DE4016809A1 - Elektrischer rauschabsorber - Google Patents
Elektrischer rauschabsorberInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Rauschabsorber,
der ein elektrisches Kabel eines elektronischen Geräts
od.dgl. elektromagnetisch abschirmt und elektrisches Rauschen
im elektrischen Kabel dämpft.
Elektrisches Rauschen, das von außen über ein elektrisches
Eingangskabel und/oder ein elektrisches Ausgangskabel in
ein elektronisches Gerät gelangt oder vom elektronischen
Gerät erzeugt wird, kann zu Fehlfunktionen des elektronischen
Geräts oder zu nachteiligen Effekten in anderen Geräten
führen. Um diese Probleme zu lösen, werden elektrische
Rauschabsorber zur elektromagnetischen Abschirmung des
elektrischen Eingangskabels und/oder des elektrischen Aus
gangskabels verwendet.
In bekannten elektrischen Rauschabsorbern absorbiert und
reflektiert eine das elektrische Eingangskabel und/oder
das elektrische Ausgangskabel umgreifende Magnetsubstanz
elektrisches Rauschen, das entlang des elektrischen Eingangs
kabels und/oder des elektrischen Ausgangskabels übertragen
wird, wodurch Interferenzen durch Dämpfung des elektrischen
Rauschens verhindert werden.
In der japanischen veröffentlichten und geprüften Gebrauchs
musteranmeldung Nr. S 62-14 770 wird ein derartiger elektri
scher Rauschabsorber vorgeschlagen. Zwei Ferritstücke,
die so geformt sind, daß sie ein elektrisches Kabel umgreifen,
sind in einem Gehäuseglied untergebracht, und der elektrische
Rauschabsorber ist an dem elektrischen Kabel mittels Ver
riegelungsgliedern angebracht. Die Ferritstücke müssen
an ihren Anlageflächen eng aneinander verbunden werden,
um das elektrische Kabel wirksam abzuschirmen. Dementsprechend
ist der elektrische Rauschabsorber so konstruiert, daß er
die Ferritstücke infolge der Elastizität der Gehäuseglieder
gegeneinander preßt.
Es ist jedoch schwierig, die Gehäuseglieder des elektrischen
Rauschabsorbers mit zwei inkompatiblen Eigenschaften zu
versehen: einer Festigkeit, um die Ferritstücke sicher
festzuhalten, und einer Elastizität, um die Ferritstücke
genügend gegeneinander zu pressen. Hierfür ist in der japa
nischen veröffentlichten und ungeprüften Gebrauchsmuster
anmeldung Nr. S 63-39 997 ein Gehäuseglied offenbart, das
an seinem Boden eine Öffnung aufweist. Gemäß Fig. 1 ist
ein Vorspannungsglied 45 integral in der Öffnung 43 im
Boden 41 des Gehäuseglieds 49 angeformt. Ein Ende 45 des
Vorspannungsglieds 45 drückt eine Unterseite eines Ferrit
stücks, das im Gehäuse 49 enthalten ist, nach oben, und
übt eine Kraft auf das Ferritstück aus.
Es könnte jedoch eine weitere Magnetsubstanz außerhalb
des Gehäuses 49 in Kontakt mit dem Ferritstück durch die
Öffnung 43 gelangen. Wenn dies geschieht, wird der gesamte
Magnetkreis des Ferritstücks verändert, und dadurch ab
sorbieren und reflektieren die Ferritstücke weniger effizient
das elektrische Rauschen. Folglich könnte elektrisches
Rauschen in das elektronische Gerät oder aus diesem heraus
gelangen.
Ein weiterer bekannter elektrischer Rauschabsorber enthält
zwei magnetische Ferritstücke, die eine rechteckige Platte,
einen Zylinder od.dgl. bilden, wenn sie miteinander an
ihren Anlageflächen zusammengebracht werden. Die Anlage
flächen erstrecken sich in der Längsrichtung parallel zu
einem elektrischen Kabel des elektronischen Geräts.
In der Mitte der Anlageflächen der halben, rechteckplatten
förmigen Ferritstücke erstrecken sich Nuten in der Längs
richtung. Die Nuten weisen einen halbkreisförmigen Querschnitt
mit geringfügig größerem Durchmesser als der des elektrischen
Kabels auf. Im geschlossenen Zustand bilden die Ferritstücke
eine Aufnahmeöffnung, durch die das elektrische Kabel ver
läuft. Auf gleiche Weise bilden halbzylindrische Ferrit
stücke eine Aufnahmeöffnung, deren Durchmesser geringfügig
größer als der des elektrischen Kabels ist.
