DE4016482A1 - Schaltung zum wahlweisen betrieb jeweils einer vielzahl gemeinsam betreibbarer erster lampen und einer vielzahl gemeinsam beteibbarer zweiter lampen - Google Patents
Schaltung zum wahlweisen betrieb jeweils einer vielzahl gemeinsam betreibbarer erster lampen und einer vielzahl gemeinsam beteibbarer zweiter lampenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltung zum wahlweisen Betrieb
jeweils einer Vielzahl gemeinsam betreibbarer erster Lampen und
einer Vielzahl gemeinsam betreibbarer zweiter Lampen über eine
Vielzahl von Lampentransformatoren mit jeweils einer
Primärspule und einer Sekundärspule, wobei die Primärspulen
unter Bildung einer Schleife in Reihe geschaltet sind und aus
einer Stromquelle ein Wechselstrom mit bestimmter Frequenz
durch die Schleife leitbar ist.
Schaltungen zum Betrieb einer Vielzahl gemeinsam betreibbarer
Lampen über eine Vielzahl von Lampentransformatoren, wobei die
Primärspulen der Transformatoren in einer Schleife in Reihe
geschaltet sind, gehen beispielsweise aus der US-A-46 75 574
hervor. Derartige Schaltungen werden beispielsweise eingesetzt,
um eine Vielzahl von Lampen zur Befeuerung einer Rollbahn eines
Flughafens oder dergleichen zu betreiben. Sie gestatten es,
alle Lampen eines solchen Lampensystems unter im wesentlichen
identischen Bedingungen zu betreiben, da die den Lampen
zugeführten Ströme im wesentlichen untereinander gleich sind
und sich unter Berücksichtigung des Transformations
verhältnisses der Transformatoren unmittelbar aus dem in der
Schleife fließenden Wechselstrom ergeben. Der Ausfall einer
Lampe gestattet dabei weiterhin den Betrieb der anderen Lampen;
ein sekundärseitig offener Transformator hat primärseitig stets
einen endlichen Blindwiderstand (abgesehen von
Verlustwiderständen) und ermöglicht daher nach wie vor den
Stromfluß. Allenfalls ist bei der Auslegung der die Schleife
speisenden Stromquelle auf eine entsprechende Stromregelung bei
ausreichend hoher Quellenimpedanz zu achten, damit der Ausfall
einer einzelnen Lampe oder einer gewissen Anzahl von Lampen
nicht zu einer Beeinträchtigung des Betriebs der unversehrten
Lampen führt.
In vielen Fällen ist es wünschenswert, einen zu beleuchtenden
Weg, beispielsweise die Rollbahn eines Flughafens, in beiden
möglichen Richtungen auszuleuchten, und nach Bedarf die
Richtung der Beleuchtung wechseln zu können. Zu diesem Zweck
können natürlich Beleuchtungssysteme der bekannten Art parallel
gelegt werden, wobei die Lampen eines ersten Systems in eine
bestimmte Richtung und die Lampen eines zweiten Systems in die
dazu entgegengesetzte Richtung gerichtet werden. Gleichermaßen
ist es denkbar, zwei wie beschrieben angeordnete Lampensysteme
aus einer einzigen Schleife zu speisen, wobei dann jedem
Lampentransformator eine Schalteinrichtung zur Umschaltung von
der Lampe eines Systems auf die Lampe des anderen Systems
zuzuordnen ist. Zur Steuerung der Schalteinrichtungen müßten
dann zusätzlich zu der Schleife Steuerleitungen verlegt werden.
Dies stellt jedoch durchaus einen Nachteil dar, da zumindest in
den Fällen, in denen die Schaltung im Freien zu verlegen ist,
jede Leitung die Gefahr des Eindringens von Wasser und Schmutz
mitbringt und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen erfordert. Auch
im Hinblick auf die Kosten wäre eine solche Lösung
unvorteilhaft, und die Nachrüstung bereits bestehender Anlagen
aufgrund der notwendigen kostenintensiven Verlegung der
Steuerleitungen praktisch ausgeschlossen.
Mithin liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Schaltung
zum wahlweisen Betrieb eines ersten Lampensystems und eines
zweiten Lampensystems über eine Vielzahl von
Lampentransformatoren anzugeben, bei dem die Steuerung der
Schalteinrichtung zur Umschaltung von einer Lampe des ersten
Systems auf eine Lampe des zweiten Systems unmittelbar über die
Schleife selbst erfolgt, so daß besondere Steuerleitungen
entbehrlich werden.
Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe besteht in der Angabe
einer Schaltung zum wahlweisen Betrieb jeweils einer Vielzahl
gemeinsam betreibbarer erster Lampen und einer Vielzahl
gemeinsam betreibbarer zweiter Lampen über eine Vielzahl von
Lampentransformatoren mit jeweils einer Primärspule und einer
Sekundärspule, wobei
- a) die Primärspulen unter Bildung einer Schleife in Reihe geschaltet sind;
- b) aus einer Stromquelle ein Wechselstrom mit einer bestimmten Frequenz sowie positiven Halbwellen und negativen Halbwellen durch die Schleife leitbar ist, wobei wahlweise positive Halbwellen und/oder negative Halbwellen unterdrückbar sind;
- c) jeder Sekundärspule jeweils mindestens eine erste Lampe, mindestens eine zweite Lampe und eine aus der Schleife elektrisch betreibbare Steuereinrichtung zugeordnet sind;
- d) die Steuereinrichtung folgende Bestandteile aufweist:
- d1) mindestens einen Trigger, der an die Schleife gekoppelt ist und für jede positive Halbwelle oder für jede negative Halbwelle einen Impuls liefert;
- d2) mindestens einen nachtriggerbaren Monovibrator, dem die Impulse zuzuführen sind, der eine Zeitkonstante hat, die größer ist als der Kehrwert der Frequenz, und der ein Schaltsignal liefert;
- d3) eine Schalteinrichtung, durch die in Abhängigkeit von dem Schaltsignal die erste Lampe oder die zweite Lampe an die Sekundärspule anschließbar sind.
Wesentliches Element der Erfindung ist die Zuordnung einer
Schalteinrichtung zu jedem Lampentransformator, die Strom
versorgung der Schalteinrichtung aus der Schleife und die
Steuerung dieser Schalteinrichtung in der Weise, daß positive
Halbwellen und/oder negative Halbwellen des durch die Schleife
fließenden Wechselstroms von der Stromquelle nach Vorgabe
unterdrückt werden. Hierzu geeignete steuerbare Stromquellen
sind dem Fachmann bekannt; sie sind leicht aufzubauen unter
Verwendung von Thyristoren, also steuerbaren Gleichrichtern,
die mit geeigneten Ansteuerschaltungen versehen sind.
Wesentliches Element eines Steuergerätes ist ein Sensor, mit
dessen Hilfe das Ausbleiben positiver Halbwellen oder negativer
Halbwellen des durch die Schleife fließenden Wechselstroms
festzustellen ist. Als solcher Sensor hat sich ein
nachtriggerbarer Monovibrator als geeignet erwiesen. Die
Funktionsweise eines nachtriggerbaren Monovibrators ist
eingehend beschrieben in dem Buch Tietze, Schenk:
Halbleiter-Schaltungstechnik, 5. Auflage, Springer-Verlag,
Berlin-Heidelberg-New York 1980, Seiten 448 ff. Ein
nachtriggerbarer Monovibrator ist demgemäß eine Einrichtung mit
einem Eingang und einem Ausgang, die jeweils für Signale einer
bestimmten schaltungstechnischen Logik ausgelegt sind, und
wobei der Ausgang einen ersten logischen Pegel annimmt, sofern
der Eingang mit impulsförmigen Signalen einer nicht zu
niedrigen Frequenz beaufschlagt wird, und dessen Ausgang einen
zweiten logischen Pegel annimmt, sofern für ein Zeitintervall,
das größer ist als eine Zeitkonstante, die ein Parameter des
nachtriggerbaren Monovibrators ist, diese Impulse ausbleiben.
Das Ausgangssignal des nachtriggerbaren Monovibrators wird zur
Bedienung einer Schalteinrichtung, mittels der erste Lampe oder
zweiter Lampe an die Sekundärwicklung des Lampentransformators
angeschlossen werden, verwendet. Die Impulsfolge, mit der der
Eingang eines nachtriggerbaren Monovibrators zu beaufschlagen
ist, wird mittels eines Triggers erzeugt, der an den durch die
Schleife fließenden Wechselstrom gekoppelt ist und stets dann
einen Impuls abgibt, wenn die durch die Schleife fließende
Halbwelle des Wechselstroms eine bestimmte Polarität, positiv
oder negativ, annimmt. Im einfachsten Fall kann ein solcher
Trigger ein Einweggleichrichter bekannter Art, je nachdem
versehen mit Mitteln zur Spannungsbegrenzung usw., sein.
