DE10046138C2 - Fertigmodul für Gebäudeetagen eines Hauses und Verfahren zur Herstellung und Aufbau von Gebäudeteilen aus Fertigmodulen - Google Patents
Fertigmodul für Gebäudeetagen eines Hauses und Verfahren zur Herstellung und Aufbau von Gebäudeteilen aus FertigmodulenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von rechteckigen
Gebäudeetagen aus Fertigmodulen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
sowie ein Verfahren zum Aufstellen von mindestens eine Bodenetage aus den
gemäß dem Verfahren hergestellten Fertigmodulen. Die Erfindung betrifft
außerdem ein Fertigmodul für Gebäudeetagen eines Hauses.
Es ist bekannt Gebäude, zumindest den Keller, aus Fertigteilen aufzubauen.
Insbesondere bei Wohnhäusern ist es wünschenswert, die Baukosten zu
reduzieren. Bei den bisher bekannten Fertigteilen handelt es sich in der Regel
um einzelne Wände oder Wandsegmente sowie Bodenplattensegmente, die an
der Baustelle aufgestellt und dort miteinander verbunden werden. Im Einzelfall
werden auch bereits miteinander verbundene, jedoch allenfalls kurze Wände, auf
die Baustelle vorgefertigt geliefert. Dadurch fallen noch erhebliche Arbeiten an
der Baustelle an, die wiederum die Baukosten erhöhen.
Ein Problem bei der Verwendung größerer Fertigteile besteht darin, dass
einerseits aus statischen Gründen ein Transport schlecht möglich ist und darüber
hinaus zu große Teile aufgrund des Gewichts ein entsprechendes Fahrzeug
benötigen, das dann nicht hinreichend nahe in einem Wohngebiet an die
Baustelle heranfahren kann. Dadurch war bisher ein Vorfertigungsgrad zur
Herstellung einer Etage eines Wohngebäudes, beispielsweise Keller oder
Wohngeschoss, von maximal 55% möglich.
Aus der AT 380 503 B ist ein Bauwerk aus vorgefertigten Raumzellen bekannt,
bei dem einzelne Fertigmodule mindestens ein Deckensegment, mindestens zwei
gegenüberliegende Seitenwandsegmente sowie ein parallel zu den
Seitenwandsegmenten verlaufendes Innenwandsegment aus Leichtbeton
vorgesehen ist. Zum Zusammenfügen von Modulen zu einem Bauwerk sind die
Stirnseiten der aneinanderstoßenden Segmente mit einer bauchigen
Auswuchtung versehen.
Aus der DE 22 29 264 C2 sind ebenfalls transportable Module zur Herstellung
der Geschosse eines Gebäudes bekannt, die die vorstehend erwähnten
Segmente aufweisen. Dabei werden die Module durch Zusammensetzen
einzelner Wandsegmente und Verbinden diese Wandsegmente hergestellt.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit
vorzuschlagen, mit der der Vorfertigungsgrad beim Hersteller gegenüber bisher
erhöht werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und
9 sowie ein Fertigmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 12 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen sind den jeweiligen rückbezogenen
Unteransprüchen zu entnehmen.
Gemäß dem Verfahren wird der Grundriss der Gebäudeetage, wobei es sich
entweder um einen Keller oder um eine Wohnetage handeln kann, in eine der
Größe entsprechenden Anzahl von rechteckige Module aufgeteilt, so dass die
Modulbreite für den späteren Transport eine gewisse Mindestbreite nicht über
schreitet. Die Aufteilung wird dabei so gelegt, dass Gebäudeöffnungen wie
Fenster, Türen oder dergleichen vollständig in einem Modul angeordnet sind und
somit nicht geschnitten werden. Die Aufteilung in die einzelnen rechteckigen
Module erfolgt dabei senkrecht zu der tragenden Innenwand. Die Innenwand ist
insbesondere für die Statik des Hauses und aus Stabilitätsgründen für den
Transport der fertigen Module erforderlich. Infolge der Aufteilung des Grund
risses in die Module und abhängig von der Größe des Grundrisses ergeben sich
damit mindestens zwei Randmodule mit einem Stirnwandsegment, zwei
angrenzenden Seitenwandsegmenten und einem Deckensegment sowie ggf.
ein Bodensegment aufweisen. Alle Module weisen ebenfalls entsprechende
Innenwandsegmente auf.
