DE4003582A1 - Verfahren zur bereitstellung von elektrischen informationsgroessen - Google Patents
Verfahren zur bereitstellung von elektrischen informationsgroessenInfo
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- G08C19/16—Electric signal transmission systems in which transmission is by pulses
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bereit
stellung von mehreren Informationen über den Be
triebszustand einer Brennkraftmaschine, insbeson
dere einer mit Steuergerät versehenen Brennkraftma
schine, wobei die Erzeugung einer ersten, insbeson
dere ein Tastverhältnis aufweisenden Information
und mindestens einer weiteren, zweiten, insbeson
dere impulsförmigen, periodischen Information er
folgt und die Informationen in einem einzigen,
elektrischen Kombinationssignal vereinigt werden.
Für die Anzeige und/oder Verarbeitung von Informa
tionen über den momentanen Betriebspunkt einer
Brennkraftmaschine sind entsprechende elektrische
Signale zu übertragen. Weist die Brennkraftmaschine
ein Steuergerät auf, so gibt dieses z. B. Ver
brauchs- und Drehzahlinformationen über mit elek
trischer Steckvorrichtung versehene Leitungen zum
Empfangsort. Dieser kann z. B. ein Armaturenbrett
sein, das eine Kraftstoffverbrauchsanzeige sowie
einen Drehzahlmesser aufweist. Für die Bereitstel
lung bzw. Übertragung zweier Informationen, wie
Verbrauch und Drehzahl, sind zwei Leitungen mit den
dazugehörigen Steckkontakten der Steckvorrichtung
erforderlich.
Aus der DE-OS 20 34 067 ist bekannt, für ein elek
tronisches Kraftstoffverbrauchs-Meßgerät einen Im
pulsgeber zu verwenden, von dem mindestens zwei Be
triebswerte, nämlich die Impulsfolgefrequenz und
die Höhe der Impulse oder die Impulsfolgefrequenz
und die Breite (Dauer) der Impulse oder die Höhe
und die Breite der Impulse in Abhängigkeit von den
elektrischen Meßgrößen (Informationen) verändert
werden. Insbesondere soll in Abhängigkeit der
Motordrehzahl die Folgefrequenz des Impulsgebers
und in Abhängigkeit vom Druck im Ansaugsystem die
Breite jedes vom Impulsgeber gelieferten Impulses
verändert werden. Die zwei Informationen beinhal
tende Impulsfolge kann somit über eine elektrische
Leitung übertragen werden. Fällt jedoch eine Infor
mation aus oder wird ihr Wert "Null", so entfällt
auch die andere Information, denn Impulse der
Breite "Null" besitzen keine Folgefrequenz bzw. die
Frequenz "Null" führt zur Impulsbreite "Null" oder
"Unendlich".
Das erfindungsgemäße Verfahren mit den im Haupt
anspruch genannten Merkmalen hat demgegenüber den
Vorteil, daß für die Bereitstellung und Übertragung
zweier Informationen ebenso lediglich eine Leitung
sowie ein Steckkontakt erforderlich ist, wobei je
doch das Ausbleiben einer der beiden Informationen
nicht dazu führt, daß der Informationsinhalt der
anderen Information verlorengeht. Die Informationen
der verschiedenen Signale werden in einem einzigen
Kombinationssignal vereinigt, indem die den Infor
mationen zugeordneten Impulsbreiten je Kombina
tionssignal-Periode addiert werden. Fällt die erste
Information z. B. kurzzeitig weg, so verringert sich
lediglich in dieser Ausfallzeit die Impulsbreite
des Kombinationssignals um den Betrag der ausgefal
lenen Information. Die erste Information ist vor
zugsweise einem elektrischen Signal zugeordnet,
dessen Informationsinhalt durch ein Tastverhältnis
bestimmt wird. Es handelt sich also um eine Impuls
folge. Eine weitere, zweite Information, liegt vor
zugsweise in Form eines impulsförmigen, periodi
schen, zweiten elektrischen Signals vor, wobei die
Information in der Frequenz des zweiten Signals
steckt.
Vorzugsweise ist die erste Information eine Ver
brauchsinformation, deren Tastverhältnis von der
Größe des Kraftstoffverbrauchs der Brennkraftma
schine abhängt. Die zweite Information ist eine
Drehzahlinformation der Brennkraftmaschine. Mithin
erfordert eine Kraftstoffverbrauchs- und eine Dreh
zahlanzeige am Armaturenbrett eines Kraftfahrzeugs
nur eine zum Steuergerät der Brennkraftmaschine
führende Leitungsverbindung.
Die Erfindung ist nicht auf die Verbrauchsinforma
tion beschränkt, sondern kann auch mit anderen,
insbesondere kurbelwellensynchronen Signalen reali
siert werden. Vorzugsweise ist dieses kurbelwellen
synchrone Signal das Ausgangssignal eines Motor
steuergeräts.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß der Ver
brauchsinformation eine deren Impulsdauer ver
längernde Drehzahlinformation überlagert wird. Bei
der Verbrauchsinformation handelt es sich - wie be
reits erwähnt - um eine Impulsfolge mit dem Ver
brauch entsprechendem Tastverhältnis. Die Dreh
zahlinformation wird nun derart überlagert, daß
sich die Impulsdauer der Verbrauchsinformation ver
größert; mithin eine Veränderung des Tastverhält
nis′ eintritt. Es entsteht das Kombinationssignal.
Insbesondere wird die Impulsdauer der Verbrauchsin
formation um eine konstante Zeitdauer vergrößert.
Zur Bestimmung des Verbrauchs ist es am Empfangsort
erforderlich, von dem Kombinationssignal diese kon
stante Zeitdauer zum Erhalt des ursprünglichen
Tastverhältis′ wieder abzuziehen. Einerseits liegt
dann das den Verbrauch bestimmende Tastverhältnis
und andererseits die die Drehzahl bestimmende Fre
quenz vor. Die erfindungsgemäße Methode hat den
Vorteil, daß selbst dann, wenn eine Schubabschal
tung im Schubbetrieb der Brennkraftmaschine er
folgt, also kein Kraftstoffverbrauch während der
Dauer des Schubbetriebs vorliegt, dennoch eine
Drehzahlinformation übertragen wird. Im Stand der
Technik, bei dem auf einer Leitung die Drehzahlin
formation als Drehzahlsignal und auf einer anderen
Leitung die Verbrauchsinformation als Verbrauchs
signal übertragen werden, kann daher das Ver
brauchssignal nicht gleichzeitig als Drehzahlsignal
herangezogen werden, obwohl - im Normalbetrieb der
Brennkraftmaschine - kurbelwellensynchrone Impuls
folgen vorliegen, da während des Schubbetriebs die
Verbrauchsinformation fortfällt und somit auch
keine Drehzahlinformation mehr zur Verfügung stehen
würde. Durch die erfindungsgemäße Überlagerung
durch Vergrößern der Impulsdauer der Verbraucherin
formation wird es möglich, mit einem einzigen
Signal, nämlich dem Kombinationssignal, auszukom
men.
Nach einer Ausführungsform kann als Drehzahlinfor
mation ein periodisches Nadelimpulssignal verwendet
werden. Mithin wird der Verbrauchsinformation das
Nadelimpulssignal überlagert, wodurch sich die Im
pulsdauer der Verbrauchsinformation nur unwesent
lich vergrößert, so daß die Verbrauchsinformation
so gut wie nicht verfälscht wird. Ist der auftre
tende Fehler der Verbrauchsanzeige vernachlässig
bar, so kann die am Empfangsort vorzunehmende Sub
traktion des Drehzahlsignals vom Kombinationssignal
entfallen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Impulsdiagramm, daß die bisherige In
formationsübertragung auf mehreren Lei
tungen darstellt und
Fig. 2 ein erfindungsgemäßes Impulsdiagramm, daß
zur Informationsübertragung ein Kombina
tionssignal verwendet, welches lediglich
eine Leitung benötigt.
In der Kraftfahrzeugelektronik erfolgt die Ausgabe
von Informationen eines Motorsteuergeräts über eine
geeignete Steckverbindung, die an eine der Zahl der
Informationen entsprechende Anzahl von elektrischen
Leitungen angeschlossen ist. Es sei hier eine
erste, ein Tastverhältnis aufweisende Information
und eine zweite, impulsförmige, periodische Infor
mation betrachtet, wobei die erste Information eine
Verbrauchsinformation TVB und die zweite Informa
tion eine Drehzahlinformation TD ist. Das Tastver
hältnis - bezogen auf eine Periodendauer ts - der
Verbrauchsinformation TVB entspricht dem momentanen
Kraftstoffverbrauch einer Brennkraftmaschine eines
Fahrzeugs. Die Verbrauchsinformation wird von dem
Motorsteuergerät über die bereits angesprochene
Leitungsverbindung zum Armaturenbrett (Kraftstoff
verbrauchsanzeige) übertragen wird. Die zweite In
formation bezieht sich auf die Drehzahl n der
Brennkraftmaschine. Auch diese wird von einem Dreh
zahlmesser des Armaturenbretts angezeigt und muß
daher vom Motorsteuergerät über eine Leitung über
tragen werden.
Dieser bekannte Aufbau ist in der Fig. 1 mit Hilfe
von Signalverläufen verdeutlicht. Mit BM ist eine
der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine zugeordnete
Bezugsmarke gekennzeichnet. Sie weist eine Periode
von 360° Kubelwellenwinkel auf.
Darunter ist ein Zündsignal Zdg dargestellt, das
der Ansteuerung der Zündendstufe der Brennkraftma
schine dient. Es folgt dann die bereits beschrie
bene Drehzahlinformation TD mit der Periodendauer
ts. Es ist erkennbar, daß die Impulsfolge des Zünd
signals Zdg synchron zur Impulsfolge der Dreh
zahlinformation TD verläuft.
Unter der Drehzahlinformation TD ist - in Fig. 1 -
die Verbrauchsinformation TVB wiedergegeben, die
ebenfalls synchron zum Zündsignal Zdg bzw. zur
Drehzahlinformation TD verläuft. Sie besteht daher
aus einer periodischen Impulsfolge. Die Impuls
breite tKVA stellt - bezogen auf die Periodendauer
ts - ein Tastverhältnis dar, daß dem Kraftstoffver
brauch der Brennkraftmaschine entspricht. Je größer
also die Impulsbreite tKVA, desto größer ist der
Kraftstoffverbrauch. Allerdings besteht hinsicht
lich der Synchronität der Verbrauchsinformation TVB
zur Drehzahlinformation TD eine Ausnahme. Dies ist
in der Fig. 1 durch gestrichelte Linien gekenn
zeichnet. Im Schubbetrieb Sch wird bei modernen
Brennkraftmaschinen kein Kraftstoff verbraucht; man
spricht hier von "Schubabschaltung". Dies hat zur
Folge, daß für die Zeit des Schubbetriebs keine
Verbrauchsinformation TVB auftritt. Da die Brenn
kraftmaschine im Schubbetrieb jedoch - je nach Be
triebspunkt - eine entsprechende Drehzahl n auf
weist, bleibt die Drehzahlinformation TD trotz Weg
fall der Verbrauchsinformation TVB erhalten. Mithin
sind für die Übertragung der Verbrauchs- und der
Drehzahlinformation zwei Leitungen mit entsprechen
den Steckkontakten usw. erforderlich. Nach dem be
kannten Verfahren gemäß Fig. 1 ergibt sich die
Drehzahl n zu:
wobei Zylza gleich der Anzahl der Zylinder der
Brennkraftmaschine ist.
Der Verbrauch VB ergibt sich aus dem Verbrauchs
signal TVB aus folgender Beziehung:
wobei KD eine Durchflußkonstante bezeichnet. Diese
beträgt zum Beispiel
Im Gegensatz zu Fig. 1, die eine Anordnung des
Standes der Technik zeigt, wird in der Fig. 2 das
erfindungsgemäße Verfahren verdeutlicht. Der obere
Signalverlauf zeigt wiederum die Bezugsmarke BM,
die eine Periode von 360° aufweist. Unterhalb der
Bezugsmarke BM ist ein Zündsignal Zdg dargestellt.
Darunterliegend ist das erfindungsgemäße Kombina
tionssignal TD/VB wiedergegeben. Es beinhaltet zwei
Informationen und zwar eine erste Information, die
eine Verbrauchsinformation TVB darstellt, sowie
eine zweite Information, nämlich eine Drehzahlin
formation TD. Das Kombinationssignal weist die Pe
riodendauer ts auf und besitzt eine Impulsbreite
tKVB. Innerhalb jeder Periodendauer ts erfolgt eine
Überlagerung der Verbrauchsinformation TVB mit der
Drehzahlinformation TD, indem die Impulsbreiten der
jeweiligen Informationen addiert werden. In der Im
pulsbreite tKVB ist somit die als Tastverhältnis
vorgegebene Verbrauchsinformation TVB und in der
Periodendauer ts die Drehzahlinformation TD enthal
ten, die von entsprechenden impulsförmigen Signalen
gebildet wird. Sofern also eine Schubabschaltung
erfolgt, bei der kein Kraftstoffverbrauch vorliegt
und demgemäß die Verbrauchsinformation TVB ent
fällt, bleibt dennoch das Kombinationssignal TD/VB
und damit die Drehzahlinformation erhalten. Dieses
ist in der Fig. 2 mit Sch gekennzeichnet. Dort
liegt demgemäß lediglich die zweite, nämlich die
Drehzahlinformation TD vor.
Sofern man also aus dem Kombinationssignal TD/VB
die Verbrauchsinformation erhalten möchte, ist es
lediglich erforderlich, die Impulsbreite der Dreh
zahlinformation TD vom Kombinationssignal TD/VB ab
zuziehen.
Insbesondere ist die Impulsdauer der der Drehzahl
zugeordneten zweiten Information konstant.
Die Drehzahl n läßt sich bestimmen nach der Bezie
hung:
Für die Funktion eines Drehzahlmessers ist es meist
notwendig, daß die Impulsbreite tKVB des Kombina
tionssignals TD/VB eine gewisse Zeit nicht unter
schreitet, beispielsweise immer größer 1 ms ist,
also:
tKVB 1 ms.
Ebenso ist es für die Funktion des Drehzahlmessers
meist notwendig, daß die Differenz von Pe
riodendauer ts und Impulsdauer tKVB eine gewisse
Zeit nicht unterschreitet, beispielsweise ebenfalls
immer größer 1 ms ist, also:
ts-tKVB 1 ms.
Die letzte Gleichung zeigt, daß innerhalb einer Pe
riode hinreichend Zeit für den erfindungsgemäßen
"Offset" von 1 ms für die Drehzahlinformation zur
Verfügung stehen muß.
Der Verbrauch läßt sich aus folgender Beziehung be
stimmen:
wobei KDB eine Durchflußkonstante darstellt.
Der Zusammenhang zwischen tKVB und tKVA ergibt sich
damit zu:
wobei ts min die Periodendauer bei maximaler Dreh
zahl und tKVA max die Impulsbreite bei maximalem
Kraftstoffverbrauch ist.
Damit ergibt sich als Durchflußkonstante für die
erfindungsgemäße Ausbildung:
Claims (7)
1. Verfahren zur Bereitstellung von mehreren Infor
mationen über den Betriebszustand einer Brennkraft
maschine, insbesondere einer mit Steuergerät ver
sehenen Brennkraftmaschine, mit folgenden Schrit
ten:
- - Erzeugung einer ersten, insbesondere ein Tastverhältnis aufweisenden Information,
- - Erzeugung mindestens einer weiteren, zweiten, insbesondere impulsförmigen, periodischen In formation,
- - wobei die Informationen in einem einzigen, elektrischen Kombinationssignal vereinigt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die den Informationen
zugeordneten Impulsbreiten je Kombinationssignal-
Periode addiert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die erste Information eine Verbrauchsin
formation (TVB) ist, deren Tastverhältnis von der
Größe des Kraftstoffverbrauchs abhängt.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Infor
mation eine Drehzahlinformation (TD) der Brenn
kraftmaschine ist.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Impulsdauer
der ersten Information zur Bildung des Kombina
tionssignals (TD/VB) um eine konstante, der zweiten
Information zugeordnete Zeitdauer vergrößert wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung der
ersten Information am Empfangsort vom Kombinations
signal (TD/VB) die konstante Zeitdauer zum Erhalt
des ursprünglichen Tastverhältnis′ wieder abgezogen
wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Infor
mation von einem periodischen Nadelimpulssignal ge
bildet wird.
Priority Applications (4)
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Family Applications (2)
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