Zur wahlweisen Anschließung der ersten Lampe oder der zweiten
Lampe an die Sekundärwicklung des Lampentransformators erweist
sich ein Relais mit Wechselschalter als gut geeignet; dabei
werden erste Lampe, zweite Lampe, Relais und Sekundärwicklung
in der Weise verschaltet, daß die erste Lampe und die zweite
Lampe in Reihe geschaltet und mit der Sekundärwicklung
verbunden sind, wobei das Relais in jeder Schaltstellung eine
der Lampen überbrückt.
In günstiger Weiterbildung der Erfindung wird als Relais ein
bistabiles Relais verwendet; ein solches Relais wird mit
Impulsen geschaltet im Gegensatz zu einem "normalen" Relais,
das in einem ersten Schaltzustand stromlos und in einem zweiten
Schaltzustand mit Strom zu beaufschlagen ist. Die dauernde
Beaufschlagung eines Relais mit Strom aber führt zu erhöhter
Produktion von Wärme, was durch geeignete Kühlmaßnahmen
kompensiert werden muß und darüber hinaus eine Quelle von
Betriebsstörungen sein kann; auch ist die Belastung der
Schleife beim Betrieb eines konventionellen Relais nicht immer
vertretbar. Im übrigen ist auch die "Speicherfunktion" eines
bistabilen Relais, das bei Abwesenheit von Steuersignalen
seinen jeweiligen Schaltzustand beibehält, mit Vorteil zur
Betriebssicherung usw. ausnutzbar.
Die Zeitkonstante eines im Rahmen einer Ausgestaltung der
Erfindung verwendeten nachtriggerbaren Monovibrators sollte der
Frequenz des durch die Schleife fließenden Wechselstroms
angepaßt werden; zunächst muß diese Zeitkonstante größer als
der Kehrwert der Frequenz sein, damit die Schaltung überhaupt
funktioniert; um aber Fehlschaltungen mit Sicherheit zu
eliminieren, sollte sie um ein beträchtliches Maß größer sein
als der Kehrwert der Frequenz. Günstig ist es, in diesem Sinne
die Zeitkonstante zumindest etwa doppelt so groß wie den
Kehrwert der Frequenz zu wählen. Derart ist es jedenfalls
erforderlich, zur Auslösung eines Schaltvorganges zwei
aufeinander folgende Halbwellen der entsprechenden Polarität zu
unterdrücken. Nachteilig ist allerdings eine allzu große
Zeitkonstante, da sie unter Umständen zu unerwünschten
Verzögerungen bei der Bedienung der Schaltung, zu
Beeinträchtigungen der Lampentransformatoren durch
Sättigungseffekte und zu Beeinflussungen der Stromquelle führen
kann; so empfiehlt es sich die Zeitkonstante höchstens etwa
zehn mal so groß wie den Kehrwert der Frequenz zu wählen. Dies
würde bei einer Frequenz von 50 Hz (übliche Netzfrequenz) bei
einer doch recht hohen Betriebssicherheit zu einer Schaltzeit
von maximal etwa 0,2 Sekunden führen.
Eine denkbare Möglichkeit zur Realisierung des Triggers ist das
Vorsehen eines Optokopplers, der eine Leuchtdiode aufweist, die
mit der Sekundärspule des Lampentransformators in Reihe
geschaltet ist. Selbstverständlich muß die Belastbarkeit des
Optokopplers in Anbetracht der in der Schleife fließenden
Ströme beachtet und berücksichtigt werden; so wird es in der
Regel erforderlich sein, den Optokoppler mit einem hinreichend
kleinen Widerstand oder dergleichen zu überbrücken. Die
Gleichrichterwirkung der Leuchtdiode des Optokopplers kann zur
Erzeugung des Triggersignals vorteilhaft genutzt werden; die
Erzeugung des Triggersignals erfolgt unmittelbar in der
Schleife, wodurch sich eine besonders hohe Betriebssicherheit
ergibt.
