[go: up one dir, main page]

DE4015527A1 - Reibwertmesseinrichtung, insbesondere zur geschwindigkeitsabhaengigen messung von reibwerten - Google Patents

Reibwertmesseinrichtung, insbesondere zur geschwindigkeitsabhaengigen messung von reibwerten

Info

Publication number
DE4015527A1
DE4015527A1 DE4015527A DE4015527A DE4015527A1 DE 4015527 A1 DE4015527 A1 DE 4015527A1 DE 4015527 A DE4015527 A DE 4015527A DE 4015527 A DE4015527 A DE 4015527A DE 4015527 A1 DE4015527 A1 DE 4015527A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
friction
force
friction surface
brake disc
sample
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE4015527A
Other languages
English (en)
Inventor
Ludwig Dr Dreilich
Karl-Fr Woersdoerfer
Thomas Egerer
Reinhold Worms
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ITT Automotive Europe GmbH
Original Assignee
Alfred Teves GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Teves GmbH filed Critical Alfred Teves GmbH
Priority to DE4015527A priority Critical patent/DE4015527A1/de
Priority to US07/699,857 priority patent/US5315860A/en
Publication of DE4015527A1 publication Critical patent/DE4015527A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N19/00Investigating materials by mechanical methods
    • G01N19/02Measuring coefficient of friction between materials

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Force Measurement Appropriate To Specific Purposes (AREA)

