DE4011275C2 - Gateanschlußkörper für ein Halbleiterbauelement - Google Patents
Gateanschlußkörper für ein HalbleiterbauelementInfo
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- H10W76/138—
-
- H10W72/00—
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- Thyristors (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Gateanschlußkörper nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Halbleiterbauelemente, bei denen ein solcher Gateanschlußkör
per beispielsweise Anwendung findet sind der sogenannte GTO-
Thyristor (Gate-Turn-Off-Thyristor) sowie ein rückwärtslei
tender GTO-Thyristor, der sich aus einem GTO-Thyristor und
einer Diode zusammensetzt, die beide auf demselben Halblei
tersubstrat ausgebildet sind.
Als Gateanschlußkörper bei einem GTO-Thyristor kennt man bei
spielsweise einen Zentral-Gateanschlußkörper, einen Zwischen
ring-Gateanschlußkörper, einen Außen-Umfangsring-Gatean
schlußkörper und dergleichen.
Fig. 2 ist eine Schnittansicht eines Beispiels für den Zen
tral-Gateanschlußkörper, wie er beispielsweise aus der
US 4,719,500 und aus der CH 582,425 bekannt ist. In Fig. 2 sind
auf einer Hauptfläche (Oberseite) eines Halbleitersubstrats
getrennte Kathoden-Elektroden vorgesehen, und eine Gateelek
trode befindet sich auf der Oberfläche des Halbleitersub
strats, die derart eingegraben ist, daß sämtliche Kathoden-
Elektroden umgeben sind, damit ein Kurzschluß verhindert
wird. Mit der einen Hauptflächenseite (Oberseite) des Halb
leitersubstrats 1 befindet sich eine Kathodenanschlußelek
trode 3 nur über eine Kontaktelektrodenplatte 2 in Kontakt,
die lediglich mit der über die Gateelektrodenebene vorstehen
den Kathodenelektrodenebene in Berührung steht, während mit
der anderen Hauptfläche (Unterseite) des Halbleitersubstrats
1 eine Anodenanschlußelektrode 4 in Kontakt steht, wobei
beide Anschlußelektroden 3 und 4 durch einen hermetischen
Isolierring 31 zu einem Stück vereinigt sind, um ein Halblei
terbauelement zu bilden. Die Kathodenanschlußelektrode 3 ist
mit einer Leitungsnut versehen, die von dem Umfangs-Endab
schnitt in Richtung Mitte führt, und in der Mitte der Nut ist
ein Loch ausgebildet. Ein Ende einer Gateleitung 6, das von
einem Isoliermaterial 81 gehalten wird, befindet sich in
Druckkontakt mit der Gateelektrode des Halbleitersubstrats 1,
und zwar durch das in der Mitte der Kontaktelektrodenplatte 2
ausgebildete Loch, während das andere Ende der Gateleitung 6
an ein Gateleitungs-Röhrchen 7 angeschlossen ist, um nach
außen geführt zu werden. Hierdurch wird ein Thyristor mit
einem Zentral- oder Mittel-Gateanschlußkörper gebildet.
Fig. 3 ist eine Schnittansicht eines Beispiels eines Zwi
schenring-Gateanschlußkörpers, der in der US 4,719,500
beschrieben ist. Der Aufbau dieses Bauelements ist insgesamt
dem Aufbau nach Fig. 2 ähnlich. Die Kathodenanschlußelektrode
3 ist mit einer Ringnut versehen zur Erzeugung eines Druck
kontakts an einer Stelle, welche einem Zwischenbereich zwi
schen der Mitte und dem Außenumfang des Halbleitersubstrats 1
entspricht. Die Kontaktelektrodenplatte 2 ist aufgetrennt in
einen mittleren scheibenförmigen Abschnitt und einen äußeren
ringförmigen Abschnitt, wobei die Trennung an einer Nut mit
durchwegs gleichbleibender Trennbreite erfolgt. Ein ringför
miger Gateanschluß 52 ist beweglich in die Nut der Kathoden
anschlußelektrode 3 eingesetzt und steht durch ein ringförmi
ges Federelement 92 in Druckkontakt mit der Gateelektrode.
