DE4007294A1 - Verfahren und vorrichtung zur markierung eines films in einem roentgenapparat - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur markierung eines films in einem roentgenapparatInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Markieren eines
Röntgenfilms gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ferner
eine Vorrichtung zur Markierung eines Röntgenfilms gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 4.
Es ist bekannt, die auf einen Film aufzuzeichnenden Informa
tionen, wie beispielsweise die Personalien eines Patienten,
wichtige Informationen zur Diagnose, die Art des Aufnahmever
fahrens und Hinweise zur Registration, manuell oder mit Hilfe
einer separaten Vorrichtung auszuführen, die speziell für diese
Aufgabe konstruiert ist. Wird die Markierung manuell vorge
nommen, so wird die notwendige Information beispielsweise auf
einen Klebestreifen geschrieben, der nach der Aufnahme auf den
Film geklebt wird. Die Markierung kann ebenfalls derart er
folgen, daß auf die Oberfläche einer Filmkassette ein Bleiband
geklebt ist, auf das die notwendigen Informationen für die Rönt
genaufnahme geschrieben sind. Der auf das Bleiband geschriebene
Text wird während des Aufnahmeverfahrens auf den Röntgenfilm
projeziert und während der Filmentwicklung sichtbar. Nachteilig
ist bei diesen bekannten manuellen Markierungsverfahren, daß sie
zeitintensiv sind und eine relativ hohe Fehlerrate aufweisen.
Bei einer anderen aus dem Stand der Technik bekannten separaten
Markierungsvorrichtung werden die Informationen zuerst auf ein
Stück Papier geschrieben und anschließend auf einen belichteten,
noch nicht entwickelten Röntgenfilm mittels eines in der Markie
rungsvorrichtung integrierten Fotoprojektors projeziert. Die auf
dem Film versteckt markierten Informationen können während des
Entwicklungsvorgangs des Films sichtbar gemacht werden. Diese
Markierungsvorrichtung wird in einer Dunkelkammer in Verbindung
mit anderen Vorrichtungen zur Entwicklung von Filmen benutzt.
Hierdurch ist es möglich, daß die Informationen untereinander
vertauscht werden, wenn das Schreiben und das Markieren der In
formationen an verschiedenen Orten stattfindet.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Aufzeichnung von patientenbezogenen und anderen notwendigen
Daten bei Röntgenaufnahmen auf einem bestimmten Teil eines Films
in der Art zu schaffen, daß die Nachteile der oben beschriebenen
Aufzeichnungsmethoden vermieden werden.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Verfahren
vorgeschlagen, bei dem die Markierungsvorrichtung Markiermittel
aufweist, die zur Markierung des Films in Kontakt mit dem Film
gebracht werden und bei dem eine vertikale Erstreckung alphanu
merischer Zeichen der Markierungen durch individuelle Steuerung
der Bewegung eines jeden Markiermittels in der Markierungsvor
richtung erreicht wird.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die Markierungsvorrichtung Markiermittel und Einrichtungen
aufweist, mit denen die Markiermittel zur Markierung des Films
mit diesem in Kontakt gebracht werden, und daß die Vorrichtung
Antriebsmittel aufweist, mit denen die Markierungsvorrichtung in
Längsrichtung des Schlitzes einer Filmkassette bewegbar ist.
