DE4011188C2 - Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ - Google Patents
Gelenkstativ, insbesondere MeßstativInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gelenkstativ, insbesondere
Meßstativ, mit wenigstens zwei Armen, die über einen
Gelenkzapfen miteinander verbunden sind, wobei der Ge
lenkzapfen mit einem Betätigungsglied und mit einem
hydraulisch durch das Betätigungsglied in einem Druck
raum verstellbaren Stellkolben in seinem Inneren ver
sehen ist, und wobei an den freien Enden der Arme je
weils ein Gelenkglied angeordnet ist, das über einen
mit dem Stellkolben über eine Hydraulikleitung verbun
denen Klemmkolben in einer gewünschten Position fest
klemmbar ist, und wobei durch die Verstellung des
Stellkolbens auch die beiden Arme in einer gewünschten
Position gegeneinander klemmbar sind.
Ein derartiges Gelenkstativ ist z. B. in der
DE 77 16 419 U1 beschrieben.
Ein Gelenkstativ dieser Art wird z. B. an Werkzeugma
schinen zum Halten von Meßuhren oder dergleichen ver
wendet. Für eine exakte Positionierung der Meßuhr oder
auch eines anderen Meßgerätes weist das Gelenkstativ
mehrere Gelenkstellen auf. So dient im allgemeinen ei
ne der beiden Arme mit dem daran sich befindenden Ge
lenkglied, das im allgemeinen ein Kugelgelenk mit ei
nem Schraubzapfen ist, dazu, mit einem Stativfuß ver
bunden zu werden. Der Stativfuß wird dann auf einer
festen Unterlage, z. B. an einem Maschinenständer befe
stigt.
An dem Gelenkglied des anderen Armes, der ebenfalls im
allgemeinen mit einem Schraubzapfen versehen ist, wird
dann das Meßgerät, z. B. die Meßuhr, befestigt. Die ge
wünschte Winkelstellung zwischen den beiden Armen wird
über das Betätigungsglied, im allgemeinen eine Klemm
schraube, und den Stellkolben vorgenommen. Wird z. B.
die Klemmschraube so verstellt, daß der Stellkolben in
einen zugehörigen Kolbenraum hineingedrückt wird, so
werden über die Hydraulikleitungen die beiden Gelenk
glieder an den Enden der Arme festgeklemmt. Dies wird
durch die mit dem hydraulischen Druck beaufschlagtem
Klemmkolben erreicht.
Gleichzeitig erfolgt dabei auch eine Arretierung der
beiden Arme zueinander. Beim Stand der Technik ist
hierfür eine Klemmutter vorgesehen, die auf den Ge
lenkzapfen aufgeschraubt ist. Ein Arm ist dabei seit
lich in ein Zapfenteil des Gelenkzapfens einge
schraubt, während der andere Arm seitlich in ein Ge
lenkauge des Zapfenteiles eingeschraubt ist. Dabei be
findet sich das Gelenkauge zwischen dem Zapfenteil und
der Klemmutter. Wird nun Hydraulikdruck durch die ent
sprechende Verstellung der Klemmschraube aufgebracht,
so wird ein Druck in einem Druckraum zwischen der
Klemmutter und dem Gelenkauge aufgebaut, wodurch das
Gelenkauge an das Zapfenteil angepreßt wird. Auf diese
Weise erfolgt eine Verklemmung zwischen dem Zapfenteil
mit dem einem Arm und dem Gelenkauge mit dem anderen
Arm.
Das vorbekannte Gelenkstativ ist jedoch relativ auf
wendig aufgebaut und besitzt mehrere Einzelteile.