Hierzu ist das Federelement 92 in den Boden der Nut einge
setzt und steht mit dem Boden über eine Isolierplatte 82 in
Berührung. Ein Ende der Gateleitung 6 ist an den Gateanschluß
52 angeschlossen, das andere Ende ist an das Gateleitungs-
Röhrchen angeschlossen. Hierdurch wird ein Zwischenring-Gate
anschlußkörper gebildet.
Fig. 4 ist eine Teil-Schnittansicht des äußeren Umfangsab
schnitts eines Beispiels für einen Außen-Umfangsring-Gatean
schlußkörper. An einem an der Innenseite des hermetischen
Isolierblocks vorgesehenen Isolierblock 32 ist ein leitendes
Material 33 mit einer Einrichtung für den elektrischen Kon
takt nach außen angebracht. Ein Ende eines federähnlichen
Gateanschlusses 53 ist an dem leitenden Material 33 befe
stigt, während das andere Ende in Druckkontakt mit einer
Ring-Gateelektrode 34 am Außenumfang einer Hauptfläche des
Halbleitersubstrats 1 steht. Der Druckkontakt erfolgt durch
die Wirkung der Feder. Dadurch wird ein Außen-Umfangsring-
Gateanschlußkörper gebildet.
Aus der DE-OS 29 02 224 ist ein Kontaktsystem für Leistungs-
Halbleiterbauelemente bekannt, bei denen von Emitterbereichen
umgebene Gatebereiche an der Oberfläche eines Halbleitersub
strats ausgebildet sind. Die Gatebereiche umfassen ein Zen
tralgate, Umfangsgateabschnitte und diese mit dem Zentralgate
verbindende Verbindungsgateabschnitte. Auf dieser Oberfläche
des Halbleitersubstrats liegt eine Kontaktscheibe, die den
Gatebereichen entsprechende Ausnehmungen aufweist und daher
nur die Emitterbereiche kontaktiert. Auf der Kontaktscheibe
befindet sich die Emitteranschlußelektrode die in ihrer
Mitte eine Bohrung zur isolierten Durchführung eines Steuer
anschlusses für das Zentralgate aufweist.
Ein rückwärtsleitender GTO-Thyristor setzt sich zusammen aus
einem GTO-Thyristor mit Selbstauslöschung und einer Freilauf
diode, wobei beide Elemente auf demselben Siliciumplättchen
integriert sind. Dieser Typ von Thyristor vermag Größe und
Gewicht des Bauelements zu reduzieren, und er zeichnet sich
speziell bei der Anwendung im Wechselrichter durch hohes Lei
stungsvermögen aus. Fig. 5 ist eine Schnittansicht des Auf
baus eines Elements eines rückwärtsleitenden GTO-Thyristors.
Der GTO-Abschnitt 1 am inneren Umfangsabschnitt des Halblei
tersubstrats 1 setzt sich zusammen aus einer p-Emitterschicht
11, einer n-Basisschicht 12, einer p-Basisschicht 13 und
einer n-Emitterschicht 14 in Form von Segmenten, während der
Diodenabschnitt 20 am äußeren Umfangsabschnitt sich zusammen
setzt aus einer n⁺-Schicht 21, einer n-Schicht 22 und einer
p-Schicht 23. Die n-Schicht 12 und die n-Schicht 22 sowie die
p-Schicht 13 und die p-Schicht 23 sind miteinander verbunden.
