DE4003967C2 - Metallischer Verstärkungseinsatz zum Festlegen des Verhakungsbügels einer Sohle eines Langlaufskischuhs - Google Patents
Metallischer Verstärkungseinsatz zum Festlegen des Verhakungsbügels einer Sohle eines LanglaufskischuhsInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen metallischen Verstärkungseinsatz mit
den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
Des weiteren betrifft die Erfindung eine Nase für eine Sohle
eines Langlauflskischuhs entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 3, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer derartigen
Sohle entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 4.
In der FR-25 33 421 ist ein Schuh mit einem Einsatz beschrieben,
welcher eine Verankerungsplatte in Form eines vorderen stirnseitigen Win
kelprofils aufweist, welche das vordere Ende des Schuhs verstärken und die
Verbindung zwischen der Sohle und dem Oberleder des Schuhs verbessern
soll. Bei einer Ausführungsform dient diese Verankerungsplatte darüber
hinaus als Unterstützungs- bzw. Trageinrichtung für einen Bügel, welcher
mit einer Bindung der Scharnierbauart, welche auf einem Ski montiert ist,
zusammenwirken soll. Die Sohle des Schuhs wird auf dem den Bügel
tragenden Einsatz in der entsprechenden Herstellungsphase der Schuhsohle
übergeformt, wobei ein Teil des Bügels nach vorn übersteht, um mit der
Bindung des Schuhs zusammenzuwirken.
Auf einen Einsatz dieser Art mit einem frontalen Winkelprofil, welcher
einen Verhakungsbügel trägt und auf welchen die Schuhsohle aufgeformt ist,
wird im nachfolgenden Bezug genommen, wobei von diesem Stand der
Technik, welcher in dem zitierten Dokument dargestellt ist, ausgegangen
wird.
Wie in dem angeführten Dokument ausgeführt ist, wird die Anwesenheit des
Einsatzes als Kompromißlösung für gegenläufige Forderungen gerechtfertigt,
d. h. der Aufrechterhaltung der Flexibilität der Sohle sowie ihrer ausreichen
den Steifigkeit im vorderen Teil oder der Nase, welche den Bügel trägt, der
mit der Bindung zusammenwirkt.
Da diese Lösung nur einen Kompromiß darstellt, leidet sie unter wirklichen
Unzulänglichkeiten, welche dazu anregen, substantielle Verbesserungen
aufzufinden, wobei eine gute Verankerung des Einsatzes in der Sohle aus
Kunststoffmaterial verwirklicht wird, also mit einer maximalen Dicke des
Materials beiderseits des Einsatzes, wobei jedoch die Dicke der Sohle so
klein wie möglich gehalten wird, um für eine gute Führung des Ski den
Fuß so nahe wie möglich zur Oberseite des Ski zu halten.
Weiterhin ist in der DE-PS 67 80 64 ein Sportschuh mit Kautschukgleit
schutzstollen und einem metallischen Versteifungsring zum Halten der Stollen
beschrieben.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verstärkungseinsatz
der oben genannten Art bereitzustellen, der in dem Langlaufskischuh sicher
verankert ist.
Darüber hinaus sollen ebenfalls die Steifigkeits- und Festigkeitseigenschaften
des vorderen Endteils oder der Nase der Sohle verbessert werden, welche
über den Verankerungsbügel mechanisch und konstant mit der auf dem Ski
montierten Bindung zusammenwirkt. Des weiteren soll ein Herstellungsverfahren
für eine derartige Sohle eines Langlaufskischuhs aufgezeigt werden.
Diese Aufgaben werden gemäß der Erfindung durch einen metallischen Ver
stärkungseinsatz gemäß Anspruch 1, eine Sohlennase gemäß Anspruch 3 und
ein Herstellungsverfahren gemäß Anspruch 4 erreicht. Hierzu schlägt die
Erfindung einen neuen Einsatz vor, welcher eine bessere Verankerung in
dem Kunststoffmaterial, welches einerseits aufgeformt worden ist, und
welcher ebenfalls die Verwendung von Materialien verschiedener technischer
Eigenschaften begünstigt, weicher und biegsamer für die eigentliche Sohle
und härter und steifer für die Nase dieser Sohle, welche über den Ver
ankerungsbügel mit der Skibindung zusammenwirkt.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach Anspruch 1 bzw. Anspruch 4
ergeben sich aus Anspruch 2 bzw. 5 und 6.
Im folgenden sind bevorzugte Ausführungsformen mit Bezug auf die beglei
tenden Zeichnungen beschrieben. Darin zeigen:
Fig. 1A, 1B und 1C
jeweils in Draufsicht, in Längsschnittansicht längs der Ebene A-A
und in Vorderansicht eine Verankerungsplatte gemäß der Erfindung,
Fig. 2A, 2B und 2C
in entsprechenden Darstellungen zu den vorhergehenden die gleiche
Verankerungsplatte, versehen mit einem Verhakungsbügel, welcher
mit einer Bindung der Scharnierbauart, welche auf einem Langlauf
ski montiert ist, zusammenwirken soll,
Fig. 3A, 3B, 3C und 3D
jeweils in Draufsicht, Längsschnittansicht längs der Ebene B-B, Un
teransicht und Querschnittansicht längs der Ebene C-C eine Sohlen
nase, welche auf einen Einsatz aufgeformt ist, welche entsprechend
den Fig. 2A bis 2C ausgebildet ist, und welche für die ab
schließende Formung der eigentlichen Sohle bereit ist, und
Fig. 4 eine Längsschnittansicht entsprechend den Fig. 2B und 3B des
vorderen Endes einer Schuhsohle, welche durch Überformung auf
die Nase der Fig. 3A bis 3D hergestellt ist.
Die in den Fig. 1A, 1B und 1C dargestellte Verankerungsplatte 1 ähnelt
der bekannten Platte, welche in der FR 25 33 421, welche oben erörtert
worden ist, dargestellt ist. Diese Platte ist vorzugsweise ein geformtes bzw.
tiefgezogenes Blechstück mit einem ungefähr ebenen Teil oder einer Veran
kerungsplatte 1, deren stirnseitiges bzw. frontales Ende als abgerundetes
Winkelprofil 2 angehoben ist und deren seitliche Ränder zwei ungefähr U-
förmige Flügel 3 bilden zur Aufnahme z. B. durch Quetschverbindung eines
Verhakungsbügels 4 mit der Bindung eines Langlaufski. Dieser Bügel 4 mit
üblicher bekannter Form scheint in den Fig. 2A, 2B und 2C auf dem
Einsatz eingefaßt zu sein. Wie ebenfalls bekannt, weist die Verankerungsplat
te 1 vorteilhafterweise Löcher oder bogenförmige Ausschnitte 5, 5' auf, von
denen mindestens ein Loch 5 im hinteren Teil der Verankerungsplatte 1
angeordnet ist, wobei die Löcher 5, 5' es ermöglichen, daß während der
Formung bzw. des Spritzgießens das Kunststoffmaterial vollkommen auf die
beiden Seiten der Verankerungsplatte 1 strömt und diese beiden Seiten
untereinander verbindet, um eine gute Verhakung zu gewährleisten. Die
Seiten der Verankerungsplatte 1 können ebenfalls Kerben oder Falten auf
weisen, welche diese Verhakung des Kunststoffmaterials auf dem metalli
schen Einsatz begünstigen.
Um eine gute Verankerung des oben beschriebenen Einsatzes zu gewähr
leisten, ist es erforderlich, für die Formung der Sohle unter dem Einsatz
eine Materialüberdicke vorzusehen, was, wie oben ausgeführt worden ist, die
Führung des Ski beeinträchtigt.
Um bei gleichbleibender Gesamtmaterialdicke eine gute Verankerung des
Einsatzes zu erreichen, wobei die Dicke jedoch trotzdem auch so klein wie
möglich bleibt, wird gemäß der Erfindung dem hinteren Teil der Veranke
rungsplatte 1 eine nach oben vorspringende und das Verbindungsloch 5
umgebende Buckel- bzw. Wulstform 6 gegeben. Hierdurch ist es möglich,
selbst im Bereich des hinteren Teils des Einsatzes, für die Sohle eine im
wesentlichen gleiche Dicke des geformten Materials beiderseits des Einsatzes
zu erzielen, wie dies klar aus dem Längsschnitt des vorderen Teils einer
Sohle hervorgeht, welcher auf einen solchen Einsatz aufgeformt ist, darge
stellt in Fig. 4.
Es kann auf ein anderes, härteres Kunststoffmaterial im vorderen Teil des
Einsatzes zurückgegriffen werden. Die Verwendung eines starren, härteren
und widerstandsfähigeren Materials für die Nase der Sohle im Unterschied
zur eigentlichen flexiblen Sohle erweist sich als interessant, da sie die
Halterung des Bügels 4, welcher mit der Bindung zusammenwirkt, erheblich
verbessert. Ein solches hartes Kunststoffmaterial ermöglicht die Erlangung
von strengeren Herstellungstoleranzen bezügliches dieses sehr technischen
Teils des Langlaufskischuhs.
Ausgehend von dem oben beschriebenen Einsatz schlägt die Erfindung daher
für die Herstellung einer Schuhsohle vor, zunächst eine solche starre Nase
durch Überformung auf den Einsatz in einer ersten Form aus einem starren
Kunststoffmaterial 7 herzustellen, wobei diese Überformung nur in den
Teilen des Einsatzes erfolgt, in welchen sich nicht der Buckel bzw. die
Wulst 6 befindet, wobei mindestens dieser Buckel- bzw. Wulstbereich 6 frei
bleiben muß bzw. soll für die nachfolgende Überformung der eigentlichen
biegsamen Sohle. Der vordere Verhakungsteil des Bügels 4 sollte ebenfalls
frei bleiben während der Überformung der Nase.
Die Herstellung dieser Nase durch Überformung stellt keine besonderen Pro
bleme für den Kunststoffverarbeiter dar und erfordert daher keine andere
Entwicklung. Eine so erhaltene Nase ist in den Fig. 3A bis 3D darge
stellt.
Die Nasen können nach Entformung und Entfernung jeder Spur von Entfor
mungsmitteln gelagert werden im Hinblick auf ihre nachfolgende Verwendung
zur Herstellung von Sohlen. Diese Lagerung sollte, um ihre optimale Haf
tung (welche darüber hinaus durch Kerben oder Falten auf der Oberfläche
begünstigt werden kann) am besten zu garantieren, unter Schutz gegen Ver
schmutzung durch Öldämpfe, Staubpartikel oder andere Verschmutzungen
erfolgen. Vor dem Überspritzvorgang werden die Nasen ausreichend lange
auf eine angemessene Temperatur gebracht und gehalten.
Es wird angemerkt, daß die Abmessungen der Nase gemäß der Erfindung
nicht von der Schuhgröße abhängen, in welche sie eingebaut werden. Diese
Nase kann daher die gleiche für alle Sohlen sein, was den Bedürfnissen der
Standardisierung der Herstellung entspricht.
Für die Fertigstellung einer Schuhsohle ist es erforderlich, in einer neuen
Form das flexible Kunststoffmaterial der eigentlichen Sohle durch Überfor
mung auf die Nase aufzubringen, wobei in diesem Material der Teil der
freigebliebenen Nase bzw. des freigebliebenen Vorderteils, d. h. der Wulstbe
reich des Einsatzes, verankert wird, wie dies im vorhergehenden ausgeführt
worden ist.
Diese Überformung des flexiblen Materials auf die Nase liegt im Können
und Wissen des Kunststoffverarbeiters und erfordert keine besondere Ent
wicklung. Es wird jedoch angemerkt, daß das Herstellungsverfahren gemäß
der Erfindung durch Überformung der eigentlichen Sohle auf eine vorfabri
zierte Nase es ermöglicht, diese Überformung in mehreren Phasen in aufein
anderfolgenden Formen zu verwirklichen, was die Verwendung von verschie
denen flexiblen Materialien, insbesondere von verschiedenen Farben erlaubt.
Dieser Aspekt hat erhebliche Bedeutung, da er die Herstellung von zwei-
oder mehrfarbigen Sohlen erlaubt, was ästhetischen Designbedürfnissen
entgegenkommt. Ein solches Beispiel ist im Schnitt in Fig. 4 dargestellt,
wobei die Überformung auf die Nase mit zwei verschiedenen aufeinander
folgenden Materialien 8 und 8' in zwei aufeinanderfolgenden Formen erfolgt
ist, was zum Können und Wissen des Durchschnittsfachmanns gehört.
Claims (6)
1. Metallischer Verstärkungseinsatz zum Festlegen des Verhakungsbügel (4)
einer Sohle aus geformtem Kunststoffmaterial (7, 8, 8') eines Langlaufskischuhs
mit einer Bindung der Scharnierbauart, wobei der Verstärkungseinsatz
eine Verankerungsplatte (1) mit einem vorderen und einem hinteren Teil
umfaßt und im vorderen Teil mit einem sich nach oben erstreckenden
Winkelprofil (2) und an den seitlichen Rändern mit Flügeln (3) zum
Festklemmen des Bügels (4) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verankerungsplatte (1) in ihrem hinteren Teil eine nach oben vorspringende Wulstform (6) aufweist,
das Kunststoffmaterial (8, 8') im Bereich des hinteren Teils der Ver ankerungsplatte (1) im wesentlichen gleiche Dicke beiderseits des Ver stärkungseinsatzes aufweist, und
im vorderen Teil der Verankerungsplatte (1) ein härteres Kunststoffmaterial (7) vorgesehen ist als im hinteren Teil.
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verankerungsplatte (1) in ihrem hinteren Teil eine nach oben vorspringende Wulstform (6) aufweist,
das Kunststoffmaterial (8, 8') im Bereich des hinteren Teils der Ver ankerungsplatte (1) im wesentlichen gleiche Dicke beiderseits des Ver stärkungseinsatzes aufweist, und
im vorderen Teil der Verankerungsplatte (1) ein härteres Kunststoffmaterial (7) vorgesehen ist als im hinteren Teil.
2. Metallischer Verstärkungseinsatz nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß in dem Wulstbereich (6) der Verankerungsplatte (1)
mindestens ein Verbindungsloch (5) zwischen der Oberseite und der
Unterseite der Verankerungsplatte (1) vorgesehen ist.
3. Nase einer Sohle eines Langlaufskischuhs, welche einen Verhakungs
bügel (4) zum Zusammenwirken mit einer Bindung der Scharnierbauart trägt
und integraler Bestandteil der Sohle ist, dadurch gekennzeichnet, daß
die Nase aus einem Verstärkungseinsatz gemäß Anspruch 1 oder 2
besteht, auf welchem der Verhakungsbügel (4) festgeklemmt ist und auf welchem,
ausgenommen mindestens der Wulstbereich (6), ein Kunststoffmaterial
aufgeformt ist, wobei mindestens der vordere Verhakungsteil des Bügels
(4) frei bleibt.
4. Verfahren zur Herstellung einer Sohle eines Langlaufskischuhs, welcher
vorgesehen ist, mit einer Bindung der Scharnierbauart, welche auf
einem Ski montiert ist, zusammenzuwirken, dadurch gekennzeichnet, daß
in einer ersten Form eine Nase gemäß Anspruch 3 durch Spritzgießen
eines ersten Kunststoffmaterials (7) hergestellt wird, und daß auf diese
Nase durch Spritzgießen in mindestens einer zweiten Form mindestens
ein zweites Kunststoffmaterial (8, 8') aufgeformt wird, um mindestens einen
Teil der eigentlichen Sohle herzustellen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstel
lung der Nase durch Spritzgießen eines harten und steifen Materials (7)
auf die Verankerungsplatte (1) und die Herstellung der eigentlichen
Sohle durch Spritzgießen mindestens eines weichen und flexiblen Materi
als (8, 8') auf die Nase erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das
Überformen auf die Nase der eigentlichen Sohle in mindestens zwei
Zeitabschnitten in mindestens zwei aufeinanderfolgenden verschiedenen
Formen erfolgt durch Spritzgießen von mindestens zwei verschiedenen
Kunststoffmaterialien (8, 8'), insbesondere mit verschiedenen Farben.
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