DE4011458A1 - Vorrichtung zur herstellung von effektgarn - Google Patents
Vorrichtung zur herstellung von effektgarnInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G1/00—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
- D02G1/16—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics using jets or streams of turbulent gases, e.g. air, steam
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von
Effektgarn nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Diese Vorrichtung ist durch die US-PS 41 59 619 bekannt. Bei
dieser Vorrichtung kann die Verteilung und Beschaffenheit der
Stellen erhöhter Materialansammlung nur sehr eingeschränkt
beeinflußt werden. Bei der bekannten Vorrichtung pendelt ein
Auslenkhebel, der von einer rotierenden Steuerscheibe ange
trieben wird, zwischen zwei Endstellungen hin und her.
In der DE-OS 22 01 147 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Herstellung von Effektgarnen aus Kernfaden und Effekt
faden beschrieben, bei dem der Effektfaden pneumatisch zu
einer Fadenschleife wechselnder Größe ausgezogen wird. Hier
bei unterliegt die Steuerung der Fadenschleife nach Größe und
Zeitdauer erheblichen Beschränkungen, was insbesondere nach
teilig ist, wenn der Effektfaden mit hoher Fadengeschwindig
keit hergestellt werden soll.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer nach Bauaufwand
und Funktion einfachen Vorrichtung, die vielfältige, jedoch
einfache Steuerungsmöglichkeiten für die Verteilung und
Ausbildung der Dünn- und Dickstellen des Effektgarns bietet.
Die Lösung ergibt sich aus dem Kennzeichen des Anspruchs 1.
Nach Anspruch 2 wird die Möglichkeit zur Beeinflussung und
Steuerung der Ausbildung der Dünn- und Dickstellen noch
erweitert.
Nach Anspruch 3 wird sichergestellt, daß nicht nur die Zunah
megeschwindigkeit der Fadenspeicherung, sondern auch die
Abnahmegeschwindigkeit steuerbar ist und durch Einstellung
und Programmierung vorgegeben werden kann.
Nach Anspruch 4 entsteht eine arbeitstechnisch und bedie
nungstechnisch sichere Vorrichtung.
Bei der Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 5 läßt sich
nicht nur die Frequenz der Effekte bzw. Flammen, d.h. die
Anzahl der Effekte bzw. Flammen pro Meter Fadenlänge, sondern
darüber hinaus auch die Gestaltung der Flammen durch Beein
flussung ihrer Übergänge, Längen, Intensitäten sehr weitge
hend beeinflussen.
Dabei werden bei der weiteren Ausgestaltung nach Anspruch 6
einstellbare Parameter bereitgestellt, die eine Anpassung an
jeden gewünschten Einsatzzweck ermöglichen.
Es ist also bevorzugt vorgesehen, daß die Drehzahl des
Umlauffadenführers nicht konstant ist. Bei den vorangehend
beschriebenen Ausführungen werden dabei Änderungen der Dreh
zahl vorgesehen, die mit vorgegebener Frequenz periodisch
wiederkehren.
Sofern die dadurch vorgegebene Steuerbarkeit der Drehzahl des
Umlauffadenführers den Anforderungen nicht genügt, wird
weiterhin vorgeschlagen, die Drehzahl durch einen frei pro
grammierbaren Mikroprozessor zu steuern, wobei als Extrem
werte eine einstellbare maximale Drehzahl und eine einstell
bare minimale Drehzahl vorzugeben sind. Die minimale Drehzahl
kann dabei auch Null sein. Damit läßt sich jeder gewünschte
Verlauf der Drehzahl des Umlauffadenführers im Rahmen der
durch den Antrieb und seine mechanische Auslegung gegebenen
Möglichkeiten realisieren.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungs
beispiels erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 die Aufsicht auf eine schematisch dargestellte
Vorrichtung;
Fig. 2 den Schnitt durch die Vorrichtung in der Ebene
II-II;
Fig. 3 den Schnitt durch die Vorrichtung in der Ebene
II-III;
Fig. 4 die Untersicht der Vorrichtung;
Fig. 5 einen Schaltplan für die Steuereinrichtung des
Umlaufmotors;
Fig. 6 ein Drehzahl-/Zeitdiagramm des Umlaufmotors.