An den Oberflächen der n-Emitterschicht 14 und der p-Schicht
23 sind Kathodenelektroden 15 vorgesehen, und (nicht
gezeigte) Kathodenanschlußelektroden stehen über Kontaktelek
trodenplatten aus Molybdän oder dergleichen in Druckkontakt
mit den Kathodenelektroden, wobei das Molybdän einen ähnli
chen Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzt wie Silicium. Auf
den Oberflächen der p-Basisschicht 13, die die Segmente der
n-Emitterschicht 14 umgeben, sind Gateelektroden 16 vorgese
hen. Mit einem Abschnitt in der Mitte des Elements kommt ein
(nicht gezeigter) Gateanschluß in Druckkontakt. Auf den
Oberflächen der p-Emitterschicht 11 und der n⁺-Schicht 21 ist
eine Anodenelektrode 18 vorgesehen, und mit dieser
Anodenelektrode 18 befindet sich eine (nicht gezeigte)
Anodenanschlußelektrode in Druckkontakt. Eine Trenn-Nut 19
ist an der Grenze des GTO-Abschnitts 10 und des Diodenab
schnitts 20 gegraben, so daß der GTO-Abschnitt von dem
Diodenabschnitt elektrisch getrennt ist. Man muß in die Gate
elektroden 16 einen Strom einspeisen, um den GTO-Abschnitt
einzuschalten, und man muß einen Strom aus den Gateelektroden
16 ziehen, um die GTO-Abschnitte auszuschalten. Eine solche
Gate-Steuerung wird über eine Gateelektrode durchgeführt.
In einem Halbleiterbauelement wie z. B. einem GTO-Thyristor,
in dem momentan ein starker Strom in der Gateelektrode beim
Abschalten fließt, ist es wünschenswert, die Kontaktfläche
einer Gateelektrode und eines Gateanschlusses oder derglei
chen, über die ein Strom von der Gateelektrode abgenommen
wird, so groß wie möglich zu machen, um die Teile mit einem
möglichst geringen Widerstand zu verbinden und so den Quer-
Spannungsabfall herabzusetzen, der verursacht wird, wenn ein
Strom in der Gateelektrode fließt.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Mittel-Gateanschlußkörper ist der
Widerstand der Gateelektrodenschicht zwischen dem Kontaktbe
reich am Ende der Gateleitung 6 und dem äußersten Umfang des
Halbleitersubstrats 1 aufgrund der relativ geringen Dicke der
Elektrodenschicht groß, und, da der Gatestrom lediglich aus
dem Kontaktabschnitt am Ende der Gateleitung 6 in der Mitte
entnommen wird, der maximale Weg für den Gatestrom also etwa
dem Radius der Halbleitervorrichtung entspricht, wird der
Quer-Spannungsabfall groß. Wenn man zum Beispiel annimmt, daß
der durch die Gateleitung 6 fließende Strom 100 A beträgt, so
erreicht die Gatespannung einige Hundert mV. Folglich ist es
unmöglich, die Gateabschaltung in der Ebene gleichförmig zu
machen, so daß die Gefahr besteht, daß es zu einem Abschalt-
Durchbruch aufgrund von Stromkonzentrationen kommt. Im Fall
der in Fig. 4 gezeigten Außen-Umfangsring-Gateanschlußkörper
ist die Kontaktfläche der Gateelektrode 34 und des Gatean
schlusses 53 groß, jedoch ist der Widerstand, der entsteht,
wenn Strom in die Gateelektrodenschicht fließt, im wesentli
chen der gleiche wie bei dem Mittel-Gateanschlußkörper, so
daß ebenfalls die Gefahr des Entstehens eines Ausschalt-
Durchbruchs besteht. Im Fall der in Fig. 3 dargestellten Zwi
schenring-Gateanschlußkörper ist der ringförmige Gateanschluß
52 am Mittelabschnitt in radialer Richtung auf der Hauptflä
che des Halbleitersubstrats 1 vorgesehen, und die Kontaktflä
che mit der Gateelektrode ist beträchtlich groß. Da der
Widerstand für den Strom in der Gateelektrodenschicht nur
etwa 1/2 des Widerstands bei anderen Anschlußkörpern
beträgt, reduziert sich der Quer-Spannungsabfall der Gate
elektrode. Da aber die ringförmige Gateelektrode in einem
Zwischenabschnitt der Hauptfläche des Halbleitersubstrats 1
vorgesehen ist, um den ringförmigen Gateanschluß 51 in Druck
kontakt zu bringen, reduziert sich die effektive Kathodenflä
che, so daß die Stromdichte der Kathode zunimmt und damit in
unerwünschter Weise der Vorwärts-Spannungsabfall zwischen den
Hauptelektroden zunimmt.