Eine weitere interessante Realisierung eines Triggers ergibt
sich dadurch, daß Triggerimpulse an Gleichrichtern abgenommen
werden, die regelmäßig in den Spannungsversorgungsschaltungen
der Steuereinrichtungen enthalten sind. Diese
Spannungsversorgungsschaltungen können unter Benutzung von
Einweg-Gleichrichterschaltungen aufgebaut werden, und an
solchen Schaltungen können die Triggerimpulse mit geringem
Aufwand abgenommen werden. Eine besonders günstige Möglichkeit
hierzu bietet z. B. eine Diode in einer
Einweg-Gleichrichterschaltung, die mit zwei in Reihe
geschalteten gleichen Widerständen überbrückt ist und wobei die
Impulse zwischen den Widerständen abgenommen werden. Die
Spannung zwischen den Widerständen hat einen im wesentlichen
sinusförmigen Verlauf, enthält jedoch einen
Gleichspannungsanteil, so daß sich ihre Polarität nicht ändert.
Eine Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schaltung ist,
unbeschadet anderweitiger Ausgestaltungen, dadurch
gekennzeichnet, daß jeder Sekundärspule jeweils ein einziger
Trigger und ein einziger nachtriggerbarer Monovibrator
zugeordnet sind, und weiterhin die zugehörige Schalteinrichtung
ein Flipflop mit zwei Schaltzuständen enthält, das jeweils beim
Auftreten eines Schaltsignals seinen Schaltzustand ändert und
das eine Ausgangsspannung hat, durch die ein Relais umschaltbar
ist. Die dieser Weiterbildung zugrundeliegende Idee liegt
darin, daß ein Wechselschalter realisiert wird, der bei jeder
Austastung einer hinreichenden Anzahl von Halbwellen einer
vorgegebenen Polarität das gerade in Betrieb befindliche
Lampensystem abschaltet und das gerade still liegende
Lampensystem einschaltet. Diese Wechselschaltereigenschaft wird
realisiert mit einem Flipflop, das als Frequenzteiler mit einem
Teilungsfaktor 2 geschaltet ist und die von dem
nachtriggerbaren Monovibrator abgegebenen impulsartigen
Schaltsignale umwandelt in eine dauerhafte Gleichspannung,
deren Pegel jeweils durch ein Schaltsignal von einem ersten
Wert zu einem zweiten Wert geschaltet wird. Dieses
Ausgangssignal kann unmittelbar zum Betrieb eines
konventionellen Wechselschaltrelais verwendet werden,
gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer geeigneten
Treiberschaltung. Weiterhin ist es denkbar, aus der
Ausgangsspannung des Flipflop ein Signal abzuleiten, das zur
Schaltung eines bistabilen Relais geeignet ist.
Eine andere, noch vorteilhaftere Variante der erfindungsgemäßen
Schaltung ist dadurch gekennzeichnet, daß durch die Stromquelle
nach Vorgabe sowohl positive Halbwellen als auch negative
Halbwellen unterdrückbar sind und ferner in jeder
Steuereinrichtung sowohl ein erster Trigger zur Lieferung eines
Impulses für jede positive Halbwelle, mit nachfolgendem erstem
nachtriggerbarem Monovibrator zum Erhalt eines entsprechenden
ersten Schaltsignals, als auch ein zweiter Trigger zur
Lieferung eines Impulses für jede negative Halbwelle mit
nachgeschaltetem zweiten nachtriggerbarem Monovibrator zum
Erhalt eines zweiten Schaltsignals vorhanden sind, weiter die
erste Lampe dem ersten Schaltsignal und die zweite Lampe dem
zweiten Schaltsignal zugeordnet ist sowie ferner die
zugeordnete Schalteinrichtung sowohl mit dem ersten
Schaltsignal als auch mit dem zweiten Schaltsignal
beaufschlagbar ist und beim Auftreten eines ersten oder zweiten
Schaltsignals die zugeordnete Lampe an die Sekundärspule
anschließt. Eine derartige Schaltung gestattet es, unabhängig
vom gerade vorliegenden Betriebszustand gezielt das System
erster Lampen oder das System zweiter Lampen anzuwählen, ohne
daß es einer vorherigen Bestimmung des gerade vorliegenden
Betriebszustandes bedarf. Entsprechend ist diese Schaltung
gegen Bedienungsfehler besonders gesichert.
Die weitere Erläuterung der Erfindung erfolgt anhand der in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele; im einzelnen
zeigen:
Fig. 1 ein Schema der erfindungsgemäßen Schaltung;
Fig. 2 die Schaltung einer Steuereinrichtung im Sinne einer
einfachen Ausbildung der Erfindung;
Fig. 3 eine besondere Ausgestaltung der Steuereinrichtung nach
der Erfindung.
Fig. 1 zeigt, stark schematisiert, eine Anzahl erster Lampen 1
und eine Anzahl zweiter Lampen 2, wobei jeweils eine erste
Lampe 1 und eine zweite Lampe 2 über ein Steuergerät 8 mit der
Sekundärseite 5 eines Lampentransformators 3 verbunden sind.
Die Primärspulen 4 der Lampentransformatoren 3 sind zu einer
Schleife 6 in Reihe geschaltet, wobei die Schleife 6 an eine
Stromquelle 7, die in beschriebener Weise steuerbar ist,
angeschlossen ist. Die Bedienung der Steuereinrichtungen 8
erfolgt ausschließlich mittels der Stromquelle 7 über die
Schleife 6 selbst. Die dargestellte Anzahl von ersten Lampen 1
u.s.w. ist ausschließlich beispielhaft aufzufassen; über das
übliche hinausgehende Beschränkungen dieser Zahlen erfordert
die Erfindung nicht. Auch ist die Zuordnung jeweils einer
ersten Lampe 1 und zweiter Lampe 2 zu einem Lampentransformator
3 lediglich der Einfachheit halber dargestellt; denkbar ist es
in jedem Fall auch, einem Lampentransformator 3 mehrere erste
Lampen 1 und mehrere zweite Lampen 2 zuzuordnen.
Fig. 2 zeigt ein Beispiel für eine Steuereinrichtung im Rahmen
der Erfindung im einzelnen; als wesentliche Bestandteile der
Steuereinrichtung sind zu erkennen ein Trigger 9, ein
nachtriggerbarer Monovibrator 12, eine Schalteinrichtung 15
sowie eine Spannungsversorgungsschaltung 26, die über einen
Transformator 21 an die sekundärseitige Beschaltung des Lampen
transformators 3 angekoppelt ist. Der Transformator 21 liegt im
wesentlichen in Reihe mit der ersten Lampe 1 und der ersten
Lampe 2, die miteinander verbunden und durch das Relais 17 der
Schalteinrichtung 15 wahlweise überbrückbar sind. Der
Transformator 21 weist eine primärseitige Überbrückung 22 aus
einem Widerstand und antiparallel geschalteten Diodenpaaren
auf; dies ist erforderlich, um nicht den gesamten Strom, der
durch die erste Lampe 1 bzw. die zweite Lampe 2 fließt, durch
den Transformator 21 zu leiten. Gleichermaßen ist die
Primärseite des Transformators 21 überbrückt mit einer
Reihenschaltung aus der Leuchtdiode 20 eines Optokopplers 19
und einem Widerstand; der Optokoppler 19 bildet dabei das
wesentliche Element des Triggers 9, und der Widerstand begrenzt
den durch die Leuchtdiode 20 fließenden Strom. Sofern die
Polarität der über dem Transformator 21 liegenden
Wechselspannung richtig ist, wird die Leuchtdiode 20 leitend
und aktiviert den Ausgangsteil des Optokopplers 19; auf diese
Weise entsteht ein Triggersignal, das dem Eingang des
nachtriggerbaren Monovibrators 12 zugeleitet wird. Die
Funktionsweise des nachtriggerbaren Monovibrators 12 wurde
bereits eingehend erläutert; der Ausgang des Monovibrators 12
ist verbunden mit dem Flipflop 18 der Schalteinrichtung 15,
wobei das Flipflop 18 ein sogenanntes flankengetriggertes
D-Flipflop ist und mit der dargestellten Beschaltung die
Funktion eines Frequenzteilers mit dem Teilungsfaktor 2
aufweist. Wie bereits beschrieben, wird über den Ausgang des
Flipflops 18 das Relais 17 zur wahlweisen Überbrückung der
ersten Lampe 1 oder der zweiten Lampe 2 betrieben.
