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DE4010605A1 - Verfahren und zweiteilige form zur herstellung vorzugsweise bedruckter, duenner schokoladeplaettchen oder dergleichen plaettchen - Google Patents

Verfahren und zweiteilige form zur herstellung vorzugsweise bedruckter, duenner schokoladeplaettchen oder dergleichen plaettchen

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DE4010605A1
DE4010605A1 DE4010605A DE4010605A DE4010605A1 DE 4010605 A1 DE4010605 A1 DE 4010605A1 DE 4010605 A DE4010605 A DE 4010605A DE 4010605 A DE4010605 A DE 4010605A DE 4010605 A1 DE4010605 A1 DE 4010605A1
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mold
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chocolate
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Martin Braun Backmittel und Essenzen KG
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Martin Braun Backmittel und Essenzen KG
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung vorzugsweise bedruckter, dünner Schokoladeplättchen oder dergleichen Plättchen mit folgenden Schritten:
  • - Auflegen einer biegsamen Formplatte, die mit dem Umriß der Plättchen entsprechenden Durchbrechungen versehen ist, auf ein ebenes Unterteil ggf. mit Zwischenlage einer ggf. bedruckten Folie zwischen Formplatte und Unterteil,
  • - Befüllen der Durchbrechungen mit Schokolademasse oder ähnlichen Massen,
  • - Abheben der Formplatte zur Entformung der Plättchen.
Bei einem Verfahren dieser Art besteht die Formplatte (Formenoberteil) aus einer Gummischablone, die nur durch ihr Gewicht auf der Folie und damit auf dem Unterteil aus Metall gehalten wird. Ein einfaches maschinelles Abfüllen ist hierbei nicht möglich. Auch muß die Gummischablone bereits vor dem vollständigen Erstarren der Masse zum Entformen abgenommen werden, da ansonsten die Plättchen nicht bruchfrei aus den Durchbrechungen mit zur Plattenfläche senkrechter Umfangsfläche herausgelöst werden können. Die noch nicht vollständig erstarrten Plättchen können beim Entformen in ungewünschter Weise verformt werden.
Bei einem anderen Verfahren wird mit einer hohen Oberform gearbeitet, die zur Herstellung dünner Plättchen nur zum Teil gefüllt wird. Hierzu muß jede einzelne Durchbrechung mittels entsprechender Dosiervorrichtung befüllt werden. Ein einfaches Entformen, insbesondere von Hand, ist aufgrund der steifen Oberform nicht möglich, sondern es muß beim maschinellen Abheben der Oberform jedes einzelne Plättchen mit einem entsprechenden Stempel auf der Folie gehalten werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, welches ein ein­ faches, ggf. maschinelles Befüllen der Durchbrechungen in einer Überziehanlage sowie ein einfaches Entformen von Hand ohne Gefahr der Beschädigung der Plättchen ermög­ licht.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine im wesent­ lichen zug- und drucksteife Formplatte eingesetzt wird mit sich zum Unterteil hin, vorzugsweise konisch, erweiternden Durchbrechungen, daß eine Einrichtung zur Fixierung der Formplatte am Unterteil vor dem Entformen verwendet wird, daß die flüssige Masse im Überschuß in die Durchbrechungen eingefüllt wird, und daß nach dem Befüllen die überschüs­ sige Masse durch Abstreifen von der Oberseite der Form­ platte entfernt wird.
Durch das Befüllen der Durchbrechungen im Überschuß können sämtliche Durchbrechungen gleichzeitig ohne Einsatz entsprechender Dosiervorrichtungen für die einzelnen Durchbrechungen gefüllt werden. Da die Formplatte im wesentlichen zug- und drucksteif ist und am Unterteil fixiert werden kann, besteht nicht die Gefahr, daß beim Abstreifen der überschüssigen Masse sich die Formplatte relativ zum Unterteil verschiebt. Durch einfaches Anheben der biegsamen Formplatte, beispielsweise an einem Form­ plattenende, lassen sich die gegossenen Plättchen auch nach ihrer vollständigen Erstarrung ohne weiteres aus der Formplatte lösen. Man erhält einwandfrei gegossene Plätt­ chen im wesentlichen ohne Bruchverlust.
