DE4008097A1 - Verfahren und vorrichtung zum abdichten eines verpackungsbehaelter-ueberdruckventils - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum abdichten eines verpackungsbehaelter-ueberdruckventilsInfo
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Description
Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zum Abdichten eines Ver
packungsbehälter-Überdruckventils nach der Gattung des Anspruchs 1.
Es ist bekannt, Überdruckventile an Verpackungsbehältern, die vom
Füllgut erzeugtes Gas - beispielsweise bei Kaffee Kohlendioxid - je
weils bei einem bestimmten Überdruck aus dem Verpackungsbehälter ab
lassen, aber verhindern, daß Luft und damit Sauerstoff mit dem Füll
gut in Berührung kommen, mit einem flüssigen Dichtmittel, beispiels
weise Siliconöl, auszurüsten. Das zwischen den Ventilgliedern ange
ordnete Dichtmittel, welches das Öffnen des Ventils nicht beein
trächtigt, verhindert in der Schließstellung des Ventils, daß Sauer
stoffmoleküle durch Kanülen zwischen Unebenheiten der aufeinander
liegenden Oberflächen der Ventilglieder durch das Ventil in den Ver
packungsbehälter gelangen können. Das flüssige Dichtmittel wird nach
einem aus der EP-B 12 874 bekannten Verfahren mit einer Düse an
einem Ein- oder Auslaßende des von Folienteilen gebildeten Ventil
kanals aufgetragen, von wo aus es durch Kapillarwirkung in den Kanal
einzieht. Mitunter kann es vorkommen, daß Ventile beispielsweise bei
einem Defekt der Auftragvorrichtung oder bei aufgebrauchtem Dicht
mittelvorrat nicht mit Dichtmittel ausgestattet werden, so daß ihre
Dichtigkeit nicht den Anforderungen gerecht wird. Mit solchen nicht
abgedichteten Ventilen versehene Verpackungsbehälter gewähren dem
Füllgut nicht den erforderlichen Schutz, so daß das Füllgut vor
zeitig durch Oxidation an Qualität verliert oder gar verdirbt. Bis
her war es nicht möglich, zu prüfen, ob ein Ventil mit Dichtflüssig
keit aktiviert ist. Es wurde zwar schon vorgeschlagen, das Vorhan
densein von Dichtmittel in einem Ventil optisch mit Hilfe einer
Fotozelle festzustellen, die Ergebnisse waren jedoch nicht zu
friedenstellend.
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des
Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß auf einfache Weise und mit hoher
Sicherheit das Vorhandensein von Dichtmittel in einem Verpackungsbe
hälter-Überdruckventil überprüft werden kann. In Auswertung des
Prüfergebnisses können dann nicht mit Dichtmittel ausgestattete
Ventile von einer Verwendung ausgeschlossen werden.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vor
teilhafte Weiterbildungen des im Anspruch 1 angegebenen Verfahrens
möglich. Besonders einfach ist es, jeweils nur eine geringe Menge
von Dichtmittel zu erwärmen, und dies unmittelbar vor dem Übertragen
auf ein Ventil. Eine besonders einfache und sichere Prüfung des Vor
handenseins von Dichtmittel in einem Ventil ergibt sich, wenn ge
zielt die Auftragsstelle von Dichtmittel im Ventil überwacht wird,
was mit einem Infrarotsensor durchgeführt werden kann. Bei einer
Vorrichtung zum Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei
der das Dichtmittel mit einer Düse zugeführt wird, ist es besonders
vorteilhaft, wenn die Düse mit einem Heizkörper wärmeleitend ver
bunden ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung sind anhand eines
Ausführungsbeispiels in der Zeichnung dargestellt, die eine Vor
richtung zum Einbringen von Dichtmittel in Ventile und zum Über
prüfen des Vorhandenseins von Dichtmittel in Ventilen zeigt, und
werden im folgenden näher beschrieben.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden Überdruckventile 1 für
Verpackungsbehälter mit einem flüssigen Dichtmittel, beispielsweise
Silikonöl, abgedichtet. Solche Ventile 1, die beispielsweise in der
EP-B-23 703 beschrieben sind, können im wesentlichen aus einer ein
Loch 3 aufweisenden steifen Basisplatte 2 und einer die Basisplatte
