DE407624C - Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim Verkoken - Google Patents
Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim VerkokenInfo
- Publication number
- DE407624C DE407624C DEM78851D DEM0078851D DE407624C DE 407624 C DE407624 C DE 407624C DE M78851 D DEM78851 D DE M78851D DE M0078851 D DEM0078851 D DE M0078851D DE 407624 C DE407624 C DE 407624C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- coking
- coals
- baked
- coal
- badly
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 238000004939 coking Methods 0.000 title claims description 9
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 10
- 239000003610 charcoal Substances 0.000 claims description 4
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 17
- 239000000571 coke Substances 0.000 description 11
- 239000002245 particle Substances 0.000 description 10
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 description 9
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 4
- 239000004484 Briquette Substances 0.000 description 3
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 3
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000003723 Smelting Methods 0.000 description 2
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000002253 acid Substances 0.000 description 2
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000012141 concentrate Substances 0.000 description 2
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 2
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 2
- 230000002378 acidificating effect Effects 0.000 description 1
- 150000007513 acids Chemical class 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000004927 clay Substances 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000005189 flocculation Methods 0.000 description 1
- 230000016615 flocculation Effects 0.000 description 1
- 229910052500 inorganic mineral Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002932 luster Substances 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 1
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 1
- 238000010310 metallurgical process Methods 0.000 description 1
- 239000011707 mineral Substances 0.000 description 1
- 230000001590 oxidative effect Effects 0.000 description 1
- 238000012856 packing Methods 0.000 description 1
- 239000002002 slurry Substances 0.000 description 1
- 239000000725 suspension Substances 0.000 description 1
- 230000009182 swimming Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B53/00—Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
- C10B53/08—Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form in the form of briquettes, lumps and the like
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
- Erhöhung der Backfähigkeit schlecht backender fohlen beim Verkoken. Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei der Herstellung von Koks. Es gibt bekanntlich verschiedene Arten von Kohlen, die bei dem Verkoken entweder überhaupt keinen Koks oder aber einen solchen Koks ergeben, dessen Festigkeit für Hüttenverfahren, z. B. beim Hochofenverfahren, nicht hinreicht; es sind dies hauptsächlich die sogenannten nicht oder schlecht backenden Kohlen.
- Um diese Schwierigkeit zu überwinden, d. h. um an sich schlecht backende Kohlen beim Verkoken backfähiger zu machen, ist vorgeschlagen worden, der fein verteilten Kohle vor der Erhitzung zum Zweck des Verkokens ein Bindemittel, wie Teer oder ein Gemisch aus Pech und Teer, zuzusetzen.
- Bei der Koksbildung aus fein verteilter Kohle werden bekanntlich die Kohleteilchen geschmolzen und backen dann zu einer einheitlichen Masse zusammen, welche durch die infolge Erhitzung frei werdenden Gase eine schwammige oder schaumige Beschaffenheit annimmt. Wenn nun fein verteilte Kohle längere Zeit bei Raumtemperatur der Einwirkung der Luft oder während einer kürzeren 7eitspanne der Einwirkung heißer Gase, besonders oxydierender Gase ausgesetzt wird, nimmt die Oberfläche der Kohlenteilchen erfahrungsgemäß einen Zustand an, der das Zusammenbacken der Kohlenteilchen selbst dann behindert oder verhindert, wenn sie in inniger Berührung miteinander auf Schmelztemperatur erhitzt werden. Die Erfinder haben nun festgestellt, daß gewisse Kohlenarten in fein verteiltem Zustand eine besondere Neigung haben, ihre Backfähigkeit zu verlieren. Als Ursache dieser Erscheinung wurde festgestellt, daß während der Erhitzung zum Zweck des Verkokens hauptsächlich in den Zwischenräumen zwischen den Teilchen vorhandene Luft das Backen verhindert. Es wurde deshalb versucht, um die Erzeugung eines widerstandsfähigen Kokses aus von Natur schlecht backenden Kohlen zu sichern, durch geeignete Maßnahmen diese adsorbierte Luft zu beseitigen. Zu diesem Zweck bot das Verfahren nach dem Patent 371043 sowie das . nach dem Patent 39o656 einen Hinweis. Demgemäß wurde versucht, die fein verteilte schlecht backende Kohle, in einer wässerigen Trübe in der Schwebe gehalten, mit einem flüssigen Bindemittel zu rühren und zu belüften und hierdurch eine rlockung der Kohlenteilchen zu erzielen. Es ergab sich, daß diese geflockten Massen, wenn sie zu Briketten gepreßt wurden, im wesentlichen keine Luft mehr enthielten, sodaß nunmehr die Kohlenteilchen unter Verdrängung der adsorbierten Luft mit dem Bindemittel überzogen waren und aus den so hergestellten Briketten ein widerstandsfähiger Koks für Hüttenzwecke erzielt «=erden konnte. In Fällen, wo dieses Verfahren allein nicht genügte, um den Widerstand der Kohle gegen die Flockung zu überwinden, wurden in Anlehnung an das Verfahren nach Patent39o656 der Trübe Säuren zugesetzt. Demgemäß besteht nach der Erfindung ein Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit schlecht backender Kohle beim Verkoken unter Zusatz eines Bindemittels darin, daß zunächst zur Austreibung adsorbierter Luft in Wasser in der Schwebe gehaltene Teilchen von nicht backender Kohle mit dem flüssigen oder verflüssigten Bindemittel gegebenenfalls unter Zusatz einer mineralischen Säure heftig gerührt, die geflockten Massen vom Wasser getrennt und zu Briketten geformt werden, worauf die Brikette verkokt werden.
- Das Mengenverhältnis des zu verwendenden Bindemittels muß so bemessen werden, daß es gerade hinreicht, ein handhabungsfähiges Brikett ohne Zwischenräume zwischen den Teilchen zu erzielen.
- Es ist nicht wesentlich, daß die Brikette eine besondere mechanische Widerstandsfähigkeit besitzen; man kann deshalb weiche oder ölige Bindemittel, wie Teer, benutzen, wodurch verhältnismäßig weiche Brikette erzielt werden.
- Verschiedene Arten von nicht backender Kohle wurden mit Erfolg nach dem neuen Verfahren behandelt, wovon hierunter ein Ausführungsbeispiel gegeben wird. Hiernach wurde ein Kohlengruß aus Saar Vallev in Frankreich zugrunde gelegt und daraus ein widerstandsfähiger Koks für Hüttenzwecke erzielt; dies war bisher mit keinem der bekannten Verfahren zu erzielen. Der Gruß bestand aus einem Gemisch von Glanzkohle und Mattkohle mit Kohlenschiefer. Der Aschegehalt betrug 2-.,A Prozent, konnte aber durch das Schwimmverfahren auf 9,12 Prozent erniedrigt' werden. Dieses Konzentrat wurde durch ein Sieb von o,2 mm Maschenweite gesiebt. Die abgesiebten feineren Körnungen wurden in einer sauren Trübe behandelt, welche 0,45 kg Schwefelsäure auf die Tonne enthielt. Die Behandlung erfolgte in einer Zelle mit Rührwerk, wobei ein Bindemittel zugegeben wurde, (las drei Teile Pech auf zwei Teile Teer in einer Menge von 5 Prozent Bindemittel auf (las Gesamtgewicht der Kohle (fein und grob) enthielt. Es wurde Dampf eingelassen - und die Temperatur der Trübe auf 9o° C gebracht. Nach dem Flocken der feineren Kohleteilchen wurden die groben Kohleteile unter Rühren zugefügt und so die gesamte Masse geflockt. Schließlich wurde das Wasser abgelassen, und es wurde unter einem Druck von zwei Tonnen auf den Quadratzoll brikettiert.
- Die Verkokung erfolgte durch Packen der Briketts in einen Tonhafen und zweistündige Erhitzung im elektrischen Ofen bei einer Temperatur, die allmählich auf io4o° erhöht « urde. Der erzeugte Koks besaß eine Bruchfestigkeit von 1o94 kg auf den Quadratzoll (etwa 6,42 qcm). Dieses Ergebnis wurde später bestätigt durch einen fabrikmäßigen Versuch in einem Koksofen.
