DE4003757A1 - Vorrichtung zum erzeugen und messen der von einer mit roentgenstrahlung bestrahlten probe ausgehenden sekundaerstrahlung - Google Patents
Vorrichtung zum erzeugen und messen der von einer mit roentgenstrahlung bestrahlten probe ausgehenden sekundaerstrahlungInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erzeugen
und Messen von Sekundärstrahlung, welche von einer mit Röntgen
strahlen bestrahlten Probe ausgeht. Eine solche Vorrichtung hat
im wesentlichen die folgenden Merkmale:
- - eine Röntgenröhre in einem für Röntgenstrahlen im wesentli chen undurchlässigen Gehäuse,
- - eine Öffnung in dem Gehäuse für den Austritt eines Röntgen strahlenbündels,
- - einen Kollimator zur Begrenzung der Röntgenstrahlung auf einen bestimmten, fest definierten Flächenbereich,
- - einen Verschluß zwischen Röntgenröhre und Kollimator, welcher den Röntgenstrahl beispielsweise zwecks Probenwech sel unterbrechen kann,
- - eine Justiereinrichtung zum Einstellen des gewünschten Auftreffpunktes der Röntgenstrahlung und
- - ein Proportionalzählrohr oder dergleichen zur Erfassung der von der bestrahlten Probe ausgehenden Sekundärstrahlung.
Bei geöffnetem Verschluß wird dann aus der von der Röntgenröhre
ausgehenden Strahlung durch den Kollimator ein Röntgenstrahl
ausgeblendet, der auf einen kleinen Flächenbereich einer zu
messenden Probe auftrifft, wobei gegebenenfalls das Proportio
nalzählrohr oder ein anderes Gerät zur Erfassung der Sekundär
strahlung auf den bestrahlten Bereich der Probe ausgerichtet
wird und so die von diesem Bereich ausgehende Sekundärstrahlung
erfaßt.
Derartige Vorrichtungen eignen sich beispielsweise gut für die
Schichtdickenbestimmung sehr dünner Schichten durch Messen der
Fluoreszenzstrahlung, welche von dem bestrahlten Probenbereich
ausgeht.
Die zu untersuchenden Proben sind häufig sehr klein und die zu
untersuchenden Oberflächen sind nicht immer homogen, so daß es
für das Ergebnis einer Sekundärstrahlungsmessung häufig sehr auf
die genaue Kenntnis des Flächenbereiches ankommt, auf welchen
die Röntgenstrahlung auftrifft. Andererseits ist dieser Bereich
aber nicht ohne weiteres erkennbar, da sowohl die Röntgenstrah
lung als auch (im allgemeinen) die Sekundärstrahlung unsichtbar
sind.
Aus diesem Grund weisen derartige Geräte im allgemeinen eine
Justiereinrichtung auf, welche über Hilfsmittel die Ausrichtung
des Röntgenstrahls und seinen Auftreffpunkt auf einer Probe
anzeigt. Diese Justiereinrichtungen, die beispielsweise einen
Lichtfleck auf den vermeintlichen Auftreffpunkt der Röntgen-
Strahlung projizieren, sind jedoch nicht sehr genau, und können
leicht dejustiert werden, ohne daß die falsche Justierung ohne
weiteres erkennbar ist, wobei außerdem die Justierung häufig
noch einen bestimmten Abstand des Kollimators von der Probe
voraussetzt.
Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei welcher eine Dejustierung praktisch ausgeschlossen
ist und bei welcher der Justiervorgang wesentlich einfacher und
mit hoher Genauigkeit durchgeführt werden kann.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Kollimator selbst
einen Teil der Justiereinrichtung bildet. Zwar sind auch bei
bekannten Geräten dieser Art Justiereinrichtung und Kollimator
gelegentlich miteinander gekoppelt, dabei spielt jedoch der
Kollimator selbst keine aktive Rolle bei der Justierung und die
Verbindung zwischen Justiereinrichtung und Kollimator dient
lediglich dazu, einen Bezugspunkt für die Justiereinrichtung zu
fixieren. Hiervon unterscheidet sich die vorliegende Erfindung
dadurch, daß der Kollimator selbst unmittelbar als Teil der
Justiereinrichtung Verwendung findet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung geschieht
dies dadurch, daß eine Einrichtung vorgesehen ist, mit Hilfe
welcher bei geschlossenem Verschluß ein Lichtstrahl durch die
Kollimatorbohrung geführt wird.
In vorteilhafter Weise kann ein solcher Lichtstrahl als Zeiger
dienen, wobei dieser aus dem Kollimator austretende Lichtstrahl
einen Lichtfleck genau an der Stelle erzeugt, an welcher auch
der Röntgenstrahl, welcher den gleichen Weg durch den Kollimator
nimmt, auftreffen muß. Dies gilt insbesondere dann, wenn der
Kollimator eine relativ lange Bohrung mit kleinem Durchmesser
aufweist und/oder einen großen Abstand von der Röntgenröhre hat.
Umgekehrt kann jedoch auch die Probe beleuchtet werden, wobei
ein Teil dieses Lichtes auch in die Kollimatorbohrung hinein
reflektiert wird und beispielsweise durch eine oberhalb des
Kollimators angebrachte Spiegeloptik betrachtet werden kann, auf
diese Weise könnte ebenfalls der Auftreffpunkt der Röntgenstrah
lung identifiziert werden.
Bevorzugt ist jedoch eine Ausführungsform der Erfindung, bei
welcher die Einrichtung zum Hindurchführen eines Lichtstrahls
durch die Kollimatorbohrung eine am Verschluß angeordnete
direkte oder indirekte Lichtquelle aufweist.
Unter einer indirekten Lichtquelle ist dabei beispielsweise ein
Spiegel zu verstehen, welcher das von einer anderen Lichtquelle
herkommende Licht in die Kollimatorbohrung hineinreflektiert.
Ebensogut könnte aber auch am Verschluß selbst eine aktive
Lichtquelle, z. B. eine Leuchtdiode, eine Glühlampe oder ein
Laser angeordnet sein.
Selbstverständlich könnte die Lichtquelle auch in Betrieb sein,
wenn der Verschluß geöffnet ist, so daß auch während der Messung
der von Röntgenstrahlen beaufschlagte Bereich einer Probe
optisch sichtbar ist. Dies könnte man beispielsweise durch
Verwendung eines Spiegelmaterials erreichen, welches für
Röntgenstrahlen durchlässig ist und bei "geöffnetem Verschluß"
so im Strahlengang der Röntgenstrahlung liegt, daß gleichzeitig
ein Lichtstrahl in die Kollimatorbohrung eingespiegelt werden
kann.
Generell wird eine Ausführungsform der Erfindung bevorzugt, bei
welcher bei geschlossenem Verschluß die der Kollimatorbohrung
zugewandte Seite des Verschlusses eine die Achse der Kollimator
bohrung schneidende Spiegelfläche aufweist, wobei eine Licht
quelle in Richtung der in dieser Verschlußstellung gespiegelten
Achse der Kollimatorbohrung angeordnet ist.
Dabei kann der Verschluß beispielsweise aus einem prismatischen
Block mit einer zur Kollimatorachse um 45° geneigten Unterkante
sein, welcher von der Seite her in den Strahlengang eingeschoben
wird und so den Röntgenstrahl unterbricht, gleichzeitig jedoch
eine Spiegelfläche bereitstellt, so daß eine Lichtquelle, welche
in Richtung der in diesem Fall um genau 90° zur Seite gespiegel
ten Kollimatorachse angeordnet ist, den Spiegel beleuchtet, der
das Licht teilweise durch die Kollimatorbohrung hindurchreflek
tiert.
In der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht der
Verschluß aus einem um seine Achse um 90° drehbaren und in der
Grundform zylindrischen Teil, dessen eine Fläche entlang einer
um etwa 45° zur Zylinderachse abgewinkelten Ebene verläuft.
Durch entsprechende Anordnung dieses zylindrischen Teiles kann
man erreichen, daß der Röntgenstrahl in der Position, in welcher
die schräg zur Zylinderachse des Verschlußteiles verlaufende
Fläche im wesentlichen parallel zur Achse der Kollimatorbohrung
ist, ungehindert am Verschlußteil vorbei in den Kollimator
eintreten kann, während in einer um 90° hierzu gedrehten
Stellung des Verschlußteiles der Röntgenstrahl an dieser Stelle
unterbrochen wird, wobei die schräg verlaufende Zylinderfläche
in diesem Fall der Kollimatorbohrung zugewandt ist und sich
ebenfalls unter einem Winkel von 45° relativ zu dieser Achse
erstreckt. Diese Fläche, die vorzugsweise verspiegelt ist, lenkt
dann das Licht von einer auf Höhe des Verschlusses im Abstand
zur Kollimatorachse angeordneten Lichtquelle genau in die
Kollimatorbohrung hinein und auf das darunter befindliche
Objekt.
Zweckmäßigerweise wird der Verschluß mit einem Schalter für die
entsprechende Lichtquelle gekoppelt.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der Kollima
tor an seinem der zu messenden Probe zugewandten Ende spitz
zulaufend ausgebildet, so daß dieses Ende auch als Zeiger oder
Justierspitze angesehen werden kann, welche genau auf den Punkt
weist, in welchem der Röntgenstrahl auftreffen wird. Dabei ist
eine Ausführungsform der Erfindung besonders bevorzugt, bei
welcher der Kollimator so lang ausgebildet wird, daß diese
Spitze unmittelbar über der zu messenden Probe angeordnet wird,
so daß der Meßfleck hierdurch eindeutig definiert ist. Zweck
mäßigerweise hat der Kollimator Zylindersymmetrie, so daß die
Spitze entsprechend kegelförmig ausgebildet ist und die Bohrung
genau im Zentrum der etwas abgeplatteten Spitze endet. Am
meisten bevorzugt ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei
welcher der Kollimator die eben genannte Form hat und bei
welcher zusätzlich die optischen Einrichtungen zum Hindurchfüh
ren eines Lichtstrahls durch die Kollimatorbohrung vorgesehen
sind.
Dabei hat es sich als zeckmäßig erwiesen, wenn die Bohrung durch
einen relativ langen Kollimator, von der Spitze her gesehen,
stufenförmige zylindrische Erweiterungen aufweist.
Um bei der Messung der Sekundärstrahlung eine möglichst hohe
Ortsauflösung zu erhalten, muß der aus dem Kollimator austreten
de Röntgenstrahl ensprechend fein gebündelt bzw. ausgeblendet
sein. Hierzu sind Kollimatorbohrungen erforderlich, deren
Durchmesser typischerweise im Bereich von 0,3 bis 1 mm liegt. Es
versteht sich, daß eine Bohrung von 0,3 mm Durchmesser in einem
sehr langen Kollimator nur unter erheblichen Schwierigkeiten
anzubringen ist, so daß die stufenweise erweiterte zylindrische
Bohrung eine erheblich leichtere Herstellung ermöglicht, wobei
lediglich die letzten 1 bis 10 mm des Endstückes des Kollimators
die Bohrung mit dem kleinen Durchmesser aufweisen müssen.
Weiterhin hat es sich als zweckmäßig erwiesen, wenn gemäß einer
weiteren Ausgestaltung der Erfindung der Kollimator federnd am
Gehäuse der Röntgenröhre oder an anderen Teilen der Vorrichtung,
wie z. B. am Verschlußgehäuse, aufgehängt ist. Dies ermöglicht
es, die Kollimatorspitze gegen die Probe zu fahren, ohne diese
zu zerstören, da der Kollimator dann aufgrund der federnden
Aufhängung entsprechend zurückweicht. Dabei sind Führungselemen
te vorgesehen, welche eine Bewegung des Kollimators nur entlang
seiner Bohrungsachse zulassen, wobei eine Druckfeder das
Einfedern des Kollimators erlaubt. Diese Druckfeder kann jedoch
auch als Zugfeder wirken, wenn der Kollimator in Gegenrichtung
verfahren wird. Besonders bevorzugt ist eine Ausführungsform der
Erfindung, bei welcher die Führungselemente aus teleskopartig
ineinandergeführten Rohrteilen bestehen, welche mit präziser
Passung ineinander geführt und konzentrisch zur Achse der
Kollimatorbohrung angeordnet sind, wobei mindestens eines dieser
Teleskoprohrteile von einer Schraubenfeder umgeben ist, die sich
mit einem Ende beispielsweise am Gehäuse des Kollimatorver
schlusses und mit ihrem anderen Ende an einem mit dem Kollimator
starr verbundenen Teil abstützt. Dabei kann eine Vorschubein
richtung vorgesehen sein, welche die gesamte Anordnung in
Richtung der Probe und parallel zur Kollimatorachse verfährt,
ebenso kann eine zusätzliche Verschiebeeinrichtung vorgesehen
werden, welche den Kollimator gegen die Wirkung der Druckfeder
oder mit deren Unterstützung in Richtung der Kollimatorachse von
der Probe weg oder auf diese zu bewegt.
Zweckmäßigerweise ist ein Sensor vorgesehen, welcher eine über
ein vorgegebenes Maß hinausgehende Rückfederung des Kollimators
erfaßt. So wäre es beispielsweise möglich, die gesamte Vorrich
tung von Hand grob zu justieren bzw. eine Probe an oder unter
dieser Vorrichtung anzuordnen und dann die gesamte Vorrichtung
mit Kollimator oder aber den Teil, welcher die Probe haltert, so
zu bewegen, daß die Spitze des Kollimators auf der Probe
aufsetzt. Da der Kollimator federnd gelagert ist, wird er
federnd zurückweichen, sobald die Druckkraft der Spitze auf die
Probe ein bestimmtes Maß übersteigt, wobei diese Einfederung von
einem Sensor erfaßt und registriert wird. Zweckmäßigerweise wird
dann die weitere Relativbewegung zwischen Probe und Vorrichtung
gestoppt und die Einrichtung, welche den Kollimator relativ zur
übrigen Vorrichtung verschieben kann, zieht den Kollimator
wieder von der Probe ab. Stattdessen könnte jedoch auch die
gesamte Relativbewegung zwischen Probe und der Vorrichtung
umgekehrt werden, indem eine Bewegung in entgegengesetzter
Richtung um einen Betrag erfolgt, der das Maß der Einfederung
des Kollimators etwas übersteigt. Auch in diesem Falle wäre
sichergestellt, daß die Kollimatorspitze sich im Abstand zu der
Probe befindet, wobei dieser Abstand vorzugsweise im Bereich von
1 bis 5 mm liegt.
Eine zweckmäßige Ausführungsform der Erfindung liegt in der
Ausgestaltung einer Vorschubeinrichtung in Form einer Schub/Zug
stange, welche mit einem Ende auf einem Exzenter gelagert ist.
Der Exzenter kann dann drehend angetrieben werden, wobei die
Schubstange entweder die Gesamtanordnung oder die Probe bzw. die
Probenhalterung oder aber auch den Kollimator relativ zur
übrigen Vorrichtung bewegt. Besonders geeignet für solche
Vorschubbewegungen sind Schrittmotoren, die eine exakt definier
te Einstellung ermöglichen.
Außerdem kann noch ein optischer und/oder akustischer Signalge
ber vorgesehen sein, welcher das Berühren der Probe durch die
Kollimatorspitze anzeigt.
In vorteilhafter Weise erlaubt die vorliegende Erfindung mit
ihren verschiedenen, vorgenannten Ausführungsformen, deren
Merkmale sowohl einzeln für sich als auch in Kombination
miteinander verwirklicht werden können, daß der Kollimator
selbst als Justierelement benutzt wird, so daß eine sehr genaue
Justierung des Röntgenstrahles erfolgen kann. Dabei wird bei
einer Ausführungsform, die immer einen definierten und sehr
kleinen Abstand einer Kollimatorspitze zur Probenoberfläche
vorsieht, auch immer ein konstanter Abstand zwischen Röntgenröh
re und Probe sichergestellt, so daß hierdurch eine weitere
Fehlerquelle eliminiert wird, die mit der unterschiedlichen
Strahlungsintensität aufgrund unterschiedlicher Abstände
zwischen Röntgenröhre und Probe zusammenhängt. Dies wird durch
das Heranfahren des Kollimators in Berührung mit der Probe,
seine federnde Aufhängung und das anschließende, definierte
Zurückfahren des Kollimators relativ zur Probe erreicht. Wie
schon erwähnt, kommt es dabei lediglich auf die Relativbewegung
der Vorrichtung bzw. des Kollimators zur Probe an, so daß
selbstverständlich auch die Probe selbst oder eine Halterung für
die Probe entsprechend bewegt werden können.
Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der
vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der folgenden
Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform und der dazu
gehörigen Figuren. Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt entlang der Achse der
Kollimatorbohrung durch den Kollimator, die Kollimator
halterung, den Verschluß und die angrenzende Gehäuse
wand einer Röntgenröhre,
Fig. 2 den Verschluß in der geschlossenen Stellung, gesehen
von der Röntgenröhre her in Richtung der Kollimatorach
se,
Fig. 3 die gleiche Ansicht wie in Fig. 2, jedoch mit offenem
Verschluß,
Fig. 4 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 von hinten und
Fig. 5 eine Schnittansicht entlang der Linie V-V in Fig. 4.
In Fig. 1 erkennt man die Gehäusewand 20 einer nicht darge
stellten, darüber angeordneten Röntgenröhre. Das Gehäuse 20 der
Röntgenröhre weist eine Blendenöffnung 21 auf, durch welche die
Röntgenstrahlung aus dem Gehäuse austreten kann. Unmittelbar
unter der Blendenöffnung 21 ist ein Verschluß 5 angeordnet, mit
einem Block 23, der in Flucht mit der Blende 21 eine Bohrung 24
aufweist. Die Bohrung 24 endet in einem im wesentlichen zylin
drischen Raum 25, welcher quer zur Achse der Bohrung 24 ver
läuft. In diesem zylindrischen Raum ist ein Verschlußkörper 26
angeordnet, der in der Grundform zylindrisch ist, dessen eine
Stirnfläche jedoch unter einem Winkel von näherungsweise 45°
relativ zur Achse des zylindrischen Teiles 26 verläuft. Im
übrigen ist das zylindrische Teil im wesentlichen konzentrisch
in dem zylindrischen Raum 25 angeordnet, wobei der Durchmesser
des Teiles 26 nur geringfügig kleiner als der des zylindrischen
Raumes 25 ist, um diesen möglichst weitgehend auszufüllen und
Röntgenstreustrahlung weitgehend zu vermeiden. Das zylindrische
Verschlußteil 26 ist über eine Welle 27 mit einem Drehmagneten
8 verknüpft, welcher im wesentlichen zwei verschiedene, um 90°
gegeneinander versetzte Drehstellungen der Welle 27 einstellen
kann. Wie man in den Fig. 2 und 3 sehr schön erkennen kann,
deckt das Verschlußteil 7 in der Verschlußstellung "zu" die
Kollimatorbohrung 6 (und auch die Bohrung 24) vollständig ab,
gibt sie jedoch in der hierzu um 90° verdrehten Stellung, die in
Fig. 3 zu erkennen ist, vollständig frei.
Dies bedeutet, daß in der geschlossenen Position des Verschlus
ses der Schnittpunkt zwischen der Achse 7 der Kollimatorbohrung
6 mit der verspiegelten Schrägfläche des Verschlußteiles 26
etwas oberhalb der Zylinderachse des Raumes 25 liegt, so daß bei
einer 45°-Neigung dieser Spiegelfläche relativ zur Kollimator
achse die Lichtquelle im Abstand zur Kollimatorachse und etwas
oberhalb der Achse des zylindrischen Verschlußteiles 26 bzw. des
zylindrischen Raumes 25 angeordnet sein sollte, oder aber der
Spiegel eine von 45° abweichende Neigung relativ zur Kollimator
achse 7 hat. Ganz allgemein gilt die Bedingung, daß die Verbin
dungslinie von der Lichtquelle zu dem Punkt des Spiegels, den
die Achse 7 der Kollimatorbohrung schneidet, mit der Spiegelflä
che 4 denselben Winkel einschließt, wie die Achse 7 selbst,
wobei außerdem die Achse 7 und die genannte Verbindungslinie in
derselben, zur Spiegelebene senkrechten Ebene liegen müssen. Mit
anderen Worten, die gespiegelte Achse 7′ der Kollimatorbohrung
6 ist die genannte Verbindungslinie von der Lichtqelle zum
Schnittpunkt der Achse 7 mit dem Spiegel 4.
Der Kollimator 1 selbst besteht aus einem massiven, zylindri
schen Stahl- oder Edelstahlteil mit einem konisch spitz zulau
fenden vorderen Ende 16. Entlang der Achse dieses zylindrischen
Teils erstreckt sich die Kollimatorbohrung 6, die nach oben hin,
d. h. von dem vorderen Ende weg, zylindrische Erweiterungen
aufweisen kann. Die Spitze des vorderen Endes 16 ist etwas
abgeplattet, so daß die untere Bohrungsöffnung im Zentrum einer
Kreisfläche liegt und in diesem Bereich die Bohrung eine
minimale Wandstärke von ca. 1 mm hat.
Das obere Ende 12 des Kollimators ist in seinem Inneren als
äußerer Rohrteil einer Teleskopführung ausgebildet. Auf seiner
Außenseite hat das obere Kollimatorende 12 ein Gewinde zur
Aufnahme einer Überwurfmutter 13, die auch durch einen Flansch
ersetzt sein kann. In dem hinteren Rohrteil 12 des Kollimators
1 ist ein Teleskoprohr 11 mit möglichst genauer Passung geführt
und mit seinem oberen Ende am Verschlußblock 23 befestigt und
zwar derart, daß die Achse 7 der Kollimatorbohrung mit der Achse
der Blende 21 und der Bohrung 24 zusammenfällt. Eine Schrauben
druckfeder 10 umgibt das Teleskoprohr 11 und stützt sich mit
seinem oberen Ende am Verschlußblock und mit seinem unteren Ende
an dem Rohrteil 12 des Kollimators 1 ab. Ein Winkel 14 ist
vorgesehen für die Verbindung mit einer nicht dargestellten
Antriebseinheit, welche gegen oder mit Unterstützung der Kraft
der Druckfeder 10 den Kollimator relativ zum Verschlußblock 23
verschieben kann. Der Winkel 14 weist eine Bohrung auf, die den
zylindrischen Teil des Kollimators 1 aufnimmt, der darüberhinaus
zur Befestigung des Winkels 14 noch einen Absatz oder Flansch
aufweisen kann, um den Winkel 14 mit Hilfe der Überwurfmutter 13
am Kollimator zu befestigen.
In den Fig. 1 bis 4 ist als Lichtquelle eine Glühlampe 3
eingezeichnet, welche jedoch auch durch eine Leuchtdiode oder
einen Laser ersetzt werden kann. Wie sich insbesondere aus den
Fig. 3 und 4 ergibt, sollte bei einer konzentrischen Anord
nung der Lichtquelle relativ zum Zylinderraum 25, der zwischen
Spiegelfläche 4 und Kollimatorachse 7 eingeschlossene Winkel
etwas größer als 45° sein, damit die oben genannte Bedingung für
die Einspiegelung des von der Lichtquelle 3 ausgehenden Lichtes
in die Kollimatorbohrung 6 optimal erfüllt wird.
In Fig. 5 erkennt man deutlich die Querschnittsform des
Verschlußblockes 23 und die zylindrische Form des Raumes 25,
ebenso wie die Teleskopführung des Rohres 11 in dem oberen
Rohrteil 12 des Kollimators 1.
Die Vorschub- und Antriebseinrichtungen für die Vorrichtung und
für die Verschiebung des Kollimators relativ zum Verschlußblock
23 sind in den Figuren, ebenso wie auch der oder die Sensoren
zur Erfassung der Kollimatoreinfederung, nicht dargestellt.
Derartige Bauelemente und Baugruppen sind jedoch der Fachwelt
hinreichend bekannt, so daß auf die bekannten Einrichtungen für
solche Zwecke verwiesen werden kann.
Mit der vorliegenden Erfindung ist es gelungen, das Problem der
Justierung von Röntgengeräten, welche Röntgenstrahlung erzeugen,
auf eine Probe wirken lassen und die Sekundärstrahlung messen,
nachhaltig zu beseitigen. Fehljustierungen sind praktisch
ausgeschlossen, ebenso wie nachträgliche Dejustierungen, da der
Kollimator immer ein wesentliches Element der Justiereinrichtung
bleibt und jegliche Verschiebung dieser Justiereinrichtung auch
gleichzeitig eine entsprechende Verschiebung bzw. Neuausrichtung
des austretenden Röntgenstrahls zur Folge hätte, so daß auf
jeden Fall immer der vom Kollimator angezeigte Flächenbereich
mit Röntgenstrahlung beaufschlagt wird.
Dabei wird gleichzeitig immer ein definierter Abstand der
vorzugsweise sehr dünnen Kollimatorspitze vom Meßbereich
eingehalten, so daß der Empfang von Sekundärstrahlung durch den
Kollimator nicht nachteilig beeinflußt werden kann.
Eine bevorzugte Anwendung eines solchen Gerätes liegt in der
Schichtdickenmessung nach dem Röntgenfluoreszenzverfahren.
Claims (16)
1. Vorrichtung zum Erzeugen und Messen der Sekundärstrahlung,
welche von einer mit Röntgenstrahlen bestrahlten Probe
ausgeht, mit
- - einer Röntgenröhre in einem für Röntgenstrahlen im wesentlichen undurchlässigen Gehäuse (20),
- - einer Öffnung (21) in dem Gehäuse (20) für den Austritt eines Röntgenstrahlenbündels,
- - einem Kollimator (1) zur Begrenzung des Röntgenstrahles auf einen bestimmten, fest definierten Flächenbereich,
- - einem Verschluß (5) zwischen Röntgenröhre und Kollima tor (1), durch welchen der Röntgenstrahl unterbrochen werden kann,
- - einer Justiereinrichtung zum Ausrichten des Kollima tors, um den Auftreffpunkt des Röntgenstrahles auf eine Probe festzulegen, und
- - einem Proportionalzählrohr,
dadurch gekennzeichnet, däß der Kollimator (1) einen Teil
der Justiereinrichtung bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Einrichtung zum Hindurchführen eines Lichtstrahles
durch die Kollimatorbohrung (6) bei geschlossenem Verschluß
(5) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung eine am Verschluß (5) angeordnete direkte oder
indirekte Lichtquelle aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei
geschlossenem Verschluß (5) die der Kollimatorbohrung (6)
zugewandte Seite des Verschlusses (5) eine die Achse (7) der
Kollimatorbohrung (6) schneidende Spiegelfläche (4) aufweist
und daß eine Lichtquelle (3) in Richtung der in dieser
Verschlußstellung gespiegelten Achse (7′) der Kollimatorboh
rung (6) angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Verschluß (5) mit einem Schalter für
eine Lichtquelle (3) gekoppelt ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das einer Probe zuzuwendende Ende (16)
des Kollimators (1) spitz zulaufend ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ende (16) des Kollimators (1) kegelförmig ausgebildet ist,
wobei die Achse (7) der Kollimatorbohrung mit der Kegelachse
des Endes (16) zusammenfällt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kollimatorbohrung (6), ausgehend vom
der Probe zugewandten Ende des Kollimators (1) stufenförmig
zylindrische Erweiterungen aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kollimator (1) in Richtung der Achse
(7) seiner Bohrung (6) federnd aufgehängt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
federnde Aufhängung des Kollimators (1) Führungselemente für
eine Parallelverschiebung des Kollimators (1) in Richtung
seiner Bohrungsachse (7) sowie eine Druckfeder (10) auf
weist, welche eine begrenzte Einfederung des Kollimators (1)
in Richtung auf den Verschluß (5) zuläßt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Führungselemente konzentrisch zur Kollimatorachse
angeordnete, teleskopartig ineinandergeführte Rohrstücke
(11, 12) sind, von denen eines von einer Schraubenfeder (10)
umfaßt wird, wobei die Schraubenfeder (10) sich mit einem
Ende gegenüber dem Verschluß (5) oder einem Verschlußgehäuse
oder einem Rohrflansch und mit ihrem anderen Ende gegenüber
dem Kollimator (1) oder einem mit diesem fest verbundenen
Teil, z. B. einem zweiten Teleskoprohrstück (12) andererseits
abstützt.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Sensor vorgesehen ist,
welcher eine über ein vorgegebenes Maß hinausgehende
Rückfederung des Kollimators (1) erfaßt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
eine Einrichtung vorgesehen ist, durch welche der Kollimator
(1) mit den Führungselementen und der Druckfeder (10)
zusammen in Richtung auf ein zu messendes Objekt bewegbar
ist, wobei diese Einrichtung den Vorschub auf ein Sensorsi
gnal hin stoppt, sobald der Kollimator durch Anschlag an ein
Objekt um das vorgegebene Maß zurückgefedert ist und
anschließend die bewegbaren Teile um ein die Einfederung
übersteigendes Maß zurückfährt, so daß das freie Ende des
Kollimators sich im Abstand zu einem zu messenden Objekt
befindet, wobei dieser Abstand vorzugsweise 1 bis 3 mm
beträgt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zum Vorschieben und/oder Zurückziehen des
Kollimators (1) eine Schub/Zugstange aufweist, deren eines
Ende auf einem Exzenter gelagert ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß dem Sensor ein optischer und/oder
akustischer Signalgeber nachgeschaltet ist, welcher das
Rückfedern des Kollimators (1) anzeigt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE19904003757 DE4003757A1 (de) | 1990-02-08 | 1990-02-08 | Vorrichtung zum erzeugen und messen der von einer mit roentgenstrahlung bestrahlten probe ausgehenden sekundaerstrahlung |
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| DE19904003757 DE4003757A1 (de) | 1990-02-08 | 1990-02-08 | Vorrichtung zum erzeugen und messen der von einer mit roentgenstrahlung bestrahlten probe ausgehenden sekundaerstrahlung |
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Cited By (4)
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|---|---|---|---|---|
| DE19843229A1 (de) * | 1998-09-10 | 2000-04-20 | Ifg Inst Fuer Geraetebau Gmbh | Verfahren und Gerät zum Analysieren von Proben mittels Röntgenfluoreszenz-Spektroskopie |
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1990
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