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DE4005338A1 - Verwendung von strontium- und/oder bariumacetylacetonaten als katalysatoren fuer die ethoxylierung bzw. propoxylierung von verbindungen mit aktiven h-atomen - Google Patents

Verwendung von strontium- und/oder bariumacetylacetonaten als katalysatoren fuer die ethoxylierung bzw. propoxylierung von verbindungen mit aktiven h-atomen

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Publication number
DE4005338A1
DE4005338A1 DE19904005338 DE4005338A DE4005338A1 DE 4005338 A1 DE4005338 A1 DE 4005338A1 DE 19904005338 DE19904005338 DE 19904005338 DE 4005338 A DE4005338 A DE 4005338A DE 4005338 A1 DE4005338 A1 DE 4005338A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ethoxylation
strontium
catalysts
compounds
active
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19904005338
Other languages
English (en)
Inventor
Ansgar Dr Behler
Uwe Dr Ploog
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DE19904005338 priority Critical patent/DE4005338A1/de
Priority to PCT/EP1991/000270 priority patent/WO1991013051A1/de
Publication of DE4005338A1 publication Critical patent/DE4005338A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C41/00Preparation of ethers; Preparation of compounds having groups, groups or groups
    • C07C41/01Preparation of ethers
    • C07C41/02Preparation of ethers from oxiranes
    • C07C41/03Preparation of ethers from oxiranes by reaction of oxirane rings with hydroxy groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07BGENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
    • C07B41/00Formation or introduction of functional groups containing oxygen
    • C07B41/04Formation or introduction of functional groups containing oxygen of ether, acetal or ketal groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Strontium- und/oder Bariumacetylacetonaten als Katalysatoren für die Ethoxylierung bzw. Propoxylierung von Verbindungen mit aktiven H-Atomen.
Unter Verbindungen mit aktiven H-Atomen im Sinne der Erfindung sind z. B. Fettalkohole, Fettsäuren und Amine zu verstehen, die bei der Ethoxylierung bzw. Propoxylierung nichtionische Detergentien bilden. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Umsetzung von Fettalkoholen mit üblicherweise 10 bis 22 Kohlenstoffatomen mit Ethylenoxid und/oder Propylenoxid in Gegenwart von Katalysatoren, wobei die Fettalkohole mit mehreren Molekülen Ethylenoxid und/oder Propylenoxid rea­ gieren.
Üblicherweise werden für die vorgenannten Alkoxylierungsreak­ tionen alkalische Katalysatoren, z. B. Kaliumhydroxid oder Natriummethylat, eingesetzt. Diese Katalysatoren weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie Gemische von Reaktionsprodukten mit sehr breiter Verteilung der Homologen ergeben. Dabei ist z. B. für Fettalkoholpolyalkoxylate eine enge Bandbreite des Poly­ alkoxylierungsgrades von besonderer Bedeutung, vgl. JAOCS, Vol. 63, 691-695 (1986), und HAPPI, 52-54 (1986). Die sogenannten "narrow-range"-Alkoxylate weisen demnach insbeson­ dere die folgenden Vorteile auf:
  • - niedrige Fließpunkte
  • - höhere Rauchpunkte
  • - weniger Mole Alkoxid zum Erreichen der Wasserlöslichkeit
  • - weniger Hydrotope für das Einbringen in flüssige Universalwaschmittel
  • - ein geringerer, durch Anwesenheit freier (nicht umgesetzter) Fettalkohole bedingter Geruch
  • - Reduzierung des Plumings beim Sprühtrocknen von Waschmittelslurries, die Fettalkoholpolyalkoxylat-Tenside enthalten.
Es ist jedoch möglich, durch geeignete Wahl von Alkoxylie­ rungskatalysatoren die Homologenverteilung in den gebildeten Reaktionsprodukten einzuengen. Hierzu sind bereits eine Anzahl von Katalysatoren beschrieben worden, die sich homogen oder heterogen in den Reaktionsgemischen verteilen lassen. Typische Beispiele für homogen verteilbare Katalysatoren sind Calcium- und Strontiumhydroxide, -alkoxide und -phenoxide (EP-A 00 92 256), Calciumalkoxide (EP-A 00 91 146), Bariumhydroxid (EP-B 01 15 083), basische Magnesiumverbindungen, z. B. Alko­ xide (EP-A 00 82 569), Magnesium- und Calciumfettsäuresalze (EP-A 00 85 167), Erdalkalisalze von Alkoxyhydroxyfettsäuren (DE-A 37 06 047), Erdalkalisalze von Ethercarbonsäuren (DE-A 37 19 968, 38 02 044) und Erdalkalisalze von Maleinsäurehalb­ estern (DE-A 38 12 168). Heterogen wirkende Alkoxylierungska­ talysatoren sind z. B. calcinierte Hydrotalcite (DE-A 38 43 713), Magnesiumoxid, das mit anderen Metallionen modifi­ ziert ist (DE-A 38 39 076), Zirkonium-oxysulfat (US-B 47 27 199) sowie Calciumoxid oder Calciumhydroxid zusammen mit Aluminiumtrialkoxiden in Kombination mit anorganischen Säuren wie Schwefelsäure (US-B 47 75 653).
Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß Strontium- und/oder Bariumacetylacetonate als Katalysatoren für die Ethoxylierung von Fettalkoholen in den Alkoxylierungs­ produkten eine überraschend enge Homologenverteilung ergeben.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind die Verbindungen mit aktiven H-Atomen aus der von Fettsäuren, Hydroxyfettsäuren, Fettsäureamiden, Alkanolen, Alkylphenolen, Polyglykolen, Fettaminen, Fettsäurealkanolamiden oder vicinal hydroxy, alkoxy-substituierten Alkanen gebildeten Gruppe ausgewählt.
Beispiele für erfindungsgemäß alkoxylierbare Verbindungen sind im folgenden aufgeführt.
Fettsäuren
Fettsäuren mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen natürlicher oder synthetischer Herkunft, insbesondere geradkettige, gesättigte oder ungesättigte Fettsäuren einschließlich technischer Gemische derselben, wie sie durch Fettspaltung aus tierischen und/oder pflanzlichen Fetten und Ölen zugänglich sind, z. B. aus Kokosöl, Palmkernöl, Palmöl, Soyaöl, Sonnenblumenöl, Rüböl, Baumwollsaatöl, Fischöl, Rindertalg und Schweine­ schmalz; spezielle Beispiele sind Capryl-, Caprin-, Laurin-, Laurolein-, Myristin-, Myristolein-, Palmitin-, Palmitolein-, Öl-, Elaidin-, Arachin-, Gadolein-, Behen-, Brassidin- und Erucasäure; weiterhin methylverzweigte, gesättigte und unge­ sättigte Fettsäuren mit 10 bis 22 Kohlenstoffatomen, die bei der Dimerisierung von den entsprechenden ungesättigten Fett­ säuren als Nebenprodukte entstehen, und Monocarbonsäuren mit 1 bis 7 Kohlenstoffatomen.
Hydroxyfettsäuren
Natürliche oder synthetische Hydroxyfettsäuren, insbesondere mit 16 bis 22 Kohlenstoffatomen, z. B. Ricinolsäure oder 12-Hydroxystearinsäure.
Fettsäureamide
Derivate der oben genannten geradkettigen, gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit Ammoniak oder primären aliphati­ schen Aminen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in dem aliphati­ schen Substituenten.
Alkanole
Gesättigte oder ungesättigte Monoalkanole, insbesondere Hydrierungsprodukte der oben genannten geradkettigen, gesät­ tigten oder ungesättigten Fettsäuren bzw. Derivate derselben wie Methylester oder Glyceride; aliphatische oder cyclische Alkanole mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, z. B. Ethanol, Propa­ nol, Butanol, Hexanol und Cyclohexanol; einschließlich der von den vorgenannten Monoalkanolen abgeleiteten Guerbet-Alkohole.
Alkylphenole
Mono-, Di- oder Trialkylphenole, insbesondere mit 4 bis 12 Kohlenstoffatomen in den Alkylgruppen.
Polyglykole
Polyethylen- oder Polypropylenglykole (durchschnittlicher Polymerisationsgrad 2 bis 2000).
Fettamine
Insbesondere primäre Fettamine, die aus Nitrilen der oben genannten geradkettigen, gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren oder den entsprechenden Fettalkoholen zugänglich sind; weiterhin auch Mono- und Dialkylamine mit C1-C6-Alkylgruppen.
Fettsäurealkanolamide
Derivate der oben genannten geradkettigen, gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit Mono- oder Dialkanolaminen, insbesondere Mono- oder Diethanolamin.
Vicinal hydroxy, alkoxy-substituierte Alkane
Ringöffnungsprodukte von 1,2-Epoxyalkangemischen mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen in der Kette mit mehrwertigen Alkanolen mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen und 2 bis 6 Hydroxylgruppen.