Die flüssige Masse könnte in besonders einfacher Weise von Hand im Überschuß eingefüllt werden. Man kann jedoch auch ohne großen Geräteaufwand ein maschinelles Befüllen vorsehen, wenn gemäß einer Weiterbildung der Erfindung die flüssige Masse mittels Überziehanlage mit Schleierkasten eingefüllt wird.
Masse entfernen zu können, wird vorgeschlagen, daß die überschüssige Masse durch wenigstens zwei, vorzugsweise aufeinanderfolgende, Abstreifer, vorzugsweise aus Metall, entfernt wird.
Die am Unterteil fixierte zug- und drucksteife Formplatte läßt es gemäß einer Weiterbildung der Erfindung auch zu, daß Formplatte und Unterteil während oder nach dem Befüllen gemeinsam gerüttelt werden. Durch dieses Rütteln wird eine gleichmäßige Verteilung der Masse in den Durch­ brechungen sowie eine Beseitigung eventueller Luftblasen erreicht.
Aufgrund der konischen Ausbildung der Durchbrechungen ist das Entformen nicht an einen bestimmten Zeitpunkt im Verlauf des Abkühlens der Masse gebunden. Um beim Entformen eine Formveränderung der Plättchen zuverlässig zu verhindern, wird jedoch bevorzugt erst nach dem voll­ ständigen Erstarren der Masse entformt.
Die Erfindung betrifft auch eine zweiteilige Form zur Herstellung dünner Schokoladeplättchen oder dergleichen Plättchen mit einem ebenen Unterteil und einer biegsam ausgebildeten Formplatte auf dem Unterteil, die mit dem Umriß der Plättchen entsprechenden Durchbrechungen verse­ hen ist, insbesondere zur Durchführung des vorstehend beschriebenen Verfahrens.
Aus dem DE-GM 17 48 873 ist eine nach oben hin offene Klappform bekannt aus gelenkig miteinander verbundenen steifen Formhälften. Der Formaufbau ist dementsprechend kompliziert; dünne Plättchen können hiermit nicht herge­ stellt werden. Die DE-PS 29 40 939 zeigt eine Schleuder­ oder Rüttelform zur Herstellung von Schokolade-Hohlkör­ pern, deren Formhälften biegesteif ausgebildet sind, und die durch Haftmagnete aneinandergehalten werden. Auch diese Form ist nicht zur Herstellung dünner Plättchen geeignet.
Die erfindungsgemäß zur Herstellung dünner, vorzugsweise bedruckter Schokoladeplättchen dienende zweiteilige Form der vorstehend genannten Art ist dadurch gekennzeichnet, daß die Formplatte im wesentlichen zug- und drucksteif ausgebildet ist, daß sich die Durchbrechungen zum Unter­ teil hin, vorzugsweise konisch, erweitern, und daß eine Einrichtung zur Fixierung der Formplatte am Unterteil vorgesehen ist. Die am Unterteil fixierte zug- und druck­ steife Formplatte kann im Verlauf des Verfahrens zur Herstellung der Plättchen ohne weiteres mechanisch bela­ stet werden, z. B. beim Abstreifen überschüssiger Masse oder beim Rütteln der Masse, ohne daß sich die Formplatte gegenüber dem Unterteil verlagert, so daß sich ein ein­ wandfreier Guß ergibt. Die Ausbildung der Durchbrechungen mit Erweiterung zum Unterteil hin erleichtert das Entformen, insbesondere bei bereits vollständig erstarrten Plättchen. Die Erweiterung könnte beispielsweise als konkave oder konvexe Abrundung ausgeführt sein; besonders bewährt hat sich eine konische Ausbildung.
Um gleichzeitig ausreichende Flexibilität sowie Zug- und Drucksteifigkeit der Formplatte zu erhalten im Rahmen der gewünschten Plättchenstärken, wird vorgeschlagen, daß die Formplatte eine Plattendicke zwischen 1,5 und 4 mm, vorzugsweise von etwa 2 mm aufweist.