Zur Herstellung der Fertigmodulen für einen kompletten Fertigkeller oder einer
Bodenetage (ohne Keller) werden auf eine Stahlplatte, vorzugsweise einem
Rütteltisch, senkrechte Außenschalungen für die Stirnseite und die
angrenzenden Seitenwände angebracht. Dabei wird für ein erstes Randmodul
und ggf. daran anschließende Zwischenmodule zusammen die Außenschalung
aufgestellt, während für das zweite Randmodul die Außenschalung beabstandet
von dem ersten Randmodul mit den Zwischenmodulen die Außenschalung
aufgebaut wird. Dies ist notwendig, um spätere Schalungen zu entfernen, sofern
die gesamte Etage in möglichst einem Betoniervorgang vorgefertigt werden soll.
Selbstverständlich ist es auch möglich, das zweite Randmodul zu einem anderen
Zeitpunkt zu fertigen, was jedoch wieder aufwendiger ist.
Als nächstes werden sowohl auf die Innenseite der Außenschalung als auch auf
die Stahlplatte für den Boden Trennungsschienen zur Abgrenzung der einzelnen
Wand- bzw. Bodensegmente angebracht. Die Trennung schienen weisen einen
in Längsrichtung verlaufenden Kanal auf, und sind so ausgebildet, dass in jedem
Segment nach dem Entformen eine Aussparung entsteht. Die
Trennungsschienen sind hierzu zweckmäßigerweise als kollabierbare
Trennungsschienen ausgebildet und werden mittels Magnet an der unteren
Stahlplatte bzw. an der Außenschalung befestigt. In die jetzt entstandenen
Bodensegmente wird die Bewehrung eingebracht. Dabei kann es sich um übliche
Baustahlmatten handeln, die beabstandet voneinander zweilagig in einem
Segment angeordnet werden. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
befinden sich zwischen den Baustahlmatten plattenförmige Dämmstopfkörper,
beispielsweise aus Styropor, um einerseits den Dämmwert der Bodenplatte zu
erhöhen und darüber hinaus das Gewicht zu reduzieren. In üblicherweise werden
entsprechende Bewehrungen am Rand der Bodensegmente, die in die
Seitenwände hineinragen, vorgesehen. Anschließend erfolgt, vorzugsweise in
einem Betoniervorgang, das Ausgießen sämtlicher Bodenplattensegmente in der
gewünschten Höhe.
Nach dem Trocknen der Bodenplattensegmente werden zwei parallel
tunnelförmige Innenschalungen für die Innenseite der Stirnseiten und der
angrenzenden Seitenwänden sowie die Innenwand auf die Bodenwandsegmente
gestellt. Die tunnelförmige Innenschalung ist dazu zweckmäßigerweise variabel
einstellbar, um auch Innenwände herzustellen, die nicht genau in der Mitte
verlaufen und darüber hinaus eine Demontage der tunnelförmigen Innenschalung
zu ermöglichen. Der Zwischenraum zwischen den beiden parallelen
Innenschalungen bildet die Zwischenwand, während der Zwischenraum zwischen
den Tunnelschalungen und der Außenschalung die Seitenwände bzw. die Stirn
wand bildet. Für die Festlegung der Innenwandsegmente müssen zumindest an
einer Seite einer tunnelförmigen Innenschalung entsprechende senkrechte
Trennungsschienen, wie sie auch bei den anderen Wandsegmenten bereits
verwendet wurden, angebracht sein. In die entstandenen Wandsegmenträume
werden übliche Bewehrungen eingebracht, die beispielsweise aus einer Wand
bewehrung und einem Gitterträger bestehen. Ebenso wie bei der Herstellung der
Bodensegmente werden auf die Innenschalung Trennschienen zur Abgrenzung
der Deckensegmente und entsprechende Bewehrung mit den bevorzugten
Dämmkörperplatten angebracht. Jetzt kann das Ausgießen sowohl der
Deckenplattensegmente als auch der Seiten- und Innenwandsegmente mittels
Leichtbeton in einem Vorgang erfolgen. Vorteilhafterweise sind an den
Wandschalungen ebenfalls Rütteleinrichtungen vorgesehen, um eine hohe
Verdichtung des Leichtbetons zu erhalten. Damit sind die einzelnen Module
fertiggestellt. Es ist selbstverständlich, dass mit dem Ausbetonieren auch
entsprechende Aufhängeelemente vorgesehen werden, die ein Abtransport
mittels Kran ermöglichen.