Die Ferritstücke werden in einem Gehäuse untergebracht,
das geöffnet werden kann, und dieses Gehäuse wird so ge
schlossen, daß die Ferritstücke das elektrische Kabel um
greifen. Alternativ hierzu können die Ferritstücke direkt
am elektrischen Kabel mit einem Klebeband angebracht werden.
Folglich wird ein Magnetkreis mit geringer Impedanz in
den eng verbundenen Ferritstücken gebildet.
Da jedoch Ferrit hart und schwierig zu schneiden ist, tendie
ren die Oberflächen der Ferritstücke zu einer Rauhigkeit,
und sie bilden keine exakt horizontalen Oberflächen. Dadurch
können die Ferritstücke manchmal nicht sicher in engen
Kontakt miteinander gehalten werden. Um dieses Problem
zu lösen, werden die Anlageflächen der Ferritstücke in
kostenintensiver Weise mittels Diamantschleifkörnern poliert.
Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin,
einen solide konstruierten elektrischen Rauschabsorber
zu schaffen, der mit einem Federglied zum Gegeneinander
pressen von Ferritstücken versehen ist und dadurch keine
Vorspannungsglieder und Öffnungen erforderlich macht.
Eine zweite Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen
elektrischen Rauschabsorber zu schaffen, bei dem die ge
samten Anlageflächen der Ferritstücke eng miteinander in
Kontakt treten, wenn ein Gehäuse geschlossen wird, wodurch
eine geringe Impedanz erhalten wird.
Die erste Aufgabe wird durch einen elektrischen Rausch
absorber gelöst, der folgendes enthält: eine aus wenigstens
zwei Teilstücken zusammengesetzte Magnetsubstanz, die ein
elektrisches Kabel umgreift, wenn sie an ihren Anlageflächen
geschlossen ist, wenigstens zwei Gehäuseglieder, die jeweils
die Teilstücke aufnehmen und die mittels Verriegelungsgliedern
geschlossen werden, und ein Federglied, das in wenigstens
einem der Gehäüuseglieder vorgesehen ist, um eines der
Teilstücke im geschlossenen Zustand der Gehäuseglieder
gegen das andere Teilstück zu pressen.
In dem elektrischen Rauschabsorber sind die Gehäuseglieder
zur Unterbringung der magnetischen Teilstücke und das Feder
glied zum Zusammenpressen der magnetischen Teilstücke separat
geformt. Dementsprechend sind die Gehäuseglieder mit einer
geeigneten Festigkeit und das Federglied mit einer geeigneten
Elastizität versehen. Da keine Öffnungen in den Gehäuse
gliedern eingeformt sind, können Magnetsubstanzen von außen
niemals in Kontakt mit der Magnetsubstanz in den Gehäuse
gliedern treten.
Die zweite Aufgabe wird durch einen elektrischen Rausch
absorber zur Absorption von elektrischem Rauschen in einem
elektrischen Kabel eines elektronischen Geräts gelöst,
der eine längsgeteilte und zum Umgreifen des Umfangs des
elektrischen Kabels ausgebildete Magnetsubstanz und ein
auf Anlageflächen wenigstens eines der magnetischen Teil
stücke verteiltes magnetisches Fluid aufweist.
In dem elektrischen Rauschabsorber sind die in einem Gehäuse
enthaltenen und an einem elektrischen Kabel oder alternativ
hierzu angebrachten Ferritstücke am elektrischen Kabel
mittels Klebeband befestigt und stehen miteinander über
das magnetische Fluid in Verbindung. Deshalb werden die
Anlageflächen der Ferritstücke in engem Kontakt miteinander
gehalten, selbst wenn die Anlageflächen rauh und/oder nicht
als exakt horizontale Flächen ausgebildet sind. Der elektri
sche Rauschabsorber dämpft effektiv elektrisches Rauschen
und ist mit einer niedrigen Impedanz ausgestattet, die
der eines nicht geteilten Ferritstücks entspricht.
