DE4015635A1 - Transportanlage fuer spinnspulen - Google Patents
Transportanlage fuer spinnspulenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Transportanlage für Spinnspulen,
insbesondere eine solche Anlage, mit der der Transport
von Spinnspulen und leeren Hülsen effizient durchführbar ist.
In einer Spinnerei wird Faden als Halbprodukt oftmals in Form
einer bewickelten Hülse beispielsweise von einem an Hängeschienen
laufenden Transportwagen zum nächsten Bearbeitungsschritt
transportiert. Dazu wird eine Anlage eingesetzt, bei
der eine mit Faden bewickelte Spinnspule von einer Spinnspulenaustragstation
zu einer Spinnspuleneintragsstation
transportiert wird, während eine leere Hülse, von der der
Faden abgewickelt wurde, von einer Austragstation für leere
Hülsen zu einer Eintragstation für Leerhülsen transportiert
wird. Das heißt, daß in einem bestimmten Bearbeitungsschritt
Faden auf eine leere Hülse aufgewickelt wird und die dabei
entstehende Spinnspule ausgetragen wird, worauf anschließend
im nächsten Bearbeitungsschritt der auf der Spinnspule befindliche
Faden abgespult wird und die dabei zurückbleibende
leere Hülse wiederum dem vorgehenden Schritt zugeführt wird.
Für diesen Transportvorgang wurden bisher vier Eintrag- und
Austragstationen verwendet.
Bei einer solchen herkömmlichen Transportanlage für Spulen
sind zumindest vier Eintrag- bzw. Austragstationen erforderlich,
welche in der Fabrik einen beträchtlichen Platzbedarf
haben. Darüber hinaus muß der hängende Transportwagen
an vier Stellen anhalten, einen Spulen- bzw. Hülsenübertragungsvorgang
durchführen und anschließend wieder
anlaufen, womit unnötiger Arbeits- und Zeitaufwand verbunden
ist.
In einer Fabrik oder einem Lagerhaus werden oftmals Fäden
oder Tuchbahnen bzw. ähnliche Waren in aufgespulter bzw.
aufgewickelter Form von einem hängenden Laufwagen oder
ähnlichem transportiert. Zum Transport dieser rollen- oder
spulenartigen Gegenstände, wie z. B. einer mit Faden bewickelten
Spinnspule oder eines Wickels von einer Station
zur anderen ist am Hängewagen eine Halteeinrichtung für das
zu transportierende Gut befestigt. Die Übertragung der Güter
von den jeweiligen Stationen auf den Hängewagen wird unter
Verwendung einer Halteeinrichtung und einer Hubeinrichtung
durchgeführt.
Für den individuellen Transport einer Vielzahl von spulenartigen
Arbeitsstücken oder Gütern in einer solchen Halteeinrichtung
des Hängewagens ist es bisher erforderlich,
eine entsprechende Vielzahl von Halteeinrichtungen bereitzustellen.
Darüber hinaus muß bei herkömmlichen Vorrichtungen
für jede der verschiedenen Halteeinrichtungen für das zu
transportierende Gut eine eigene Antriebsquelle vorgesehen
werden. Ist für jede der Halteeinrichtungen eine Antriebsquelle
vorgesehen, so ist es erforderlich, diese jeweils zu
steuern, einzustellen und zu warten. Dies ist nicht nur sehr
aufwendig, sondern erfordert auch eine umfangreiche Verkabelung
zur Stromversorgung und ähnlichem.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, daß der Ort zum Austragen
der Spinnspulen und zum Eintragen der leeren Hülsen
ebenso wie der Ort zum Eintragen der Spinnspulen und zum
Austragen der leeren Hülsen nahe aneinander angeordnet sind,
ist es Aufgabe der Erfindung, eine Transportanlage für
Spinnspulen aufzuzeigen, die einfach aufgebaut ist und mit
der Spinnspulen und leere Hülsen effizient transportierbar
sind. Weiter ist es Aufgabe der Erfindung, eine Halteeinrichtung
für Arbeitsstücke für einen Hängewagen aufzuzeigen,
die einfach aufgebaut und leicht zu bedienen ist.
Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Patentansprüchen
1 und 6. Unteransprüche zeigen bevorzugte Ausführungsformen.