Im Anschluss daran können die tunnelförmigen Innenschalungen, nach dem sie
in ihren Abmessungen etwas verringert wurden, aus den Modulen ausgefahren
werden, wobei bei der Herstellung der gesamten Etage auf einer entsprechend
großen Rüttelplatte zweckmäßigerweise erst mit dem zweiten Randmodul, das
beabstandet von den anderen Modulen hergestellt wurde, begonnen wird, um
diesen Freiraum nach dem Entfernen der Innenschalung und des Moduls für das
Ausfahren der anderen (längeren) Innenschalungen zu ermöglichen.
Die Herstellung von Wohnetagenmodulen erfolgt in entsprechender Art und
Weise, wobei sich hier die Herstellung der Bodensegmente erübrigen, so dass
die Etagenmodule nur Stirnwand-, Seitenwand- und Deckensegmente enthalten.
Vorzugsweise werden zusätzlich in den Bereich der Trennungsschiene
Verbindungselemente angebracht und miteingegossen. Bei diesen Verbindungs
elementen handelt es sich vorteilhafterweise für die Wände um im Betonbau an
sich bekannte Schlaufen, die aus dem fertigen Segment nach dem Ausgießen
herausragen. Für die Verbindung der Decken- und Bodensegmente werden über
die Länge des jeweiligen Segments verteilt im Bereich der Trennungsschiene
Stahlplättchen eingegossen, die beim Zusammenfügen der Module durch damit
verschweißte Stahllaschen mit den Stahlplättchen des benachbarten Segments
verbunden werden. Die Schlaufen dienen dem Durchstecken einer Stahlstange
vor dem Ausgießen des durch die Ausbuchtung an den Stirnseiten der
Wandsegmente gebildeten Kanäle.
Durch diese Ausgestaltung kann sowohl ein Fertigkeller als auch jede beliebige
Wohnetage zuverlässig mit einem Vorfertigungsgrad von nahezu 95%
hergestellt, transportiert und an Ort und Stelle aufgebaut werden. Die einzelnen
Module können schnell, kostengünstig hergestellt werden und sind einerseits
leicht und darüber hinaus auch wärmegedämmt. Es kann zusätzlich bereits im
Werk eine Außenisolierung angebracht werden. Auch können die Innenseiten
bereits vorgestrichen sowie Türrahmen und Fester eingesetzt sein.
