DE4002917A1 - Einrichtung zum haltern eines schneidwerkzeuges - Google Patents
Einrichtung zum haltern eines schneidwerkzeugesInfo
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Description
Die vorgeschlagene Einrichtung bezieht sich auf das
Haltern eines Schneidwerkzeuges, insbesondere eines
Messers wie beispielsweise eines Untermessers, das
jeweils mindestens zwei Schneiden enthält. Das Unter
messer soll dabei mit mindestens einem Obermesser zu
sammenwirken können, wobei mindestens eines der Messer
derart verschiebbar ist, daß das Obermesser wahlweise
mit mehreren Schneidkanten des Untermessers zusammen
wirken kann und wobei das Untermesser drehbar und ge
genüber einer es stützenden, im wesentlichen quer zur
Laufrichtung der zu schneidenden Bahn angeordneten
Führung verschiebbar gelagert ist und die Führung das
jeweilige Untermesser durchgreift.
Einrichtungen der genannten Art, wie beispielsweise
Messer mit kreisförmiger Außenkontur, wie beispiels
weise Unter- und Obermesser, werden in entsprechenden
Maschinen verwendet, um bahnförmige Materialien zu
schneiden. Meist wird dabei eine zunächst relativ
breite Bahn durch Längsschnitte in relativ schmalere
Einzelbahnen geschnitten, was beispielsweise dann der
Fall sein kann, wenn eine Rolle eines relativ breiten
bahnförmigen Materials abgewickelt und anschließend
zu mehreren Rollen mit jeweils schmalerer Breite wie
der aufgewickelt wird. Hierzu benutzt man sogenannte
Kreismesser, wobei diese Schneideinrichtungen häufig
aus sogenannten Ober- und Untermessern bestehen. Die
dabei verwendeten Untermesser bestehen oftmals aus so
genannten Schneidbüchsen, d. h. solchen Untermessern,
die mehrere koaxial zueinander angeordnete Schneiden
aufweisen, mit denen es möglich ist, daß ein sogenann
tes Obermesser wahlweise mit einer dieser Schneiden
zusammenwirken kann. Das zu schneidende bahnartige Ma
terial besteht beispielsweise aus Papier, Gewebe, Fo
lie, Metallen oder Kunststoffen. Es sind aber auch an
dere Materialien denkbar, wie beispielsweise Wellpappe.
Beim Längsschneiden von Papier, Gewebe, Folie, Metal
len od. dgl. unterscheidet man den sogenannten geraden
Schnitt von dem sogenannten umschlungenen Schnitt. Bei
dem geraden Schnitt läuft die in einzelne Streifen zu
zerschneidende Bahn etwa tangential zwischen mindestens
einem Ober- und mindestens einem Untermesser hindurch,
so daß auf diese Weise aus einer Bahn mindestens zwei
Streifen entstehen. Es können aber nicht nur ein Mes
serpaar, sondern auch mehrere Messerpaare, d. h. je
weils Unter- und Obermesser, miteinander zusammenar
beiten, um damit eine relativ breite Bahn in eine Viel
zahl relativ schmaler Bahnen zu zerschneiden. Von Sei
ten des Endverarbeiters der zu schneidenden Bahn werden
oftmals verschieden breite Bahnen gewünscht, weshalb
die Forderung entsteht, eine relativ breite Bahn wäh
rend eines Produktionsvorganges beispielsweise in re
lativ breite und während eines anderen möglicherweise
nachfolgenden Produktionsvorganges in relativ schmale
Bahnen zu zerschneiden. Diese zerschnittenen Bahnen
werden in der Regel zu Rollen aufgewickelt, um damit
beipielsweise auf leichte und bequeme Weise dem jewei
ligen Endverarbeiter dieser Bahnen übersandt werden zu
können. Die jeweils wechselnden Wünsche des Endverarbei
ters bedeuten für denjenigen, der eine relativ breite
Bahn in Einzelbahnen zu unterteilen hat, daß die ihm
zur Verfügung stehende Einrichtung entsprechend umge
stellt werden muß, dieser Vorgang wird üblicherweise
mit "Positionieren" bezeichnet. Beim sogenannten gera
den Schnitt ist es relativ einfach, Unter- und Ober
messer zu positionieren, da die Bahn nicht gegen eines
der beiden Messer drückt und seine Beweglichkeit da
durch behindert. Beim sogenannten umschlungenen Schnitt
hingegen ist es sehr viel schwieriger, das von der Bahn
umschlungene Messer, d. h. in der Regel das Untermesser,
zu verschieben, da die Bahn aufgrund der zum Zwecke des
Verarbeitens in ihr notwendigerweise herrschenden Span
nung gegen das Untermesser drückt. Das Untermesser wird
dadurch in seiner Beweglichkeit eingeschränkt, weshalb
es insbesondere in diesem Falle erforderlich ist, für
eine leichtgängige Verschiebung des Untermessers dann
Sorge zu tragen, wenn die Position dieses Untermessers
verändert werden soll.