Zur erfindungsgemäßen Lösung der Aufgabe ist eine Transportanlage
für Spinnspulen vorgesehen, die einen automatischen
Laufwagen zum Transport von Spinnspulen und leeren Hülsen,
eine Einrichtung zum Austragen einer Spinnspule zum automatischen
Laufwagen und zum Eintragen einer leeren Hülse
von diesem Wagen und eine Einrichtung zum Eintragen einer
Spinnspule vom automatischen Laufwagen und zum Austragen
einer leeren Hülse zum automatischen Laufwagen enthält,
wobei an beiden Einrichtungen die Ein- und Austragvorgänge
von Spinnspulen und leeren Hülsen gleichzeitig erfolgen.
Die dem vorstehend beschriebenen Aufbau entsprechende
erfindungsgemäße Vorrichtung weist folgende Vorteile auf:
Anders als bei bekannten Vorrichtungen, bei denen vier Stationen
bzw. Vorrichtungen erforderlich waren, erfolgt erfindungsgemäß
das Austragen der Spinnspulen und Eintragen der
leeren Hülsen durch eine Vorrichtung und das Eintragen der
Spinnspulen und das Austragen der leeren Hülsen durch eine
weitere Vorrichtung, womit die Anzahl der erforderlichen
Stationen bzw. Vorrichtungen verringert wird und damit auch
die Anzahl der Anhalte- und Wiederanlaufvorgänge des automatischen
Laufwagens. Da die Ein- und Austragvorgänge der
Spinnspulen und leeren Hülsen jeweils gleichzeitig erfolgen,
ist es möglich, durch verminderten Arbeits- und Zeitaufwand
die Anlage effizient zu betreiben. Auch können Leerfahrten
des automatischen Laufwagens vermieden werden.
Weiter wird zur Lösung der Aufgabe eine Halteeinrichtung
für Arbeitsstücke für einen hängenden Laufwagen, der zum
Transport einer Vielzahl von spulenartigen Arbeitsstücken
eingesetzt wird, vorgeschlagen, die eine einzelne Betätigungseinrichtung
und eine Vielzahl von Halteeinrichtungen
aufweist, die von der Betätigungseinrichtung in positivem
Eingriff stehend angetrieben werden, wobei die Halteeinrichtungen
im wesentlichen aus einer vertikalen Ausrichtung
in eine horizontale Ausrichtung schwenkbar sind.
Die so aufgebaute Einrichtung weist folgende Vorteile auf:
Anders als bei bekannten Vorrichtungen, wo zum Halten verschiedener
spulenartiger Arbeitsstücke mehrere Betätigungseinrichtungen
erforderlich sind, ist erfindungsgemäß nur
eine Betätigungseinrichtung vorgesehen, die mehrere Halteeinrichtungen
mit positivem Eingriff antreibt. Damit ist
die Steuerung und Einstellung der Halteeinrichtungen
erleichtert und vereinfacht. Darüber hinaus ist die Verkabelung
zur Stromversorgung und Steuerung, die bei bekannten
Vorrichtungen für jede der Betätigungseinrichtungen erforderlich
war, überflüssig, womit der gesamte Aufbau vereinfacht
ist. Weiter kann jede Halteeinrichtung jeweils entsprechend
der Größe des Arbeitsstückes ausgeführt sein, da
die Halteeinrichtungen im wesentlichen aus einer vertikalen
Ausrichtung in eine horizontale Ausrichtung geschwenkt
werden können, womit eine Größenverringerung der gesamten
Anordnung erzielt werden kann.
Nachfolgend wird eine Ausführungsform der Erfindung anhand
der Figuren näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die Draufsicht auf eine Spulentragvorrichtung, die
an einem hängenden Laufwagen angebracht ist, wie er
in der erfindungsgemäßen Transportanlage für Spinnspulen
verwendet wird;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Spulentragvorrichtung;
Fig. 3 die Seitenansicht einer Spinnspulenaufnahme der
Spulentragvorrichtung;
Fig. 4 die Seitenansicht einer Leerhülsenaufnahme der
Spulentragvorrichtung;
Fig. 5 eine Schnittdarstellung entlang der Linie A-A′
in Fig. 2;
Fig. 6 eine Vorderansicht der mit Spinnspulen beladenen
Spulentragvorrichtung und des hängenden Laufwagens;
Fig. 7 eine Darstellung eines Teils einer Spinnspulenhalteeinrichtung
der Spulentragvorrichtung zur
Erläuterung der Funktion;
Fig. 8, 9 und 10 die Draufsicht, Vorderansicht und Seitenansicht
einer Einrichtung zum Austragen von
Spinnspulen und zum Eintragen von leeren Hülsen,
wie sie in der erfindungsgemäßen Transportanlage
für Spinnspulen verwendet wird;
Fig. 11, 12 und 13 Draufsicht, Vorderansicht und Seitenansicht
einer Vorrichtung zum Eintragen von
Spinnspulen und zum Austragen von leeren Hülsen
wie sie in der erfindungsgemäßen Anlage verwendet
wird; und
Fig. 14 eine erläuternde Darstellung zur Aufnahme einer
Spinnspule in den jeweiligen Vorrichtungen.