und deren zentrales Loch überdeckenden flexiblen Deckfolie 4 be
stehen, welche in zwei parallelen Randzonen einen mittleren Ventil
kanal 5 begrenzend mit der Basisplatte 2 verklebt ist. Das Dicht
mittel wird in den Ventilkanal 5 beispielsweise nach der EP-B-12 874
durch Auftragen auf ein äußeres Ende am Rand des Ventils 1 oder auf
ein inneres Ende im Bereich des Loches 3 der Basisplatte in Form
eines Tropfens 6 aufgetragen, von wo es durch Kapillarwirkung in den
Kanal 5 einzieht. Das Ausstatten solcher Ventile 1 mit Dichtmittel
wird vorzugsweise vor oder nach dem Verbinden eines Ventils mit
einem Verpackungsbehälter vorgenommen. Abweichend zum Auftragen von
Dichtmittel auf ein Ende des Ventilkanals 5 ist es auch möglich, das
Dichtmittel durch eine in den Ventilkanal eingeführte dünne Düse
direkt einzuführen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden Ventile 1 in einer
Reihe an einem Tragerstreifen 7 haftend angeliefert, in dieser An
ordnung mit einem Dichtmittel ausgestattet, darauf vom Träger
streifen 7 an einer Umlenkkante 11 des Trägerstreifens 7 abgeschalt
und mittels eines Saugstempels 12 auf einen Verpackungsbehälter
übertragen. Der Trägerstreifen 7, der in Deckung mit jeweils einem
Loch 3 der Basisplatte 2 jedes Ventils 1 Durchbrüche 8 hat, wird in
waagrechter Ebene schrittweise zugeführt, wobei die Ventile 1 an
seiner Unterseite angeordnet sind, so daß die inneren Enden des
Ventilkanals 5 durch den Durchbruch 8 und das Loch 3 in der Basis
platte 2 von oben her zugänglich sind und die Deckfolie 4 einen
Boden bildet.
An einer Station an der Zuführstrecke des Trägerstreifens 7 ist eine
Dichtmittelabgabeeinrichtung 20 angeordnet, welche eine nach unten
gerichtete, knapp oberhalb des Trägerstreifens 7 im Bereich eines
Durchbruchs 8 endende Düse 21 in Form einer Hohlnadel hat. Vorzugs
weise endet die Düse 21 nicht zentral, sondern nahe dem Rand des
Durchbruchs 8 des Trägerstreifens 7 bzw. des Loches 3 in der Basis
platte 2 eines Ventils 1, so daß ein von der Düse 21 abgegebener
Dichtmitteltropfen 6 beim Absetzen durch den Durchbruch 8 und das
Loch 3 auf der Deckfolie 4 eines Ventils 1 wenigstens teilweise mit
dem ein Ende des Ventilkanals 5 begrenzenden Rand des Loches 3 der
Basisplatte 2 in Berührung kommt. Dazu kann es sinnvoll sein, den
Trägerstreifen 7 in Schräglage zuzuführen, so daß der auf der dann
ebenfalls schrägliegenden Deckfolie 4 abgelegte Tropfen 6 zum Rand
des Lochs 3 der Basisplatte 2 fließt und von dort in den Ventilkanal
5 bzw. dessen Teile einzieht.
Zum Dosieren der erforderlichen Menge des Dichtmittels mit einem
Volumen von etwa 4 bis 6 mm3 ist mit der Düse 21 eine Dosierein
richtung 30 und ein Vorratsbehälter 31 für Dichtmittel verbunden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die Dosierein
richtung 30 aus einem den unter geringem Überdruck stehenden Vor
ratsbehälter 31 mit der Düse 21 verbindenden flexiblen Schlauch 32
und einem den Schlauch 32 gegen einen festen Anschlag 33 drückenden
Klemmbacken 34, der taktweise vom Anschlag 33 weggezogen wird. Beim
kurzzeitigen Zurückziehen des Klemmbackens 34 fließt jeweils eine
kleine Dichtmittelmenge im Schlauch 32 zur Düse 21, an deren unterem
Ende sie als Tropfen 6 austritt und vom bereitgestellten Ventil 1
aufgenommen wird.
Zum Prüfen, ob in jedem Ventil 1 eine Dichtmittelmenge eingeführt
worden ist, ist auf der der Dichtmittelabgabeeinrichtung 20 folgen
den Station eine Überwachungsvorrichtung 40 angeordnet. Diese weist
einen Wärmesensor 41 auf, der auf eine Temperatur-Differenz zwischen
einer angepeilten Stelle und deren Umgebung anspricht. Die Über
wachungsvorrichtung 40 ist ebenfalls wie die Druckmittelabgabeein
richtung 20 oberhalb der Zuführebene des Trägerstreifens 7 ange
ordnet und ihr Wärmesensor 41 auf die Stelle des Trägerstreifens 7
bzw. des Ventils 1 gerichtet, auf die zuvor von der Düse 21 ein
Dichtmitteltropfen 6 abgelagert worden ist.
