DE4011964A1 - Verfahren zum vermessen von vorzugsweise rotationssymmetrischen gegenstaenden - Google Patents
Verfahren zum vermessen von vorzugsweise rotationssymmetrischen gegenstaendenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vermessen von
vorzugsweise rotationssymmetrischen Gegenständen durch
Aufnehmen eines aus Bildpunkten zusammengesetzten
Digitalbildes des zu vermessenden Gegenstandes, Umwandeln
des Digitalbildes in ein aus binär codierten Bildpunkten
bestehendes Binärbild, Abscannen des Binärbildes zum
Bestimmen zumindest eines Teiles des Umrisses des zu
vermessenden Gegenstandes.
Verfahren dieser Art sind aus der Praxis bekannt. Sie
dienen zum Überprüfen und Sortieren von Gegenständen z. B.
Nieten, Nägel, Schrauben. Nach ihrer Fertigung werden die
Gegenstände einzeln mittels eines Halterungen aufweisenden
Drehtellers nacheinander dem Aufnahmebereich einer Kamera
zugeführt. Als Kamera kann z. B. eine CCD (Charge Coupled
Device)-Kamera verwendet werden, die von jedem Gegenstand
ein stehendes Bild erzeugt. Ein solches Bild enthält
verschiedene Grauwerte, die zum Vermessen des Gegenstandes
unwesentlich sind, da nur die Konturen des Gegenstandes
bestimmt werden müssen. Zur Vereinfachung des Bildes
werden den Grauwerten abhängig von ihrer Intensität
schwarze oder weiße Bildpunkte zugeordnet. Zum Vermessen
des Umrisses des Gegenstandes wird nun dieses Binärbild
abgescanned.
Trotz dieser Vereinfachungen ist zum Vermessen eines
solchen Gegenstandes ein hoher Zeitaufwand erforderlich,
da pro Gegenstand alle Punkte des Bildes abgescanned und
ausgelesen werden müssen. Hierdurch ist die
Geschwindigkeit, mit der die Gegenstände nacheinander
vermessen werden können, begrenzt. Deshalb sind die
bekannten Verfahren nicht wirtschaftlich für die
Überprüfung von Massenwaren, wie Niete, Nägel, Schrauben
oder dergleichen, einsetzbar.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren der eingangs genannten Art zum Vermessen von
vorzugsweise rotationssymmetrischen Gegenständen zu
schaffen, mit dem man die Umrisse der Gegenstände schnell
bestimmen kann, um somit ein effektives und
kostengünstiges Sortieren der Gegenstände zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
- a) das Binärbild in einer vorgegebenen Richtung von einem Startpunkt aus bis zu einem Wechsel des Binärcodes abgescanned wird,
- b) beim Auftreten des Binärcodewechsels in einem vorbestimmten Umlaufsinn, die dem vor dem Wechsel des Binärcodes letzten Bildpunkt benachbarten Bildpunkte gescanned werden, bis ein Bildpunkt gleicher Codierung gefunden wird,
- c) die Ortskoordinaten des letzten Bildpunktes und die sich aus dem gleich codierten Bildpunkt ergebende Richtungskoordinate abgespeichert werden,
- d) das Binärbild in der neuen Richtung bis zum Auftreten eines weiteren Binärcodewechsels abgescanned wird,
- e) die Schritte b)-d) solange wiederholt werden, bis ein vorgegebener Endpunkt erreicht wird, und
- f) die so gewonnenen Koordinaten mit Referenzkoordinaten verglichen werden.
Durch diese Maßnahme wird es möglich, die Umrisse des auf
dem Binärbild abgebildeten Gegenstandes zu vermessen,
wobei nur ein geringer Teil der Bildpunkte des Binärbildes
gescanned werden braucht, und nur die Koordinaten der
wenigen Bildpunkte, die einen Richtungswechsel bestimmen,
abgespeichert und mit vorgegebenen, die Endpunkte des
Sollumrisses markierenden Koordinaten verglichen werden
müssen. Die Auswertezeit pro Gegenstand, die erforderlich
ist, um auf diese Weise den Umriß des Gegenstandes mit
einem vorgegebenen, den Umriß darstellenden Strukturcode
zu vergleichen, wird somit erheblich verkürzt, wodurch ein
schnelles Überprüfen und Sortieren einer Vielzahl von
Gegenständen ermöglicht wird.
Es ist bei diesem Verfahren von Vorteil, wenn der Endpunkt
erreicht ist, sobald das erste Mal ein Bildpunkt, dessen
Koordinaten bereits gespeichert sind, zum zweiten Mal
abgescanned wird. Hierdurch wird vermieden, daß die
gleichen Bildpunkte mehrmals ausgescanned werden.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
können zur Bestimmung eines Teiles des Umrisses des zu
vermessenden Gegenstandes mindestens ein Fenster auf das
Binärbild über je einen Umrißabschnitt des Gegenstandes
gelegt und die Schnittpunkte des Fensterrandes mit dem in
dem Fenster liegenden Umrißabschnitt bestimmt werden. Aus
den Schnittpunkten des Fensterrandes mit den in dem
Fenster liegenden Umrißabschnitten lassen sich auf
einfache Weise die Geradengleichungen der Umrißabschnitte
aufstellen, die den Gegenstand im Bereich des Fensters
begrenzen. Mit den Gleichungen der Geraden erhält man
deren Steigungen und somit deren Winkel, den sie mit dem
Fensterrand bilden. Aus den Geradengleichungen zweier
zueinander parallelen Umrißabschnitte kann man aus der
geloteten Entfernung der beiden Geraden deren Abstand
voneinander ermitteln. Weiterhin läßt sich mit Hilfe des
in dem Fensterrand liegenden und bestimmten
Umrißabschnitts des Gegenstandes dessen Fläche ermitteln.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsart der Erfindung
werden zwei Fenster auf das Binärbild über zwei einander
gegenüberliegende Umrißabschnitte gelegt. Will man den
Abstand der beiden Umrißabschnitte voneinander bestimmen,
so ist es nicht mehr erforderlich, auch die Punkte in der
Mitte des zu vermessenden Gegenstandes abzuscannen, da nur
der Bildinhalt der Fenster gescanned werden muß.
Voraussetzung für die Bestimmung des Abstandes zwischen
den beiden Umrißabschnitten ist lediglich, daß das
mathematische Modell eingehalten wird, d. h. daß es sich
bei beiden Umrißabschnitten um zueinander parallele
Geradenteile handelt. Das Vorsehen zweier Fenster kann
jedoch auch von Vorteil sein, um mehrere Schnittpunkte
eines Umrißabschnittes zu erhalten, um auf diese Weise z. B.
den Radius eines Umrißabschnittes zu bestimmen.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand einer Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 in einer schematisierten Draufsicht eine
Vorrichtung zum Sortieren rotationssymmetrischer
Gegenstände,
Fig. 2 ebenfalls in einer schematisierten Ansicht einen
Schnitt durch die Vorrichtung in Fig. 1 entlang der Linie
II-II,
Fig. 3 den von der Kamera erfaßten Ausschnitt,
Fig. 4 das aus der Kameraaufnahme erzeugte Binärbild, und
Fig. 5 ein das erfindungsgemäße Verfahren erläuternde
Schema zur Erfassung der den Umriß des in Fig. 4
abgebildeten Bauteiles bestimmenden Daten.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Vorrichtung zum Sortieren von
rotationssymmetrischen Bauteilen 1 dargestellt. Bei den
Bauteilen 1 handelt es sich bei dem hier beschriebenen
Ausführungsbeispiel um Niete.
Die Vorrichtung umfaßt eine Rutsche 2, auf der bereits
vorsortierte Niete 1 einem Drehteller 3 zugeführt werden.
Der Drehteller 1 weist dem Umriß der Niete angepaßte
Haltebuchsen 4 auf, in welchen die Niete 1 gehalten
werden. Der Drehteller 3 wird mittels eines Schrittmotors
5 in Richtung des Pfeiles D, also im Uhrzeigersinn
angetrieben. Damit die Niete aufgrund der Zentrifugalkraft
nicht von dem Drehteller abgeschleudert werden, ist über
den Umfang des Drehtellers 3 eine Führung vorgesehen, die
jedoch der Übersichtlichkeit halber nicht mit dargestellt
ist.
In Drehrichtung D des Drehtellers 3 schließt sich hinter
der Rutsche 2 eine Aufnahmestation an, mit einer
sogenannten CCD-Kamera, mit der der im Aufnahmebereich
liegende Niet als digitalisiertes Bild aufgenommen wird.
Die CCD-Kamera 6 besitzt ein Objektiv 7, welches innerhalb
eines aus Streuscheiben 8 bis 10 gebildeten Lichtzeltes 11
angeordnet ist. Zwei der Streuscheiben 8, 9 sind Radial
zum Drehteller 3 ausgerichtet und erstrecken sich von dem
Rand des Drehtellers 3 bis hinter das Objektiv 7 in der
Kamera 6. Hinter dem Objektiv 7 ist quer zu den beiden
Streuscheiben 8 und 9 die dritte Streuscheibe 10
angeordnet, so daß die drei Streuscheiben 8 bis 10 eine
Art Dreieck bilden, in dessen einer Spitze der
aufzunehmende Niet 1′ liegt.
Hinter den Streuscheiben 8, 9 und 10 sind jeweils Lampen
12 angeordnet, die aufgrund der aus einem
Kunststoffmilchglas bestehenden Streuscheiben 8 bis 10
innerhalb des Lichtzeltes 11 ein diffuses Licht erzeugen,
welches die der Kamera 6 zugewandte Vorderseite des
aufzunehmenden Nietes 1′ schattenfrei ausleuchtet.
Das Objektiv 7 ist von einer kastenförmigen Abdeckung
umgeben, in deren vorderen, dem aufzunehmenden Niet 1′
zugewandten Seite eine Maske 14 enthalten ist, damit kein
reflektiertes Streulicht vom Objektiv zum Prüfling
gelangt.
An den den Drehteller 3 zugewandten Enden der beiden
Streuscheiben 8 und 9 sind Abdeckstreifen 15 vorgesehen,
die in der gleichen Farbe gehalten sind, wie der der
Kamera 6 zugewandte Rand des Drehtellers 3.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich ist, sorgt der Rand 16 des
Drehtellers, zusammen mit den Abdeckstreifen 15, dafür,
daß das aufzunehmende Bauteil 1′ von einem kontrastreichen
Hintergrund umgeben ist. Dieser Hintergrund, d. h. die
Abdeckstreifen 15 und der Rand 16, ist in der Regel
mattschwarz gehalten, da die zu untersuchenden Bauteile
zumeist eine blankmetallische Oberfläche aufweisen.
Die Kamera 6 ist an eine Recheneinheit 17 angeschlossen,
mit der das aufgenommene Bild in ein sogenanntes
Binärbild, d. h. ein Bild, welches nur aus schwarzen und
weißen Bildpunkten besteht, konvertiert wird. Diese
Umwandlung geschieht dadurch, daß für die Grauwerte ein
bestimmter Schwellwert vorgegeben wird, unterhalb dessen
die Bildpunkte in schwarz und oberhalb dessen die
Bildpunkte in weiß wiedergegeben werden.
In Drehrichtung D des Drehtellers 3 hinter der Kamera 6
ist ein erster Auswerfer 18 in Form einer Luftdüse
angeordnet. Die Luftdüse ist an eine drucklufterzeugende
Einheit 19 angeschlossen, die, ebenso wie die
Recheneinheit 17 an einen Zentralrechner 20 angeschlossen
ist.
In Drehrichtung D des Drehtellers 3 hinter dem ersten
Auswerfer 18 ist ein zweiter Auswerfer 21 in Form eines
über den Drehtellerrand greifenden und mit dem Umriß des
Drehtellers konvergierenden Abstreifers 21 vorgesehen, mit
dem sämtliche Niete, die nicht bereits von dem ersten
Auswerfer 18 ausgeworfen sind, von dem Drehteller 3
entfernt werden.
Im folgenden wird nun das Verfahren zum Aussortieren und
damit zugleich auch die Wirkungsweise der
obenbeschriebenen Vorrichtung näher erläutert.