Es ist demnach Aufgabe der Erfindung, die oben aufgezeigten
Probleme im Stand der Technik zu vermeiden und einen Gatelek
trodenanschlußkörper für ein Halbleiterbauelement zu schaf
fen, welcher den Quer-Spannungsabfall der Gateelektrode ohne
Reduzierung der wirksamen Fläche der Hauptelektrode zu redu
zieren vermag.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
Gateanschlußkörper gemäß Patentanspruch 1 gelöst, der beson
ders vorteilhaft bei einem rückwärts leitenden GTO-Thyristor
verwendet werden kann, wie im Patentanspruch 2 angegeben.
Da die Anschlußteile, die miteinander durch mindestens einen
Verbindungsleiterteil verbunden sind und an eine Gateleitung
angeschlossen sind, in Druckkontakt mit den Gatezonen am
nächsten bei und am weitesten entfernt von dem Zentrum des
Halbleitersubstrats gebracht sind, wird der Gatestrom zur
Zeit des Abschaltens gleichförmig aus dem am weitesten innen
liegenden Umfangsbereich des äußersten Umfangsabschnitts des
Gates entnommen, so daß der Quer-Spannungsabfall der Gate
elektrode reduziert ist und damit ein Abschalt-Durchbruch
verhindert und die Abschaltleistung verbessert ist (die Aus
schaltleistung kann im Vergleich zu einem herkömmlichen
Bauelement mit gleichem Leitungsvermögen um etwa 30% gesenkt
werden). Da weiterhin der Gateanschlußkörper nicht in Kontakt
mit dem Mittelbereich der Gatezone steht, ist es nicht not
wendig, eine ringförmige Gateelektrode im Zwischenbereich
vorzusehen, und dadurch wird die Reduzierung der effektiven
Fläche der Hauptelektrode vermieden. Im Fall eines rückwärts
leitenden GTO-Thyristors wird das Leitungsvermögen entspre
chend der Substratfläche ohne nennenswerte Reduzierung der
Flächen des GTO-Thyristors und der Diode gewährleistet, da
der Andrückmechanismus des Gateanschlußkörpers, der in Kon
takt mit der Gateelektrode in der vom Zentrum der Hauptfläche
des Substrats am weitesten weg liegenden Zone kommt, am
Abschnitt der Anschlußelektrode vorgesehen ist, der der
Trenn-Nut für den GTO-Thyristor und die Diode gegenüberliegt.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand
der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht einer Ausführungsform der Er
findung bei einem GTO-Thyristor;
Fig. 2, 3 und 4 Schnittansichten verschiedener Gatean
schlußkörper herkömmlicher GTO-Thyristoren;
Fig. 5 eine Schnittansicht des Hauptteils der Struktur eines
rückwärts leitenden GTO-Thyristors;
Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines Gateanschlußkör
pers für den GTO-Thyristor nach Fig. 1;
Fig. 7 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht eines
weiteren Beispiels der Erfindung in Anwendung bei
einem rückwärts leitenden GTO-Thyristor;
Fig. 8 eine Schnittansicht des Hauptteils eines Druckkon
taktgabe-Mechanismus
in Anwendung bei einem rückwärts leitenden
GTO-Thyristor;
Fig. 9 eine perspektivische Schnittansicht des Hauptteils
eines rückwärts leitenden GTO-Thyristorelements; und
Fig. 10 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung
einer weiteren Ausführungsform der Erfindung in
Anwendung bei einem rückwärtsleitenden GTO-Thyristor.