Fig. 1 bis 4 zeigen die Tragvorrichtung eines hängenden Laufwagens,
wie sie in der erfindungsgemäßen Transportanlage
verwendet wird.
An einer Hubplatte A des hängenden Laufwagens ist eine
Spulentragvorrichtung 1 befestigt. Die Spulentragvorrichtung
1 nimmt in vier Haltebereichen 2 a, b, c und d, die an ihrer
Unterseite vorgesehen sind, vier Spinnspulen bzw. Wickelkörper
W auf. Nahe den beiden Enden der Oberseite der Tragvorrichtung
1 sind Körbe 3 a und 3 b angebracht, die jeweils
zwei leere Hülsen B aufnehmen können.
Die Tragvorrichtung 1 ist mit einem Motor M versehen, der zum
Antrieb der Halteeinrichtungen für die Spinnspulen W dient. Um
eine Antriebsriehmenscheibe 4 des Motors M läuft ein Riemen 5,
über den eine Riemenscheibe 6 angetrieben wird. An der Oberseite
der Riemenscheibe 6 ist eine Berührungsplatte 7 angebracht,
über die der Drehbereich der Riemenscheibe 6 durch
Begrenzungsschalter 8 und 9 eingeschränkt wird. Das heißt, daß die
Riemenscheibe nur um etwa 90° gedreht wird, was dem Winkel
zwischen den Begrenzungsschaltern 8 und 9 entspricht.
An der Riemenscheibe 6 ist eine Welle 10 befestigt, an der
wiederum ein Hebel 11 so angebracht ist, daß er mit der
Riemenscheibe 6 positiv verbunden ist. Die Enden zweier Verbindungsstangen
12 und 13 sind einander gegenüberliegend
drehbar am Hebel 11 befestigt. Die jeweilen anderen Enden
der Verbindungsstangen 12 und 13 sind beweglich mit Kurbelhebeln
14 und 15 verbunden. Ebenfalls beweglich mit den
Kurbelhebeln 14 und 15 verbunden sind die Enden von Verbindungsstangen
16 und 17, deren andere Enden beweglich mit
Kurbelhebeln 18 und 19 verbunden sind. Weiter ist ein Ende
einer Verbindungsstange 20 mit dem Kurbelhebel 18 beweglich
verbunden, während ihr anderes Ende mit einem Kurbelhebel 21
beweglich verbunden ist.
Die Kurbelhebel 14, 15, 18, 19 und 21 sind jeweils an Wellen
22 bis 26 befestigt, an denen auch in rechtwinkliger Überschneidung
und positiver Verbindung mit den Kurbelhebeln 14,
15, 18, 19 und 21 Hebel 27 bis 31 fest angebracht sind. An
den Hebeln 27 bis 31 sind jeweils beweglich die Enden von
Verbindungsstangen 32 bis 36 angebracht, an deren anderen
Enden jeweils Querstangen 37 bis 41 befestigt sind.
Die an den jeweiligen Enden der Vorrichtung 1 angeordneten
Querstangen 37 und 41 sind mit Stiften 42 und 43 versehen.
Die im mittleren Bereich der Vorrichtung 1 angeordnete Querstange
38 ist an ihren beiden Enden jeweils mit einem Stift
44 und 45 ausgerüstet. Die beiden anderen Querstangen 39
und 40, die auch im mittleren Bereich der Vorrichtung 1
angeordnet sind, sind in gleicher Weise mit Stiften 46, 47,
48 und 49 versehen.
Die Stifte 42 bis 49 sind lose in Gleitschlitze 63 bis 70
eingesetzt, die in den hinteren Enden von Haltern 55 bis 62
vorgesehen sind. Die Halter 55 bis 62 sind so angeordnet, daß
sie in die Spulenhaltebereiche 2 a bis d, die von fünf nach
unten gerichteten Bauteilen 50 bis 54 begrenzt werden, ausklappbar
sind, um die Spinnspulen W festzuhalten. Die Halter
55 bis 62 sind mit Achsen 71 bis 78 schwenkbar an den Bauteilen
50 bis 54 angebracht.