Um die flexible Formplatte zuverlässig bei einfacher Bedienbarkeit am Unterteil zu halten, wird vorgeschlagen, daß die Einrichtung Magnethalterungen umfaßt jeweils aus einem Haltemagneten im Unterteil oder in der Formplatte und diesem gegenüberliegend einem Gegenstück in der Formplatte bzw. im Unterteil, und daß die Magnethalterun­ gen über die Formplatte verteilt angeordnet sind.
Besonders bevorzugt ist hierbei, daß der Haltemagnet im Unterteil angeordnet ist und daß das Gegenstück in der Formplatte von einem magnetisierbaren Metallstück gebildet ist. Im Gegensatz zur relativ dünnen Formplatte ist im Unterteil ausreichender Einbauraum für den Haltemagneten. Auch ergeben sich u. U. reduzierte Herstellungskosten, da bei Einsatz mehrerer, unterschiedlich gestalteter Form­ platten in Verbindung mit einem einzigen Unterteil ledig­ lich im Unterteil die relativ kostenaufwendigen Haltema­ gnete vorzusehen sind. Die magnetisierbaren Metallstücke in den Formplatten sind vergleichsweise kostengünstig erhältlich.
Um eine Relativverschiebung von Formplatte und Unterteil von vorneherein auszuschließen, wird vorgeschlagen, daß am Unterteil oder an der Formplatte wenigstens ein Justier­ vorsprung ausgebildet ist, der in eine entsprechende Justierausnehmung an der Formplatte bzw. am Unterteil eingreift.
Um Plättchen mit glatter, ebener, ggf. bedruckter Ober­ seite zu erhalten, ist das Unterteil mit durchgehend ebener Auflagefläche ausgebildet. Alternativ hierzu kann man das Unterteil auch mit reliefartig strukturierter Auflagefläche ausbilden, um dementsprechend reliefartig oberflächenstrukturierte Plättchen zu erhalten.
Die Erfindung wird im folgenden an einem bevorzugten Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Unterteil;
Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht (Schnittlinie II-II) des Unterteils gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine Unteransicht einer Formplatte;
Fig. 4 einen Detailschnitt von Unterteil und aufgelegter Formplatte entlang der Schnittlinie IV-IV in den Fig. 1 und 3; und
Fig. 5 einen Detailschnitt ähnlich Fig. 4 entlang der Schnittlinie V-V in den Fig. 1 und 3.
Die im folgenden an Hand der Figuren erläuterte, allgemein mit 10 bezeichnete zweiteilige Form dient der verein­ fachten Herstellung dünner, vorzugsweise bedruckter Plättchen 12, beispielsweise Schokoladeplättchen oder Nougatplättchen, (Dicke im Bereich von beispielsweise 2 mm) mit praktisch beliebiger Umrißform. Im dargestellten Ausführungsbeispiel haben die Schokoladeplättchen 12 angenähert Fächerform, wie sich aus Fig. 3 ergibt, die eine Unteransicht eines der beiden Teile der Form 10, nämlich einer Formplatte 14 zeigt.
Die Formplatte 14 weist für jedes zu gießende Schokolade­ plättchen eine Durchbrechung 16 auf, deren Umriß der gewünschten Umrißform des Schokoladeplättchens 12 ent­ spricht. Man erkennt in Fig. 3 vier übereinanderliegende Reihen von jeweils zehn nebeneinanderliegenden Durchbre­ chungen 16, so daß mit Hilfe dieser Formplatte 14 insge­ samt vierzig Schokoladeplättchen 12 gegossen werden können. Wie der Detailschnitt gemäß Fig. 4 belegt, endet jede Durchbrechung 18 sowohl an der Oberseite 18 als auch an der Unterseite 20, beide Seiten 18, 20 der Formplatte 14 miteinander verbindend. In Richtung zur Unterseite 20 hin erweitert sich jede Durchbrechung 16 konusartig, um, wie nachfolgend noch erläutert wird, das Entformen der Scho­ koladeplättchen 12 zu erleichtern. Der Konuswinkel α liegt zwischen 5° und 15°, am besten bei etwa 10°. Die Platten­ dicke a (Abstand zwischen Oberseite 18 und Unterseite 20) liegt zwischen 1,5 und 4 mm, am besten bei etwa 2 mm. Die Formplatte 14 besteht aus im wesentlichen zug- und drucksteifem jedoch biegsamem Material, insbesondere Polycarbonat (PC).
Das zweite Teil der Form 10 besteht aus einem in den Fig. 1 und 2 gesondert dargestellten Unterteil 22, das mit einer durchgehend ebenen Auflagefläche 24 an seiner Oberseite versehen ist, auf die die Formplatte 14 aufge­ legt wird, ggf. unter Zwischenlage einer noch anzuspre­ chenden bedruckten Folie 26.
Um eine seitliche Verschiebung der auf das Unterteil 22 aufgelegten Formplatte 14 auszuschließen, sind im Bereich der Umfangsränder der Auflagefläche 24 insgesamt acht nach oben abstehende in Umfangsrichtung längliche Justiervor­ sprünge 28 vorgesehen, die in entsprechend komplementär ausgebildete Justierausnehmungen 30 in der Unterseite 20 der Formplatte 14 eingreifen.
Um bei einer Reihe von noch zu schildernden Verfahrens­ schritten Anliegen der Unterseite 20 der Formplatte 14 an der Auflagefläche 24 bzw. an der bedruckten Folie 26 über den gesamten Flächenbereich der Unterseite 20 sicherzu­ stellen und somit auch eine Schokolade-Gratbildung an den unteren Rändern der Schokoladeplättchen 12 zu vermeiden, sind eine Vielzahl von zweiteiligen Magnethalterungen über die zweiteilige Form 10 verteilt angeordnet. Jede Magnethalterung besteht jeweils aus einem Haltemagneten 32 in einer topfförmigen, nach oben hin offenen Aufnahme 34 des Unterteils 22 sowie diesem genau gegenüberliegend einem magnetisierbarem Metallstück 36 (insbesondere Eisenplättchen) in einer nach unten offenen Aufnahme 38 der Formplatte 14. Der Haltemagnet 32 schließt mit der Auflagefläche 24 flächig ab; das Metallstück 36 schließt mit der Unterseite 20 der Formplatte 14 flächig ab.
Zum Transport der Form 10 in einer nicht dargestellten Überziehanlage ist das Unterteil 22 an zwei einander gegenüberliegenden Seiten jeweils mit einem Haltevorsprung 40 ausgebildet, dessen Unterseite mit der Unterseite 42 des Unterteils 22 in einer Ebene liegt.
Das Unterteil 22 besteht aus steifem Kunststoff, insbe­ sondere Polycarbonat (PC), und ist im Tiefzieh- oder Spritzgußverfahren hergestellt.
Mit Hilfe der vorstehend beschriebenen zweiteiligen Form 10 werden Schokoladeplättchen 12 bevorzugt in der folgen­ den Weise hergestellt:
Falls die Schokoladeplättchen 12 als bedruckte Schokola­ de-Dekorartikel hergestellt werden sollen, wird auf das Unterteil 22 als erstes die entsprechend spiegelbildlich bedruckte, mit Druckbild auf ihrer Oberseite versehene Druckfolie 26 aufgelegt und anschließend die Formplatte 14 aufgelegt. Falls keine Bedruckung gewünscht wird, wird die Formplatte 14 unmittelbar auf die Auflagefläche 24 des Unterteils 22 aufgelegt. Es ist nicht erforderlich, die Formplatte 14 mittels gesonderter Halterungen am Unterteil 22 festzulegen, da die Vielzahl der Magnethalterungen sowie die Justiervorsprünge 28 für einen zuverlässigen starren Zusammenhalt von Formplatte 14 und Unterteil 22 sorgen.
