DE40447C - Kessel für Niederdruck-Dampfheizung mit Vorrichtung zur Regulirung der Verbrennung - Google Patents
Kessel für Niederdruck-Dampfheizung mit Vorrichtung zur Regulirung der VerbrennungInfo
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- DE40447C DE40447C DENDAT40447D DE40447DA DE40447C DE 40447 C DE40447 C DE 40447C DE NDAT40447 D DENDAT40447 D DE NDAT40447D DE 40447D A DE40447D A DE 40447DA DE 40447 C DE40447 C DE 40447C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23N—REGULATING OR CONTROLLING COMBUSTION
- F23N3/00—Regulating air supply or draught
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
KAISERLICHES.
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlage!?.
'" Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1886 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein
Centralheizofen für Niederdruck-Dampfheizungen, bei dem der Feuerraum von dem Aschenraum
derartig getrennt ist, dafs Luft nur durch den Luftzuflufskanal oder durch die geöffnete
Feuerthür an das Brennmaterial gelangen kann, während die beim Oeffnen der Thür des Aschenraumes
in den Ofen eindringende Luft ohne Berührung des Feuers direct in den Abzug gelangt.
Bei dieser Einrichtung ist es möglich, das Feuer durch einfaches Oeffnen der Aschenthür
zu unterdrücken, und da dieses Oeffnen bei zu starker Dampfspannung im Kessel, die
ein Niederhalten des Feuers verlangt, automatisch bewirkt wird, so bildet die Anlage einen
Heizofen, bei dem die Entwickelung einer Dampfspannung, die eine gegebene Höhe überschreitet,
ausgeschlossen ist.
Fig. ι stellt den Ofen in der Vorderansicht und
Fig. 2 im Querschnitt dar.
Der Dampfentwickler A, Fig. 2, ist ähnlich einem Füllofen gebaut, ruht auf Schienen und
zeigt ein quer durchgehendes .Feuerrohr G, welches den Luftdurchgang vom Kanal F nach
dem Abzüge H vermittelt. Das Schüren des Feuers und Reinigen des Feuerraumes von
Schlacke und Asche erfolgt -durch die dem Feuerrohr G gegenüberliegende Thür B. Es
wird dadurch bewirkt, dafs man die Schlacken und Aschenbestandtheile - nach hinten aus dem
Feuerrohr G herausstöfst, so dafs sie in den unter dem Kessel A liegenden Aschenraum
hinabfallen.
Der Luftzuflufs zur Feuerstelle durch den
Kanal F wird durchweinen Regulator, z. B.
durch den des Patentes No. 17956, geregelt, während ein besonderer Ueberdruckregulator
bei. etwaiger eintretender unzulässiger Dampfspannung im Kessel durch das Oeffnen der
Aschenthür und der dadurch vernichteten Zugwirkung im Ofen das Feuer niederdrückt bezw.
zum Verlöschen bringt.
Der Ueberdruckregulator zeigt folgende Ein-, richtung:- In den Kessel'reicht bis zum niedrigsten
zulässigen Wasserstand das Standrohr R hinein, dessen Abzweigung E, Fig. 1, in das
Gefäfs D mündet. Gefäfs D ruht auf dem Arm h eines Hebels i, dessen anderer Arm h'
einen Winkelhebel b' b beeinflussen kann, der seinen Drehpunkt in α an der Thür C des
Aschenraumes hat und mit der Nase c seines Armes b in einen Haken d der Feuerthür B
greift. Die letztere wird somit durch den Verschlufs der Aschenthür C gleichzeitig geschlossen
erhalten, ist aber aufserdem noch mit einer besonderen Verschlufsklinke ausgestattet, so dafs
sie auch beim Oeffnen der Thür C geschlossen bleiben kann. Nach dem Anheben des Hebelarmes
b' öffnet sich die ThUrC sofort selbstständig
durch den Einflufs einer Feder fg.
Uebersteigt die Spannung im Kessel die zulässige Höhe, so tritt das Wasser aus dem
Standrohr R in die Abzweigung E und fliefst in das Gefäfs D, Fig, 1, dasselbe mehr und
mehr anfüllend.
Hat das Gefäfs durch das einfliefsende Wasser ein bestimmtes Gewicht erreicht, so sinkt es
nieder, hebt dadurch den Arm /?', mit diesem den kxmb' in die Höhe, und da hierbei auch
gleichzeitig die Nase c des Armes b aus ihrem Haken d an der Thür B gezogen wird, so
kommt die Kraft der Feder^/" zur Geltung und
Thür C wird weit geöffnet. Die Luft tritt nun in den Ofen und strömt unter Vermeidung
der Feuerstelle direct in den Abzug H.
Da der Widerstand, welchen die nach' dem Abzüge H strömende Luft auf dem Wege von
F durch die Feuerstelle findet, viel gröfser ist als der Widerstand in der geöffneten Aschenthür,
so hört die Einströmung von Luft bei F bei geöffneter Aschenthür sofort auf, so dafs
das Feuer im Feuerrohr sinkt und allmälig erlischt. Diese neue und eigenartige Wirkung
des Gegenzuges ist nun zu erreichen, wenn die Feuerstelle von dem Zuge nicht berührt
wird und demnach bei Anwendung eines Rostes, bei dem die Luft aus dem Aschenfall das
Brennmaterial durchstreicht, nicht zu erzielen.
Das Oeffhen der Thür C des Aschenfalles
fördert also hier nicht die Verbrennung, sondern vernichtet sie und erzielt so eine Wirkung,
die der bekannten gerade entgegengesetzt ist.
Die Thür C des Aschenfalles springt nach dem Auslösen des Hebelarmes b, wie erwähnt,
ganz oder doch sehr weit auf, damit der Heizer bezwv der Wärter sofort sieht, dafs die Thür
überhaupt geöffnet ist, also eine Unregelmäfsigkeit vorliegt. Bei gewissen Verhältnissen der
Thüröffnung zum Abzüge kann schon eine ganz geringe Oeffnung der Thür den Zug zur
Feuerstelle, und damit die Verbrennung aufheben. Das geringe Oeffhen der Thür kann
aber von dem Arbeiter leicht übersehen werden, letztere geöffnet bleiben und dann das
Feuer unbeabsichtigt ganz verlöschen.
Durch den Hebel b sind die beiden Thüren, ähnlich wie in der Patentschrift No. 13773 ^eschrieben,
auf einander gekuppelt, und läfst sich Thür C wohl allein, aber nicht ThUr B
allein öffnen. Durch diese Anordnung wird auch hier wie im Patent No. 13773 eine unbeabsichtigte
Verstärkung der Verbrennung beim Schüren oder Reinigen des Feuers vermieden.
Hat der Ueberdruckregulator durch Auffangen des übergedrückten Wassers den Gegenzug
geöffnet, indem er mit dem Hebelarm h niedergesunken ist, so hat sich auch das Entleerungsventil
k in irgend einer Weise (z. B. durch Anstofsen der Ventilstange gegen eine Unterlage
I) geöffnet. Das Wasser fliefst aus dem GeMs D aus und letzteres wird leichter und
von dem ausbalancirten Hebelarm h' wieder gehoben.
Nach dem Schliefsen der Aschfallthür C tritt Hebelarm b' über Hebelarm h', Nase e
des Hebels b klinkt in d ein und der Apparat ist wieder in betriebsfähigem Zustande.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An einer Feuerung behufs Niederhaltens des Feuers bei geöffneter Aschfallthür der an der Aschenfallthür C gelagerte Winkelhebel b b', welcher die Feuerthür mit der Aschfallthür verkuppelt und durch Vermittelung eines ausbalancirten Hebels h h von einem Ueberlaufgefäfs D mit Ventil k ausgelöst werden kann, worauf die Feder^/ das Oeffhen der Thür C bewirkt, und die · Einmauerung des Kessels A derart, dafs derselbe frei innerhalb dieser Einmauerung auf Schienen ruht und eine Trennung des Aschenfalles von der Ausmündung des Feuerrohres nicht vorhanden ist behufs bequemen und kurz andauernden Schürens des Feuers.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE40447C true DE40447C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT40447D Expired - Lifetime DE40447C (de) | Kessel für Niederdruck-Dampfheizung mit Vorrichtung zur Regulirung der Verbrennung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE40447C (de) |
-
0
- DE DENDAT40447D patent/DE40447C/de not_active Expired - Lifetime
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