Unterhalb der Gleitschlitze 63 bis 70 sind an den Haltern
55 bis 62, wie in Fig. 5 dargestellt, Stoppstifte 79 bis
86 parallel zu den Achsen 71 bis 78 befestigt, die an
Stoppern 87 bis 91, die jeweils an beiden Innenseiten der
nach unten ragenden Bauteile 50 bis 54 angebracht sind, anschlagen.
Die an der Oberseite der Spulentragvorrichtung vorgesehenen
Körbe 3 a und b zur Aufnahme leerer Hülsen sind schwenkbar
an Achsen 96 und 97 gehaltert, die an Halterungen 92 und
93 bzw. 94 und 95 befestigt sind. Die Körbe 3 a und 3 b sind
in der Darstellung in Fig. 4 geringfügig nach links geneigt.
Die linke Stirnseite ist geschlossen, während die rechte
Stirnseite offen ist. Da die leeren Hülsen B im Vergleich zu
den Spinnspulen ein geringes Gewicht haben, ist es nicht erforderlich,
die Einrichtungen zur Aufnahme der Hülsen so stark
auszuführen wie die dargestellte Einrichtung zum Halten der
Spinnspulen. Bei dieser Ausführungsform wird daher die Einrichtung
zum Halten der Spinnspulen nicht zum Halten von
leeren Hülsen verwendet, sondern zu diesem Zweck sind separat
die Körbe 3 a und 3 b vorgesehen, um so einen effizienteren
Betriebsablauf und eine einfachere Steuerung zu erzielen.
Bezugszeichen 99 bis 101 bezeichnen Führungsbolzen zur
Aufnahme von Führungszapfen, die an den Spuleneintrag- und
Austragvorrichtungen vorgesehen sind, um so die Spulentragvorrichtung
1 exakt zu positionieren. Die Führungsbohrungen
98 bis 101 öffnen sich nach unten konisch, um das
Einführen der Führungszapfen zu erleichtern.
Fig. 6 zeigt einen hängenden Laufwagen V, an dem die mit
Spinnspulen W beladene Spulentragvorrichtung 1 angebracht
ist.
Wie weiter in Fig. 6 dargestellt, läuft der Laufwagen V
entlang einer an der Decke aufgehängten Schiene R. Vier
mit der Hubplatte verbundene Riemen 103 bis 106 werden von
einer im Gehäuse 102 des Laufwagens vorgesehenen Hubeinrichtungen
auf- bzw. abgewickelt, wodurch die Hubplatte A
und die daran befestigte Spulentragvorrichtung 1 vertikal
bewegbar sind.
Der Betrieb der Spulentragvorrichtung 1 wird nachfolgend
erläutert.
Wird der Motor M der Spulentragvorrichtung 1 in die durch
einen unterbrochenen Pfeil dargestellte Richtung betätigt,
womit die Riemenscheibe 6 ebenfalls in diese Richtung gedreht
wird, so folgt der Hebel 11 positiv dieser Bewegung
und zieht damit an den Verbindungsstangen 12 und 13, so
daß die Verbindungsstangen 12 und 13 sich nach rechts bzw.
nach links bewegen. Die über die Kurbelhebel 14 und 18
positiv verbundenen Verbindungsstangen 12, 16 und 20 bewegen
sich nach rechts, während die Verbindungsstangen 13
und 17 über den Kurbelhebel 15 nach links bewegt werden.
Entsprechend werden die Kurbelhebel 14, 15, 18, 19 und 21
dabei etwa um 90° in Richtung des durch eine unterbrochene
Linie dargestellten Pfeils geschwenkt.
Mit dem Verschwenken der Kurbelhebel 14, 15, 18, 19 und 21
werden die Hebel 27 bis 31 ebenso in starrer Verbindung
verschwenkt. Nachfolgend wird unter Bezug auf Fig. 7 der
Funktionsablauf der Halteeinrichtung im nach unten ragenden
Bauteil 52 erläutert.