Die durch das erfindungsgemäße Verfahren und durch die erfin
dungsgemäße Vorrichtung erzielten Vorteile bestehen beispiels
weise darin, daß die Markierung in Verbindung mit der Aufnahme
gemacht werden kann, zum Beispiel direkt nach der Aufnahme. Ein
weiterer Vorteil ist die einfache Konstruktion der Vorrichtung
und die Möglichkeit, die Vorrichtung und das Verfahren auch bei
Dentalaufnahmeapparaten anzuwenden, in denen ein Film während der
Aufnahme relativ zu den Röntgenstrahlen bewegt wird. Ferner
können die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren bei normalen Radioskopieapparaten angewendet werden,
bei denen ein Film während der Aufnahme nicht bewegt wird.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in
welcher eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung dargestellt ist. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1a eine mit einer Markierungsvorrichtung ausgestattete
Filmkassette in Vorderansicht,
Fig. 1b die Filmkassette gemäß Fig. 1a in einer Draufsicht,
Fig. 1c die Filmkassette gemäß den Fig. 1a und 1b in einer
Seitenansicht,
Fig. 2a eine Markierungsvorrichtung in einer detailiert darge
stellten, geschnittenen Draufsicht,
Fig. 2b die Markierungsvorrichtung gemäß Fig. 2a in einer
Seitenansicht und
Fig. 3 eine mit einer Markierungsvorrichtung hergestellte
Markierung.
Wie in den Fig. 1a bis 1c dargestellt ist, weist eine erfin
dungsgemäße Markierungsvorrichtung ein Schlittenteil 7 auf, das
mit einer Markiereinheit, wie beispielsweise einem
Thermo-Schreibkopf 2 verbunden ist. Das Schlittenteil 7 ist so
angeordnet, daß es in einem länglichen Schlitz 3 in einer
Filmkassette 1 bewegt werden kann. Diese Bewegung wird mittels
einer Gewindestange 9, die von einem Motor 8 gedreht wird, und
mittels einer gabelartigen Mutter 10 ausgeführt, die auf die
Gewindestange 9 aufgeschraubt ist. Die gabelartige Mutter 10 ist
an dem Schlittenteil 7 befestigt.
Das Schlittenteil 7 weist weiterhin einen Verschluß 5 auf, der
die Belichtung der Filmoberfläche im Schlitz 3 verhindert. Der
Verschluß 5 läuft innerhalb der Filmkassette 1 um und wird über
Rollen 4 geführt.
Wie aus den Fig. 2a bis 2b zu entnehmen ist, ist das
Schlittenteil 7 im Schlitz 3 mit einem separaten, angeflanschten
Teil 7a verbunden, das innerhalb der Filmkassette 1 angeordnet
ist und beispielsweise mit Schrauben, Nietverbindungen etc. an
dem Schlittenteil 7 befestigt ist.
Der als Markiereinheit dienende Thermo-Schreibkopf 2 weist Wärme
quellen 11 auf, die mit dem Film 6 in Kontakt gebracht werden
können, beispielsweise durch eine Feder 12, die Druck auf den
Thermo-Schreibkopf 2 ausübt. Die Aufheizung der Wärmequellen 11
kann beispielsweise durch ein separates Verbindungsteil 13 ausge
führt werden, welches Kontaktstifte 14 und an den Kontaktstiften
14 angeordnete Federelemente 16 aufweist. Ist das Verbindungsteil
13 in seiner Position am Schlittenteil 7 befestigt, können die
Federelemente 16 die Kontaktstifte 14 mit einem korrespondieren
den Kontaktstift 15 in Kontakt bringen, der an dem Schlittenteil
7 angeordnet ist. Ferner weisen alle Kontaktstifte 15 jeweils
eine eigene Leitung 17 auf, mit der sie an einer korrespondieren
den Wärmequelle 11 angeschlossen sind. Die Erwärmung jeder
einzelnen Wärmequelle 11 kann beispielsweise in der Art erfolgen,
daß der Kontakt eines jeden Kontaktstifts 14 mit dem
korrespondierenden Kontakt 15 einzeln gesteuert wird. Die
Erwärmung kann weiterhin in der Art erfolgen, daß jeder
Kontaktstift 14 kontinuierlich mit einem korrespondierenden
Kontakt 15 in Verbindung steht und daß jede Leitung 17 eine
einzelne Ein/Ausschaltung aufweist, mit der die Spannungseingabe
zu jeder Wärmequelle 11 gesteuert wird. Die Steuerung kann auch
in der Art erfolgen, daß jeder Kontaktstift 14 über eine eigene
Verbindungsleitung mit einer nicht dargestellten Energiequelle
verbunden ist, wobei die Ein/Ausschaltungen für die
Spannungseingabe direkt an der entsprechenden Spannungsquelle an
geordnet sein können. Es ist erkennbar, daß diese Schaltungsan
ordnungen durch eine Vielzahl anderer Alternativen ersetzt werden
können, die dem Fachmann bekannt sind.
Die Markiereinheit 2 kann alternativ als eine mechanische
Vorrichtung gestaltet sein, die Stanzwerkzeuge aufweist, welche
den Röntgenfilm mit einer gewünschten Lochung markieren. In
diesem Fall weist jedes Stanzwerkzeug eine separate Steuerein
richtung auf, mit der die Stanzwerkzeuge in einer rechtwinklig
zum Röntgenfilm 6 angeordneten Richtung bewegt werden.
Die zeitliche Steuerung der Markiermittel in einer Markiereinheit
und die Steuerung der vertikalen und horizontalen Erstreckungen
der Markierungen werden vorzugsweise mit einem Mikrocomputer ge
steuert. Die Eingabe der patientenbezogenen Informationen kann
beispielsweise über einen externen Drucker erfolgen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die patientenbezogenen
Informationen und andere wichtige Daten in dem Speicher eines
Mikrocomputers gespeichert, beispielsweise mittels eines
externen Druckers, worauf anschließend die Markierung eines
Films von dem Mikrocomputer gesteuert wird, beispielsweise nach
der Aufnahme, wobei die aufnahmebezogenen Parameter, falls not
wendig gleich mit auf dem Film aufgezeichnet werden können. Die
Markierungen können beispielsweise in Form einer 5×7 Matrix
ausgeführt sein, wie der Buchstabe F, der in Fig. 3 dargestellt
ist. Die Erstreckung der Markierung in Textrichtung wird durch
den Motor 8 und die hier von angetriebene Gewindestange 9 und die
gabelartige Mutter 10 bewirkt, während die vertikale Erstreckung
der Markierung durch eine entsprechende An-Aussteuerung der
Markiermittel erzielt wird.
Bezugszeichenliste
1 Filmkassette
2 Thermo-Schreibkopf
3 Schlitz
4 Rollen
5 Verschluß
6 Film
7 Schlittenteil
7a Schlittenteil
8 Motor
9 Gewindestange
10 Mutter
11 Wärmequelle
12 Schraubenfeder
13 Verbindungsteil
14 Kontaktstift
15 Kontakt
16 Federelemente
17 Leitung
2 Thermo-Schreibkopf
3 Schlitz
4 Rollen
5 Verschluß
6 Film
7 Schlittenteil
7a Schlittenteil
8 Motor
9 Gewindestange
10 Mutter
11 Wärmequelle
12 Schraubenfeder
13 Verbindungsteil
14 Kontaktstift
15 Kontakt
16 Federelemente
17 Leitung
Claims (12)
1. Verfahren zur Aufzeichnung von patientenbezogenen und anderen
notwendigen Daten bei Röntgenaufnahmen auf einem Teil eines
Films (6) mit einer Markierungsvorrichtung, die relativ zum
Film (6) bewegbar ist, bei dem Markierungen unsichtbar in der
Art auf dem Film (6) angebracht werden, daß die Markierungen
bei einer Entwicklung des Films (6) sichtbar werden, und bei
dem lineare Erstreckungen einer Markierung durch eine relative
Bewegung zwischen der Markierungsvorrichtung und dem Film (6)
ausgeführt werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Markierungsvorrichtung Markiermittel (11) aufweist,
die zur Markierung des Films (6) mit dem Film (6) in Kontakt
gebracht werden und daß die vertikale Erstreckung alphanume
rische Zeichen der Markierungen durch individuelle Steuerung
der Bewegung eines jeden Markiermittels (11) in der Markie
rungsvorrichtung ausgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Markierungsvorrichtung, die einen Thermo-Schreibkopf (2) auf
weist, die vertikale Erstreckung alphanumerischer Zeichen
einer Markierung mittels einer geeigneten Einschaltsteuerung
einer mit einer Wärmequelle (11) versehenen Heizung des
Thermo-Schreibkopfs (2) ausführt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in
der Markierungsvorrichtung angeordneten Markiermittel
mechanische Druckstempel aufweisen.
