DE4004547A1 - Vorrichtung zur regelbaren verstellung eines stopfens einer verteilerrinne o. dgl. in einer stranggiessanlage - Google Patents
Vorrichtung zur regelbaren verstellung eines stopfens einer verteilerrinne o. dgl. in einer stranggiessanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur regelbaren
Verstellung eines Stopfens einer Verteilerrinne oder eines
metallurgischen Gefäßes in einer (Knüppel-, Block- oder
Brammen-) Stranggießanlage, wobei der Stopfen an einer über
der Verteilerrinne oder dem metallurgischen Gefäß
angeordneten Traverse bzw. Stopfenfahne angeschlossen ist,
welche ihrerseits mit einer in einer Vertikalführung auf-
und abbewegbaren Tragstange verbunden ist.
Vorrichtungen dieser Art zeichnen sich durch große Toleran
zen und damit entsprechend großes mechanisches Spiel aus mit
der Folge einer entsprechend geringen Präzision der Stopfen
bewegung mit der Folge einer ständigen Nachregelung der
Stopfenstellung zur Erzielung einer vorgegebenen Gießrate.
Das vorgenannte Problem wird vor allem dann von Tragweite,
wenn Formate von 160 mm2 gegossen werden sollen. Bei
diesen Formaten sind Toleranzen in der Stopfenmechanik
höchst unerwünscht.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
praktisch toleranzfreie Stopfenmechanik zu schaffen, so daß
die genannten Probleme nicht mehr auftreten. Gleichzeitig
sollen die Herstellungs- und Wartungskosten der neuartigen
Stopfenmechanik erheblich reduziert sein, zumindest den
derzeitigen Aufwand dafür nicht übersteigen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Dadurch, daß zwischen
Tragstange und einem äußeren Führungsgehäuse Stützrollen
fest eingespannt sind, wird eine praktisch reibungs- und
spielfreie Vertikalführung der Tragstange für die Stopfen
fahne erhalten. Entsprechend hoch ist die Präzision der
erfindungsgemäßen Stopfenmechanik mit der Folge einer
entsprechend präzisen Einstellung der zu vergießenden
Schmelze.
Vorteilhafte konstruktive Details und Weiterentwicklungen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprü
chen beschrieben, wobei durch die Maßnahmen nach den
Ansprüchen 2, 3 bzw. 4 jeglicher Schlupf zwischen den Stütz
rollen einerseits und Tragstange sowie Führungsgehäuse
andererseits vermieden werden soll, um die geforderte
Präzision und Toleranzlosigkeit der Vertikalführung und
damit der Stopfenbewegung zu erreichen.
Vorzugsweise umfaßt die Führungsstange einen Vierkant-
Profilabschnitt, der von einem entsprechenden Vierkant-
Führungsgehäuse umgeben ist, wobei letzteres zur Montage,
Demontage und Wartung öffenbar ist. Um dennoch die
geforderte spielfreie Einspannung der Stützrollen zwischen
Tragstange und Führungsgehäuse sicherzustellen, sind die
Maßnahmen nach den Ansprüchen 7 bis 10 vorgesehen.
Auch die Maßnahmen nach den Ansprüchen 11ff fördern die
gestellte Aufgabe im Hinblick auf eine leichte Montage und
Demontage des der erfindungsgemäßen Vertikalführung
zugeordneten Antriebs für den Stopfen. Die Konstruktion
dieses Antriebs ist des weiteren derart, daß eine spielfreie
Kraftübertragung erfolgt.
Nachstehend wird eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung anhand der beigefügten Zeichnung näher
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäß ausgebildete Vertikal
führung für die Tragstange einer Stopfenfahne
im Querschnitt (ohne Antrieb) ;
Fig. 2 die Vertikalführung gemäß Fig. 1 im Längs
schnitt (mit Antrieb);
Fig. 3a-3c einen Teil der Vertikalführung gemäß Erfindung
in perspektivischer Ansicht und in vergrößertem
Maßstab;
Fig. 4 die hydraulische Schaltung eines bevorzugten
Stopfen-Antriebs, welcher entsprechend Fig. 2
der erfindungsgemäßen Vertikalführung zugeord
net ist;
Fig. 5 eine alternative Fixierung der Stützrollen
bänder innerhalb der Tragstangen-Vertikal
führung in perspektivischer Darstellung; und
Fig. 6 ein Detail der Stützrollenband-Fixierung gemäß
Fig. 5 im Schnitt.