Um diesen hohen Vorfertigungsgrad zu erreichen ist es außerdem erforderlich,
die Aufstellung des Kellergeschosses bzw. des die Bodenplatte aufweisenden
Geschosses anzupassen und im Werk vorzubereiten. Hierzu werden auf dem
Baugrund entsprechend dem Grundriss des Gebäudes in dem Bereich unter den
Wänden vorgefertigte Leichtbetonklötze angeordnet. Die Abwasseranschlüsse
und -leitungen werden zwischen den Leichtbetonklötzen gelegt bzw. gesetzt. Um
die Betonklötze zu nivellieren, werden diese Vermessen und der höchste als
Nullpunkt festgelegt. Die anderen Betonklötze erhalten entsprechende Auflagen,
um die Nullinie einzustellen. Anschließend werden zwischen den Betonklötzen
entlag der Wände des Kellers Betonstreifen angeordnet, die die Betonklötze
leicht überragen. Hierzu wie auch bei der Fixierung der Abflussrohre wird in
bekannter Weise Trockenbeton verwendet. Beim nachfolgenden Aufsetzen der
Module auf den noch feuchten Beton und die Betonklötze wird dieser seitlich
herausgedrückt, so dass eine optimale Auflage der Module auf den Betonklötzen
und den Betonstreifen erfolgt. Nach dem Anbringen von möglichen
Verbindungselementen in den Kanälen zwischen den einzelnen Modulen werden
die Kanäle mit entsprechendem bekannten Vergussmörtel ausgegossen. Damit
ist die Bodenetage, sei es Keller oder bereits Wohnetage, fertiggestellt. Auf diese
können dann weitere Etagen aus entsprechenden Etagenmodulen ohne
Bodensegmente aufgebaut werden. Die Verbindung zwischen den Modulen
erfolgt entsprechend und zu der bereits darunterliegenden Etage in bekannter
Weise mit entsprechendem Mauermörtel.
Vorzugsweise werden vorgefertigte Leichtbetonklötze mit auf zwei
gegenüberliegenden Seiten angeordneten Bügel zum Tragen und späteren
Fixieren mit dem Betonstreifen verwendet.
Die entsprechend ausgestalteten Fertigmodule sind vergleichsweise leicht und
können mit Transportfahrzeugen transportiert werden, die auch in Wohnbereiche
gelangen können. Sie weisen zusätzlich, zumindest im Bereich der Bodenplatte
eine Wärmedämmung auf, die gegenüber den bisherigen Bodenplatten um circa
das Zweieinhalbfache vergrößert ist. Sie sind kostengünstig herstellbar und
ermöglichen damit den Aufbau von ganzen Gebäuden mit rechteckigem
Grundriss zu wesentlich geringeren Kosten als bisher aufgrund des hohen
Vorfertigungsgrad im Werk.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels prinzipiell
näher erläutert. Es stellen dar:
Fig. 1 die perspektivische Ansicht eines Modulkellers;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch zwei aneinandergrenzende
Boden- und Deckensegmente;
Fig. 3 eine Darstellung gemäß Fig. 2 mit Verbindungslasche;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch zwei aneinanderstoßende
Wandsegmente;
Fig. 5 die Draufsicht auf einen Leichtbetonklotz für das Fundament;
Fig. 6 eine Draufsicht auf das Fundament eines Hauses und
Fig. 7 eine prinzipielle Ansicht der Bodenetage auf den Leicht-
Metallklötzen des Fundaments.
Fig. 1 zeigt beispielhaft einen Fertigmodulkeller 1. Die nachfolgende
Beschreibung könnte sich entsprechend auch auf eine die Bodenplatte
enthaltende Wohnetage beziehen, wenn es sich um ein Gebäude ohne Keller
handelt. Ein auf dem Fertigmodulkeller 1 anzuordnende Wohnetage kann
entweder in konventioneller Bauart oder durch entsprechende Module ohne
Bodensegment ausgebildet sein.
In diesem Beispiel besteht der Fertigmodulkeller aus vier Modulen
unterschiedlicher Breite. Ein erstes Randmodul 2 mit einem Kellerfenster, einem
Zwischenmodul 3 mit einem Kellerfenster, einem Zwischenmodul 4 ohne
Gebäudeöffnung und einem weiteren Randmodul 5 mit einem Kellerfenster und
einer Tür. Die einzelnen Module weisen Bodensegmente 6, Seitenwandsegmente
7, Stirnseitensegmente 8 und Deckensegmente 9 auf. Der gesamte Fertigmodul
keller wurde entsprechend den gestrichelten Linien geteilt, wobei die Teilung
einerseits durch die Gebäudeöffnungen und andererseits durch die maximal
erlaubte Transportbreite von 3 Metern begrenzt wird. Im Inneren verläuft mit einer
strichpunktierten Linie angedeutet eine Innenwand 11 senkrecht zu den
Trennungslinien 10 für die Module. Selbstverständlich sind in den
Deckensegmenten weitere Öffnungen für Abwasserrohre, Kamine und
Treppenaufgang vorgesehen. Diese sind in der Figur nicht dargestellt.