Im nächsten Schritt werden die Durchbrechungen 16 mit flüssiger Schokolademasse oder ähnlichen Massen (z. B. Nougat) befüllt. Dieser Arbeitsgang ist besonders einfach und schnell durchzuführen, da die Durchbrechungen ohne individuelle Dosiervorrichtung für die einzelnen Durch­ brechungen im Überschuß, z. B. mehrere Unterbrechungen gleichzeitig, befüllt werden können mit anschließendem Abstreifen überschüssiger Schokolademasse von der glatten Oberseite 18 der Formplatte 14. Falls maschinell befüllt werden soll, kann hierzu eine übliche Überzieh-Anlage mit "Schleierkasten" eingesetzt werden, die ebenfalls die flüssige Schokolademasse im Überschuß auf die Formplatte 14 von oben her abgibt, d. h. die Formplatte 14 mit flüs­ siger Schokolademasse überflutet. Beim Durchlaufen durch die Überziehanlage stößt die Form 10 an eine gewichtsbeschwerte Klappe an, die das Auslaufen der Schokolademasse aus einem Vorratsbehälter veranlaßt und somit die Schokolade gleichmäßig über die gesamte Form verteilt wird. Gleichzeitig wird ein Teil des Schokolade­ überschusses abgestreift.
Im nächsten Schritt wird dann die restliche überschüssige Schokolademasse mittels an der Oberseite 18 entlang bewegter Abstreifer, vorzugsweise aus Metall, "entfernt". Um zuverlässig sämtliche überschüssige Schokolademasse zu entfernen und für eine glatte Oberseite 44 der Schokola­ deplättchen 12 zu sorgen, können auch mehrere, vorzugs­ weise zwei, Abstreifer nacheinander über die Formplatte 14 gezogen werden. Bei dem maschinellen Befüllen in einer Überzieh-Anlage wird die Form 10 unter den Abstreifern durchgezogen.
Zur gleichmäßigen Verteilung der Schokolademasse sowie zur Entfernung von Luftbläschen kann bei der Befüllung oder in einem nachfolgenden Schritt die zweiteilige Form 10 gerüttelt werden. Da die Formplatte 14 im wesentlichen zug- und drucksteif ist und mit Hilfe der Magnethalterun­ gen und der Justiervorsprünge 28 zuverlässig am Unterteil 22 gehalten wird, ergeben sich weder beim Abstreifen der Schokolademasse noch beim Rütteln irgendwelche Probleme.
Insbesondere wird ein momentanes örtliches Auseinander­ klaffen von Formplatte 14 und Unterteil 22 bzw. Form­ platte 14 und bedruckter Folie 26 vermieden, was eine Schokolade-Gratbildung in diesem Bereich zur Folge haben würde.
Nach weitgehender Erstarrung der Schokolademasse, ggf. auch nach vollständiger Erstarrung, können die Schokoladeplättchen 12 in einfacher Weise dadurch entformt werden, daß die Formplatte 14 von der bedruckten Folie 26 bzw. dem Unterteil 22 abgehoben wird. Aufgrund der Konizität der Durchbrechungen 16 lösen sich die Schokola­ deplättchen 12 ohne weiteres aus der Formplatte 14. Hierbei kann es vorteilhaft sein, wenn die Formplatte 14 momentan lediglich an einem Ende angehoben wird, so daß sie sich mehr oder weniger durchbiegt und die Schokolade­ plättchen 12 besonders leicht freigibt. Das Entformen kann ohne weiteres auch von Hand vorgenommen werden, so daß komplizierte Handhabungsautomaten nicht erforderlich sind.
Nach Ablösen der Schokoladeplättchen 12 von der bedruckten Folie 26 tragen die Schokoladeplättchen 12 das gewünschte Druckbild an ihrer Unterseite 46 (Fig. 4). Im übrigen sind die Schokoladeplättchen 12 im wesentlichen eben und weisen eine glatte Oberseite 44 sowie eine glatte, geringfügig konische Umfangsfläche 48 ohne Schokoladegrate an den Kanten zwischen Umfangsfläche 48 und Oberseite 44 bzw. Unterseite 46 auf. Es entsteht praktisch kein Bruch.
Um Schokoladeplättchen mit oberflächenstrukturierter Oberseite herzustellen, muß die Auflagefläche des Unter­ teils lediglich dementsprechend reliefartig strukturiert werden.