Gemäß den Fig. 1 und 2 ist die einem Vierkantabschnitt 1
einer auf- und abbewegbaren Tragstange für eine nicht näher
dargestellte Stopfenfahne 22 zugeordnete Vertikalführung
durch zwei im rechten Winkel fest miteinander verschweißte
U-Profile 2 und 3 gebildet, an deren freien Längskanten bzw.
nicht miteinander verschweißten Schenkeln über Doppelschar
niere 6 U-Profile 7 angelenkt sind so, daß sie in eine Lage
schwenkbar sind, in der sie mit den fest miteinander
verschweißten U-Profilen 2 und 3 einen zum Vierkantabschnitt
1 komplementären Durchgang bilden. Die Verschweißung der
beiden vorgenannten U-Profile 2 und 3 erfolgt mittels eines
L-Profils 4 im Bereich der aneinanderstoßenden Längskanten
der beiden U-Profile 2 und 3. Durch die vorgenannte
Anlenkung der U-Profile 7 ist zur Montage oder Demontage der
Tragstangen-Vertikalführung ein Öffnen derselben ohne
größeren Aufwand möglich.
Des weiteren ist die vorgenannte Vertikalführung durch
zwischen dem Vierkantabschnitt 1 der Tragstange und dem
durch die vorgenannten U-Profile 2, 3 und 7 definierten
Führungsgehäuse eingespannte Stützrollen 10 gekennzeichnet,
wobei entsprechend den Fig. 2 und 3a, 3b die Stützrollen 10
jeweils durch flexible Stützrollenbänder 11 gehalten sind.
Jedes Stützrollenband 11 ist an der Tragstange bzw. deren
Vierkantabschnitt 1 einerseits und an der zugeordneten
Stützfläche des Führungsgehäuses 2, 3, 7 andererseits unter
Ausbildung einer Stützrollentasche befestigt (siehe Fig. 2
und Fig. 3a). Durch diese Stützrollenbänder 11 sind die im
übrigen lose angeordneten Stützrollen 10 zwischen
Vierkantabschnitt 1 und Führungsgehäuse 2, 3, 7 sicher
gehalten. Wie die Fig. 1 und 2 erkennen lassen, ist der
Vierkantabschnitt 1 der Tragstange an allen vier Seiten
gegenüber dem Führungsgehäuse 2, 3, 7 durch die Stützrollen
10 abgestützt, wobei an jeder Seite zwei Stützrollen 10 im
axialen Abstand voneinander angeordnet sind, und zwar
jeweils im diametralen Endbereich des Führungsgehäuses 2, 3,
7. Aufgrund der Fixierung von Stützrollenbändern 11 auch am
schwenkbar gelagerten Teil 7 des Führungsgehäuses kann
dieses ohne Demontage der Stützrollenbänder an diesem Teil
nur teilweise geöffnet werden. Zum vollständigen Öffnen des
Führungsgehäuses müssen die Stützrollenbänder 11 vom
schwenkbaren Gehäuseteil 7 erst gelöst bzw. entfernt werden.
Dieser Aufwand ist zwar nicht sonderlich groß, kann jedoch
durch die Maßnahmen gemäß den Fig. 5 und 6 vermieden werden.
Entsprechend den Fig. 3a, 3b sind die Stützrollenbänder 11
mit einer Art Perforierung versehen, die vorzugsweise mit
komplementär profilierten Umfangsflächen der Stützrollen 10
zusammenwirken, um eine Relativbewegung zwischen Stützrollen
10 und zugeordneten Stützrollenbändern 11 zu vermeiden.