Ein Kernfaden 1 und ein Effektfaden 2 werden durch Galetten 3
und 4 über Fadenführer 5 gemeinsam einer Lufttexturierdüse
zugeführt und durch eine gemeinsame Abzugsgalette 9 daraus
abgezogen. Ein Lufttexturierverfahren ist z.B. in dem
deutschen Patent 27 49 867 beschrieben. Bei einer solchen
Lufttexturierung entsteht ein Effektgarn, wenn der Kernfaden
1 mit vorzugsweiser konstanter, jedenfalls relativ hoher
Fadenspannung und der Effektfaden 2 mit wechselnder, im
Mittel niedrigerer Fadenspannung in die Düse 6 geführt wird.
Es entsteht ein Gesamtfaden, im folgenden als Effektgarn 8
bezeichnet, in dem die Endlosfilamente des synthetischen
Kernfadens 1 und die Endlosfilamente des synthetischen
Effektfadens 2 miteinander verwirbelt sind, wobei die Fila
mente des Effektfadens in dem Effektgarn zu Schlingen,
Schlaufen, Bögen und dgl. verformt sind, deren Größe/Ampli
tude von der jeweils angewandten Fadenspannung des Effekt
fadens 2 in der Lufttexturierdüse 6 abhängt.
Der Gesamtfaden/das Effektgarn wird aus der Düse durch
Abzugsgalette 9 abgezogen. Die Fadenspannung des Kernfadens 1
hängt von dem Geschwindigkeitsverhältnis zwischen der Abzugs
galette 9 und der den Kernfaden liefernden Galette 3 ab. Die
Fadenspannung des Effektfadens 2 hängt einerseits ab von dem
Geschwindigkeitsverhältnis der Abzugsgalette 9 und der den
Effektfaden liefernden Galette 4, zum anderen aber auch
davon, wieviel Fadenmenge des Effektfadens 2 in der Vorrich
tung zur Bildung einer Fadenschleife momentan gespeichert
wird und ob die Speicherung zunimmt oder abnimmt.
Im folgenden wird die Vorrichtung 10 zur Bildung der Faden
schleife beschrieben:
Ein Umlauffadenführer 13 ist an dem freien Ende eines Hebels 14 drehbar befestigt. Der Hebel 14 wird mit gleich bleibendem Drehsinn um die Umlaufachse 15 gedreht. Dadurch bewegt sich der Umlauffadenführer 13 in einer vorgegebenen Umlaufebene auf einer kreisförmigen Umlaufbahn. In dieser Umlaufebene sind auch der Einlauffadenführer 11 und der Auslauffaden führer 12 angebracht. Der Einlauffadenführer 11 und der Auslauffadenführer 12 bilden mit der Umlaufachse einen kleinsten Zentriwinkel, der kleiner ist als 180°. Vorzugs weise ist dieser kleinste Zentriwinkel so klein, daß die Umlaufbahn des Umlauffadenführers 13 die Verbindungslinie zwischen den Fadenführern 11 und 12 allenfalls berührt, nicht aber schneidet. Das heißt, daß die Länge des Hebels 14 bzw. der Abstand zwischen der Umlaufachse 15 und der Drehachse des Umlauffadenführers 13 vorzugsweise kleiner oder gleich dem kleinsten Abstand der Verbindungslinie zwischen den Faden führern 11, 12 von der Umlaufachse 15 ist.
Ein Umlauffadenführer 13 ist an dem freien Ende eines Hebels 14 drehbar befestigt. Der Hebel 14 wird mit gleich bleibendem Drehsinn um die Umlaufachse 15 gedreht. Dadurch bewegt sich der Umlauffadenführer 13 in einer vorgegebenen Umlaufebene auf einer kreisförmigen Umlaufbahn. In dieser Umlaufebene sind auch der Einlauffadenführer 11 und der Auslauffaden führer 12 angebracht. Der Einlauffadenführer 11 und der Auslauffadenführer 12 bilden mit der Umlaufachse einen kleinsten Zentriwinkel, der kleiner ist als 180°. Vorzugs weise ist dieser kleinste Zentriwinkel so klein, daß die Umlaufbahn des Umlauffadenführers 13 die Verbindungslinie zwischen den Fadenführern 11 und 12 allenfalls berührt, nicht aber schneidet. Das heißt, daß die Länge des Hebels 14 bzw. der Abstand zwischen der Umlaufachse 15 und der Drehachse des Umlauffadenführers 13 vorzugsweise kleiner oder gleich dem kleinsten Abstand der Verbindungslinie zwischen den Faden führern 11, 12 von der Umlaufachse 15 ist.
Zum Antrieb des Hebels 14 dient ein Umlaufmotor 16. Der
Umlaufmotor 16 wird durch Umlaufsteuerung 17 nach einem vor
gegebenen Programm oder nach Zufallsprogramm angetrieben.
Die Vorrichtung 10 zur Erzeugung der Fadenschleife ist in
einem Gehäuse untergebracht, das aus einem zylindrischen
Mantel 18 und einem Deckel 19 besteht. Der Mantel 18 und der
Deckel 19 sind nur an einer Stelle miteinander befestigt, so
daß beide einen Schlitz 20 bilden. Der Schlitz 20 liegt in
der Umlaufebene des Umlauffadenführers 13 und der Fadenführer 11 und 12.
Die Befestigungsstelle zwischen Mantel 18 und
Deckel 19 liegt in dem kleinsten Winkelbereich zwischen den
Fadenführern 11 und 12, wobei davon auszugehen ist, daß die
Zylinderachse des Gehäusemantels 18 und die Umlaufachse 15
zusammenfallen. Daher erstreckt sich der Schlitz 20 über den
größten Zentriwinkel zur Umlaufachse 15, auf dessen Schenkeln
die Fadenführer 11 und 12 liegen.
Der Einlauffadenführer 11 ist in einem Schlitz 21, der kon
zentrisch zur Umlaufachse 15 liegt, beweglich geführt. Hier
durch kann der Einlauffadenführer 11 in einer gewünschten
Position festgestellt werden. Daher ist der Zentriwinkel zur
Umlaufachse 15, auf dessen Schenkeln die Fadenführer 11, 12
liegen, einstellbar. In dem in Fig. 4 gezeigten Ausführungs
beispiel geschieht die Positionierung des Einlauffadenführers
11 durch einen Antrieb, der aus dem Motor 24, der Kurbel 23
und der Schubstange 22 besteht. Der Motor 24 kann so ange
trieben werden, daß der Einlauffadenführer 11 in eine
gewünschte Position gefahren wird und dort während der Pro
duktion des Effektgarns stehenbleibt. Der Motor 24 kann aber
auch durch eine Steuereinrichtung 25 während der Herstellung
des Effektgarnes dauernd mit konstanter Drehzahl oder nach
einem vorgegebenen Programm mit wechselnder Drehzahl, jedoch
gleich bleibender Drehrichtung angetrieben werden, so daß der
Einlauffadenführer 11 seine Position während der Herstellung
des Effektgarnes dauernd ändert.
Zunächst wird die Funktion betrachtet bei stillstehendem
Einlauffadenführer 11. Der Effektfaden 2 wird zunächst von
der Galette 4 kommend gemeinsamen mit dem Kernfaden 1 durch
Fadenführer 5 in die Lufttexturierdüse 6 eingeführt. Aus der
Lufttexturierdüse 6 wird der Gesamtfaden (Effektgarn) 8 durch
Abzugsgalette 9 abgezogen. Nunmehr wird zum Inbetriebsetzen
des Prozesses der Effektfaden 2 zwischen den Fadenführern 11
und 12 zu einer Fadenschleife ausgezogen. Diese Fadenschleife
wird über das zylindrische Gehäuse 18 gestülpt. Dadurch fällt
der Faden in den Schlitz 20 des Gehäuses. Der Faden gelangt
dabei automatisch in die Führungsrille des Umlauffadenführers
13. Bei dem Umlauffadenführer 13 handelt es sich vorzugsweise
um eine frei drehbare Rolle. Der Umlauffadenführer 13 wird
mit wechselnder Drehzahl, jedoch gleich bleibender Drehrich
tung angetrieben. Wie aus Fig. 1 ersichtlich, wird dadurch
die Fadenschleife zwischen dem Einlauffadenführer 11 und dem
Auslauffadenführer 12 vergrößert und verkleinert.
Vorausgesetzt, die Fadenführer 11, 12 stehen fest, hängt der
zeitliche Verlauf dieser Vergrößerung und Verkleinerung ab
von der Drehzahl und der Änderungsgeschwindigkeit der Dreh
zahl. Es werden also bei der Herstellung des Effektgarns
zeitlich schwankende Fadenmengen des Effektfadens in Form
einer zeitlich schwankenden Fadenschleife gespeichert. Die
größte und die kleinste Speichermenge hängt ab von der Dimen
sionierung der Vorrichtung 10, insbesondere von dem Abstand
der Fadenführer 11 und 12 voneinander, von dem Abstand der
Fadenführer 11 und 12 von der Umlaufachse 15 sowie von dem
Radius der Umlaufbahn des Umlauffadenführers 13.
Durch Positionierung der beiden Fadenführer 11 und 12 kann
also die größte und die kleinste Speichermenge variiert
werden. Vorzugsweise bleibt der Auslauffadenführer 12 orts
fest, damit die Fadenlaufverhältnisse in der Texturierdüse 6
nicht geändert werden. Der Fadenführer 11 kann jedoch in dem
Schlitz 12, der konzentrisch zur Umlaufachse 15 liegt, ver
stellt werden. Bei kleinstem Abstand zwischen den Fadenfüh
rern 11 und 12 entsteht die größte Schwankung der Faden
speichermenge. Bei größtem Abstand der Fadenführer 11 und 12
entsteht die kleinste Schwankung der Fadenspeichermenge.
Durch während der Effektgarnherstellung ständig wechselnde
Positionierung des Einlauffadenführers 11 mit Hilfe des
Antriebs nach Fig. 4 kann der Änderung der Fadenspeicher
menge, welche durch den Umlauf des Umlauffadenführers 13
hervorgerufen wird, eine zusätzliche Änderung überlagert
werden. Hierbei sind folgende Betriebsweisen denkbar:
- a) Der Umlauffadenführer 13 läuft mit konstanter Drehzahl um; der Antrieb 24 zur Verlegung des Fadenführers 11 wird mit einer nach einem Verlegungsprogramm variablen Drehzahl betrieben;
- b) Der Umlauffadenführer 13 läuft mit einer nach Umlaufpro gramm variablen Drehzahl um; der Motor 24 zur Verlegung des Einlauffadenführers 11 wird mit konstanter Drehzahl betrieben;
- c) Der Umlauffadenführer 13 läuft mit einer nach dem Umlauf
programm variablen Drehzahl um;
der Motor 24 zur Verlegung des Einlauffadenführers 11 wird mit einer nach Verlegungsprogramm variablen Drehzahl betrieben, wobei wiederum die Alternativen bestehen, daß Umlaufprogramm und Verlegungsprogramm aufeinander abge stimmt sind oder willkürlich überlagert werden; - d) Der Umlauffadenführer 13 und der Antrieb 24 zur Verlegung des Fadenführers 11 laufen mit konstanten Drehzahlen um, wobei die Drehzahlen jedoch ungleich sind. Hierdurch erfolgt abwechselnd eine Addition und eine Subtraktion der Wirkungen des Umlauffadenführers einerseits und des Faden führer-Abstandes andererseits.
Es ist aus dieser Zusammenstellung ersichtlich, daß durch die
überlagerte Steuerung der Schleifenbildung zum einen durch
Umlauf des Umlauffadenführers 13 und zum anderen durch Verle
gung eines der Fadenführer 11 eine vielfältige Steuerungsmög
lichkeit für die Effektgarnbildung gegeben ist. Dies gestat
tet eine feinfühlige Anpassung an die gewünschten Resultate.
Doch auch bei feststehendem Fadenführer 11 ist mit der
Vorrichtung eine sehr feinfühlige Anpassung an unterschied
liche praktische Anforderungen möglich, wenn die Umlaufdreh
zahl des Umlauffadenführers 13 ständig variiert wird. Hierzu
ist ein geeigneter Schaltplan in Fig. 5 dargestellt. Dabei
wird der Umlaufmotor, ein Asynchronmotor, über einen Fre
quenzgeber 30 angetrieben, dessen Frequenz mittels Regler 29
gesteuert wird. Die Drehzahl des Umlaufmotors 16 wird auf das
dem Regler 29 vorgegebene Sollwertsignal eingeregelt.
Zur Vorgabe des Sollwertsignals n soll, das dem Regler vorgege
ben wird, dient der im folgenden beschriebene Teil der
Steuereinrichtung 17:
Die Grunddrehzahl des Umlaufmotors 16 wird an dem Potentio
meter 26 eingegeben, welches als Sollwertgeber für die Grund
drehzahl dient. Das Ausgangssignal des Sollwertgebers 26 wird
über einen Operationsverstärker 27 mir innerer Rückführung
und einen Integrator 28 auf den Regler geführt. Bei konstan
tem Eingangssignal wirkt der Integrator als Verstärker. Auf
das dynamische Verhalten wird später eingegangen.
Ein weiterer Operationsverstärker 31 ist ebenfalls durch den
Sollwertgeber 26 angesteuert. Der Operationsverstärker 31
weist eine einstellbare innere Rückführung auf, so daß sein
Ausgangssignal unabhängig von dem Operationsverstärker 27
einstellbar ist. In die Rückführung des Operationsverstärkers
27 ist das Ausgangssignal des Operationsverstärkers 31 einge
führt. Die Verbindung zwischen dem Operationsverstärker 31
und dem Operationsverstärker 27 wird durch einen Schalter 32
hergestellt. Der Schalter 32 wird durch einen Oszillator im
Einschalt- und Ausschaltsinne mit einer durch Oszillator 34
vorgegebenen Taktfrequenz betätigt. Der Oszillator wird durch
einen Sollwertgeber 33 angesteuert, so daß durch den Oszil
lator eine Impulskette mit einstellbarer Frequenz erzeugbar
ist. Dem Oszillator 27 wird also in seiner Rückführung mit
vorgebbarer Taktfrequenz ein in seiner Höhe einstellbares
Gegensignal von Oszillator 31 aufgeprägt. Dadurch wird auch
das Ausgangssignal des Oszillators 27 mit dieser Taktfrequenz
sprunghaft verringert und wieder auf den Ausgangswert er
höht. Dieser Ausgangswert wird nun dem Integrator 28 aufge
geben. Der Integrator 28 bestimmt das Änderungsverhalten des
einzugebenden Sollwertes der Drehzahl und bewirkt, daß bei
sprunghafter Änderung des Ausgangssignals des Operationsver
stärkers 27 eine stetige Änderung des dem Regler vorzugeben
den Sollwertsignals der Drehzahl erfolgt.
Jeder sprunghaften Änderung des Ausgangssignals des Opera
tionsverstärkers 27 ist also eine nur endliche Beschleunigung
der Drehzahl des Umlaufmotors 16 dank des Integrators, im
folgenden auch "Beschleunigungsgeber" genannt, zugeordnet.
Die Höhe des Beschleunigungswertes bzw. Verzögerungswertes
bei negativer sprunghafter Änderung wird durch den Sollwert
geber 35 des Beschleunigungsgebers 29 eingestellt.
Der Regler 29 hat ein Proportional/Integral-(PI-)Verhalten.
Die Reglerkonstante K sowie die Verzögerungszeit T v des
Reglers kann an dem Sollwertgeber 36 eingestellt werden.
Weitere Einstellmöglichkeiten, die bereits erwähnt wurden,
sind:
- - die Taktfrequenz an dem Sollwertgeber 33 für den Taktgeber,
- - die Grunddrehzahl an dem Potentiometer 26,
- - die durch Operationsverstärker 31 - im folgenden auch "Änderungsgeber" genannt - vorgegebene Gegenspannung an der inneren Rückführung mit Widerstand 37 des Operationsver stärkers 31.
Aus dem nachfolgenden Diagramm nach Fig. 6, welches den zeit
lichen Verlauf der Drehzahl zeigt, ergibt sich gleichzeitig
auch die Funktion der Schaltung nach Fig. 5. In Fig. 6 ist im
unteren Bereich auch der zeitliche Verlauf der durch den
Oszillator 34 erzeugten Impulskette gezeigt, mit der der
Schalter 32 betätigt wird. Wir gehen zunächst davon aus, daß
der Schalter 32 geöffnet ist. Durch Einstellung des Potentio
meters 26 wird eine bestimmte konstante Spannung vorgegeben,
die der Beschleunigungsgeber als konstantes Drehzahl-Soll
wert-Signal an den Regler 29 weitergibt. Bei geöffnetem
Schalter 32 wird also der Umlaufmotor 16 mit konstanter Dreh
zahl angetrieben.
Der Operationsverstärker 31 wird nun ebenfalls mit einer
konstanten Grundspannung betrieben. Da jedoch die innere
Rückführung einstellbar ist, ist die Ausgangsspannung des
Operationsverstärkers 31 ebenfalls einstellbar. Bei geschlos
senem Schalter 32 wirkt diese Spannung additiv zu der rückge
führten Spannung des Operationsverstärkers 27. Daher wirkt
die Ausgangsspannung des Operationsverstärkers 31 im Sinne
einer sprunghaften Verminderung der Ausgangsspannung des
Operationsverstärkers 27.
Der Schalter 32 wird in dem durch die Impulskette des Oszil
lators 34 vorgegebenen Takt geöffnet und geschlossen. Daher
ändert sich auch das Ausgangssignal des Operationsverstärkers
27 sprunghaft mit derselben Taktfrequenz. Positive Änderungen
führen in dem Integrator/Beschleunigungsgeber 28 zu einem
konstanten Beschleunigungswert für die Drehzahl. Negative
sprunghafte Änderungen führen zu einer konstanten Verzögerung
der Drehzahl. Beschleunigung und Verzögerung können an dem
Sollwertgeber 35 eingestellt werden.
In Fig. 6 stellt die Konstante NG die Grunddrehzahl dar.
Durch Verstellung des Potentiometers 26 wird diese Grunddreh
zahl als waagerechte Linie höher oder tiefer gelegt.
Der Grunddrehzahl wird eine Drehzahländerung überlagert, und
zwar - in Fig. 6 dargestellt - negativ überlagert. Diese
Überlagerung erfolgt während einer Taktzeit T. Die Taktzeit T
entspricht einer Periodendauer des Taktgebers 34. Durch Soll
wertgeber 33, d.h. Potentiometer, kann diese Taktzeit T ein
gestellt werden.
Die Verzögerung der Drehzahl wird in dem Diagramm nach Fig. 6
durch den Winkel alpha, die Beschleunigung durch den Winkel
beta repräsentiert. Alpha und beta können durch Sollwertgeber
35 für den Beschleunigungsgeber 28 eingestellt werden.
Innerhalb jeder Taktzeit erfolgt also eine Verminderung der
Drehzahl mit der Verzögerung alpha. Diese konstante Verzöge
rung wird beibehalten, bis eine Änderungsweite delta n er
reicht ist. Die Änderungsamplitude wird eingestellt an dem
Sollwertgeber 37 des Änderungsgebers 31. Nach dem Erreichen
der vorgegebenen Änderungsamplitude erfolgt ein Einschwing
vorgang in den verringerten Drehzahlsollwert. Denn der Regler
29 ist so eingestellt hinsichtlich seiner Reglerkonstante K,
welches das Verhältnis zwischen Eingangs- und Ausgangssignal
im statischen Zustand charakterisiert, und hinsichtlich
seiner Verzögerungszeit TV, welche die Zeit wiedergibt, die
bei sprunghafter Änderung des Eingangssignals erforderlich
ist bis zur Erreichung des statischen Zustandes, daß sein
Ausgangssignal bzw. der von diesem Ausgangssignal angesteuer
te Umlaufmotor 16 eine gedämpfte Schwingung ausführt. Durch
Vorgabe der Reglerkonstanten K und der Verzögerungszeit TV
kann dieses Schwingungsverhalten vorgegeben werden. Wenn die
Hälfte der Taktzeit erreicht ist, erfolgt eine Beschleunigung
mit dem vorgegebenen Beschleunigungswert beta. Dabei gilt
jedoch, daß beta×T/2 größer oder gleich alpha×T/2 ist.
Hierdurch wird gewährleistet, daß die Grunddrehzahl NG inner
halb jeder Taktzeit wieder erreicht wird.
In Fig. 5 ist nun weiterhin dargestellt, daß die Sollwert
geber 26, 33, 35, 36, 37 auch durch einen programmierbaren
Mikroprozessor 39 angesteuert werden können. In diesem Falle
sind beliebige Kurvenformen für die Drehzahl vorgebbar, wobei
jedoch gewährleistet werden muß, daß eine obere Drehzahl und
eine untere Drehzahl vorgegeben wird. Diese Extremwerte
dürfen nicht überschritten werden, da anderenfalls der Regler
seinen Regelbereich verläßt. Als untere Drehzahlgrenze kann
auch die Drehzahl Null vorgegeben werden.
Bezugszeichenaufstellung:
1 Kernfaden
2 Effektfaden
3 Liefergalette
4 Liefergalette
5 Fadenführer
6 Texturierdüse
7 Luftzufuhr
8 Effektgarn
9 Abzugsgalette
10 Vorrichtung zur Bildung einer Fadenschleife
11 Einlauffadenführer
12 Auslauffadenführer
13 Umlauffadenführer
14 Hebel
15 Umlaufachse
16 Umlaufmotor
17 Umlaufsteuerung
18 Gehäuse
19 Deckel
20 Schlitz
21 Schlitz
22 Schwinge
23 Schubkurbel
24 Verlegungsmotor
25 Verlegungssteuerung
26 Potentiometer, Sollwertgeber für Grunddrehzahl
27 Operationsverstärker, Drehzahlgeber
28 Integrator, Beschleunigungsgeber
29 Regler
30 Frequenzumrichter
31 Operationsverstärker, Änderungsgeber
32 Schalter
33 Sollwertgeber für Taktgeber
34 Oszillator, Taktgeber
35 Sollwertgeber für Beschleunigungsgeber, Integrator
36 Sollwertgeber für Regler
37 Sollwertgeber
39 Mikroprozessor
2 Effektfaden
3 Liefergalette
4 Liefergalette
5 Fadenführer
6 Texturierdüse
7 Luftzufuhr
8 Effektgarn
9 Abzugsgalette
10 Vorrichtung zur Bildung einer Fadenschleife
11 Einlauffadenführer
12 Auslauffadenführer
13 Umlauffadenführer
14 Hebel
15 Umlaufachse
16 Umlaufmotor
17 Umlaufsteuerung
18 Gehäuse
19 Deckel
20 Schlitz
21 Schlitz
22 Schwinge
23 Schubkurbel
24 Verlegungsmotor
25 Verlegungssteuerung
26 Potentiometer, Sollwertgeber für Grunddrehzahl
27 Operationsverstärker, Drehzahlgeber
28 Integrator, Beschleunigungsgeber
29 Regler
30 Frequenzumrichter
31 Operationsverstärker, Änderungsgeber
32 Schalter
33 Sollwertgeber für Taktgeber
34 Oszillator, Taktgeber
35 Sollwertgeber für Beschleunigungsgeber, Integrator
36 Sollwertgeber für Regler
37 Sollwertgeber
39 Mikroprozessor
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Effektgarn,
bei der ein Kernfaden und ein Effektfaden durch eine
Lufttexturierdüse geführt werden,
wobei der Effektfaden vor Einlauf in die Lufttexturier
düse zwischen zwei Fadenführern durch einen beweglichen
Fadenführer zu einer Fadenschleife mit sich ändernder
Amplitude ausgezogen wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß der bewegliche Fadenführer als Umlauffadenführer (13) an einem Hebel angeordnet ist und um eine Umlaufachse mit einer nach einem Umlaufprogramm wechselnden Drehzahl in einer mit den Fadenführern gemeinsamen Ebene (Umlauf ebene) mit gleich bleibendem Umlaufsinn umläuft,
wobei die Verbindungslinien der Fadenführer (11, 12) mit der Umlaufachse (15) einen Winkel kleiner als 180° bilden.
daß der bewegliche Fadenführer als Umlauffadenführer (13) an einem Hebel angeordnet ist und um eine Umlaufachse mit einer nach einem Umlaufprogramm wechselnden Drehzahl in einer mit den Fadenführern gemeinsamen Ebene (Umlauf ebene) mit gleich bleibendem Umlaufsinn umläuft,
wobei die Verbindungslinien der Fadenführer (11, 12) mit der Umlaufachse (15) einen Winkel kleiner als 180° bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
zumindest einer der Fadenführer, vor oder während der
Effektgarnherstellung, vorzugsweise der Einlauffaden
führer (11) im Sinne einer Verkleinerung oder Vergröße
rung des Abstandes der Fadenführer (11, 12), vorzugsweise
auf einer zur Umlaufachse konzentrischen Bahn (21) ein
malig oder fortlaufend verstellbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Abstand der Fadenführer (11, 12) von der Umlaufachse
(15) und der Umlaufradius der Umlaufbahn so dimensioniert
sind, daß die Umlaufbahn des Umlauffadenführers (13) die
Verbindungslinie zwischen den Fadenführern (11, 12) nicht
schneidet, sondern allenfalls berührt.
