DE102006002929B4 - Bauteil für eine Stranggießvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Bauteil (1) zur gelenkigen Verbindung eines oszillierenden Hubtisches (2) mit einem feststehenden Hubtisch (3), bestehend aus mindestens zwei, parallel angeordneten Hebeln (4) mit einer Hebellänge (16), an deren beiden Enden (5, 6) jeweils ein Gelenk (7, 8) angeordnet ist, wobei das jeweils obere Gelenk (7) mit dem oszillierenden Hubtisch (2) und das jeweils untere Gelenk (8) mit dem feststehenden Hubtisch (3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenke (7, 8) Lager aufweisen, und dass mindestens eines der Gelenke (7, 8) mit mindestens zwei im Abstand (11) zueinander angeordneten Lagern (12, 13) zum Lagern des jeweiligen Hebels (4) ausgebildet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Bauteil zur gelenkigen Verbindung eines oszillierenden Hubtisches mit einem feststehenden Hubtisch, bestehend aus mindestens zwei, parallel angeordneten Hebeln, an dessen beiden Enden jeweils ein Gelenk angeordnet ist, wobei das jeweils obere Gelenk mit dem oszillierenden Hubtisch und das jeweils untere Gelenk mit dem feststehenden Hubtisch verbunden ist und die Gelenke Lager aufweisen.
- Aus der
DE 43 41 719 C1 ist eine Einrichtung zum Stranggießen von Stahl bekannt, bestehend aus einer in Gießrichtung oszillierenden Stranggießkokille, die an quer zur Gießrichtung sich erstreckenden, beidendig eingespannten Federn gelagert und mit einem an einem Tragrahmen fest verbundenen, als Servo – Hydraulikzylinder ausgebildeten Oszillationsantrieb verbunden ist. Die Servo – Hydraulikzylinder sind dabei in einer durch die Stranggießkokille gelegten Längsschnittebene seitlich neben der Stranggießkokille angeordnet und mit dem Tragrahmen spielfrei fest verbunden. Die Stranggießkokille ist an den Federn in einem Punkt befestigt und die die freien Enden der Federn stehen in fester Verbindung mit dem Tragrahmen. - In der
DE 195 41 164 A1 wird eine Oszillationseinrichtung für eine Stranggießkokille beschrieben, wobei die an einem Tragrahmen in Gießrichtung geführte Stranggießkokille durch am Tragrahmen angeordnete Servo – Hydraulikzylinder oszillierend bewegt wird. Die Servo – Hydraulikzylinder sind bodenseitig über ein elastisches Befestigungselement auf dem Tragrahmen befestigt und ihre Kolbenstangen sind mit der Kokille verbunden. - Bei den bekannten Vier – Exzenter – und Vier – Zylinder – Oszillationen erfolgt die vertikale Führung in Bezug auf die Breit- und Schmalseiten zwischen dem oszillierenden Hubtisch/Tragrahmen und dem ortsfesten Hubtisch über horizontal angeordnete Blattfedern. Die Blattfedern haben den Nachteil, dass die Standzeit, insbesondere bei großen Hüben und bei hohen Hubfrequenzen, nicht zufrieden stellend ist.
- Aus der
DE 199 06 886 A1 ist eine Vorrichtung zum Oszillieren einer Stranggießkokille bekannt, insbesondere für das Stranggießen von Dünnbrammen aus Stahl, umfassend eine oszillierbare Stranggießkokille, deren Oszillationsantrieb mit an einem ortsfesten Grundrahmen angeordneten Hydraulikaggregaten ausgebildet ist. Die Stranggießkokille ist auf zwei einzelnen Hubtischen angeordnet. Der Hubtisch ist mit dem oberen Teil jedes Hydraulikaggregates und dessen unteres Teil ist mit dem Grundrahmen gelenkig verbunden. Der Hubtisch ist mit dem Grundrahmen mittels gelenkig verbundenen Lenkern geführt. Die Achsen der Gelenke sowie der Gelenke an den Hydraulikaggregaten und die Achsen der Gelenke an den Lenkern sind parallel zueinander ausgerichtet. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Bauteile so auszubilden, zu minimieren und zu vereinfachen, dass die Gesamtkonstruktion, bestehend aus oszillierendem Hubtisch, feststehendem Hubtisch, Gelenken und Hebeln, zur Aufnahme von Seiten-(Quer-)kräften steifer/stabiler ausgebildet und die Führungsgenauigkeit des Hubtisches weiter verbessert wird. Insbesondere sollen die horizontalen Blattfedern zur Aufnahme der Querkräfte in Richtung der Schmalseiten ersetzt werden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass bei einem Bauteil gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 mindestens ein Gelenk mindestens eines Hebels mit mindestens zwei im Abstand zueinander angeordneten Lagern ausgebildet ist.
