[go: up one dir, main page]

DE406203C - Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsaeureanhydrid - Google Patents

Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsaeureanhydrid

Info

Publication number
DE406203C
DE406203C DES51949D DES0051949D DE406203C DE 406203 C DE406203 C DE 406203C DE S51949 D DES51949 D DE S51949D DE S0051949 D DES0051949 D DE S0051949D DE 406203 C DE406203 C DE 406203C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phthalic anhydride
chamber
gas
purifying
sublimation
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DES51949D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Selden Co
Original Assignee
Selden Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Selden Co filed Critical Selden Co
Application granted granted Critical
Publication of DE406203C publication Critical patent/DE406203C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Landscapes

  • Furan Compounds (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsäureanhydrid. Die Erfindung richtet sich auf eine Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsäureanhydrid durch Sublimation und fraktionierte Kondensation, unter Benutzung eines Gas-oder Luftstromes als Träger der Phthalsäureanhydriddämpfe, und sie kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß sich an die Sublimationskammer eine Kondensationskammer anschließt, die durch Siebwände in einzelne verschieden temperierte Abteilungen geteilt ist.
  • Die Anordnung der einzelnen verschieden temperierten Abteilungen der Kondensationskammer hat zur Folge, daß in den einzelnen Zonen Material von verschiedener physikalischer Peschaffenheit aus dem Sublimations-Strom ausgeschieden wird, wodurch man die einzelnen Produkte der fraktionierten Kondensation von vornherein getrennt erhält. Insbesondere schlägt sich das reine Phthalsäureanhydrid an dem heißen Ende der Kondensationskammer nieder, während die Verunreinigungen zusammen mit etwas -Phthalsäureanhydrid am kalten Ende der Kammer abgeschieden werden. Die Abstufung der Kammer in der Strömungsrichtung erleichtert die verschiedene Temperierung.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Vorrichtung im senkrechten Schnitt.
  • Der zu reinigende Stoff wird mittels eines Trichterrohrs o. dgl. z in einen Behälter oder Kessel i eingeführt, der durch Gasbrenner 3 oder auf andere geeignete Weise erhitzt wird. Zweckmäßig ist am vorderen Ende dieses Kessels eine Gebläseleitung 4., 5 angeschlossen, durch welche ein Gas, das für diesen Zweck als Träger geeignet ist, eingeblasen wird. Platten 6, welche an dem Behälter oder Kessel i angeordnet sind, zwingen den Gasstrom, in einem Zickzackwege auf und ab zu streichen. Am hinteren Ende ist der Behälter oder Kessel i durch ein Rohr 7 mit einem Kondensator 8 verbunden, der bei der dargestellten Ausführungsform durch eine Kammer mit nach hinten sich treppenartig erhöhenden bzw. erweiternden Abteilungen 9 gebildet wird. Die Abteilungen sind voneinander durch gelochte Wände bzw. Siebe o. dgl. io getrennt. Durch die öffnungen der letzteren gelangen die Dämpfe von dem Einlaßrohr 7 aus nacheinander in die verschiedenen sich erweiternden Abteilungen, um schließlich aus der letzten Abteilung durch ein Rohr 15 wieder abgeleitet zu werden. In bzw. an den Abteilungen 9 sind Vorrichtungen angebracht, durch welche die Temperatur in diesen Kammern geregelt wird. Diese Vorrichtungen bestehen z. B. aus Düsen 12 an Rohren 13, die von einer Hauptleitung 14 abgezweigt sind. Das Ableitungsrohr 15 kann mit dem Gebläse 4 verbunden sein, um das Gas durch das Rohr 5 in die Kammer i einzublasen. Zwecks Erwärmung des zurückgeführten Gases ist unter der Rückleitung 15 ein Gasbrenner o. dgl. 16 angeordnet.
  • Beispielsweise wird Phthalsäureanhydrid, welches einen Schmelzpunkt von ungefähr i28' C und einen Siedepunkt von 28,i' C besitzt, gemischt mit Naphthalin, mit einem Schmelzpunkt von So-' C und einem Siedepunkt von 218°C nebst anderen Oxydationsprodukten des Naphthalins in den Kessel i eingeführt und hier einer Temperatur von i 5o bis Zoo' C ausgesetzt. Das in den Kessel eingeblasene Gas dient lediglich als Träger, ohne eine chemische Wirkung auszuüben, und das mit den Dämpfen beladene Gas gelangt durch den Anschluß 7 zunächst in die erste Abteilung 9 des Kondensators 8 und durch die Siebwände in die folgenden Abteilungen. In diesem Kondensator findet eine fraktionierte Kondensation statt, jedoch werden die Kristalle, deren Gewinnung bezweckt ist, in der Hauptsache nur in den ersten zwei .oder drei j Abteilungen gewonnen, wo sie sich namentlich an den Siebwänden io absetzen. Um die Kristalle von den Siebwänden abzuschütteln, sind bei der dargestellten Ausführungsform hinter den Sieben Gewichte oder Pendel 17 angeordnet, die von Zeit zu Zeit gegen die I Siebwände schlagen. Die angesammelten Kristalle werden aus den Kammern durch Türen i i, die in der Nähe des Bodens angebracht sind, entnommen. In den Kammern wird eine Temperatur zwischen 70 und i i 5' C eingehalten.
  • Das hergestellte Phthalsäureanhydrid besteht ;aus farblosen, nadelartigen Kristallen, ist fast chemisch rein und frei von Benzoesäure, Schwefel, Chlor, Quecksilber usw. Es enthält nur Spuren von Phthalsäure und bat einen Schmelzpunkt über i3o° C.
  • Das rohe Phthalsäureanhydrid, das dem Okydationsprozeß entstammt, mag in folgender Beschickung eingebracht werden: Phthalsäureanhydrid 97,7 Prozent. Maleinsäureanhydrid o,6 -Benzoesäure 0,5 -Wasser 1,0 -Naphthalin mit Teer o,2 -Aus dieser Beschickung wird eine Ausbeute von 97 Prozent gewonnen. Der Verlust von 3 Prozent wird durch Stoffe gebildet, die mit dem Gasstrom aus der Vorrichtung entweichen; sie bestehen praktisch aus dem gesamten Wasser und Naphthalin, etwas `iVIaleinsäureanhydrid und Benzoesäure, eine geringe Menge Phthalsäureanhydrid. 85 Prozent der Ausbeute sind iooprozentiges Phthalsäureanhydrid, während der Rest des gewonnenen Stoffes etwa 97prozentiges Phthalsäureanhydrid enthält. Die Verunreinigungen dieses Teils des Erzeugnisses sind hauptsächlich Maleinsäureanhydrid und Benzoesäure; sie werden mit dem rohen Phthalsäureanhydrid von neuem der Behandlung ausgesetzt.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE-i. Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsäureanhydrid durch Sublimation und fraktionierte Kondensation, unter Benutzung eines Gas- :oder Luftstromes als Träger der Phthalsäureanhydriddämpfe, dadurch gekennzeichnet, daß sich an die Sublimationskammer (i) eine Kondensationskammer (9) anschließt, die durch Siebwände (in) in einzelne verschieden temperierte Abteilungen geteilt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abteilungen der Kammer (9) in der Strömungsrichtung stufenförmig erhöht sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Ansprüchen i und:!, gekennzeichnet durch Schütteleinrichtungen (17) an den Siebwänden.
DES51949D 1919-10-14 1920-01-09 Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsaeureanhydrid Expired DE406203C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US406203XA 1919-10-14 1919-10-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE406203C true DE406203C (de) 1924-11-18

Family

ID=21911993

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES51949D Expired DE406203C (de) 1919-10-14 1920-01-09 Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsaeureanhydrid

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE406203C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974505C (de) * 1952-07-28 1961-01-19 Snia Viscosa Societa Naz Ind A Verfahren zur Herstellung von reinem von Terephthalsaeure-monomethylester freiem Terephthalsaeuredimethylester

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE974505C (de) * 1952-07-28 1961-01-19 Snia Viscosa Societa Naz Ind A Verfahren zur Herstellung von reinem von Terephthalsaeure-monomethylester freiem Terephthalsaeuredimethylester

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1443366A1 (de) Verfahren zur Gewinnung von Dicarbonsaeuren aus Gemischen davon
DE406203C (de) Vorrichtung zum Reinigen von Phthalsaeureanhydrid
DE437910C (de) Gewinnung von konzentriertem Schwefeldioxyd
DE552921C (de) Verfahren zur Gewinnung von p-Toluidin aus einem Gemisch von o- und p-Toluidin
DE732742C (de) Verfahren zum kontinuierlichen Waschen von Trinitrotoluol
DE559167C (de) Reinigung von Jod durch Sublimation
DE544959C (de) Herstellung von lagerbestaendigem Chlorkalk
AT101659B (de) Verfahren zur Trennung von Gemischen organischer Substanzen.
DE842047C (de) Verfahren zur Herstellung von Fumarsaeure aus Maleinsaeureanhydrid enthaltenden Gasen, die durch katalytische Dampfphasenoxydation von organischen Verbindungen erhalten werden
AT82757B (de) Verfahren zur Darstellung trockener Leukoverbindungen von Farbstoffen.
AT205010B (de) Verfahren zum gleichzeitigen Kühlen und Reinigen heißer Gase
DE352781C (de) Verfahren zum Ausscheiden und Trocknen von in Loesung befindlichen Stoffen durch Zerstaeubung
DE475871C (de) Verfahren zum Spinnen von Kunstseidenfaeden aus Loesungen, bei welchen zur Bildung des Fadens ein oder mehrere Baeder angewandt werden
DE1080988B (de) Verfahren zur Aktivierung von Ton
DE2232453B2 (de)
DE431643C (de) Verfahren zur Abscheidung von Chlorbarium aus Loesungen
DE644559C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von rohem Holzessig
AT134288B (de) Verfahren zur Herstellung von Benzin, Benzol und anderen Kohlenwasserstoffen aus Teeren, Teerölen u. dgl.
DE483875C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Nitraten und eines Gemisches von Cl und NOCI aus Metallchloriden und waesseriger Salpetersaeure
DE441625C (de) Verfahren zum Destillieren von Brandschiefer und aehnlichen Stoffen in einer Retorte
DE665101C (de) Verfahren zur Abscheidung von Osmium aus dieses als Tetroxyd, gegebenenfalls neben Ruthenium, enthaltenden waessrigen Loesungen
DE939867C (de) Verfahren zur Herstellung von Fluorwasserstoff
DE61319C (de) Verfahren und Apparat zur Erzeugung ozonhaltiger Luft im Grofsen mittelst Elektricität
DE189303C (de)
DE806437C (de) Verfahren zur Reinigung von Phenanthren