Es zeigen:
Fig. 1 in einer Teildarstellung eine perspektivische
Ansicht eines bekannten elektrischen Rauschabsorbers,
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines elektrischen
Rauschabsorbers gemäß einem ersten Ausführungs
beispiel,
Fig. 3A eine Draufsicht auf ein Ferritstück des in Fig.
2 dargestellten elektrischen Rauschabsorbers,
Fig. 3B eine Vorderansicht des in Fig. 3A dargestellten
Ferritstücks,
Fig. 3C eine Querschnittsdarstellung des Ferritstücks
gemäß der Schnittlinie I-I in Fig. 3A,
Fig. 3D eine Vorderansicht der in Fig. 3A dargestellten
Ferritstücke im geschlossenen Zustand,
Fig. 4A eine Draufsicht auf ein Gehäuse des elektrischen
Rauschabsorbers gemäß dem ersten Ausführungsbei
spiel,
Fig. 4B eine Vorderansicht des in Fig. 4A dargestellten
Gehäuses,
Fig. 4C eine Ansicht des in Fig. 4A dargestellten Gehäuses
von unten,
Fig. 4D eine Ansicht des in Fig. 4A dargestellten Gehäuses
von links,
Fig. 4E eine Querschnittsdarstellung des Gehäuses gemäß
einer Schnittlinie II-II in Fig. 4A,
Fig. 4F eine Ansicht des in Fig. 4A dargestellten Gehäuses
von rechts,
Fig. 5A eine Draufsicht auf ein Federglied des elektrischen
Rauschabsorbers gemäß dem ersten Ausführungs
beispiel,
Fig. 5B eine Vorderansicht des in Fig. 5A dargestellten
Federglieds,
Fig. 5C eine Ansicht des in Fig. 5A dargestellten Feder
glieds von unten,
Fig. 6A eine Vertikalschnitt-Darstellung des die Ferrit
stücke und das Federglied enthaltenden Gehäuses
des elektrischen Rauschabsorbers gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel,
Fig. 6B eine Ansicht des Gehäuses im geschlossenen Zustand
von links,
Fig. 7 eine perspektivische Ansicht eines Ferritstücks
eines elektrischen Rauschabsorbers gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 8 eine perspektivische Ansicht des elektrischen
Rauschabsorbers gemäß dem zweiten Ausführungs
beispiel im geöffneten Zustand,
Fig. 9 eine Querschnittsdarstellung des elektrischen
Rauschabsorbers gemäß dem zweiten Ausführungsbei
spiel im geschlossenen Zustand,
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht von Ferritstücken
eines elektrischen Rauschabsorbers gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel,
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht von Ferritstücken
eines elektrischen Rauschabsorbers gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht von Ferritstücken
eines elektrischen Rauschabsorbers gemäß einem
fünften Ausführungsbeispiel und
Fig. 13 eine perspektivische Ansicht von Ferritstücken
eines elektrischen Rauschabsorbers gemäß einem
sechsten Ausführungsbeispiel.
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Rauschabsorbers
101 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel. Der Rauschabsorber
101 enthält Ferritstücke 103 als magnetische Substanz,
ein Gehäuse 105 und ein Federglied 107.
Wie in den Fig. 3A bis 3D gezeigt, ist jedes Ferritstück
103 als rechtwinklige Platte ausgebildet. Beide Enden des
Ferritstücks 103 sind hochgezogen und bilden zwei Anlage
bereiche 103 a und 103 b. Die oberen Flächen der Anlagebereiche
103a und 103b sind als Anlageflächen 104 a und 104 b ausge
bildet. Die Anlageflächen 104 a und 104 b eines der Ferrit
stücke 103 liegen an den Anlageflächen 104 a und 104 des
anderen Ferritstücks 103 an. Wenn die beiden Ferritstücke
103 gemäß Fig. 3D in Kontakt miteinander gebracht werden,
wird ein Schlitz 103 c gebildet, durch den ein Flachkabel
109 verläuft.