4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Umlauffadenführer in einem Zylindergehäuse (18) mit
Deckel (19) mit folgenden Merkmalen angeordnet ist:
die Umlaufachse und die Zylinderachse stimmen im wesent lichen überein;
der Zylindermantel ist in der Umlaufebene mit einem Schlitz (20) derart versehen, daß die von dem Schlitz aufgespannte Fläche die Umlaufachse überdeckt.
die Umlaufachse und die Zylinderachse stimmen im wesent lichen überein;
der Zylindermantel ist in der Umlaufebene mit einem Schlitz (20) derart versehen, daß die von dem Schlitz aufgespannte Fläche die Umlaufachse überdeckt.
5. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Festlegung des Umlaufprogrammes eine feste Grunddreh
zahl des Umlauffadenführers (13) einstellbar ist sowie
wiederkehrende Abweichungen von der Grunddrehzahl
einstellbar sind und/oder ein zeitlicher Verlauf dieser
Abweichungen vorgebbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
zur Einstellung bzw. Vorgabe der wiederkehrenden Abwei
chungen der Drehzahl des Umlauffadenführers von der
Grunddrehzahl zumindest einer der folgenden Parameter
unabhängig von den anderen Parametern einstellbar oder in
seinem zeitlichen Verlauf programmierbar ist:
Amplitude (A) der Drehzahlabweichungen,
Frequenz (1/ T) der Drehzahlabweichungen,
Änderungsgeschwindigkeit (alpha, beta) der Drehzahl,
Einschwingverhalten (1. Amplitude) des den Umlauffaden führer 13 antreibenden Umlaufmotors (16).
Amplitude (A) der Drehzahlabweichungen,
Frequenz (1/ T) der Drehzahlabweichungen,
Änderungsgeschwindigkeit (alpha, beta) der Drehzahl,
Einschwingverhalten (1. Amplitude) des den Umlauffaden führer 13 antreibenden Umlaufmotors (16).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Umlaufmotor (16) durch einen programmierbaren Mikro
prozessor (39) gesteuert ist, wobei ein Maximalwert und
ein Minimalwert der Drehzahl wählbar und der Drehzahl
verlauf zwischen diesen Extremwerten frei programmierbar
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE4011458A DE4011458C2 (de) | 1989-04-14 | 1990-04-09 | Umlauffadenführer |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3912281 | 1989-04-14 | ||
| DE4011458A DE4011458C2 (de) | 1989-04-14 | 1990-04-09 | Umlauffadenführer |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4011458A1 true DE4011458A1 (de) | 1990-10-18 |
| DE4011458C2 DE4011458C2 (de) | 1994-09-29 |
Family
ID=6378673
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE4011458A Expired - Fee Related DE4011458C2 (de) | 1989-04-14 | 1990-04-09 | Umlauffadenführer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4011458C2 (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4421587C1 (de) * | 1994-06-21 | 1995-08-24 | Saurer Allma Gmbh | Luftdüse für die Herstellung von Effektgarnen |
| EP1544333A1 (de) * | 2003-12-19 | 2005-06-22 | Schärer Schweiter Mettler AG | Lufttexturiermaschine für die Herstellung von Fantasiegarnen |
| WO2008034457A1 (de) * | 2006-09-22 | 2008-03-27 | SSM Schärer Schweiter Mettler AG | Vorrichtung zum erzeugen von flammen |
| CN112522828A (zh) * | 2020-12-29 | 2021-03-19 | 山东玉马遮阳科技股份有限公司 | 一种高分子单丝包覆竹节丝成型设备及成型方法 |
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| DE2054609A1 (en) * | 1970-11-06 | 1972-05-10 | Deutsche Rhodiaceta Ag, 7800 Freiburg | Grained synthetic yarn - producing variable cross section with eccentric effect disc |
| DE2201147A1 (de) * | 1972-01-11 | 1973-07-19 | Hoechst Ag | Verfahren und vorrichtung zur herstellung von dickstellengarn |
| US4159619A (en) * | 1976-09-13 | 1979-07-03 | Akzona Incorporated | Method for producing novelty yarns |
| DE2749867C2 (de) * | 1977-11-08 | 1988-11-10 | Barmag Barmer Maschinenfabrik Ag, 5630 Remscheid | Verfahren zum Herstellen eines gekräuselten Garns aus multifilen Endlosfasern |
-
1990
- 1990-04-09 DE DE4011458A patent/DE4011458C2/de not_active Expired - Fee Related
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4011458C2 (de) | 1994-09-29 |
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Legal Events
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