DE4041613A1 - Falzapparat - Google Patents
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Classifications
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- B65H45/168—Rotary folders with folding jaw cylinders having changeable mode of operation
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- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Steuerung für Falzmesser und/
oder Greifer eines Sammelzylinders in einem Falzapparat
einer Rollenrotationsdruckmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Bei einem internen Stand der Technik der Anmelderin enthält
die Abdeckeinrichtung eine antreibbare Deckscheibe mit fest
angeordneten Abdecknocken. Bei einer derartigen Anordnung
muß die Deckscheibe nicht nur bei Sammelproduktion, sondern
auch bei der in der Praxis häufigen Nichtsammelproduktion
laufen. Bei einer derartigen Anordnung ist die Zahl der
aufeinanderfolgenden Sammelvorgänge sehr begrenzt. Die
Erfahrung hat gezeigt, daß hierbei bei zwei
aufeinanderfolgenden Sammelvorgängen eine Grenze erreicht
ist. Mehr als zwei Sammelvorgänge sind hierbei praktisch
nicht möglich.
Andererseits steigen jedoch die Druckmaschinenbreite und
mit dieser die Formzylinderdurchmesser, so daß sich mehr
Ätzungen (Seiten) am Umfang ergeben als früher,
beispielsweise acht Ätzungen am Umfang.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Steuerung
für Falzmesser und/oder Greifer eines der sieben
Greifersysteme und sieben Falzmessersysteme tragenden
Sammelzylinders zu schaffen mit der ein "Teilweise Sammeln"
möglich ist.
Die mit der Erfahrung erzielbaren Vorteile bestehen
insbesondere darin, daß mit einfachen und kostengängigen
Mitteln die Anzahl der aufeinanderfolgenden Sammelvorgänge
und damit die Anzahl der möglichen Produktionsarten
gesteigert werden. Es sind in vorteilhafter Weise
folgende Produktionen
- 1) Nichtsammeln unter Verwendung von 4U-, 6U- oder 8U- Formzylindern,
- 2) Zweifach-Sammeln unter Verwendung von 4U- oder 8U- Formzylindern,
- 3) Dreifach-Sammeln unter Verwendung von 6U-Formzylindern,
- 4) Vierfach-Sammeln unter Verwendung von 8U-Formzylindern,
- 5) Teilweise-Sammeln (Nichtgesammelte Signaturen plus zweifach gesammelte Signaturen) unter Verwendung von 6U-Formzylindern,
- 6) Teilweise Sammeln (Nichtgesammelte Signaturen plus dreifach gesammelte Signaturen) unter Verwendung von 8U-Formzylindern.
Unter "Teilweise Sammeln" wird verstanden, wenn in einer
Produktionsstellung des Falzapparates sowohl Nichtgesammelte
Produkte wie auch gesammelte Produkte fortlaufend erzeugt
werden, z. B. C; A+B bei 6U-Formzylindern und A; B+C+D
bei 8U-Formzylindern.
Vorteilhaft ist weiter, daß man praktisch eine Art variable
Deckscheibe hat und daher auch mehr als zwei Sammelvorgänge
durchführen kann.
Die Aufgabe wird durch den kennzeichnenden Teil des
Anspruchs 1 und des Anspruchs 2 gelöst.
Es ergibt sich daher ein universellerer Falz
apparat als bisher, mit Hilfe dessen alle bei einer Um
drehung eines bis zu acht Ätzungen am Umfang aufweisen
den Formzylinders gedruckten Produkte ohne weiteres auf
einander gesammelt werden können, was eine rationelle
Herstellung auch vergleichsweise dicker Produkte ermög
licht. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Maß
nahmen ist darin zu sehen, daß die variable Deckscheibe
bei Nichtsammelproduktion ohne weiteres stillstehen kann,
wobei alle oder jedenfalls die störenden Abdecknocken
einfach eingefahren sind, was sich vorteilhaft auf die
Vermeidung von unnötigem Verschleiß auswirkt.
In vorteilhafter Ausgestaltung der übergeordneten Maß
nahmen können die Abdecknocken mittels einer zum Nocken
träger koaxialen Verstellscheibe verstellbar sein, die
zusammen mit dem Nockenträger antreibbar und gegenüber
diesem in Umfangsrichtung verstellbar ist. Diese Maß
nahmen ermöglichen eine einfache Verstellung der Abdeck
nocken durch Drehen der Verstellscheibe, was eine auto
matische Voreinstellung ermöglicht. Zweckmäßig können
dabei der Nockenträger und die zugeordnete, gleichförmig
antreibbare Verstellscheibe mittels eines Differential
getriebes antriebsmäßig miteinander verbunden sein, das
mittels einer Hilfsantriebseinrichtung, die bei lau
fender Produktion passivierbar ist, verstellbar sein.
Das Differentialgetriebe fungiert nach erfolgter Ein
stellung praktisch als in sich starres Übertragungsorgan.
Eine weitere vorteilhafte Maßnahme kann darin bestehen,
daß die den Falzmessern und den Halteelementen zugeord
neten Nockenträger bzw. Verstellscheiben jeweils dreh
fest miteinander verbunden, vorzugsweise lösbar mitein
ander verspannt sind. Diese Maßnahme ermöglichen einen
gemeinsamen Antrieb der beiden Nockenträger bzw. der
beiden Verstellscheiben, was den Aufbau sehr vereinfa
chen kann und gleichzeitig eine hohe Genauigkeit gewähr
leistet. Die den Falzmessern bzw. Halteelementen zuge
ordneten Steuerkurven sind dabei vorteilhaft mit solchem
Abstand axial gegeneinander versetzt angeordnet, daß die
beiden zugeordneten Abdeckeinrichtungen dazwischen pla
ziert werden kann.
In weiterer Fortbildung der übergeordneten Maßnahmen
kann die den Halteelementen zugeordnete Steuerkurve vor
zugsweise mittels einer bei laufender Produktion passi
vierbaren Hilfsantriebseinrichtung in Umfangsrichtung
verstellbar sein. Dies ermöglicht eine Anpassung an die
jeweilige Produktion dahingehend, daß kürzere Formate
früher losgelassen werden als längere.
Eine weitere vorteilhafte Maßnahme zur Vereinfachung der
Andrücknockenanordnung und der Verstellscheiben kann
darin bestehen, daß die Abdeckeinrichtung bei Sammelpro
duktion in Abhängigkeit von der Anzahl der gewünschten
Sammelvorgänge mit unterschiedlicher Geschwindigkeit an
treibbar ist.
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der übergeord
neten Maßnahmen kann die den Abdeckeinrichtungen zuge
ordnete Antriebseinrichtung eine zylinderachsparallele
Zwischenwelle aufweisen, durch die die Nockenträger di
rekt und die Verstellscheiben unter Zwischenschaltung
des verstellbaren Differentialgetriebes antreibbar sind
und die ihrerseits mittels eines verschiebbar auf ihr
angeordneten Kupplungsteils registergenau mit jeweils
einem von einander gegenüberliegenden, frei drehbar auf ihr
gelagerten Antriebsrädern unterschiedlichen Durchmessers
kuppelbar ist, die mit unterschiedlichen Grenzen eines
durch ein Zylinderteil antreibbaren Doppelrads kämmen.
Hierbei ergeben sich in vorteilhafter Weise
Schaltstellungen mit zwei unterschiedlichen
Antriebsgeschwindigkeiten durch das Kupplungsteil.
Hierdurch ist es daher auf einfache Weise möglich, die
Abdeckeinrichtungen bei Sammelproduktion in Abhängigkeit
von der Anzahl der gewünschten Sammelvorgänge anzutreiben.
