiden Faserbandenden an
nebeneinanderliegenden Verbindungsstellen mit dem Anfang
jeweils eines neuen Faserbandes verbunden werden und daß die
die Verbindungsstellen enthaltenden Abschnitte der Fadenkompo
nenten von der Produktion des Doppelfadens abgesondert werden.
Bei dieser Lösung wird grundsätzlich vorgesehen, daß die Ver
bindungsstellen zwischen den alten, einlaufenden Faserbändern
und den neuen Faserbändern nicht in den auf der Spule verblei
benden und später weiter zu verarbeitenden Doppelfaden ge
langen. Dabei wird jedoch die Menge an Fasermaterial, die ent
fernt werden muß, auf ein Minimum beschränkt.
In weiterer Ausgestaltung dieser Lösung der Erfindung wird vor
gesehen, daß bei Auslaufen eines oder beider Faserbänder der
Spinnvorgang unterbrochen wird und daß nach dem Verbinden der
Faserbandenden mit dem Anfang von jeweils einem neuen Faserband
ein Anspinnen durchgeführt wird, wobei vor oder während des
Anspinnens die die Verbindungsstellen enthaltenden Abschnitte
der Fadenkomponenten entfernt werden. Wenn die die Verbindungs
stellen enthaltenden Abschnitte vor dem Anspinnen abgeführt
werden, so kann dies von der Steuerung des Spinnaggregates aus
geführt werden, die eine entsprechende Arbeitsweise aufgrund
der das Fehlen der Faserbänder anzeigenden Signale durchführt.
Wird das Abführen während des Anspinnens durchgeführt, so kann
dies von der Wartungsvorrichtung durchgeführt werden, die das
Anspinnen ausführt. In diesem Fall wird der Wartungsvorrichtung
von der Steuerung des Spinnaggregates ein entsprechendes Signal
gegeben, das die Wartungseinrichtung zu einem besonderen An
spinnprogramm veranlaßt, das auf das Entfernen und Abführen der
die Verbindungsstellen enthaltenden Abschnitte der Faden
komponenten ausgelegt ist.
In weiterer Ausgestaltung der zweiten Lösung wird vorgesehen,
daß der Spinnvorgang nach dem Verbinden der Enden der Faser
bänder mit dem Anfang jeweils eines neuen Faserbandes und nach
dem der die Verbindungsstellen enthaltende Abschnitt des
Doppelfadens auf die Spule aufgelaufen ist, unterbrochen wird,
und daß anschließend ein Anspinnvorgang durchgeführt wird, bei
welchem der die Verbindungsstellen enthaltende Abschnitt des
Doppelfadens entfernt wird. Bei diesem Verfahren kann vor
gesehen werden, daß das Ansetzen der neuen Faserbänder ohne
Unterbrechung des Spinnvorgangs durchgeführt wird. Es ist aber
auch möglich, zum Ansetzen der neuen Faserbänder den Spinnvor
gang zu unterbrechen, dann einen Anspinnvorgang durchzuführen,
danach noch einmal den Spinnvorgang zu unterbrechen und an
schließend den Anspinnvorgang mit dem Abführen des die Verbin
dungsstellen enthaltenden Abschnittes des Doppelfadens durchzu
führen. In diesem Fall muß nicht durch maschineneigene Einrich
tungen die den Verbindungsstellen entsprechende Fasermenge ab
geführt werden. Dies kann dann vielmehr von einer den Anspinn
vorgang durchführenden Wartungseinrichtung ausgeführt werden,
die mit einem entleerbaren Sammelbehälter für die abzuführende
Fasermenge versehen ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird zum Durchführen
der Verfahren vorgesehen, daß das Spinnaggregat auf seiner Ein
laufseite mit den beiden Faserbändern zugeordneten Mitteln zum
Erfassen des Vorhandenseins oder Fehlens der Faserbänder, mit
Mitteln zum Abtrennen der Faserbänder und mit wenigstens einem
Teil von Mitteln zum Verbinden der Enden der beiden einlaufen
den Faserbänder jeweils mit einem Anfang eines neuen Faserban
des ausgerüstet ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung des in der Zeichnung darge
stellten Ausführungsbeispiels der Erfindung und den Unter
ansprüchen.