Fig. 2 zeigt die Stossstelle zwischen zwei Bodensegmenten 6. Deckensegmente
sind entsprechend ausgebildet und miteinander verbunden. Aus dem Schnitt ist
außerdem der Aufbau des Bodensegments 6 mit einer oberen Bewehrung 12 und
einer unteren Bewehrung 13 in Form üblicher Stahlmatten ersichtlich, die über
nicht dargestellte Abstandshalter in ihrer Lage gehalten werden. Zwischen den
Bewehrungsmatten befinden sich Dämmstoffplatten 14, beispielsweise aus
Styropor, die einerseits wärmedämmend wirken und darüber hinaus das
Modulgewicht verringern. An den Stirnseiten 15 der Segmente 6 befindet sich
eine eckige Ausbuchtung 16, die in eine obere und eine untere konische Öffnung
17 bzw. 18 übergeht. Die obere konische Öffnung ist wesentlich weiter als die
untere konische Öffnung 18 ausgebildet. Dieser Kanal 32 durch Ausbuchtungen
gebildet, zieht sich entlang der gesamten Stirnseite der Segmente 6 und wird von
oben mit einer entsprechenden Betonmasse gefüllt, um den Spalt zwischen den
Segmenten 6 bzw. den Modulen zu schließen. Durch die Kanten in den
Ausbuchtungen 16, 23 wird ein zusätzlicher Kraftschluss erreicht. Um eine
sichere Fixierung der Module aneinander zu gewährleisten, werden über die
Länge der Stirnseiten 15 verteilt einzelne, in Fig. 3 dargestellte Laschen 19
vorgesehen, die in einer Ausbuchtung 20 angeordnet sind und mit in den
Segmenten 6 eingegossenen Stahlplättchen 21 verschweißt werden. Beim
Ausgießen mit Beton wird sowohl der Spalt zwischen den Segmenten als auch
die Ausnehmung 20 geschlossen.
Fig. 4 zeigt die Verbindung der Wände mit einem Schnitt durch die
Randbereiche zweier aneinanderstoßender Wände 11. Entsprechend verhält es
sich auch mit der Verbindung der Seitenwandsegmente 7. Die Wände enthalten
ebenfalls eine bekannte Stahlarmierung im Inneren und sind wie alle anderen
Segmente aus Leichtbeton hergestellt. An den Stirnseiten 22 der Innenwände 11
befindet sich ähnlich wie in den Fig. 2 und 3 eine Ausbuchtung 23, die oben
und unten in einen schmalen konischen Spalt 24 mündet. Im Inneren des durch
die Ausbuchtungen gebildeten Kanals 32 befinden sich in die Wand
eingegossene Stahlschlaufen 25 durch die bei der Montage vor dem Eingießen
des Betons eine Stahlstange 31 hindurchgesteckt wird. Die konischen engen
Spalten 24 sowie die konische Öffnung 18 verhindern einerseits das Ausfließen
des Betons und andererseits das Eindringen von Wasser durch Haarrisse.
Derart ausgestalte Decken und Bodensegmente können mit einer Höhe von 18 cm
aufgebaut werden und weisen in Verbindung mit der Innenwand 11 eine
ausreichende Tragfähigkeit und Stabilität auf. Für den Transport werden
zusätzliche Spannstangen zwischen den Außenwänden und der Innenwand
eingesetzt.
Fig. 5 zeigt die Draufsicht auf einen Leichtbetonklotz 26 mit zwei
gegenüberliegenden eingegossenen Bügel 27. Derartige Klötze weisen eine
Abmessung von 60 × 60 cm und eine Höhe von circa 20 cm auf. Die Bügel 27
dienen einerseits dem Tragen und andererseits der Fixierung des
Streifenfundaments zwischen den einzelnen Leichtbetonklötzen 26, wie es in der
Fig. 6 dargestellt ist. Selbstverständlich können noch weitere Leichtbetonklötze
26 unten den Seitenwänden bzw. der Innenwand angeordnet sein. Die an den
Ecken oder am Ende der Innenwand angeordneten Leichtbetonklötze weisen
entsprechende Bügel an den anderen Seiten des Leichtbetonklotzes auf.