Wird der mit dem Hebel 14 fest verbundene Hebel 29 mit dem
Verschwenken des Hebels 14 verschwenkt, so wird die Verbindungsstange
34 nach oben gezogen. Die Querstange 39
am unteren Ende der Verbindungsstange 34 bewegt sich dabei
ebenfalls nach oben. Die Halter 58 und 59 bewegen sich aus
der mit durchgezogenen Linien dargestellten Stellung in die
in unterbrochenen Linien dargestellte Stellung, wobei sie
um die Stifte 46 und 47 eine Drehbewegung ausführen, bis
die Stoppstifte 82 und 83 an den Stoppern 89 anschlagen, so
daß die Halter das Gewicht einer Spinnspule W tragen können.
Wird der Motor M in umgekehrter Richtung betätigt, die durch
einen durchgezogenen Pfeil dargestellt ist, wenn sich die oben
erwähnten Bauteile in den beschriebenen Positionen befinden,
so wird die Verbindungsstange 12 nach links geschoben und
damit die Verbindungsstange 34 mit der Querstange 39 nach
unten gedrückt, so daß die Halter 58 und 59 wieder in ihre
jeweiligen Ausgangspositionen, die in durchgezogenen Linien
dargestellt sind, zurückklappen.
In den Halteeinrichtungen der Bauteile 50, 51, 53 und 54
laufen die dem oben beschriebenen Vorgang entsprechenden
Betriebsabläufe ab. Die Halteeinrichtungen der Spulentragvorrichtung
1 dieser Ausführungsform, die mehrere miteinander
verbundene Verbindungsstangen und Kurbelhebel
enthalten, werden nicht durch mehrere Antriebsquellen, sondern
werden gleichzeitig von einem einzelnen Motor M angetrieben.
Die Steuerung des Spulenaufnahmevorganges wird damit erleichtert,
wie auch Motoren und die entsprechende Verkabelung
eingespart werden.
Halteflächen 55 a bis 62 a der Halter 55 bis 62 sind so
geformt, daß bei ausgeklappten Haltern zur Aufnahme einer
Spinnspule W die nahe dem äußeren Ende befindlichen Bereiche
der Flächen horizontal zu liegen kommen, während die nahe der
Bauteile 50 bis 54 angeordneten Bereiche der Flächen geneigt
sind. Bei den vier Paaren von einander gegenüber angeordneten
Haltern 55-56, 57-58, 59-60 und 61-62 entspricht der
Abstand zwischen den Übergängen vom horizontalen zum geneigten
Bereich der beiden Halter der Länge l einer Hülse B. Damit
können die Spinnspulen W jeweils in einer exakten Position
und Stellung gehalten und freigegeben werden.
Nachfolgend wird der Aufbau von zwei Arten von Hülsen bzw.
Spulenübertragungsstationen erläutert. Fig. 8 bis 10 zeigen
eine Vorrichtung zum Austragen von Spinnspulen und zum Eintragen
von leeren Hülsen und Fig. 11 bis 13 eine Vorrichtung
zum Eintragen von Spinnspulen und zum Austragen von leeren
Hülsen.
Eine in Fig. 8 bis 10 dargestellte Spinnspulenaustrag-
und Hülseneintragstation 201 ist nahe einer nicht dargestellten,
spinnspulenproduzierenden Einrichtung angeordnet.
Sie dient zum Austragen einer Spinnspule zur
Weiterbeförderung zum nächsten Bearbeitungsschritt und
zum Aufnehmen und Eintragen einer leeren Hülse, die vom
nachfolgenden Bearbeitungsschritt zurücktransportiert
wird.
Bezugszeichen 202 bezeichnet eine Spinnspulenübertragungsöffnung
zum Übertragen einer Spinnspule, die vom spulenproduzierenden
Arbeitsablauf zugeführt wurde, auf ein
Förderband 203. Jede Spinnspule W, die so auf das Förderband
203 übertragen wird, wird weiter auf ein Förderband
204 gefördert.
Bezugszeichen 206 und 207 bezeichnen Aufnahmerinnen für
leere Hülsen, die mit einem Förderband 208 in Verbindung
stehen. An einem Endbereich des Förderbandes 208 sind
ein Stopper 209, ein Zylinder 210 und eine Austragrinne
211 für leere Hülsen vorgesehen. Die Austragrinne 211 ist
mit dem nicht dargestellten, spinnspulenproduzierenden
Arbeitsschritt verbunden.
Bezugszeichen 212 bis 215 bezeichnen Führungsstangen, die
an ihren jeweiligen Enden kegelförmig abgeschrägt sind.