Fig. 1 zeigt eine weitgehend schematische Darstellung eines
Spinnaggregates zum Erzeugen eines Doppelfadens, der
auf eine Spule aufgewickelt wird, die als Vorlage
spule für ein Zwirnen dient, und
Fig. 2 einen Schnitt durch Elemente, mit denen das Ansetzen
von Faserbändern durchgeführt wird.
Das dargestellte Spinnaggregat, das ein einzelnes Aggregat
einer Maschine ist, die aus einer Vielzahl derartiger Spinn
aggregate gebildet ist, enthält eine Faserbandvorlagestelle
(1), eine Verstreckungseinrichtung (2) eine Drallgebungs
einrichtung (3), eine Abzugseinrichtung (4) und eine Aufwickel
einrichtung (5).
Mit dem Spinnaggregat werden gleichzeitig zwei Faserbänder (6,
7) verarbeitet, die aus an der Vorlagestelle (1) befindlichen
Spinnkannen (12, 13) entnommen werden. Die Faserbänder (6, 7)
laufen in Streckwerke ein, die bei dem Ausführungsbeispiel als
Dreizylinder-Streckwerke ausgebildet sind. Jedoch sind natür
lich auch Mehrzylinder-Streckwerke möglich. Die Streckwerke
enthalten Unterwalzen (14, 15, 16), denen jeweils Oberwalzen
(17, 18, 19) für das Faserband (7) und Oberwalzen (21, 22, 23)
für das Faserband (6) zugeordnet sind. Die Oberwalzen (17 bis
19 und 21 bis 23) sind als sogenannte Druckwalzenzwillinge
ausgebildet, deren Achsen (25, 26, 27) von einem gemeinsamen
Belastungsarm (28) getragen werden, der um eine parallel zu den
Unterwalzen (14, 15, 16) verlaufende Achse (29) verschwenkbar
ist. Die Streckwerke enthalten in dem Hauptverzugsfeld
Riemchenführungen (20, 24).
Die Drallerteilungseinrichtung (3) enthält jeweils zwei hinter
einander angeordnete Luftdüsen (30, 31; 32, 33), von denen die
erste Luftdüse (30, 32) jeweils als eine Ansaugdüse oder
Sammeldüse ausgebildet ist, während die jeweils zweite Luftdüse
(31, 33) als Dralldüse ausgebildet ist, mit welcher den ver
streckten Fadenkomponenten (8, 9), die die Streckwerke ver
lassen, ein Falschdrall erteilt wird. Durch diese Drallgebung
wird in bekannter Weise vorzugsweise nur ein Vorverfestigen der
Fadenkomponenten (8, 9) durchgeführt, d. h. ein Verspinnen zu
Fadenkomponenten, die nur eine relativ geringe Festigkeit auf
weisen.
Die die Luftdüsen (31, 33) verlassenden Fadenkomponenten werden
mittels Fadenführungselementen (34, 35; 36, 37) vor der Abzugs
einrichtung (4) zu einem Doppelfaden (10) zusammengeführt. Die
Abzugseinrichtung (4) besteht aus einer in Maschinenlängsrich
tung durchlaufenden, angetriebenen Welle (38) und jeweils einer
Druckwalze (39).
Der Doppelfaden (10) wird von der Aufwickeleinrichtung (5) zu
einer Spule (11) aufgewickelt, wobei die Fadenkomponenten (8,
9) des Doppelfadens (10) nebeneinanderliegen, ohne daß sie mit
einander verbunden sind. Die Spule (11) dient als Vorlagespule
für ein Zwirnen, durch welches dem Doppelfaden (10) erst die
für eine Weiterverarbeitung notwendige Festigkeit gegeben wird.
Die Aufwickeleinrichtung (5) enthält eine in Maschinenlängs
richtung durchlaufende Wickelwalze (40), von der die Spule (11)
angetrieben wird, die in nicht näher dargestellter Weise von
einem Spulenrahmen aufgenommen wird. Der Aufwickeleinrichtung
(5) ist eine nur angedeutete Changiereinrichtung (41) zugeord
net, durch deren Bewegung der Doppelfaden (10) so verlegt wird,
daß eine Kreuzspule entsteht.
