DE4042025C2 - Vorrichtung und Verfahren zur Auswertung des Verbrennungszustands in einer Brennkraftmaschine - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur Auswertung des Verbrennungszustands in einer BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Auswer
tung des Verbrennungszustands in einer Brennkraftmaschine gemäß den Oberbe
griffen der unabhängigen Ansprüche 1 und 10. Eine derartige Vorrichtung und ein derartiges
Verfahren sind aus "Motortechnische Zeitschrift", 39 (1978) 9, Seite 385 bekannt.
Es sind viele Verfahren oder Vorrichtungen bekannt, bei denen verschiedene Para
meter einer Flamme einer mit innerer Verbrennung arbeitenden Einrichtung wie ei
nes Kessels, eines Gasturbinen-Vergasungsbrenners oder dergleichen, detektiert und
zur Regelung im geschlossenen Kreislauf genützt werden, um die Flamme ständig
in einem optimalen Verbrennungszustand zu halten. Insbesondere wurden dabei
Verfahren zur Detektierung des von einer Flamme emittierten Lichts vorgeschlagen.
Beispielsweise zeigen die JP 57-108734 A und die JP 57-108735 A in bezug auf
Brennkraftmaschinen Anordnungen, bei denen ein Quarzglasstab in einem Schraub
gehäuse auf der Verbrennungsseite und ein Lichtleier am anderen Ende angeordnet
sind, um Licht der Flamme zu detektieren. Die JP 57-163842 A zeigt eine diese De
tektiersysteme betreffende Vorrichtung, bei der eine Mittenelektrode, in einen axia
len Mittenabschnitt des Quarzglasstabs eingesetzt ist und ein Schraubgehäuseteil als
Elektrode gegen Masse gebildet ist und die Funktion einer Zündkerze hat. Die
JP 61-54416 A zeigt eine ähnliche Art von Vorrichtung. Ferner ist ein Beispiel ei
nes grundsätzlichen Experiments, bei dem Licht einer Flamme zur Gewinnung des
Luftverhältnisses unter Anwendung einer optischen Einrichtung mit einem Objek
tivspiegel und Filtern abgetastet wird, auf S. 3362 von Theses of the Japan Society
of Mechanical Engineering (Edition B), vol. 52 (1986-9) beschrieben.
Wenn in einer Brennkraftmaschine Klopfen auftritt, das ein bestimmter anomaler
Verbrennungszustand ist, erhöht sich die Temperatur der Zylinderwand eines Kol
bens, wodurch die Maschine beschädigt wird. Das Auftreten von Klopfen muß da
her in einem frühen Stadium mit hinreichender Zuverlässigkeit detektiert werden, so
daß die Maschine in einem Betriebsbereich unmittelbar vor dem Bereich, in dem
Klopfen auftritt, betrieben wird. Verschiedene Detektiermethoden zur Durchführung
einer optimierten Verbrennung wurden bereits vorgeschlagen. Beispielsweise um
fassen Verfahren zur Detektierung des Lichts einer Flamme im Brennraum ein
Klopfdetektierverfahren gemäß der JP 57-73646 A1 ein hochfrequentes
Lichtsignal detektiert wird, das in Impulswellen beim Auftreten von Klopfen er
zeugt wird. Die JP 59-87249 A zeigt eine Verbrennungssteuerung, die Licht einer
Flamme abtastet, ein aus der Intensität des von der Flamme emittierten Lichts abge
leitetes Optimalverbrennungszustandsverlauf-Signal speichert, einen während des
Betriebs mit dem Optimalverbrennungszustandsverlauf gebildeten Verbrennungs
zustandsverlauf mit dem Optimalverbrennungszustandsverlauf vergleicht und das
Luftverhältnis, den Zündzeitpunkt und weitere Faktoren so steuert, daß der Ver
brennungszustandsverlauf im Betrieb gleich dem Optimalverlauf wird. Ähnliche
konventionelle Methoden oder Vorrichtungen sind in der JP 61-217726 A und der
JP 61-160577 A beschrieben.
Bei den vorstehend beschriebenen konventionellen Verfahren oder Vorrichtungen
wird Licht im Gesamtwellenlängenbereich detektiert, und Informationen über den
Zündzeitpunkt, den Verlöschungszeitpunkt, die Leuchtdichte und weitere Faktoren
können dadurch gewonnen werden, aber physikalische Größen wie das Luftver
hältnis und die Flammentemperatur können daraus nicht abgeleitet werden. Das
Luftverhältnis ist das Verhältnis Qr/Q0 einer zur Verbrennung einer bestimmten zu
geführten Kraftstoffmenge zugeführten Ist-Luftmenge Qr zu einer theoretischen
Menge Q0, die zur vollständigen Verbrennung dieser Kraftstoffmenge erforderlich
ist. Diese Faktoren können nicht gewonnen werden, weil Wellenlängen, die in star
ker Beziehung zu dem Luftverhältnis und der Flammentemperatur stehen, nicht ex
klusiv detektiert werden, während die Gesamtemission abgetastet wird.
Ferner ist das Problem einer Strömungsungleichmäßigkeit in der Kraftstoff-Luft-
Zufuhrleitung zur Brennkraftmaschine unvermeidlich, und das Luftverhältnis auf
der Zufuhrbasis und das Ist-Luftverhältnis in der Maschine stimmen daher nicht
überein. Aufgrund des Einflusses der zwischen ihnen bestehenden Differenz kann
das Luftverhältnis usw. nicht exakt gewonnen werden, wenn einfach die Intensität
von Licht einer bestimmten Wellenlänge zur Gewinnung des Luftverhältnisses ge
messen wird.
Allgemein ist das Luftverhältnis konventionell mit einem Wert vorgegeben, der
gleich oder etwas kleiner als Eins ist, um hauptsächlich NOx im Hinblick auf die
Schädigung der Umwelt zu verringern. Der CO-Anteil wird jedoch dadurch erhöht,
und CO im Abgas wird bei Anwendung eines Katalysators zu CO2 umgewandelt.
Unter diesen Bedingungen wird der Nutzungswirkungsgrad des Kraftstoffs verrin
gert. Unter diesen Umständen ist es daher erwünscht, eine hinsichtlich der Genauig
keit verbesserte Verbrennungsauswertung zu erreichen.
Die bekannte optische Vorrichtung aus einem Objektivspiegel, Filtern und weiteren
Komponenten ist ohne Berücksichtigung der Anwendung in Brennkraftmaschinen
ausgelegt, und es handelt sich um reine Versuchsvorrichtungen.
Aus "Motortechnische Zeitschrift", 39 (1978) 9, Seite 385 "Spektrometrisches Meß
verfahren zur Untersuchung der Verbrennung im Dieselmotor" von Heinrich und
anderen ist eine spektralanalytische Untersuchungsmethode bekannt. Bei ihr werden
verschiedene Wellenlängenbereiche des Verbrennungslichts separat betrachtet. Aus
dem Vergleich der Einzelkomponenten miteinander kann auf die Temperatur wäh
rend der Verbrennung geschlossen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Auswertung
des Verbrennungszustands der Flamme in einer Brennkraftmaschine anzugeben, die
mit erhöhter Genauigkeit arbeiten und damit Signale liefern, auf deren Grundlage
ein Verbrennungsmotor geregelt werden kann.
Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1 und 10 gelöst.
Abhängige Ansprüche sind auf bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ge
richtet.
Eine Vorrichtung zur Auswertung des Verbrennungszustandes umfaßt ein Abtast
element zur Abtastung von einer Flamme in einer Brennkraftmaschine emittiertem
Licht; eine Verzweigungseinrichtung zur Trennung des von dem Abtastelement ab
getasteten Lichts in wenigstens zwei Lichtstrahlen; eine Übertragungseinrichtung
wie etwa Lichtfilter zur Übertragung von Licht verschiedener Wellenlängen, die in
Strahlengängen für die getrennten Lichtstrahlen angeordnet sind; lichtelektrische
Wandlerelemente zur jeweiligen Umwandlung von die Übertragungseinrichtungen
durchsetzenden Lichtsignalen in elektrische Signale; und eine Rechen-/Auswer
tungseinrichtung zur Auswertung des Verbrennungszustands unter Nutzung eines
Verhältnisses von bestimmten Ausgangssignalen der lichtelektrischen Wandlerele
mente.
Das Luftverhältnis wird berechnet auf der Basis entweder des Verhältnisses eines
elektrischen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements, das aus dem
Lichtsignal des CH-Radikals gebildet ist, und eines elektrischen Ausgangssignals
des lichtelektrischen Wandlerelements aus dem Lichtsignal des C2-Radikals oder
des Verhältnisses eines elektrischen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wande
relements, das aus dem Lichtsignal des OH-Radikals gebildet ist, und eines elektri
schen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements das aus dem Lichtsi
gnal des C2-Radikals gebildet ist.
Eine physikalische Größe zur Auswertung der Verbrennung kann außerdem eine
Temperatur sein, die in bestimmter Beziehung zu dem Verhältnis der Ausgangs
signale der lichtelektrischen Wandlerelemente steht.
Bevorzugt wird in dieser Auswertungsvorrichtung die Temperatur aus dem Ver
hältnis elektrischer Ausgangssignale der lichtelektrischen Wandlerelemente auf der
Basis eines Lichtsignals berechnet, das aus Wärmestrahlung gewonnen ist, deren
Wellenlängen keine der Wellenlängen eines aus der Emission von Radikalen ge
wonnenen Lichtsignals einschließt.
Bei dieser Auswertungsvorrichtung bildet bevorzugt die Rechen/Auswertungsein
richtung die Änderung der physikalischen Größe in bezug auf die Zeit zur Auswer
tung des Verbrennungszustands der Flamme unter Nutzung der Änderung des Ver
hältnisses der Ausgangssignale der lichtelektrischen Wandlerelemente in bezug auf
die Zeit in jedem Verbrennungstakt von der Zündung bis zur vollständigen Ver
brennung, berechnet einen Verlauf der Auftrittshäufigkeit des physikalischen Werts
in jedem Verbrennungstakt aus der Änderung des physikalischen Werts in bezug auf
die Zeit und vergleicht diesen Verlauf der Auftrittshäufigkeit mit einem vorher ge
speicherten Referenzverlauf der Auftrittshäufigkeit zur Auswertung des Verbren
nungszustands der Flamme. In diesem Fall umfaßt die physikalische Größe bevor
zugt ein Luftverhältnis und/oder eine Temperatur.
Bevorzugt umfaßt die Verzweigungseinrichtung Lichtleiter, die das von einem Ab
tastelement abgetastete Licht in wenigstens zwei Lichtstrahlen teilen können und an
den Verzweigungsenden Austrittsflächen aufweisen.
Bevorzugt bilden die Lichtleiter wenigstens drei verzweigte Strahlengänge, und die
Rechen/Auswergungseinrichtung berechnet das Luftverhältnis aus dem Verhältnis
der Ausgangssignale eines Paars von lichtelektrischen Wandlerelementen und die
Temperatur aus dem Verhältnis der Ausgangssignale eines weiteren Paars von lich
telektrischen Wandlerelementen.
Die Kombination der Lichtfilter kann eine Kombination zur Abtrennung von von
der Flamme emittiertem Licht als Lichtemission der Radikale OH, CH und C2 sein.
Bevorzugt umfaßt die Kombination von Lichtfiltern eine Kombination zur Auftren
nung eines Lichtsignals, das aus Wärmestrahlung mit Wellenlängen besteht, die
keine der Wellenlängen eines Lichtsignals einschließt, das aus der Emission von
Radikalen gewonnen ist, in wenigstens zwei Lichtstrahlen.
Eine physikalische Größe zur Auswertung der Verbrennung kann ein Luftverhältnis
sein, das zu dem Verhältnis der Ausgangssignale der lichtelektrischen Wandlerele
mente in Beziehung steht und als Qr/Q0 definiert ist. Dabei ist Qr eine Luftmenge,
die tatsächlich für die Verbrennung einer bestimmten zugeführten Kraftstoffmenge
zugeführt wird, und Q0 ist eine theoretische Luftmenge, die zur vollständigen Ver
brennung der bestimmten zugeführten Kraftstoffmenge notwendig ist.
Bevorzugt wird auf eine Zufuhrmengeneinstelleinheit zur Einstellung der Luft- und
Kraftstoffzufuhrmengen zum Brennraum, eine Zündzeitpunkteinstelleinrichtung und
eine Einspritzzeitpunkteinstelleinrichtung eingewirkt.
Ferner kann die Steuereinheit mit einem Monitor zur Anzeige von Informationen
über die Verbrennung, die von der Rechen/Auswertungseinrichtung geliefert wer
den, ausgestattet sein.
Die Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile
anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme auf
die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung;
Fig. 2 ein Diagramm eines Emissionsspektrums einer Flamme bei Verwendung ei
nes Kohlenwasserstoff-Kraftstoffs;
Fig. 3 ein Diagramm der Beziehung zwischen der Emissionsintensität und dem
Luftverhältnis;
Fig. 4 ein Diagramm der Beziehung zwischen dem Verhältnis der Emissionsintensi
täten und dem Luftverhältnis;
Fig. 5 ein Diagramm, das den Einfluß der Temperatur auf die
Emissionsintensität zeigt;
Fig. 6 ein Diagramm, das die Beziehung zwischen dem Verhält
nis der Emissionsintensitäten und der Temperatur
zeigt;
Fig. 7 ein Diagramm, das die Beziehungen zwischen den Ver
hältnissen von Emissionsintensitäten, dem Luftver
hältnis und der gemessenen Temperatur in bezug auf
eine Brennkraftmaschine zeigt;
Fig. 8 eine schematische Darstellung einer Verbrennungs
steuereinheit für eine Brennkraftmaschine gemäß
einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 9 ein Diagramm der Änderungen der Intensitäten von
Emissionen von CH- und C2-Radikalen in einem Ver
brennungstakt in bezug auf die Zeit und der Änderung
des Luftverhältnisses, das aus diesen Intensitäten
gebildet ist;
Fig. 10 und 11 Diagramme von Verteilungen der Auftrittshäufigkeit
des Luftverhältnisses in einem Verbrennungstakt;
Fig. 12, 13, 14 Diagramme von Verteilungen der Auftrittshäufigkeit
der Temperatur in einem Verbrennungstakt; und
Fig. 15 ein Flußdiagramm der Maschinensteuerung.