- Weitere Ausgestaltungen des Bauteils ergeben sich aus den diesbezüglichen Unteransprüchen.
- Der entscheidende Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt dann, dass durch die mindestens zwei im Abstand zueinander angeordneten Lager die präzise vertikale Führung auch in Querrichtung zu den Schmalseiten des oszillierenden Hubtisches beim Auftreten von Seiten-/Querkräften sichergestellt ist. Die bisher erforderlichen horizontalen Blattfedern entfallen. Damit wird die Standzeit erhöht. Die Hebelführung erlaubt durch den Wegfall der horizontalen Blattfedern größere Hubhöhen.
- Durch die erfindungsgemäße steife Ausgestaltung des o. g. Bauteiles wird die Produktqualität weiter verbessert, da eine hohe Führungsgenauigkeit des Hubtisches erreicht wird und daher keinerlei negative Einflüsse aus dieser Richtung sich auf das Gießprodukt nachteilig auswirken.
- Die Instandhaltungskosten werden deutlich reduziert, da die seitlichen Querkräfte durch die erfindungsgemäß ausgebildeten Gelenke aufgefangen werden, wodurch die Standzeit vergrößert wird.
- Für eine sehr genaue vertikale Führung des Hubtisches in Richtung der Breitseiten wird das Verhältnis von Hebellänge und Hubhöhe so gewählt, dass dieses (das) Verhältnis größer als 30 ist.
- In einer ersten Weiterentwicklung ist vorgesehen, dass die Gelenke zur Einstellung der Passlinie durch entsprechende Unterlagen wie Distanzplatten, Distanzhülsen usw. ausrichtbar sind.
- Gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung werden Wälzlager mit konischen Hülsen zur Reduzierung des Lagerspiels eingebaut.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von sehr schematischen Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
-
1 in räumlicher Darstellung einen oszillierenden Hubtisch und einen feststehenden Hubtisch mit einem beide verbindenden Bauteil und -
2 in Aufsicht die verbindenden Bauteile, an dem oszillierenden Hubtisch befestigt, von oberhalb des feststehenden Hubtisches betrachtet. - In
1 ist in räumlicher Darstellung ein oszillierender Hubtisch2 dargestellt. Dieser ist mittels eines Bauteils1 mit einem feststehenden Hubtisch3 verbunden. Der feststehende Hubtisch3 kann in einer anderen Ausführung auch zwei oder mehrteilig ausgebildet sein. Die Oszillation des Hubtisches2 erfolgt über Zylinder14 . - Das Bauteil
1 besteht aus einem Hebel4 , dessen oberes Ende5 ein Gelenk7 und dessen unteres Ende6 ein Gelenk8 aufweist. Das Gelenk7 ist mit dem oszillierenden Hubtisch2 verbunden während das Gelenk8 mit dem feststehenden Hubtisch3 verbunden ist. Während der Oszillation erfolgt eine Bewegung der Hebel4 um die Drehachsen9 ,10 . -
2 zeigt, nach oben betrachtet, den oszillierenden Hubtisch2 . Auf diesem ist eine Kokille mit der Kokillenöffnung15 befestigt. Jedes Bauteil1 besteht aus einem Hebel4 , einem oberen Gelenk7 und einem unteren Gelenk8 . Gemäß der Erfindung weist mindestens ein Gelenk7 ,8 mindestens zwei Lager12 ,13 auf, die in einem Abstand11 auf der Drehachse9 ,10 angeordnet sind. Die Hebellänge16 ist, abhängig von der Hubhöhe, frei wählbar. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Bauteil
- 2
- oszillierender Hubtisch
- 3
- feststehender Hubtisch
- 4
- Hebel
- 5
- oberes Ende
- 6
- unteres Ende
- 7
- Gelenk
- 8
- Gelenk
- 9
- Drehachse
- 10
- Drehachse
- 11
- Abstand
- 12
- Lager
- 13
- Lager
- 14
- Zylinder
- 15
- Kokillenöffnung
- 16
- Hebellänge
Claims (7)
- Bauteil (
1 ) zur gelenkigen Verbindung eines oszillierenden Hubtisches (2 ) mit einem feststehenden Hubtisch (3 ), bestehend aus mindestens zwei, parallel angeordneten Hebeln (4 ) mit einer Hebellänge (16 ), an deren beiden Enden (5 ,6 ) jeweils ein Gelenk (7 ,8 ) angeordnet ist, wobei das jeweils obere Gelenk (7 ) mit dem oszillierenden Hubtisch (2 ) und das jeweils untere Gelenk (8 ) mit dem feststehenden Hubtisch (3 ) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenke (7 ,8 ) Lager aufweisen, und dass mindestens eines der Gelenke (7 ,8 ) mit mindestens zwei im Abstand (11 ) zueinander angeordneten Lagern (12 ,13 ) zum Lagern des jeweiligen Hebels (4 ) ausgebildet ist. - Bauteil (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Hebellänge (16 ) und Hubhöhe größer als 30 ist. - Bauteil (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager (12 ,13 ) als Gleitlager ausgebildet sind. - Bauteil (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lager (12 ,13 ) als Wälzlager ausgebildet sind. - Bauteil (
1 ) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzlager mit konischen Hülsen ausgebildet sind. - Bauteil (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die oberen Gelenke (7 ) und/oder die unteren Gelenke (8 ) mit Unterlagen ausgebildet sind. - Bauteil (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von Hebellänge (16 ) zum Abstand (11 ) der Lager (12 ,13 ) größer 1 und kleiner 4 ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200610002929 DE102006002929B4 (de) | 2006-01-21 | 2006-01-21 | Bauteil für eine Stranggießvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE200610002929 DE102006002929B4 (de) | 2006-01-21 | 2006-01-21 | Bauteil für eine Stranggießvorrichtung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE102006002929A1 DE102006002929A1 (de) | 2007-07-26 |
| DE102006002929B4 true DE102006002929B4 (de) | 2012-10-04 |
Family
ID=38219687
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE200610002929 Expired - Lifetime DE102006002929B4 (de) | 2006-01-21 | 2006-01-21 | Bauteil für eine Stranggießvorrichtung |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE102006002929B4 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP3354370A1 (de) * | 2017-01-31 | 2018-08-01 | SMS Group GmbH | Oszillationssystem für eine stranggiesskokille, und verfahren zum erzeugen einer oszillationsbewegung einer stranggiesskokille |
| CN110170628A (zh) * | 2019-07-15 | 2019-08-27 | 燕山大学 | 连铸结晶器双源柔顺激振装置 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4341719C1 (de) * | 1993-12-03 | 1995-04-06 | Mannesmann Ag | Einrichtung zum Stranggießen von Stahl |
| DE19541164A1 (de) * | 1995-11-04 | 1997-05-07 | Schloemann Siemag Ag | Oszillationseinrichtung für eine Stranggießkokille |
| DE19906886A1 (de) * | 1999-02-19 | 2000-08-24 | Sms Demag Ag | Vorrichtung zu Oszillieren einer Stranggießkokille |
-
2006
- 2006-01-21 DE DE200610002929 patent/DE102006002929B4/de not_active Expired - Lifetime
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| EP3354370A1 (de) * | 2017-01-31 | 2018-08-01 | SMS Group GmbH | Oszillationssystem für eine stranggiesskokille, und verfahren zum erzeugen einer oszillationsbewegung einer stranggiesskokille |
| DE102017201496A1 (de) | 2017-01-31 | 2018-08-02 | Sms Group Gmbh | Oszillationssystem für eine Stranggießkokille, und Verfahren zum Erzeugen einer Oszillationsbewegung einer Stranggießkokille |
| CN110170628A (zh) * | 2019-07-15 | 2019-08-27 | 燕山大学 | 连铸结晶器双源柔顺激振装置 |
| CN110170628B (zh) * | 2019-07-15 | 2021-04-30 | 燕山大学 | 连铸结晶器双源柔顺激振装置 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE102006002929A1 (de) | 2007-07-26 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SMS SIEMAG AKTIENGESELLSCHAFT, 40237 DUESSELDO, DE |
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