Das Spinnaggregat enthält ferner auf der Einlaufseite zwei
Faserbandwächter (44, 45), die den Faserbändern (6, 7) zugeord
net sind. Wie mit strichpunktierten Linien angedeutet ist, sind
die beiden Faserbandwächter (44, 45), die vorzugsweise als
optische oder elektronische Faserbandwächter ausgebildet sind,
an eine Steuerung (50) angeschlossen. Die Faserbandwächter (44,
45) melden das Fehlen eines oder beider Faserbänder (6, 7),
sobald diese aufgebraucht sind und das Ende dieser Faserbänder
(6, 7) an diesen Faserbandwächtern (44, 45) vorbeiläuft.
Auf der Einlaufseite sind weiter Mittel (42, 43) zum Verbinden
des Endes der einlaufenden Faserbänder (6, 7) mit dem Anfang
von neuen Faserbändern angeordnet. Diese Mittel (42, 43) zum
Verbinden werden später anhand von Fig. 2 noch näher erläutert.
Die Steuerung (50) ist ferner mit einer Einrichtung zum Unter
brechen des Spinnvorgangs verbunden. Diese besteht beispiels
weise aus einem nicht dargestellten Pneumatikzylinder, der an
den Belastungsarm (28) angreift und mit dem der Belastungsarm
(28) derart verschwenkt werden kann, daß die Streckwerke geöff
net sind d. h. daß die Oberwalzen (17, 18, 19; 21, 22, 23) von
den zugehörigen Unterwalzen (14, 15, 16) abgeschwenkt werden,
so daß dann das weitere Einlaufen der Faserbänder (6, 7) unter
brochen ist. Die Steuerung (50) steuert beispielsweise ein
Magnetventil, das in der Versorgungsleitung zu dem Pneumatik
zylinder angeordnet ist.
Die Steuerung (50) ist ferner mit Saugdüsen (46, 47) verbunden.
Diese Saugdüsen sind zwischen den Streckwerken und den Luft
düsen (30, 31; 32, 33) derart angeordnet, daß sie bei einem
Unterbrechen des Spinnvorgangs, bei welchem die Luftdüsen (30,
31; 32, 33) abgesenkt und aus dem Bereich der Streckwerke
herausbewegt werden, anstelle dieser Luftdüsen dem Auslauf
bereich der Streckwerke zugestellt werden. Diese Saugdüsen (46,
47) können ständig mit Unterdruck beaufschlagt sein, wobei sie
während des Normalbetriebs aus der in Fig. 1 dargestellten
Position herausbewegt und dem Umfang der Unterwalze (16) zuge
stellt sind. Wie mit strichpunktierten Linien angedeutet ist,
ist die Steuerung (50) mit den Mitteln zum Verstellen der Saug
düsen (46, 47) verbunden. In ähnlicher Weise ist die Steuerung
mit den Luftdüsen (30, 31; 32, 33) verbunden, wobei die Steue
rung außerdem noch mit Regel- oder Absperrventilen verbunden
sein kann, die in der Druckluftversorgung zu den Luftdüsen (30,
31; 32, 33) angeordnet sind.
Der Abzugseinrichtung (4) ist ein Fadenreiniger (48) nachge
schaltet, der den Doppelfaden (10) auf unzulässige Dickstellen
überwacht. Der Fadenreiniger (48) ist ebenfalls an die Steue
rung (50) angeschlossen.
Zwischen der Abzugseinrichtung (4) und der Aufwickeleinrichtung
(5) befindet sich ferner eine Saugdüse (49), die auf den
Doppelfaden (10) gerichtet ist. Diese Saugdüse (49) ist an eine
Unterdruckversorgungsleitung angeschlossen, die ein Absperr
ventil enthält, das von der Steuerung (50) steuerbar ist.