Fig. 1 ist eine Schnittansicht einer Ausführungsform der
Erfindung in Anwendung bei einem GTO-Thyristor. Für ent
sprechende Elemente wie in den Fig. 2 bis 4 sind gleiche
Bezugszeichen verwendet. Diese Ausführungsform unterscheidet
sich stark von den herkömmlichen Bauelementen darin, daß
Gateanschlüsse unabhängig voneinander in Druckkontakt mit den
Gatezonen im Mittelbereich und im äußeren Umfangsbereich des
Halbleitersubstrats in Druckkontakt gebracht sind, der Gate
anschluß am Außenumfang (Umfangsanschlußteil) und der Gatean
schluß in der Mitte (Mittelanschlußteil) einstückig durch
einen leitenden Verbinder (Verbindungsleiterteil) zu einem
Gateanschlußkörper verbunden sind, und eine Leitung an den
Mittelanschlußteil angeschlossen ist, um einen Strom nach
außen zu ziehen.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten GTO-Thyristor wird ein Ga
teanschlußkörper 5 vorab hergestellt, wie er als Montageteil
in Fig. 6 perspektivisch dargestellt ist. Nach Fig. 6 ist an
den Mittelanschlußteil 51, der mit der Gatezone im Zentrum in
Kontakt steht, der ringförmige Umfangsanschlußteil 53, der
mit dem äußeren Umfang der Gatezone in Kontakt steht, koaxial
durch einen Verbindungsleiterteil 61 angeschlossen, und die
Leitung 6 ist weiterhin mit dem Mittelanschlußteil 51 verbun
den. Die Gateanschlußteile 51 und 53 besitzen eine Dicke von
4 bis 5 mm, und ihre Stirnseiten besitzen eine Nickelplattie
rung. Der in Fig. 1 dargestellte GTO-Thyristor wird an den
hermetischen Isolierring 31 angelötet und besitzt die Katho
denanschlußelektrode 3, an der der Gateanschlußkörper 5 mon
tiert wird. Im Mittelbereich der Kathodenanschlußelektrode 3
befindet sich eine Ausnehmung 35 zur Aufnahme des Mittelan
schlußteiles 51 und eine Nut 36, durch welche der Mittelan
schlußteil 51 in das Gateleitungs-Röhrchen 7 eingeführt wird,
und in die die Gateleitung 6 eingesetzt ist. Am Umfangsab
schnitt der Kathodenanschlußelektrode 3 befindet sich eine
Abstufung 37 ausgerichtet mit dem ringförmigen Umfangsan
schlußteil 53. In die Ausnehmung 35 in der Mitte der Katho
denanschlußelektrode 3 ist ein Isoliergehäuse 83 aus kera
mischem Material oder dergleichen eingesetzt, und in das Iso
liergehäuse 83 ist eine Feder 91 eingesetzt.
An der Abstufung 37 befinden sich eine Ringfeder 92, ein
Abstandshalter 38 und eine Isolierplatte 82. Der Gatean
schlußkörper 5 wird an der Kathodenanschlußelektrode 3 derart
montiert, daß der Mittelanschlußteil 51 in das Isoliergehäuse
83 gelangt, der Umfangsanschlußteil 53 von der Abstufung 37
über die Isolierplatte 82 gelagert wird und die Gateleitung 6
in die Nut 36 paßt, wobei das Ende der Gateleitung in das
Gateleitungs-Röhrchen paßt. Nachdem die Kontaktelektroden
platte 2, ein Isolierring 84, das Halbleitersubstrat 1 und
die Anodenanschlußelektrode 4 in der genannten Reihenfolge
aufgeschichtet sind, werden die Anodenanschlußelektrode 4 und
der hermetische Isolierring 31 hermetisch abgeschlossen in
einer Heliumatmosphäre durch Lichtbogenschweißung oder
dergleichen eingeschweißt, um auf diese Weise den GTO-Thyri
stor nach Fig. 1 fertigzustellen. Da der Mittelanschlußteil
51 und der Umfangsanschlußteil 53 in Druckkontakt mit der
Gateelektrodenzone in der Mitte und der ringförmigen Gate
elektrodenzone am Außenumfang unter Einwirkung der Feder 91
und der Ringfeder 92 gelangen, erhält man einen guten Kon
taktzustand.