Darüber hinaus ist die Montage des Gelenkstatives um
ständlich und sehr zeitaufwendig. Gleiches gilt auch
für eventuell erforderliche Demontagen für einen Aus
tausch von Einzelteilen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Gelenkstativ der eingangs erwähnten Art zu schaf
fen, das einfacher im Aufbau ist, insbesondere das
leichter zu montieren und bei Bedarf auch zu demontie
ren ist.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einem gattungsgemäßen Gelenkstativ dadurch gelöst, daß
der Gelenkzapfen in eine Stufenbohrung einer der bei
den Arme eingepaßt ist, wobei dessen von dem Betäti
gungsglied abgewandter Endbereich in eine Sackbohrung
des anderen Armes eingesetzt ist, und wobei von dem
Druckraum des Stellkolbens aus eine Druckmittelbohrung
zu der Bohrungsstufe führt.
Durch diese Ausgestaltung kann der Gelenkzapfen we
sentlich einfacher ausgebildet sein. Darüber hinaus
wird auch die Arretierung zwischen den beiden Armen
einfacher und besser. So entfallen z. B. im Vergleich
zu dem bekannten Gelenkstativ die Klemmutter und das
Gelenkauge. Während in einem der beiden Arme der Ge
lenkzapfen eingepaßt ist, wird der andere Arm direkt
mit dem Endbereich des Gelenkzapfens verbunden. Die
Arretierung zwischen den beiden Armen erfolgt dabei
ebenfalls direkt durch eine Druckbeaufschlagung zwi
schen der Stirnfläche der Stufenbohrung in dem Gelenk
zapfen und dem Gelenkbund des Gelenkzapfens in der
Stufenbohrung. Wird nun durch eine entsprechende Ver
stellung des Betätigungsgliedes, z. B. einer Klemm
schraube Druck in den Bereich der Stufenbohrung gege
ben, so werden die beiden Arme auf den einander zuge
kehrten Berührungsflächen aneinandergepreßt, womit die
Arretierung in einer Stärke erfolgt, die abhängig ist
von dem aufgebrachten Hydraulikdruck.
In Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein,
daß von der Bohrungsstufe aus eine Verbindungsbohrung
zu der Hydraulikleitung in den Arm führt, in dem sich
die Stufenbohrung befindet.
Durch die Verbindungsbohrung erfolgt auf einfache Wei
se eine direkte Verbindung zu der zu dem Klemmkolben
in der Spannhülse führenden Hydraulikleitung. Eine ge
sonderte Leitung kann auf diese Weise entfallen.
Die Verbindung des Endabschnittes des Gelenkzapfens
mit dem anderen Arm kann auf beliebige Weise erfolgen.
Eine einfache und bei Bedarf wieder schnell zu lösende
Verbindung ergibt sich, wenn vorgesehen ist, daß der
Endabschnitt des Gelenkzapfens mit einem Außengewinde
versehen ist, das mit einem Innengewinde in der Sack
bohrung in dem anderen Arm zusammenarbeitet.
In einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Erfin
dung kann dabei vorgesehen sein, daß zwischen dem End
abschnitt des Gelenkzapfens und dem Boden der Sackboh
rung ein Freiraum ist, in den eine Längsbohrung in dem
Gelenkzapfen mündet, die mit dem Druckraum des Stell
kolbens in Verbindung steht, und daß von dem Freiraum
aus die zu dem Klemmkolben des anderen Armes führende
Hydraulikleitung abzweigt.
Durch diese Ausgestaltung ergibt sich ebenfalls eine
einfache Verbindung bzw. Weiterleitung des Hydraulik
druckes in die für den Klemmkolben des anderen Armes
führende Hydraulikleitung. Insbesondere können bei
dieser Ausgestaltung gesonderte Maßnahmen für eine Ab
dichtung nach außen entfallen.
Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung
nicht unbedingt erforderlich, daß die Sackbohrung in
dem anderen Arm eine reine Sackbohrung ist. So kann
z. B. der Arm auch im Bedarfsfalle mit einer Durch
gangsbohrung versehen sein, die anschließend mit einem
Stopfen wieder verschlossen wird, womit man auf indi
rekte Weise eine Sackbohrung erhält.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Meßstati
ves läßt sich auch noch ein anderes Problem lösen. Bei
bekannten Konstruktionen muß z. B. der Haltering, der
zur Positionierung der Spannhülse auf dem dazugehöri
gen Arm dient, zur Montage von innen her aufgeschoben
werden, wonach erst der Arm in das Zapfenteil bzw. das
Gelenkauge des Gelenkzapfens eingeschraubt werden
kann. Da zum Abdichten grundsätzlich noch die beiden
Arme in die Gewinde eingeklebt werden müssen, ist eine
spätere Demontage relativ aufwendig.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Konstruktion liegt
auch darin, daß die beiden Arme bezüglich ihrer Dicke
bzw. ihres Durchmessers Beschränkungen unterworfen
sind, da ja die Möglichkeit gegeben sein muß, den Hal
tering von innen her über den entsprechenden Arm zu
schieben.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist
deshalb vorgesehen, daß der Haltering zweiteilig in
Form von Halbschalen ausgebildet ist, und daß jeweils
der Arm in seinem vorderen Bereich in dem das hintere
Ende der Spannhülse endet, eine Umfangsnut aufweist,
in der der Haltering gelagert ist.
Durch die zweiteilige Ausbildung des Halteringes und
dessen Lagerung in einer Umfangsnut in dem Arm kann
dessen Aufschieben von innen her entfallen. Dies be
deutet, der Arm kann vorher auf beliebige Weise mit
dem Gelenkzapfen verbunden werden. Dies hat den erheb
lichen Vorteil, daß man dabei nunmehr auch Befesti
gungsarten zwischen dem Arm und dem Gelenkzapfen wäh
len kann, die konstruktiv einfacher sind und/oder den
gewünschten Anforderungen besser anpaßbar sind. Zum
Positionieren der Spannhülse wird der dazugehörige
Haltering einfach von außen her in die Umfangsnut
eingesetzt, wonach die Spannhülse auf den Gewindeab
schnitt des Halteringes aufgeschraubt wird. Damit wird
sowohl eine Positionierung der Spannhülse auf den Arm
erreicht als auch eine Positionierung des zweiteiligen
Halteringes in der Umfangsnut, da ja die Spannhülse
auf den Gewindeabschnitt des Halteringes geschraubt
ist und damit die beiden Halbschalen zusammenhält.
Ein weiterer erheblicher Vorteil durch diese Einsetz
art des Halteringes ergibt sich dadurch, daß man damit
nunmehr bezüglich der Form und Ausgestaltung des Armes
zwischen der Spannhülse und dem Gelenkzapfen frei ist.
So kann z. B. vorgesehen sein, daß sich der Arm von der
Umfangsnut in Richtung zu dem Gelenkzapfen aus ver
dickt. Auf diese Weise ergibt sich eine höhere Stabi
lität des Meßstatives. Darüber hinaus kann man z. B.
von einer kreisrunden Form abweichen und im Bedarfs
falle auch eine abgeflachte Form für die Arme verwen
den.
Von Vorteil ist es, wenn vorgesehen ist, daß der
Außenumfang des Halteringes mit dem Außenumfang der
Spannhülse wenigstens annähernd bündig ist.
Durch die Bündigkeit wird zum einen eine optisch an
sprechende Form erreicht und zum anderen werden vor
stehende Kanten, die zu Verletzungen oder Beschädigun
gen führen können, bzw. die auch in der Handhabung
störend sind, vermieden.
In einer konstruktiven Ausgestaltung kann hierfür vor
gesehen sein, daß der Gewindeabschnitt des Halteringes
als Absatz mit gegenüber dem Außendurchmesser des Hal
teringes reduzierten Durchmesser ausgebildet ist.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung prinzipmäßig beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das erfindungsgemäße
Gelenkstativ;
Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie II-II der
Fig. 1.
Von dem erfindungsgemäßen Gelenkstativ sind lediglich
die für die Erfindung wesentlichen Teile dargestellt.