Das in den Fig. 4A bis 4F dargestellte Gehäuse 105 enthält
zwei Gehäuseglieder 105 a und 105 b, die über ein Gelenk
105 c verbunden sind. Die Gehäuseglieder 105 a und 105 b bilden
im geschlossenen Zustand ein flaches, rechtwinkliges Parallel
epiped. Von peripheren Wandungen 111, 112 umgebene Unter
bringungsräume 105 d und 105 e nehmen die Ferritstücke 103
auf. Positionierelemente 105 f, 105 g, 105 h und 105 i sind
an den Innenflächen der längeren Kanten der peripheren
Wandungen 111 und 112 angeordnet. Die Positionierelemente
105 f bis 105 i treten in Eingriff mit entsprechenden Aus
nehmungen 103 d und 103 e, die an den längeren Kanten der
Ferritstücke 103 zum Befestigen dieser Ferritstücke 103
in den korrekten Positionen angeordnet sind. Eine Fixier
öffnung 105 j zur Fixierung des Federglieds 107 ist in der
Mitte des Gehäuseglieds 105 b eingeformt.
Die mittleren Bereiche der längeren Kanten der peripheren
Wandungen 111 und 112 der Gehäuseglieder 105 a und 105 b
sind niedriger als die Endbereiche dieser längeren Kanten.
Stufen 111 a, 111 b, 111 c und 111 d sowie Stufen 112 a, 112 b,
112c und 112d trennen die mittleren Bereiche und die End
bereiche der peripheren Wandungen 111 und 112 jeweils von
einander.
Das Gehäuseglied 105 a ist mit zwei Rastgliedern 131 und
133 an einem Ende gegenüber dem Gelenk 105 c versehen,und
das Gehäuseglied 105 b weist ein Paar Gegenrastglieder 135
und 137 an einem Ende gegenüber dem Gelenk 105 c auf. Das
Rastglied 131 enthält ein Halteelement 131 a und zwei Führungs
elemente 131 b und 131 c, und das andere Rastglied 133 enthält
ein Halteelement 133 a und zwei Führungselemente 133 b und
133 c. An den Gegenrastgliedern 135 und 137 sind jeweils
Rastbügel 135 a und 137 a vorgesehen. Wenn das Gehäuse 105
gemäß Fig. 6A geschlossen wird, schieben sich die Rast
bügel 135 a und 137 a über die Halteelemente 131 a und 133 a
und verrasten mit denselben. Die Rastglieder 131 und 133
und die Gegenrastglieder 135 und 137 sind im Eingriffs
zustand in Fig. 6B dargestellt.
Das in den Fig. 5A, 5B und 5C dargestellte Federglied 107
besteht aus einer rechteckigen Platte und weist drei Be
reiche 107 a, 107 b und 107 c auf. Die Endbereiche 107 b und
107 c sind leicht nach unten geneigt in bezug auf den mitt
leren Bereich 107 a, wie dies in Fig. 5B dargestellt ist.
Der mittlere Bereich 107 a ist mit einem Fixiervorsprung
107 d versehen. Der Fixiervorsprung 107 d wird in die Fixier
öffnung 105 j des Gehäuseglieds 105 b so eingesetzt, daß
das Federglied 107 am Gehäuseglied 105 b fixiert ist.
Der Rauschabsorber 101 mit dem vorstehend beschriebenen
Aufbau wird an einem Flachkabel 109 in der folgenden Weise
montiert.
Zunächst wird das Federglied 107 an der Fixieröffnung 105 j
des Gehäuseglieds 105 befestigt. Die beiden Ferritstücke
103 werden jeweils in die Gehäuseglieder 105 a und 105 b
eingesetzt, wie dies durch ausgezogene und unterbrochene
Linien in Fig. 6A dargestellt ist. Danach wird das Gehäuse
105 in dem Zustand geschlossen, in dem das Flachkabel 109
zwischen die Ferritstücke 103 gebracht ist. Die Summe der
Höhen des Federglieds 107 und der Ferritstücke 103 ist
größer als die der Höhen der peripheren Wandungen 111 und
112 der Gehäuseglieder 105 a und 105 b. Daher wird das Feder
glied 107 durchgebogen, so daß die Summe der Höhen des
Federglieds 107 und der Ferritstücke 103 der der Höhen
der peripheren Wandungen 111 und 112 entspricht. Das Gehäuse
105 wird dann mittels der Rastglieder 131 und 133 sowie
der Gegenrastglieder 135 und 137 verschlossen.
Während sich das Gehäuse 105 im geschlossenen Zustand be
findet, wird eine Spannkraft oder Spannenergie auf die
Ferritstücke 103 ausgeübt, als Folge der Tendenz des Feder
glieds 107, seine ursprüngliche Gestalt wiederzuerlangen.
Durch die Spannenergie können die Ferritstücke 103 einen
perfekten geschlossenen Kreis bilden, weil die Anlageflächen
104 a und 104 b der Anlagebereiche 103 a und 103 b in engem
Kontakt miteinander gehalten werden.
Folglich braucht das Gehäuse 105 die Ferritstücke 103 nicht
gegeneinander zu pressen, sondern kann ausschließlich zur
Unterbringung der Ferritstücke 103 konstruiert werden,
wobei verhindert wird, daß die Anlageflächen 104 a und 104 b
weggleiten. Im Gegensatz zum bekannten elektrischen Rausch
absorber ist beim Gehäuse 105 keine Öffnung für ein Vorspann
glied erforderlich, das zu Problemen führt, wie z.B. eine
Veränderung des magnetischen Kreises.
Bei diesem Ausführungsbeispiel kann das Gehäuse 105 und
das Federglied 107 aus verschiedenem Material bestehen
zur Anpassung an die jeweilige Aufgabe oder kann aus dem
selben Material bestehen, weil das Federglied 107 so geformt
ist, daß es die Ferritstücke 103 mit einer Federkraft be
aufschlagt, unabhängig von seinem Material.
Das zweite Ausführungbeispiel wird im folgenden anhand
der Fig. 7 bis 9 beschrieben. Ein Rauschabsorber 201 dämpft
elektrisches Rauschen mittels zweier Ferritstücke 203 und
206, die in einem Gehäuse 205 enthalten sind. Es wird nur
das Ferritstück 203 beschrieben, weil das andere Ferritstück
206 identisch zum Ferritstück 203 ausgeführt ist. Gemäß
Fig. 7 ist das Ferritstück 203 als Ganzes ein rechteckiges
Parallelepiped, das gemäß Fig. 7 eine Aufnahmenut 203 b
an seiner Oberseite und zwei Eingriffsnuten 203 a an beiden
Seiten aufweist, wobei sich alle drei Nuten in Längsrichtung
erstrecken. Die Aufnahmenut 203 b besitzt einen halbkreis
förmigen Querschnitt und nimmt ein elektrisches Kabel 256
auf. Zwei Anlageflächen 203 c und 203 d sind parallel zu
beiden Seiten der Aufnahmenut 203 b angeordnet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel wird ein magnetisches Fluid
224 auf beiden Anlageflächen 203 c und 203 d verteilt. Außerdem
kann das magnetische Fluid 224 beispielsweise auf zwei
Anlageflächen 206 c und 206 d des anderen Ferritstücks 206,
auf allen Anlageflächen 203 c, 203 d, 206 c und 206 d oder
auf die Anlagefläche 203 c des Ferritstücks 203 und die
Anlagefläche 206 d des Ferritstücks 206 aufgebracht werden.
Das magnetische Fluid 224 ist eine stabile kolloidale Lösung,
in der ferromagnetische Körnchen in einer nichtmagnetischen
Lösung, wie z.B. Wasser und dünnflüssiges Öl, verteilt
sind. Das magnetische Fluid 224 ist verformbar und mit
der Eigenschaft versehen, an metallischen Oberflächen einer
Abdichtvorrichtung zu haften, selbst wenn das magnetische
Fluid einem externen Druck oder einer sehr hohen Umdrehung
ausgesetzt ist. Weiterhin füllt das magnetische Fluid 224
die rauhen Anlageflächen 203 c, 203 d, 206 c und 206 d aus
und macht sie dadurch glatt. Die Anlageflächen 203 c, 203 d,
206 c und 206 d müssen nicht mit kostenaufwendigem Diamant-
Schleifmittel poliert werden.
Die beiden Ferritstücke 203 und 206 sind jeweils in Gehäuse
gliedern 205 a und 205 b untergebracht, die über ein Gelenk
205 c verbunden sind. Bei im Gehäuseglied 205 a gehaltenem
Ferritstück 203 wird eine zwischen einer der Anlageflächen
203 c und der benachbarten Eingriffsnut 203 a angeordnete
Seitenfläche A durch einen Haltevorsprung 250 gehalten
und die Eingriffsnut 203 a selbst durch zwei Eingreifvorsprünge
252. Dadurch wird das Ferritstück 203 im Gehäuseglied 205 a
fixiert. In derselben Weise wird das Ferritstück 206 im
Gehäuseglied 205 b in einem Zustand gehalten, in dem eine
Seitenfläche B durch einen Haltevorsprung 251 gehalten
wird und eine benachbarte Eingriffsnut, die der Eingriffsnut
203 entspricht, durch Eingreifvorsprünge 253.