Description

Zur Erforschung der genaueren Wirkung von Bremsbelägen ist es notwendig, die Abhängigkeit des Reibungskoeffizienten zwischen der Belagmasse und einer Reibfläche in Abhängigkeit unterschiedlicher Parameter festzustellen. Dabei hängt der Reibwert nicht nur von der Geschwindigkeit ab, mit dem die beiden aufeinanderreibenden Flächen sich zueinander bewegen, sondern auch von dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft, dem Feuchtigkeitsgehalt des Belages selber, der Anpreßkraft der Beläge usw. Derartige Untersuchungen sind nicht nur für die Verbesserung der Bremswirkung, sondern auch zur Beseitigung von Nebenwirkungen, wie beispielsweise das Quietschen der Bremsen oder das Rubbeln des Bremsbelages auf der Brems­ scheibe geeignet.
Untersuchungen über das Reibungsverhalten zueinander beweg­ ter Objekte sind beispielsweise aus dem Buch "PHYSIK" von Gerthsen bekannt, Springer-Verlag, 1958, Seite 55, 56.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Messung des Reibverhaltens zweier zueinander bewegter Körper vorzuschlagen, die einfach und zuverlässig arbeitend aufge­ baut sein sollen. Um zur Untersuchung des Rubbel- und Quietschverhaltens von Bremsen geeignet zu sein, sollte sie darüber hinaus noch die Möglichkeit zeigen, Aussagen über das Bremsverhalten im Anfahr- und Anhaltezustand von Fahr­ zeugen zu machen und somit deren Verhalten annähernd nach­ bilden können.
Die Aufgabe der Erfindung wird bei einer Vorrichtung der sich aus dem Oberbegriff ergebenden Gattung durch die in dem kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs definierte Merkmals­ kombination gelöst. Die Erfindung besteht im Prinzip also darin, Proben mit einer definierten Kraft gegen eine in Ab­ hängigkeit von der Zeit bewegte Reibfläche zu pressen und die hierbei in Bewegungsrichtung der Reibfläche auf die Pro­ be ausgeübte Kraft zu messen. Der einfachste Fall ist dabei dann gegeben, wenn sich die Reibfläche mit konstanter Ge­ schwindigkeit bewegt. Die Erfindung ist aber besonders auch dafür geeignet, das Reibverhalten bei einer Beschleunigung (negativen oder positiven) der Reibfläche gegenüber der Pro­ be zu messen, wobei vielfach Untersuchungen interessant sind, bei denen von einer Geschwindigkeit der Größe Null ausgegangen wird oder zu dieser zurückgekehrt wird. Dabei ändert sich ja bekanntlich die Reibkraft von einer im Still­ stand der Reibfläche bei konstanter Kraft gegebenen festen Größe (Haftreibung) zu einer mit wachsender Geschwindigkeit abnehmenden Reibkraft (gleitende Reibkraft), die bei noch weiter wachsender Geschwindigkeit schließlich einem Grenz­ wert zustrebt.
Um einen einfachen Aufbau der Vorrichtung zu erreichen, em­ pfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Anwendung der Merkmalskombination nach Anspruch 2, wodurch auch der für die Vorrichtung benötigte Raumbedarf eingeschränkt wird.
Vielfach ist es nun wichtig, eine präzise Aussage über das Reibverhalten bei bestimmten Geschwindigkeiten zu haben, so daß die Reibkoeffizienten über der Geschwindigkeit in Dia­ grammen aufgetragen werden können. In solchen Fällen em­ pfiehlt sich insbesondere die Anwendung der Merkmalskombina­ tion nach Anspruch 3, bei der eine vorgegebene Geschwindig­ keit, insbesondere eine vorgegebene Geschwindigkeitsänderung der Reibfläche erzwungen wird. Besonders interessant ist da­ bei, wenn von der Geschwindigkeit Null ausgegangen wird, da hier interessante Phänomene, wie der Übergang von der Haft- zur Gleitreibung gut beobachtet und aufgezeichnet wer­ den können. Das Meßergebnis ist dabei immer die durch die Reibung bei den verschiedenen Geschwindigkeiten ausgeübte Kraft in Abhängigkeit von den Umgebungsparametern und/oder der Anpreßkraft der Probe auf die Reibfläche.
Eine besonders einfach und zuverlässig arbeitende Vorrich­ tung der genannten Gattung erhält man insbesondere durch den Einsatz der in Anspruch 4 geschilderten Merkmalskombination, durch die eine symmetrische Kräfteverteilung erreicht wird, die die auf die Vorrichtung wirkenden Kräfte symmetrisch hält und damit für eine einfache Lagerung der einzelnen Bau­ elemente sorgt.