Ferner ist die Steuerung (50), wie ebenfalls mit einer strich
punktierten Linie angedeutet ist, an eine nicht dargestellte
Einrichtung angeschlossen, mit welcher die Spule (11) von der
Antriebswelle (40) abhebbar ist.
Das Spinnaggregat enthält ferner Fadenwächter, die vorzugsweise
unmittelbar nach den Luftdüsen (31, 33) angeordnet sind, und
die den Bruch einer Fadenkomponente melden. Danach löst die
Steuerung ein Unterbrechen des Spinnvorgangs nach einem vorge
gebenen Programm aus, das hier nicht näher erläutert werden
soll, da es für die Erfindung ohne Bedeutung ist. Bei diesem
Abschaltprogramm wird die Saugdüse (49) derart aktiviert und
auch die Spule (11) von ihrer Welle (40) abgehoben, daß die
nicht gebrochene Fadenkomponente nicht auf die Spule (11) auf
läuft, sondern im Bereich der Saugeinrichtung (49) gehalten
wird. Die Steuerung ist ferner mit nicht dargestellten Mitteln
ausgerüstet, mit denen sie ein Signal setzt, das eine auto
matische Wartungseinrichtung ruft, die nach einem Fadenbruch
einen Anspinnvorgang an dem betreffenden Spinnaggregat durch
führt, um dieses Spinnaggragt wieder in Betrieb zu nehmen.
Wenn das in den Kannen (12, 13) vorgelegte Fasermaterial auf
gebraucht ist, d. h. die Faserbänder (6, 7) aus den Kannen (12,
13) abgezogen worden sind, durchläuft das Ende dieser Faser
bänder (6, 7) die Faserbandwächter (44, 45), so daß der Steue
rung gemeldet wird, daß das Faserband aufgebraucht ist. Von den
Mitteln (42, 43) wird dann der Anfang eines neuen Faserbandes,
das aus in einer Bereitstellung befindlichen Kannen (12′, 13′)
entnommen wird, an die Faserbandenden angesetzt, so daß der
Spinnvorgang weiterlaufen kann. In der Regel kann davon aus
gegangen werden, daß die Kannen (12, 13) annähernd gleich leer
laufen. Gewisse Unterschiede können sich dadurch ergeben, daß
während des Spinnbetriebes aufgrund von Fadenbrüchen o. dgl.
gewisse Unterschiede auftreten. Dennoch kann davon ausgegangen
werden, daß in der Praxis es sinnvoll ist, beide Kannen (12,
13) gleichzeitig auszuwechseln und an beiden Faserbändern (6,
7) ein Ansetzen des neuen Faserbandes gleichzeitig durchzu
führen.
Nach einem ersten Verfahren wird so vorgegangen, daß das An
setzen der Anfänge der neuen Faserbänder an die Enden der ein
laufenden Faserbänder (6, 7) an zueinander versetzten Stellen
erfolgt. Dadurch wird vermieden, daß gleichzeitig eine An
häufung von Fasermaterial an beiden Faserbändern (6, 7) auf
tritt. Dieses versetzte Verbinden kann in einfacher Weise
dadurch erreicht werden, daß die Mittel (42, 43) in Abweichung
von Fig. 1 an zueinander versetzten Stellen angeordnet werden,
d. h. beispielsweise die Mittel (42) näher an dem Einlaufwalzen
paar (14, 17) des Streckwerkes als die Mittel (43). Das An
setzen der neuen Faserbänder wird dann ohne Unterbrechen des
Spinnvorgangs durchgeführt. Insbesondere wenn grobe Garnnummern
ersponnen werden, kann dieses Vorgehen angewandt werden, bei
welchem praktisch kein Verlust an Fasermaterial auftritt.
Wenn dennoch durch eine oder beide Verbindungsstellen sich un
zulässige Dickstellen in dem Doppelfaden (10) ergeben sollten,
so wird dies von dem Fadenreiniger (48) erfaßt. Dieser Faden
reiniger (48) gibt dann ein entsprechendes Signal an die Steue
rung (50), die dann den Spinnvorgang unterbricht, so daß an
schließend von einer nicht dargestellten automatischen
Wartungseinrichtung ein Anspinnvorgang durchgeführt wird. Bei
diesem Anspinnvorgang werden die Dickstelle oder die Dick
stellen entfernt, so daß sie nicht auf die Spule gelangen.
