DE4015353A1 - Lastverstelleinrichtung - Google Patents
LastverstelleinrichtungInfo
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Throttle Valves Provided In The Intake System Or In The Exhaust System (AREA)
Description
Lastverstelleinrichtung mit einer die Leistung einer
Brennkraftmaschine bestimmenden Drosselklappe, die mit
einer im Drosselklappengehäuse gelagerten Drosselklap
penwelle drehfest verbunden ist, wobei auf die Drossel
klappenwelle ein Stellelement einwirkt, das mit einem
mit einem Fahrpedal gekoppelten Mitnehmer zusammenwirkt
und mittels eines mit einer elektronischen Regelein
richtung zusammenwirkenden Elektromotors steuerbar ist,
der über einen in eine Richtung wirkenden ersten
Mitnehmer mit der Drosselklappenwelle verbindbar ist.
An mit Vergasern oder Einspritzpumpen zusammenwirkende
Lastverstelleinrichtungen ist die Anforderung einer op
timalen Regelung der Brennkraftmaschine über den ge
samten Lastbereich zu stellen. Hierzu bedarf es eines
komplizierten Aufbaus bzw. einer komplizierten Steue
rung. So weisen Vergaser beispielsweise neben der ei
gentlichen Einrichtung zur Gemischbildung Zusatzein
richtungen wie Abmagerungs-, Start-, Leerlauf-, Be
schleunigungs-, Spareinrichtungen usw. auf. Die Ein
richtungen verkomplizieren den Aufbau des Vergasers und
erfordern einen erhöhten Bauaufwand, indem zusätzliche
Einspritzdüsen, Pumpen, besondere Ausgestaltungen der
Düsennadeln und separate Luftzuführungen erforderlich
sind, ganz abgesehen von den hiermit verbundenen hohen
Steuerungsanforderungen.
Von besonderer Bedeutung ist bei Lastverstelleinrich
tungen die Beherrschung des Lastzustandes des Leer
laufs, bei dem von den Brennkraftmaschinen nur eine
minimale Leistung abgegeben wird, dieser aber gerade
bei Kraftfahrzeugen unter Umständen Verbraucher gegen
überstehen, die eine große Leistung fordern, wie Ge
bläse, Heckscheibenbeheizung, Klimaanlage usw. Um die
sen eventuellen Leistungsanforderungen Rechnung zu tra
gen, ist eine Regelung der Lastverstelleinrichtung zwi
schen einer minimalen und einer maximalen Leerlauf
stellung erforderlich. Bei Ausfall der Regelung ist
eine Leerlaufnotstellung des Stellglieds bzw. Steuer
elements sicherzustellen.
Im Unterschied zu der beschriebenen Problemstellung
finden Lastverstelleinrichtungen der genannten Art in
aller Regel dort Verwendung, wo das Fahrpedal und das
Stellglied elektronisch miteinander verknüpft sind. Das
Fahrpedal ist mit dem Mitnehmer gekoppelt und dieser
mit dem Steuerelement. Ferner ist ein mit diesem zusam
menwirkendes Sollwerterfassungelement und ein mit die
sem zusammenwirkendes und auf den elektrischen Stellan
trieb einwirkendes Istwerterfassungselement vorgesehen,
wobei der elektrische Stellantrieb in Abhängigkeit von
den erfaßten Werten durch die elektronische Regelein
richtung ansteuerbar ist. Die elektrische Verknüpfung
von Fahrpedal und Stellglied mit der dazwischen
geschalteten elektronischen Regeleinrichtung ermöglicht
es, durch das Fahrpedal und den mit diesem gekoppelten
Mitnehmer vorgegebene Sollwertpositionen in Bezug zu
den durch die Stellung des Steuerelements und Stell
glieds wiedergegebenen Istwerten zu setzen und auf
gegebene oder fehlende Plausibilitätsbedingungen hin zu
überprüfen, so daß bei Vorliegen bzw. Fehlen bestimmter
Plausibilitätsbedingungen die Möglichkeit besteht, über
die elektronische Regeleinrichtung durch Ansteuerung
des elektrischen Stellantriebs korrigierend auf das
Stellglied, das beispielsweise als Drosselklappe oder
Einspritzpumpe ausgebildet sein kann, einzuwirken. So
kann beispielsweise ein Eingriff durch die elektroni
sche Regeleinrichtung zur Vermeidung von Radschlupf
beim Anfahren infolge zu hoher Leistungsvorgabe durch
das Gaspedal vorgesehen sein. Andere automatische Ein
griffe in die Lastverstelleinrichtung sind beispiels
weise denkbar bei automatischen Schaltvorgängen eines
Getriebes, einer Geschwindigkeitsbegrenzungsregelung
oder der zuvor erörterten Leerlauf-Regelung der Brenn
kraftmaschine.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Lastverstelleinrichtung der eingangs genannten Art
zu schaffen, die bei einer baulich einfachen Gestaltung
und bei Fortlassung aufwendiger Bauteile eine sichere
und genaue Regelung der Brennkraftmaschine über den
gesamten Leerlaufbereich und bei Ansprechen der Anti
schlupf-Regeleinrichtung ein Abregeln gewährleistet.