Als Kraftmeßeinrichtung wird entsprechend Anspruch 5 vor­ zugsweise eine Kraftmeßdose verwendet, deren Ergebnis mit­ tels einer Anzeigevorrichtung in Abhängigkeit von der Zeit aufgezeichnet werden kann, wobei die zu den einzelnen Zeit­ punkten vorliegende Geschwindigkeit der Reibfläche, wie wei­ ter oben schon erläutert, vorgegeben ist.
Um den Probenhalter in vereinfachter Weise abstützen zu kön­ nen und um für eine vereinfachte Aufnahme der Reibungskräfte zu sorgen, empfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Merkmalskombination nach Anspruch 6. Hierdurch wird er­ reicht, daß der Probenhalter nicht in zwei Ebenen beweglich gelagert sein muß, sondern sich nur auf einer (Kreis-) Ebene bewegt. Gleichwohl lassen sich aber auch die gleichen Ergeb­ nisse, wie bei der an sich naheliegenden Lagerung in zwei Ebenen bestimmen.
Für einen vereinfachten Aufbau und auch insbesondere zur Herabsetzung des notwendigen Aufwands für die Lagerung der einzelnen Baugruppen empfiehlt sich für eine derartige Aus­ gestaltung die Anwendung der Merkmalskombination nach An­ spruch 7, da durch die Symmetrierung der wirkenden Kräfte diese sich zumindest in einer Ebene hinsichtlich der Lage aufheben.
Für die Ausgestaltung des schwenkbaren Probenhalters ist es besonders günstig, wenn man die Merkmale nach Anspruch 8 an­ wendet. Hierdurch erhält man eine recht kostengünstige sta­ bile Aufhängung für die Proben, wobei die Seitenpfosten des äußeren Rahmens gleichzeitig zur Führung des inneren Rahmens in senkrechter Richtung dienen können.
Zur Erhöhung der Meßgenauigkeit empfiehlt sich die Verwen­ dung der Merkmale nach Anspruch 9. Da die Rahmen in sich steif sind, läßt sich auch die Kraftwirkung zwischen den Rahmenflächen recht genau definieren. Ordnet man die beiden zur Messung einander zugeordneten Flächen der Rahmen paral­ lel zueinander an, so ist bei einer senkrechten Führung des inneren Rahmens gegenüber dem äußeren gewährleistet, daß keine Querkräfte in die Messung eingehen können und diese verfälschen.
Um das Verkanten des inneren Rahmens gegenüber dem äußeren und das Auftreten von Scherkräften zu verhindern, empfiehlt sich in Weiterbildung der Erfindung die Merkmalskombination nach Anspruch 10.
Die Erfindung schafft auch die Möglichkeit, den Einsatz spe­ zieller für die Anpreßkräfte sorgender Energiequellen zu vermeiden, indem die Art der Lagerung des Probenhalters und das Auftreten von Reibkräften gleichzeitig zum Erzeugen von Querkräften mit ausgenutzt wird. Hierzu ist es günstig, die Merkmale nach Anspruch 11 vorzusehen. Diese Weiterbildung bewirkt im Prinzip, daß die Reibkräfte im Winkel zu der Be­ wegungsrichtung der Reibfläche der Bremsscheibe in den inne­ ren Rahmen abgeleitet werden, so daß der entstehende Kraft­ pfeil in einen die Reibkraft bestimmenden, in der Zeichnung senkrecht gerichteten und einen hierzu quergerichteten, die Anpreßkraft bildenden Kraftpfeil ausgespalten wird. Man kommt somit bei dieser Ausgestaltung mit einer einzigen Kraftquelle aus, die mit der Kraft K4 an der Antriebswelle angreift. Obwohl dieses System zu einer Selbstverstärkung der Querkräfte als auch der Reibkräfte führt, lassen sich doch eindeutige Schlußfolgerungen auf die Reibwerte in Ab­ hängigkeit von der Zeit und der Geschwindigkeit schließen, da der Angriffswinkel der von dem Probenhalter in den inne­ ren Rahmen geleiteten Kraft und damit die Verteilung der Querkräfte K1, K2 und die in senkrechter Richtung gemessene Kraft K3 bekannt sind. Hierdurch lassen sich eindeutige Schlußfolgerungen aus dem zeitabhängigen Verlauf der auftre­ tenden Querkräfte ziehen. Das Verfahren der hier beschriebe­ nen Vorrichtung ist insbesondere auch deshalb für die Bewer­ tung von Belägen in Teilbelagscheibenbremsen geeignet, weil die Proben mit geschobenen Belägen vergleichbar sind, wäh­ rend bezogene Beläge ohnedies weniger zum Quietschen und Rubbeln neigen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an­ hand der Zeichnung erläutert.
In der Zeichnung ist in einem äußeren Rahmen 2, der zwei senkrecht gerichtete Säulen 26, 27 besitzt, ein innerer Rah­ men 4 in in der Zeichnung senkrecht gleitend in den Gleitla­ gern 21, 22, 23 aufgehängt. Der innere Rahmen 4 stützt sich über eine als Kraftmeßdose ausgestaltete Kraftmeßeinrichtung 14 in senkrechter Richtung auf dem äußeren Rahmen 2 ab, so daß die Kraftmeßdose im Ausgangszustand mit dem Gewicht des inneren Rahmens sowie der dazugehörenden Bauteile belastet ist.
In die Öffnung des inneren Rahmens 2 reicht ein Teil der kreisringförmigen Reibfläche 13 einer Bremsscheibe 12, über eine Antriebswelle 10 von einer Kraft K4 antreibbar ist. An den beiden seitlichen Pfosten 28, 29 des inneren Rahmens 4 sind jeweils zwei Gelenkhebel 17, 19 drehbar gelagert, die an Halteelementen 7 eines Probenhalters 6 drehbar gelagert an­ greifen und somit ein Trapezgelenk bilden. Die Lagerung ist damit derart, daß jedes der beiden Probenhalter im Kreisbo­ gen um den zugehörigen Posten 28 bzw. 29 schwenkbar ist, wo­ bei die beiden Halteelemente nur in der Ebene der Brems­ scheibe parallel verschoben werden. Die in den Probehaltern 7 durch Verschrauben eingespannten Reibproben 8 behalten da­ her auch bei einem Schwenken der Hebel 17, 19 mit ihrer Pro­ benfläche 15 die parallele Lage zur Reibfläche 13 der Brems­ scheibe 12 bei.
Während nun im einfachsten Fall ohne die Vervendung der Schwenkhebel 17-19 nur eine in Richtung der Kräfte K1, K2 gerichtete Anpreßkraft durch entsprechende Maßnahmen aufge­ bracht und danach die Kraft K3 gemessen werden muß, ist die Verfahrensweise bei dem hier beschriebenen Ausführungsbei­ spiel wie folgt:
Im Ausgangszustand lehnen die beiden Probenhalter 6 aufgrund der geneigten Lage der Drehhebel 17, 19 an der Reibfläche der Bremsscheibe 12 und die Kraftmeßdose 14 zeigt einen Aus­ gangswert K3 an.
Anschließend wird bei diesem Verfahren die Kraftquelle K4 eingeschaltet, die in vorgegebener Zeitabhängigkeit die Bremsscheibe 12 über die Antriebswelle 10 mit derartiger Kraft antreibt, daß die Rückwirkungskräfte der Reibung ver­ nachlässigbar sind. Das kann z. B. derart geschehen, daß die Drehgeschwindigkeit der Antriebswelle 10 und damit die Bewe­ gungsgeschwindigkeit entsprechender Kreissektorbereiche auf der Bremsscheibe linear zunehmen. Durch die auftretende Reibkraft erhöht sich auch entsprechend einer Winkelfunktion die Höhe der Kräfte K1 und K2, so daß sich die Reibkraft K3 vergrößert und damit auch die Höhe der Querkräfte K1, K2.
Schließlich beginnt die Bremsscheibe 12 zwischen den Reib­ proben 8 durchzudrehen, da die Kraftwirkung der Reibflächen auf die Beschleunigung der Antriebswelle 10 nur vernachläs­ sigbar gering ist. Schließlich wird die Geschwindigkeit der Reibfläche so groß, daß eine weitere Zunahme der Reibkräfte nicht mehr festzustellen ist, so daß sich die Reibkraft über der noch wachsenden Geschwindigkeit einem konstanten Wert nähert.
Mittels eines in der Zeichnung nicht dargestellten Anzeige­ gerätes, welches sowohl die wachsende Geschwindigkeit der Antriebswelle 10 und damit der Reibfläche 13, als auch die Abhängigkeit der Reibkraft K3 von der Zeit aufzeichnet, kön­ nen die Verhältnisse der Kraft K3 gegenüber der Kraft K4 aufgezeichnet werden. Da die Größe der Angriffsfläche zwi­ schen der Probenfläche 15 und der Reibfläche 13 sich nicht ändert, läßt sich über die rückwärts berechenbare Anpreß­ kraft K1, K2 auch die Änderung des Reibungskoeffizienten in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit festlegen.
Hieraus lassen sich sogen. Anfachungswinkel berechnen, die im wesentlichen das Verhältnis von dem Haftreibungskoeffi­ zienten zu dem Gleitreibungskoeffizienten zu Beginn des Be­ schleunigungsvorgangs der Antriebswelle 10 beschreiben.
Der Anfachungswinkel ist im übrigen auch ein Maß für die Än­ derung des Reibungskoeffizienten über einer gleichbleibenden Geschwindigkeitsänderung. Je kleiner nun die Reibungsände­ rung ist, desto geringer werden auch die Instabilitäten sein, mit denen der Belag der Probe an der Reibfläche an­ greift. Um ein sehr kurzzeitiges Rutschen des Belages auf der Reibfläche aufgrund sich ändernder Reibwerte zu verhin­ dern, wird man also nach Belägen suchen, deren Reibwerte sich mit ändernder Geschwindigkeit nur möglichst wenig än­ dern, was insbesondere für den Übergang vom Halten in das Anfahren bzw. vom Bremsen in das Halten gilt.