Hierbei kann vorgesehen werden, daß die automatische Wartungs
einrichtung dieses Anspinnen nach einem Faserbandansetzen nach
einem speziellen Programm ausführt, bei welchem sie die während
des Anspinnens nach den Luftdüsen (31, 33) aufgenommenen Faden
komponenten so lange abzieht, bis die Abschnitte, die die Ver
bindungsstellen der Faserbänder enthalten, abgeführt sind,
wonach erst das Anspinnen durch Verbinden der neu ersponnenen
Fadenkomponenten (8, 9) mit einem von der Spule (11) abge
zogenen Doppelfaden (10) durchgeführt wird. Nach einer Abwand
lung dieses Verfahrens wird vorgesehen, daß die Steuerung (50)
nach einem Unterbrechen des Spinnvorgangs zunächst die Streck
werke schließt, jedoch die Saugdüsen (46, 47) in der darge
stellten Position hält. Die die Streckwerke verlassenden Faden
komponenten (8, 9) werden dann so lange in die Saugdüsen (46,
47) abgesaugt, bis die die Verbindungsstellen enthaltenden Ab
schnitte die Streckwerke durchlaufen haben. Anschließend wird
dann das normale Anspinnprogramm durchgeführt, bei welchem die
Saugdüsen (46, 47) und die Luftdüsen (30, 31; 32, 33) in die
Betriebspostionen gebracht werden.
Bei einem anderen Verfahren wird vorgesehen, daß dann, wenn
einer der Faserbandwächter (44 oder 45) das Auslaufen des
Faserbandes (6 oder 7) meldet, von der Steuerung (50) der
Spinnvorgang unterbrochen wird, d. h. die Streckwerke geöffnet,
die Spule (11) abgehoben und die Saugdüsen (46, 47) und die
Luftdüsen (30, 31; 32, 33) in die dargestellte Außerbetriebs
position gebracht werden. Dann erfolgt das Ansetzen der Anfänge
der neuen Faserbänder mit den Mitteln (42, 43), die in diesem
Fall, wie dargestellt, nebeneinander angeordnet sind, so daß
sich die Verbindungsstellen an den gleichen Stellen ergeben.
Falls eines der Faserbänder (6 oder 7) noch nicht ausgelaufen
sein sollte, so wird dieses abgetrennt, so daß an diesem Faser
band (6 oder 7) eine gleiche Verbindung geschaffen wird. Vor
einem Anspinnen schließt dann die Steuerung (50) die Streck
werke, während die Saugdüsen (46, 47) in der dargestellten
Position verbleiben. Erst nachdem die Abschnitte der Faden
komponenten (8, 9) die Streckwerke durchlaufen haben, die die
Verbindungsstellen enthalten, werden die Saugdüsen (46, 47) und
die Luftdüsen (30, 31) in die Betriebsposition gebracht, wonach
ein Anspinnen durchgeführt wird.
Dieses Verfahren wird bei einer Abweichung aber so durchge
führt, daß mit dem Schließen der Streckwerke auch die Saugdüsen
(46, 47) und die Luftdüsen (30, 31; 32, 33) in die Betriebs
position gebracht werden, wobei dann sofort ein Anspinnen
durchgeführt wird. Dieses Anspinnen erfolgt mit einem speziel
len Anspinnprogramm, das von der Steuerung (50) an der auto
matischen Wartungseinrichtung angefordert wird. Bei diesem
speziellen Anspinnprogramm werden die Fadenkomponenten (8, 9)
von der Wartungseinrichtung vor dem eigentlichen Anspinnen,
d. h. dem Verbinden der Fadenkomponenten (8, 9) mit dem von der
Spule (11) abgezogenen Doppelfaden so lange abgezogen, bis die
Abschnitte der Fadenkomponenten (8, 9) die die Verbindungsstel
len zwischen den alten und neuen Faserbändern enthalten, so
weit in die Wartungseinrichtung eingelaufen sind, daß sie beim
Anspinnen nicht mehr in den Doppelfaden gelangen.