Gelöst wird die Aufgabe dadurch, daß neben dem einen
Mitnehmer zwei weitere, mit Abstand zueinander ange
ordnete, einen Freilaufhaken bildende Mitnehmer mit
mindesten zwei Anschlägen vorgesehen sind, zwischen
denen ein Mitnehmer der Drosselklappenwelle aufgenommen
ist. Durch die Verwendung des ersten Mitnehmers
zwischen Elektromotor und der Drosselklappenwelle läßt
sich auf einfache Weise die auf der Ausgangswelle des
Motors vorgesehene Kupplung einsparen. Tritt im Vol
last-Regelbereich ein Antischlupf-Regelfall auf, so
stellt der erste Mitnehmer sicher, daß aus dem Vollast-
Regelbereich in den Leerlauf-Regelbereich abgeregelt
werden kann. Hierzu ist es vorteilhaft, daß der
Freilaufhaken zur Aufnahme des Hebels der Drossel
klappenwelle mittels einer ersten Feder in Leerlaufmax-
Richtung und mittels einer zweiten Feder in Leer
laufmin-Richtung verstellbar ist. Dadurch wird sicher
gestellt, daß die Drosselklappenwelle ständig druck
mittelbeaufschlagt ist, so daß beim Aufregeln sowie
beim Abregeln bei der Verstellung der Drosselklappe
kein Momentensprung an der Drosselklappenwelle auf
tritt. Hierdurch läßt sich die Drosselklappe sehr genau
ansteuern und auf die jeweils gewünschte Position
einstellen.
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung
ist vorgesehen, daß der zwischen den beiden Mitnehmern
bewegliche Hebel der Drosselklappenwelle mittels einer
dritten Feder in Richtung des dritten Mitnehmers des
Freilaufhakens verstellbar und gegen diesen zur Anlage
bringbar ist. Die dritte Feder hat die Aufgabe, den
Hebel der Drosselklappe ständig in Aufregelrichtung,
d. h. in Richtung der Leerlaufmax-Position zu beaufschla
gen, wobei der Elektromotor mittels des ersten
Mitnehmers gegen die Stellkraft der dritten Feder wirkt
und dadurch den Mitnehmer der Drosselklappe in
Wirkverbindung mit der dritten Feder hält. Wird
beispielsweise der Elektromotor mittels einer elek
trischen Regeleinrichtung in Aufregelrichtung ange
steuert, so führt die dritte Feder die Drosselklappen
welle bis zur Leerlaufmax-Position nach.
Da in vorteilhafter Weise der Freilaufhaken mittels der
ersten Feder gegen einen Anschlag zur Anlage bringbar
ist, der an dem über das Fahrpedal verstellbaren
Mitnehmer vorgesehen ist, wird bei Verlassen des Leer
laufregelbereichs die Drosselklappe über das Fahrpedal
und den zweiten Mitnehmer in Vollastrichtung verstellt,
wobei das Fahrpedal gegen die Wirkung der Rückstell
feder arbeitet. Tritt der Antischlupf-Regelfall auf, so
wird der Freilaufhaken von dem Anschlag des mit dem
Fahrpedal verbundenen Mitnehmers gegen die Wirkung der
ersten Feder bzw. ASR-Feder wegbewegt und die Drossel
klappe in die gewünschte Position verstellt. Die Ver
stellung des Freilaufhakens erfolgt im Antischlupf-
Regelfall über den Elektromotor. Der Fahrer hat in
diesem Fall keinen Einfluß auf die Stellung der
Drosselklappe.
Gemäß eines besonderen Merkmals der erfindungsgemäßen
Lösung ist schließlich vorgesehen, daß der mit dem
Elektromotor in Wirkverbindung stehende Mitnehmer
mittels der zweiten Feder in die Leerlaufrichtung
(LLmin) beaufschlagbar und gegen eine vierte Feder zur
Anlage bringbar ist, die bei Ausfall einer Regel
einrichtung zur Ansteuerung des Elektromotors die
Drosselklappe in eine Leerlaufnot-Position verstellt.
Hierdurch wird auf vorteilhafte Weise die Drossel
klappenwelle in beide Drehrichtungen kraftmäßig beauf
schlagt, so daß bei einem Lastwechsel keine Momen
tensprünge auftreten. Hierdurch werden die beweglichen
Teile des Stellglieds sehr geschont und dadurch die
Lebensdauer des Stellglieds verlängert.
Durch die Erfindung wird es auf einfache Weise möglich,
daß das Fahrpedal über den Mitnehmer und die erste
Feder mit einem Freilaufhaken wirkungsmäßig verbunden
ist, der die zwei mit Abstand zueinander angeordneten
Mitnehmer aufweist, zwischen denen der an die Drossel
klappenwelle angeordnete Hebel zwischen einer unteren
Leerlaufstellung (LLmin) und einer oberen Leerlauf
stellung (LLmax) ständig druckmittelbeaufschlagbar ist.
Vorteilhaft ist es ferner, daß die zwischen dem
Freilaufhaken und dem mit dem Fahrpedal wirkungsmäßig
verbundenen Mitnehmer wirkende erste Feder über den
Elektromotor oder über das Fahrpedal vorspannbar ist.
Durch die Verwendung der Feder läßt sich auf einfache
Weise der mit der Drosselklappenwelle verbundene
Anschlag vom Hebel der Drosselklappenwelle wegbewegen,
wenn der Vollast-Regelbereich verlassen werden soll.
Ferner ist es in vorteilhafter Weise möglich, im Anti
schlupf-Regelfall den Freilaufhaken sofort vom Anschlag
wegzubewegen, so daß der Fahrer dann auf die Stellung
der Drosselklappenwelle keinen Einfluß mehr hat. Im
Antischlupf-Regelfall wird der Elektromotor über die
Regeleinrichtung so lange angesteuert, bis sich die
Normalsituation wieder einstellt.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in der Beschreibung
der Figuren dargestellt, wobei bemerkt wird, daß alle
Einzelmerkmale und alle Kombinationen von Einzel
merkmalen erfindungswesentlich sind.
In den Figuren ist die Erfindung an einer Ausführungs
form beispielsweise dargestellt, ohne auf diese Ausfüh
rungsform beschränkt zu sein. Es zeigt:
Fig. 1 ein Blockschaltbild zur Verdeutlichung
der prinzipiellen Funktion der erfin
dungsgemäßen Lastverstelleinrichtung
mit dem erfindungsgemäßen Freilauf
haken.
Die in dem Rahmen 18 dargestellten Teile gemäß Fig. 1
bilden ein Stellglied bzw. eine Lastverstelleinrich
tung 10, die in einer Baueinheit zusammengefaßt sind.
Zu der Lastverstelleinrichtung 10 gehört ein Stellmotor
bzw. Elektromotor 14, der über ein in der Zeichnung
nicht dargestelltes Getriebe mit einer Abtriebswelle 39
antriebsverbunden ist, die über einen ersten
Mitnehmer 45 mit einer Drosselklappenwelle 36 und dann
einer Drosselklappe 9 antriebsmäßig verbunden ist. Über
den Mitnehmer 45 werden die Stellkräfte des
Elektromotors 14 zur Drosselklappe 9 in Abregelrichtung
übertragen, und dadurch wird eine Verstellung in die
gewünschte Position bis LLmin herbeigeführt.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, kann die Lastverstellein
richtung 10 über ein Fahrpedal 1 verstellt werden, wo
bei durch Betätigung des Fahrpedals 1 ein Hebel 2 zwi
schen einem Leerlaufanschlag LL und einem Vollastan
schlag VL verschoben und über eine Rückzugfeder 5 in
Leerlaufrichtung LL vorgespannt wird. Das Fahrpedal 1
ist mittels eines Gaszugs 3 an einen Mitnehmer 4 ange
schlossen, so daß bei Betätigung des Fahrpedals 1 der
Mitnehmer 4 in Richtung des Vollastanschlags VL ver
schoben wird.
An den Mitnehmer 4 ist mindestens eine Rückstell
feder 6 angeschlossen, die diesen in Leerlaufrichtung
LL vorspannt. Solange der Gaszug 3 nicht beaufschlagt
wird, liegt der Mitnehmer 4 an dem ihm zugeordneten
Leerlaufanschlag LL an.
Der Mitnehmer 4 wirkt über eine erste Feder 46 mit
einem Freilaufhaken 47 zusammen, der erfindungsgemäß
aus einem verstellbar gelagerten Gestänge 61 mit daran
angeordneten Mitnehmern 49, 51 besteht, die eine
Ausnehmung bilden, in der ein erstes Steuer
elementteil 8a mit einem Hebel 52 aufgenommen ist.
Der Freilaufhaken 47 wird mittels der Feder 46 gegen
einen am Mitnehmer 4 vorgesehenen Anschlag 63 gezogen,
so daß sich der Freilaufhaken 47 im Bedarfsfall von
diesem wegbewegen kann.
Das erste Steuerelementteil 8a besteht aus dem Hebel 52
und einer diesen aufnehmenden Drosselklappenwelle 36.
Die erfindungsgemäße Lastverstelleinrichtung 10 weist
neben dem ersten Steuerelementteil 8a ein zweites
als Abtriebswelle 39 des Elektromotors 14 ausgebildetes
Steuerelementteil 8b auf.
Die Abtriebswelle 39 weist endseitig einen ersten
Mitnehmer 45 auf, der gegen einen an der
Drosselklappenwelle 36 angeordneten Mitnehmer bzw.
Hebel 44 zur Anlage bringbar ist, so daß der erste
Mitnehmer 45 und der Mitnehmer 44 eine Einwegkupplung
darstellen, die eine Verstellung der
Drosselklappenwelle 36 nur in Richtung der
Leerlaufposition LLmin ermöglicht. An die
Abtriebswelle 39 ist eine Feder 22 angeschlossen, die
mit ihrem anderen Ende an einen ortsfesten Punkt 69 in
der Lastverstelleinrichtung 10 angeschlossen ist und
die Abtriebswelle 39 und somit auch die
Drosselklappenwelle 36 mit der zugehörigen Drossel
klappe 9 in Richtung minimaler Leer
laufstellung (LLmin) vorspannt. In dieser Stel
lung LLmin liegt auch das erste Steuerelementteil 8a
mit seinem Hebel 52 gegen den zweiten Mitnehmer 49 an,
so daß über den gesamten Leerlaufregelbereich LLmin bis
LLmax der Freilaufhaken 47 in Leerlaufrichtung LLmin
vorgespannt ist. Wird beispielsweise das Fahrpedal 1
betätigt, so wird über den zweiten Mitnehmer 49 die
Drosselklappenwelle 36 außerhalb des Leerlaufre
gelbereichs, d. h. Teillast- bzw. Vollastbetrieb, in
Aufregelrichtung betätigt. Die Feder 46 zieht im
Teillast- bzw. Vollastbetrieb den Freilaufhaken 47
gegen den Anschlag 63, so daß die beiden Steuerelemente
als Einheit verstellt werden.
Um die beiden Steuerelementteile 8a und 8b in einer
Abregelrichtung mechanisch miteinander zu kuppeln,
liegt, wie bereits erläutert, der Mitnehmer 45 gegen
den Mitnehmer 44 an, wobei die Feder 22 die
Drosselklappenwelle 36 in die Leerlaufmin-Position
beaufschlagt, so daß eine gegen die Abtriebswelle 39
wirkende Notlauffeder 20 zusammengedrückt wird.
Unterstellt man, daß die Drosselklappe 9 zwischen den
Betriebsstellungen LLmin und LLmax in einem
Winkelbereich von 8° mittels des Elektromotors 14
verstellt wird, so wird die Abtriebswelle 39 des
Elektromotors 14 durch ein in der Zeichnung nicht
dargestelltes Getriebe um ca. 560° gedreht. Die
Notlauffeder 20 stellt dabei sicher, daß bei einem
Defekt in einer elektronischen Regeleinrichtung 17 oder
des Elektromotors 14 die Widerstandsmomente des
Elektromotors 14 oder der Getriebeteile bzw. die
Unterdruckkräfte überwunden werden und eine Rückführung
der Drosselklappe 9 in die Leerlaufnot-Position (LLno)
erfolgt.
Bei der Übersetzung der Drehbewegung der Abtriebs
welle 39 des Elektromotors 14 ist die Istwerterfas
sungseinrichtung 19 vorteilhaft im Bereich des schwenk
baren Freilaufhakens 47 angebracht, während die Soll
werterfassungeinrichtung 65 im Bereich des Mitnehmers 4
vorgesehen ist.
Tritt ein Antischlupf-Regelfall (ASR) auf, so erfolgt
mittels des ersten Elektromotors 14 ein Abregeln der
Brennkraftmaschine. Hierdurch wird die Betriebs
sicherheit erhöht, da sichergestellt wird , daß im ASR-
Regelfall kein Aufregeln der Brennkraftmaschine möglich
ist, weil der Mitnehmer 45 die Drosselklappenwelle 36
nicht in Richtung Öffnen drehen kann.
In Fig. 1 ist die elektronische Regeleinrichtung 17,
die Aufbereitungs-, Logik- und Regelschaltungen ent
hält, schematisch angedeutet. In ihrem Digitalteil
speichert die Regeleinrichtung 17 Werte für die Fahr
zeuganpassung und verarbeitet die digitalen oder digi
talisierten Werte verschiedener Eingangsgrößen, die
dann die gewünschte Stellung der Drosselklappe 9 über
ein Analogteil regeln. Mit der elektronischen Regelein
richtung 17 wirkt die eine zu den Steuerelementteilen
8a, 8b gehörende Istwerterfassungseinrichtung 19 sowie
eine dem Mitnehmer 4 zugeordnete, die jeweilige Posi
tion des Mitnehmers 4 ermittelnde Sollwerterfassungs
einrichtung 65 zusammen.
Der ersten Istwerterfassungseinrichtung 19 ist ein Po
tentiometer 66 und der Sollwerterfassungseinrichtung 65
ein zweiter Potentiometer 67 zugeordnet.
Die Regeleinrichtung 17 hat die Aufgabe, alle eingege
benen Signale, z. B. Geschwindigkeit, mittels der Poten
tiometer 66, 67 zu erfassen und miteinander zu verglei
chen. Weicht beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit vom
gesetzten Sollwert ab, so wird das Stellglied so lange
angesteuert, bis die vorgegebene Geschwindigkeit er
reicht ist.
Von der elektronischen Regeleinrichtung 17 werden dar
über hinaus über einen Leerlaufkontakt 68, der von dem
Mitnehmer 4 aktiviert wird, Signale erfaßt, wenn dieser
an dem ihm zugeordneten Leerlaufanschlag LL zur Anlage
kommt, so daß im Leerlauf-Regelbereich der Elektromotor
über die Regeleinrichtung angesteuert wird.