Zwischen den Leichtbetonklötzen 26 befindet sich die Abwasserleitung 28 mit
entsprechenden Anschlüssen.
Fig. 7 zeigt einen schematischen Schnitt durch den Fertigmodulkeller mit den
Leichtbetonklötzen 26 unter den jeweiligen Seitenwandsegmenten 7 und
Innenwandsegmenten 11'. Die tieferliegenden Leichtbetonklötze erhalten eine
Auflage 29. Zwischen den Leichtbetonklötzen 26 werden Betonstreifen 30
angeordnet, die eine größere Höhe als die Leichtbetonklötze 26 aufweisen, so
dass beim Absetzen des Fertigmodulkellers 1 der überstehende Beton
weggedrückt wird.
Claims (17)
1. Verfahren zum Herstellen von rechteckigen Gebäudeetagen aus
Fertigmodulen mit mindestens einer sich von einer Seitenwand zur
gegenüberliegenden Seitenwand erstreckenden Innenwand,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
- A) Aufteilen der herzustellenden mindestens aus vier Seitenwänden und einer Decke bestehenden Gebäudeetage (1) senkrecht zur Innenwand (11) in einzelne rechteckige Module (2 bis 5), die mindestens zwei Randmodule (2, 5) mit einem Stirnseitensegment (8) und zwei angrenzenden Seitenwandsegmenten (7) sowie ggf. zusätzliche Zwischenmodule (3, 4) mit zwei gegenüber angeordneten, zur Innenwand (11) parallel verlaufenden Seitenwandsegmenten (7);
- B) Anbringen einer ersten senkrechten Außenschalung für das Stirn seitensegment (8) und angrenzende Seitenwandsegmente (7) für das erste Randmodul (2) und ggf. übergreifend direkt anschließende Zwischenmodule (3, 4), und Anbringen einer zweiten senkrechten Außenschalung für das Stirnseitensegment (8) und angrenzende Seitenwandsegmente (7) für das zweite Randmodul (5) beabstandet von der ersten Außenschalung;
- C) Anbringen von senkrechten Trennungsschienen zur Abgrenzung der einzelnen Wandsegmente, wobei die Trennungsschienen einen in Längsrichtung verlaufenden Kanal aufweisen, der in jedem Segment nach dem Entformen eine Ausbuchtung (16, 23) ergibt;
- D) Anbringen jeweils einer ersten tunnelförmigen Innenschalung für die Innenseite der Stirnseitensegmente (8) und angrenzenden Seitenwandsegmenten (7) sowie der Innenwandsegmente (11') für die Module (2 bis 5) gemäß Schritt B;
- E) Anbringen von senkrechten Trennungsschienen zur Abgrenzung der einzelnen Innenwandsegmenten (11') entsprechend Schritt C;
- F) Anbringen von jeweils einer zweiten tunnelförmigen Innenschalung parallel zu der ersten tunnelförmigen Innenschalung gemäß Schritt D für die auf der anderen Seite der Innenwand (11) befindlichen Bereiche der Stirnseitensegmente (8) und angrenzenden Seitenwandsegmenten (7) sowie die zweite Seite des Innenwandsegments (11') gemäß Schritt B;
- G) Anbringen von waagrechten Trennungsschienen für die Decken segmente (9) entsprechend Schritt C;
- H) Einbringen von Bewehrungen in die Zwischenräume zwischen die Schalungen,
- I) Ausgießen der Deckensegmente (9) und der Wandsegmente (7, 8, 11') mittels Leichtbeton gleichzeitig in einem Betoniervorgang; und
- J) Ausfahren der tunnelförmigen Innenschalung nach dem Aushärten des Leichtbetons.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aus
schalungen gemäß Schritt B auf einer ebenen Stahlplatte zur
zusätzlichen Herstellung von Bodensegmenten (6) für die Module (2 bis
5) aufgebracht und folgende Schritte zusätzlich ausgeführt werden:
- 1. Anbringen von waagerechten Trennungsschienen mit einem in Längsrichtung verlaufenden Kanal zur Bildung einer Ausbuchtung (16) nach dem Entformen in jedem Bodensegment (6) und zur Abgrenzung der Bodensegmente;