Nach Fig. 1 ist ein Lichtabtastelement 2 an einem Ende eines
Lichtleiters 1 angeordnet und in eine Brennkraftmaschine 3 an
einer zur Beobachtung einer Flamme 4 geeigneten Stelle einge
setzt. Von der Flamme 4 emittiertes Licht wird durch das Ab
tastelement 2 abgetastet. Das abgetastete Licht wird in eine
Verzweigungseinrichtung 5 durch den Lichtleiter 1 eingeleitet
und durchsetzt eine Mehrzahl von Lichtleitern 6, die von der Verzweigungseinrich
tung 5 ausgehen, und tritt als Mehrzahl von Lichtstrahlen durch eine Mehrzahl von
Austrittsendflächen 7 der Lichtleiter 6 aus. Die austretenden Lichtstrahlen werden
von Lichtfiltern 8, 9 und 10 gefiltert, die nur Lichtstrahlen durchlassen, deren Wel
lenlängen in bezug auf die Austrittsendflächen verschieden sind. Die so gefilterten
Lichtstrahlen mit bestimmten Wellenlängen treffen auf lichtelektrische Elemente 11
auf. Diese geben entsprechend den Intensitäten der auftreffenden Lichtstrahlen
elektrische Ausgangssignale ab, die einer Recheneinheit 12 zugeführt werden.
Wenn die Pegel der elektrischen Signale niedrig sind, werden sie der Recheneinheit
12 durch Verstärker 13 zugeführt. In der Recheneinheit 12 werden die Verhältnisse
der Ausgangssignale der Mehrzahl von lichtelektrischen Elementen 11 gebildet, aus
den Verhältnissen werden ein Luftverhältnis und eine Temperatur abgeleitet, und
dem Luftverhältnis und der Temperatur entsprechende Signale werden einer Aus
wertungseinheit 14 zugeführt. In dieser erfolgt die Auswertung dieser Ausgangs
signale, um zu bestimmen, ob die das Luftverhältnis und die Temperatur der Ver
brennungsflamme umfassenden physikalischen Werte korrekt sind.
Informationen über das Luftverhältnis und die Temperatur werden einem Monitor
15 zugeführt. Diese Informationen werden, ferner einer Steuerung 16 zugeführt, die
ein Steuersignal 17 zur Einstellung optimaler Verbrennungsbedingungen liefert. Im
Fall einer Brennkraftmaschine wird das Steuersignal 17 beispielsweise Steuerteilen
zur Einstellung der Einspritzmenge, der Luftzufuhrmenge, des Drosselklappenöff
nungsgrads und der Entladungszeit der Zündkerze zugeführt. Bei diesem Ausfüh
rungsbeispiel kann die Verbrennung durch Detektieren der Lichtemission in der
Brennkraftmaschine beobachtet werden, wodurch die Maschine auf einen optimalen
Verbrennungszustand gesteuert und dort gehalten werden kann.
Die Wahl der Liftfilter 8, 9 und 10 in bezug auf Wellenlängen wird nachstehend
unter Bezugnahme auf Fig. 2 erläutert,
die ein Diagramm der Resultate der Spektralanalyse von Licht
ist, das von der Verbrennungsflamme eines Kohlenwasserstoff-
Kraftstoffs emittiert wird, und das die Beziehung zwischen
der Emissionsintensität I und der Wellenlänge zeigt. Die
durch die beobachteten Spektrallinien dargestellten Licht
emissionen umfassen besonders starke Emissionen 20, 21, 22,
23 und 24. Es werden Lichtfilter ausgewählt, die diese
Lichtemissionen 20-24 getrennt durchlassen. Das Emis
sionsspektrum 20 von ca. 310 nm auf der Seite der kürzesten
Wellenlänge entspricht Licht von OH-Radikalen, das Emis
sionsspektrum 21 von ca. 431 nm entspricht Licht von CH-
Radikalen, und das Emissionsspektrum 22 von ca. 474 nm, das
Emissionsspektrum 23 von ca. 517 nm und das Emissionsspektrum
24 einer Wellenlänge von ca. 564 nm entsprechen Licht von C2-
Radikalen. Die Durchlaßbandbreite jedes Lichtfilters kann so
eingestellt werden, daß sie keine der Wellenlängen von die
übrigen Lichtfilter passierendem Licht umfaßt.
In Fig. 3 bezeichnen die Kurven 25, 26 bzw. 27 die Beziehun
gen zwischen dem Luftverhältnis λ und den Intensitäten der
310-nm-Emission von OH-Radikalen, der 431-nm-Emission von CH-
Radikalen und der 517-nm-Emission von C2-Radikalen von Fig.
2. Die Emissionsintensitäten sind als Ausgangssignale der
lichtelektrischen Wandlerelemente 11 oder der Verstärker 13
von Fig. 1 erhalten. Das Luftverhältnis ist das Verhältnis
Qr/Q0 einer tatsächlich zugeführten Luftmenge Qr zu einer
theoretischen Luftmenge Q0, die zur vollständigen Verbrennung
einer eingespritzen Kraftstoffmenge erforderlich ist. Wenn
dieses Verhältnis größer als 1,0 ist, liegt ein Luftüberschuß
vor. Wenn das Verhältnis kleiner als 1,0 ist, ist die Luft
menge unzureichend. Wenn dieser Wert gleich 1,0 ist, ist die
Luftmenge optimal. Gemäß den Beziehungen von Fig. 3 kann also
das Luftverhältnis λ der Verbrennungsflamme durch Messung der
Änderung der Emissionsintensität I gebildet werden.
Wenn jedoch die Kurven 25 und 26 verwendet werden, ist es
möglich, daß ein Wert der Emissionsintensität zwei Werte des
Luftverhältnisses bezeichnet und die Emissionsintensität und
das Luftverhältnis einander nicht wie 1 : 1 entsprechen. Bei Verwendung der Kurve
27 entsprechen die Emissionsintensität und das Luftverhältnis einander wie 1 : 1.
Wenn aber in diesem Fall die Abtastelemente 2 rußverschmutzt sind oder die Ge
samtgröße der Flamme durch eine Laständerung vermindert ist, wird die Emissions
intensität verringert, obwohl sich das Luftverhältnis nicht ändert, und das Resultat
erscheint wie ein erhöhtes Luftverhältnis.
Es muß daher eine Möglichkeit zur Ausbildung einer Eins-zu-Eins-Übereinstim
mung zwischen den Emissionsintensitäten und dem Luftverhältnis vorgesehen wer
den, indem die Beziehungen zwischen den Emissionsintensitäten genützt werden.
Fig. 4 zeigt ein Beispiel einer solchen Möglichkeit. Die Kurven 28 und 29 sind auf
der Basis von Fig. 3 aufgetragen. Die Kurve 28 bezeichnet das Verhältnis I/I0 der
Emissionsintensität von OH-Radikalen und von C2-Radikalen in bezug auf das
Luftverhältnis λ und die Kurve 29 bezeichnet das Verhältnis der Emissionsintensität
der CH-Radikalen und der C2-Radikalen in bezug auf das Luftverhältnis. Das in Fig.