Fig. 3 zeigt schließlich eine weitere Ausführung der
Steuereinrichtung zur Verwendung in einer Schaltung nach der
Erfindung. Die Einbindung der dargestellten Schaltung in das
System nach Fig. 1 ist so zu denken, daß der Transformator 21
in beschriebener Weise in Serie mit einer ersten Lampe 1 und
einer zweiten Lampe 2 geschaltet und mit der Sekundärspule 5
des Lampentransformators 3 verbunden wird. Der Transformator 21
weist eine primärseitige Überbrückung 22 in Form zweier
antiparallel geschalteter Dioden auf; damit wird seine
Eingangsspannung begrenzt. Die Sekundärseite des Transformators
21 weist eine Wicklung mit Mittenanzapfung auf, wodurch die
Realisierung der günstigsten Ausführung der Erfindung möglich
wird. Die Schaltung enthält einen ersten Trigger 10 mit
nachgeschaltetem erstem nachtriggerbarem Monovibrator 13 und
einen zweiten Trigger 11 mit nachgeschaltetem zweitem
nachtriggerbarem Monovibrator 14, wobei erster Trigger 10 und
zweiter Trigger 11 realisiert sind im Rahmen jeweils einer
Einweggleichrichterschaltung. Jeder Trigger 10, 11 weist eine
Diode 23 auf, die mit zwei in Reihe geschalteten, gleichen
Widerständen 24, 25 überbrückt ist. Zwischen den Widerständen
24, 25 wird das Triggersignal abgenommen und dem jeweiligen
nachtriggerbaren Monovibrator 13, 14 zugeführt. Beide Trigger
10, 11 tragen auch zur Spannungsversorgung der
Steuereinrichtung 8 bei; wie allerdings ersichtlich, ist der
Schalteinrichtung 16, die ein bistabiles Relais 17 enthält,
eine eigene Spannungsversorgung zugeordnet. Die Verarbeitung
der Ausgangsimpulse der nachtriggerbaren Monovibratoren 13, 14
erfolgt in der Schalteinrichtung 16 über Optokoppler; dies ist
deswegen interessant, weil das bistabile Relais 17 zum
Erreichen einer ersten Schaltstellung mit positiven Impulsen
beaufschlagt werden muß, zur Erreichung des zweiten
Schaltzustandes jedoch mit negativen Impulsen. Eine Möglichkeit
dazu ist gegeben durch die besondere Gestaltung der
Spannungsversorgung der Schalteinrichtung 16; die Schaltung
eines negativen Impulses mit üblicher Logik erfolgt
günstigerweise über einen Optokoppler, der somit ansonsten
notwendige komplizierte Potentialumwandlungsschaltungen
entbehrlich macht.
Gemäß der Erfindung wird eine Schaltung zum wahlweisen Betrieb
eines Systems erster Lampen und eines Systems zweiter Lampen
angegeben, die einen besonders einfachen Aufbau aufweist und
dabei eine hohe Betriebssicherheit mit hoher Flexibilität
verbindet.
Claims (10)
1. Schaltung zum wahlweisen Betrieb jeweils einer Vielzahl
gemeinsam betreibbarer erster Lampen (1) und einer Vielzahl
gemeinsam betreibbarer zweiter Lampen (2) über eine Vielzahl
von Lampentransformatoren (3) mit jeweils einer Primärspule (4)
und einer Sekundärspule (5), wobei:
- a) die Primärspulen (5) unter Bildung einer Schleife (6) in Reihe geschaltet sind;
- b) aus einer Stromquelle (7) ein Wechselstrom mit einer bestimmten Frequenz sowie positiven Halbwellen und negativen Halbwellen durch die Schleife (6) leitbar ist, wobei wahlweise positive Halbwellen und/oder negative Halbwellen unterdrückbar sind;
- c) jeder Sekundärspule (5) jeweils mindestens eine erste Lampe (1), mindestens eine zweite Lampe (2) und eine aus der Schleife (6) elektrisch betreibbare Steuereinrichtung (8) zugeordnet sind;
- d) die Steuereinrichtung (8) folgende Bestandteile aufweist:
- d1) mindestens einen Trigger (9; 10; 11), der an die Schleife (6) gekoppelt ist und für jede positive Halbwelle oder für jede negative Halbwelle einen Impuls liefert;
- d2) mindestens einen nachtriggerbaren Monovibrator (12; 13; 14), dem die Impulse zuzuführen sind, der eine Zeitkonstante hat, die größer ist als der Kehrwert der Frequenz, und der ein Schaltsignal liefert;
- d3) eine Schalteinrichtung (15; 16), durch die in Abhängigkeit von dem Schaltsignal die erste Lampe (1) oder die zweite Lampe (2) an die Sekundärspule (5) anschließbar sind.