Alternativ können entsprechend Fig. 3c die Umfangsflächen
der Stützrollen 10 jeweils eine sich in Stützrollenlängs
achse erstreckende Verzahnung aufweisen, die mit einer
komplementären Verzahnung am Vierkantabschnitt 1 der
Tragstange einerseits und der jeweils zugeordneten
Innenseite des Führungsgehäuses 2, 3, 7 andererseits korres
pondiert.
Entsprechend Fig. 2 weist der Vierkantabschnitt 1 der
Tragstange 5 Ausnehmungen auf, wovon vier Ausnehmungen als
Langlöcher 12, 13 ausgebildet sind, die jeweils im axialen
Abstand voneinander über Kreuz angeordnet sind, d. h. sich
gegenseitig im rechten Winkel zueinander durchdringend.
Durch diese Langlöcher 12, 13 sind insgesamt vier Zugstäbe 8
hindurchgeführt, die an einem Ende jeweils mit einem Bund 14
versehen sind. Die Zugstäbe 8 erstrecken sich auch durch die
jeweils gegenüberliegenden Seiten des Führungsgehäuses bzw.
gegenüberliegenden Stege der das Führungsgehäuse bildenden
U-Profile 2, 7 bzw. 3, 7 hindurch. Die dem Bund 14
diametralen Enden der Zugstäbe 8 sind jeweils mit einem
Schraubgewinde versehen, auf welches eine Mutter 42 auf
schraubbar ist. Mittels der Zugstäbe 8 wird das Führungs
gehäuse 2, 3, 7 zusammengehalten unter entsprechender
Einspannung der Stützrollen 10. Die geeignete Vorspannung
erfolgt entgegen der Wirkung von zwischen dem Bund 14 eines
jeden Zugstabes 8 und der zugeordneten Seite des
Führungsgehäuses 2, 3, 7 angeordneten Federelementen, ins
besondere thermodynamischen Federelementen gemäß
DE-B-24 06 006. Vorzugsweise sind die vorgenannten Feder
elemente 9 jeweils an den schwenkbar gelagerten U-Profilen 7
wirksam, und zwar aus rein montagetechnischen Gründen. Mit
den Zugstäben 8 und den vorgenannten Federelementen 9 ist
die notwendige Einspannung der Stützrollen 10 einstellbar.
Gleichzeitig wird auf diese Weise eine spielfreie Vertikal
führung der Tragstange und damit des an der Stopfenfahne 22
angeordneten Stopfens erhalten.
Die Stützrollen 10 stützen den Vierkantabschnitt 1 multi
funktional ab. Sie führen bei der Vertikalbewegung der
Tragstange bzw. des Vierkantabschnitts 1 derselben eine
reine Rollenbewegung aus. Die beschriebene Vertikalführung
ist daher praktisch reibungsfrei. Dementsprechend gering ist
der Verschleiß und damit Wartungsaufwand.
Die vorgenannten Stützrollenbänder 11 bestehen vorzugsweise
aus Dünnblech mit einer Dicke von 0,3 bis 0,5 mm. Als
Werkstoff für die genannten Bänder dienen vorzugsweise
Stahllegierungen wie folgt: X 6 Cr NiTi1810=1,4541 oder X
6 Cr NiMoTi 17 122=1,4571. Wie bereits oben ausgeführt,
dienen die Stützrollenbänder 11 zur Positionierung der
Stützrollen 10 zwischen Vierkantabschnitt 1 und äußerem
Führungsgehäuse 2, 3, 7. Dies gilt insbesondere für die
Montage.
Die vorgenannte Perforierung der Stützrollenbänder 11 ist
vorzugsweise durch Löcher mit einem Durchmesser von etwa
10 mm gekennzeichnet. Durch diese Maßnahme wird auch der
Ausfall von etwaigem Schmutz begünstigt. Eine komplementäre
Profilierung der Umfangsfläche der Stützrollen 10 ist nicht
unbedingt erforderlich, jedoch - wie oben im Zusammenhang
mit der Vermeidung jeglichen Schlupfes - vorteilhaft.