So fehlen z. B. die an einem Ende eines Armes zu befe
stigende Meßuhr und der an dem anderen Arm zu befesti
gende Stativfuß, welcher z. B. ein Permanentmagnet sein
kann.
Das dargestellte Gelenkstativ weist zwei Arme 1 und 2
auf, die einen inneren, dickeren Bereich aufweisen,
wobei sie jeweils an entsprechenden Abflachungen an
ihren aufeinander zugekehrten Seiten aneinanderliegen.
Während der Arm 2 mit einer Stufenbohrung 3 versehen
ist, weist der Arm 1 eine Sackbohrung 4 auf, die mit
einem Innengewinde versehen ist. In die Stufenbohrung
3 ist ein Gelenkzapfen 5 eingesetzt, dessen Bund 6 in
die größere Bohrung der Stufenbohrung 3 des Armes 2
eingepaßt ist. Der Schaft 7 des Gelenkzapfens 5 er
streckt sich durch die Stufenbohrung 3 mit dem kleine
ren Durchmesser und dessen Endbereich 8 ragt in die
Sackbohrung 4 des anderen Armes 1. Der Endbereich 8
des Gelenkzapfens 5 ist mit einem Außengewinde verse
hen, das mit dem Innengewinde der Sackbohrung 4 zusam
menarbeitet. Auf diese Weise ist der Arm 1 mit dem Ge
lenkzapfen 5 verbunden, wobei er gleichzeitig an dem
Arm 2 mit seiner Abflachung anliegt.
Auf der aus dem Arm 2 ragenden Seite des Gelenkzapfens
5 ist diese mit einer Klemmschraube 9 als Betätigungs
glied versehen. Die Klemmschraube 9 besitzt einen
freien Innenraum, in den ein Stellkolben 10 eingesetzt
ist. Der Stellkolben 10 liegt auf seiner einen Seite
an dem Boden einer Innenbohrung der Klemmschraube 9
an, während er mit seinem anderen Endbereich in einen
Druckraum 11 im Inneren des Gelenkzapfens 5 ragt. Von
dem Druckraum 11 aus erstreckt sich eine Längsbohrung
12 durch den Gelenkzapfen 5 bis zu der Stirnseite des
Endabschnittes 8. Wie ersichtlich, ist die Tiefe der
Sackbohrung 4 bzw. die Länge des Endabschnittes 8 der
in den Arm 1 ragt, so gewählt, daß ein Freiraum 13
zwischen dem Boden der Sackbohrung 4 und der Stirnsei
te des Endabschnittes 8 verbleibt.
Von der Umfangswand des Freiraumes 13 zweigt eine sich
in Längsrichtung des Armes 1 erstreckende Hydrauliklei
tung 24 ab, die im Bereich des freien Endes des Armes 1
in einen weiteren Kolbenraum 14 mündet. In dem Kolben
raum 14 befindet sich ein Klemmkolben 15, an dessen
von dem Kolbenraum 14 abgewandten Bereich ein Gelenk
glied 16, das z. B. als Kugelgelenk ausgebildet sein
kann, anliegt. Das Kugelgelenk 14 ist mit einem Gewinde
zapfen 17 versehen, auf das z. B. eine nicht darge
stellte Meßuhr geschraubt werden kann.
Zur Sicherung gegen ein Herausfallen des Klemmkolbens
15 und des Kugelgelenkes 16 dient eine Spannhülse 18,
die auf das freie Ende des Armes 1 aufschiebbar ist,
wobei die Öffnung der Spannhülse 18 eine geringere Öff
nungsweite besitzt als der Durchmesser des Kugelgelen
kes 16. Auf diese Weise sind der Klemmkolben 15 und
das Kugelgelenk 16 sicher im Inneren der Spannhülse 18
gehalten, wobei lediglich noch für eine Abdichtung
durch einen über den Klemmkolben 15 gelegten Dichtring
19 zu sorgen ist.