Das das Ferritstück 203 enthaltende Gehäuseglied 205 a und
das das Ferritstück 206 enthaltende Gehäuseglied 205 b werden
mittels des Gelenks 205 c verschlossen, nachdem das elektri
sche Kabel 256 in die Aufnahmenut 203 b des Ferritstücks
203 eingelegt ist. Rastglieder 255 des Gehäuseglieds 205 a
verrasten mit Gegenrastgliedern 254 des Gehäuseglieds 205 b.
Das elektrische Kabel 256 wird dadurch mittels des Gehäuses
205 festgeklemmt und von Zähnen 257 a gehalten, die zwischen
Einformungen 257 an beiden Enden der Gehäuseglieder 205 a
und 205 b angeordnet sind. Wenn das Gehäuse 205 geschlossen
ist, bilden die Aufnahmenuten 203 b und 206 b der Ferritstücke
203 und 206 ein Aufnahmeloch 223, durch das das elektrische
Kabel 256 verläuft.
Eine Vielzahl der Ferritstücke 203 und 206 enthaltenden
Rauschabsorber dämpfen elektrisches Rauschen im elektrischen
Kabel 256 und verhindern eine Übertragung von elektrischem
Rauschen, wenn sie um das elektrische Kabel herumgelegt
werden.
Fig. 10 zeigt einen weiteren Rauschabsorber 301 gemäß dem
dritten Ausführungsbeispiel. Der Rauschabsorber 301 enthält
zwei Ferritstücke 303 und 306, die einen Kreiszylinder
mit einem Aufnahmeloch 323 bilden, wenn sie miteinander
verbunden sind. An zwei Anlageflächen 303 a des Ferritstücks
303 und zwei Anlageflächen 306 a des Ferritstücks 306 oder
jeweils einer derselben, die sich in Längsrichtung erstrecken,
wird magnetisches Fluid 324 aufgebracht.
Die Ferritstücke 303 und 306 können in einem nicht darge
stellten, zu öffnenden Gehäuse untergebracht werden, das
ähnlich wie das in Fig. 8 dargestellte Gehäuse 205 ausgebildet
sein kann, und an einem elektrischen Kabel durch Schließen
des Gehäuses installiert werden. Alternativ hierzu können
die Ferritstücke 303 und 306 direkt um das Kabel herumgelegt
und an diesem mit Klebeband befestigt werden. Der Rausch
absorber 301 erzeugt dieselben Wirkungen wie der Rausch
absorber 201 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel. Obwohl
die Ferritstücke 303 und 306 eine halbzylindrische Gestalt
aufweisen, können auch Ferritstücke verwendet werden, die
eine dreigeteilte, eine viergeteilte oder eine noch höher
unterteilte zylindrische Gestalt aufweisen.
Wie in Fig. 11 dargestellt ist, bilden Ferritstücke 403
und 406 eines Rauschabsorbers 401 gemäß dem vierten Aus
führungsbeispiel im geschlossenen Zustand einen Zylinder
wie die Ferritstücke 303 und 306 gemäß dem dritten Ausführungs
beispiel. Jede der Anlageflächen 403 a und 406 a ist
jedoch in drei Bereiche unterteilt: zwei radial verlaufende,
geradlinige Teilbereiche, die senkrecht zueinander stehen,
und ein teilkreisbogenförmiger Bereich, im Querschnitt
gesehen. Magnetisches Fluid 424 ist auf beide oder auf
eine der Anlageflächen 403 a und 406 a aufgebracht. An den
radial verlaufenden geraden Bereichen oder an beiden oder
einer der Anlageflächen 403 a und 406 a wird das magnetische
Fluid 424 mit besonderer Sorgfalt verteilt, so daß Luft
enthaltende Spalte nicht gebildet werden, weil die radial
verlaufenden, geraden Bereiche im rechten Winkel zum ma
gnetischen Fluß angeordnet sind. Ein elektrisches Kabel
wird von einem Aufnahmeloch 423 aufgenommen. Wie beim dritten
Ausführungsbeispiel können die Ferritstücke 403 und 406
als dreigeteilte oder mehrgeteilte Zylinderformen ausgebildet
sein.