4 gezeigte Resultat bedeutet, daß die oben beschriebenen Nachteile kompensierbar
sind, indem die Verhältnisse zwischen den Intensitäten genützt werden. Der Re
chenvorgang zur Bildung dieser Verhältnisse wird in der Recheneinheit 12 ausge
führt. In der Auswertungseinheit 14 wird das Luftverhältnis unter Nutzung dieser
Verhältnisse gebildet, und dadurch wird die Verbrennung ausgewertet.
Das Prinzip der Temperaturmessung wird nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 5
beschrieben, wobei auf der Ordinate die Emissionsintensität I und auf der Abszisse
die Wellenlänge aufgetragen ist. Mit steigender Flammentemperatur erhöht sich die
Lichtmenge vom sichtbaren Bereich zum Infrarotbereich, und die Grundlinie wird
höher. Nach Fig. 5 steigt die Neigung einer Kurve, die die Beziehung zwischen der
Emissionsintensität und der Wellenlänge bezeichnet, von Kurve 30 über Kurve 31
zu Kurve 32 mit steigender Flammentemperatur an. Das Verhältnis der Emissionsin
tensitäten bei zwei willkürlichen
Wellenlängen bezeichnet eine Neigung der Kurve. Wenn daher die Neigung größer
ist, ist die Temperatur höher. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird eine Wellenlän
ge von 517 nm der C2-Radikalen, die auch zur Bildung des Luftverhältnisses ge
nützt wird, als eine von zwei willkürlichen Wellenlängen verwendet, und eine wei
tere Wellenlänge von ca. 474 nm von C2-Radikalen, d. h. die Wellenlänge von Licht
derselben chemischen Spezies von C2-Radikalen in einem verschiedenen Über
gangszustand, wird als die andere der beiden willkürlichen Wellenlängen verwen
det. Ebenso kann eine Wellenlänge von 474 nm als eine von zwei willkürlichen
Wellenlängen verwendet werden, während eine Wellenlänge von 564 nm als die an
dere willkürliche Wellenlänge ausgewählt wird. Die Verwendung der Intensitäts
differenz zwischen drei Wellenlängenbereichen (474 nm, 517 nm, 564 nm) ist unter
der Bedingung, daß sich nur die Temperatur ändert, wenn das Luftverhältnis kon
stant ist, ebenfalls möglich. Wenn ferner Wellenlängen ausgewählt werden, bei de
nen sich die Emissionsintensität nur in Abhängigkeit von der Temperaturänderung
ändert, kann die Temperatur auch im Fall einer Änderung des Luftverhältnisses
gebildet werden. Fig. 6 zeigt, daß das Emissionsintensitätsverhältnis I/I0 und die
Temperatur T eine bestimmte Beziehung entsprechend einer Kurve 33 haben, und
zeigt die Beziehung zwischen dem Verhältnis der Intensitäten von Licht einer Wel
lenlänge von 797 nm und Licht einer Wellenlänge von 502 nm und der Temperatur.
Die Emissionsintensitäten von Licht einer Wellenlänge von 797 nm und 502 nm
hängen stark von der Temperaturänderung ab, und Licht dieser Wellenlängen um
faßt kein Licht einer Radikalenemission.
Bei dem System von Fig. 1 werden als die drei Lichtfilter 8, 9 und 10 Lichtfilter mit
Abtastmittenfrequenzen von 431 nm, 564 nm und 517 nm verwendet. Das Verhält
nis der Intensitäten eines Paars von Lichtstrahlen der Wellenlängen 431 nm und
517 nm, d. h. das Verhältnis der Emissionsintensität von CH-Radikalen und der
Emissionsintensität von C2-Radikalen, wird in der Recheneinheit 12 erhalten. Das
Luftverhältnis kann in der Auswertungseinheit 14 auf der Basis des Ausgangs
signals
der Recheneinheit 12 gebildet werden. Gleichzeitig wird in
der Recheneinheit 12 das Verhältnis der Intensitäten eines
weiteren Paars von Lichtstrahlen der Wellenlängen 564 nm und
517 nm gebildet, und das Luftverhältnis kann in der Auswer
tungseinheit 14 auf der Basis des Ausgangssignals der Re
cheneinheit 12 gebildet werden.
Das System nach Fig. 1 kann alternativ so ausgelegt sein, daß
vier Zweiglichtleiter und vier Lichtfilter vorgesehen sind
und eine Kombination von Abtastmittenfrequenzen von 431 nm
und 517 nm und eine weitere Kombination von Abtastmittenfre
quenzen von 502 nm und 797 nm verwendet werden. Das Luftver
hältnis kann aus der erstgenannten Kombination und die Tem
peratur aus der letztgenannten Kombination gebildet werden.
Bei dieser Anordnung sind also Fig. 6 und die Kurve 29 von
Fig. 4 miteinander kombiniert. Selbstverständlich sind das
auf diese Weise gewonnene Luftverhältnis und die Temperatur
gegenüber den Werten, die mit der Anordnung mit drei Licht
filtern erhalten werden, präziser, weil sämtliche Abtast
wellenlängen voneinander unabhängig sind.
Fig. 7 zeigt ein Beispiel der Messung einer Brennkraftma
schine im Konstantbetriebszustand. Die Kurven 34, 35 und 36
zeigen Beispiele für die Änderungen der Emissionsintensitäten
I. Jede Emissionsintensität steigt an, wenn Licht durch Ver
brennung emittiert wird. Jedes Intensitätsmaximum entspricht
der durch Verbrennung hervorgerufenen Lichtemission. Die Kur
ven 37 und 38 zeigen die Änderungen der Temperatur T bzw. des
Luftverhältnisses λ in bezug auf die Zeit, gebildet durch die
Auswertungseinheit 14 auf der Basis der zeitlichen Änderungen
der Emissionsintensitäten. Wenn die Kurven 37 und 38 Geraden
angenähert sind, muß die Verbrennungsstabilität höher sein,
da sich die Maschine in einem Konstantbetriebszustand
befindet. Tatsächlich sind diese Linien aber nicht gerade.
Die Kraftstoffeinspritzrate, der Drosselklappenöffnungsgrad,
der Zündzeitpunkt und weitere Faktoren werden daher auf der
Basis dieser Ausgangssignale gesteuert. Bei diesem Aus
führungsbeispiel werden die Temperatur und das Luftverhältnis
auf der Basis der Lichtemission der Flamme in jedem Verbren
nungstakt berechnet, und die Verbrennung in der Maschine wird
unter Nutzung der berechneten Werte gesteuert. Dadurch kann
ein stabiler Verbrennungszustand unterhalten werden. Für die
Steuerung sind die Absolutwerte der Temperatur und des
Luftverhältnisses notwendige Bedingungen. Es ist jedoch
wesentlich, ständig die relativen Werte dieser Größen zu
unterhalten.
Unter Bezugnahme auf Fig. 8 wird ein weiteres Ausführungs
beispiel unter Bezugnahme auf einen Benzinmotor eines Kraft
fahrzeugs erläutert. Die Brennkraftmaschine hat einen
Brennraum 40, einen Zylinder 41, einen Kolben 42, eine Zünd
kerze 43 und ein Einspritzventil 44. Ein Abtastelement 2 aus
einem Quarzglasstab ist am Oberende des Brennraums 40 ange
ordnet, und Licht der Flamme im Brennraum 40 wird durch einen
Lichtleiter 1 abgetastet. Der Lichtleiter 1 kann beispiels
weise ein Bündel aus einer Vielzahl von Quarzglasfilamenten
mit einem Manteldurchmesser von 200 µm sein. Der Lichtleiter
1 ist mit einer Verzweigungseinrichtung 5 verbunden, von der
vier gleiche Lichtleiter unter Auftrennung des abgetasteten
Lichts abzweigen. So abgetrennte Lichtstrahlen werden durch
Austrittsabschnitte 7 emittiert. Lichtfilter 45, 46, 47 und
48, die Licht bestimmter Wellenlängen durchlassen, sind je
weils in den Strahlengängen der Austrittsabschnitte 7 der
vier Zweiglichtleiter vorgesehen. Das Lichtfilter 45 dient
der selektiven Transmission von Licht von CH-Radikalen einer
Mittenwellenlänge von 431 nm. Das Lichtfilter 46 dient der
selektiven Transmission von Licht von C2-Radikalen einer Mit
tenwellenlänge von 517 nm. Die Lichtfilter 47 und 48 dienen
der selektiven Transmission von Licht bestimmter Wellenlängen
in Wärmestrahlungslicht, das kein von den Radikalen emit
tiertes Licht enthält. Beispielsweise hat das Lichtfilter 47
eine Mittenwellenlänge von 500 nm, und das Lichtfilter 48 hat
eine Mittenwellenlänge von 800 nm. Die ausgewählten Wellen
längen von Wärmestrahlungslicht sind nicht auf 500 nm und
800 nm beschränkt. Die Wellenlängen sind frei wählbar bzw.
bevorzugt aus einem Wellenlängenbereich von 500-1000 nm
wählbar, solange sie keine Wellenlängen von Licht enthalten, das von den Radika
len emittiert wird. Die Transmissionswellenlänge eines Lichtfilters wird als Mitten
wellenlänge bezeichnet, denn beim Filtern von Licht wird eine geringe Lichtmenge
mit Wellenlängen in der Nähe der gewünschten Wellenlänge durchgelassen, was
herstellungsbedingte Gründe hat. Die gewünschte Wellenlänge ist daher die Mit
tenwellenlänge. Die Gründe für die Wahl dieser Wellenlängen werden nachstehend
beschrieben.
Es ist bekannt, daß Radikale, die in einer Flamme beim Vorgang der Verbrennung
eines Kohlenwasserstoff-Kraftstoffs wie Benzin oder Leichtöl für Brennkraftma
schinen entstehen, während des Verbrennungsvorgangs Licht emittieren. Diese
Spezies umfassen OH-Radikale mit großer Emissionsintensität, CH- und C2-Radika
le. Es ist ferner bekannt, daß die Lichtemission von Radikalen durch das Luftver
hältnis beeinflußt wird. Es werden Lichtfilter ausgewählt, die selektiv Licht von
CH- und C2-Radikalen durchlassen, die stark vom Luftverhältnis abhängen. Ande
rerseits sind in der Flamme feine Rußteilchen vorhanden, und die Rußtemperatur ist
im wesentlichen gleich der Flammentemperatur, weil die Eigenwärme von Ruß ge
ring ist. Die Lichtemission, d. h. das Wärmestrahlungslicht von Ruß, hängt daher
stark von der Temperatur ab.
Aus diesen Gründen werden von den Lichtfiltern getrennte Lichtstrahlen lichtelek
trischen Wandlerelementen 49, 50, 51 und 52 zugeführt und dort in elektrische Si
gnale entsprechend den Intensitäten der Lichtsignale umgewandelt. Beispielsweise
werden als die lichtelektrischen Wandlerelemente Fotovervielfacher, Fototransisto
ren, Fotodioden oder dergleichen verwendet. Wenn die Pegel der elektrischen Aus
gangssignale der lichtelektrischen Wandlerelemente klein sind, werden die Signale
durch Verstärker ausgegeben. Die elektrischen Ausgangssignale der lichtelektri
schen Wandlerelemente werden einer Recheneinheit 12 zugeführt. In
dieser wird das Verhältnis der elektrischen Ausgangssignale 1 des Paars von licht
elektrischen Wandlerelementen 49 und 50 berechnet, aus diesem Verhältnis wird
das Luftverhältnis gebildet, und das Verhältnis der Ausgangssignale des anderen
Paars von lichtelektrischen Wandlerelementen 51 und 52 wird zur Gewinnung der
Temperatur berechnet. So gebildete, das Luftverhältnis und die Temperatur be
zeichnende Signale werden einer Auftrittsverlauf-Erkennungseinheit 53 zugeführt.
Ein Ausgangssignal der Erkennungseinheit 53 wird einer Steuerung 16 zugeführt;
und diese sendet Steuersignale an einen Zündzeitpunktsteller 54, einen Kraftstoff
mengensteller 55 und einen Luftmengensteller 56 zur Herstellung eines optimalen
Verbrennungszustands. Die Steuerung 16 liefert ferner ein Verstellwinkelsteuersi
gnal 58 zur Steuerung des Verstellwinkels, wie noch beschrieben wird, nach Emp
fang eines Detektiersignals von einem Kurbelwinkeldetektor 57.
Bevor die Verbrennungssteuerung erläutert wird, sollen nachstehend die Resultate
der Luftverhältnis- und Temperaturmessungen beschrieben werden. Fig. 9 zeigt das
Resultat einer Luftverhältnismessung. Das dem Brennraum zugeführte Kraftstoff-
Luft-Gemisch wird mit der Zündkerze gezündet, um die Verbrennung auszulösen,
und das Gas im Brennraum dehnt sich mit fortschreitender Verbrennung aus, wo
durch der Kolben mit Kraft beaufschlagt wird. Fig. 9 zeigt diesen Verbrennungsab
lauf, d. h. elektrische Ausgangssignale 53 und 54 entsprechend den Intensitäten I von
Licht von CH- und C2-Radikalen in einem Arbeitszyklus, und das aus diesen beiden
Ausgangssignalen berechnete Luftverhältnis λ. Das Luftverhältnis ändert sich mit
der Verbrennungszeit. Die Fig. 10 und 11 zeigen das Luftverhältnis als Auftritts
häufigkeiten F. Die Messung wurde durchgeführt unter Vorgabe eines Luftverhält
nisses von 1,0 auf der Zufuhrbasis als einer Betriebsbedingung. Der Vergleich zwi
schen den Fig. 10 und 11 zeigt, daß sich die dort gezeigten Verläufe der Auftritts
häufigkeiten des Luftverhältnisses voneinander unterscheiden. Fig. 10 zeigt eine
hohe Auftrittshäufigkeit im Bereich des vorgegebenen Luftverhältnisses von 1. In
Fig. 11 ist die Auftrittshäu
figkeit breit gestreut. Im Hinblick auf einen Vergleich zwischen der Kohlenmon
oxidmenge (CO) und der Kohlenwasserstoffmenge (HC), die ein unverbrannter Teil
des verbrannten Abgases unter dieser Betriebsbedingung war, war andererseits die
Menge unverbrannter Bestandteile unter der Bedingung von Fig. 11 etwa zweimal
so groß wie unter der Bedingung von Fig. 10. Der Auftrittsverlauf von Fig. 11 zeigt,
daß der Verbrennungszustand schlecht ist. Es wird angenommen, daß dieser Zu
stand beispielsweise auf den Einspritzzeitpunkt zurückzuführen ist, d. h. daß dann,
wenn der Kraftstoff eingespritzt wird, während der Öffnungsgrad des Einlaßventils
unzureichend ist, Kraftstoff am Einlaßventil haftenbleibt, so daß sich das Luftver
hältnis zum Zeitpunkt der Verbrennung ändert. Wenn der Einspritzzeitpunkt dage
gen korrekt ist, ist der Auftrittshäufigkeitsverlauf des Luftverhältnisses um das vor
gegebene Luftverhältnis zentriert. Wenn die Kraftstoff/Luft-Zufuhrmengen geändert
werden, wird der Auftrittshäufigkeitsverlauf des Luftverhältnisses geändert; wenn
das Luftverhältnis auf der Zufuhrbasis beispielsweise, aus irgendeinem Grund auf
0,9 geändert wird, weist der Auftrittshäufigkeitsverlauf im gemessenen Luftver
hältnis ein Maximum im Bereich von 0,9 auf. In diesem Zustand wird unverbranntes
Gas abgeführt, was zu einer Umweltschädigung führt, und somit ist eine optimale
Verbrennung erforderlich.
Nachstehend werden die Temperaturmeßresultate erläutert. Die Fig. 12, 13 und 14,
zeigen Meßergebnisse, bei denen Temperatur-Auftrittshäufigkeitsverläufe in einem
Verbrennungstakt verschieden sind. Fig. 12 zeigt einen Temperatur-Auftrittshäufig
keitsverlauf, wenn die Ausgangsleistung in einem optimalen Verbrennungszustand
hoch ist, Fig. 13 zeigt einen Temperatur-Auftrittshäufigkeitsverlauf, wenn Klopfen
auftritt, so daß die Ausgangsleistung verringert ist, und Fig. 14 zeigt einen Tempera
tur-Auftrittshäufigkeitsverlauf zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor dem Auftreten
von Klopfen. Nach Fig. 12 ist die Auftrittshäufigkeit von Temperaturen im Bereich
der Durchschnittstemperatur am höchsten, und die Differenz zwischen der höchsten
und der niedrigsten Temperatur
beträgt maximal ca. 2000°C. Bei dem Verlauf von Fig. 13, der die Temperatur-Auf
trittshäufigkeit zum Zeitpunkt des Auftretens von Klopfen zeigt, ist die Auftritts
häufigkeit von Temperaturen im Bereich von 1200°C am höchsten, und die Auf
trittshäufigkeit von Temperaturen im Bereich von 2200°C ist am zweithöchsten.
Die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Temperatur beträgt
3000°C oder mehr. Auch beträgt die Durchschnittstemperatur ca. 1900°C, was um
ca. 300°C niedriger als im Fall einer Normalverbrennung ist. Nach Fig. 14 ist die
Temperatur-Auftrittshäufigkeit im Bereich der Durchschnittstemperatur am höch
sten, und die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Temperatur be
trägt 3000°C oder mehr und ist größer als im Fall der Normalverbrennung. Die
Durchschnittstemperatur liegt höher als im Fall der Normalverbrennung. Somit sind
Einzelheiten des Verbrennungszustands aus den Temperatur-Auftrittshäufigkeits
verläufen ersichtlich.
Konventionell kann ein Zustand anomaler Verbrennung, z. B. Klopfen, nur detek
tiert werden, wenn Klopfen auftritt. Es ist jedoch zu beachten, daß gemäß dem
Auswertungsverfahren unter Nutzung von Temperatur-Auftrittshäufigkeitsverläufen
ein Zustand unmittelbar vor dem Auftreten von Klopfen detektierbar ist, wenn die
Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Temperatur und der Verlauf
des Auftretens von Temperaturen wie etwa gestreuten Durchschnittstemperaturen
untersucht werden. Dieser Temperatur-Auftrittshäufigkeitsverlauf wird detektiert,
und der Zündzeitpunkt wird so eingestellt, daß die Verbrennung im Normalzustand
erhalten bleibt. Beispielsweise ist die Abweichung, die die Änderung der Auftritts
häufigkeit zum Zeitpunkt einer Normalverbrennung bezeichnet, 9,5%, während sie
zum Zeitpunkt des Auftretens von Klopfen 25% beträgt. Die Verbrennungssteue
rung kann unter Anwendung dieser Abweichung als Index durchgeführt werden.
Aus der obigen Beschreibung geht hervor, daß das Luftverhältnis und die Tempera
tur im Brennraum aus Licht von der Flamme
ableitbar sind und daß gleichzeitig eine Normalverbrennung
und eine anomale Verbrennung aus dem Auftrittsverlauf diskri
minierbar sind. Der Auftrittshäufigkeitsverlauf dient daher
der Steuerung im Hinblick auf eine optimale Verbrennung.
Unter Bezugnahme auf Fig. 15 wird nachstehend ein Beispiel
eines Flußdiagramms eines Verfahrens zur Detektierung des
Luftverhältnisses und der Temperatur im Brennraum auf der Ba
sis der Detektierung von Licht und zur Steuerung der Maschine
unter Nutzung der dadurch gebildeten Werte oder Abweichungen
dieser Werte erläutert. Dabei werden in Schritt 101 zuerst
Anfangswerte vorgegeben. Als Anfangswerte, die in bezug auf
die Eigenschaften der Maschine verschieden sind, werden eine
Temperatur, ein Luftverhältnis und Abweichungen dieser Werte,
die für eine bestimmte Maschine erwünscht sind, eingegeben.
Ferner werden als weitere Anfangswerte eine Temperatur, ein
Luftverhältnis und Abweichungen dieser Werte, die im tatsäch
lichen Betrieb erhalten werden, sowie zulässige Fehler der
gewünschten Temperatur, des gewünschten Luftverhältnisses und
ihrer Abweichungen eingegeben. Diese Werte werden vorher ex
perimentell bestimmt.
Dann werden in Schritt 102 Lichtsignale zur Messung der Tem
peratur T und des Luftverhältnisses λ eingegeben. Einzel
heiten der Meßeinrichtungen entsprechen Fig. 1. Die Tempe
ratur und das Luftverhältnis werden unter Nutzung dieser Si
gnale in Schritt 103 berechnet. Für diesen Schritt werden
vorher analytische Kurven zur Berechnung der Temperatur und
des Luftverhältnisses aus den Intensitäten dieser Signale
eingegeben. Nach Beendigung dieses Schritts teilt sich der
Ablauf in einen Ablauf zur Berechnung von Abweichungen der
Temperatur und des Luftverhältnisses (Schritt 104) und einen
Ablauf zur Steuerung der Maschine unter Nutzung des Luftver
hältnisses (Schritt 105).
Nachstehend wird der Ablauf zur Steuerung der Maschine unter
Nutzung des Luftverhältnisses beschrieben. Der Ablauf geht
zur Bestimmung der Differenz zwischen dem Luftverhältnis in
der tatsächlich im Betrieb befindlichen Maschine und dem durch die Anfangsein
stellung gegebenen Soll-Luftverhältnis. Der zulässige Bereich ist durch die An
fangseinstellung gegeben. Wenn das Luftverhältnis in der tatsächlich betriebenen
Maschine im zulässigen Bereich liegt, werden die momentanen Betriebsablaufwerte
aufrechterhalten (Schritt 106). Die hier genannten Betriebsablaufwerte sind Ab
laufwerte, die das Luftverhältnis beeinflussen, und zwar insbesondere die Luftzu
fuhrmenge, die Kraftstoffzufuhrmenge und weitere Faktoren. Wenn das Luftver
hältnis der tatsächlich betriebenen Maschine außerhalb des zulässigen Bereichs
liegt, wird die Luft- oder die Kraftstoffzufuhrmenge in geeigneter Weise geändert
(Schritt 107). Wenn die Ablaufwerte geändert werden, ändert sich die Verbrennung
in der Maschine, und dadurch ändert sich das Lichtsignal von der Flamme. Dann
wird der Ablauf zur erneuten Eingabe von Lichtsignalen, zur Berechnung des Luft
verhältnisses und zum Vergleich des Rechenwerts mit dem Anfangswert wiederholt.
Es besteht die Möglichkeit, daß sich das Luftverhältnis um irgendeinen Faktor nach
außerhalb des zulässigen Bereichs ändert, während die Maschine läuft, und zwar
auch dann, wenn die Ablaufwerte nicht geändert werden. In einem solchen Fall wird
der obige Ablauf ebenfalls wiederholt.
Nach Berechnung der Temperatur und des Luftverhältnisses werden in Schritt 104
die Abweichungen der Temperatur und des Luftverhältnisses berechnet, die Klopf
bestimmung, die Verstellung usw. werden unter Anwendung der Abweichungen
durchgeführt. Nach der Berechnung der Temperaturabweichung wird abgefragt, ob
die Temperaturabweichung größer, kleiner oder gleich der Temperaturabweichung
ist, die durch die Anfangseinstellung gegeben ist (Schritt 108). Wenn die momenta
ne Temperaturabweichung kleiner oder gleich der anfänglichen Temperaturabwei
chung ist, wird festgestellt, daß die Maschine nicht klopft, und die Maschine wird
unter Beibehaltung der momentanen Betriebsablaufwerte betrieben (Schritt 109).
Wenn die momentane Temperaturabweichung größer als die anfängliche Tempera
turabweichung ist; werden dieser Wert und weitere Faktoren einschließlich des
Ausgangswerts
eines Klopfsensors synthetisch berücksichtigt, um zu bestimmen, ob Klopfen aufge
treten ist und ob die Möglichkeit des Auftretens von Klopfen besteht. Wenn festge
stellt wird, daß Klopfen aufgetreten ist oder daß sich die Maschine in einem Zustand
befindet, in dem Klopfen ohne weiteres auftreten kann (Schritt 110), werden geeig
nete Gegenmaßnahmen vorgesehen. Normalerweise wird eine Verstellwinkelände
rung durchgeführt (Schritt 111). Der Verstellwinkel ist ein Kurbelwinkel, durch den
die dem oberen Totpunkt des Kolbens entsprechende Kurbelwinkellage 0° erreicht
wird; er bezeichnet den Winkel oder den Zeitpunkt, zu dem die Zündkerze aktiviert
wird. Normalerweise liegt der Verstellwinkel bei ca. 15° vor OT. Wenn er größer
als 20° vor OT ist, ist die Gefahr von Klopfen größer. Wenn er jedoch beispielswei
se um einige Grad kleiner ist, liegt der Zündzeitpunkt so spät, daß das gewünschte
Drehmoment nicht erhalten werden kann. Wenn der Verstellwinkel geändert wird,
wird der Verbrennungszeitpunkt oder dergleichen geändert, und dadurch werden die
Temperatur und die Abweichung der Temperatur in der Maschine geändert. Der
Ablauf zur Lichtmessung, zur Berechnung der Temperatur und der Temperaturab
weichung, zur Messung von Klopfen und zur Einstellung des Verstellwinkels wird
daher wiederholt.
Nach der Berechnung der Luftverhältnisabweichung geht der Ablauf zu Schritt 112,
in dem abgefragt wird, ob die Luftverhältnisabweichung größer, kleiner oder gleich
der durch die Anfangseinstellung gegebenen Luftverhältnisabweichung ist. Wenn
die momentane Luftverhältnisabweichung kleiner oder gleich der Anfangsabwei
chung ist, wird die Maschine in jedem Takt mit stabiler Verbrennung betrieben, und
die momentanen Ablaufwerte werden aufrechterhalten (Schritt 113). Wenn dagegen
die momentane Luftverhältnisabweichung größer als die Anfangsabweichung ist, ist
die Verbrennung in jedem Takt instabil, und Gegenmaßnahmen sind notwendig.
Normalerweise ist, wenn Luft und Kraftstoff nicht ausreichend vermischt sind, die
Abweichung des Luftverhältnisses in einem Arbeitstakt groß. Um die Abweichung
bzw. die Luftverhältnisab
weichung zu verringern, können Kraftstoff und Luft in ausreichender Weise ver
mischt werden. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist eine Änderung des Ein
spritzzeitpunkts (Schritt 114). Der oben beschriebene Ablauf wird während des Be
triebs der Maschine ständig wiederholt.
Gemäß dem Flußdiagramm dieses Ausführungsbeispiels wird von der Flamme in
der Maschine emittiertes Licht abgetastet, und Klopfen und eine Abweichung des
Luftverhältnisses werden aus dem Luftverhältnis und der Temperatur der Maschine
bzw. aus Abweichungen dieser Werte bestimmt, so daß die Maschine in dem ge
wünschten Betriebszustand gesteuert wird.
