DE4011423C2 - - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine hydraulische
Dämpfungsvorrichtung mit einem Zylinderrohr und einem
auf diesem in einem Preßsitz befestigten, ringförmigen
Federlager, mit zumindest einem Wulstvorsprung des
Zylinderrohres zur axialen Lagesicherung des Federlagers
sowie ein Verfahren zum Befestigen des ringförmigen
Federlagers auf dem Zylinderrohr der
Dämpfungsvorrichtung.
Die japanische Patentanmeldung 50-29 108 zeigt eine
Anordnung, bei der eine Mehrzahl von Montagevorsprüngen
an dem Behälterrohr eines Stoßdämpfers ausgebildet und
verwendet sind, um einen Federsitz in einer bestimmten,
gewünschten Position anzuordnen. Wenn der Sitz einmal an
den Vorsprüngen angeordnet ist, wird er durch
Lichtbogenschweißen festgelegt.
Diese Anordnung besitzt jedoch den Nachteil, daß das
Lichtbogenschweißen eine spezielle Art von Schweißdraht
erfordert, der verhältnismäßig teuer ist. Entsprechend
erhöhen sich die Kosten der hydraulischen
Dämpfungsvorrichtung.
Eine hydraulische Dämpfungsvorrichtung der eingangs
genannten Art ist aus der Firmenschrift "BOGE
Stoßdämpfer-Konstruktionen, PKW- und Leicht-LKW-Bereich.
Eitorf, 1977 (K50-9/77-D), Seite 16" bekannt. Bei dieser
Lösung wird ein Federteller für einen Festsitz mit dem
Dämpferaußenrohr des Stoßdämpfers verschweißt, während
für eine lösbare Ausführung der Federteller gegen
örtlich vorstehende, abgestufte Nocken des Außenrohres
aufgepreßt wird.
Bei einer derartigen Lösung ist allerdings eine
zuverlässige Verbindungsfestigkeit zwischen Federteller
und Behälteraußenrohr über lange Zeiträume für bestimmte
Anwendungsfälle nicht hinreichend sichergestellt,
insbesondere wenn verhältnismäßig starke Federn sich an
dem Federteller abstützen, da bei dieser Ausführungsform
die Gefahr besteht, daß der Federteller nach oben
verlagert wird.
Aus der DE-PS 31 05 170 ist ein Schwingungsdämpfer mit
einem Beschlag (Federteller oder Achsschenkelträger)
bekannt, der mindestens einen, radial nach innen
gerichteten und durch Eindrücken gebildeten Vorsprung
aufweist, der sich über einen Teil seines Umfanges
erstreckt, während das Behälterrohr eine entsprechende
Gegenvertiefung in seinem Außenmantel aufweist. Eine
derartige Lösung erfordert allerdings eine
verhältnismäßig große Umformbarkeit und führt zur
Verringerung des Innendurchmessers des Behälterrohres.
Überdies ist eine solche Lösung korrosionsanfällig, da
Schmutz- und Spritzwasser im Verbindungsbereich zwischen
dem Behälterrohr und dem Federteller bzw. Achsschenkel
verbleiben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
hydraulische Dämpfungsvorrichtung sowie ein Verfahren zu
ihrer Herstellung anzugeben, die sich durch einen
zuverlässigen Festsitz eines auf dem Außenumfang des
Stoßdämpfers gehaltenen Federlagers für die
Stoßdämpferfeder auszeichnet, wobei eine hohe
Verbindungsfestigkeit in einfacher und kostengünstiger
Weise unter Berücksichtigung der Betriebsbedingungen der
Dämpfungsvorrichtung erreicht werden soll.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
beiderseits des Preßsitzes des Federlagers das
Zylinderrohr eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung
beabstandeten, von dem Zylinderrohr radial auswärts
weisenden Vorsprüngen aufweist und der Preßsitz ein in
Abwesenheit des Federlagers radial aufgeweiteter
Sitzabschnitt des Zylinderrohres ist, sowie das zwischen
dem Zylinderrohr und einem Abschnitt des Federlagers ein
Axialkanal gebildet ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren für die Befestigung des
ringförmigen Federlagers auf dem Zylinderrohr des
Stoßdämpfers zeichnet sich dadurch aus, daß das
ringförmige Federlager mit einem Ringabschnitt auf dem
Zylinderrohr mit Spiel aufgenommen wird, anschließend
ein erstes und ein zweites Umformgesenk anliegend an der
Außenoberfläche des Zylinderrohres und dem Federlager
oberhalb und unterhalb des Ringabschnittes angeordnet
werden und in einem Preßumformvorgang ein radial
aufgeweiteter Sitzabschnitt des Zylinderrohres zur
Bildung eines Preßsitzes des Ringabschnittes des
Federlagers gegen den Rohrabschnitt des Zylinderrohres
sowie, axial beabstandet, ein Paar Vorsprünge des
Zylinderrohres oberhalb und unterhalb des
Ringabschnittes in Verbindung mit dem Sitzabschnitt
gebildet werden, wobei in Umfangsrichtung jeweils eine
Mehrzahl beabstandeter Vorsprünge unter Belassung eines
Axialkanales erzeugt werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines
Ausführungsbeispieles und zugehöriger Zeichnungen näher
erläutert. In diesen zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung, die einen Stoßdämpfer,
hergestellt nach einem Verbindungsverfahren nach der
vorliegenden Erfindung zeigt,
Fig. 2 eine Draufsicht eines Stoßdämpfers, versehen mit
einem Federsitz nach der vorliegenden Erfindung, und
Fig. 3 eine vergrößerte Schnittdarstellung, die die
Verbindungstechnik, welche die vorliegende Erfindung
charakterisiert, besonders deutlich zeigt.
In den Fig. 1 und 2 ist ein Stoßdämpfer 1 des Typs
gezeigt, der eine Rohranordnung mit konzentrisch
angeordnetem Behälter- und Zylinderrohr 2, 3 zeigt. Ein
Kolben 4 und eine Kolbenstange 5 sind hin- und
herbeweglich innerhalb des Zylinderrohres 3 in der
gezeigten Weise angeordnet.
Ein Federsitz 6 ist auf der Außenoberfläche des
Behälterrohres 2 festgelegt. Wie gezeigt ist, weist
dieser Sitz einen Rohrabschnitt 7 auf, einen
Führungsabschnitt 8, der die Feder (nicht gezeigt)
zentriert sowie einen sich radial erstreckenden
Flanschabschnitt 9 auf. Vor der Verbindung ist der
Innendurchmesser des Rohrabschnittes 7 geringfügig
größer als der Außendurchmesser des Reservoirrohres 2.
Um diesen Federsitz an Ort und Stelle zu verbinden und
auf dem Rohr festzulegen, wird der Rohrabschnitt 7 auf
dem Außenumfang des Behälterrohres 2 aufgenommen und an
der gewünschten Stelle gelagert. Im Anschluß daran
werden Formen bzw. Gesenke 10 und 11 oberhalb und
unterhalb des Rohrabschnittes 7 angeordnet und in
bestimmte Positionen auf die Außenoberfläche des
Behälterrohres 2 in der Weise aufgesetzt, wie dies in
Fig. 3 dargestellt ist. Im Anschluß hieran wird das
Behälterrohr 2 einer Umformbehandlung zur Ausbildung von
Wülsten unterzogen. In diesem besonderen
Ausführungsbeispiel sind die Formen 10, 11 so geformt
und angeordnet, daß bei Verformung des Behälterrohres 2
der Federsitz 6 an Ort und Stelle gehalten wird und
verbleibt, so daß eine Kraft oder Preßsitz sich zwischen
der Innenfläche des Rohrabschnittes 7 des Federsitzes 6
und dem Abschnitt (oder Abschnitten) 12 des
Reservoirrohres 2 entwickelt, das zum Kontakt mit dem
Rohrabschnitt 7 nach außen gedrängt wird. Außerdem
werden drei Sätze von im wesentlichen gleichmäßig
beabstandeten Vorsprüngen 13 und 14 oberhalb und
unterhalb des Rohrabschnittes 7 ausgebildet, um die
Bewegung des Federsitzes 6 in axialer Richtung des
Reservoirrohres 2 zu verhindern.
Somit wird dann, wenn eine Vorspannung auf den Federsitz
6 durch eine - nicht gezeigte - Feder ausgeübt wird, so
z.B. dann, wenn der Stoßdämpfer in einem Kraftfahrzeug
zur Anwendung kommt, die Last vorherrschend durch die
Vorsprünge 14 aufgenommen wird. Da außerdem der nach
außen verformte Abschnitt 15 in einem Preßsitz gegen den
Rohrabschnitt 7 des Federsitzes 6 anliegt, ist eine
Rotation des Federsitzes 6 in bezug auf das Behälterrohr
2 verhindert.
In der vorliegenden Erfindung wird ein Auslaßkanal oder
Rinne 16 (s. Fig. 1) in einer Vertiefung, gebildet
zwischen den vorspringenden Abschnitten 15, ausgebildet,
um es Regenwasser oder dgl. zu gestatten, in einer Weise
abgeführt zu werden bzw. ablaufen zu können, die ein
Rosten oder dgl. verhindert.
Claims (2)
1. Hydraulische Dämpfungsvorrichtung mit einem Zylinderrohr
und einem auf diesem in einem Preßsitz befestigten,
ringförmigen Federlager, mit zumindest einem Wulstvorsprung
ds Zylinderrohres zur axialen Lagesicherung des
Federlagers, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des
Preßsitzes (12) des Federlagers (6) das Zylinderrohr (2)
eine Mehrzahl von in Umfangsrichtung beabstandeten, von dem
Zylinderrohr (2) radial auswärts weisenden Vorsprüngen (13,
14) aufweist und der Preßsitz (12) ein in Anwesenheit des
Federlagers (6) radial aufgeweiteter Sitzabschnitt des
Zylinderrohres (2) ist, sowie daß zwischen dem Zylinderrohr
(2) und einem Abschnitt des Federlagers (6) ein Axialkanal
(16) gebildet ist.
2. Verfahren zum Befestigen eines ringförmigen Federlagers
auf einem Zylinderrohr, für eine hydraulische
Dämpfungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das ringförmige Federlager (6) mit
einem Ringabschnitt (7) auf dem Zylinderrohr (2) mit Spiel
aufgenommen wird, anschließend ein erstes und ein zweites
Umformgesenk (10, 11) anliegend an der Außenoberfläche des
Zylinderrohres (2) und dem Federlager (6) oberhalb und
unterhalb des Ringabschnittes (7) angeordnet werden und in
einem Preßumformvorgang ein radial aufgeweiteter
Sitzabschnitt (12) des Zylinderrohres (2) zur Bildung eines
Preßsitzes des Ringabschnittes (7) des Federlagers (6)
gegen den Rohrabschnitt (12) des Zylinderrohres (2) sowie,
axial beabstandet, ein Paar Vorsprünge (13, 14) des
Zylinderrohres (2) oberhalb und unterhalb des
Ringabschnittes (7) in Verbindung mit dem Sitzabschnitt
(12) gebildet werden, wobei in Umfangsrichtung jeweils eine
Mehrzahl beabstandeter Vorsprünge (13, 14) unter Belassung
eines Axialkanales (16) erzeugt werden.
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