Im Falle eines doppelt breiten Falzapparates mit über der
Falzapparatbreite unterteilten Falzmessern und
Halteeinrichtungen und im Bereich beider Zylinderstirnseiten
abgeordneten Steuereinrichtungen mit zugeordneten
Abdeckeinrichtungen können diese einfach mittels einer
gemeinsamen, radial außerhalb des Sammelzylinders
angeordneten, über die Zylinderlänge durchgehenden
Zwischenwelle antreibbar sein, so daß nur im Bereich einer
Zylinderstirnseite eine Kupplungseinrichtung oben
umrissener Art benötigt wird, was den Aufbau vereinfacht.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige
Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen ergeben sich
aus den restlichen Unteransprüchen in Verbindungen mit
der nachstehenden Beschreibung eines bevorzugten Aus
führungsbeispiels.
Nachstehend wird das in der Zeichnung dargestellte Aus
führungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Antriebs-
und Steuereinrichtung eines Sammelzylinders
eines erfindungsgemäßen Falz
apparats,
Fig. 2 bis 8 Ansichten einer erfindungsgemäßen, mit
ein- und ausfahrbaren Abdecknocken ver
sehenen, variablen Deckscheibe mit un
terschiedlicher Nockenstellung für ver
schiedene Produktionsarten.
Der in Fig. 1 dargestellte Sammelzylinder 1 eines va
riablen Falzapparats, wie er in der Regel einer Rollen
rotationstiefdruckmaschine nachgeordnet ist, besteht
aus zwei im Querschnitt sternförmigen, gleichförmig an
treibbaren Armaturenträgern in Form eines seitlich ge
lagerten Falzmesserteils 2 und eines auf diesem gelager
tem Greiferteils 3. Der Falzmesserteil 2 ist mit durch
eine Betätigungseinrichtung 4 betätigbaren Falzmessern 5
versehen. Der Greiferteil 3 ist mit durch eine Betäti
gungseinrichtung 6 betätigbaren, mit Greifern 7 versehe
nen Greiferleisten 8 versehen. Auf den koaxial zueinan
der angeordneten Lagerzapfen 9 bzw. 10 des Falzmesser
teils 2 bzw. Greiferteiles 3 sind nebeneinander sich be
findende Antriebsräder 11 gleichen Durchmessers ge
festigt, die zur Bewerkstelligung eines gleichförmigen
Antriebs bei gleichzeitiger Verstellmöglichkeit durch
ein hier nicht näher dargestelltes Überbrückungsgetriebe
gekuppelt sein können.
Zur Durchführung eines Falzvorgangs werden die Falzmesser
5 ausgefahren und die Greifer 7 geöffnet. Hierzu
sind im Bereich der Zylinderstirnseite vorgesehene, ko
axial zur Zylinderachse angeordnete Steuerkurven 12 bzw.
13 vorgesehen, die von den zugeordneten Betätigungsein
richtungen 4 bzw. 6 abgetastet werden. Die Betätigungs
einrichtungen 4 bzw. 6 enthalten hierzu jeweils zwei
auf einer gemeinsamen Achse nebeneinander angeordnete
Tastrollen 14, 15, von denen die eine Tastrolle 14 auf
der jeweils zugeordneten Steuerkurve 12 bzw. 13 läuft
und die andere Tastrolle 15 auf einer der Steuerkurve 12
bzw. 13 jeweils benachbarten Abdeckeinrichtung zum seit
lichen Abdecken der steuerkurvenseitigen Steuersenke 16
läuft, durch die eine Betätigung der Falzmesser 5 bzw.
Greifer 7 bewerkstelligt wird. Außerhalb der Steuersenke
16 besitzen die Steuerkurven 12 bzw. 13 kreisbogenförmi
ge Umfangskontur. Je nach Produktionsart werden die
Steuersenken 16 bei jeder Umdrehung des Sammelzylinders
1 (Nicht-Sammeln) oder bei jeder n-ten Umdrehung des
Sammelzylinders 1 (Sammeln) freigegeben und sonst seit
lich abgedeckt. Die Abdeckeinrichtungen sind hierzu mit
parallel zur jeweils zugeordneten Steuerkurve 12 bzw. 13
angeordneten Abdecknocken 17.1-17.7 versehen. Die Breite der
Tastrollen 14 bzw. 15 entspricht der Breite der Steuer
kurven 12, 13 bzw. der Abdecknocken 17.