2. Schaltung nach Anspruch 1, wobei
- a) die Schalteinrichtung (15; 16) ein Relais (17) mit einem Wechselschalter enthält;
- b) die erste Lampe (1) und die zweite Lampe (2) in Reihe geschaltet sind und durch das Relais (17) die erste Lampe (1) oder die zweite Lampe (2) wahlweise überbrückbar ist.
3. Schaltung nach Anspruch 2, wobei das Relais (17) bistabil
ist.
4. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Zeit
konstante zumindest etwa doppelt so groß wie der Kehrwert der
Frequenz ist.
5. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Zeit
konstante höchstens etwa zehn mal so groß ist wie der Kehrwert
der Frequenz.
6. Schaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der
Trigger (9; 10; 11) einen Optokoppler (19) enthält, der eine
Leuchtdiode (20) aufweist, die mit der Sekundärspule (5) in
Reihe geschaltet ist.
7. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der
Trigger (9; 10; 11) einen Transformator (21) enthält, der
primärseitig mit der Sekundärspule (5) und sekundärseitig mit
einer Einweg-Gleichrichterschaltung verbunden ist.
8. Schaltung nach Anspruch 7, wobei
- a) der Transformator (21) und die Einweg-Gleichrichterschaltung Bestandteile einer Spannungsversorgungsschaltung (26) für die Steuereinrichtung (8) sind;
- b) die Einweg-Gleichrichterschaltung eine Diode (23) aufweist, die mit zwei in Reihe geschalteten Widerständen (24; 25) überbrückt ist, und wobei die Impulse zwischen den Widerständen (24; 25) abnehmbar sind.
9. Schaltung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei:
- a) jeder Sekundärspule (5) jeweils ein einziger Trigger (9) und ein einziger nachtriggerbarer Monovibrator (12) zugeordnet sind;
- b) die zugeordnete Schalteinrichtung (15) ein Flipflop (18) mit zwei Schaltzuständen enthält, das jeweils beim Auftreten eines Schaltsignals seinen Schaltzustand ändert und das eine Ausgangsspannung hat, durch die ein Relais (17) umschaltbar ist.
10. Schaltung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei positive
Halbwellen und negative Halbwellen unterdrückbar sind sowie für
jede Sekundärspule (5) folgende Merkmale vorliegen:
- a) ein erster Trigger (10), der für jede positive Halbwelle einen Impuls liefert und an einen ersten nachtriggerbaren Monovibrator (13), der ein erstes Schaltsignal liefert, angeschlossen ist;
- b) ein zweiter Trigger (11), der für jede negative Halbwelle einen Impuls liefert und an einen zweiten nachtriggerbaren Monovibrator (14), der ein zweites Schaltsignal liefert, angeschlossen ist;
- c) die erste Lampe (1) dem ersten Schaltsignal und die zweite Lampe (2) dem zweiten Schaltsignal zugeordnet ist;
- d) die zugeordnete Schalteinrichtung (16) sowohl mit dem ersten Schaltsignal als auch mit dem zweiten Schaltsignal beaufschlagbar ist und beim Auftreten eines ersten oder zweiten Schaltsignals die zugeordnete Lampe an die Sekundärspule (5) anschließt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4016482A DE4016482A1 (de) | 1990-05-22 | 1990-05-22 | Schaltung zum wahlweisen betrieb jeweils einer vielzahl gemeinsam betreibbarer erster lampen und einer vielzahl gemeinsam beteibbarer zweiter lampen |
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| DE4016482A DE4016482A1 (de) | 1990-05-22 | 1990-05-22 | Schaltung zum wahlweisen betrieb jeweils einer vielzahl gemeinsam betreibbarer erster lampen und einer vielzahl gemeinsam beteibbarer zweiter lampen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4016482A1 true DE4016482A1 (de) | 1991-11-28 |
Family
ID=6406963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4016482A Withdrawn DE4016482A1 (de) | 1990-05-22 | 1990-05-22 | Schaltung zum wahlweisen betrieb jeweils einer vielzahl gemeinsam betreibbarer erster lampen und einer vielzahl gemeinsam beteibbarer zweiter lampen |
Country Status (1)
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