Aus der deutschen Patentschrift 10 38 902 ist eine Ein
richtung beispielsweise vorbekannt, bei der mehrere Un
termesser, d. h. sogenannte Schneidbüchsen, in axialer
Richtung nebeneinander auf einem als Führung für die
Schneidbüchsen dienenden Zylinder oder Walzenkörper
aufgereiht sind. Der Zylinder ist in einem Maschinenge
stell drehbar gelagert, was zur Folge hat, daß bei
spielsweise bei hohen Drehzahlen Schwingungen in den
Lagern des Zylinders auftreten, diese Schwingungen sich
auf die auf dem Zylinder gelagerten Messer übertragen
und zu nicht gewünschten Schneidergebnissen, d. h.
einem schlechten Schnitt, der zu zerschneidenden Bahn
führen können. Die Untermesser dieser Vorveröffentli
chung können um geringfügige Beträge in axialer Rich
tung verschoben werden, jedoch nur dann, wenn die Un
termesser von Hand gegenüber der sie stützenden Füh
rung verschoben werden. Da die Untermesser relativ
groß und damit schwer sind, ist es schwierig und zeit
raubend, diese Untermesser auf eine genau vorbestimmte
Position zu bringen, was insbesondere noch durch dabei
auftretende Reibungskräfte zusätzlich erschwert wird.
Auf diese Weise wird es schwierig und zeitraubend, mit
dieser vorbekannten Einrichtung die Unter- und Ober
messer so gegeneinander auszurichten, daß sie gut mit
einander zusammenarbeiten und eine vorbestimmte Breite
des jeweils zu schneidenden Streifens ergeben. In der
Einrichtung nach der DE-OS 36 04 701 sind die Unter-
und Obermesser jeweils in separaten Schlitten gelagert,
wobei diese Schlitten auf separaten Führungen verscho
ben werden können. Diese Bauweise ist recht aufwendig
und platzraubend. Wegen der großen Abstände ihrer Bau
teile ist sie darüberhinaus empfindlich gegenüber
Schwingungen. Entsprechendes gilt auch für die Einrich
tung der US-PS 42 33 469, bei der die Messer zudem noch
in einem Revolver gelagert sind, dessen Lagerung eben
falls nicht für eine stabile und schwingungsarme Kon
struktion spricht. Aus der DE-AS 22 50 125 ist daneben
eine Schneideinrichtung bekanntgeworden, bei der Zug
einrichtungen jedem Messer zugeordnet sind, um dieses
an eine gewünschte Position zu bringen. Die Einrich
tung nach der DE-AS 22 50 125 ist jedoch ebenfalls sehr
platzaufwendig und damit teuer und schwingungsempfind
lich. Aus der EP-A 02 19 890 ist daneben eine Einrich
tung bekanntgeworden, die es ermöglicht, Messer gegen
über der sie unterstützenden Welle auf leichtgängige
Weise zu verschieben. Diese Welle ist jedoch in einem
Maschinenrahmen gelagert, d. h. mit Lagern, die weit
voneinander entfernt sind.
Somit ergibt sich im vor
liegenden Zusammenhang die Aufgabe, eine preiswerte,
stabile und schwingungsunempfindliche Führung für ver
schiebbare Kreismesser, insbesondere Untermesser vor
zuschlagen.