Bei dieser Ausführungsform wird der Gatestrom beim Ab
schaltvorgang unterteilt in einen Strom, der von der Gate
elektrodenzone in der Mitte zu dem Mittelanschlußteil 51
fließt, und in einen Strom, der von der ringförmigen Gate
elektrodenzone am äußersten Umfang zu dem ringförmigen Um
fangsanschlußteil 53 fließt, und dieser Strom wird durch den
engeren Anschluß abgezogen. Daher reduziert sich der Wider
stand für den Strom auf dem Weg innerhalb des Gates auf etwa
1/2 im Vergleich zum Widerstand bei einem herkömmlichen Mit
tel-Gateaufbau oder einem herkömmlichen Außenumfang-Gateauf
bau. Der aus dem Mittelanschlußteil 51 gezogene Strom gelangt
zur Außenseite des Bauelements über die Gateleitung 6 und das
Gateleitungs-Röhrchen 7. Der von dem ringförmigen Umfangsan
schlußteil 53 abgezogene Strom gelangt über den nächsten Ver
bindungsleiterteil 61, die Gateleitung 6 und das Gatelei
tungs-Röhrchen 7 nach außen. Durch den Aufbau des Gatean
schlußkörpers nach diesem Ausführungsbeispiel wird der Gate
strom auf einem kurzen Weg aus dem Gate gleichförmig und mit
niedrigem Widerstand nach außen gezogen, so daß der Quer-
Spannugsabfall der Gateelektrode gering ist und die Möglich
keit eines Ausschalt-Durchbruchs ausgeschlossen wird. Damit
erhöht sich die Abschaltleistung. Weiterhin wird die effek
tive Kathodenfläche im Gegensatz zu der herkömmlichen Zwi
schenring-Gateanschlußkörper nicht verringert.
Fig. 7 ist eine auseinandergezogene Darstellung eines wei
teren Ausführungsbeispiels der Erfindung in Anwendung bei
einem rückwärtsleitenden GTO-Thyristor. Gleiche Bezugszeichen
sind für entsprechende Teile wie in den Fig. 1, 5 und 6 ver
wendet. Der GTO-Abschnitt 10 ist an einem inneren Um
fangsabschnitt des Halbleitersubstrats 1 vorgesehen, der
Diodenabschnitt 20 befindet sich am äußeren Umfangsabschnitt,
und die Trenn-Nut 19 befindet sich zwischen diesen Teilen,
ähnlich wie bei dem Thyristor nach Fig. 5.
Der Mittelanschlußteil 51 und der Umfangsanschlußteil 53 des
Gateanschlußkörpers 5 kommen im Mittelbereich bzw. am ring
förmigen Umfangsbereich in Druckkontakt mit der Gateelektrode
16 des GTO-Abschnitts 10. In der aus Mo bestehenden Kontakt
elektrodenplatte 2, die eine Dicke von 1,5 mm besitzt, sind
ein kreisförmiges Mittelfenster 41 und bogenförmige Umfangs
fenster 42 ausgebildet, um den Mittelanschlußteil 51 und den
Umfangsanschlußteil 53 durchzulassen. In diesem Fall ist der
Umfangsanschlußteil 53 in vier Abschnitte getrennt, und es
sind vier Umfangsfenster 42 vorgesehen.
Wenn der Umfangsanschlußteil 53 die in Fig. 6 dargestellte
ringförmige Form ausweist, ist die Kontaktelektrodenplatte 2
in zwei Platten unterteilt. Um einen gleichförmigen Druck auf
die Kathodenelektroden des GTO-Abschnitts 10 und den Dioden
abschnitt 20 zu geben, ist es notwendig, die Dicken der bei
den getrennten Kontaktelektrodenplatten unter Be
rücksichtigung der Differenz in der Größenordnung von einigen
µm zu steuern. Bei dieser Ausführungsform reicht jedoch
lediglich eine Kontaktelektrodenplatte 2 aus, wie oben be
schrieben wurde, so daß die Herstellung der Kontaktelektro
denplatte mit einer Ebenen-Genauigkeit von einigen µm ver
einfacht ist. Selbstverständlich kann der Umfangsanschlußteil
53 ringförmig sein, und kann die Kontaktelektrodenplatte 2 in
zwei Abschnitte unterteilt sein, ohne daß dadurch von der
Erfindung abgewichen wird.