Bezugszeichen 216 und 217 bezeichnen Anschlagstäbe, an deren
Enden jeweils Anschläge 218 und 219 angebracht sind.
Nachfolgend wird der Spulenübertragungsvorgang an der vorstehend
beschriebenen Spinnspulenaustrag- und Hülseneintragvorrichtung
erläutert.
Spinnspulen W, die von einem spinnspulenproduzierenden
Arbeitsablauf zugeliefert wurden, werden durch die Spinnspulenübertragungsöffnung
202 in gleichen Abständen auf das
Förderband 203 gebracht. Die Spinnspulen W werden auf das
Förderband 204 zu bewegt, während sie in gleichem Abstand
auf dem Förderband 203 liegen, und erreichen die Austragposition
am Förderband 204. Am Förderband 204 sind in
gleichem Abstand vier Spinnspulen W angeordnet.
Der hängende Laufwagen V läuft mit angehobener Spulentragvorrichtung
1 zu der Position, wo die vier Spulen W
auf dem Förderband 204 sich direkt unter den Spulenhaltebereichen
2 a bis d befinden. In dieser Position befinden
sich die Spinnspulen W zwischen den jeweils zugehörigen
Bauteilen 50 bis 54. Zu diesem Zeitpunkt enthalten die
Körbe 3 a und 3 b jeweils zwei leere Hülsen B. Während des
Verfahrens des Hängewagens V sind die Halter 55 bis 62
eingeklappt.
Hat der Wagen V an einer vorbestimmten Position angehalten,
so wird die Hubrichtung im Gehäuse 102 betätigt, womit
die Riemen 103 bis 106 abgewickelt werden und die Spulentragvorrichtung
1 abgesenkt wird. Beim Absenken der Spulentragvorrichtung
1 werden die Führungsstangen 212, 213, 214
und 215 in die Führungsbohrungen 98 bis 101 eingeführt,
wodurch eine exakte Positionierung erfolgt.
Die Vorrichtung 1 wird soweit abgesenkt, bis die Halter 55
bis 62 die in Fig. 14 mit A bezeichnete Höhe erreicht haben.
Fig. 14 zeigt die Betätigung des Halters 59.
Erreicht der Halter 59 die Höhe A, so wird er durch die
Betätigungseinrichtung nach außen geklappt und nimmt die in
Fig. 14 mit unterbrochenen Linien dargestellte Stellung ein.
Anschließend wird die Vorrichtung 1 von der Hubeinrichtung
im Gehäuse 102 angehoben, so daß der Halter 59 die mit B
bezeichnete Höhe erreicht und die Spinnspule W erfaßt.
Die Vorrichtung 1 wird von der Hubeinrichtung weiter in ihre
höchste Position angehoben, worauf der mit den Spinnspulen
W beladene Wagen V anläuft.
Die in den Körben 3 a und 3 b befindlichen Hülsen B werden
während des Absenkens der Vorrichtung 1 automatisch auf die
Aus- und Eintragvorrichtung 201 übertragen. Wie in Fig. 8
dargestellt, sind an den Körben 3 a und 3 b jeweils Vorsprünge
3 c und 3 d angeformt. Beim Absenken der Vorrichtung 1 kommen
die Vorsprünge 3 c und 3 d mit den Anschlägen 218 und 219 in
Berührung. Dadurch werden die Körbe 3 a und 3 b in Pfeilrichtung
um die Achse 96 gekippt. Die am linken Ende der
Körbe 3 a und 3 b befindlichen leeren Hülsen B rollen durch
das Kippen der Körbe in die Aufnahmerinnen 206 und 207. Die
leeren Hülsen B gelangen dann auf das Förderband 208, durch
das sie in Fig. 8 nach links befördert werden, bis sie am
Stopper 209 angehalten werden. Anschließend werden die leeren
Hülsen B vom Zylinder 210 in die Austragrinne 211 geschoben
und dem spinnspulenproduzierenden Arbeitsablauf zugeführt.
Auf diese Weise werden an der Spinnspulenaustrag- und Hülseneintragvorrichtung
201 sowohl das Austragen von Spinnspulen
als auch das Eintragen von Leergehäusen gleichzeitig durchgeführt.
Nachfolgend wird der Aufbau einer Spinnspuleneintrag- und
Leerspulenaustragvorrichtung 301 beschrieben.