- Zum Vergleich wurde dasselbe in der gleichen Weise geflockte Konzentrat nur gefiltert und nicht brikettiert; es ergab eine Bruchfestigkeit von 467 kg auf den Quadratzoll (etwa 6,42 qcm). Wurde weder ausgeflockt noch brikettiert, so war der erzeugte Koks nicht gleichförmig und seine Homogenität genügte nicht, um eine Festigkeitsprobe zu bewirken.
- Bei einem anderen Versuch wurde aus einem von der Ashington Colliery in Northumberland herrührenden Kohlengruß ein Koks erzielt, der eine Druckfestigkeit von i 186 kg auf. den Quadratzoll (etwa 6,42 qcm) ergab.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUcH: Anwendung des Brikettierverfahrens nach Patent 371043 und 39o656 auf Kohle von geringer natürlicher Backfähigkeit, um ihre Backfähigkeit beim Verkoken zu erhöhen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB407624X | 1921-08-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE407624C true DE407624C (de) | 1924-12-18 |
Family
ID=10416488
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM78851D Expired DE407624C (de) | 1921-08-24 | 1922-08-23 | Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim Verkoken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE407624C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059406B (de) * | 1952-05-23 | 1959-06-18 | Lorraine Houilleres | Verfahren zur Herstellung von Koks |
-
1922
- 1922-08-23 DE DEM78851D patent/DE407624C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1059406B (de) * | 1952-05-23 | 1959-06-18 | Lorraine Houilleres | Verfahren zur Herstellung von Koks |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1800238C3 (de) | ||
| DE407624C (de) | Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim Verkoken | |
| DE1177602B (de) | Verfahren zur Vermeidung des Festsetzens oder Verklemmens von Formkoks in Horizontalkokskammeroefen | |
| CH615656A5 (de) | ||
| DE2017816C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von Gleichstückkoks in Verkokungskammern | |
| DE1571672C3 (de) | ||
| DE1471120C3 (de) | Elektrodenmasse für die Herstellung selbstbackender Elektroden mit verbesserten Absandungseigenschaften für die schmelzflußelektrolytische Aluminiumerzeugung | |
| DE1114163B (de) | Verfahren zur Herstellung von Giessereikoks | |
| CH161270A (de) | Verfahren zur Herstellung druckfester Briketts. | |
| DE974681C (de) | Verfahren zur Erzverhuettung im Niederschachtofen | |
| DE618565C (de) | Verfahren zur Herstellung von Filtern aus gasadsorbierenden Stoffen | |
| DE656087C (de) | Verfahren zur vorbereitenden Behandlung von Faserkohle enthaltenden Kohlen | |
| AT160797B (de) | Verfahren zur Vorbereitung von Kiesabbränden, insbesondere von Flotationskiesabbränden für die Verhüttung im Hochofen durch Herstellung von Formlingen. | |
| DE527031C (de) | Verfahren zur Erzeugung eines Bindemittels fuer die Brikettherstellung | |
| DE505791C (de) | Verfahren zur Herstellung rauchfrei verbrennender Brikette | |
| DE1177603B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hochofen- oder Giessereikoks | |
| DE596001C (de) | Verfahren zum Verkoken von Magerkohle | |
| DE975790C (de) | Verfahren zur Verhuettung von Erz, insbesondere von Eisenerz | |
| DE970686C (de) | Verfahren zum Verhuetten von Eisenerzen | |
| DE722416C (de) | Herstellung eines Depolarisators fuer Trockenelemente | |
| DE751321C (de) | Verfahren zum Erzeugen von stand- und druckfesten Presslingen aus Braunkohlenkoks | |
| AT149167B (de) | Verfahren zur Herstellung verkokter Briketts ohne Verwendung von Klebstoffen. | |
| DE970471C (de) | Verfahren zur Verhuettung mergeliger Erze, insbesondere mergeliger Eisenerze | |
| AT133869B (de) | Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden, insbesondere von selbstbrennenden, für elektrische Öfen. | |
| AT206182B (de) | Verfahren zur Herstellung von Erzbriketts |