Wie oben beschrieben, wird bei der Erfindung Licht einer Flamme abgetastet, das
abgetastete Licht wird in eine Mehrzahl von Lichtstrahlen mit verschiedenen Wel
lenlängen aufgeteilt, und das Luftverhältnis und die Temperatur der Flamme können
kontaktlos aus dem Ergebnis der Berechnung der Verhältnisse der Lichtintensitäten
in der Mehrzahl von Wellenlängenbereichen erhalten werden; dies ermöglicht die
Auswertung der Verbrennung in einer Brennkraftmaschine mit hoher Geschwindig
keit und verbesserter Genauigkeit. Dadurch ist es möglich, den Verbrennungszu
stand in geeigneter Weise zu beobachten und zu steuern.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur Auswertung des Verbrennungszustands in einer Brennkraftma
schine durch Abtastung des von der auftretenden Flamme emittierten Lichts, mit
einem Abtastelement (2), das von der Flamme in einem Brennraum emittiertes
Licht abtastet;
einer Verzweigungseinrichtung (5, 66), die das von dem Abtastelement abgeta stete Licht in wenigstens zwei Lichtstrahlen mit unterschiedlichen Wellenlän gen auftrennt;
einer Einrichtung (8, 9, 10) zur selektiven Übertragung von Licht unterschiedli cher Wellenlänge, die in Strahlengängen der aufgetrennten Lichtstrahlen ange ordnet ist, und
lichtelektrischen Wandlerelementen (11), die die Übertragungseinrichtung je weils durchsetzende Lichtsignale in elektrische Signale umwandeln,
gekennzeichnet durch
eine Rechen-/Auswertungseinrichtung zur Verarbeitung der von den lichtelek trischen Wandlerelementen gelieferten elektrischen Signale, wobei die Rechen- /Auswertungseinrichtung das Luftverhältnis λ berechnet auf der Basis entweder des Verhältnisses eines aus dem Lichtsignal des CH-Radikals gebildeten elektri schen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebildeten elektrischen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements oder des Verhältnisses eines aus dem Licht signal des OH-Radikals gebildeten elektrischen Ausgangssignals des lichtelek trischen Wandlerelements und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebil deten elektrischen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements.
einer Verzweigungseinrichtung (5, 66), die das von dem Abtastelement abgeta stete Licht in wenigstens zwei Lichtstrahlen mit unterschiedlichen Wellenlän gen auftrennt;
einer Einrichtung (8, 9, 10) zur selektiven Übertragung von Licht unterschiedli cher Wellenlänge, die in Strahlengängen der aufgetrennten Lichtstrahlen ange ordnet ist, und
lichtelektrischen Wandlerelementen (11), die die Übertragungseinrichtung je weils durchsetzende Lichtsignale in elektrische Signale umwandeln,
gekennzeichnet durch
eine Rechen-/Auswertungseinrichtung zur Verarbeitung der von den lichtelek trischen Wandlerelementen gelieferten elektrischen Signale, wobei die Rechen- /Auswertungseinrichtung das Luftverhältnis λ berechnet auf der Basis entweder des Verhältnisses eines aus dem Lichtsignal des CH-Radikals gebildeten elektri schen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebildeten elektrischen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements oder des Verhältnisses eines aus dem Licht signal des OH-Radikals gebildeten elektrischen Ausgangssignals des lichtelek trischen Wandlerelements und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebil deten elektrischen Ausgangssignals des lichtelektrischen Wandlerelements.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechen-/Aus
wertungseinrichtung auch die Flammentemperatur berechnet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flammentem
peratur berechnet wird aus dem Verhältnis elektrischer Ausgangssignale der
lichtelektrischen Wandlerelemente auf der Basis eines Lichtsignals von Wärme
strahlung mit Wellenlängen, die keine der Wellenlängen eines Lichtsignals, das
aus der Emission von Radikalen gewonnen ist, aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rechen-/Auswertungseinrichtung (12, 14) die Änderung der physi
kalischen Größe Luftverhältnis, Flammentemperatur in bezug auf die Zeit zur
Auswertung des Verbrennungszustands unter Nutzung der Änderung des Ver
hältnisses der Ausgangssignale der lichtelektrischen Wandlerelemente in bezug
auf die Zeit in jedem Verbrennungstakt zwischen der Zündung und der voll
ständigen Verbrennung gewinnt, aus der Änderung der physikalischen Größe in
bezug auf die Zeit einen Verlauf der Auftrittshäufigkeit der physikalischen Grö
ße in jedem Verbrennungstakt berechnet und diesen Auftrittshäufigkeitsverlauf
mit einem vorher gespeicherten Referenz-Auftrittshäufigkeitsverlauf zur Aus
wertung des Verbrennungszustands vergleicht.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Verzweigungseinrichtung Lichtleiter (6) aufweist, die das von dem
einen Abtastelement (2) abgetastete Licht in wenigstens zwei Lichtstrahlen auf
trennen können und an den Verzweigungsenden Austrittsflächen aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, soweit diese mittelbar oder unmittelbar auf An
spruch 2 rückbezogen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lichtleiter (6) we
nigstens drei verzweigte Strahlengänge bilden und daß die Rechen-/Auswer
tungseinrichtung (12, 14) das Luftverhältnis aus dem Verhältnis von Ausgangs
signalen eines Paars von lichtelektrischen Wandlerelementen und die Tempera
tur aus dem Verhältnis von Ausgangssignalen eines weiteren Paars von lichte
lektrischen Wandlerelementen berechnet.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Einrichtung zur selektiven Übertragung von Licht verschiedener
Wellenlängen Lichtfilter (8, 9, 10) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, soweit dieser auf den Anspruch 6 rückbezogen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombination der Lichtfilter eine Kombi
nation zur Auftrennung eines Lichtsignals, das aus Wärmestrahlung mit Wellen
längen besteht, die keine der Wellenlängen eines Lichtsignals enthalten, das aus
der Emission von Radikalen gewonnen ist, in wenigstens zwei Lichtstrahlen
aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeich
net, daß die Rechen-/Auswertungseinrichtung auf eine Steuerung/Regelung der
Luftzufuhrmenge, der Kraftstoffzufuhrmenge, des Zündzeitpunktes und/oder
des Einspritzzeitspunktes der Brennkraftmaschine einwirkt.
10. Verfahren zur Auswertung des Verbrennungszustands in einer Brennkraftma
schine anhand der auftretenden Flamme mit den folgenden Schritten:
Abtasten des von der Flamme in einem Brennraum emittierten Lichtes mit ei nem Abtastelement;
Aufteilen des abgetasteten Lichts in wenigstens zwei Lichtstrahlen mit unter schiedlicher Wellenlänge;
Umwandeln der Lichtsignale in elektrische Signale und Vergleichen der elektri schen Signale miteinander,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Luftverhältnis berechnet wird auf der Basis entweder des Verhältnisses ei nes aus dem Lichtsignal des CH-Radikals gebildeten elektrischen Signals und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebildeten elektrischen Signals oder des Verhältnisses eines aus dem Lichtsignal des OH-Radikals gebildeten elek trischen Signals und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebildeten elektrischen Signals.
Abtasten des von der Flamme in einem Brennraum emittierten Lichtes mit ei nem Abtastelement;
Aufteilen des abgetasteten Lichts in wenigstens zwei Lichtstrahlen mit unter schiedlicher Wellenlänge;
Umwandeln der Lichtsignale in elektrische Signale und Vergleichen der elektri schen Signale miteinander,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Luftverhältnis berechnet wird auf der Basis entweder des Verhältnisses ei nes aus dem Lichtsignal des CH-Radikals gebildeten elektrischen Signals und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebildeten elektrischen Signals oder des Verhältnisses eines aus dem Lichtsignal des OH-Radikals gebildeten elek trischen Signals und eines aus dem Lichtsignal des C2-Radikals gebildeten elektrischen Signals.
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1990
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|---|---|
| DE4042025A1 (de) | 1992-07-02 |
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