DE4012748C1 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Rolle zum Transport von
Papierbahnen oder -blättern mit einem Rollenkörper, der einen
elastischen, eine Buchse umschließenden, außen zylindrischen
Mantel aufweist. Der Rollenkörper ist mit einem zum
zylindrischen Mantel koaxialen Durchbruch versehen, in den
unter radialer Aufweitung eine Welle einpreßbar ist. Da der
Durchmesser der Welle größer ist als der freie Durchmesser des
Durchbruchs im Rollenkörper, läßt sich dieser verdrehsicher auf
der Welle anordnen.
Aus der DE-PS 31 40 546 ist eine Rolle bekannt, die aus einem
unelastischen, rohrförmigen Mantel besteht, worin mindestens
eine elastische Buchse eingesetzt ist, die von einer Innen- und
einer Außenhülse aus Metall eingefaßt ist und den Mantel
konzentrisch auf einer Welle hält. Dabei besteht die Innenhülse
aus einer mit einer radial nach innen gerichteten Spannkraft
auf der Welle sitzenden Aufspannbuchse und die Außenhülse aus
einer mit einer radial nach außen gerichteten Spannkraft in dem
Mantel sitzenden Einspannbuchse.
Mit dieser bekannten Rolle ist eine stabile Verbindung mit der
Welle durch handelsübliche Befestigungsmittel herbeizuführen,
wobei es nicht erforderlich ist, zwischen dem Wellendurchmesser
und dem Innendurchmesser des starren Mantels enge Toleranzen
einzuhalten.
Die bekannte Rolle erfordert wegen des Einsatzes zweier Hülsen,
nämlich einer Innenhülse und einer Außenhülse, einen
verhältnismäßig großen Montageaufwand. Soll diese Rolle
anstelle eines starren Mantels mit einem Mantel aus Gummi oder
einem gummiähnlichen elastisch verformbaren Material versehen
werden, scheidet eine verdrehsichere Anordnung der Rolle auf
der Welle mittels der bekannten Befestigungsmittel gänzlich
aus. Bereits die zur Verdrehsicherung erforderliche radial nach
außen gerichtete Spannkraft der Außenhülse würde den
elastischen Mantel der Rolle zu stark verformen. Diese
Verformung würde auch durch eine zylindrische Nachbearbeitung
des Mantels so lange nicht kompensierbar sein, wie die Hülse
gespannt ist, wobei sich die Spannkraft in den Bereichen
reduzierter Mantelstärke noch besonders intensiv auswirkt.
Um zu einer einfach herstellbaren Rolle zu gelangen, die bei
einem einfachen Aufbau eine verdrehsichere Anordnung auf einer
Welle ermöglicht und bereits vor dem Aufbringen auf die Welle
eine hinreichend genaue zylindrische Mantelform erhalten kann,
welche auch nach der Verspannung der Rolle mit der Welle
unverändert beibehalten wird, ist aus der DE-PS 37 02 251 eine
Rolle der eingangs beschriebenen Art bekannt. Diese Rolle ist
mit einem elastischen, außen zylindrischen Rollenkörper
versehen, der eine zu seinem Zylindermantel koaxiale Bohrung
aufweist. In diese ist eine Welle größeren Durchmessers als der
Bohrungsdurchmesser unter radialer Aufweitung der Bohrung
einpreßbar. Dabei besteht der elastische Rollenkörper aus zwei
miteinander verbundenen Zylinderteilen. Von diesen besitzt das
eine, die Bohrung aufweisende Zylinderteil einen dem
Innendurchmesser einer radial zwischen den Zylinderteilen
angeordneten starren Buchse entsprechenden Außendurchmesser und
das andere Zylinderteil einen dem Außendurchmesser der starren
Buchse entsprechenden Innendurchmesser. Die Verbindung der
beiden Zylinderteile erfolgt über radiale Durchbrüche in der
starren Buchse ausfüllende Brücken aus dem elastischen Material
der beiden Zylinderteile.
Bei der bekannten Rolle ergeben sich durch die Integration der
starren Buchse in den elastischen Formkörper zwischen dem
Außendurchmesser des einen und dem Innendurchmesser des anderen
Zylinderteils und durch die stellenweise unmittelbare
Verbindung der Zylinderteile miteinander beachtliche Vorteile,
die in ihrer Gesamtheit von keiner der im übrigen bekannten
Rollen dieser Art erreicht werden.