Die in Fig. 11 bis 13 dargestellte Spinnspuleneintrag- und
Hülsenaustragvorrichtung 301 ist nahe an einer Vorrichtung
zur Durchführung eines Arbeitsschrittes angeordnet, dem der
auf Spinnspulen aufgewickelte Faden als Halbprodukt zugeführt
und anschließend umgespult und weiterverarbeitet wird. Diese
Vorrichtung erhält also Spinnspulen vom vorhergehenden
Arbeitsschritt und gibt leere Hülsen aus, die zu diesem vorhergehenden
Arbeitsschritt rückgeführt werden.
Bezugszeichen 302 bezeichnet eine schräge Platte zur Aufnahme
der Spinnspulen W, die eingetragen wurden. An ihrem unteren
Ende ist die Platte 302 mit einer Fördereinrichtung 303 verbunden.
Oberhalb des Förderbandes 303 sind zwei Lagerkörbe 304 und
305 für leere Hülsen angebracht. Die Körbe 304 und 305 sind
in Fig. 13 nach links geneigt. An ihren linken Seiten sind
jeweils Stopper 306 und 307 angebracht, die den Lagerraum
für die leeren Hülsen B begrenzen. Die rechten Seiten der
Körbe 304 und 305 sind offen. Die Stopper 306 und 307 werden
von nicht dargestellten Federn um Achsen 306 a und 307 a verschwenkbar
nach oben gehalten.
Bezugszeichen 308 bis 311 bezeichnen Führungsstangen.
Nachfolgend wird der Spulenübertragungsvorgang an der Vorrichtung
301 beschrieben.
Der Laufwagen V, dessen Spulentragvorrichtung 1 mit vier
Spinnspulen beladen ist, hält an einer bestimmten Stelle
an der Vorrichtung 301 an. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich
keine leeren Hülsen in den Körben 3 a und 3 b.
Nach dem Anhalten des Wagens V wird die Tragvorrichtung 1 abgesenkt.
Dabei nehmen die Führungsbohrungen 98 bis 101 der
Vorrichtung 1 die Führungsstangen 308 bis 311 auf, womit eine
genaue Positionierung erfolgt. Dieser Vorgang entspricht dem
an der Vorrichtung 201.
Die Tragvorrichtung 1 wird abgesenkt, bis die Halter 55 bis
62 die in Fig. 14 mit A bezeichnete Höhe erreichen. Anschließend
wird der Halter 59, der sich in seiner durch
unterbrochene Linien dargestellten ausgeklappten Stellung
befindet, in die durch einen unterbrochenen Pfeil dargestellte
Richtung eingeklappt und nimmt die in durchgezogenen
Linien dargestellte Position ein, womit die Spinnspule
W freigegeben wird. Die Betätigung des Halters 59
erfolgt durch die Halteeinrichtung.
Die so freigegebene Spule W rollt auf der geneigten Platte
302 und gelangt auf die Fördereinrichtung 303, von der sie
dem nächsten Bearbeitungsschritt zugeführt wird. Die in
den Lagerkörben 304 und 305 befindlichen leeren Hülsen B
werden beim Absenken der Tragvorrichtung 1 automatisch in
die Körbe 3 a und 3 b eingetragen.
Beim Absenken der Vorrichtung 1 kommen Vorsprünge 3 e und
3 f, die an der den Körben 304 und 305 zugewandten Seite der
Körbe 3 a und 3 b vorgesehen sind, mit den Stoppern 306
und 307 in Berührung, wodurch die Stopper 306 und 307
jeweils in die durch unterbrochene Linien dargestellte
Position herabgedrückt werden. Dadurch werden die in den
Körben 304 und 305 befindlichen leeren Hülsen B von den
Stoppern 306 und 307 freigegeben und rollen in die Körbe
3 a und 3 b.
Auf diese Weise werden sowohl der Spinnspuleneintragvorgang
als auch der Leerhülsenaustragvorgang gleichzeitig an
der Spinnspuleneintrag- und Hülsenaustragvorrichtung 301
durchgeführt.
Wie vorstehend erläutert, werden in der erfindungsgemäßen
Transportanlage für Spinnspulen der Spinnspulenaustragvorgang
und der Leerhülseneintragvorgang in einer Vorrichtung
und der Spinnspulenaustragvorgang und der Leerhülseneintragvorgang
in einer weiteren Vorrichtung durchgeführt,
wodurch nicht nur die Anzahl der benötigten Vorrichtungen,
sondern auch die Anzahl der Anhalte- und Wiederanlaufvorgänge
des automatischen Laufwagens verringert wird. Auch
werden Spinnspulen und Leerhülsen gleichzeitig ein- bzw.
ausgetragen, womit der Arbeits- und Zeitaufwand verringert
und der Nutzeffekt der Anlage vergrößert wird. Zur verbesserten
Wirtschaftlichkeit der Anlage trägt auch bei, daß
der automatische Laufwagen keine Leerfahrten durchführt.
Bei der Transportanlage für Spinnspulen kann darüber hinaus
auf eine aufwendige Steuerung verzichtet werden, da die
Spinnspulenein- und Austragvorgänge sowie die Leerhülsenein-
und Austragvorgänge gleichzeitig und automatisch ablaufen.
Vorstehend wurde nur eine Ausführungsform der Erfindung
erläutert. Im Rahmen der Erfindung sind jedoch auch weitere
Ausführungsformen und Modifikationen möglich.
Mit der erfindungsgemäßen Transportanlage für Spinnspulen
kann der Arbeits- und Zeitaufwand beim Spulen- bzw. Hülsentransport
verringert werden, was einen effizienten Betrieb
der Anlage erlaubt. Darüber hinaus werden unnütze Leerfahrten
des hängenden Laufwagens vermieden.
Claims (6)
1. Transportanlage für Spinnspulen mit einem automatisch
arbeitenden Laufwagen (V) zum Transport von Spinnspulen (W)
und leeren Hülsen (B), einer Vorrichtung (201) zum Austragen
von Spinnspulen (W) zum Laufwagen und zum Eintragen von
leeren Hülsen (B) vom Laufwagen, und einer Vorrichtung (301)
zum Eintragen von Spinnspulen (W) vom automatisch arbeitenden
Laufwagen (V) und zum Austragen von leeren Hülsen (B) zum
Laufwagen, wobei an beiden Vorrichtungen (201, 301) die
Spinnspuleneintrag- bzw. -austragvorgänge und die Leerhülsenaustrag-
bzw. Eintragvorgänge jeweils gleichzeitig ablaufen.
2. Anlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der selbsttätig arbeitende Laufwagen (V) eine an einer
Hubplatte (A) befestigte Spulentragvorrichtung (1) enthält,
an der mehrere nach unten ragende Bauteile (50 bis 54) befestigt
sind, an welchen Halter (55 bis 62) um Achsen (71
bis 78) schwenkbar gehaltert sind, so daß Spinnspulen (W)
von den Haltern (55 bis 62) in Spulenhaltebereichen (2 a bis
d) zwischen den Bauteilen (50 bis 54) gehalten werden.
3. Anlage nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß Körbe (3 a, b) zur Aufnahme von leeren Hülsen (B) an der
Oberseite der Spulentragvorrichtung (1) kippbar angebracht
sind.
4. Anlage nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebseinrichtung der Halter (55 bis 62) eine
einzelne Antriebsquelle (M), über einen ersten Hebel (11) mit
der Antriebsquelle verbundene, horizontal bewegliche Verbindungsstangen
(12, 13, 16, 17), mit den ersten Verbindungsstangen
über Kurbelhebel (14, 15, 18, 19, 21) an ihrem einen
Ende verbundene zweite Verbindungsstangen (32 bis 36), die
vertikal beweglich sind, und am anderen Ende der zweiten
Verbindungsstangen (32 bis 36) befestigte Querstangen (37 bis
41), die mit den Haltern (55 bis 62) über Stifte (42 bis 49)
in der Weise verbunden sind, daß sie die Halter (55 bis 62)
in die Haltebereiche (2 a bis d) ausklappen können, enthält.
5. Anlage nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Haltern (55 bis 62) Stoppstifte (79 bis 86) angebracht
sind, die mit an den Bauteilen (50 bis 54) angebrachten
Stoppern (87 bis 91) in Anschlag bringbar sind,
so daß die Halter (55 bis 62) in horizontaler Ausrichtung
gehalten werden, um eine Spinnspule (W) zu halten.
6. Halteeinrichtung für Arbeitsstücke an einem hängenden
Laufwagen zum Transport mehrerer spulenartiger Arbeitsstücke,
die eine einzelne Antriebsquelle und mehrere Halteeinrichtungen,
die von der Antriebsquelle positiv angetrieben
werden, enthält, wobei die Halteeinrichtung im wesentlichen
aus einer vertikalen Ausrichtung in eine horizontale Ausrichtung
schwenkbar ist.
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