Die Aufgabe wird mit Hilfe der folgenden Merkmale ein
zeln oder in beliebiger Kombination gelöst durch eine
nichtdrehbar im Maschinengestell befestigte Führung,
eine zwischen Führung und jeweiligem Untermesser be
findliche Büchse, mindestens ein zwischen Büchse und
Untermesser befindliches radial tragendes Lager und
eine Büchse, Lager und jeweiliges Untermesser umfassen
de verschiebbare Baueinheit. Die Einrichtung wird wei
ter ergänzt durch mindestens ein in die Führung einge
arbeitetes Verstellmittel, das jeweils mit mindestens
einem der Untermesser wirkungsmäßig verbunden ist,
ferner dadurch, daß die Büchse einen Kanal für die Zu
fuhr von Druckmittel bei jeder möglichen Stellung des
jeweiligen Untermessers gegenüber der Führung über
deckt, durch in die Führung in ihrer axialen Richtung
eingearbeitete Nuten und in diese Nuten eingelegte Ver
stellmittel, wobei jede Büchse mit jeweils einem Ver
stellmittel verbunden ist, mindestens eine zwischen den
Stirnseiten einander benachbarter Untermesser befind
liche und mit diesen zusammenwirkende Kupplung, einen
mit mindestens einem der Untermesser wirkungsmäßig ver
bundenen Antrieb zum Drehen dieses Untermessers, Zug-
oder Druckmittel als Verstellmittel und weiterhin da
durch, daß das Lager ein in radialer Richtung tragendes
Wälzlager sein kann. Aufgrund der vorgeschlagenen Lö
sung wird es ermöglicht, daß die in Rede stehenden
Kreismesser, insbesondere Untermesser - und hier wie
derum die Schneidbüchsen -, leicht und einfach auch
automatisch auf eine beliebig bestimmbare Position ver
schoben werden können, wobei die Einrichtung stabil,
kostengünstig und schwingungsarm ist. Die Einrichtung
ist darüberhinaus auch für große Durchmesser der Kreis
messer, d. h. auch für schwere Kreismesser geeignet.
Darüber hinaus können die Büchsen auch von außerhalb
der Maschine, beispielsweise von außerhalb ihrer Sei
tenwand her, auf die richtige Position verschoben wer
den, was eine bequeme Bedienung ermöglicht. Die Ein
richtung ist für den sogenannten geraden und insbeson
dere auch für den umschlungenen Schnitt auch dann zu
verwenden, wenn die Kreismesser sehr dicht aneinander
gerückt werden. Darüber hinaus ist eine feinfühlige
Einstellung, d. h. Positionierung der jeweiligen
Schneidmesser möglich. Weitere Merkmale und Vorteile
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier
Ausführungsbeispiele. Die einzelnen Merkmale können je
einzeln für sich oder zu mehreren beliebiger Kombina
tion zu weiteren Ausführungsformen der Erfindung ver
wirklicht sein. Anhand von in den beigefügten Figuren
schematisch abgebildeten, den Erfindungsgedanken je
doch nicht begrenzenden Ausführungsbeispielen, wird
die vorgeschlagene Lösung nunmehr näher erläutert. Die
Ausführungsbeispiele können in verschiedener Weise ab
geändert werden, ohne den durch die Grundidee abge
steckten Rahmen zu verlassen. In den Figuren sind im
vorliegenden Zusammenhang nicht wesentliche, dem Fach
mann hinreichend bekannte Maschinenteile wegen einer
übersichtlicheren Darstellungsweise nicht dargestellt.
Die Figuren zeigen vielmehr nur diejenigen Teile, die
für die nähere Erläuterung der vorgeschlagenen Lösung
und ihrer Vorteile erforderlich sind.
Die einzelnen Figuren bedeuten:
Fig. 1 Prinzipskizze des sogenannten geraden Schnit
tes.
Fig. 2 Prinzipskizze des sogenannten umschlungenen
Schnittes.
Fig. 3 Schnitt durch eine Untermesser haltende und
unterstützende Führung in einem ersten Aus
führungsbeispiel.
Fig. 4 Weiteres Ausführungsbeispiel analog zu Fig.
3.
Fig. 5 Antrieb der Messer, in sinngemäßer Ergänzung
zu den Fig. 3 und 4 zu sehen.