Die Niete 1 werden über die Rutsche 2 dem Drehteller 3
zugeführt und gelangen dort in die Haltebuchten 4. Der
über den Schrittmotor 5 angetriebene Drehteller 3 dreht
sich getaktet in Richtung der Drehrichtung D, wodurch die
Niete 1 in den Aufnahmebereich der Kamera 6 geschwenkt
werden. Der Schrittmotor 5 und die Kamera 6 sind über die
Recheneinheit 19 miteinander verbunden, so daß die Kamera
6 immer nur dann eine Aufnahme macht, wenn sich der
Schrittmotor, und damit auch der Drehteller 3, in Ruhe
befindet. Die Teilung der Haltebuchten 4 in dem Drehteller
3 ist so, daß im Stillstand des Drehtellers 3 auch genau
eine Haltebucht 4 vor der Rutsche 2 liegt, so daß ein
neuer Niet 1 während des Stillstands des Drehtellers 3
zugeführt wird.
Bei der Aufnahme des Niets 1′ wird dieser aufgrund des
Lichtzeltes 11 gleichmäßig und schattenfrei ausgeleuchtet,
so daß die Kamera ein Bild aufnimmt, wie es in Fig. 3
angedeutet ist. Die gestrichelte Linie gibt den
Bildausschnitt wieder, den die Kamera erfaßt. Da der Rand
16 des Drehtellers und auch die Abdeckstreifen 15
mattschwarz gehalten sind, während der Niet 1′ eine
metallene Oberfläche aufweist, erscheint der Niet 1′
gegenüber dem Hintergrund als relativ hell. In der
Recheneinheit 17 wird dieses Bild in ein sogenanntes
Binärbild umgewandelt, bei der die in verschiedenen
Grauabstufungen vorliegenden Bildpunkte aufgrund eines
vorgegebenen Schwellwertes in schwarze bzw. weiße
Bildpunkte umgewandelt werden. Ein solches Binärbild ist
in Fig. 4 dargestellt. Man erkennt, daß die den Niet 1′
darstellende Fläche weiß ist, während der übrige
Hintergrund schwarz ist.
Da es bei rotationssymmetrischen Teilen in der Regel
genügt, den Umriß 22 zu überprüfen und mit dem Umriß eines
Soll-Bauteiles zu vergleichen, wird auch bei diesem
Verfahren nicht das vollständige Binärbild mit einem
hinterlegten Soll-Binärbild verglichen; es werden vielmehr
nur die für die Beschreibung des Umrisses notwendigen
Daten, der sogenannten Strukturcode, erfaßt, abgespeichert
und in geeignete abstrahierte mathematische Größen
(Ermittlung von Schnittpunten) umgewandelt, die dann
Grundlage der weiteren Berechnungen sind
(Geradengleichung).
Anhand der Fig. 5 wird nun erläutert, wie der Strukturcode
ermittelt wird. In Fig. 5 ist der Umriß des Niet 1′
dargestellt. Zur Ermittlung des Aufpunktes P beginnt man
innerhalb der Struktur, hier bei dem Startpunkt A, der
innerhalb der Struktur willkürlich gesetzt werden kann,
und durchläuft eine Reihe von Bildpunkten (hier nach
links), bis man auf einen Bildpunkt stößt (Strukturkante),
der einen anderen Binärcode aufweist, d. h. eine andere
Farbe besitzt. Dieser Bildpunkt wird dann als
Koordinatenpaar abgespeichert (Punkt B). Für die Angabe
der Richtung wird folgendes Muster verwendet:
3 2 1
4 + 0
5 6 7
4 + 0
5 6 7
Da im Punkt B der nächste benachbarte Bildpunkt mit dem
gleichen Binärcode oberhalb des Punktes B liegt, wird als
Richtungscode die Ziffer 2 abgespeichert und dem Bildpunkt
B zugeordnet.
Nun werden die Bildpunkte in gerader Linie nach oben
weiter abgescanned, bis wieder ein Wechsel des Binärcodes,
d. h. ein Farbwechsel, festgestellt wird. Das wäre in
diesem Falle im Punkt C. Beim Überprüfen der benachbarten
Punkte würde man feststellen, daß der nächste Punkt mit
gleichem Binärcode rechts von dem Punkt C liegt, so daß
dem Punkt C der Richtungscode 0 zugewiesen wird. Dann wird
in Richtung 0 weitergescanned, bis im Punkt D erneut ein
Farbwechsel registriert wird. Auf diese Weise kann der
gesamte Umriß abgescanned werden, bis bei einem Punkt
festgestellt wird, daß dessen Koordinaten bereits
abgespeichert worden sind. Dann ist der gesamte Umriß
durch die Angabe des so ermittelten Richtungscodes
festgelegt. Zur Überprüfung, ob der durch die Kamera
aufgenommene Niet 1′ in Ordnung ist oder nicht, werden die
aus dem Strukturcode gewonnenen mathematischen Kenngrößen
mit denen eines vorher festgelegten mathematischen Modells
verglichen. Sollte der Niet 1′ während der Aufnahme nicht
genau positioniert sein, so kann der Strukturcode und die
resultierende Auswertung daraus trotzdem gewonnen werden,
solange sich die Strukturkante innerhalb des Fensters
befindet. Die Auswertung wird dann wie bekannt durch die
entsprechende Geradengleichung vorgenommen.
Bei bestimmten Bauteilen ist es nicht erforderlich, den
gesamten Umriß zu erfassen. Häufig interessieren nur
bestimmte Parameter der Bauteile, wie z. B. der Abstand
zwischen zwei Umrißlinien, oder die Winkeligkeit der
Linien, oder eine bestimmte Fläche, oder der Durchmesser
eines Kreises; letzteres ist insbesondere dann von
Interesse, wenn die Kamera von oben auf den Niet gerichtet
ist. Zur Erfassung all solcher Parameter genügt es, wenn
man über einen Teil des Umrisses ein Fenster (gestrichelte
Linien in Fig. 5) legt. Den Startpunkt A′ bzw. A′′ würde
man in diesem Fall innerhalb des Fensters oder auf den
Rand des Fensters legen. Wie bereits oben beschrieben,
untersucht man nun nur den Umrißabschnitt im Bereich des
zu untersuchenden Fensters und ermittelt dabei die
Ortskoordinaten der Schnittpunkte der Umrißlinie mit dem
Fensterrand, nämlich die Koordinaten C′ und D′ bzw. B′′ und
C′′. Aufgrund dieser gewonnenen Ortskoordinaten lassen sich
Geradengleichungen aufstellen, so daß in Bezug auf das
festliegende Fenster (gestrichelte Linien) Winkel
berechnet werden können. Da beim Vorsehen zweier Fenster
die Fenster ortsfest zueinander vorgesehen sind, lassen
sich, vorausgesetzt, daß das mathematische Modell nicht
verletzt wird, auf diese Weise auch die Abstände zweier
Umrißabschnitte zueinander bestimmen, und zwar ohne daß
die Bildpunkte zwischen den beiden Fenstern abgescanned
werden müssen.
Obgleich in der Zeichnung nicht dargestellt, läßt sich auf
diese Weise auch der Radius eines Kreises bestimmen, indem
die beiden Schnittpunkte des Kreises mit einem Fenster
bestimmt werden. Aufgrund der benachbarten Bildpunkte im
Bereich der Schnittpunkte lassen sich näherungsweise die
Tangenten an den Kreis in den Schnittpunkten mit dem
Fensterrand bestimmen. Durch Ermittlung des Schnittpunktes
der in diesen Punkten errichteten Senkrechten auf die
Tangenten läßt sich unmittelbar der Radius des Kreises
bestimmen.
Wenn nun auf diese Weise die für eine Überprüfung
notwendigen Daten gewonnen und mit den hinterlegten Daten
in dem Zentralrechner 20 verglichen wurden, gibt der
Zentralrechner 20 der Recheneinheit 19 ein entsprechendes
Signal. Stimmen die Daten überein, so wird die
Einheit 19 und die Druckluftdüse 18 das entsprechende
Bauteil als Gutteil in den Behälter 23 ausgeworfen. Da der
erste Auswerfer 18 um eine bestimmte Teilung hinter der
Kamera 6 angeordnet ist, wird diese Teilungsdifferenz in
den Zentralrechner 17 berücksichtigt, so daß der
Druckluftstoß aus der Düse 18 erst dann erfolgt, wenn sich
das überprüfte Bauteil am ersten Auswerfer 18 befindet.
Die Schlechtteile verbleiben an dem Drehteller und werden
nachfolgend durch den Abstreifer 21 auf mechanischem Wege
von dem Drehteller 3 in den Behälter 24 für Schlechtteile
abgestreift.
Claims (5)
1. Verfahren zum Vermessen von vorzugsweise
rotationssymmetrischen Gegenständen durch Aufnehmen eines
aus Bildpunkten zusammengesetzten Digitalbildes des zu
vermessenden Gegenstandes, Umwandeln des Digitalbildes in
ein aus binär codierten Bildpunkten bestehendes Binärbild,
Abscannen des Binärbildes zum Bestimmen zumindest eines
Teiles des Umrisses des zu vermessenden Gegenstandes,
dadurch gekennzeichnet,
daß
- a) das Binärbild in einer vorgegebenen Richtung von einem Startpunkt (A, A′, A′′) aus bis zu einem Wechsel des Binärcodes abgescanned wird,
- b) beim Auftreten des Binärcodewechsels in einem vorbestimmten Umlaufsinn die dem vor dem Wechsel des Binärcodes letzten Bildpunkte (B, B′, B′′; C, C′, C′′; . . .) benachbarten Bildpunkte gescanned werden, bis ein Bildpunkt gleicher Codierung gefunden wird,
- c) die Ortskoordinaten des letzten Bildpunktes (B, B′, B′′; C, C′, C′′; . . .) und die sich aus dem gleichkodierten Bildpunkt ergebende Richtungskoordinate (2; 0; . . .) abgespeichert werden,
- d) das Binärbild in der neuen Richtung (2; 0; . . .) bis zum Auftreten eines weiteren Binärcodewechsels abgescanned wird,
- e) die Schritte b)-d) solange wiederholt werden, bis ein vorgegebener Endpunkt (B, B′, B′′) erreicht wird, und
- f) die so gewonnenen Koordinaten mit Referenzkoordinaten verglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Endpunkt erreicht ist, sobald das erste Mal ein
Bildpunkt, dessen Koordinaten bereits gespeichert sind,
zum zweiten Mal abgescanned wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Bestimmung eines Teiles des
Umrisses des zu vermessenden Gegenstandes mindestens ein
Fenster auf das Binärbild über je einen Umrißabschnitt des
zu vermessenden Gegenstandes gelegt wird, und daß die
Schnittpunkte des Fensterrades mit dem in dem Fenster
liegenden Umrißabschnitt bestimmt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
als Startpunkt (A′) ein Bildpunkt im Fenster gewählt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß zwei Fenster auf das Binärbild über
zwei Umrißabschnitte gelegt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904011964 DE4011964A1 (de) | 1990-04-12 | 1990-04-12 | Verfahren zum vermessen von vorzugsweise rotationssymmetrischen gegenstaenden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904011964 DE4011964A1 (de) | 1990-04-12 | 1990-04-12 | Verfahren zum vermessen von vorzugsweise rotationssymmetrischen gegenstaenden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4011964A1 true DE4011964A1 (de) | 1991-10-17 |
Family
ID=6404349
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904011964 Withdrawn DE4011964A1 (de) | 1990-04-12 | 1990-04-12 | Verfahren zum vermessen von vorzugsweise rotationssymmetrischen gegenstaenden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4011964A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19832322A1 (de) * | 1998-07-17 | 2000-01-20 | Bmw Rolls Royce Gmbh | Bildaufnahmeverfahren für die Schaufeln einer Turbine |
| DE4313829B4 (de) * | 1993-04-28 | 2006-05-04 | Kappner, Helmut A. | Vorrichtung zum Prüfen von Formteilen |
| CN103357585A (zh) * | 2012-04-09 | 2013-10-23 | 大进合紧固件(昆山)有限公司 | 高速筛选机 |
-
1990
- 1990-04-12 DE DE19904011964 patent/DE4011964A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4313829B4 (de) * | 1993-04-28 | 2006-05-04 | Kappner, Helmut A. | Vorrichtung zum Prüfen von Formteilen |
| DE19832322A1 (de) * | 1998-07-17 | 2000-01-20 | Bmw Rolls Royce Gmbh | Bildaufnahmeverfahren für die Schaufeln einer Turbine |
| CN103357585A (zh) * | 2012-04-09 | 2013-10-23 | 大进合紧固件(昆山)有限公司 | 高速筛选机 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
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