- 2. Anbringen von waagerechten Bewehrungen für die Bodensegmente (6) und senkrechten Bewehrungen für die spätere Verbindung mit den Wandsegmenten (7, 8, 11');
- 3. Giessen der Bodensegmente (6) aus Leichtbeton in gewünschter Höhe; und
- 4. Trocknenlassen des Leichtbetons.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach
dem Vergießen des Leichtbetons eine Rüttelung erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch ge
kennzeichnet, dass zusätzlich in dem Bereich der Trennungsschienen
Verbindungselemente (19, 21, 25) angebracht und miteingegossen
werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den
Boden- und Deckensegmenten (6, 9) über die Länge der aneinander
grenzenden Stirnseiten (15) verteilt Stahlplättchen (21) eingegossen
werden, die beim Zusammenfügen der Module (2 bis 5) durch damit
verschweißte Stahllaschen (19) fest verbunden werden.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in den
Seitenwandsegmenten (7) und Innenwandsegmenten (11') aus diesen
herausragende Schlaufen (25) eingegossen werden, durch die zum
Zusammenfügen der Module (2 bis 5) vor dem Ausgießen mit Beton eine
Stahlstange (31) durchsteckbar ist.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass zumindest in den Boden- und Deckensegmenten
(6, 9) zwischen der Bewehrung leichte Dämmstoffkörper (14) angeordnet
werden.
8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass die Module auf einer Stahlplatte hergestellt
werden, wobei die tunnelförmigen Innenschalungen zuerst aus dem
ersten zweiten Randmodul (5) ausgefahren und aus dem Zwischenraum
zwischen diesem und dem nächsten Modul (4) entfernt werden, dann das
zweite Randmodul (5) von der Stahlplatte entfernt wird, und
anschließend entsprechend die tunnelförmigen Innenschalungen aus
den Zwischenmodulen (4, 3) und dem ersten Randmodul (2)
ausgefahren und entfernt werden.
9. Verfahren zum Aufstellen von mindestens einer Bodenetage aus den
Fertigmodulen (2 bis 5) gemäß den vorangegangenen Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, dass auf den Baugrund entsprechend dem
Grundriss des Gebäudes in dem Bereich unter den Wandsegmenten (7,
8, 11') Leichtbetonklötze (26) angeordnet werden;
die Abwasseranschlüsse und -leitungen (28) gelegt bzw. gesetzt und fixiert werden; die Leichtbetonklötze (26) vermessen, der höchste als Nullpunkt festgelegt und auf die anderen entsprechende Ausgleichsstücke (29) aus Stahl aufgelegt werden;
zwischen die Leichtbetonklötze (26) entlang der Wandsegmente (7, 8, 11') der Etage Betonstreifen (30) angeordnet werden, die die Betonklötze (26) leicht überragen,
anschließend die Bodenetagenmodule (2 bis 5) auf den noch feuchten Beton (30) und die Betonklötze (26) aufgesetzt wird,
die Verbindungselemente angeordnet und
die durch die Ausbuchtungen (16, 23) gebildeten Kanäle ausgegossen werden.
die Abwasseranschlüsse und -leitungen (28) gelegt bzw. gesetzt und fixiert werden; die Leichtbetonklötze (26) vermessen, der höchste als Nullpunkt festgelegt und auf die anderen entsprechende Ausgleichsstücke (29) aus Stahl aufgelegt werden;
zwischen die Leichtbetonklötze (26) entlang der Wandsegmente (7, 8, 11') der Etage Betonstreifen (30) angeordnet werden, die die Betonklötze (26) leicht überragen,
anschließend die Bodenetagenmodule (2 bis 5) auf den noch feuchten Beton (30) und die Betonklötze (26) aufgesetzt wird,
die Verbindungselemente angeordnet und
die durch die Ausbuchtungen (16, 23) gebildeten Kanäle ausgegossen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leicht
betonklötze (26) mit Bügel (27) zum Tragen und späteren Fixieren mit
den Betonstreifen (30) verwendet werden.