Die fünfte Ausnehmung 15 im Vierkantabschnitt 1 dient zum
seitlichen Einsetzen einer Block-Kolben-Zylinder-Einheit 16,
mittels der die Tragstange hin- und her- bzw. auf- und
abwärtsbewegbar ist. Die genannte Kolben-Zylinder-Einheit 16
ist dementsprechend am Führungsgehäuse 2, 3, 7 einerseits
und an der Tragstange, nämlich an deren Vierkantabschnitt 1
andererseits abstützbar. Sie umfaßt zwei gleichachsig und
diametral aus dem Zylindergehäuse herausfahrbare Kolbenstan
gen 19, 20 sowie eine dritte aus dem Gehäuse herausfahrbare
Kolbenstange 21, wobei die beiden erstgenannten Kolbenstan
gen 19, 20 innerhalb der seitlichen Ausnehmung 15 am Vier
kantabschnitt 1 bzw. der Tragstange zur Auf- und Abwärts
bewegung derselben angreifen, während mittels letztgenannter
Kolbenstange 21 eine Fixierung der Kolben-Zylinder-Einheit
16 am ortsfesten bzw. am an der Verteilerrinne befestigten
Führungsgehäuse 2, 3, 7 erfolgt. Die letztgenannte Kolben
stange 21 ist im seitlichen Abstand von den beiden erstge
nannten Kolbenstangen 19, 20 wirksam. Sie erstreckt sich
auch parallel zu diesen (siehe Zylinder- bzw. Kolbenstangen-
Mittelachsen 17, 18 in Fig. 2). Der seitlichen Ausnehmung 15
im Vierkantabschnitt 1 der Tragstange ist im Führungsgehäuse
ein entsprechender Durchgang 43 zugeordnet, durch den
hindurch mit den beiden Kolbenstangen 19, 20 voran die
vorgenannte Kolben-Zylinder-Einheit 16 in die seitliche
Ausnehmung 15 des Vierkantabschnitts 1 der Tragstange
einführbar ist. Nach dem Einsetzen der Kolben-Zylinder-
Einheit 16 in vorgenannter Weise werden alle drei Kolben und
damit Kolbenstangen 19, 20, 21 ausgefahren. Die diametral
wirksamen Kolbenstangen 19, 20 stützen sich an der Ober- und
Unterseite der seitlichen Ausnehmung 15 des Vierkantab
schnitts 1 ab, während die weiter außen liegende Kolben
stange 21 sich am Führungsgehäuse bzw. an einem mit diesem
verbundenen Stützblock 44 abstützt unter entsprechender
Fixierung der Kolben-Zylinder-Einheit 16 am Führungsgehäuse
2, 3, 7. Die am Vierkantabschnitt 1 angreifenden Kolbenstan
gen 19, 20 fahren bei einem Hubbefehl durch die diesen
Kolbenstangen zugeordnete Hydraulik gegenläufig unter
dauernder "Überkraft" in Richtung "Ausfahren", d. h. in
Fig. 1 nach oben unter entsprechender Öffnung des Stopfen
verschlusses. Die hydraulische Schaltung gemäß Fig. 4
veranschaulicht die Wirkungsweise der am Vierkantabschnitt 1
angreifenden Hydraulik, wobei dort der besseren Übersicht
halber die Kraft-Abstützung der Kolben-Zylinder-Einheit 16
am äußeren Führungsgehäuse 7 nicht dargestellt ist.