Bei der Einrichtung nach Fig. 1 läuft eine in mehrere
Streifen 1 zu zerschneidende Bahn 2 durch mindestens
ein Messerpaar hindurch. In Blickrichtung auf die Fi
gur können beliebig viele Messerpaare hintereinander
angeordnet sein. Jedes Messerpaar umfaßt ein Obermes
ser 3 und mindestens ein Untermesser 4; das oder die
Obermesser 3 ist/sind auf der Welle oder Führung 5 be
festigt, während das oder die Untermesser 4 auf einer
Welle oder Führung 6 befestigt sind. Wenn es sich um
Wellen handelt, dann ist jede der Wellen 5 oder 6 üb
licherweise drehbar in einem entsprechend ausgebilde
ten Maschinengestell gelagert und kann darüber hinaus
angetrieben sein. Zum Zwecke der Veränderung ihrer Po
sition, d. h. der Breite von zu schneidenden Streifen
1, können die Obermesser 3 entlang der Welle 5 - also
in Blickrichtung der Fig. 1 - und die Untermesser 4
entlang der Welle 6 je nach Bedarf verschoben werden.
Diese Verschiebung kann relativ geringfügig sein,
insbesondere dann, wenn mehrere schneidende Stellen
pro Untermesser vorgesehen sind. Beispielsweise können
Untermesser in Form sogenannter Schneidbüchsen ausge
führt sein, wobei jede Schneidbüchse eine Vielzahl von
schneidenden Kanten enthält. Mit jeder dieser Kanten
kann ein und dasselbe Obermesser wahlweise zusammenar
beiten, so daß es oftmals bei sog. Formatumstellungen
notwendig ist, das Obermesser um eine relativ weite
axiale Erstreckung zu verschieben, das Untermesser hin
gegen nur um eine sehr viel kürzere, um auf diese Weise
zu ermöglichen, daß das Obermesser mit einer anderen
schneidenden Kante, einer sog. Schneidnut od. dgl. als
vorher zusammenarbeiten kann. Aus Fig. 2 ist ersicht
lich, daß die Bahn 2 und die daraus geschnittenen
Streifen 1 das oder die Untermesser 4 teilweise um
schlingen. Auf diese Weise wird die zu zerschneidende
Bahn während des Schneidvorganges besser gehalten als
im Falle des sogenannten geraden Schnittes nach Fig.
1. Wenn die Untermesser 4 im Falle des sog. umschlun
genen Schnittes nach Fig. 2 in axialer Richtung der
Welle 6 verschoben werden müssen, dann drücken die zu
zerschneidende Bahn 2 und die daraus geschnittenen
Streifen 1 aufgrund der in ihnen innewohnenden mechani
schen Spannung das oder die Untermesser 4, deren Ge
wicht insbesondere dann, wenn es sich um sogenannte
Schneidbüchsen handelt, nicht zu vernachlässigen ist,
gegen die das oder die Untermesser unterstützende Welle
6 und behindern damit ein Verschieben der Untermesser 4
in axialer Richtung der Welle 6, also in Blickrichtung
der Fig. 2.
Aus Fig. 3 ist zu ersehen, daß die Schneidbüchsen,
beispielsweise die Schneidbüchsen 4, 4a und 4b, nicht
wie in üblicher Weise durch eine drehbare Welle, son
dern durch eine feststehende, nicht drehbare Führung
7 unterstützt werden. Die Führung 7 ist mit mindestens
einem Flansch 8 versehen, der mit Hilfe von Schrauben
9 mit dem Gestell 10 der Maschine fest verbunden ist.
