DE4010547A1 - Federspeicher mit getrenntem hydraulikeinsatz - Google Patents
Federspeicher mit getrenntem hydraulikeinsatzInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Federspeicher, der
sich aus dem Oberbegriff des Hauptanspruchs ergebenden Gat
tung. Ein derartiger Federspeicher ist aus der
DE-OS 28 40 836 bekannt.
Der bekannte Federspeicher besitzt eine große Anzahl hydrau
lisch betätigter und in ihrer Lage gegenseitig voneinander
abhängiger Baugruppen, die zueinander gut abgedichtet sein
müssen, damit die vorgesehenen, durch hydraulische Kräfte
bedingten Reaktionen in Abhängigkeit von den Randbedingungen
eintreten. Die einzelnen Baugruppen haben darüber hinaus
noch relativ enge Toleranzen zueinander, die nicht in allen
Fällen eingehalten werden.
Daraus ergibt sich die Tatsache, daß es durchaus vorkommen
kann, daß aufgrund (nicht mehr) gegebener Toleranzen oder
Dichtflächen die hydraulischen Teile früher oder später zu
Reparatur- oder Korrekturzwecken ausgebaut werden müssen. Im
Gegensatz zu dem Zusammenwirken der hydraulischen Baugruppen
ist die Anordnung und die Wirkungsweise der Spannfeder in
dem Federtopf recht einfach, so daß sie kaum zu Beanstandun
gen Anlaß geben wird.
Nachteilig bei dem bekannten Federspeicher ist es nun, daß
für den Ausbau einer ganzen Reihe von Hydraulikeinbauten die
Spannfeder gänzlich entspannt werden muß. Das bedeutet, daß
die Spannfeder nicht nur in ihre halbentspannte Lage über
geht, die sie im Bremszustand des Federspeichers einnimmt,
sondern sie darüber hinaus vollkommen entspannt werden muß.
Ein derartiges Entspannen und nachträgliches Spannen der
Spannfeder, um sie in ihre Bremslage zu bringen, bedeutet
einen erheblichen Aufwand an Montage und darüber hinaus noch
umfangreiches Werkzeug.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, eine Mög
lichkeit zu schaffen, daß sämtliche hydraulische Baugruppen
aus dem Federspeichergehäuse entnommen werden können, ohne
daß die Speicherfeder hierzu vollkommen entspannt und danach
wieder in ihre Bremslage gebracht werden muß.
Die Aufgabe der Erfindung wird bei dem gattungsgemäßen Fe
derspeicher durch die sich aus dem Hauptanspruch ergebende
Merkmalskombination gelöst. Die Erfindung besteht im Prinzip
also darin, eine durchgehende räumliche Trennung zwischen
einer Grundeinheit, welche die vorgespannte Grundfeder auf
nimmt und dem Hydraulikteil vorzunehmen, welcher alle hy
draulisch betätigten Baueinheiten umfaßt. Durch den Einbau
der vorgespannten Feder in eine separate Einheit kann jeder
zeit ohne großen Vorrichtungsaufwand der Hydraulikteil de
montiert und ausgetauscht bzw. gewartet werden, ohne daß
sich hierzu der Zustand der Feder innerhalb der Grundeinheit
ändert, die im vorgespannten Zustand in dem Federtopf inner
halb dea Federspeichergehäuses verbleibt. Hierdurch vermin
dern sich erheblich, andernfalls beim Austausch von anfälli
gen Hydraulikeinrichtungen ergebende Montageprobleme, da der
Federspeicher beim Ausfall der Dichtungen nicht mehr wie bei
dem bekannten Federspeicher unter einer Hydraulikpresse de
montiert werden muß. Dabei darf man nicht übersehen, daß die
Spannfeder des Federspeichers auch schon beim nur vorge
spannten Zustand eine Kraft von mehreren Tonnen aufbringt,
so daß, wie weiter oben schon erläutert, zum Entspannen der
Feder sehr aufwendige Vorrichtungen, wie beispielsweise hy
draulische Pressen, notwendig sind.