Damit beim Vorhandensein von Dichtmittel in einem Ventil 1 die Über
wachungsvorrichtung 40 anspricht, wird das Dichtmittel mit einer
gegenüber der Umgebungstemperatur erhöhten Temperatur an die Ventile
1 abgegeben. Dazu ist die metallische Düse 21 in einem Vorsprung 23
eines Heizkörpers 22 wärmeleitend aufgenommen, in dem eine tempera
turgeregelte elektrische Heizpatrone 24 sitzt. Vom Heizkörper 22
wird die Düse 21 so erwärmt, daß die darin befindliche kleine Dicht
mittelmenge auf eine Temperatur im Bereich von 40 bis 100°C, vor
zugsweise 60 bis 80°C, erhitzt wird. Durch diese Anordnung wird
erreicht, daß jeweils nur eine geringe Menge Dichtmittel auf einer
gegenüber der Umgebungstemperatur und den zugeführten Ventilen 1
erhöhten Temperatur erwärmt ist und daß das Dichtmittel erst kurz
vor dem Einführen in ein Ventil 1 erwärmt wird.
Stellt die Überwachungsvorrichtung 40 bei dem jeweils zu einem be
stimmten Zeitpunkt in ihren Tastbereich zugeführten Ventil 1 eine
Temperaturdifferenz fest, bedeutet dies, daß in dem überwachten
Ventil 1 Dichtmittel vorhanden ist, und daß dieses Ventil 1 mit
einem Verpackungsbehälter verbunden werden kann. Stellt dagegen die
Überwachungsvorrichtung 40 keine Temperaturdifferenz fest, steuert
sie die Übergabevorrichtung mit dem Stempel 12 so, daß das be
treffende Ventil 1, wenn es in den Bereich der Übergabevorrichtung
gelangt ist, vom Stempel 12 wohl übernommen, dann aber nicht an
einem Verpackungsbehälter befestigt, sondern ausgeschieden wird.
Die Überwachungsvorrichtung 40, die vorzugsweise aus einem In
frarot-Temperatur-Differenz-Meßgerät besteht, kann, wie in dem Aus
führungsbeispiel dargestellt, auf der Seite der Ventile angeordnet
sein, auf der das Dichtmittel zugeführt wird, es kann aber auch auf
der gegenüberliegenden Seite angeordnet sein, so daß es nicht un
mittelbar das aufgetragene Dichtmittel, sondern die dünne Deckfolie
der Stelle tastet, an der das Dichtmittel aufgetragen worden ist.
Claims (6)
1. Verfahren zum Abdichten eines Verpackungsbehälter-Überdruckven
tils mit einem flüssigen Dichtmittel, das zwischen den Dichtflächen
der Ventilglieder angeordnet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das
flüssige Dichtmittel mit einer gegenüber der Umgebungstemperatur
erhöhten Temperatur in das Ventil (1) eingeführt wird, und daß daran
anschließend das Ventil (1) auf eine gegenüber der Umgebungstempera
tur erhöhte Temperatur überwacht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Dicht
mittel unmittelbar vor dem Einführen in das Ventil (1) erwärmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dicht
mittel auf eine Temperatur im Bereich von 40 bis 100°C erwärmt
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Temperatur des Ventils (1) mit einem auf die
Dichtmittel-Auftragstelle gerichteten Infrarotsensor (41) überwacht
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß mehrere Ventile (1) in einer Reihe auf einem Träger
streifen (7) haftend schrittweise zugeführt, nacheinander mit einem
erwärmten Dichtmittel ausgestattet, auf erhöhte Temperatur überprüft
und Ventile, bei denen eine Temperaturdifferenz festgestellt wird,
auf Verpackungsbehälter übertragen werden, dagegen Ventile, bei
denen keine Temperaturdifferenz festgestellt wird, ausgeschieden
werden.
6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem der An
sprüche 1 bis 3 mit einer Düse zum Einbringen jeweils eines Tropfens
eines flüssigen Dichtmittels in ein Ventil, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (21) wärmeleitend mit einem Heizkörper (22) verbunden
ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |