DE4006074C2 - Verfahren zum Austausch von Signalisierungsdaten innerhalb eines Kommunikations-Endgerätes - Google Patents
Verfahren zum Austausch von Signalisierungsdaten innerhalb eines Kommunikations-EndgerätesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Austausch von
Signalisierungsdaten innerhalb eines Kommunikations-
Endgerätes nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Es ist bekannt, für den Austausch von Informationen
zwischen den Steuerungsteilen eines Kommunikations-
Endgerätes Bussysteme einzusetzen. So ist beispiels
weise in den TN-Nachrichten von 1987, Heft 91 auf
Seite 6 die Grundstruktur eines Digitalterminals dar
gestellt, wo ein sog. I2C-Bus angewendet wird, um
Steuereinrichtungen, Bedienungselemente und Anzeige
einrichtungen miteinander zu verbinden. Über diesen
I2C-Bus findet der gesamte Datenaustausch zwischen
allen daran angeschlossenen Teilen des Endgerätes
statt. Es handelt sich dabei um einen seriellen Da
tenaustausch zwischen den Sendern und Empfängern der
einzelnen Blöcke, die an diesen Bus angeschlossen sind.
Da der I2C-Bus nur eine geringe Reichweite hat, ist
er nur für Funktionen geeignet, die in nahe beieinan
derliegenden Baugruppen oder Baugruppenteilen ausge
führt werden.
Außerdem müssen innerhalb eines Kommunikations-Endgerätes
für die von der Anschlußleitung kommenden und die dort
hin zu sendenden Nutz- und Signalisierungsdaten Leitungs
wege vorhanden sein. Dies trifft insbesondere für Endge
räte zu, welche für mehrere Funktionen oder Kommunikations
arten ausgelegt sind. Das Blockschaltbild eines derartigen
sog. Multikommunikationsterminals ist in den TN-Nachrich
ten von 1986, Heft 89 auf Seite 24 abgebildet. Dort ist
zu erkennen, daß die Nutzdaten B + B und die Signalisie
rungsdaten D auf jeweils getrennten Wegen den einzelnen
Komponenten des für mehrere Funktionen ausgelegten End
gerätes angeboten werden, welche diese Daten intern ver
arbeiten oder an eine Schnittstelle weitergeben. In um
gekehrter Richtung müssen die zur Anschlußleitung zu sen
denden Daten von den einzelnen Komponenten zu den mit der
Anschlußleitung in Verbindung stehenden Einheiten, z. B.
DAE und KS gegeben werden. Außerdem sind noch direkte
Steuerleitungen zwischen diesen Einheiten und den übrigen
Steuereinrichtungen erforderlich. Diese Steuerleitungen
können wegen der erforderlichen Reichweite nicht als I2C-
Bus ausgeführt werden. Die Aufgabe der Erfindung besteht
darin, ein Verfahren zum Austausch von Signalisierungs
daten innerhalb eines Kommunikations-Endgerätes anzugeben,
womit die vorhandenen Nutzdaten und Signalisierungskanäle
für den internen Datenaustausch zwischen den für verschie
dene Kommunikationsarten zuständigen Komponenten eines
Kommunikations-Endgerätes so genutzt werden können, daß
zusätzliche Steuerleitungen einzusparen sind.
Für die Lösung dieser Aufgabe ist eine Merkmalskombina
tion vorgesehen, wie sie im Patentanspruch 1 angegeben
ist.
Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht,
daß für den internen Austausch von Signalisierungs-
und Steuerdaten zwischen den einzelnen Komponenten
eines für mehrere Kommunikationsarten ausgelegten
Endgerätes die gleichen Wege verwendet werden kön
nen, wie für Daten, die über die Anschlußleitung
auszutauschen sind. Die dafür bisher notwendigen
zusätzlichen Leitungen und die dafür erforderlichen
Sende- und Empfangseinrichtungen können entfallen.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Weiterbil
dungen der Erfindung angegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfol
gend anhand von Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 das Blockschaltbild eines aus meh
reren Komponenten für verschiedene
Kommunikationsarten bestehenden End
geräte
Fig. 2 das Prinzip eines Paketes von Sig
nalisierungsdaten.
In der Fig. 1 ist dargestellt, wie eine Anschlußlei
tung AL einer digitalen Vermittlungsanlage, die bei
spielsweise ein Teil des Dienste integrierenden Digi
talnetzes ISDN ist, an einer Netzabschlußeinrichtung
NT endet, die mit einer digitalen Anschlußeinheit DAE
verbunden ist. Um zu verhindern, daß Signalisierungs
daten, die nur für den internen Datenaustausch inner
halb des Kommunikationsendgerätes KE bestimmt sind,
auf die Anschlußleitung gelangen, ist unmittelbar an
die digitale Anschlußeinheit DAE eine besondere Em
pfangseinrichtung EE angeschlossen. Von dort aus ist
das interne Leitungsnetz IL zu allen Komponenten K1-Kn
geführt, die jeweils für bestimmte Kommunikationsarten,
bzw. Dienste zuständig sind, wie sie beispielsweise im
Dienste integrierenden Digitalnetz ISDN vorgesehen sind.
Auf diesem Weg gelangen alle Informationen, die zwischen
der Anschlußleitung AL und den einzelnen Komponenten
K1-Kn des Kommunikationsendgerätes KE auszutauschen
sind, an die jeweils adressierten Einrichtungen.
Wie in Fig. 1 angedeutet ist, kann eine der Komponenten
K1 ein Fernsprechendgerät FE verkörpern. Eine andere
Komponente K2 kann für eine externe Schnittstelle ESS
vorgesehen sein. Für den Anschluß eines Druckers DR
oder einer ähnlichen Wiedergabeeinrichtung ist bei
spielsweise eine weitere Komponente K3 zuständig.
Schließlich ist noch eine Komponente Kn dargestellt,
woran für Bildübertragung eine Fernsehkamera FK und
ein Bildschirm BS angeschlossen sind.
Auf dem internen Leitungsnetz IL werden die Nutzdaten
und auch die Signalisierungsdaten in gleicher Weise
übertragen, wie dies auf der Anschlußleitung AL der
Fall ist. Es existieren also Nutzdatenkanäle B und
mindestens ein Signalisierungskanal D. Diese Kanäle
werden nach den gleichen Bedingungen und nach glei
chen Protokollen auch dann benutzt, wenn innerhalb
des Kommunikations-Endgerätes Signalisierungsdaten
auszutauschen sind. In diesem Fall wird jedoch von
der Sendeeinrichtung der jeweils sendenden Komponen
te K1-Kn eine besondere Kennung IK der Nachricht
hinzugefügt. Diese Internkennung IK kann beispiels
weise aus einem besonderen Bitmuster, bzw. einem Byte
bestehen, welches anderweitig nicht benutzt wird. In
der Fig. 2 ist angedeutet, daß dieses Byte beispiels
weise im sog. Protokolldiskriminator PD angeordnet
sein kann. Es kann jedoch auch als sog. Message-Type
MT aufgefaßt werden. Die Internkennung IK muß inner
halb des Signalisierungswortes so angeordnet sein, daß
bestehende Protokolle unverändert beibehalten werden
können und keine Regelung und/oder Norm verletzt wird.
Funktionen oder Transaktionen, die einer Nachricht zu
geordnet sind, wie dies bei der sog. Call Reference
CR der Fall ist, können auch bei einer internen Signa
lisierung beibehalten werden, wenn gleiche Bedeutungen
vorliegen. Die Internkennung IK wird von der besonde
ren Empfangseinrichtung EE erkannt, weshalb in der
Fig. 1 eine Decodierung Dec angedeutet ist. Beim Vor
liegen der Internkennung IK wird ein hier als Kontakt
dargestellter Schalter geöffnet, so daß gewährleistet
ist, daß die betreffende Information nicht zur Anschluß
leitung AL gelangen kann. An Stelle eines Schalters
kann, auch ein Gatter vorgesehen sein, welches gesperrt
ist, wenn die Internkennung IK vorliegt. Alle Infor
mationen, die keine Internkennung enthalten, können
ungehindert die besondere Empfangseinrichtung EE durch
laufen. Damit kann von einer Komponente K1-Kn aus
die digitale Anschlußeinheit DAE direkt adressiert wer
den, so daß Nachrichten direkt auf die Anschlußleitung
AL gelangen können. In umgekehrter Richtung ist die
Empfangseinrichtung EE nicht aktiv, weil keine Intern
kennung IK vorhanden sein kann, so daß von der An
schlußleitung kommende Daten direkt zu den einzelnen
Komponenten K1-Kn durchgeschaltet werden.
Claims (4)
1. Verfahren zum Austausch von Signalisierungsdaten
innerhalb eines Kommunikations-Endgerätes, welches
für mehrere Kommunikationsarten ausgelegt ist und
über eine genormte Schnittstelle sowie über eine
digital betriebene Anschlußleitung mit einer digi
talen Vermittlungsstelle verbunden ist, wobei Nutz
daten und Signalisierungsdaten nach einem genorm
ten Verfahren für mehrere Kommunikationsarten ge
sendet und empfangen werden,
dadurch gekennzeichnet,
daß für den Austausch von internen Signalisierungs informationen zwischen den einzelnen Komponenten (K1-Kn) des Kommunikations-Endgerätes (KE) der für die Signalisierung auf der Anschlußleitung (AL) vorhandene Signalisierungskanal (D) mit genormten Protokoll (D-Kanal- Protokoll) benutzt wird,
wobei alle nur für die interne Signalisierung be stimmten Informationen von den jeweils sendenden Komponenten (K1-Kn) mit einer besonderen Kennung (IK) versehen werden, welche im genormten D-Kanal- Protokoll bei Signalisierungen über die Anschluß leitung (AL) nicht benutzt wird,
und daß an dem zur Anschlußleitung (AL) führenden Abschnitt des internen Leitungsnetzes (IL) eine besondere Empfangseinrichtung (EE) angeordnet ist, welche diese besondere Kennung (IK) auswertet und bei deren Vorliegen eine Weitergabe von Information zur Anschlußleitung (AL) hin verhindert.
daß für den Austausch von internen Signalisierungs informationen zwischen den einzelnen Komponenten (K1-Kn) des Kommunikations-Endgerätes (KE) der für die Signalisierung auf der Anschlußleitung (AL) vorhandene Signalisierungskanal (D) mit genormten Protokoll (D-Kanal- Protokoll) benutzt wird,
wobei alle nur für die interne Signalisierung be stimmten Informationen von den jeweils sendenden Komponenten (K1-Kn) mit einer besonderen Kennung (IK) versehen werden, welche im genormten D-Kanal- Protokoll bei Signalisierungen über die Anschluß leitung (AL) nicht benutzt wird,
und daß an dem zur Anschlußleitung (AL) führenden Abschnitt des internen Leitungsnetzes (IL) eine besondere Empfangseinrichtung (EE) angeordnet ist, welche diese besondere Kennung (IK) auswertet und bei deren Vorliegen eine Weitergabe von Information zur Anschlußleitung (AL) hin verhindert.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Empfangseinrichtung (EE) für das Erkennen
interner Signalisierung einer digitalen Anschluß
einheit (DAE) vorgeschaltet ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Empfangseinrichtung (EE) für das Erkennen
interner Signalisierung in eine digitale Anschluß
einheit (DAE) integriert ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die besondere Kennung (IK) zusammen mit der
Adresse der empfangenden Komponente (K1-Kn) in
einem Steuerwort enthalten ist, welches der inter
nen Signalisierungsmeldung im D-Kanal vorangestellt
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006074 DE4006074C2 (de) | 1990-02-27 | 1990-02-27 | Verfahren zum Austausch von Signalisierungsdaten innerhalb eines Kommunikations-Endgerätes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904006074 DE4006074C2 (de) | 1990-02-27 | 1990-02-27 | Verfahren zum Austausch von Signalisierungsdaten innerhalb eines Kommunikations-Endgerätes |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4006074A1 DE4006074A1 (de) | 1991-08-29 |
| DE4006074C2 true DE4006074C2 (de) | 1998-11-19 |
Family
ID=6401021
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904006074 Expired - Fee Related DE4006074C2 (de) | 1990-02-27 | 1990-02-27 | Verfahren zum Austausch von Signalisierungsdaten innerhalb eines Kommunikations-Endgerätes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4006074C2 (de) |
-
1990
- 1990-02-27 DE DE19904006074 patent/DE4006074C2/de not_active Expired - Fee Related
Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| O. Krämer, K.H. Moses, TN-Terminals im neuen Design, in: TN-Nachrichten 1987, Heft 91, S. 3-14 * |
| W.D. Hauß, K. Wegener, Neue ISDN-Endgeräte, in: TN-Nachrichten 1986, Heft 89, S. 19-27 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4006074A1 (de) | 1991-08-29 |
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