Rollen mit einem derartigen dreiteiligen Aufbau des
Rollenkörpers erfordern jedoch einen bestimmten
Mindestaußendurchmesser des Rollenkörpers, damit die Wandstärke
beider Zylinderteile ein Mindestmaß nicht unterschreitet. Eine
gewisse Wandstärke des innen angeordneten, die Bohrung
aufweisenden Zylinderteils ist erforderlich, damit von diesem
Zylinderteil eine ausreichend hohe Spannkraft zwischen der
Welle und der starren Buchse ausgehen kann. Eine gewisse
Wandstärke des außen angeordneten, den Mantel des Rollenkörpers
bildenden Zylinderteils ist erforderlich, um die der Rolle zum
Transport von Papierbahnen und -blättern abverlangte
Elastizität zu gewährleisten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rolle der
eingangs beschriebenen Art so auszubilden, daß sie sich unter
Beibehaltung einer einfachen Herstellbarkeit ebenso einfach
verdrehsicher auf eine Welle montieren läßt und insbesondere
einen hohen Elastizitätsgrad des Rollenmantels auch dann
ermöglicht, wenn der vorgegebene Rollenaußendurchmesser
verhältnismäßig klein ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird von einer Rolle der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten gattungsgemäßen Art
ausgegangen, welche erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil
desselben angegebenen Merkmale aufweist.
Durch die erfindungsgemäße, unmittelbar den Durchbruch
begrenzende Buchse übernimmt diese die Funktionen der starren
Buchse und des innen angeordneten, mit der Bohrung versehenen
Zylinderteils der vorstehend beschriebenen bekannten Rolle, so
daß durch den nur noch zweiteiligen Aufbau des Rollenkörpers
die Wandstärke des elastischen Mantels selbst bei einem
vorgegebenen, verhältnismäßig kleinen Rollenaußendurchmesser
stärker dimensioniert werden kann.
Durch die gleichmäßige Verteilung der über den Umfang der
Buchse und radial nach innen gerichteten Vorsprünge läßt sich
die elastische Verformung der Buchse beim Aufpressen des
Rollenkörpers auf die Welle im wesentlichen auf die Verformung
dieser Vorsprünge begrenzen und führt selbst bei einer
Auswirkung der Verformung auf die übrigen Bereiche der Buchse
nicht zu einer unsymmetrischen Deformierung. Der
Rollenkörperrohling kann also auch unter Berücksichtigung einer
rotationssymmetrischen Aufweitung der begrenzt elastischen
Buchse fertig bearbeitet werden, wobei der Außendurchmesser des
elastischen zylindrischen Mantels einen Durchmesser erhält, der
entsprechend dem Betrag des beim Aufschieben auf die Welle zu
erwartenden Aufweitungsbetrages des Durchbruches der Buchse
kleiner zu wählen ist.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung läßt sich das Aufpressen
des Rollenkörpers auf die Welle unter Vermeidung einer
Verkantung dadurch vereinfachen, daß die Höhe der Vorsprünge
jeweils in einem Abstand von den Stirnseiten der Buchse
kontinuierlich abnimmt und die Vorsprünge in einem spitzen
Winkel auf Null auslaufen. Da der maximale Innendurchmesser der
Buchse vorzugsweise geringfügig größer ist als der
Wellendurchmesser läßt sich die Welle mit einem Endstück
zunächst widerstandslos in den Durchbruch einführen und weitet
diesen sodann aufgrund der sich zunehmend auf den Wellenumfang
abstützenden Vorsprünge entsprechend dem Durchmesser der Welle
auf.
Nach weiteren Ausgestaltungen der Erfindung sind die Vorsprünge
durch Verdickungen im Mantel der Buchse gebildet oder aber die
Außenseite der Hülse wird mit Sicken versehen, so daß den
Vorsprüngen auf der Innenseite der Buchse entsprechende
Vertiefungen auf der Außenseite der Buchse gegenüberliegen.
Vorzugsweise ist die Buchse aus einer Zink-Aluminium-Legierung
als Spritzgußteil hergestellt, wodurch sich insbesondere die
folgenden Vorteile ergeben:
Die Buchse ist nicht nur sehr preiswert und formgenau
herzustellen, sondern verfügt auch über eine hohe
Rückstellkraft im auf der Welle aufgepreßten Zustand. Dadurch
ergibt sich eine hohe Verdrehsicherheit der Rolle auf der Welle.
Bei einer Axialverschiebung über die Welle zur Plazierung der
Rolle hinterlassen die Vorsprünge der Buchse keine Riefen auf
der Welle, da die Härte eines aus einer
Zink-Aluminium-Legierung hergestellten Spritzgußteiles
wesentlich geringer ist als die Härte der aus Stahl gefertigten
Welle.