Fig. 8 ist eine Schnittansicht eines Druckkontaktgabe-Me
chanismus eines rückwärtsleitenden GTO-Thyristors. Für ent
sprechende Teile sind die gleichen Bezugszeichen verwendet
wie in den Fig. 1 und 5. Die Kathodenanschlußelektrode 3 wird
über die Kontaktelektrodenplatte 2 in Druckkontakt gebracht
mit den Kathodenelektroden 15 des GTO-Abschnitts 10. An dem
Mittelabschnitt der Kathodenanschlußelektrode 3 ist eine
zylindrische Ausnehmung 35 gebildet, und es ist eine bogen
förmige Ausnehmung 39 derart vorgesehen, daß sie der Trenn-
Nut 19 an der Grenze des GTO-Abschnitts und des Diodenab
schnitts 20 auf der Oberfläche des Siliciumsubstrats gegen
überliegt. Der zylindrische Mittelanschlußteil 51 und die
Feder 91 sind in die Ausnehmung 35 eingesetzt, und der Mit
telanschlußteil 51 ist von der Kathodenanschlußelektrode 3
und der Feder 91 durch das Isoliergehäuse 83 isoliert. In der
Ausnehmung 39 ist der ringförmige oder bogenförmige Umfangs
anschlußteil 53 von der Kathodenanschlußelektrode 3 und der
Feder 93 durch das Isoliergehäuse 83 isoliert. Die Anschluß
teile 51 und 53 gelangen durch die Kräfte der Feder 91 und 93
in Druckkontakt mit der Gateelektrode 16 im Mittelbereich
bzw. am äußeren Umfangsabschnitt, und sie sind durch einen
(nicht gezeigten) Verbindungsleiter miteinander verbunden.
Die Anschlußteile 51 und 53 sind an das Gateleitungs-Röhrchen
7 angeschlossen, das an dem keramischen Isolier-Dichtungsring
31 und der Gateleitung 6 befestigt ist. Da bei diesem Aufbau
der äußere Umfangsanschlußteil 53 und die diesen belastende
Feder 93 oberhalb der Trenn-Nut 19 zwischen dem GTO-Abschnitt
10 und dem Diodenabschnitt 20 gelegen sind, wird die Kontakt
fläche der Kathodenanschlußelektrode 3 und der Kathoden
elektrode 15 über die Kontaktelektrodenplatte 2 nicht von
diesen Elementen beeinflußt, so daß das Leitungsvermögen
durch die Kathodenelektrode nicht verringert ist.
Fig. 9 ist eine perspektivische geschnittene Nah-Ansicht der
Trenn-Nut 19 an der Grenze vom GTO-Abschnitt 10 und Diodenab
schnitt 20 eines rückwärtsleitenden GTO-Thyristorelements.
Die Breite w, über die die Gateelektrode 16 mit dem Umfangs
anschlußteil 53 in Kontakt steht, beträgt 2 bis 3 mm, und die
Gateelektroden 16 umgeben mehrere Segmente einer n-Emitter
schicht, die bei dem GTO-Abschnitt 10 angeordnet ist.
Fig. 10 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung in
Anwendung bei einem rückwärtsleitenden GTO-Thyristor. Es sind
für entsprechende Elemente gleiche Bezugszeichen wie in Fig.
7 verwendet. Da bei dieser Ausführungsform der GTO-Abschnitt
10 außen liegt und von dem Diodenabschnitt 20 über die Trenn-
Nut 19 getrennt ist, ist der Gateanschlußkörper 5 mit dem
ringförmigen Umfangsanschlußteil 53 ausgestattet, der mit dem
ganz äußeren ringförmigen Bereich der Gateelektrode in Kon
takt steht, und er besitzt weiterhin vier gebogene innere
Gateanschlüsse 54, die mit dem am weitesten innen liegenden
ringförmigen Bereich in Kontakt stehen. Die Kontaktelektro
denplatte 2 besitzt einen Außendurchmesser, der kleiner ist
als der Innendurchmesser des Umfangsanschlußteiles 53, und
ist mit vier inneren Fenstern 43 ausgestattet, durch die hin
durch die inneren Gateanschlüsse 54 ragen, so daß ebensowenig
wie es bei der Ausführungsform nach Fig. 7 nicht die Notwen
digkeit besteht, die Kontaktelektrodenplatte 2 in zwei Teilen
auszubilden.
Die Ausführungsformen wurden in Anwendung bei einen Halb
leiterbauelement beschrieben, welches mehrere n-Emitter
schichten aufweist, in denen die Kathodenelektroden von den
Gateelektroden umgeben sind, jedoch ist die Erfindung auch
anwendbar bei einem Halbleiterbauelement, welches mit meh
reren p-Emitterschichten ausgestattet ist, in denen Anoden
elektroden von den Gateelektroden umgeben sind.
Claims (2)
1. Gateanschlußkörper für ein Halbleiterbauelement, der
mit einer Gatezone des Halbleiterbauelements in Kontakt
steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Gate
anschlußkörper (5)
- - wenigstens einen inneren Anschlußteil (51; 54), der mit der dem Zentrum des Halbleiterbauelements nächstliegenden Gatezone in Kontakt steht,
- - mindestens einen Umfangsanschlußteil (53), der den inneren Anschlußteil (51; 54) zumindest teilweise umschließt, und mit dem von dem Zentrum des Halbleiterbauelements am wei testen entfernt liegenden Teil der Gatezone in Kontakt steht, und
- - mindestens einen etwa radial orientierten Verbin dungsleiterteil (61) zwischen dem inneren Anschlußteil und dem Umfangsanschlußteil aufweist.
2. Verwendung des Gateanschlußkörpers nach Anspruch 1
bei einem rückwärtsleitenden GTO-Thyri
stor (10) mit einer Diode (20), die
im Mittelbereich oder im äußeren Randbereich desselben Halb
leitersubstrats (1) ausgebildet und
durch eine Trenn-Nut (19), welche in die Oberfläche des Halbleitersub
strats eingegraben ist, elektrisch vom GTO-Thyristor getrennt ist, umfassend:
inselartig auf der Hauptfläche in dem Mittelbereich des Halbleitersubstrats ausgebildete Segmente einer Emitter schicht (14), auf denen sich jeweils eine Kathodenelektrode (15) befindet,
eine auf der Oberfläche der die Segmente umgebenden Basisschicht (13) angeordnete, die Gatezone bildende Gate elektrode (16), und
eine in Druckkontakt mit den Kathodenelektroden (15) stehende, sich im wesentlichen über die ganze Hauptfläche des Halbleitersubstrats erstreckende Kathodenanschlußelektrode (3), in die der Gateanschlußkörper (5) elektrisch isoliert eingebettet ist,
wobei der Umfangsteil (53) des Gateanschlußkörpers (5) sich in einer Anwendung der Kathodenanschlußelektrode befindet, der der Trenn-Nut (19) zugewandt ist.
inselartig auf der Hauptfläche in dem Mittelbereich des Halbleitersubstrats ausgebildete Segmente einer Emitter schicht (14), auf denen sich jeweils eine Kathodenelektrode (15) befindet,
eine auf der Oberfläche der die Segmente umgebenden Basisschicht (13) angeordnete, die Gatezone bildende Gate elektrode (16), und
eine in Druckkontakt mit den Kathodenelektroden (15) stehende, sich im wesentlichen über die ganze Hauptfläche des Halbleitersubstrats erstreckende Kathodenanschlußelektrode (3), in die der Gateanschlußkörper (5) elektrisch isoliert eingebettet ist,
wobei der Umfangsteil (53) des Gateanschlußkörpers (5) sich in einer Anwendung der Kathodenanschlußelektrode befindet, der der Trenn-Nut (19) zugewandt ist.
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| JP9108989 | 1989-04-11 | ||
| JP15256689 | 1989-06-15 | ||
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