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Vorrichtung zur graphischen Darstellung von Funktionen. Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zur graphischen Darstellung von Funktionen, die für alle
gebräuchlichen Koordinatensysteme paßt. Meistens erfolgte die graphische Darstellung
von Funktionen durch Zeichnung auf einem Blatt Papier oder einer Tafel, die genau
eingeteilt war, um ein schnelles Abmessen der Koordinaten zu ermöglichen. Diese
Darstellungsweise zeigt mehrere Nachteile. Insbesondere zwingt jeder Irrtum zu einer
Radierung, welche die richtigen Linien in der Nähe beschädigt. Um dieses zu vermeiden,
hat man schon vorgeschlagen, die Zeichnung der graphischen Darstellungen von Funktionen
mittels körperlicher Linien (Fäden oder Bänder, gewebt oder .aus Metall) zu verwirklichen,
welche die vorher bestimmten Punkte jeder Kurve verbindet.
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Derartige Einrichtungen werden durch einen Rahmen gebildet, an dessen
beiden aufrechtstehenden Schenkeln Fäden in gleichen Abständen gespannt waren. Dabei
wurden Nferkzeichen von zwei aufeinanderfolgenden und in der Längsrichtung beweglichen
Fäden Bierart getragen, daß sie auf der geeigneten Ordinate eingestellt werden konnten
und gleichzeitig als Befestigungspunkte für die körperliche Linie dienten. Bei dieser
Einrichtung stellen die zwischen zwei aufrechten Schenkeln des Rahmens gespannten
Fäden Punkte derselben Abszisse dar. Um nun leicht eine Linie festzulegen, ist es
nötig, daß man diesen Rahmen in Verbindung mit einem Blatt Papier benutzt, auf welchem
Linien senkrecht zu besagten Fäden gezogen sind, wobei jede Linie Punkte derselben
Ordinate darstellt.
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Man kann nun, um den Nachteil zu beseitigen, wonach die Einrichtung
nur mit einer graduierten Tafel verwendbar ist, auf jedem Faden Punkte derselben
Ordinate bezeichnen. Diese neue Einrichtung würde somit Vorteile aufweisen. Damit
diese Richtungslinien von Punkten derselben Ordinate dauerhaft wären, müßten die
Punkte clurch 'Marken - erhaben oder hohl - angezeigt werden. Diese Marken würden
auch die beweglichen Merkzeichen entbehrlich machen, wenn sie genügend nahe ständen,
so daß man an ihnen unmittelbar die k#**irperliche Linie befestigen könnte.
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Dieses wird nun durch die vorliegende Erfiüdung erreicht, «-elche
dadurch gekennzeichnet ist, daß die zwischen zwei aufrechten Schenkeln des Rahmens
gespannten Fäden durch Kämme ersetzt werden, deren Zähne von konstanter Dicke in
gleichem Abstande stehen,
so daß sie bestimmte Ordinatenpunkte darstellen
können. Hierbei geht die körperliche Linie zwischen zwei Zähnen eines Kammes hindurch
und kann durch die Elastizität der Zähne festgehalten werden. Ferner sind die verschiedenen
Kämme durch Plättchen von konstanter Breite getrennt, auf welchen die Merkzeichen
angebracht werden.
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Auf derZeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise in einer
Ausführungsform dargestellt.
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Es stellen dar: Abb. i einen Kamm, Abb.2 und 3 andere Ausführungsforrne»
desselben, Abb. 4 einen Grundriß der ganzen Vorrichtung, Abb. 3 einen Schnitt nach
der Linie .g-: der Abb.4. Abb.6 einen Schnitt nach der Linie B-B der Abb. d., Abb.
j einen Schnitt nach der Linie C-C der Abb. q..
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Wie in den Abb. i bis 3 dargestellt ist, kann die Verzahnung der Kämme
i durch eingesägte Zähne, senkrecht oder geneigt zum Kammrücken oder durch Einkerbungen
von geeignetem Querschnitt gebildet werden, die so ausgeschnitten «erden, d@aß sie
den Faden halten können (Abb.2 und 3).
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Diese Kämme, deren Zahl entsprechend dem einzelnen Falle veränderlich
ist,. werden in geeigneten auf einer ebenen oder krummen Fläche angebrachten Nuten
befestigt. Bei dem dargestellten Beispiel sind die Kämme durch kleine Plättchen
3 getrennt, die aneinandergepreßt werden und sich in Nuten oder auf Gleitschienen
von geeignetem Querschnitt ( schwalbenschwanzförtnig) verschieben. Das letzte Plättchen
q. ist z. B. mittels einer Schraube 5, welche jede Verschiebung verhindert, befestigt.
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Die Plättchen 3 haben meistens eine oder mehrere Stricheinteilungen
6, die das Ablesen erleichtern. Ebenso können die Zähne der Kämme regelmäßig in
Übereinstimmung mit den Stricheinteilungen der Plättchen gefärbt sein.
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Die Plättchen können mit Zelluloid oder anderem Material belegt werden,
damit man Notizen, Zeichen oder Verbesserungen machen kann. Die äußersten Platten
können ein oder mehrere Striche haben, welche eine Skala, einen Maßstab für die
Ordinaten bilden.
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Die Fäden werden an einem ihrer Enden z. B. durch eine Perle oder
irgendein anders Befestigungsorgan gehalten. An dem anderen Ende können diese Fäden
j ein Gege;igewicht 8 haben, das ihre Spannung bewirkt. An diesem können Marken
befestigt werden, welche angeben, zu welcher Funktion die durch den Faden dargestellte
Kurve gehört. Man kann auch die Fäden zu ihrer Spannung auf einem Aufwickelungsorgan,
einer kleinen Rolle 9, wie beispielsweise dargestellt, befestigen, deren Achse durch
eine in der Platte (Rahmen) befestigte Schraube gebildet wird.
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Die Einrichtung gemäß der Erfindung kann in allen Zweigen der menschlichen
Tätigkeit Verwendung finden, welche den Gebrauch von graphischen Darstellungen von
Funktionen nötig macht. Die Verwendung von Kämmen mit feiner Teilung, welche bis
etwa auf einen Millimeter für den Zahn gehen kann, ermöglicht Darstellungen von
geringen Abmessungen und somit leicht entfernbar zu schaffen, entsprechend denen,
die bisher auf Millimeterpapier gemacht wurden.
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1.Zan kann auch Schutzeinrichtungen für die gemachten Darstellungen
anbringen. Man kann das ganze mit einer abnehmbaren Glasplatte oder auch nur die
Kämme mit einem Cberzug bedecken, der verhindert, daß der Faden von den Zähnen abfällt.