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DE407624C - Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim Verkoken - Google Patents

Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim Verkoken

Info

Publication number
DE407624C
DE407624C DEM78851D DEM0078851D DE407624C DE 407624 C DE407624 C DE 407624C DE M78851 D DEM78851 D DE M78851D DE M0078851 D DEM0078851 D DE M0078851D DE 407624 C DE407624 C DE 407624C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coking
coals
baked
coal
badly
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEM78851D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Minerals Separation Ltd
Original Assignee
Minerals Separation Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Minerals Separation Ltd filed Critical Minerals Separation Ltd
Application granted granted Critical
Publication of DE407624C publication Critical patent/DE407624C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B53/00Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form
    • C10B53/08Destructive distillation, specially adapted for particular solid raw materials or solid raw materials in special form in the form of briquettes, lumps and the like

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

  • Erhöhung der Backfähigkeit schlecht backender fohlen beim Verkoken. Die Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei der Herstellung von Koks. Es gibt bekanntlich verschiedene Arten von Kohlen, die bei dem Verkoken entweder überhaupt keinen Koks oder aber einen solchen Koks ergeben, dessen Festigkeit für Hüttenverfahren, z. B. beim Hochofenverfahren, nicht hinreicht; es sind dies hauptsächlich die sogenannten nicht oder schlecht backenden Kohlen.
  • Um diese Schwierigkeit zu überwinden, d. h. um an sich schlecht backende Kohlen beim Verkoken backfähiger zu machen, ist vorgeschlagen worden, der fein verteilten Kohle vor der Erhitzung zum Zweck des Verkokens ein Bindemittel, wie Teer oder ein Gemisch aus Pech und Teer, zuzusetzen.
  • Bei der Koksbildung aus fein verteilter Kohle werden bekanntlich die Kohleteilchen geschmolzen und backen dann zu einer einheitlichen Masse zusammen, welche durch die infolge Erhitzung frei werdenden Gase eine schwammige oder schaumige Beschaffenheit annimmt. Wenn nun fein verteilte Kohle längere Zeit bei Raumtemperatur der Einwirkung der Luft oder während einer kürzeren 7eitspanne der Einwirkung heißer Gase, besonders oxydierender Gase ausgesetzt wird, nimmt die Oberfläche der Kohlenteilchen erfahrungsgemäß einen Zustand an, der das Zusammenbacken der Kohlenteilchen selbst dann behindert oder verhindert, wenn sie in inniger Berührung miteinander auf Schmelztemperatur erhitzt werden. Die Erfinder haben nun festgestellt, daß gewisse Kohlenarten in fein verteiltem Zustand eine besondere Neigung haben, ihre Backfähigkeit zu verlieren. Als Ursache dieser Erscheinung wurde festgestellt, daß während der Erhitzung zum Zweck des Verkokens hauptsächlich in den Zwischenräumen zwischen den Teilchen vorhandene Luft das Backen verhindert. Es wurde deshalb versucht, um die Erzeugung eines widerstandsfähigen Kokses aus von Natur schlecht backenden Kohlen zu sichern, durch geeignete Maßnahmen diese adsorbierte Luft zu beseitigen. Zu diesem Zweck bot das Verfahren nach dem Patent 371043 sowie das . nach dem Patent 39o656 einen Hinweis. Demgemäß wurde versucht, die fein verteilte schlecht backende Kohle, in einer wässerigen Trübe in der Schwebe gehalten, mit einem flüssigen Bindemittel zu rühren und zu belüften und hierdurch eine rlockung der Kohlenteilchen zu erzielen. Es ergab sich, daß diese geflockten Massen, wenn sie zu Briketten gepreßt wurden, im wesentlichen keine Luft mehr enthielten, sodaß nunmehr die Kohlenteilchen unter Verdrängung der adsorbierten Luft mit dem Bindemittel überzogen waren und aus den so hergestellten Briketten ein widerstandsfähiger Koks für Hüttenzwecke erzielt «=erden konnte. In Fällen, wo dieses Verfahren allein nicht genügte, um den Widerstand der Kohle gegen die Flockung zu überwinden, wurden in Anlehnung an das Verfahren nach Patent39o656 der Trübe Säuren zugesetzt. Demgemäß besteht nach der Erfindung ein Verfahren zur Erhöhung der Backfähigkeit schlecht backender Kohle beim Verkoken unter Zusatz eines Bindemittels darin, daß zunächst zur Austreibung adsorbierter Luft in Wasser in der Schwebe gehaltene Teilchen von nicht backender Kohle mit dem flüssigen oder verflüssigten Bindemittel gegebenenfalls unter Zusatz einer mineralischen Säure heftig gerührt, die geflockten Massen vom Wasser getrennt und zu Briketten geformt werden, worauf die Brikette verkokt werden.