Die Verbindung der Spannhülse 18 mit dem Arm 1 und
dessen Positionierung auf dem Arm 1 erfolgt über einen
Haltering 20, der aus zwei Halbschalen 20A und 20B ge
bildet ist. Der Haltering 20 ist auf seiner nach außen
gerichteten Seite mit einem Gewindeabschnitt 21 in
Form eines Absatzes versehen, der einen gegenüber dem
Außendurchmesser des Halteringes 20 reduzierten Durch
messer besitzt. Der Arm 1 ist mit einer Umfangsnut 22
versehen, dessen Breite so groß ist, daß der Haltering 20
zusammen mit seinem Gewindeabschnitt 21 darin aufgenommen
ist. Zusätzlich ist der Haltering 20 noch auf der von
dem Gewindeabschnitt 21 abgewandten Seite mit einem
Bund 23 versehen, der außenseitig auf dem Arm 1 diesen
umschließt. Die Spannhülse 18 wird zur Positionierung
auf den Arm 1 auf dem Gewindeabschnitt 21 des Halte
ringes 20 aufgeschraubt. Hierzu ist es lediglich er
forderlich, daß die beiden Halbschalen 20A und 20B des
Halteringes 20 entsprechend in die Umfangsnut 22 des
Armes 1 vorher eingelegt worden sind. Durch die
Schraubverbindung zwischen der Spannhülse 18 und dem
Haltering 20 und die Positionierung des Halteringes 20
in der Umfangsnut 22 ist auf diese Weise eine einfache
und bei Bedarf schnell wieder zu lösende Befestigung
der Einzelteile möglich.
Der Arm 2 ist in seinem freien Endbereich in gleicher
Weise wie der Arm 1 aufgebaut. Dies bedeutet, er be
sitzt ebenfalls einen Kolbenraum 14, einen Klemmkolben
15, ein als Kugelgelenk ausgebildetes Gelenkglied 16
mit einem Gewindezapfen 17, eine Spannhülse 18 und den
aus zwei Halbschalen 20A und 20B gebildeten Haltering
20. Die Montage und Funktionsweise sind ebenfalls
identisch. Wenn an dem Gewindezapfen 17 des Armes 1
ein Meßgerät, z. B. eine Meßuhr angeordnet ist, dann
ist der Gewindezapfen 17 des Armes 2 entsprechend mit
einem nicht dargestellten Stativfuß versehen.
Ebenso wie der Arm 1 ist auch der Arm 2 mit einer sich
in dessen Längsrichtung erstreckenden Hydraulikleitung
24 versehen, die in den Kolbenraum 14 mündet.
Von dem Druckraum 11 des Stellkolbens 10 aus führt
eine Druckmittelbohrung 25 als Schrägbohrung zu der
Bohrungsstufe 26 der Stufenbohrung 3. Weiterhin führt
noch von der Bohrungsstufe 26 aus eine Verbindungsboh
rung 27 in Form einer Querbohrung zu der Hydrauliklei
tung 24.
Das dargestellte Gelenkstativ funktioniert nun auf
folgende Weise:
Soll eine Arretierung des Gelenkstatives in einer ge wünschten Position erfolgen, so wird die Klemmschraube 9 entsprechend so verdreht, daß der Stellkolben 10 in den Druckraum 11 hineinbewegt wird. In den Druckraum 11 und in den damit verbundenen Bohrungen und Leitun gen befindet sich ein Fluid, im allgemeinen Öl. Durch die Druckbeaufschlagung des Druckraumes 11 wird ein entsprechender Druck in den Arm 1 über die Längsboh rung 12, den Freiraum 13 und die Hydraulikleitung 24 in den Kolbenraum 14 geleitet. Auf diese Weise ver schiebt sich der Klemmkolben 15 nach außen und preßt nun das Kugelgelenk 16 innenseitig an die Wand der Öffnung der Spannhülse 18 an. Damit erfolgt eine Arre tierung des Kugelgelenkes 16 durch Klemmung in der ge wünschten Position.