Grundsätzlich stehen die diametral wirksamen Kolbenstangen
19, 20 bzw. deren zugeordnete Kolben im Betrieb jeweils
unter Druck, wobei je nach gewünschter Bewegungsrichtung der
Tragstange und damit des Stopfens entweder der obere oder
der untere Kolben unter Überdruck im Verhältnis zum
diametral wirksamen Kolben steht. Entsprechend Fig. 4 sind
die den diametral wirksamen Kolben zugeordneten, und jeweils
kolbenstangenfreien Zylinderräume 24, 25 fluidverbunden
(Verbindungsleitung 26), wobei diese Fluidverbindung 26 zum
Aufbau eines die beiden Kolben auseinanderbewegenden Drucks
dient. Dieser Druck beträgt in der Praxis etwa 180 bis 250
bar. Aufgrund dieses hohen Drucks sind die beiden diametral
wirksamen Kolben praktisch fest miteinander gekoppelt. Die
genannte Fluidverbindung 26 ist über ein nur in Richtung zu
dieser hin öffenbares Rückschlagventil 27 und ein 3/4-Wege
ventil 28 entweder mit der Pumpe "P" oder dem Tank "T" der
Hydraulik verbindbar, und zwar über eine Leitung 40, wobei
zwischen dem Rückschlagventil 27 und der vorgenannten
Fluidverbindung 26 eine Leitung 29 zum Tank "T" abzweigt, in
welcher ein einstellbares Druckbegrenzungsventil 30 angeord
net ist. Die von den diametral wirksamen Kolbenstangen 19,
20 durchsetzten Zylinderräume 31, 32 sind jeweils über ein
3/4-Wegeventil 33 alternativ mit der Pumpe "P" oder dem Tank
"T" verbindbar, wobei von den entsprechenden Verbindungs
leitungen 34, 35 jeweils Leitungen 36, 37 zu einem Schalt
ventil 38 abzweigen, mittels dem entweder über eine Leitung
39 beide Verbindungsleitungen 34, 35 oder keine derselben
mit dem 3/4-Wegeventil 28 verbindbar ist, an dem auch die
Fluidverbindung 26 zwischen den beiden kolbenstangenfreien
Zylinderräumen 24, 25 angeschlossen ist. Das in letztge
nanntem Anschluß 40 angeordnete Rückschlagventil 27 ist über
eine von der das Schaltventil 38 mit dem letztgenannten
3/4-Wegeventil 28 verbindende Leitung 39 abzweigende
Druckleitung 41 entsperrbar, und zwar unter entsprechendem
Abbau des Kolbenspreizdrucks in der Fluidverbindung 26
zwischen den beiden kolbenstangenfreien Zylinderräumen 24,
25, sofern gleichzeitig das 3/4-Wegeventil 28 sich in Fig. 4
in der rechten Entspannungs-Position befindet. In dieser
Position ist die Leitung 40 mit dem Tank "T" verbunden. Die
Leitung 39 und damit auch die Druckleitung 41 steht in
dieser Position des Ventils 28 mit der Pumpe "P" in
Verbindung mit der Folge, daß das Rückschlagventil 27
entsperrt wird, so daß durch das Rückschlagventil 27 der
Druck in der Fluidverbindung 26 über die Leitung 40 zum Tank
"T" hin abgebaut werden kann. Der Aufbau des Drucks in der
Fluidverbindung 26 erfolgt in umgekehrter Weise, nämlich bei
der in Fig. 4 linken Position des 3/4-Wegeventils 28. In
dieser Position ist die Pumpe "P" über das Rückschlagventil
27 und der Leitung 40 mit der Fluidverbindung 26 verbunden.
Der Tank "T" steht über Leitung 39 mit dem Schaltventil 38
in Verbindung, welches sich sowohl beim Abbau als auch beim
Aufbau des Drucks in der Fluidverbindung 26 in der
sogenannten "h"-Stellung, d. h. in Fig. 4 in der rechten
Position befindet, in welcher die Leitung 39 jeweils mit
beiden Verbindungsleitungen 34, 35 bzw. 36, 37 fluidverbun
den ist. Nach Aufbau des gewünschten Hochdrucks in der
Fluidverbindung 26 werden das Schaltventil 38 sowie
3/4-Wegeventil 28 in die in Fig. 4 dargestellten Positionen
gebracht. In diesen Positionen ist die Leitung 39 drucklos.