4. Vorrichtung zur Aufzeichnung patientenbezogener und anderer
notwendiger Daten bei Röntgenaufnahmen auf einem Teil eines
Films (6), mit einer Markierungsvorrichtung und einem Schlit
tenteil (7, 7a) das relativ zum Film in einem in einer Film
kassette (1) angeordneten länglichen Schlitz (3) bewegbar ist,
und einen Verschluß (5) zur Abdeckung des Schlitzes (3) auf
weist, dadurch gekennzeichet, daß die Markierungsvorrichtung
Markiermittel (11) und Einrichtungen aufweist, mit denen die
Markiermittel (11) zur Markierung des Films (6) mit diesem in
Kontakt gebracht werden und daß die Vorrichtung Antriebsmittel
(8, 9, 10) aufweist, mit denen die Markierungsvorrichtung in
Längsrichtung des Schlitzes (3) der Filmkassette (1) bewegbar
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Markierungsvorrichtung einen Thermo-Schreibkopf (2) mit Wärme
quellen (11) aufweist, der an Mitteln zur Beheizung
(13, 14, 15, 16, 17) jeder gewünschen Wärmequelle (11) in jeder
Position des Thermo-Schreibkopfes (2) befestigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen, mit denen die Wärmequellen (11) in Kontakt mit
dem Film (6) gebracht werden, eine Schraubenfeder (12) auf
weisen, die den Thermo-Schreibkopf (2) relativ zum Schlitten
teil (7) in Richtung des Films (6) schiebt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Mittel zur Beheizung jeder gewünschten Wärmequelle (11) ein
Verbindungsteil (13) mit Kontaktstiften (14) aufweisen, das an
eine Stromquelle angeschlossen ist und daß die Kontaktstifte
(14) mit Kontakten (15) verbindbar sind, so daß über an die
Kontakte (15) angeschlossene Leitungen (17) Strom zu den ge
wünschten Wärmequellen (11) geführt werden kann.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Kontaktstift (14) einzeln ansteuerbar und mit einem Kontakt
(15) verbindbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder
Kontaktstift (14) über das an dem Schlittenteil (7) angeord
nete Verbindungsteil (13) mit einem Kontakt (15) verbunden ist
und daß jeder Kontaktstift (14) eine eigene Stromversor
gungsleitung aufweist und daß die Steuerung der Beheizung der
Wärmequellen (11) durch die Steuerung der Stromzuführung von
einer Stromquelle zu den verschiedenen Kontaktstiften (14) er
folgt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Markierungsvorrichtung (2) mechanische Druckstempel aufweist,
die den Film (6) mittels Lochung markieren.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Antriebsmittel zur Bewegung der Markierungs
vorrichtung (2) in Richtung des Schlitzes (3) relativ zum Film
(6) einen Motor (8), eine Gewindestange (9), die an dem Motor
(8) befestigt ist, von diesem gedreht wird und sich in
Richtung der Längsachse des Schlitzes (3) erstreckt, und eine
gabelförmige Mutter (10) aufweisen, die entlang der axialen
Richtung der Gewindestange (9) bewegbar und an dem Schlitten
teil (7) befestigt ist, wobei sich mit der längs der Achse be
wegbaren Mutter (10) das Schlittenteil (7) gemeinsam mit der
daran befestigten Markierungsvorrichtung (2) entlang dem
Schlitz (3) bewegt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich der Schlitz (3) quer zur Längsrichtung der
Filmkassette (1) erstreckt.
Applications Claiming Priority (1)
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