Die elektronische Regeleinrichtung 17 dient im Zusam
menwirken mit der Istwerterfassungseinrichtung 19 und
den externen Bezugsgrößen dem Zweck, eine Sicherheits
logik betreffend der Steuerung des ersten und zweiten
Steuerelementteils 8a, 8b aufzubauen. Sobald die elek
tronische Regeleinrichtung 17 oder der Elektromotor 14
nicht mehr einwandfrei funktionieren, wird durch die in
Richtung der maximalen Leerlaufstellung vorgespannte
Notlauffeder 20 die Drosselklappe 9 in die Leerlaufnot-
Stellung LLnot bewegt.
Mit der erfindungsgemäßen Lastverstelleinrichtung kann
über den gesamten Leerlaufbereich mittels eines einzi
gen Stellglieds eine Regelung nach oben (LLmax) und
nach unten (LLmin) erfolgen. Ferner ist es möglich,
mittels des ersten Elektromotors 14 und des ersten
Mitnehmers 45 außerhalb des Leerlauf-Regelbereichs im
Antischlupfregelfall (ASR) ein Abregeln der Brennkraft
maschine sicherzustellen, wobei in diesem Regelfall der
Fahrer nicht über das Fahrpedal auf die Drosselklappen
stellung einwirken kann.
Besonders vorteilhaft ist es, daß der Freilaufhaken 47
zur Aufnahme des Hebels 52 der Drosselklappenwelle 39
mittels der ersten Feder 46 in Leerlaufmax-Richtung und
mittels einer zweiten Feder 22 in Leerlaufmin-Richtung
verstellbar ist, und daß die dritte Feder 70 den Hebel
52 in Aufregelrichtung beaufschlagt. Dadurch wird
sichergestellt, daß die Drosselklappenwelle 36 ständig
druckmittelbeaufschlagt ist. Hierdurch läßt sich die
Drosselklappe 9 sehr genau ansteuern und auf die
jeweils gewünschte Position einstellen.
Bezugszeichenliste
1 Fahrpedal
2 Hebel
3 Gaszug
4 Mitnehmer
5 Rückzugfeder
6 Rückstellfeder
8a Steuerelementteil
8b Steuerelementteil
9 Drosselklappe
10 Lastverstelleinrichtung
14 Elektromotor
17 elektr. Regeleinrichtung
18 Rahmen
19 Istwerterfassungeinrichtung
20 vierte Feder bzw. Notlauffeder
22 zweite Feder
36 Drosselklappenwelle
39 Abtriebswelle
44 Mitnehmer bzw. Hebel
45 erster Mitnehmer
46 erste Feder
47 Freilaufhaken
49 zweiter Mitnehmer
51 dritter Mitnehmer
52 Hebel
61 Gestänge
63 Anschlag
65 Sollwerterfassungseinrichtung
66 Potentiometer
67 Potentiometer
68 Leerlaufkontakt
69 ortsfester Punkt
70 dritte Feder
2 Hebel
3 Gaszug
4 Mitnehmer
5 Rückzugfeder
6 Rückstellfeder
8a Steuerelementteil
8b Steuerelementteil
9 Drosselklappe
10 Lastverstelleinrichtung
14 Elektromotor
17 elektr. Regeleinrichtung
18 Rahmen
19 Istwerterfassungeinrichtung
20 vierte Feder bzw. Notlauffeder
22 zweite Feder
36 Drosselklappenwelle
39 Abtriebswelle
44 Mitnehmer bzw. Hebel
45 erster Mitnehmer
46 erste Feder
47 Freilaufhaken
49 zweiter Mitnehmer
51 dritter Mitnehmer
52 Hebel
61 Gestänge
63 Anschlag
65 Sollwerterfassungseinrichtung
66 Potentiometer
67 Potentiometer
68 Leerlaufkontakt
69 ortsfester Punkt
70 dritte Feder
Claims (8)
1. Lastverstelleinrichtung mit einer die Leistung
einer Brennkraftmaschine bestimmenden Drossel
klappe (9), die mit einer im Drosselklappenge
häuse gelagerten Drosselklappenwelle (36) dreh
fest verbunden ist, wobei auf die Drosselklappen
welle (36) ein Stellelement einwirkt, das mit
einem mit einem Fahrpedal (1) gekoppelten Mitneh
mer (4) zusammenwirkt und mittels eines mit einer
elektronischen Regeleinrichtung (17) zusammenwir
kenden Elektromotors (14) steuerbar ist, der über
einen in eine Richtung wirkenden ersten Mitnehmer
(45) mit der Drosselklappenwelle (36) verbindbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem einen
Mitnehmer (45) zwei weitere, mit Abstand zueinan
der angeordnete, einen Freilaufhaken (47) bilden
de Mitnehmer (49, 51) mit mindesten zwei Anschlä
gen vorgesehen sind, zwischen denen ein Hebel
(52) der Drosselklappenwelle (36) aufgenommen ist.
2. Lastverstelleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Freilaufhaken (47) zur
Aufnahme des Hebels (52) der Drosselklappenwelle
(36) mittels einer ersten Feder (46) in Leerlauf
max-Richtung und mittels einer zweiten Feder (22)
in Leerlaufmin-Richtung verstellbar ist.
3. Lastverstelleinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den
beiden Mitnehmern (49, 51) bewegliche Hebel (52)
der Drosselklappenwelle (36) mittels einer drit
ten Feder (70) in Richtung des dritten Mitnehmers
(51) des Freilaufhakens (47) verstellbar und
gegen diesen zur Anlage bringbar ist.
4. Lastverstelleinrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die den Hebel (52) in die
Leerlaufmax-Position verstellbare dritte Feder
(70) als Druckfeder ausgebildet ist, die einer
seits gegen den zweiten Mitnehmer (49) und
andererseits gegen den Hebel (52) der Drossel
klappe (36) wirkt.
5. Lastverstelleinrichtung nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Freilaufhaken (47) mittels der
ersten Feder (46) gegen einen Anschlag (63) zur
Anlage bringbar ist, der an dem über das
Fahrpedal (1) verstellbaren Mitnehmer (4) vorge
sehen ist.
6. Lastverstelleinrichtung nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß der mit dem Elektromotor (14) in
Wirkverbindung stehende Mitnehmer (45) mittels
der zweiten Feder (22) in die Leerlaufrichtung
(LLmin) beaufschlagbar und gegen eine vierte
Feder bzw. Notlauffeder (20) zur Anlage bringbar
ist, die bei Ausfall einer Regel
einrichtung (17) zur Ansteuerung des Elektro
motors (14) die Drosselklappe (9) in eine
Leerlaufnot-Position verstellt.
7. Lastverstelleinrichtung nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Fahrpedal (1) über den Mit
nehmer (4) und die erste Feder (46) mit einem
Freilaufhaken (47) wirkungsmäßig verbunden ist,
der die zwei mit Abstand zueinander angeordneten
Mitnehmer (49, 51) aufweist, zwischen denen der an
die Drosselklappenwelle (36) angeordnete Hebel
(52) zwischen einer unteren Leerlaufstellung
(LLmin) und einer oberen Leerlaufstellung (LLmax)
ständig druckmittelbeaufschlagbar ist.
8. Lastverstelleinrichtung nach einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zwischen dem Freilaufhaken (47)
und dem mit dem Fahrpedal (1) wirkungsmäßig
verbundenen Mitnehmer (4) wirkende erste Feder
(46) über den Elektromotor (14) oder über das
Fahrpedal (1) vorspannbar ist.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4015353A DE4015353A1 (de) | 1990-05-12 | 1990-05-12 | Lastverstelleinrichtung |
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| DE4015353A DE4015353A1 (de) | 1990-05-12 | 1990-05-12 | Lastverstelleinrichtung |
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- 1990-12-17 EP EP90124384A patent/EP0456904B1/de not_active Expired - Lifetime
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |