DE406937C - Stopfbuechse fuer hin und her gehende Stangen - Google Patents
Stopfbuechse fuer hin und her gehende StangenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/56—Other sealings for reciprocating rods
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
Description
Um bei Stopfbüchsen für hin und her gehende Stangen eine gute Dichtung zu erzielen,
wird der abdichtende Teil der Stopfbüchse von einer Hülse umgeben, die eine
freie Beweglichkeit der Dichtung gewährleistet. Für Kolbenstangen von mit Heißdampf
arbeitenden Verbunddampfmaschinen genügt dies jedoch nicht, da bei diesen der gegen
die Atmosphäre abzudichtende Dampfdruck zu hoch ist und in der Stopfbüchse Temperaturen
vorhanden sind, die dem Schmelzpunkt der Metalldichtungen nahekommen, und daher deren Form leicht verändern. Diesen
Schwierigkeiten wird erfindungsgemäß dadurch Rechnung getragen, daß die Dichtung
an einer zwischen ihren Enden liegenden Stelle mit einem Raum verbunden ist,
in dem ein zwischen den Drücken an den Enden der Stopfbüchse liegender Druck
herrscht. Infolgedessen wird der Dampf von der Dichtung nach dem Raum strömen, hierbei
kondensieren, und das so gewonnene Kondensat wird zur Unterstützung der Schmierung
der Stopfbüchse verwendet.
Die Abb. 1 bis 3 zeigen drei verschiedene Ausführungsbeispiele im Längsschnitt.
In Abb. ι ist α die Kolbenstange, b der
Zylinderdeckel, c der Grundring zur Führung der Stange und d die Brille. Bei dieser einfachen
Ausführung wird die Abdichtung meistens dadurch bewirkt, daß in den Hohlraum zwischen dem Grundring und der Brille
eine aus Metallringen oder aus Faserstoff hergestellte Dichtung eingepreßt wird. Dies
ist aber fehlerhaft, weil dann die Dichtung selbst als Stangenführung dienen muß, und
daher die Dichtungsfläche bald abgenutzt wird. Infolgedessen bläst der Dampf aus, und
es wird außerdem durch die Reibung eine Temperaturerhöhung herbeigeführt, bei welcher
das Dichtungsmaterial schnell zugrunde geht. Es wird deshalb erfindungsgemäß die
: Dichtung selbst als schwebend, d.h. entlastet, ' dadurch ausgebildet, daß die Dichtungsringe
ein seitliches Spiel besitzen, wodurch diese nicht als Führung dienen können. Die Dichtung
bewirken die Ringe e, die zweckmäßig kegelartig ausgebildet sind und durch Druckringe
/ gegen die Stange gedrückt werden. In der Mitte der Stopfbüchse befindet sich
auch ein Druckring g, der jedoch außen und innen zwei Ringnuten besitzt, die durch radiale
Bohrungen g1 verbunden sind. Sämtliche Ringe sind in einer Hülse h angeordnet, deren
Außendurchmesser etwas kleiner ist als die Bohrung des Zylinderdeckels, so daß ein
Raum r entsteht. Die Ringe werden durch eine Verschlußscheibe / abgeschlossen, und es
kann noch zwischen der Brille d und dieser Scheibe eine Weichpackung k angeordnet
sein. Wenn die Brillenschrauben entsprechend angezogen · sind, wird die Weichpackung
k zusammengedrückt, und durch Vermittlung der Platte / und der Druckringe /
und g werden die Dichtungsringe e gegen die Stange gedrückt. Die Ringe e, /; g haben
aber eine seitliche Beweglichkeit, so daß sie nur zur Abdichtung dienen.
Am Zylinderhals ist ein Rohranschluß Z vorgesehen, der zu einem Raum führt. Wenn
die beschriebene Stopfbüchse eine Hochdruckkolbenstange abdichten soll, dann ist es
zweckmäßig, das Rohr I mit der Niederdruckmaschine in Verbindung zu bringen. In diesem
Falle haben die inneren Ringe e gegen Hochdruckdampf abzudichten, und wenn
etwas Dampf durch sie hindurchströmt;, so gelangt er nur bis zu dem mittleren Ring g}
dessen Hohlraum mit der Niederdruckmaschine (Verbinder, Receiver) durch in der
Hülse Ii vorgesehene Bohrungen h1 in Verbindung
steht. Der etwa hindurchgeströmte Dampf gelangt dann zu der Nieder druckmaschine,
wo er noch weitere Arbeit verrichtet. Die äußeren Ringe e haben nur gegen
den Verbinderdruck abzudichten, und sollte etwas Dampf auch hier durchströmen, so
wird er durch die Weichpackung k sicher aufgefangen. Infolgedessen ist die Schmierung
der Stange gesichert, einerseits, weil der Dampf nicht mehr an der Stange entlang
ausströmt, und anderseits, weil in dem Rohranschluß / immer Dampf kondensiert
wird, der durch sein Gewicht in den Hohlraum des Ringes g zurückströmt. Die Dichtungsringe
sind vollkommen entlastet, und das Dampfwassergemisch auf der Außenseite der Hülse h kühlt sie in ihrer ganzen Länge
ab, so daß die Dichtungsringe selbst eine vollkommene Kühlung erhalten. Es kann infolgedessen
diese einfache Bauart einer Stopfbuchse auch bei Heißdampfmaschinen auf der
Hochdruckseite verwendet werden.
Abb. 2 zeigt eine Ausführung mit einer reinen Metalldichtung. Bei dieser wird die ;
Stange α überhaupt nicht geführt, so daß j sie eine bedeutende Durchbiegung an dieser
Stelle erleiden kann. Um diesem Rechnung zu tragen, ist die Hülse h zwischen Kugel- j
ringen m und η gelenkartig in an und für ■ sich bekannter Weise angeordnet. In der :
Hülse sind die Ringe e zwischen Druckringen Z1 und /- angeordnet, und in der Mitte
ist wieder der mit Kingnuten versehene Ring g \ vorgesehen. In der Stopfbuchse ist noch
eine Feder 0 zwischen dem Druckring Z1 und
einem Kugelring ρ angeordnet. In diesem ,
Falle besitzt also die Stopfbüchse nicht nur ; eine seitliche Bewegung, sondern kann außer- j
dem um ihre Längsachse schwingen, so daß j die Stopfbüchse tatsächlich eine schwebende, !
entlastete ist.
Da die Hülse Ii sich gegen einen Kugelring η abstützt, der sich wiederum auf die \
Brille d stützt, so entsteht ein vollkommen |
geschlossener Raum r, der durch das RohrZ mit einem Raum, z. B. mit dem Receiver,
in Verbindung steht. Die Wirkungsweise ist wie die nach Abb. 1, d.h. der Dampf, weleher
die inneren Ringe e durchströmt, gelangt durch die Öffnungen g1 ! h1 in den
Raum /■ und von dort z. B. zu der Niederdruckmaschine. Die äußeren Ringe« haben nur
gegen einen ganz geringen Druck abzudichten. Da dieser Dampf einen niedrigen Druck hat,
so hat er auch eine niedrige Temperatur. Auch hier kühlt der Verbinderdampf die Hülse h auf ihrer ganzen Länge, wodurch I
die Ringe entsprechend abgekühlt werden und eine richtige. Abdichtung und Lebensdauer
gesichert ist.
Die Ausführung nach Abb. 3 ist nach den gleichen Grundsätzen ausgebildet und beruht
in der Anwendung der Erfindung bei der bekannten Schmidtschen Stopfbüchse. Hier
sind e die Dichtungsringe, f1, f2 die Druckringe,
g der mit Ringnuten versehene mittlere Ring, ο die Druckfeder und h die Hülse.
Diese wird von einer zweiten Hülse s umschlossen, so daß beide Hülsen einen geschlossenen
Raum r bilden. An der Hülse s ist wieder ein Rohranschluß I angebracht,
so daß durch die inneren Ringe e etwa durchströmender Dampf durch die Öffnungen g1, h1
in den Raum/1 und von dort durch das Rohr/
z. B. in einen Verbinder gelangt. In dem Raum /- herrscht ein niedrigerer Druck und
eine geringere Temperatur, und die Hülse h und die Ringe werden auf ihrer ganzen Länge
richtig gekühlt. In dem Rohr Z kondensierter Dampf fließt in den Raum des Ringes g
zurück und bewirkt eine gute Schmierung. Bei Hochdruckstopfbüchsen kann das Rohr /
in den Verbinder führen, wodurch der Dampf noch Arbeit verrichtet, während bei Niederdruckstopfbüchsen
oder bei den Stopfbüchsen von Zwillingsdampfmaschinen diese mit dem
Vorwärmer bzw. mit dem Kondensator verbunden sein können. Man kann auch' für die
verschiedenen Stopfbüchsen einen gemeinsamen Behälter schaffen, in dem ein mittlerer
Druck herrscht.
Man kann diese Ausführung auch bei Explosionsmaschinen, bei Kompressoren, Kältemaschinen
ohne Abänderung des Wesens der Erfindung mit den gleichen Vorteilen anwenden.
Claims (2)
1. Stopfbüchse für hin und her gehende
Stangen, insbesondere für Kolbenstangen von Hochdruckdampfmaschinen, bei welcher
der abdichtende Teil der Stopfbüchse von einer eine freie Beweglichkeit der
Dichtung gewährleistenden Hülse umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtung an einer zwischen ihren
Enden liegenden Stelle mit einem Raum verbunden ist, in dem ein zwischen den Drücken an den Enden der Stopfbüchse
liegender Druck herrscht.
2. Stopfbüchse nach Anspruch 1 mit Kühlung, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hülse außen von dem Kondensat gekühlt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER52841D DE406937C (de) | Stopfbuechse fuer hin und her gehende Stangen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER52841D DE406937C (de) | Stopfbuechse fuer hin und her gehende Stangen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE406937C true DE406937C (de) | 1924-12-05 |
Family
ID=7409288
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER52841D Expired DE406937C (de) | Stopfbuechse fuer hin und her gehende Stangen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE406937C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3048412A (en) * | 1959-04-27 | 1962-08-07 | Union Oil Co | Shaft seal |
| US3164388A (en) * | 1961-03-27 | 1965-01-05 | Lloyd J Ellis | Packing apparatus for stuffing boxes |
| EP0550941A1 (de) * | 1992-01-07 | 1993-07-14 | Cooper Cameron Corporation | Ventilschaftabdichtung |
| DE102024117549A1 (de) * | 2024-06-21 | 2025-12-24 | Samson Aktiengesellschaft | Haltevorrichtung zum Halten mindestens einer ersten Dichtung, Verschlussvorrichtung, Ventilgehäuse und Hubventil |
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0
- DE DER52841D patent/DE406937C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3048412A (en) * | 1959-04-27 | 1962-08-07 | Union Oil Co | Shaft seal |
| US3164388A (en) * | 1961-03-27 | 1965-01-05 | Lloyd J Ellis | Packing apparatus for stuffing boxes |
| EP0550941A1 (de) * | 1992-01-07 | 1993-07-14 | Cooper Cameron Corporation | Ventilschaftabdichtung |
| DE102024117549A1 (de) * | 2024-06-21 | 2025-12-24 | Samson Aktiengesellschaft | Haltevorrichtung zum Halten mindestens einer ersten Dichtung, Verschlussvorrichtung, Ventilgehäuse und Hubventil |
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