Die erfindungsgemäß herzustellenden Alkoxylate sind handelsüb­ liche Produkte, so daß sich eine nähere Erläuterung erübrigt. Sie werden durchweg durch Ethoxylierung und/oder Propoxylie­ rung aktive Wasserstoffatome aufweisender Ausgangsverbindungen hergestellt. Typische Vertreter sind beispielsweise ein Anlagerungsprodukt von 9 Mol Ethylenoxid an Kokosölfettsäure, ein Anlagerungsprodukt von 2 Mol Ethylenoxid an ein Fettalko­ holgemisch der Kettenlänge C12-14, ein Anlagerungsprodukt von 3 Mol Ethylenoxid und 8 Mol Propylenoxid an ein Fettalkoholge­ misch der Kettenlänge C12-18, ein Anlagerungsprodukt von 10 Mol Ethylenoxid an Nonylphenol, ein Anlagerungsprodukt von 7,3 Mol Ethylenoxid an Glycerin, ein Anlagerungsprodukt von 10 Mol Ethylenoxid an ein Diolgemisch, das durch Umsetzung eines 1,2- Epoxyalkangemisches der Kettenlänge C12-16 mit Ethylenglykol erhalten wurde, ein Anlagerungsprodukt von 12 Mol Ethylenoxid an ein Fettamingemisch der Kettenlänge C10-18 und ein Anlage­ rungsprodukt von 4 Mol Ethylenoxid an Kokosfettsäuremono­ ethanolamid.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungform der Erfin­ dung setzt man die Strontium- und/oder Bariumacetylacetonate in einer Menge von 0,1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Endpro­ dukt der Ethoxylierung bzw. Propoxylierung, den Reaktionsge­ mischen zu.
Die Erfindung wird im folgenden anhand bevorzugter Ausfüh­ rungsbeispiele näher erläutert, wobei auf die Zeichnungen Bezug genommen wird. Die Zeichnungen zeigen die gemäß den Beispielen erzielten Homologenverteilungen.
A. Herstellung von erfindungsgemäß einzusetzenden Katalysatoren 1. Strontiumacetylacetonat
26,6 g (0,1 mol) Strontiumhydroxid-octahydrat und 19,8 g (0,2 mol) Acetylaceton wurden im Rotationsfilmverdampfer 4 Stunden bei 90°C erhitzt. Nach Trocknung im Vakuumtrockenschrank bei 120°C wurden 27,6 g der Titelverbindung in Form eines farblo­ sen, feinkörnigen Pulvers erhalten.
2. Bariumacetylacetonat
Die Herstellung erfolgt analog zu der entsprechenden Stronti­ umverbindung mit Bariumhydroxid-octahydrat.
B. Ethoxylierung eines handelsüblichen Dodecanols Beispiel 1
Anlagerungsprodukt von durchschnittlich 2 Mol Ethylenoxid (EO) an Dodecanol (Dodecanol × 2 EO).
6 g Strontiumacetylacetonat wurden in 408 g (2,18 mol) Dodeca­ nol gelöst und in einen für Alkoxylierungen geeigneten Auto­ klaven überführt. Es wurde mit Stickstoff gespült und 30 min bei einer Temperatur von 100°C evakuiert. Anschließend wurden bei ca. 180°C und einem Druck von maximal 5 bar 192 g (4,36 mol) Ethylenoxid innerhalb von 75 min portionsweise aufge­ drückt. Der Katalysator wurde abfiltriert; die erzielte Produktausbeute betrug 588 g. Das Produkt wies eine Hydroxylzahl von 204 entsprechend dem theoretisch zu erwarten­ den Wert auf.
Beispiel 2 Dodecanol × 6 EO
Analog zu der in Beispiel 1 angegebenen Weise wurden 330,7 g (1,78 mol) Dodecanol, 6,0 g Strontiumacetylacetonat und 469,3 g (10,67 mol) Ethylenoxid innerhalb von 3,5 h umgesetzt. Man erhielt nach Filtration 775 g eines Produktes mit einer OH-Zahl von 127 (Theorie: 124).
Die Homologenverteilung der gemäß den Beispielen 1 und 2 erhaltenen Reaktionsprodukte ergibt sich aus den Fig. 1 bzw. 2. Der Begriff "EO-Grad" bedeutet die Anzahl aufgenommener Ethylenoxideinheiten pro Molekül Dodecanol; die Homologenver­ teilung wurde gaschromatografisch ermittelt und ist als Flächenprozent angegeben. Die Figuren enthalten weiterhin die Ergebnisse von Vergleichsversuchen, die unter Verwendung des zum Stand der Technik gehörenden Katalysators Natriummethylat anstelle der erfindungsgemäß einzusetzenden Katalysatoren erhalten wurden.

Claims (3)

1. Verwendung von Strontium- und/oder Bariumacetylacetonaten als Katalysatoren für die Ethoxylierung bzw. Propoxylie­ rung von Verbindungen mit aktiven H-Atomen.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen mit aktiven H-Atomen aus der von Fettsäu­ ren, Hydroxyfettsäuren, Fettsäureamiden, Alkanolen, Alkylphenolen, Polyglykolen, Fettaminen, Fettsäurealka­ nolamiden und vicinal hydroxy, alkoxy-substituierten Alkanen gebildeten Gruppe ausgewählt sind.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Strontium- und/oder Bariumacetylacetonate in einer Menge von 0,1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf das Endpro­ dukt der Ethoxylierung bzw. Propoxylierung, einsetzt.
DE19904005338 1990-02-20 1990-02-20 Verwendung von strontium- und/oder bariumacetylacetonaten als katalysatoren fuer die ethoxylierung bzw. propoxylierung von verbindungen mit aktiven h-atomen Withdrawn DE4005338A1 (de)

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