DE4015474A1 - Betonfussbodenunterbau und verfahren zu dessen herstellung - Google Patents
Betonfussbodenunterbau und verfahren zu dessen herstellungInfo
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- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
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Description
Die Erfindung betrifft einen Fußbodenunterbau für ein
Bauwerk wie ein Holzgebäude und ein Verfahren zur Her
stellung desselben, und insbesondere einen Betonfuß
bodenunterbau und dessen Herstellungsverfahren.
In den vergangenen Jahren sind Heizmethoden eingeführt
worden, bei denen Heißwasserrohre unter einer Boden
fläche verteilt werden, um ein Gebäude von dieser
Bodenfläche aus zu heizen. In diesem Fall wird Beton
über die gesamte Bodenfläche gegossen, um einen Beton
bodenunterbau zu bilden, und mehrere Heizbauteile wie
Heißwasserrohre oder elektrische Heizeinrichtungen
werden auf oder innerhalb des Bodenunterbaus angeordnet.
Der Betonbodenunterbau wurde üblicherweise nach dem
folgenden Verfahren hergestellt. Zunächst wird der
äußere Umfang und der Hauptbereich des Bauwerks aus
geschachtet. Dann wird der Beton für die Bauwerkssohlen
bzw. Streifenfundamente gegossen, woraufhin nach Er
härtung des Betons ein vorübergehender Rahmen bzw.
eine Schalung auf der Bauwerkssohle aufgestellt und
Beton in diesen Rahmen gegossen wird, wodurch die
Fundamentwände ausgebildet werden. Nach Entfernung
des Rahmens bzw. der Schalung wird ein Hinterfüllungs
vorgang ausgeführt; dann wird der von den Fundament
wänden eingeschlossene Teil aufgeschüttet und ge
stampft bzw. verdichtet, woraufhin Beton gegossen wird,
um eine Bodenfläche zu bilden.
Bei dieser Baumethode sind das Aufschütten und Ver
dichten mühsame Vorgänge, die die Baukosten erhöhen.
Wenn beispielsweise eine bereits existierende Holz
konstruktion erneuert und ein Betonbodenunterbau aus
gebildet werden soll, muß die zum Aufschütten erforder
liche Erde durch das Haus transportiert werden, wodurch
der Innenraum verschmutzt wird. Vorsichtsmaßnahmen zur
Verhinderung dieser Verschmutzung sind ebenfalls auf
wendig und ein großes Problem.
Obwohl die Last aus der Konstruktion von den Fundament
sohlen aufgenommen wird, werden Lasten aus schweren
Gegenständen, die auf dem Boden angeordnet sind, direkt
in den Betonbodenunterbau eingeleitet. Es besteht daher
die Gefahr, daß in weichen Abschnitten der Aufschüttung
und dergleichen eine Senkung stattfindet. Als Gegenmaß
nahme ist der Betonbodenunterbau mit den Fundamentwänden
verbunden, so daß das Gewicht des Bodens in die Fundament
sohlen eingeleitet wird. Bei einer solchen Konstruktion
entweicht jedoch Wärme aus dem Betonbodenunterbau durch
die Fundamentwände zur Außenseite des Gebäudes. Dieser
Verlust an Isoliereigenschaften stellt ein Problem dar.
Dieses Problem ist besonders dann schwerwiegend, wenn
eine Bodenheizung verwendet wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen
Betonbodenunterbau anzugeben, bei dem die oben er
wähnten Nachteile des Standes der Technik vermieden
sind und der eine erhöhte Festigkeit hat und als Fuß
boden für Bodenbeheizung geeignet ist, da auf leichte
Weise eine Isolation anbringbar ist. Außerdem soll ein
Verfahren zur Herstellung eines solchen Betonbodenunter
baus angegeben werden.
Die erste Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der erfindungs
gemäße Betonbodenunterbau (a) unterirdische Betonfunda
mentsohlen, die Fundamentwände tragen, die ihrerseits
das Gebäude tragen, (b) mehrere rohrförmige Bauteile,
die getrennt voneinander in dem Bereich angeordnet sind,
der von den Fundamentwänden eingeschlossen ist, und
(c) einen Betonbodenunterbauabschnitt aufweist, der
integral mit den äußeren Umfangsflächen der rohrförmigen
Bauteile gegossen ist.
Die zweite Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das erfin
dungsgemäße Herstellungsverfahren folgende Schritte
aufweist: Gießen des Betons an dem ausgeschachteten
äußeren Umfang und Hauptbereichen eines Gebäudes, um
Fundamentsohlen auszubilden, die die Last des Gebäudes
aufnehmen, Ausbilden der Fundamentwände auf den Funda
mentsohlen, Anordnen von mehreren rohrförmigen Bau
teilen in dem Abschnitt, der von den Fundamentwänden
eingeschlossen ist, vorzugsweise in paralleler Aus
richtung über die gesamte Fläche des Bereichs, und
zwar so, daß jedes rohrförmige Bauteil etwas von dem
benachbarten rohrförmigen Bauteil beabstandet ist, und
Gießen von Beton um die Außenfläche der rohrförmigen
Bauteile, um einen Betonbodenunterbau auszubilden.
Der Durchmesser der rohrförmigen Bauteile hängt dabei
von dem auszufüllenden Raum ab und liegt näherungs
weise im Bereich von 20 bis 50 cm.
Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Er
findung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnung.
Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform der Erfindung in
einem Querschnitt,
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform der Verwirk
lichung eines erfindungsgemäßen Beton
bodenunterbaus in einem Querschnitt und
Fig. 3 einen Teil eines erfindungsgemäßen Beton
bodenunterbaus in einem Querschnitt.
Die Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die
Zeichnung in näheren Einzelheiten beschrieben.
Fig. 1 ist eine schematische Querschnittsansicht
einer Ausführungsform der Erfindung. Wie in der
Figur dargestellt ist, enthält ein Betonfußboden
unterbau gemäß der Erfindung (a) unterirdische
Betonfundamentsohlen bzw. Streifenfundamente 11,
die Fundamentwände 13 tragen, die ihrerseits ein
darauf angeordnetes Gebäude tragen, (b) mehrere rohr
förmige Bauteile 21, die getrennt voneinander in dem
Bereich angeordnet sind, der von den Fundamentwänden
13 umschlossen ist und (c) einen Betonfußbodenunter
bauabschnitt (25), der einstückig mit den äußeren
Umfangsflächen der rohrförmigen Bauteile 21 gegossen
ist.
Bei der Herstellung des Betonfußbodenunterbaus gemäß
der vorliegenden Erfindung werden zuerst der äußere
Umfang und Hauptabschnitte eines Gebäudes ausge
schachtet, woraufhin Beton gegossen wird, um mehrere
Fundamentsohlen 11 auszubilden. Mehrere vorübergehende
Rahmen (in der Zeichnung weggelassen) werden auf den
Sohlen 11 errichtet, woraufhin Beton in diese Rahmen
gegossen wird, um mehrere Fundamentwände 11 auszu
bilden, in denen Bewehrungsstahlstäbe vorher zur Ver
stärkung angeordnet wurden. Nachdem der Beton der
Fundamentwände erhärtet ist, werden die vorübergehenden
Rahmen bzw. Schalungen entfernt, woraufhin Erde in die
ausgeschachtetenBereiche um die Fundamentwände hinter
füllt wird. Anschließend werden mehrere zylindrische,
rohrförmige Bauteile 21 angeordnet. Diese rohrförmigen
Bauteile 21 werden parallel über die gesamte Fläche
des Abschnitts angeordnet, der von den Fundament
wänden eingeschlossen ist, und so positioniert, daß
jedes rohrförmige Bauteil 21 etwas von dem benachbar
ten rohrförmigen Bauteil 21 beabstandet ist. Diese
rohrförmigen Bauteile können sich mit Zwischenräumen
überlagern, wenn dies erforderlich ist. Es werden
mehrere kleine Blocks (in der Zeichnung weggelassen)
einzeln auf einer Grundfläche GL angeordnet, um die
rohrförmigen Bauteile 21 etwas oberhalb der Grund
fläche GL zu halten, so daß der gegossene Beton zu
den Unterseiten der rohrförmigen Bauteile 21 vor
dringen kann. Nach herkömmlichen Methoden würde dieser
Bereich angeschüttet, wobei dieser Schritt nach dem
erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren unnötig ist.
Anschließend wird ein Isolierbauteil 23 an der Innen
seite der Fundamentwand 15 angeordnet, und Beton wird
um die rohrförmigen Bauteile 21 gegossen, um einen
Betonfußbodenunterbau 25 auszubilden. Nach diesem
Schritt kann jeder beliebige Fußboden über dem Beton
bett 25 ausgebildet werden. Fig. 1 zeigt den Fall,
daß eine Fußbodenheizung verwendet wird. Hierbei wird
ein Isolierbauteil 31 gelegt, woraufhin mehrere Heiß
wasserrohre 33 für die Fußbodenheizung auf dem Isolier
bauteil 31 verteilt und die Rohre 33 von einemWärme
speicherteil bzw. einer Wärmespeicherschicht 35 über
deckt werden, die ihrerseits von einem Fußbodenflächen
bauteil 37 wie einem Bodenbelag oder dergleichen über
deckt ist. Aus Gründen der Vereinfachung sind Boden
balken und dergleichen in der Zeichnung weggelassen
worden. Der Beton kann unter Verwendung eines Rohres
vollständig in den Raum unter dem Fußboden gegossen
werden, wodurch die Baukosten verringert werden.
Selbst dann, wenn eine bereits existierende Holz
konstruktion erneuert und ein Betonfußbodenunterbau
ausgebildet werden soll, können die Fußbodenplatten
entfernt, die rohrförmigen Bauteile in dem Raum unter
dem Boden angeordnet und dann Beton über die rohr
förmigen Bauteile durch eine Rohrleitung gegossen
werden, wodurch dieser Vorgang sehr einfach ausführ
bar ist. Da zudem die rohrförmigen Bauteile 21, die
bewirken, daß die Ausbildung des Fußbodenunterbaus
mit einer sehr geringen Betonmenge zu bewerkstelligen
ist, nebeneinander angeordnet sind, bedecken sie fast
die gesamte Fläche des Raumes unter dem Boden. Die
Verwendung von rohrförmigen Bauteilen großen Durch
messers verringert den erlaubten Bereich des Abstandes,
der aus Festigkeitsgründen erforderlich ist. Die rohr
förmigen Bauteile müssen nicht notwendigerweise zy
lindrisch sein. Beispielsweise ist auch ein quadratischer
Querschnitt verwendbar.
Die Verwendung der rohrförmigen Bauteile 21 ermöglicht
es, den Fußbodenunterbau mit einer geringen Betonmasse
auszubilden, wobei dieser seine Form zufriedenstellend
beibehält, bis der Beton erhärtet ist. Die rohrförmigen
Bauteile müssen nicht die Festigkeit von tragenden
Bauteilen haben. Wenn es demnach auf die Kosten ankommt,
können Papierrohre verwendet werden.
Wie Fig. 2 zeigt, kann durch Einlegen einer Maschen
lage 27 eines Metallnetzes, einer Baustahlmatte oder
dergleichen im oberen und unteren Bereich oder an der
einen oder anderen Seite des Betonfußbodenunterbaus
25 die Festigkeitswerte des Betons erhöht werden.
Die Gesamtfestigkeit steigt dadurch an, wodurch die
Dicke des Betons in diesem Bereich verringert werden
kann.
Wie Fig. 3 zeigt, hat der Betonfußbodenunterbau 25
im Querschnitt eine I-förmige Konstruktion. Der ge
samte Betonfußbodenunterbau 25 kann als eine fort
laufende I-förmige Konstruktion betrachtet werden,
die eine hohe Festigkeit hat. Da zudem kein Aufschütten
unter dem Betonfußboden 25 erforderlich ist, ist eine
glatte Bodenniveaufläche vorhanden. Im Ergebnis ist
der Betonfußbodenunterbau 25 in sich selbst sehr stabil,
so daß keinerlei Setzungen zu befürchten sind. Deshalb
kann ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren aufge
bauter Fußboden nicht nur für normale Gebäude und Läden
verwendet werden, sondern ist auch für Fabriken, in
denen schwere Lasten zu tragen sind, Turnhallen und
dergleichen geeignet. Da keine Senkung zu besorgen ist,
ist es nicht erforderlich, den Betonfußbodenunterbau
25 an den Fundamentwänden 13 zu befestigen. Deshalb
kann sichdie Isolierschicht 23 über die ganze Höhe der
Fundamentwand 13 erstrecken, wie Fig. 1 zeigt, so
daß der Fußboden vollständig von der Außenseite iso
liert ist. Damit kann keine Wärme durch den Betonfuß
bodenunterbau 25 und die Fundamentwände 13 entweichen,
und es kann keine Feuchtigkeit von der Außenseite ein
treten, so daß ein Fußboden, der nach dem erfindungs
gemäßen Verfahren gebaut ist, für Fußbodenheizung
bestens geeignet ist.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden rohr
förmige Bauteile parallel in dem Bereich angeordnet,
der von den Fundamentwänden eines Bauwerks um
schlossen ist, woraufhin Beton um die Außenflächen
der rohrförmigen Bauteile gegossen wird, wodurch
eine bessere Wirkungsweise erzielt wird und kompli
zierte Vorgänge wie Aufschütten, Verdichten und der
gleichen entfallen. Damit kann ein stabiler, fester
Betonfußbodenunterbau mit sehr wenig Beton gebaut
werden. Da die rohrförmigen Bauteile keine Festigkeit
haben müssen, können sogar Papierrohre verwendet
werden, so daß ihre Verwendung nicht zur Erhöhung
der Kosten beiträgt.
Außerdem sind Probleme mit Setzungen vermieden, die
bei herkömmlichen Verfahren auftreten, so daß eine
isolierte Konstruktion ermöglicht ist, deren Isolier
wirkung verbessert ist.
Claims (6)
1. Betonfußbodenunterbau,
gekennzeichnet durch
- a) unterirdische Betonfundamentsohlen (11), die Fundamentwände (13) tragen, die wiederum ein Gebäude tragen,
- b) mehrere rohrförmige Bauteile (21), die getrennt voneinander in dem Bereich angeordnet sind, der von den Fundamentwänden umschlossen ist, und
- c) einen Betonfußbodenunterbauabschnitt (25), der integral mit den äußeren Umfangsflächen der rohr förmigen Bauteile gegossen ist.
2. Betonfußbodenunterbau nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Bauteile
(21) parallel zueinander in dem Abschnitt angeordnet
sind, der von den Fundamentwänden (13) umschlossen ist.
3. Betonfußbodenunterbau nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Bau
teile (21) parallel über die gesamte Fläche des
Abschnitts angeordnet sind, der von den Fundament
wänden (13) umschlossen ist.
4. Verfahren zur Herstellung eines Betonfußboden
unterbaus,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- 1) Gießen des Betons über den ausgeschachteten äußeren Rand und Hauptabschnitte eines Gebäudes, um die Fundamentsohlen (11) auszubilden, die das Gewicht des Gebäudes tragen;
- 2) Ausbilden der Fundamentwände auf den Fundament sohlen;
- 3) Positionieren mehrerer rohrförmiger Bauteile in dem von den Fundamentwänden eingeschlossenen Bereich, so daß jedes rohrförmige Bauteil etwas von dem benachbarten rohrförmigen Bauteil beab standet ist, und
- 4) Gießen des Betons um die Umfangsflächen der rohr förmigen Bauteile, um einen Betonfußbodenunterbau auszubilden.
5. Verfahren zur Herstellung eines Betonfußbodenunter
baus nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Bauteile
parallel über die gesamte Fläche des Abschnitts ange
ordnet werden, der von denFundamentwänden eingeschlossen
ist.
6. Betonfußbodenunterbau nach einem der Ansprüche
1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der rohr
förmigen Bauteile (21) etwa im Bereich von 20 bis 50 cm
liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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