Bei einem dritten Verfahren wird vorgesehen, daß die Faserband
wächter (44, 45) zwar das Auslaufen der Faserbänder (6, 7) der
Steuerung melden, diese jedoch zunächst den Spinnvorgang noch
nicht unterbricht. Das Ansetzen der neuen Faserbänder mittels
der Mittel (42, 43) wird bei laufendem Spinnvorgang durchge
führt. Der Spinnvorgang wird so lange fortgesetzt, bis die Ab
schnitte der Faserbänder (6, 7), die die Verbindungsstellen
enthalten, die Streckwerke durchlaufen haben. Dies kann über
eine Zeitfunktion von der Steuerung (50) vorgegeben werden.
Danach wird der Spinnvorgang unterbrochen. Die Abschnitte der
Fadenkomponenten (8, 9), die die Verbindungsstellen enthalten,
sind dabei schon wenigstens teilweise auf die Spule (11) auf
gelaufen. Sie werden von dieser Spule bei dem anschließenden
Anspinnvorgang von der automatischen Wartungseinrichtung ent
fernt. Dies wird in der Weise durchgeführt, daß ein Abziehen
des aufgewickelten Doppelfadens (10), der mit den neu er
sponnenen Fadenkomponenten (8, 9) beim Anspinnen zu verbinden
ist, etwas länger durchgeführt wird als üblich.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel für die Mittel (42; 43)
zum Verbinden der Enden der einlaufenden Faserbänder (6, 7) mit
den Anfängen von neuen Faserbändern (6′, 7′) dargestellt. Diese
Mittel (42, 43) enthalten stationäre Führungsplatten (51), über
die die Faserbänder (6, 7) durch einen Einlauftrichter (52)
hindurch den Streckwerken zulaufen. An den den Streckwerken
abgewandten Enden der Führungsplatten (51) sind die Faserband
wächter (44, 45) angeordnet. Diesen Faserbandwächtern (44, 45)
sind unmittelbar nachfolgend Mittel (53, 54) nachgeordnet, mit
denen die Faserbänder (6, 7) abgetrennt werden können. Bei
spielsweise handelt es sich um scherenförmige Schneidelemente,
die ebenfalls an die Steuerung (50) angeschlossen sind. Sobald
einer der Faserbandwächter (44, 45) das Fehlen eines Faserban
des (6, 7) meldet, werden die Trennelemente (53, 54) betätigt.
Die Mittel (42, 43) zum Verbinden enthalten ferner Halte- und
Zustellelemente (55, 56), die eine Kammer (57) aufweisen, die
an eine Druckmediumversorgungsleitung (58) angeschlossen sind.
Die den Führungsplatten (51) zugewandten Wandungen der Kammer
(57) sind mit einer Perforation (59) versehen.
Die Halte- und Zustellelemente (55, 56) befinden sich zunächst
in einer Position, in welcher sie einen größeren Abstand zu den
Führungsplatten (51) einhalten. Ihre Kammern (57) sind mit
Unterdruck beaufschlagt. An ihre perforierten Wandungen sind
die Anfänge der neuen Faserbänder (6′, 7′) der Kannen (12′,
13′) angelegt, so daß diese Anfänge bereitgehalten sind.
Auf ein entsprechendes Signal der Steuerung (50), das durch die
Faserbandwächter (44, 45) ausgelöst wird, werden nun die Halte-
und Zustellelemente (55, 56) den Führungsplatten (51) zuge
stellt. Anschließend werden ihre Kammern (57) mit Druckluft
beaufschlagt, so daß die Anfänge der neuen Faserbänder (6′, 7′)
mit den Enden der einlaufenden Faserbänder (6, 7) verbunden
werden. Hierzu genügt es, daß die Anfänge der neuen Faserbänder
(6′, 7′) an den Enden der alten Faserbänder (6, 7) haften, ohne
daß eine nennenswerte Faservermischung stattfindet. Danach
werden die Halte- und Zustellelemente (55, 56) zurückgefahren.
Da die Faserbänder (6, 7) mit relativ geringer Geschwindigkeit
in die Streckwerke eingezogen werden, kann dieses Ansetzen der
neuen Faserbänder (6′, 7′) ohne Unterbrechung des Spinnvorgangs
durchgeführt werden.
Die Halte- und Zustellelemente (55, 56) sind mit Mitnahmearmen
(60) versehen, die bei einem Zustellen der Halte- und Zustell
elemente (55, 56) die in der Reserveposition befindlichen
Kannen (12′, 13′) in die Betriebsposition überführen und dabei
die alten Kannen (12, 13) aus dieser Betriebsposition heraus
schieben.
Die Halte- und Zustellelemente (55, 56) können Bestandteil der
betreffenden Spinnaggregate sein und von der Steuerung (50)
betätigt werden. Bei dieser Ausführungsform können dann die
neuen Kannen (12′, 13′) von einer Bedienungsperson in die
Bereithalteposition gebracht werden, wobei dann die Anfänge der
neuen Faserbänder (6′, 7′) ebenfalls von der Bedienungsperson
an die Wandungen der Kammern (57) angelegt werden.
Bei einer abweichenden Ausführungsform ist vorgesehen, daß die
Halte- und Zustellelemente (56) Bestandteil einer verfahrbaren
Wartungseinrichtung sind, die über ein von der Steuerung (50)
des betreffenden Spinnaggregates gesetztes Signal gerufen wird
und dann das Verbinden zwischen den alten Faserbändern (6, 7)
und den neuen Faserbändern (6′, 7′) durchführt. In diesem Fall
wird es in der Regel notwendig sein, daß für das Verbinden der
alten Faserbänder (6, 7) mit den neuen Faserbändern (6′, 7′)
vorher der Spinnvorgang unterbrochen wird. Bei dem Verbinden
gelangen die neuen Faserbänder (6′, 7′) in den Bereich der
Faserbandwächter (44, 45), so daß dann die Steuerung das Signal
erhält, daß das Verbinden durchgeführt wird. Die Steuerung kann
dann über ein weiteres Signal die den Anspinnvorgang durch
führende Wartungseinrichtung rufen.
Wenn eine verfahrbare Wartungseinrichtung vorgesehen wird, die
die Halte- und Zustellelemente (56) enthält, so kann diese
Wartungseinrichtung auch die Reservekannen (12′, 13′) mit sich
führen und diese bei Bedarf dann dem Spinnaggregat zuführen, an
dem neues Faserband benötigt wird.
Claims (10)
1. Verfahren zum Zuführen von zwei Faserbändern zu einem
Spinnaggregat, die jeweils einer Faserbandvorlage entnommen
werden und die in dem Spinnaggregat verstreckt und versponnen
werden, wonach die beiden Fadenkomponenten zu einem Doppelfaden
zusammengefügt und als Doppelfaden auf eine Spule aufgewickelt
werden, die als Vorlagespule für ein anschließendes Zwirnen
dient, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auslaufen eines oder
beider Faserbänder das ggf. noch vorhandene Faserband abge
trennt, neue Faserbandvorlagen dem Spinnaggregat zugestellt
werden, und die beiden Faserbandenden an in Laufrichtung zu
einander versetzten Stellen jeweils mit dem Anfang eines neuen
Faserbandes verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Doppelfaden auf Dickstellen überwacht wird und daß bei Auf
treten einer übermäßigen Dickstelle der Spinnvorgang unter
brochen wird, wonach ein Anspinnen durchgeführt wird, bei
welchem die Dickstelle aus dem auf die Spule auflaufenden
Doppelfaden entfernt wird.
