DE4014345A1 - Schienenbefestigungsmittel - Google Patents
SchienenbefestigungsmittelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Schienenbefestigungsmittel zum Verbinden einer Schiene
mit einer Unterstützung umfassend eine Verbindungsanordnung, die zum einen mit der
Unterstützung und zum anderen mit der Schiene verbunden ist.
Durch Schienenbefestigungsmittel sollen unter anderem die Aufgaben gelöst werden:
Sicherung des Spurmaßes, Verhindern des Kippens der Schienen bei seitlichem
Kraftangriff, Sicherung gegen Abheben der Schiene von der Unterstützung, Herstellen
eines rahmensteifen Gleises durch teilweise verdrehungssteife Verbindung der Schienen
mit der Unterstützung.
Schienenbefestigungsmittel sollen auch sicherstellen, daß die Schiene nicht in ihrer
Längsrichtung zu der Unterstützung verschoben wird. Um daher durch
Temperaturbeeinflussungen bedingte Längenänderungen zu kompensieren, gelangen
Schienenstöße unterschiedlicher Konstruktionen zum Einsatz, über die
Schienenabschnitte verbunden werden.
So sind Ausziehstöße oder Schienenauszugsvorrichtungen oder Dilatationsvorrichtungen
bekannt, bei denen Längenänderungen dadurch ausgeglichen werden, daß nach Art einer
Weichenzungenvorrichtung das Ende einer Schiene als Zungen- und das andere als
Backenschiene ausgebildet werden. Hierbei wird die Backenschiene fest mit der
Unterstützung wie Rippenplatte, die ihrerseits unverrückbar von einer Schwelle
ausgeht, verbunden. An der Backenschiene liegt die Zunge verschiebbar an.
Bei entsprechenden Stößen kann jedoch der Nachteil auftreten, daß bei großen
Längenänderungen bei in größeren Abständen fest verspannten Schienen diese in ihre
Unterstützung Kräfte in einem Umfang einleiten, die die Unterstützung nicht mehr
aufnehmen kann, so daß diese gelöst und/oder verschoben wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Schienenbefestigungsmittel der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, daß beim Auftreten unerwünschter Kräfte in
Längsrichtung der Schiene, also dann, wenn aufgrund von Temperatureinflüssen eine
nicht gewünschte Längenänderung auftritt, sichergestellt ist, daß die Unterstützung
verankert bleibt.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß im wesentlichen dadurch gelöst, daß die
Verbindungsanordnung zumindest ein erstes mit der Unterstützung und ein zweites mit
der Schiene verbundenes Teil umfaßt und daß das erste und das zweite Teil derart
kraftschlüssig miteinander verbunden sind, daß im gewünschten Umfang die Schiene in
ihrer Längsrichtung zu der Unterstützung verschiebbar ist.
Durch die erfindungsgemäße Lehre wird folglich von den bekannten formschlüssigen
Konstruktionen dahingehend abgewichen, daß bei Auftreten einer in Längsrichtung der
Schiene verlaufende Kraft, die zu einer Lösung und Verschiebung der Unterstützung und
gegebenenfalls Verlaufsänderung der Schiene führen könnte, die Schiene zu der
Unterstützung längenverschiebbar ist, so daß insbesondere bei einer Nutzung bei einem
Schienenauszug die durch diese Stoßverbindung erzielten Vorteile beibehalten bleiben.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß eines der Teile zumindest eine in
Längsrichtung der Schiene verlaufende Durchbrechung aufweist, die von einem
Verbindungselement durchsetzt ist, durch das die Teile kraftschlüssig verbunden sind.
Um definiert vorgeben zu können, ab welcher Kraft eine an und für sich nicht
erwünschte Längenverschiebung der Schiene zu der Unterstützung auftreten darf, ist
in weiterer hervorzuhebender Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das
Verbindungselement gegenüber zumindest einem Teil über zumindest ein vorgespanntes
Element wie Tellerfeder abgestützt ist. Hierdurch ist mit einfachen Maßnahmen eine
Einstellung zur Hand gegeben, die ein Verschieben nach Überschreiten einer vorher
festgelegten Kraft zuläßt.
Eine besonders einfache und damit wartungsfreundliche Konstruktion ergibt sich dann,
wenn das mit der Unterstützung verbundene erste Teil ein Winkelelement mit einem
vertikal, also etwa parallel zum Schienensteg verlaufenden Schenkel und das mit der
Schiene verbundene zweite Teil ein parallel zu dem Schenkel verlaufendes
plattenförmiges Element umfaßt, das vorzugsweise von einer mit dem Schienensteg
verbundenen Lasche ausgeht. Dabei weist vorzugsweise das plattenförmige Element
zumindest zwei langlochförmige Durchbrechungen, Schlitze o. ä., die von den Stirnseiten
des Elementes ausgehen können, auf, die ihrerseits von das erste mit dem zweiten Teil
verbindenden Verbindungselementen durchsetzt sind. Die Durchbrechungen des Teils,
die nicht die langlochförmigen Durchbrechungen aufweisen, sind dabei an den
Durchmesser des Schafts des Verbindungselementes wie Schraubelement angepaßt. Die
federvorgespannten Elemente befinden sich des weiteren vorzugsweise an der der
Schiene abgewandten Fläche des Schenkels des ersten, also mit der Unterstützung
verbundenen Teils.
In weiterer Ausgestaltung greifen das erste und zweite Teil in einem Umfang
formschlüssig ineinander, daß ein vertikales Verschieben der Schiene, also in Richtung
deren Hauptachse ausgeschlossen ist, daß also die Schiene nicht angehoben werden
kann. Dieses formschlüssige Zusammenwirken erfolgt vorzugsweise über stufenförmige
und ineinandergreifende Vorsprünge, die von den aneinanderliegenden Flächen von dem
Schenkel des ersten Teils und dem plattenförmigen Element des zweiten Teils ausgehen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus
den Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in
Kombination -, sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung
dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels.
Es zeigen
Fig. 1 eine Draufsicht eines Ausschnittes im Bereich eines Ausziehstoßes und
Fig. 2 eine Schnittdarstellung entlang der Linie II-II in Fig. 1.
Nachstehend wird rein beispielhaft an Hand einer Schienenauszugsvorrichtung die
erfindungsgemäße Lehre erläutert. Diese ist jedoch auch für sonstige
Schienenbefestigungen geeignet.
Auf einer Unterstützung wie Rippenplatte (10) ist eine Backenschiene (12) und eine
dieser zugeordneten Zungenschiene (14) angeordnet, wobei letztere gegen erstere
seitlich über nicht näher beschriebene Halteelemente (16) abgestützt ist. Hierdurch
besteht die Möglichkeit, daß die Zungenschiene (14) entlang der Backenschiene (12)
verschiebbar ist, um so durch Temperatureinflüsse bedingte Längenänderungen
auszugleichen.
Die Rippenplatte (10) ist über übliche Befestigungsmittel (18) mit z. B. einer Schwelle
(20) fest verbunden, wobei zwischen der Rippenplatte (10) und der Schwelle (20) noch
eine Isolierschicht (22) oder ähnliches verlaufen kann.
Die Backenschiene (12) ist nun über eine erfindungsgemäß ausgebildete
Verbindungsanordnung (24) mit der Rippenplatte (10) verbunden. Die
Verbindungsanordnung besteht aus einem ersten mit der Rippenplatte verbundenen Teil
(26), einem mit der Backenschiene (12) verbundenen zweiten Teil (28), sowie diese
untereinander verbindenden Verbindungselemente wie Schraubelementen (30) und (32).
Das erste Teil (26) ist vorzugsweise als Winkel ausgebildet, an dem ein Schenkel (34)
in etwa parallel zu der Backenschiene (12) verläuft. Ein in etwa parallel zu der
Rippenplatte (10) verlaufender Schenkel (40) des ersten Teils (26) ist von
Schraubelementen oder gleichwirkenden Elementen durchsetzt, um das erste Teil (26)
der Rippenplatte (10) zu befestigen.
Aus Stabilitätsgründen können die Winkelschenkel über vertikal verlaufende Wangen (36)
und (38) verbunden sein.
Das zweite mit der Backenschiene (12) verbundene Teil (28) weist ein parallel zu dem
vertikal verlaufenden Schenkel (34) des ersten Teils (24) verlaufendes plattenförmiges
Element (44) auf, das seinerseits mit einer Steglasche (46) verbunden ist, die ihrerseits
von einem Schraubelement (48) zum Verbinden des zweiten Teils (28) mit dem Steg (50)
der Backenschiene (28) durchsetzt ist.
Um ein in Längsrichtung (52) der Backenschiene (12) ermöglichendes Verschieben dieser
zu der Unterstützung, also der Rippenplatte (10) zu ermöglichen, weist das
plattenförmige Element (44) in Längsrichtung (52) der Backenschiene (28) verlaufende
Durchbrechungen (54) und (56) auf, die von den Verbindungselementen wie
Schraubelementen (30) und (32) durchsetzt sind. Diese Verbindungselemente (30) und
(32) durchsetzen auch die vertikal verlaufenden Schenkel (34) des ersten Teils der
Verbindungsanordnung (24), wozu dem Durchmesser der Schäfte der
Verbindungselemente (30) und (32) angepaßte Bohrungen vorgesehen sind.