Dadurch, daß hier eine Schraubverbindung vorliegt, ist
es möglich, die Führung 7 mit allem, was auf ihr gela
gert und von ihr gehalten wird, komplett aus der Ma
schine zu entfernen. Beispielsweise kann diese Art der
Befestigung dann notwendig werden, wenn die Führung 7
mit bisher noch nicht gebrauchten Untermessern verse
hen werden soll, d. h. beispielsweise dann, wenn ande
re Untermesser durch einen längeren Schneidvorgang un
brauchbar geworden sein sollten. Aus Fig. 3 wird
ebenfalls ersichtlich, daß mit Hilfe der Schraubver
bindung 9 die Führung 7, die gerade oder auch leicht
gebogen sein kann, im Maschinengestell 10 nicht dreh
bar befestigt ist. Abgesehen von dem Flansch 8 ist die
Außenkontur der Führung 7 vorzugsweise zylindrisch,
wie durch den Durchmesser 11 angedeutet wird. Auf diese
Weise ist es möglich, Büchsen, beispielsweise die Büch
sen 12, 12a und 12b mit zueinander koaxialen zylindri
schen Außen- und Innenflächen auf die Führung 7 aufzu
schieben. Dies wird insbesondere dadurch ermöglicht,
daß der Flansch 8 und die Führung 7 durch eine lösbare
Schraubverbindung 13 miteinander verbunden sein können.
In jede der Büchsen 12 sind Nuten eingearbeitet, die
dazu dienen, Sicherungsringe, beispielsweise die Siche
rungsringe 14, 15 und 16 aufzunehmen. Diese Sicherungs
ringe dienen dazu, Lager, insbesondere Wälzlager, die
auch axiale Kräfte aufnehmen können, wie zum Beispiel
die Wälzlager 17 und 18, auf der Büchse 12 zu befestigen.
Die Wälzlager 17 und 18 wiederum greifen in entsprechen
de Aussparungen der Untermesser 4 ein, so daß auf diese
Weise eine gegenseitige Verschiebung von jeweiligem Un
termesser 4, jeweiligem Wälzlager 17 und 18 und jewei
liger Büchse 12 nicht möglich ist, so daß sich auf die
se Weise eine Baueinheit ergibt, die aus der jeweiligen
Büchse 12, den jeweiligen Lagern 17 und 18 sowie dem
jeweiligen Untermesser 4 besteht. Auf diese Weise ist
mindestens ein radiale Kräfte tragendes Lager 17 und/
oder 18 zwischen der Büchse 12 und dem jeweiligen Un
termesser 4, das beispielsweise eine sog. Schneidbüch
se ist, angeordnet. Die Verhältnisse bei den jeweiligen
weiteren Untermessern, die ebenfalls auf die Führung 7
aufgereiht sind, wie z. B. den Untermessern 4a und 4b
und etwa weiteren auf die Führung 7 aufgereihten Unter
messern, sind analog zu den Verhältnissen bei dem Un
termesser 4. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3
ist in die äußere durch den Durchmesser 11 angedeutete
kreisförmige Oberfläche der Führung 7 mindestens eine
nach außen hin offene Nut 19 eingearbeitet, wobei in
jede dieser Nuten mindestens ein Schlauch 20 eingelegt
ist. Dieser Schlauch kann bei Bedarf mittels eines
Druckmittels erweitert werden, so daß die jeweilige
Büchse oder aber auch alle Büchsen 12 gegenüber der
Führung in ihrer axialen Position festgehalten werden
können, so daß sie sich nicht verschieben können. Des
weiteren ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3
in die Führung 7 ein Kanal 21 eingearbeitet, in welches
entsprechend der Richtung des Pfeiles 22 Druckmittel,
wie beispielsweise Druckluft eingelassen werden kann.
Der Kanal 21 steht mit radialen Zweigkanälen 23 und 24
in Verbindung, wobei jeder Zweigkanal unter jeweils
einer Büchse 12 mündet, und zwar derart, daß der jewei
lige Zweigkanal auch dann von der Büchse 12 überdeckt
wird, wenn die Büchse 12 und damit das jeweilige Unter
messer 4 um kleinere Beträge in axialer Richtung der
Führung 7 verschoben werden sollten. Auf diese Weise
wird zwischen der Führung 7 und der jeweiligen Büchse
12 ein Luftkissen erzeugt, welches es ermöglicht, das
jeweilige Untermesser 4 auf leichtgängige Weise zu
verschieben und damit die axiale Position des Unter
messers 4 gegenüber der Führung 7 zu verändern, was in
der Mehrzahl aller denkbaren Fälle gleichzeitig aber
auch bedeutet, die Position des Untermessers 4 gegen
über dem mit dem Untermesser zusammenarbeitenden Ober
messer zu verändern.
Jeweils benachbarte Untermesser, wie beispielsweise die
Untermesser 4 und 4a sind durch eine Kupplung miteinan
der verbunden, was im einfachsten Fall dadurch gesche
hen kann, daß in eine der beiden Stirnseiten der beiden
Untermesser ein Zapfen 25 fest und in die andere Stirn
seite verschiebbar eingelassen ist. Auf diese Weise
entsteht eine einfache Kupplung, die es gestattet, alle
Untermesser untereinander so zu verbinden, daß alle
Untermesser einer Drehbewegung unterworfen werden kön
nen wenn eines der Untermesser mit einem Drehantrieb
versehen ist und dabei eine gegenseitige Verschiebung
der Untermesser zuläßt. Gleichzeitig ist zwischen den
Stirnseiten benachbarter Untermesser, beispielsweise
der Untermesser 4 und 4a, eine akordeonartige Dichtung
26 vorgesehen, durch die beim Schneidvorgang anfallen
der Staub oder aber auch andere Verunreinigungen von
den Untermessern, insbesondere ihren Lagern ferngehal
ten werden sollen. Ein Antrieb für die Untermesser geht
beispielsweise aus Fig. 5 hervor. Hier ist beispiels
weise das Untermesser 4c an einer seiner beiden Stirn
seiten mit einer Riemenscheibe 27 verbunden, über die
ein Flach- oder Zahnriemen, ein Rundschnurriemen, eine
Kette, ein Keilriemen od. dgl. 28 gelegt ist. Der Rie
men 28 läuft über eine weitere Riemenscheibe 29, die
mit einem Motor 30 in Verbindung steht und von diesem
angetrieben ist. Der Motor 30 stützt sich über eine
Konsole 31 an einem Teil 10a des Gestelles 10 ab eben
so wie der zu dem Flansch 8 analoge Flansch 8a der
Führung 7. Anstelle der in Fig. 5 gezeigten Möglich
keit des Antriebes der Untermesser 4 ist jedoch auch
jeder andere im vorliegenden Zusammenhang geeignete
Antrieb geeignet, solange er ermöglicht, Untermesser
auf eine Umfangsgeschwindigkeit zu bringen, die für
den Schneidvorgang günstig ist. Diese Umfangsgeschwin
digkeit kann beispielsweise mit der Geschwindigkeit
der zu zerschneidenden Bahn identisch sein. Das Aus
führungsbeispiel nach Fig. 4 unterscheidet sich von
dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 dadurch, daß an
stelle nur einer Nut 19 mehrere Nuten in die Führung
7 eingearbeitet sein können, wobei diese Nuten in
Umfangsrichtung der Führung 7 vorzugsweise untereinan
der gleiche Abstände oder gleiche Winkelabstände ein
halten. In jede der Nuten ist mindestens ein Zug- oder
Druckmittel als Mittel zum Verstellen bzw. Verschieben
der Untermesser 4 eingelegt. Beispielsweise ist in die
Nut 32 eine Verstellstange 33 und in die Nut 34 eine
Verstellstange 35 eingelegt. Diese Verstellstangen
sind an ihrem einen Ende jeweils mit einem Gewinde ver
sehen und greifen in eine Mutter ein. Durch Verdrehen
der Mutter können die Verstellstangen in Richtung des
Pfeiles 36 derart verschoben werden, daß die axiale
Position des jeweiligen Untermessers eingestellt und
damit auf einen gewünschten Wert hin verändert werden
kann. Zu diesem Zweck ist beispielsweise die Verstell
stange 33 mit Hilfe eines Stiftes oder einer Schraube
37 mit der Büchse 12a verbunden. Die Verstellstange 35
ist mit Hilfe eines Stiftes oder einer Schraube 38 mit
der Büchse 12 verbunden. Weitere analoge Verstellstan
gen sind den weiteren Büchsen der weiteren Untermesser
zugeordnet. Alle Verstellstangen sind im wesentlichen
parallel zu der Mittellinie 39, die in sich gerade od.
leicht gebogen sein kann, in die Führung 7 eingelegt
und können parallel zu dieser Mittellinie bei Bedarf
verschoben werden. Anstelle starrer Verstellstangen
ist es auch möglich, elastische Verstellstangen od.
andere elastische Zug- oder Druckglieder zu verwenden,
wie beispielsweise biegsame Kunststoffstangen, Stangen
aus Glasfaser, Ketten, Drahtseile oder Kunststoffseile,
sofern diese dazu geeignet sind, die jeweilige Position
des jeweiligen Untermessers gegenüber der Führung 7,
d. h. im wesentlichen parallel zu der Mittellinie 39
zu verändern. Die Untermesser 4 des Ausführungsbei
spiels nach Fig. 4 können beispielsweise durch einen
Antrieb entsprechend Fig. 5 in Drehung versetzt wer
den, so daß sie eine Umfangsgeschwindigkeit erhalten,
die für den Schneidvorgang güngstig ist, beispielswei
se der Laufgeschwindigkeit der zu zerschneidenden Bahn
gleich ist. Es ist aber auch jeder andere Antrieb mög
lich.
Teileliste
1 Streifen
2 Bahn
3 Obermesser
4 Untermesser
4a Untermesser
4b Untermesser
4c Untermesser
5 Welle/Führung
6 Welle/Führung
7 Führung
8 Flansch
8a Flansch
9 Schraube
10 Gestell
10a Gestell
11 Durchmesser
12 Büchse
12a Büchse
12b Büchse
13 Schraubverbindung
14 Sicherungsring
15 Sicherungsring
16 Sicherungsring
17 Wälzlager
18 Wälzlager
19 Nut
20 Schlauch
21 Kanal
22 Pfeil
23 Zweigkanal
24 Zweigkanal
25 Zapfen
26 Dichtung
27 Riemenscheibe
28 Riemen
29 Riemenscheibe
30 Motor
31 Konsole
32 Nut
33 Verstellstange
34 Nut
35 Verstellstange
36 Pfeil
37 Schraube/Stift
38 Schraube/Stift
39 Mittellinie
2 Bahn
3 Obermesser
4 Untermesser
4a Untermesser
4b Untermesser
4c Untermesser
5 Welle/Führung
6 Welle/Führung
7 Führung
8 Flansch
8a Flansch
9 Schraube
10 Gestell
10a Gestell
11 Durchmesser
12 Büchse
12a Büchse
12b Büchse
13 Schraubverbindung
14 Sicherungsring
15 Sicherungsring
16 Sicherungsring
17 Wälzlager
18 Wälzlager
19 Nut
20 Schlauch
21 Kanal
22 Pfeil
23 Zweigkanal
24 Zweigkanal
25 Zapfen
26 Dichtung
27 Riemenscheibe
28 Riemen
29 Riemenscheibe
30 Motor
31 Konsole
32 Nut
33 Verstellstange
34 Nut
35 Verstellstange
36 Pfeil
37 Schraube/Stift
38 Schraube/Stift
39 Mittellinie
Claims (8)
1. Einrichtung zum Haltern mindestens eines jeweils
mindestens zwei Schneiden enthaltenden Untermessers
(4), das mit mindestens einem Obermesser (3) zusam
menwirkt und mindestens eines der Messer (3, 4)
derart verschiebbar ist, daß das Obermesser (3)
wahlweise mit mehreren Schneidkanten des Untermes
sers (4) zusammenwirken kann und wobei das Unter
messer (4) drehbar und gegenüber einer es stützen
den, im wesentlichen quer zur Laufrichtung der zu
schneidenden Bahn (2) angeordneten Führung (7) ver
schiebbar gelagert ist und die Führung (7) das je
weilige Untermesser (4) durchgreift, gekennzeichnet
durch eine nichtdrehbar im Maschinengestell befe
stigte Führung (7), eine zwischen Führung (7) und
jeweiligem Untermesser (4) befindliche Büchse (12),
mindestens ein zwischen Büchse (12) und Untermesser
(4) befindliches radial tragendes Lager (17, 18)
und eine Büchse (12), Lager (17, 18) und jeweiliges
Untermesser (4) umfassende verschiebbare Baueinheit.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
mindestens ein in die Führung (7) eingearbeitetes
Verstellmittel (22, 23, 33, 35), das jeweils mit
mindestens einem der Untermesser (4) wirkungsmäßig
verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Büchse (12) einen Kanal (23) für die Zufuhr
von Druckmittel - bei jeder möglichen Stellung des
jeweiligen Untermessers (4) gegenüber der Führung
(7) - überdeckt.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
in die Führung (7) in ihrer axialen Richtung einge
arbeitete Nuten (32, 34) und in diese Nuten (32,
34) eingelegte Verstellmittel (33, 35), wobei jede
Büchse (12) mit jeweils einem Verstellmittel (33,
35) verbunden ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
mindestens eine zwischen den Stirnseiten einander
benachbarter Untermesser (4) befindliche und mit
diesen zusammenwirkende Kupplung (25).
6. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen mit mindestens einem der Untermesser (4) wir
kungsmäßig verbundenen Antrieb (27-30) zum Drehen
dieses Untermessers (4).
7. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lager (17, 18) ein in radialer Richtung tra
gendes Wälzlager ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 4, gekenn
zeichnet durch Zug- oder Druckmittel als Verstell
mittel (33, 35).
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904002917 DE4002917A1 (de) | 1990-02-01 | 1990-02-01 | Einrichtung zum haltern eines schneidwerkzeuges |
| US07/743,385 US5127296A (en) | 1990-02-01 | 1991-01-18 | Device for holding a cutting tool |
| FI914612A FI914612A0 (fi) | 1990-02-01 | 1991-01-18 | Fasthaollningsanordning foer skaerverktyg. |
| ES91902410T ES2029219T1 (es) | 1990-02-01 | 1991-01-18 | Dispositivo para sujetar una herramienta de corte. |
| PCT/DE1991/000035 WO1991011303A1 (de) | 1990-02-01 | 1991-01-18 | Einrichtung zum haltern eines schneidwerkzeuges |
| JP3502590A JPH04503777A (ja) | 1990-02-01 | 1991-01-18 | 切断工具を保持するための装置 |
| EP91902410A EP0466853A1 (de) | 1990-02-01 | 1991-01-18 | Einrichtung zum haltern eines schneidwerkzeuges |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904002917 DE4002917A1 (de) | 1990-02-01 | 1990-02-01 | Einrichtung zum haltern eines schneidwerkzeuges |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4002917A1 true DE4002917A1 (de) | 1991-08-08 |
Family
ID=6399186
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904002917 Withdrawn DE4002917A1 (de) | 1990-02-01 | 1990-02-01 | Einrichtung zum haltern eines schneidwerkzeuges |
Country Status (6)
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|---|---|
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| EP (1) | EP0466853A1 (de) |
| JP (1) | JPH04503777A (de) |
| DE (1) | DE4002917A1 (de) |
| ES (1) | ES2029219T1 (de) |
| WO (1) | WO1991011303A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10150064A1 (de) * | 2001-10-10 | 2003-04-17 | Barmag Spinnzwirn Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Längsschneiden einer Folienbahn |
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| DE3533739A1 (de) * | 1985-09-21 | 1987-03-26 | Goebel Gmbh Maschf | Verschiebe-einrichtung |
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1990
- 1990-02-01 DE DE19904002917 patent/DE4002917A1/de not_active Withdrawn
-
1991
- 1991-01-18 WO PCT/DE1991/000035 patent/WO1991011303A1/de not_active Ceased
- 1991-01-18 ES ES91902410T patent/ES2029219T1/es active Pending
- 1991-01-18 US US07/743,385 patent/US5127296A/en not_active Expired - Fee Related
- 1991-01-18 EP EP91902410A patent/EP0466853A1/de not_active Withdrawn
- 1991-01-18 JP JP3502590A patent/JPH04503777A/ja active Pending
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| DE10150064A1 (de) * | 2001-10-10 | 2003-04-17 | Barmag Spinnzwirn Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zum Längsschneiden einer Folienbahn |
| DE10150064B4 (de) * | 2001-10-10 | 2016-05-25 | Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg | Verfahren und Vorrichtung zum Längsschneiden einer Folienbahn |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US5127296A (en) | 1992-07-07 |
| ES2029219T1 (es) | 1992-08-01 |
| WO1991011303A1 (de) | 1991-08-08 |
| EP0466853A1 (de) | 1992-01-22 |
| JPH04503777A (ja) | 1992-07-09 |
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