3. Verfahren zum Zuführen von zwei Faserbändern zu einem
Spinnaggregat, die jeweils einer Faserbandvorlage entnommen
werden und die in dem Spinnaggregat verstreckt und versponnen
werden, wonach die beiden Fadenkomponenten zu einem Doppelfaden
zusammengeführt und als Doppelfaden auf eine Spule aufgewickelt
werden, die als Vorlagespule für ein anschließendes Zwirnen
dient, dadurch gekennzeichnet, daß bei Auslaufen eines oder
beider Faserbänder das ggf. noch vorhandene Faserband abge
trennt wird, neue Faserbandvorlagen dem Spinnaggregat zuge
stellt werden, die beiden Faserbandenden an nebeneinander
liegenden Verbindungsstellen mit dem Anfang jeweils eines neuen
enthaltenden Abschnitte der Fadenkomponenten von der Produktion
des Doppelfadens abgesondert werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
bei Auslaufen eines oder beider Faserbänder der Spinnvorgang
unterbrochen wird und daß nach dem Verbinden der Faserbandenden
mit dem Anfang von jeweils einem neuen Faserband ein Anspinnen
ausgeführt wird, wobei vor oder während des Anspinnens die die
Verbindungsstellen enthaltenden Abschnitte der Fadenkomponenten
entfernt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Spinnvorgang nach dem Verbinden der Enden der
Faserbänder mit dem Anfang jeweils eines neuen Faserbandes und
nachdem der die Verbindungsstellen enthaltende Abschnitt des
Doppelfadens auf die Spule aufgelaufen ist, unterbrochen wird,
und daß anschließend ein Anspinnvorgang durchgeführt wird, bei
welchem der die Verbindungsstellen enthaltende Abschnitt des
Doppelfadens entfernt wird.
6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Spinn
aggregat auf seiner Einlaufseite mit den beiden Faserbändern
zugeordneten Mitteln (44, 45) zum Erfassen des Vorhandenseins
oder Fehlens der Faserbänder (6, 7), mit Mitteln (53, 54) zum
Abtrennen der Faserbänder und mit wenigstens einem Teil (51)
von Mitteln (42, 43) zum Verbinden der Enden der beiden ein
laufenden Faserbänder (6, 7) mit einem Anfang eines neuen
Faserbandes (6′, 7′) ausgerüstet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel (44, 45) zum Erfassen des Vorhandenseins oder
Fehlens der Faserbänder (6, 7) an eine Steuerung (50) des
Spinnaggregates angeschlossen sind, die mit Mitteln zum Unter
brechen des Spinnvorgangs verbunden ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Mittel (42, 43) zum Verbinden in unterschied
licher Entfernung zu einem Einlauf (14, 17; 14, 21) eines je
weils einem Faserband (6, 7) zugeordneten Streckwerkes ange
ordnet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Mittel (42, 43) zum Verbinden zwei je
weils den Anfang eines neuen Faserbandes (6′, 7′) aufnehmende
Halte- und Zustellelemente (55, 56) enthalten, die jeweils
einem ein Faserbandende führenden Stützelement (51) zustellbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Spinnaggregat mit einem dem Doppelfaden
(10) zugeordneten Fadenreiniger (48) versehen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4020292A DE4020292A1 (de) | 1990-06-26 | 1990-06-26 | Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von faserbaendern zu einem spinnaggregat |
| US07/719,010 US5175982A (en) | 1990-06-26 | 1991-06-21 | Process and an arrangement for feeding slivers to a spinning unit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4020292A DE4020292A1 (de) | 1990-06-26 | 1990-06-26 | Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von faserbaendern zu einem spinnaggregat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4020292A1 true DE4020292A1 (de) | 1992-01-02 |
Family
ID=6409090
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4020292A Withdrawn DE4020292A1 (de) | 1990-06-26 | 1990-06-26 | Verfahren und vorrichtung zum zufuehren von faserbaendern zu einem spinnaggregat |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5175982A (de) |
| DE (1) | DE4020292A1 (de) |
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| US6360519B1 (en) | 2001-02-13 | 2002-03-26 | American Linc Corporation | Apparatus and methods for splicing silvers of yarn during yarn formation and processing |
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1990
- 1990-06-26 DE DE4020292A patent/DE4020292A1/de not_active Withdrawn
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1991
- 1991-06-21 US US07/719,010 patent/US5175982A/en not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US5175982A (en) | 1993-01-05 |
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|---|---|---|---|
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