Der Rauschabsorber 401 dämpft elektrisches Rauschen im
elektrischen Kabel in der Weise, daß die Ferritstücke 403
und 406 in einem nicht dargestellten, zu öffnenden Gehäuse
untergebracht sind, das ähnlich dem in Fig. 8 dargestellten
Gehäuse 205 ausgebildet ist, und am elektrischen Kabel
durch Schließen des Gehäuses montiert sind oder alternativ
hierzu, daß die Ferritstücke 403 und 406 direkt am elektri
schen Kabel angebracht und mit Klebeband fixiert sind.
Der Rauschabsorber 401 übt dieselben Wirkungen aus wie
der Rauschabsorber 201 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel.
Bei einem Rauschabsorber 501 gemäß dem fünften Ausführungs
beispiel bilden Ferritstücke 503 und 506 ein rechteckiges
Parallelepiped, das einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
Das Ferritstück 503 weist einen U-förmigen Querschnitt
und Anlageflächen 503 a an den freien Enden auf. Die Anlage
flächen 503 a sind abgewinkelt in bezug auf die Schenkel
des U-förmigen Ferritstücks 503. Das andere Ferritstück
506 mit trapezförmigem Querschnitt weist Anlageflächen
506 a auf, die abgewinkelt sind, um in Kontakt mit den Anlage
flächen 503 a zu gelangen. Die Ferritstücke 503 und 506
umgreifen einen Raum oder ein Aufnahmeloch 523 für ein
elektrisches Kabel.
Ein magnetisches Fluid 524 ist auf beiden oder auf einer
der Anlageflächen 503 a und 506 a verteilt. Wenn die Ferrit
stücke 503 und 506 mit im Aufnahmeloch 523 befindlichem
elektrischem Kabel geschlossen sind, haften die Anlageflächen
503 a und 506 a infolge des magnetischen Fluids 524 eng anein
ander. Folglich sind die Ferritstücke 503 und 506 mit einer
so niedrigen Impedanz versehen wie ein nicht-aufgeteiltes
Ferritstück, wodurch elektrisches Rauschen im elektrischen
Kabel wirksam gedämpft wird.
Die Ferritstücke 503 und 506 können in einem zu öffnenden
Gehäuse montiert und um das elektrische Kabel herumgelegt
sein, oder sie können direkt am elektrischen Kabel mit
Klebeband befestigt sein.
Ein Rauschabsorber 601 gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel
ist in Fig. 13 dargestellt. Ein Ferritstück 603 ist U-förmig
ausgebildet, und ein Ferritstück 606 weist einen T-förmigen
Querschnitt auf. Das Ferritstück 606 ist zwischen den freien
Enden des Ferritstücks 603 eingesetzt. Die Ferritstücke
603 und 606 sind jeweils mit Anlageflächen 603 a und 606 a
versehen, und magnetisches Fluid 624 ist auf beide oder
eine der Anlageflächen 603 a und 606 a aufgebracht. Entspre
chend dem Rauschabsorber 501 dämpft der Rauschabsorber
601 wirksam elektrisches Rauschen in einem elektrischen
Kabel, das durch ein Aufnahmeloch 623 verläuft.
Claims (11)
1. Elektrischer Rauschabsorber zur Dämpfung von elektrischem
Rauschen in einem elektrischen Kabel, gekennzeichnet durch
zwei an Anlagekontaktflächen (104 a, 104 b) geschlossene und
einen Magnetkreis bildende Körper (103) aus einer magnetischen
Substanz, zwei die magnetischen Körper (103) aufnehmende
und mittels Verriegelungsmitteln (131, 133, 135, 137) schließ
bare Gehäuseglieder (105 a, 105 b) und ein in wenigstens einem
der Gehäuseglieder (105 b) angeordnetes, wenigstens einen
der Magnetkörper (103) gegen den anderen Magnetkörper (106)
um das Kabel (109) herum drückendes Federglied (107), wobei
die Anlagekontaktflächen (104 a, 104 b) im geschlossenen Zustand
der Gehäuseglieder (105 a, 105 b) miteinander in Kontakt stehen.
2. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Federglied (107) als rechteckiges
Element aus federndem Material ausgebildet ist und einen
mittleren Bereich (107 a) sowie zwei Endbereiche (107 b, 107 c)
aufweist, wobei die Endbereiche (107 b, 107 c) unter einem
kleinen Winkel in bezug auf den mittleren Bereich (107 a)
geneigt sind, und daß das Federglied (107) zwischen wenig
stens einem Magnetkörper (103) und wenigstens einem Gehäuse
glied (105 b) angeordnet ist, wobei die Endbereiche (107 b,
107 c) im geschlossenen Zustand der Gehäuseglieder (105 a,
105 b) elastisch unter Reduzierung des kleinen Winkels ver
formt sind.
3. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens eines der Gehäuseglieder
(105 b) mit einer Öffnung (105 j) versehen ist und daß ein
Fixierglied (107 d) am mittleren Bereich (107 a) des wenigstens
einen, in die Öffnung (105 j) einsetzbaren Federglieds (107)
vorgesehen ist, wobei das Fixierglied (107 d) das Federglied
(107) am Gehäuseglied (105 b) befestigt.
4. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anlagekontaktflächen (104 a, 104 b)
mit einem magnetischen Fluid überzogen sind.
5. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das magnetische Fluid eine kolloidale
Lösung von in einer nichtmagnetischen Lösung verteilten,
ferromagnetischen Körnchen ist.
6. Elektrischer Rauschabsorber zur Dämpfung von elektrischem
Rauschen in einem elektrischen Kabel, gekennzeichnet durch
zwei an Anlagekontaktflächen (203 c, 203 d, 206 c, 206 d; 303 a, 306 a;
403 a, 406 a; 503 a, 506 a; 603 a, 606 a) geschlossene und einen
Magnetkreis bildende Körper (203, 206; 303, 306; 403, 406;
503, 506; 606, 606) und die Körper (203, 206; 303, 306; 403, 406;
503, 506; 603, 606) aus der magnetischen Substanz zusammen
um das Kabel (256) herum befestigende Befestigungsmittel,
wobei die Kontaktflächen (203 c, 203 d, 206 c, 206 d; 303 a, 306 a;
403 a, 406 a; 503 a, 506 a; 603 a, 606 a) mit einem magnetischen
Fluid (224; 324; 424; 524; 624) überzogen sind.
7. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das magnetische Fluid (224; 324; 424;
524; 624) eine kolloidale Lösung von in einer nichtmagneti
schen Lösung verteilten ferromagnetischen Körnchen ist.
8. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel die Magnetkörper
(203; 206) aufnehmende Gehäuseglieder (205 a, 205 b) aufweisen,
die durch Verriegelungsmittel (255, 254) schließbar sind.
9. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel weiterhin ein
in wenigstens einem der Gehäuseglieder (205 a, 205 b) angeord
netes, wenigstens einen der Magnetkörper (203) gegen den
anderen Magnetkörper (206) drückendes Federglied aufweisen,
wobei die Anlagekontaktflächen (203 c, 203 d, 206 c, 206 d) im
geschlossenen Zustand der Gehäuseglieder (205 a, 205 b) mitein
ander in Kontakt stehen.
10. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 9, dadurch
gekennzeichnet, daß das Federglied (107) als rechteckiges
Element aus federndem Material ausgebildet ist und einen
mittleren Bereich (107 a) sowie zwei Endbereiche (107 b,
107 c) aufweist, wobei die Endbereiche (107 b, 107 c) unter
einem kleinen Winkel in bezug auf den mittleren Bereich
(107 a) geneigt sind, und daß das Federglied (107) zwischen
wenigstens einem Magnetkörper (203, 206) und wenigstens
einem Gehäuseglied (205 a, 205 b) angeordnet ist, wobei die
Endbereiche (107 b, 107 c) im geschlossenen Zustand der Gehäuse
glieder (205 a, 205 b) elastisch unter Reduzierung des kleinen
Winkels verformt sind.
11. Elektrischer Rauschabsorber nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Gehäuseglied mit einer
Öffnung versehen ist und daß ein Fixierglied (107 d) am
mittleren Bereich (107 a) des wenigstens einen in die Öff
nung einsetzbaren Federglieds (107) vorgesehen ist, wobei
das Fixierglied (107 d) das Federglied (107) am Gehäuseglied
befestigt.
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