Zwischen dem Kopf (58) bzw. (60) des Verbindungselementes (23) bzw. (30) und der der
Backenschiene (12) abgewandten Fläche (62) des Schenkels (34) befinden sich
federvorgespannte Elemente wie Sätze von Tellerfedern (64) bzw. (66). Die Muttern (68)
bzw. (70) der Verbindungselemente (32) bzw. (30) können auf der der Backenschiene (12)
zugewandten Fläche des plattenförmigen Elementes (44) oder auf dazwischen
angeordneten Abstandselementen wie Scheiben (72) und (74) anliegen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Verbindungsanordnung (24) besteht nun die
Möglichkeit, daß dann, wenn auf die Backenschiene (12) eine unerwünschte
Krafteinwirkung in deren Längsrichtung (52) erfolgt, diese zu der Rippenplatte (10)
längenverschiebbar, also in Richtung des Pfeils (76) bewegbar ist. Dies wird dadurch
ermöglicht, daß aufgrund der in Längsrichtung (52) der Backenschiene (12) verlaufenden
Durchbrechungen (54), (56) in dem plattenförmigen Element (44) ein Bewegen entlang
dem ersten Teil (24), also parallel zu dem vertikal verlaufenden Schenkel (34) möglich
ist, wobei durch die Vorspannung der Tellerfedern (64, 66) vorgegeben werden kann,
wann ein entsprechendes Verschieben entlang des Pfeils (76) ermöglicht wird.
Die erfindungsgemäße Verbindungsanordnung (24) stellt des weiteren sicher, daß die
Backenschiene (12) nicht in vertikaler Richtung, also parallel zu der gestrichelten Linie
(76) bewegt, also angehoben werden kann. Hierzu weist der Schenkel (34) eine Stufe (78)
auf, die mit einer zugeordneten Stufe (80) in dem plattenförmigen Element (44)
wechselwirkt.
Folglich greifen das erste und das zweite Teil (26) und (28) derart formschlüssig
ineinander, daß ein Anheben der Backenschiene (12) von der Rippenplatte (10)
ausgeschlossen, ein Verschieben in dessen Längsrichtung (52) jedoch möglich ist.
Claims (7)
1. Schienenbefestigungsmittel zum Verbinden einer Schiene (12) mit einer
Unterstützung (10) umfassend eine Verbindungsanordnung (24), die zum einen mit
der Unterstützung und zum anderen mit der Schiene verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsanordnung (24) zumindest ein erstes mit der Unterstützung
(10) und ein zweites mit der Schiene (12) verbundenes Teil (26 bzw. 28) umfaßt
und daß das erste und das zweite Teil derart kraftschlüssig miteinander
verbunden sind, daß im gewünschten Umfang die Schiene (12) zu der
Unterstützung (10) in Längsrichtung (52) der Schiene (12) verschiebbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß eines der Teile (28) zumindest eine in Längsrichtung (52) der Schiene (12)
verlaufende Durchbrechung (54, 56) aufweist, die von einem Verbindungselement
(30, 32) durchsetzt ist, durch das die Teile (26, 28) kraftschlüssig verbunden sind.
3. Vorrichtung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verbindungselement (30, 32) gegenüber zumindest einem Teil (26) über
zumindest ein vorgespanntes Element wie Tellerfeder (64, 66) abgestützt ist.
4. Vorrichtung nach zumindest Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mit der Unterstützung (10) verbundene (erste) Teil (26) einen vertikal
verlaufenden Schenkel (34) umfaßt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das mit der Schiene (12) verbundene zweite Teil (28) ein parallel zu dem
vertikal verlaufenden Schenkel (34) verlaufendes plattenförmiges Element (44)
umfaßt, das vorzugsweise von einer mit dem Schienensteg (50) verbundenen
Lasche (46) ausgeht.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das plattenförmige Element (44) zumindest zwei langlochförmige
Durchbrechungen (54, 56) wie Schlitze aufweist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vertikal verlaufende Schenkel (34) des ersten Teils und das
plattenförmige Element (44) des zweiten Teils (28) zur Verhinderung eines
Anhebens der Schiene (12) durch vorzugsweise ineinandergreifende Stufen (78,
80) formschlüssig zusammenwirken.
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