DE40799A - Auslöschvorrichtung für Petroleumlampen (Flach- und Rundbrenner) - Google Patents
Auslöschvorrichtung für Petroleumlampen (Flach- und Rundbrenner)Info
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Als Löschvorrichtungen für Lampen wurden Hülsen in Form von (den Brenner umschliefsenden)
Gewichten bereits angewendet. Durch das Verschieben der schweren Hülse wurde dasselbe erzielt, als ob der Docht in
das Brennerrohr zurückgeschraubt würde. Bei der vorliegenden Anordnung wird jedoch ein
vorfallendes Gewicht dazu benutzt, daran befestigte Klappen auszulösen und über die
Flamme zu stülpen.
Fig. ι zeigt einen Flachbrenner mit der Löschvorrichtung im Schnitt, Fig. 3 den dazu
gehörigen Löscher in perspectivischer Ansicht.
Fig. 2 stellt den Rundbrenner mit dem Löscher im Schnitt dar und Fig. 4 letzteren
im Grundrifs.
In beiden Fällen besteht der Löscher L aus einem beliebig gestalteten Gewichte g, welches
den Brenner umfafst und auf einer Feder f aufruht. Gewicht und Feder müssen einander
in Bezug auf Schwere und auftreibende Kraft angepafst werden. Scharnierartig sind mit dem
Gewichte g zwei Klappen k verbunden, die im Scharnier c selbst von einer Schraubenfeder ν
(Fig. 3) nach innen, also gegen einander federnd, geführt werden. Das eine Ende i
der Schraubenfeder stützt sich auf das Gewicht, das andere Ende J1 auf die Klappe Ar1.
Die Klappe selbst ist derart geformt, dafs die ganze oder die halbe Flamme von derselben
überdeckt bezw. verlöscht werden kann. In Fig. ι ist beim Flachbrenner die Klappe k
so gezeichnet, dafs sie allein die ganze Flamme überdeckt, während die Klappe kl der Löschvorrichtung
den Halt giebt. Beim Rundbrenner (Fig. 2) löscht jede Klappe für sich nur die halbe Flamme.
Damit die Klappen, welche vermöge ihrer Federung .in herabgeschobenem Zustande am
Brennerrohre anliegen und durch Reibung in gespannter Stellung erhalten werden, im Bedarfsfalle
(also beim Fallen oder Neigen der Lampe) leichter nach aufwärts gelangen können,
sind kleine Rollen rr angeordnet. Die Seitentheile der Klappe sind durch einen dünnen
Stift mit einander verbunden, auf welchen frei drehbar das Röhrchen oder die Rolle r
aufgeschoben ist. Dies gewährt den Vortheil, dafs die Löschvorrichtung auch dann in Wirksamkeit
treten mufs, wenn der obere Brennerrand durch fette und verkohlte Dochtrückstände
verunreinigt ist, über welche das Röhrchen r einfach hinwegrollt. Wenn die Röllchen
r fehlen, läfst es sich nicht vermeiden, dafs die Klappen sich mit ihren Rändern an
den vorstehenden Docht spiefsen und die Flamme trotzdem weiter brennen würde.
Nachdem so das Wesen der Löschung selbst dargethan ist, sind nur Einzelheiten zu erwähnen,
die jedoch für das ungestörte Brennen nicht unwesentlich sind.
Um den Hub des Gewichtes g und somit der Klappen k zu begrenzen und zu verhindern
, dafs beim Umfallen der Lampe die Löschvorrichtung ganz herausfalle, sind Stifte s
(Fig. 2) angeordnet, welche von aufsen durch die Stege des Brennerkorbes gesteckt und am
besten in das Gewicht g eingehakt werden
können. Beim Vorfallen der Löschvorrichtung kommen die Stifte s in die in Fig. 2
punktirt gezeichnete Stellung, und verhindert das am äufsersten Ende derselben angebrachte
Knöpfchen η das gänzliche Herausfallen des Löschmechanismus. Die zugehörigen Stifte
können auch statt der Knöpfchen durch einen Ring η verbunden sein. Es gewährt diese
Stiftanordnung den weiteren Vortheil, dafs die Löschvorrichtung auch von aufsen wieder herabgeschoben
werden kann, ohne Cylinder und Brennerhut abnehmen zu müssen.
Die in Fig. 4 gezeichneten Aussparungen bezw. Zacken % im Gewicht g sind angeordnet,
um den Luftzutritt zur Flamme nicht zu hindern.
Eine Modification der Löschklappen zeigen Fig. 5 bis 7. Um das Hängenbleiben der
Klappen möglichst zu vermeiden, sind letztere mit Rollen R R versehen, welche nicht allein
ein sicheres Weiterführen der Klappen hervorbringen, sondern auch das Auslöschen der
Flamme selbst bewirken, und müssen diese Gleit- und Löschrollen dementsprechend' einen
gröfseren Durchmesser haben als die in Fig. 2 und 4 dargestellten Gleitrollen. Durch die
Anwendung der Rollen findet ein stets sicheres Functioniren der Löschvorrichtung statt, wie
Versuche gezeigt haben.
Claims (2)
1. Eine automatische Auslöschvorrichtung für Petroleumlampen (Flach- und Rundbrenner),
gekennzeichnet durch das die Brandröhre umfassende und durch die Spiralfeder^ beeinflufste
Gewicht g, dessen Schwere mit der Federkraft von Jf in bestimmtem Verhältnifs
steht, in Verbindung mit den auf dem Gewichte durch federnde Scharniere beweglich befestigten und mit den Gleitrollen
r r (Fig. 1 bis 4) versehenen Löschklappen k k.
2. Bei den bekannten Löschklappen (welche an der Brandröhre gleiten) an Auslöschvorrichtungen
für Lampen die Anordnung von Rollen R R (Fig. 5 bis 7), um einerseits den Klappen ein sicheres Weiterführen
zu ermöglichen und ein Hemmen oder Hängenbleiben der Klappe an der nicht gereinigten Brandröhre oder ein Stemmen
gegen den Docht zu verhindern, andererseits mittelst der Rollen R R selbst ein
sicheres Auslöschen der Flamme zu bewirken.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40799A true DE40799A (de) |
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