  • Das Mengenverhältnis des zu verwendenden Bindemittels muß so bemessen werden, daß es gerade hinreicht, ein handhabungsfähiges Brikett ohne Zwischenräume zwischen den Teilchen zu erzielen.
  • Es ist nicht wesentlich, daß die Brikette eine besondere mechanische Widerstandsfähigkeit besitzen; man kann deshalb weiche oder ölige Bindemittel, wie Teer, benutzen, wodurch verhältnismäßig weiche Brikette erzielt werden.
  • Verschiedene Arten von nicht backender Kohle wurden mit Erfolg nach dem neuen Verfahren behandelt, wovon hierunter ein Ausführungsbeispiel gegeben wird. Hiernach wurde ein Kohlengruß aus Saar Vallev in Frankreich zugrunde gelegt und daraus ein widerstandsfähiger Koks für Hüttenzwecke erzielt; dies war bisher mit keinem der bekannten Verfahren zu erzielen. Der Gruß bestand aus einem Gemisch von Glanzkohle und Mattkohle mit Kohlenschiefer. Der Aschegehalt betrug 2-.,A Prozent, konnte aber durch das Schwimmverfahren auf 9,12 Prozent erniedrigt' werden. Dieses Konzentrat wurde durch ein Sieb von o,2 mm Maschenweite gesiebt. Die abgesiebten feineren Körnungen wurden in einer sauren Trübe behandelt, welche 0,45 kg Schwefelsäure auf die Tonne enthielt. Die Behandlung erfolgte in einer Zelle mit Rührwerk, wobei ein Bindemittel zugegeben wurde, (las drei Teile Pech auf zwei Teile Teer in einer Menge von 5 Prozent Bindemittel auf (las Gesamtgewicht der Kohle (fein und grob) enthielt. Es wurde Dampf eingelassen - und die Temperatur der Trübe auf 9o° C gebracht. Nach dem Flocken der feineren Kohleteilchen wurden die groben Kohleteile unter Rühren zugefügt und so die gesamte Masse geflockt. Schließlich wurde das Wasser abgelassen, und es wurde unter einem Druck von zwei Tonnen auf den Quadratzoll brikettiert.
  • Die Verkokung erfolgte durch Packen der Briketts in einen Tonhafen und zweistündige Erhitzung im elektrischen Ofen bei einer Temperatur, die allmählich auf io4o° erhöht « urde. Der erzeugte Koks besaß eine Bruchfestigkeit von 1o94 kg auf den Quadratzoll (etwa 6,42 qcm). Dieses Ergebnis wurde später bestätigt durch einen fabrikmäßigen Versuch in einem Koksofen.
  • Zum Vergleich wurde dasselbe in der gleichen Weise geflockte Konzentrat nur gefiltert und nicht brikettiert; es ergab eine Bruchfestigkeit von 467 kg auf den Quadratzoll (etwa 6,42 qcm). Wurde weder ausgeflockt noch brikettiert, so war der erzeugte Koks nicht gleichförmig und seine Homogenität genügte nicht, um eine Festigkeitsprobe zu bewirken.
  • Bei einem anderen Versuch wurde aus einem von der Ashington Colliery in Northumberland herrührenden Kohlengruß ein Koks erzielt, der eine Druckfestigkeit von i 186 kg auf. den Quadratzoll (etwa 6,42 qcm) ergab.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcH: Anwendung des Brikettierverfahrens nach Patent 371043 und 39o656 auf Kohle von geringer natürlicher Backfähigkeit, um ihre Backfähigkeit beim Verkoken zu erhöhen.
DEM78851D 1921-08-24 1922-08-23 Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim Verkoken Expired DE407624C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB407624X 1921-08-24

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE407624C true DE407624C (de) 1924-12-18

Family

ID=10416488

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM78851D Expired DE407624C (de) 1921-08-24 1922-08-23 Erhoehung der Backfaehigkeit schlecht backender Kohlen beim Verkoken

Country Status (1)

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DE (1) DE407624C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059406B (de) * 1952-05-23 1959-06-18 Lorraine Houilleres Verfahren zur Herstellung von Koks

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059406B (de) * 1952-05-23 1959-06-18 Lorraine Houilleres Verfahren zur Herstellung von Koks

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