Soll eine Arretierung des Gelenkstatives in einer ge wünschten Position erfolgen, so wird die Klemmschraube 9 entsprechend so verdreht, daß der Stellkolben 10 in den Druckraum 11 hineinbewegt wird. In den Druckraum 11 und in den damit verbundenen Bohrungen und Leitun gen befindet sich ein Fluid, im allgemeinen Öl. Durch die Druckbeaufschlagung des Druckraumes 11 wird ein entsprechender Druck in den Arm 1 über die Längsboh rung 12, den Freiraum 13 und die Hydraulikleitung 24 in den Kolbenraum 14 geleitet. Auf diese Weise ver schiebt sich der Klemmkolben 15 nach außen und preßt nun das Kugelgelenk 16 innenseitig an die Wand der Öffnung der Spannhülse 18 an. Damit erfolgt eine Arre tierung des Kugelgelenkes 16 durch Klemmung in der ge wünschten Position.
Ähnlich wird über die Druckmittelbohrung 25, die von
der Bohrungsstufe 26 abzweigende Verbindungsbohrung 27,
und die Hydraulikleitung 24 Druck in den Kolbenraum 14
des Armes 2 geleitet. Dadurch erfolgt in gleicher Wei
se wie vorstehend beschrieben auch die Arretierung
bzw. die Klemmung des Kugelgelenkes 16 an dem Arm 2.
Mit der Unterdrucksetzung des Druckraumes 11 wird auch
Druckmittel unter Druck in die Bohrungsstufe 26 ge
bracht, und zwar zwischen den Bund 6 des Gelenkzapfens
5 und den Boden der Stufenbohrung 3 mit dem größeren
Durchmesser. Durch die Druckbeaufschlagung wird der
Arm 2 an der Berührungsfläche zu dem Arm 1 an diesen
angepreßt, wodurch damit auch eine Arretierung bzw.
Klemmung zwischen den beiden Armen 1 und 2 in der ge
wünschten Lage erfolgt.
Zum Lösen der Arretierung ist es lediglich wieder er
forderlich, die Klemmschraube 9 in der umgekehrten
Richtung zu drehen, womit entsprechend Druck abgebaut
wird. Der Druckaufbau und der Druckabbau erfolgt dabei
stufenlos und ist entsprechend in den Druckwerten auch
variierbar, so daß sämtliche Möglichkeiten zwischen
einer losen, einer schwergängigen und einer arretier
ten Verbindung gewählt werden können.
Claims (6)
1. Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ, mit wenig
stens zwei Armen, die über einen Gelenkzapfen mit
einander verbunden sind, wobei der Gelenkzapfen mit
einem Betätigungsglied und mit einem hydraulisch
durch das Betätigungsglied in einem Druckraum ver
stellbaren Stellkolben in seinem Inneren versehen
ist, und wobei an den freien Enden der Arme jeweils
ein Gelenkglied angeordnet ist, das über einen mit
einen mit dem Stellkolben über eine Hydrauliklei
tung verbundenen Klemmkolben in einer gewünschten
Position festklemmbar und wobei durch die Verstel
lung des Stellkolbens auch die beiden Arme in einer
gewünschten Position gegeneinander klemmbar sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Gelenkzapfen (5) in eine Stufenbohrung (3) ei
ner der beiden Arme (1, 2) eingepaßt ist, wobei des
sen von dem Betätigungsglied (9) abgewandter Endbe
reich (8) in eine Sackbohrung (4) des anderen Armes
(1) eingesetzt ist, und wobei von dem Druckraum
(11) des Stellkolbens (10) aus eine Druckmittelboh
rung (25) zu der Bohrungsstufe (26) führt.
2. Gelenkstativ nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
von der Bohrungsstufe (26) aus eine Verbindungsboh
rung (27) zu der Hydraulikleitung (24) in den Arm
(2) führt, in dem sich die Stufenbohrung (3) befin
det.
3. Gelenkstativ nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Endabschnitt (8) des Gelenkzapfens (6) mit ei
nem Außengewinde versehen ist, das mit einem Innen
gewinde in der Sackbohrung (4) in dem anderen Arm
(1) zusammenarbeitet.
4. Gelenkstativ nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen dem Endabschnitt (8) des Gelenkzapfens (6)
und dem Boden der Sackbohrung (4) ein Freiraum (13)
ist, in den eine Längsbohrung (12) in dem Gelenk
zapfen (6) mündet, die mit dem Druckraum (11) des
Stellkolbens (10) in Verbindung steht, und daß von
dem Freiraum (13) aus die zu dem Klemmkolben (15)
des anderen Armes (1) führende Hydraulikleitung
(24) abzweigt.
5. Gelenkstativ nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
wobei jeweils das an den freien Enden jedes Armes
angeordnete Gelenkglied in einer Spannhülse ange
ordnet und in dieser festklemmbar ist, und wobei
die Spannhülse durch einen über den Arm geschobenen
Haltering mit einem Gewindeabschnitt, der mit einem
Gewindeteil in der Spannhülse zusammenarbeitet, auf
dem Arm positionierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Haltering (20) zweiteilig in Form von Halbscha
len (20A, 20B) ausgebildet ist, und daß jeweils der
Arm (1, 2) in seinem vorderen Bereich, in dem das
hintere Ende der Spannhülse (18) endet, eine Um
fangsnut (22) aufweist, in der der Haltering (20)
gelagert ist.
6. Gelenkstativ nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Außenumfang des Halteringes (20) mit dem Außen
umfang der Spannhülse (18) wenigstens annähernd
bündig ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9017748U DE9017748U1 (de) | 1990-04-06 | 1990-04-06 | Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ |
| DE19904011188 DE4011188C2 (de) | 1990-04-06 | 1990-04-06 | Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904011188 DE4011188C2 (de) | 1990-04-06 | 1990-04-06 | Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4011188A1 DE4011188A1 (de) | 1991-10-10 |
| DE4011188C2 true DE4011188C2 (de) | 1995-07-20 |
Family
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Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9017748U Expired - Lifetime DE9017748U1 (de) | 1990-04-06 | 1990-04-06 | Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ |
| DE19904011188 Expired - Lifetime DE4011188C2 (de) | 1990-04-06 | 1990-04-06 | Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ |
Family Applications Before (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9017748U Expired - Lifetime DE9017748U1 (de) | 1990-04-06 | 1990-04-06 | Gelenkstativ, insbesondere Meßstativ |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4011178A1 (de) * | 1990-04-06 | 1991-10-10 | Hoerger & Gaessler Ohg | Gelenkstativ, insbesondere messstativ |
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Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE7716419U1 (de) * | 1977-05-24 | 1979-11-08 | Hoerger, Hans, 7927 Sontheim | Gelenkstativ, insbesondere messstativ |
-
1990
- 1990-04-06 DE DE9017748U patent/DE9017748U1/de not_active Expired - Lifetime
- 1990-04-06 DE DE19904011188 patent/DE4011188C2/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4011178A1 (de) * | 1990-04-06 | 1991-10-10 | Hoerger & Gaessler Ohg | Gelenkstativ, insbesondere messstativ |
| EP0945667A1 (de) | 1998-03-23 | 1999-09-29 | Hörger Gässler OHG | Gelenkstativ |
| DE19812623B4 (de) * | 1998-03-23 | 2006-08-31 | Hörger und Gäßler oHG | Gelenkstativ |
| DE19812623B8 (de) * | 1998-03-23 | 2007-01-11 | Hörger und Gäßler oHG | Gelenkstativ |
| EP1327814A2 (de) | 2002-01-11 | 2003-07-16 | Hörger und Gässler OHG | Gelenkstativ |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE9017748U1 (de) | 1992-01-09 |
| DE4011188A1 (de) | 1991-10-10 |
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