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass auf die zusammengefügten Boden
etagenmodule weitere Etagenmodule aufgesetzt werden.
12. Fertigmodul für Gebäudeetagen eines Hauses mit mindestens einem
Deckensegment (9) und mindestens zwei gegenüberliegenden
Seitenwandsegmenten (7) sowie einem parallel zu den
Seitenwandsegmenten (7) verlaufenden Innenwandsegment (11') aus
Leichtbeton, wobei die Stirnseiten der beim Zusammenfügen von
Modulen zu einer Gebäudeetage aneinanderstoßenden Segmente eine
bauchige Ausbuchtung (16, 23) aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
dass
die Segmente zusammen in einem Guss hergestellt und zu einem einstückigen Modul verbunden sind,
das Deckensegment (9) und ggf. auch das Bodensegment (6) zwischen der Bewehrung (12, 13) Dämmstoffkörper (14) aufweist,
zumindest bei den Wandsegmenten (7, 11') in die Ausbuchtung (23) in das jeweilige Segment eingegossene Verbindungselemente (25) hineinragen, so dass beim Zusammenfügen der Module (2 bis 5) die Ausbuchtungen (23) einander zugewandt sind und einen Kanal (32) bilden, in den die Verbindungselemente (25) hineinragen, und
an den Boden- bzw. Deckensegmenten (6, 9) auf der Oberseite zusätzliche Verbindungselemente (19, 21) angeordnet sind.
die Segmente zusammen in einem Guss hergestellt und zu einem einstückigen Modul verbunden sind,
das Deckensegment (9) und ggf. auch das Bodensegment (6) zwischen der Bewehrung (12, 13) Dämmstoffkörper (14) aufweist,
zumindest bei den Wandsegmenten (7, 11') in die Ausbuchtung (23) in das jeweilige Segment eingegossene Verbindungselemente (25) hineinragen, so dass beim Zusammenfügen der Module (2 bis 5) die Ausbuchtungen (23) einander zugewandt sind und einen Kanal (32) bilden, in den die Verbindungselemente (25) hineinragen, und
an den Boden- bzw. Deckensegmenten (6, 9) auf der Oberseite zusätzliche Verbindungselemente (19, 21) angeordnet sind.
13. Fertigmodul nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die
zusätzlichen Verbindungselemente (19, 21) in einer Vertiefung entlang
der Stirnseiten (22) der Decken- bzw. Bodensegmente (9, 6) verteilt
angeordnet sind und aus eingegossenen Stahlplättchen (21) bestehen,
die mittels einer mit diesen verschweißbaren Stahllasche (19) verbindbar
sind.
14. Fertigmodul nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass
die einander zugewandten Ausbuchtungen (16, 23) einen inneren
bauchigen, am Umfang kantigen Bereich und einen jeweils beidseitig
daran anschließenden konisch verlaufenden Bereich (17, 18, 24) bilden.
15. Fertigmodul nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die
konischen Bereiche bei den Boden- und Deckensegmenten (6, 9) von der
Oberseite zur Unterseite konisch verlaufen.
16. Fertigmodul nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei den
Wandsegmenten (7, 11') der konische Bereich (24) von der Ausbuchtung
(23) weg konisch spitz zuläuft.
17. Fertigmodul nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass in den
durch die Ausbuchtungen gebildeten Kanal (32) Schlaufen (25)
hineinragen, durch die eine Stange (31) hindurchsteckbar ist.
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2000
- 2000-09-15 DE DE2000146138 patent/DE10046138C2/de not_active Expired - Fee Related
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