Das Rückschlagventil 27 ist wirksam, so daß der in der
Fluidverbindung 26 aufgebaute Druck bestehen bleibt, wobei
die Einstellung dieses Drucks durch das Druckbegrenzungs
ventil 30 erfolgt. Die Verbindungsleitungen 36, 35 sind vom
3/4-Wegeventil 28 abgekoppelt, so daß nur noch das den
Verbindungsleitungen 34, 35 unmittelbar zugeordnete
3/4-Wegeventil 33 wirksam ist. Mittels dieses Ventils wird
dann die Auf- und Abwärtsbewegung der Kolbenstangen 19, 20
bewirkt. Sämtliche Ventile sind vorzugsweise solenoid
gesteuert.
Durch den in der Fluidverbindung 26 aufgebauten Hochdruck
wirken die beiden diametralen Kolben wie ein einziger Kolben
mit zwei sich diametral erstreckenden Kolbenstangen.
Zum Zwecke der Montage oder Demontage der Kolben-Zylinder-
Einheit 16 wird in vorgenannter Weise der Druck in der
Fluidverbindung 26 abgebaut. Zum Betrieb erfolgt der Aufbau
des Drucks in dieser Fluidverbindung in der beschriebenen
Weise; d. h. die Kolben-Zylinder-Einheit 16 wird in der
beschriebenen Weise "gespannt". Nach dem "Spannen" werden in
der ebenfalls vorbeschriebenen Weise die Ventile 28 und 38
in Betriebsstellung gebracht, nämlich so wie in Fig. 4
dargestellt, so daß für die synchrone Auf- und Abwärtsbe
wegung der Kolbenstangen 19, 20 nur noch das 3/4-Wegeventil
33 dient.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß das beschrie
bene System praktisch schlupffrei arbeitet mit der Folge
eines geringen Verschleißes und dementsprechend geringerer
Wartungskosten. Des weiteren ist Spielfreiheit gewährlei
stet. Die Wartung ist aufgrund der Doppelscharnier-Konstruk
tion 6 besonders einfach. Das gleiche gilt für die Montage
bzw. Demontage der gesamten Vertikalführung. Für sämtliche
Teile können Norm-Stähle verwendet werden. Die Spielfreiheit
bzw. Toleranzlosigkeit der Vertikalführung ist multiaxial.
Eine gesonderte Schmierung der Vertikalführung ist
entbehrlich.
Es sei noch darauf hingewiesen, daß in Fig. 1 mit der
Bezugsziffer 5 ein Teil der Verteilerrinne gekennzeichnet
ist. Des weiteren ist in Fig. 1 die Öffnungsrichtung der
U-Profile 7 mit den Pfeilen 45 angedeutet.
In den Fig. 5 und 6 ist eine alternative Art der führungs
gehäuseseitigen Fixierung der Stützrollenbänder 11
schematisch dargestellt derart, daß die Stützrollenbänder 11
führungsgehäuseseitig an einem Rechteckrahmen 46 fixiert
sind. Dieser ist am ortsfesten Gehäuseteil, d. h. den
U-Profilen 2 und 3 dauerhaft befestigt, und zwar innerhalb
entsprechender Horizontalnuten 48, so daß die am Rahmen 46
fixierten Stützrollenbänder 11 mit ihren dem Führungsgehäuse
zugewandten Abschnitten an den inneren Wandflächen des
ortsfesten Gehäuseteils bzw. der U-Profile 2 und 3 anliegen.
In entsprechender Weise weisen auch der schwenkbar gelagerte
Teil des Tragstangen-Führungsgehäuses, d. h. die schwenkbar
gelagerten U-Profile 7, innenseitig Horizontalnuten 47 auf
zur Aufnahme des vorgenannten Rechteck-Rahmens 46 im
geschlossenen Zustand des Tragstangen-Führungsgehäuses
(siehe insbesondere Fig. 6). Der Rechteck-Rahmen 46 ist dem
freien Querschnitt des Tragstangen-Führungsgehäuses
angepaßt, d. h. im dargestellten Fall quadratisch
ausgebildet.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 ist eine
Öffnung des Tragstangen-Führungsgehäuses 2, 3, 7 auch ohne
Demontage der dem schwenkbaren Gehäuseteil 7 zugeordneten
Stützrollenbänder 11 möglich.
Die Befestigung der Stützrollenbänder 11 am Vierkant-
Abschnitt 1 der Tragstange ist auch bei letztgenannter
Ausführungsform wie vorbeschrieben.
Im übrigen sei noch darauf hingewiesen, daß anstelle eines
Vierkant-Abschnitts 1 grundsätzlich auch ein Drei- oder
Sechskant-Abschnitt denkbar ist, wobei dann das Führungs
gehäuse komplementär ausgebildet sein sollte. Insofern soll
die Erfindung nicht auf einen Vierkant-Abschnitt der
Tragstange begrenzt sein.
Claims (18)
1. Vorrichtung zur regelbaren Verstellung eines Stopfens
einer Verteilerrinne oder eines metallurgischen Gefäßes
in einer (Knüppel-, Block- oder Brammen-) Strang
gießanlage, wobei der Stopfen an einer über der
Verteilerrinne oder dem metallurgischen Gefäß
angeordneten Traverse bzw. Stopfenfahne (22)
angeschlossen ist, welche ihrerseits mit einer in einer
Vertikalführung auf- und abbewegbaren Tragstange
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vertikalführung der Tragstange eine Rollenführung
mit zwischen Tragstange und einem äußeren
Führungsgehäuse (2, 3, 7) spielfrei eingespannten
Stützrollen (10) ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Stützrollen (10) durch flexible Stützrollenbänder
(11) gehalten sind, wobei jedes Stützrollenband unter
Ausbildung einer nach oben hin offenen Stützrollentasche
an der Tragstange einerseits und an dem Führungsgehäuse
(2, 3, 7) entweder unmittelbar oder mittelbar, letzteres
insbesondere über einen Befestigungsrahmen (46),
andererseits befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Umfangsflächen der Stützrollen (10) jeweils mit
einem Profil versehen sind, die mit einem komplementären
Profil der Stützrollenbänder (11) korrespondieren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Umfangsflächen der Stützrollen (10) jeweils eine
sich in Stützrollenlängsachse erstreckende Verzahnung
(Fig. 3c) aufweisen, die mit einer komplementären
Verzahnung an der Tragstange einerseits und der zugeord
neten Innenseite des Führungsgehäuses andererseits
korrespondiert.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragstange einen Vierkant-Profilabschnitt (1)
umfaßt, der von einem entsprechenden Vierkant-
Führungsgehäuse (2, 3, 7) umgeben ist, wobei letzteres
öffenbar ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Vierkant-Führungsgehäuse aus zwei scharnierartig
miteinander verbundenen Eckprofilen (2, 3 bzw. 7)
besteht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragstange und das diese umgebende Führungsgehäuse
(2, 3, 7) von sich quer zur Tragstangenlängsachse
erstreckenden Zugstangen bzw. -stäben (8) durchsetzt
sind, und zwar jeweils über Kreuz und im axialen Abstand
voneinander, wobei durch die Zugstäbe (8) die jeweils
gegenüberliegenden Seitenwände des Führungsgehäuses
zusammengehalten und verspannt werden unter entspre
chender Einspannung der Stützrollen (10) zwischen
Tragstange (1) und Führungsgehäuse (2, 3, 7).
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verspannung gegenüberliegender Seitenwände des
Führungsgehäuses jeweils gegen die Wirkung eines elasti
schen Elements (9) erfolgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Zugstäbe (8) sich im Bereich der Tragstange durch
sich in Tragstangenlängsrichtung erstreckende Langlöcher
(12, 13) hindurchstrecken, wobei durch die axiale
Erstreckung der Langlöcher die maximale Hubstrecke der
Tragstange und damit des Stopfens vorgegeben ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Spalt zwischen Tragstange und Führungsgehäuse (2, 3,
7) zumindest im oberen Randbereich abgedichtet ist,
insbesondere mittels eines flexiblen Abstreifers (23).
11. Vorrichtung, nach einem der Ansprüche
1-10,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Tragstange mittels einer hydraulisch, hydropneuma
tisch oder pneumatisch betätigbaren Kolben-Zylinder-Ein
heit (Blockzylinder 16) hin- und her- bzw. auf- und
abwärts bewegbar ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kolben-Zylinder-Einheit (16) am Führungsgehäuse (2,
3, 7) einerseits und an der Tragstange andererseits
abstützbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kolben-Zylinder-Einheit (16) zwei diametral aus dem
Zylindergehäuse (16) herausfahrbare Kolbenstangen (19,
20) sowie eine dritte aus dem Gehäuse herausfahrbare
Kolbenstange (21) umfaßt, wobei die beiden erstgenannten
Kolbenstangen (19, 20) an der Tragstange angreifen,
während mittels letztgenannter Kolbenstange (21) eine
Fixierung der Kolben-Zylinder-Einheit (16) am ortsfesten
bzw. an der Verteilerrinne befestigten Führungsgehäuse
erfolgt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
die diametral wirksamen Kolbenstangen (19, 20) innerhalb
einer seitlichen Öffnung (15) der Tragstange angreifen,
und daß die dritte Kolbenstange (21) sich im Abstand von
den beiden erstgenannten Kolbenstangen (19, 20) und etwa
parallel dazu erstreckt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11-14,
dadurch gekennzeichnet, daß
die diametral wirksamen Kolbenstangen (19, 20) bzw.
deren Kolben im Betrieb jeweils unter Druck stehen,
wobei je nach gewünschter Bewegungsrichtung der
Tragstange und damit des Stopfens entweder der obere
oder der untere Kolben unter "Überdruck" im Verhältnis
zum diametral wirksamen Kolben steht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
die den diametral wirksamen Kolben zugeordneten, und
jeweils kolbenstangenfreien Zylinderräume (24, 25)
fluidverbunden (Verbindungsleitung 26) sind, wobei diese
Fluidverbindung (26) zum Aufbau eines die beiden Kolben
auseinanderbewegenden Drucks dient, und wobei diese
Fluidverbindung (26) über ein nur in Richtung zu dieser
hin öffenbares Rückschlagventil (27) und ein 3/4-Wege
ventil (28) entweder mit der Pumpe (P) oder dem Tank (T)
verbindbar ist (Leitung 40), wobei zwischen dem Rück
schlagventil (27) und der vorgenannten Fluidverbindung
(26) eine Leitung (29) zum Tank (T) abzweigt, in welcher
ein einstellbares Druckbegrenzungsventil (30) angeordnet
ist (Fig. 4).
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, daß
die von den diametral wirksamen Kolbenstangen (19, 20)
durchsetzten Zylinderräume (31, 32) jeweils über ein
3/4-Wegeventil (33) alternativ mit der Pumpe (P) oder
dem Tank (T) verbindbar sind, wobei von den entsprechen
den Verbindungsleitungen (34, 35) jeweils Leitungen (36,
37) zu einem Schaltventil (38) abzweigen, mittels dem
entweder über eine Leitung (39) beide Verbindungslei
tungen (34, 35) oder keine mit dem 3/4-Wegeventil (28)
verbindbar ist, an dem auch die Fluidverbindung (26)
zwischen den beiden kolbenstangenfreien Zylinderräumen
(24, 25) angeschlossen ist, wobei das in letztgenanntem
Anschluß (40) angeordnete Rückschlagventil (27) über
eine von der das Schaltventil (38) mit dem letztge
nannten 3/4-Wegeventil (28) verbindende Leitung (39)
abzweigende Druckleitung (41) entsperrbar ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
sämtliche Schaltventile (28, 33, 38) solenoidgesteuert
sind.
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