Claims (12)

1. Vcrfahren zur Herstellung dünner, vorzugsweise bedruckter Schokoladeplättchen oder dergleichen Plättchen mit folgenden Schritten:
  • - Auflegen einer biegsamen Formplatte (14), die mit dem Umriß der Plättchen (12) entsprechenden Durchbrechungen (16) versehen ist, auf ein ebenes Unterteil (22) ggf. mit Zwischenlage einer ggf. bedruckten Folie (26) zwischen Formplatte (14) und Unterteil (22),
  • - Befüllen der Durchbrechungen (16) mit Schokolademasse oder ähnlichen Massen,
  • - Abheben der Formplatte (14) zur Entformung der Plättchen (12), dadurch gekennzeichnet,
    daß eine im wesentlichen zug- und drucksteife Formplatte (14) eingesetzt wird mit sich zum Unterteil (22) hin, vorzugsweise konisch, erweiternden Durchbrechungen (16),
    daß eine Einrichtung zur Fixierung der Formplatte (14) am Unterteil (22) vor dem Entformen verwendet wird,
    daß die flüssige Masse im Überschuß in die Durchbrechungen (16) eingefüllt wird, und
    daß nach dem Befüllen die überschüssige Masse durch Abstreifen von der Oberseite (18) der Formplatte (14) entfernt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die flüssige Masse mittels Überzieh-Anlage eingefüllt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die überschüssige Masse durch wenigstens zwei, vorzugsweise aufeinanderfolgende, Abstreifer, vorzugsweise aus Metall, entfernt wird.
4. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß Formplatte (14) und Unterteil (22) während und/oder nach dem Befüllen gemeinsam gerüttelt werden.
5. Verfahren nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß erst nach dem vollständigen Erstarren der Masse die Plättchen (12) oder dergleichen von Hand entformt werden.
6. Zweiteilige Form (10) zur Herstellung dünner Schokoladeplättchen (12) oder dergleichen Plättchen mit einem ebenen Unterteil (22) und einer biegsam ausgebildeten Formplatte (14) auf dem Unterteil (22), die mit dem Umriß der Plättchen (12) entsprechenden Durchbrechungen (16) versehen ist, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Formplatte (14) im wesentlichen zug- und drucksteif ausgebildet ist, daß sich die Durchbrechungen (16) zum Unterteil (22) hin, vorzugsweise konisch, erweitern, und daß eine Einrichtung zur Fixierung der Formplatte (14) am Unterteil (22) vorgesehen ist.
7. Zweiteilige Form nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Formplatte (14) eine Plattendicke zwischen 1,5 und 4 mm, vorzugsweise von etwa 2 mm aufweist.
8. Zweiteilige Form nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung Magnethalterungen umfaßt jeweils aus einem Haltemagneten (32) im Unterteil (22) oder in der Formplatte (14) und diesem gegenüberliegend einem Gegenstück in der Formplatte (14) bzw. im Unterteil (22), und daß die Magnethalterungen über die Formplatte (14) verteilt angeordnet sind.
9. Zweiteilige Formplatte nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltemagnet (32) im Unterteil (22) angeordnet ist und daß das Gegenstück in der Formplatte (14) von einem magnetisierbaren Metallstück (36) gebildet ist.
10. Zweiteilige Form nach wenigstens einem der Ansprüche 6-9, dadurch gekennzeichnet, daß am Unterteil (22) oder an der Formplatte (14) wenigstens ein Justiervorsprung (28) ausgebildet ist, der in eine entsprechende Justierausnehmung (30) an der Formplatte (14) bzw. am Unterteil (22) eingreift.
11. Zweiteilige Form nach wenigstens einem der Ansprüche 6-10, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil (22) mit durchgehend ebener Auflagefläche (24) ausgebildet ist.
12. Zweiteilige Form nach wenigstens einem der Ansprüche 6-10, dadurch gekennzeichnet, daß das Unterteil (22) mit reliefartig strukturierter Auflagefläche ausgebildet ist.
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