Schließlich läßt sich eine solche Buchse auch in axial
verpreßtem Zustand in eine Form einsetzen und nach der
Aufbringung eines Haftvermittlers der zylindrische Mantel auf
die Buchse aufvulkanisieren, ohne daß sich Teile des
Mantelmaterials auf den Stirnseiten der Buchse ablagern oder
gar in den Buchseninnenraum gelangen können. Durch die
Axialverpressung läßt sich nämlich die Höhe der Buchse um etwa
0,05 bis 0,1 mm verkürzen, wobei deren Stirnseiten völlig dicht
abgedeckt sind und zwischen diesen und dem Formenboden sowie
-deckel kein noch so geringer Spalt verbleibt. Dadurch entfällt
eine ansonsten aufwendige Nachbearbeitung des fertigen
Rollenkörpers, um diesen von überschüssigen Teilen des
Mantelmaterials zu befreien.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele einer Buchse
für die erfindungsgemäße Rolle dargestellt, die nach ihrer
Vervollständigung mit einem nicht gezeigten elastischen Mantel
auf die in den Fig. 1a, 1b und 1c dargestellte Welle
aufpreßbar ist:
Nach allen Ausführungsbeispielen ist die mit 1 bezeichnete
Buchse in gleichmäßiger Verteilung über ihren Innenumfang in
durch Winkel β vorgegebenen Abständen mit Vorsprüngen 2
versehen, die radial nach innen vorstehen und sich in axialer
Richtung über einen wesentlichen Teil der Höhe der Buchse
erstrecken.
Die Vorsprünge 2 können durch Verdickungen im Mantel der Buchse
1 gebildet sein, wie die Fig. 1b und 1c zeigen. Die
Vorsprünge 2 können aber auch dadurch gebildet sein, daß auf
der Außenseite der Buchse 1 sickenförmige Vertiefungen
angebracht sind, denen auf der Innenseite der Buchse 1 die
Vorsprünge 2 gegenüberliegen, wie die Fig. 2b und 2c zeigen.
Weiterhin können die Vorsprünge aber auch durch eine insgesamt
wellenförmige Ausbildung des Mantels der Buchse 1 gebildet
sein, wobei die Buchse eine innen- und außenseitig sinusförmig
verlaufende Kontur erhält, wie dies insbesondere Fig. 3c
veranschaulicht.
Die Vorsprünge 2 definieren einen Durchmesser d1, der kleiner
ist als der übrige Durchmesser d3 der Buchse 1. Eine Welle 3
mit einem Durchmesser d2 ist in die Buchse 1 einführbar. Da der
Durchmesser d2 der Welle 3 kleiner ist als der Durchmesser d3
der Buchse 1, aber größer als der Durchmesser d1 der Buchse 1
ist, läßt sich die Welle 3 nur in den vorsprungsfreien
Endbereichen der Buchse 1 mühelos einführen und erfordert zu
einem darüber hinausgehenden Aufschieben eine Preßkraft, die
ausreichend groß ist, um sowohl die Vorsprünge 2 der Buchse 1
auf den Durchmesser d2 der Welle zu verlagern und zudem die
Reibung beim axialen Verschieben der Buchse zu überwinden.
Um die Aufweitung der Buchse 1 kontinuierlich einzuleiten und
die Vorsprünge 2 nicht durch die Welle 3 abzuscheren, laufen
die Vorsprünge in einem Abstand zu den Stirnseiten der Buchse 1
in einem spitzen Winkel α auf den Durchmesser d3 aus.
Claims (6)
1. Rolle zum Transport von Papierbahnen oder -blättern mit
einem Rollenkörper, der einen elastischen, eine Buchse
umschließenden, außen zylindrischen Mantel aufweist und
mit einem koaxialen Durchbruch versehen ist, in den unter
radialer Aufweitung eine Welle einpreßbar ist, deren
Durchmesser größer ist als der freie Durchmesser des
Durchbruchs, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenseite
der Buchse (1), die eine geringere Elastizität aufweist
als der die Buchse (1) umschließende Mantel, mit in gleichmäßiger
Verteilung über ihren Umfang angeordneten, sich in
axialer Richtung erstreckenden, radial nach innen
gerichteten Vorsprüngen (2) den Durchbruch begrenzt.
2. Rolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Höhe der Vorsprünge (2) jeweils in einem Abstand von den
Stirnseiten der Buchse (1) kontinuierlich in Richtung der Stirnseiten
abnimmt und die
Vorsprünge (2) in einem spitzen Winkel (α) auf Null
auslaufen.
3. Rolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichent, daß
die Vorsprünge (2) durch Verdickungen im Mantel der
Buchse (1) gebildet sind.
4. Rolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
den Vorsprüngen (2) auf der Innenseite der Buchse (1)
entsprechende Vertiefungen auf der Außenseite der Buchse
(1) gegenüberliegen.
5. Rolle nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (1) mindestens auf
der Innenseite eine sinusförmig verlaufende Kontur
aufweist.
6. Rolle nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die Buchse (1) aus einer
Zink-Aluminium-Legierung als Spritzgußteil hergestellt
ist.
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