Claims (11)

1. Vorrichtung zur Messung des Reibungskoeffizienten einer zu untersuchenden Reibprobe gegenüber einer zu dieser relativ bewegten Reibfläche in Abhängigkeit von der Ge­ schwindigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reibfläche (13) vorgesehen ist, die in vorgege­ bener Zeitabhängigkeit bewegt, vorzugsweise beschleunigt wird, daß ein Probenhalter (6) vorgesehen ist, über den die Probe (8) mit einer definierten Kraft (K1, K2) gegen die Reibfläche (13) gepreßt wird und daß eine Kraftmeß­ einrichtung (14) vorgesehen ist, über die die durch den Reibvorgang der Reibfläche (13) auf die Probe (8) und damit den Probenhalter (6) ausgeübte Kraft (K3), vor­ zugsweise in Abhängigkeit von der Zeit gemessen wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Reibfläche (13) durch eine Bremsscheibe (12) gebildet ist, die über eine Antriebs­ welle (10) von einem Motor angetrieben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die zur Beschleunigung der Reibfläche zur Verfügung stehende Kraft (K4) derart groß gewählt ist, daß die durch die Reibfläche (13) die Scheibe (12) verzögernden Kräfte (-K3) vergleichsweise gering sind und die Scheibe (12) weitgehend unabhängig von den Reibkräften (-K3) mit einer zeitlich vorgegebe­ nen Beschleunigung beschleunigt werden kann.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß der Probenhalter (6) eine Bremszange ist, deren Betätigungsenden (7) mit ei­ ner definierten Kraft (K1, K2) senkrecht zur Reibfläche (13) gepreßt werden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftmeßeinrich­ tung (14) eine Kraftmeßdose ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß der Probenhalter (6) zumindest ein derart gelagertes Halteelement (7) be­ sitzt, daß es auf einem Kreisbogen schwenkbar ist, wobei die der Bremsscheibe (13) zugewandte Probenfläche (15) der Probe (8) parallel zur Bremsscheibenebene (13) ver­ setzt wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Probenhalter (6) zwei symme­ trisch zur Bremsscheibe (12) gelagerte Halteelemente (7) besitzt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das bzw. die Halteelemen­ t(e) über Trapezgelenke (17, 19) in einem inneren Rahmen (4) gelagert sind, welcher in einem äußeren Rahmen (2) parallel zur Bremsscheibenebene (13) und insbesondere quer zu dieser stehend geführt ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem inneren und dem äußeren Rahmen (4, 2) in der Bremsscheibenebene (13) die Kraftmeßeinrichtung (14) angeordnet ist, wo­ durch die Kraft der beiden Rahmen (2, 4) gegeneinander meßbar ist, die aus der Reibkraft der Probe (8) auf der Reibfläche (13) resultiert.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch ge­ kennzeichnet, daß der innere Rahmen (4) über drei Lagerpunkte (21, 22, 23) gegenüber dem äußeren Rahmen (2) quer zur Bremsscheibenebene (13) stehend in senk­ rechter Richtung geführt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das oder die Halteelemen­ t(e) derart im Winkel zur Bremsscheibenebene (13) gela­ gert ist (sind), daß infolge der auftretenden Reibkraft (K3) die Angriffskräfte (K1, K2) aufgebaut bzw. ver­ größert werden.
DE4015527A 1990-05-15 1990-05-15 Reibwertmesseinrichtung, insbesondere zur geschwindigkeitsabhaengigen messung von reibwerten Withdrawn DE4015527A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4015527A DE4015527A1 (de) 1990-05-15 1990-05-15 Reibwertmesseinrichtung, insbesondere zur geschwindigkeitsabhaengigen messung von reibwerten
US07/699,857 US5315860A (en) 1990-05-15 1991-05-14 Coefficient-of-friction measuring device, in particular for the measurement of coefficients of friction depending on speed

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE4015527A DE4015527A1 (de) 1990-05-15 1990-05-15 Reibwertmesseinrichtung, insbesondere zur geschwindigkeitsabhaengigen messung von reibwerten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE4015527A1 true DE4015527A1 (de) 1991-11-21

Family

ID=6406417

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE4015527A Withdrawn DE4015527A1 (de) 1990-05-15 1990-05-15 Reibwertmesseinrichtung, insbesondere zur geschwindigkeitsabhaengigen messung von reibwerten

Country Status (2)

Country Link
US (1) US5315860A (de)
DE (1) DE4015527A1 (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0874230A3 (de) * 1997-04-07 1999-01-20 BRIDGESTONE/FIRESTONE, Inc. Tragbare universelle Bruchtestmaschine und Verfahren
US6349587B1 (en) 1997-04-07 2002-02-26 Bridgestone/Firestone Research, Inc. Portable universal friction testing machine and method
CN101819116B (zh) * 2009-02-26 2012-01-04 圣路机械(嘉兴)制造有限公司 脚轮刹车片疲劳强度检测机
DE202018103973U1 (de) * 2018-07-11 2019-10-16 Forschungsgesellschaft Umformtechnik Mbh Messanordnung zur Bestimmung des Reibungskoeffizienten und Prüfkörper

Families Citing this family (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP3367330B2 (ja) * 1996-03-24 2003-01-14 トヨタ自動車株式会社 摩擦動特性測定装置
US5689058A (en) * 1996-12-20 1997-11-18 Cooper Industries, Inc. Friction material evaluation apparatus
US5795990A (en) * 1997-07-30 1998-08-18 Center For Tribology, Inc. Method and apparatus for measuring friction and wear characteristics of materials
US6752001B1 (en) * 2002-11-07 2004-06-22 Lapointe Lou Lubricant tester
US20050276532A1 (en) * 2004-06-14 2005-12-15 Zbigniew Zurecki Rolling ball tribometer
CN101886975A (zh) * 2009-05-15 2010-11-17 上海汽车制动系统有限公司 制动钳在线低压活塞灵活性测试方法
US8371182B1 (en) * 2012-06-11 2013-02-12 Jacob Israelachvili Mounting systems for a surface forces apparatus
CN109406035A (zh) * 2018-09-06 2019-03-01 芜湖全程智能科技有限公司 一种刹车卡钳滑移阻力测试机构
CN109141923A (zh) * 2018-09-06 2019-01-04 芜湖全程智能科技有限公司 一种刹车卡钳滑移阻力测试装置

Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3717025A (en) * 1971-03-01 1973-02-20 Caterpillar Tractor Co Apparatus and method for determining coefficient of friction
GB1353417A (en) * 1972-02-14 1974-05-15 Plint Partners Ltd Apparatus for the measurement of wear and friction
DE3213742C2 (de) * 1982-04-14 1984-08-16 Hermann Faust Wiegeapparate, 8500 Nürnberg Elektromechanische Wiegeeinrichtung als Pendelmaschine
US4594878A (en) * 1983-06-24 1986-06-17 Nippo Sangyo Co. Ltd. Dynamic friction coefficient measuring apparatus
DE3507514A1 (de) * 1985-03-04 1986-09-04 Philips Patentverwaltung Gmbh, 2000 Hamburg Vorrichtung zur messung der woelbung und der rueckbiegekraft von scheiben
DD265693A1 (de) * 1987-11-04 1989-03-08 Zwickau Ing Hochschule Vorrichtung zur ermittlung des reibungs- und verschleissverhaltens von werkstoffen und schmierstoffen

Family Cites Families (13)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE265693C (de) *
US1490603A (en) * 1923-03-20 1924-04-15 Elverson Arthur John Hawes Method and apparatus for testing friction between surfaces
US2004950A (en) * 1932-03-12 1935-06-18 Bernard F Jenkins Torque-measuring device
DE820974C (de) * 1950-08-09 1951-11-15 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Als Drehmomentenmesser ausgebildete Doppelbackenbremse
US3059464A (en) * 1957-12-30 1962-10-23 Bendix Corp Instrumented apparatus for testing friction materials
SU479016A1 (ru) * 1974-02-18 1975-07-30 Ростовский инженерно-строительный институт Стенд дл испытани машин с возвратно-поступательным движением рабочего органа
CH597597A5 (de) * 1974-11-27 1978-04-14 Lonnroth Borje
SU531045A1 (ru) * 1975-06-24 1976-10-05 Государственный Макеевский Ордена Октябрьской Революции Научно-Исследовательский Институт По Безопасности Работ В Горной Промышленности Устройство дл измерени момента и усили прижати колодочного тормоза
US4051713A (en) * 1976-03-23 1977-10-04 Actus, Inc. Friction measuring and testing method and apparatus
DE2831158C2 (de) * 1978-07-15 1985-02-14 Skf Kugellagerfabriken Gmbh, 8720 Schweinfurt Einrichtung zur Ermittlung der Eigenschaften eines Schmiermittels
FI74542C (fi) * 1986-03-10 1988-02-08 Kone Oy Broms som maetar moment, saerskilt foer hissar.
JPH076855B2 (ja) * 1989-02-01 1995-01-30 小野田セメント株式会社 動摩擦力試験装置
US5115664A (en) * 1990-06-25 1992-05-26 Ibm Corporation Tunable feedback transducer for transient friction measurement

Patent Citations (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3717025A (en) * 1971-03-01 1973-02-20 Caterpillar Tractor Co Apparatus and method for determining coefficient of friction
GB1353417A (en) * 1972-02-14 1974-05-15 Plint Partners Ltd Apparatus for the measurement of wear and friction
DE3213742C2 (de) * 1982-04-14 1984-08-16 Hermann Faust Wiegeapparate, 8500 Nürnberg Elektromechanische Wiegeeinrichtung als Pendelmaschine
US4594878A (en) * 1983-06-24 1986-06-17 Nippo Sangyo Co. Ltd. Dynamic friction coefficient measuring apparatus
DE3507514A1 (de) * 1985-03-04 1986-09-04 Philips Patentverwaltung Gmbh, 2000 Hamburg Vorrichtung zur messung der woelbung und der rueckbiegekraft von scheiben
DD265693A1 (de) * 1987-11-04 1989-03-08 Zwickau Ing Hochschule Vorrichtung zur ermittlung des reibungs- und verschleissverhaltens von werkstoffen und schmierstoffen

Non-Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
DE-Z: HEISS, A. *
et.al.: SPECIMEN-LOADING DEVICE FOR WEAR TESTING (Exchange for Experience), In: Tomsk Engineering Construction Institute. Trans- lated from Zavodskaya Laboratoriya, Vol.44, No.1, pp.112-113, January 1978, 0019-8447/78/4401-0153, 1978 Plenum Publishing Corporation *
SU-Z: Basov I.G. *
u.a.: Automatischer Reibwert- Prüfstand von Bremsbelägen für PKW- und LKW- Scheibenbremsen. In: ATM Archiv für Technisches Messen, Blatt V 8294-4, März 76, S.91-100 *

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0874230A3 (de) * 1997-04-07 1999-01-20 BRIDGESTONE/FIRESTONE, Inc. Tragbare universelle Bruchtestmaschine und Verfahren
US6199424B1 (en) 1997-04-07 2001-03-13 Bridgestone/Firestone, Inc. Portable universal friction testing machine and method
US6349587B1 (en) 1997-04-07 2002-02-26 Bridgestone/Firestone Research, Inc. Portable universal friction testing machine and method
CN101819116B (zh) * 2009-02-26 2012-01-04 圣路机械(嘉兴)制造有限公司 脚轮刹车片疲劳强度检测机
DE202018103973U1 (de) * 2018-07-11 2019-10-16 Forschungsgesellschaft Umformtechnik Mbh Messanordnung zur Bestimmung des Reibungskoeffizienten und Prüfkörper

Also Published As

Publication number Publication date
US5315860A (en) 1994-05-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4015527A1 (de) Reibwertmesseinrichtung, insbesondere zur geschwindigkeitsabhaengigen messung von reibwerten
DE69836359T2 (de) Tragbare universelle Reibungstestmaschine und Verfahren
CH671634A5 (de)
DE69304001T2 (de) Messapparat zur Messung linearer Grössen
DE102020216084A1 (de) Materialprüfvorrichtung für Biegeversuche und Verfahren zum Durchführen eines Biegeversuchs
DE2745182C3 (de) Vorrichtung zur Ermittlung der Biegesteifigkeit von Karton und Pappe
DE3440571C2 (de)
DE4428758C1 (de) Vorrichtung zur Ermittlung des Übertragungsverhaltens eines elastischen Lagers
DE619785C (de) Maschine zum Pruefen von Schmiermitteln
EP0248460B1 (de) Kleberprüfgerät
DE3634518A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur messung der gleichgewichtsfeuchte in einem hygroskopischen, flaechenhaften, beidseitig beschichteten material
DE3926676C2 (de) Verfahren zur Messung der Materialbeschaffenheit eines Körpers hinsichtlich Abrieb, Verschleißfestigkeit oder Härte sowie Anwendung des Verfahrens
DE2019239A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum eBstimmen von Unregelmaessigkeiten im Verhalten von unter Last rotierenden Reifen
DE1648759C3 (de) Einrichtung zum Messen von Eigenschaften von Werkstoffen unter Einwirkung einer Torisonskraft
DE3420341C2 (de) Vorrichtung zum Messen der Viskosität von Stoffen
DE19510351C1 (de) Meßanordnung zur Bestimmung der Fließgrenze einer Substanz
DE10244834B3 (de) Suszeptometer
DE60020811T2 (de) Verfahren zur bestimmung mechanischer eigenschaften eines druckbogenmaterials
DE69002797T2 (de) Einrichtung zum Bestimmen der Geschwindigkeit und der Richtung eines fliessenden Mediums.
DE3741992C2 (de) Verwendung einer Prüfeinrichtung zur Ermittlung des Widerstandes gegen schneidende Verschleißbeanspruchung
DE1960031A1 (de) Einrichtung zum Bestimmen eines Reibungsbeiwertes
DE2152935A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum selbsttaetigen messen des titers von faeden
DE2910143C2 (de) Tastgerät zur Ermittlung von Oberflächenfehlern, insbesondere an kunststoffbeschichteten Spanplatten u. dgl.
DE2441928C3 (de) Materialhärteprüfvorrichtung
DE10228923A1 (de) Prüfvorrichtung

Legal Events

Date Code Title Description
OM8 Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: ITT AUTOMOTIVE EUROPE GMBH, 60488 FRANKFURT, DE

8110 Request for examination paragraph 44
8139 Disposal/non-payment of the annual fee