Ein besonders einfacher Aufbau der Erfindung ergibt sich
durch die Verwendung der Merkmalskombination nach Anspruch
2. Im Falle des Ausbaues der Hydraulikeinheit nimmt somit
nach wie vor das Gehäuse des Federspeichers über seinen An
schlag die Kraft der vorgespannten Feder auf, so daß der
Einsatzzylinder mit den hydraulischen Bauelementen ohne Fe
derbelastung leicht nach dem Lösen der Verbindung aus dem
Gehäuse, insbesondere dem Federtopf, herausgehoben werden
kann. Dabei ist allerdings zu beachten, daß die über die
Dichtung des Spannkolbens auf den Betätigungsstößel ausgeüb
te Haftreibung hinreichend groß ist, um den Betätigungs
stößel gleichzeitig mit dem Einsatzzylinder herauszuziehen.
Hierzu müssen also alle Elemente, die einer entsprechenden
Bewegung des Betätigungsstößels, wie beispielsweise Schutz
manschetten u. a. entgegenstehen, vor dem Herausnehmen des
Einsatzzylinders entfernt werden.
Eine besonders einfache Befestigung des Einsatzzylinders an
dem Federspeichergehäuse ergibt sich durch die in Anspruch 3
ausgeführte Merkmalskombination, bei der im Prinzip der An
satz und der Anschlag lösbar miteinander verschraubt werden.
In Weiterbildung hierzu empfiehlt sich die Merkmalskombina
tion nach Anspruch 5, die zu einer verbesserten Dichtwirkung
zwischen Einsatzzylinder und Speichergehäuse beiträgt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend an
hand der Zeichnung erläutert. Die Zeichnung geht aus von ei
nem Federspeicher, wie er in der DE-OS 28 40 836 offenbart
ist und macht diese Literaturstelle ausdrücklich zum Inhalt
der vorliegenden Offenbarung. Der erfindungsgemäße Feder
speicher wird also nur insoweit beschrieben, wie dies zur
Erläuterung der erfinderischen Merkmale über den Inhalt der
DE-OS 28 40 836 hinausgehend notwendig ist.
In der Zeichnung ist ein Gehäuse 1 des Federspeichers ge
zeigt, dessen Stirnseite 1′ durch einen Sprengring 4 gehal
ten das Gehäuse an seinem durchgehend offenen Ende ver
schließt. Der wesentliche Unterschied zu der bekannten Aus
führung besteht nun darin, daß das Federgehäuse 1 einen nach
innen gerichteten umlaufenden Rand als Anschlag 37 besitzt,
gegen den der sich in der Zeichnung von schräg oben vor dem
Schließen der Stirnseite 1′ eingeführte Federtopf 5 legt,
der zusammen mit der Spannfeder 7 eingeführt wird. Es zeigt
sich, daß die Spannfeder 7 mit mehreren Tonnen vorgespannt
werden muß, damit die Stirnseite 1′ in ihre Verschlußlage
gebracht und durch den Sprengring 4 verschlossen werden
kann, über den zusätzlich noch eine Dichtung eingefügt wird.
Man erhält somit eine Grundeinheit mit vorgespannter Feder,
die aus dem Gehäuse 1, der Stirnseite 1′ und dem Federtopf 5
samt der vorgespannten Feder 7 besteht. Diese Grundeinheit
ist vormontiert und braucht bei der Reparatur von Hydraulik
bauteilen nicht mehr zu demontiert werden.
In die genannte Grundeinheit wird nun ein Hydraulikteil ein
gefügt, welches im wesentlichen durch den Einsatzzylinder 45
begrenzt ist. An dem in der Zeichnung oberen Ende des Hy
draulikteils 45 ist der an sich bekannte Spannkolben 11 an
geordnet, der durch die Reibkraft seiner Dichtflächen an der
Innenwand des Einsatzzylinders gehalten wird, so daß sich
beim Einführen des mit dem Spannkolben 11 versehenen Ein
satzzylinders 45 keine Schwierigkeiten ergeben. Entsprechen
des gilt für den Stößel 18, welcher ebenfalls über die Rei
bung der Dichtflächen sowohl von einer umlaufenden Konsole
50 des Einsatzzylinders 45, als auch der Innenfläche des
Spannkolbens 11 gehalten ist. Auf diese Weise läßt sich also
von rechts unten nicht nur der Einsatzzylinder 45 nebst den
darin enthaltenen hydraulischen Baugruppen, sondern auch der
Spannkolben 11 und der Stößel 18 in die Grundeinheit kraft
frei einführen. Beim Einführen gelangt schließlich der
Stößel 18 in seine in der Zeichnung dargestellte Position,
in der eine umlaufende Kante des Stößels 18 gegen eine um
laufende Kante der Stirnseite 1′ anschlägt. Anschließend
wird eine elastische Schutzkappe 24 mit ihrem einen Ende an
dem Stößel 18 und mit ihrem anderen Ende an der Stirnseite
1′ des Gehäuses 1 verbunden. Das in der Zeichnung obere Ende
des Stößels ist in der einfachen Form wie in Fig. 1 und 3
des aus der DE-OS 28 40 836 bekannten Federspeichers darge
stellt, kann aber auch den geteilten Aufbau mit einem geson
derten Kolben (dort Kolben 29) haben, wie dort in Fig. 2
dargestellt. Dieser Kolben dient zum Auslösen der Speicher
feder 7 durch hydrostatischen Druck, so daß auf einen in der
Zeichnung nicht dargestellten, aber notwendigen Auslösehebel
(siehe Hebel 26 bei den bekannten Speichern) verzichtet wer
den kann. Einzelheiten zu der Wirkungsweise des Spannkolbens
11 und zur Betätigung des Betätigungsstößels 18 sowie seine
Auslösung und der Wirkung der Spannfeder in dem Federtopf 5
kann der DE-OS 28 40 836 entnommen werden.
Innerhalb des Einsatzzylinders 45 ist nun noch eine in der
Zeichnung von unten bis zu der Konsole 50 ragende durchge
hende Öffnung 3 zu sehen, in der hintereinanderliegend ein
Kolben 46, ein Kolben 47 sowie eine Druckstange 32 angeor
net sind. Die Wirkungsweise dieser Bauelemente entspricht
wiederum der Wirkungsweise der entsprechenden Bauelemente in
der zuletzt genannten Literaturstelle, wobei der notwendige
Druck über den Anschluß 15 zugeführt wird. Über einen
Sprengring und einen Federteller ist über eine Feder 39 der
Betätigungsstößel 32 zum Kolben 47 hin federnd abgestützt.
Der Kolben 46 besitzt gegenüber dem entsprechenden Kolben
bei dem bekannten Federspeicher eine umlaufende Ausnehmung
52, die der Gewichtsersparnis dient und die Wirkung des Kol
bens ändert sich hierdurch nicht.
Innerhalb des Betätigungsstößels 32 kann, wie aus der
DE-OS 28 40 836 bekannt (siehe dort insbesondere Fig. 2 und
3) eine Nachstelleinrichtung vorgesehen sein, die hier in
der Zeichnung nicht dargestellt wurde.
Wichtig für die Erfindung ist es, daß der Einsatzzylinder 45
mittels eines umlaufenden Ansatzes 42 auf einen umlaufenden,
nach innen ragenden Anschlag 37 des Gehäuses 1 sitzt und mit
diesem über Schrauben 50 lösbar verschraubt ist. Beim Lösen
und Herausnehmen des Einsatzzylinders 45 ändert sich, wie
aus der Zeichnung ohne weiteres ersichtlich ist, die Lage
und der Zustand der vorgespannten Feder 7 nicht, die sich
mit der oberen Kante des Federtopfes 5 nach wie vor gegen
den gehäusefesten Anschlag 37 des Gehäuses 1 legt. Somit
können ohne Schwierigkeiten die im oder an dem Einsatzzylin
der angeordneten hydraulischen Bauelemente, einschließlich
des Betätigungsstößels, gegenüber der vorgespannten Feder 7
rückwirkungsfrei herausgenommen, demontiert und wieder mon
tiert werden. Entsprechendes gilt, wenn der Einsatzzylinder
zusätzlich zu einer Nachstelleinrichtung auch noch mit einer
Zweikreishydraulik, einer Federspeicherhydraulik, hydrau
lisch-mechanischen Schnellösevorrichtungen sowie dem Betäti
gungsgestänge nebst Nachstellung und einem Hubkontrollsensor
versehen sind und der Einsatz mit diesen Elementen montiert
wird und demontiert werden soll.
Der Federspeicher ist in der gezeigten schräg nach unten
weisenden Lage auf einem Lagerbock 25 montiert, welcher an
das Gehäuse 1 angeschweißt oder mit diesem einstückig gegos
sen ist.
Claims (6)
1. Federspeicher, insbesondere zur Bremsbetätigung mit einem
druckmittelbetätigbaren Spannkolben zum Spannen einer
Speicherfeder, wobei der Spannkolben über eine lösbare
Kupplung mit einem Betätigungsstößel verbunden ist, wobei
die Speicherfeder (7) über einen in die Speicherfeder (7)
ragenden Federtopf (5) am Spannkolben abgestützt ist, wo
bei der Spannkolben (11) in einem gehäusefesten, in den
Federtopf (5) ragenden Einsatz verschiebbar geführt ist,
welcher Einsatz eine koaxiale Öffnung (3) aufweist, in
die der Betätigungsstößel (18) durch den Spannkolben (11)
hindurch hineinragt, wobei in der Öffnung ein zum Betäti
gungsstößel hin offener Zylinder mit einem Kolben (47)
angeordnet ist, der durch Druckmittel und/oder durch den
Betätigungsstößel (18) beaufschlagbar ist und wobei am
Kolben (47) auf der dem Betätigungsstößel abgewandten
Seite ein Bremsgestänge abgestützt ist, welches ggf. mit
weiteren hydraulisch gesteuerten Vorrichtungen, wie bei
spielsweise einer Nachstellvorrichtung, versehen ist, da
durch gekennzeichnet, daß der Einsatz und
der offene Zylinder baulich zu einem einstückigen Ein
satzzylinder (45) derart lösbar in den Federtopf einge
setzt sind, daß durch den Einsatzzylinder (45) gehalten,
alle hydraulisch betätigbaren Baugruppen (z. B.
19, 11, 18, 46, 47, 32) mit dem Einsatzzylinder (45) gemeinsam
aus dem Federspeichergehäuse (1) heraushebbar sind.
2. Federspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Federspeichergehäuse (1) an
seinen dem Bremsgestänge (32) zugewandten Ende mit einem
radial nach innen weisenden, vorzugsweise umlaufenden An
schlag (37) versehen ist, gegen welchen der Federtopf (5)
sich abstützt.
3. Federspeicher nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß ein vorzugsweise umlaufender Ansatz
(42) des Einsatzzylinders (45) an dem Anschlag (37) an
liegt und der Ansatz (42) mit dem Anschlag (37) lösbar
verbunden, insbesondere verschraubt ist.
4. Federspeicher nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Federtopf (5) von
der dem Anschlag (37) abgewandten Seite in das Federspei
chergehäuse (1) eingesetzt ist.
5. Federspeicher nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschlag (37) ein
stückig mit dem Gehäuse (1) des Federspeichers verbunden,
vorzugsweise herausgeformt ist.
6. Federspeicher nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch
gekennzeichnet, daß eine die mechanische
Baugruppe enthaltende Grundeinheit (1, 7, 8, 1′, 4) vormon
tierbar ist und als Kraftspeicher von einer kompletten
Hydraulikeinheit ohne Hilfsmittel (hydraulische Presse)
gelöst werden kann.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904010547 DE4010547A1 (de) | 1990-04-02 | 1990-04-02 | Federspeicher mit getrenntem hydraulikeinsatz |
| PCT/EP1991/000613 WO1991015384A2 (de) | 1990-04-02 | 1991-03-29 | Bremsanlage, und federspeicher hierzu |
| DE59104900T DE59104900D1 (de) | 1990-04-02 | 1991-03-29 | Bremsanlage, und federspeicher hierzu. |
| EP91907003A EP0523115B1 (de) | 1990-04-02 | 1991-03-29 | Bremsanlage, und federspeicher hierzu |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4010547A1 true DE4010547A1 (de) | 1991-10-10 |
Family
ID=6403572
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904010547 Withdrawn DE4010547A1 (de) | 1990-04-02 | 1990-04-02 | Federspeicher mit getrenntem hydraulikeinsatz |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE4010547A1 (de) |
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