Die Steuerkurven 12, 13 befinden sich gegenüber dem an
getriebenen Sammelzylinder 1 im Stillstand. Die zur
Steuerung der Falzmesser 5 vorgesehene Steuerkurve 12
ist an einer den äußeren Lagerzapfen 9 umfassenden, am
Gehäuse befestigten Büchse 18 fixiert. Die den Greifern
7 zugeordnete Steuerkurve 13 ist an einer radial äußeren,
drehbar im Maschinengestell gelagerten Büchse 19 fixiert,
an der eine Verstell-Lasche 20 befestigt ist, mittels der
die Steuerkurve 13 zur Einstellung des Öffnungszeitpunkts
der Greifer 7 in Umfangsrichtung verstellbar ist. Die
Verstell-Lasche 20 kann mittels einer Hilfsantriebseinrich
tung in Form eines zur Formateinstellung vorgesehenen
Hilfsmotors etc., antreibbar oder einfach von Hand be
tätigbar sein. Bei laufender Produktion ist die Verstell-Lasche
20 gegen Verdrehn gesichert. Die die Abdecknocken
17 aufweisenden, den Steuerkurven 12 bzw. 13 zugeordneten
Abdeckeinrichtungen werden bei laufender Produktion ge
genüber den stehenden Steuerkurven 12, 13 angetrieben.
Hierzu ist an das äußere Antriebsrad 11 ein Antriebszahn
kranz 21 angeflanscht, von dem der Antrieb der beiden
Steuerkurven 12 bzw. 13 jeweils zugeordneten Abdeckein
richtungen abgeleitet wird.
Die beiden Abdeckeinrichtungen umfassen jeweils, wie in
Fig. 2 für die der den Falzmessern zugeordneten Steuer
kurve 12 zugeordnete Abdeckeinrichtungen schematisch dar
gestellt ist, einen koaxial zur betreffenden Steuer
kurve 12, 13
angeordneten Nockenträger 22, auf dem die Abdecknocken 17.1-17
in radialer Richtung verstellbar aufgenommen sind. Die
Umfangskontur 23 der Abdecknocken 17.1-17.8 entspricht einem
Kreisabschnitt mit einem dem Radius der außerhalb der
durch eine Umfangsausnehmung gebildeten Steuersenke 16
kreisförmigen Steuerkurve 12, 13 entsprechenden Radius. Die
Umfangskontur 23 der Abdecknocken 17.1-17.8 kann durch Ver
stellen der Abdecknocken 17.1-17.8 von einer radial äußeren,
mit der kreisbogenförmigen Kontur der zugeordneten Steu
erkurve 12, 13 sich deckenden Aktivstellung in eine radial
innerhalb der Steuersenke sich befindende Passivstellung
gebracht werden. In der Aktivstellung decken die Abdeck
nocken 17.1-17.8 beim Vorbeilauf an der Senke 16 diese seitlich
ab, so daß die auf der betreffenden Steuerkurve 12 bzw.
13 laufende Tastrolle 14 beim Überfahren der Steuersenke
16 durch die daneben sich befindende, auf einem Abdeck
nocken 17.1-17.8 laufende Tastrolle 15 daran gehindert wird,
in die Steuersenke 16 einzufallen und einen Falzvorgang
auszulösen, wie bei 15a angedeutet ist. Die in Fig. 2
gerade dem den Falzspalt durchlaufenden Falzmesser 5 zu
geordnete Betätigungseinrichtung kann demgegenüber in
die Steuersenke 16 einfallen und einen Falzvorgang aus
führen, wie bei 14a angedeutet ist. Zum Verstellen der
Abdecknocken 17.1-17.8 ist eine koaxial zum Nockenträger 22 an
geordnete, in axialer Richtung mit den Abdecknocken
fluchtende Verstellscheibe 24 vorgesehene, die mit festen
Steuernocken 25 und dazwischen sich befindenden Umfangs
ausnehmungen 26 versehen ist.
Die Abdecknocken 17.1-17.8 sind jeweils an einem mit achspa
ralleler Schwenkachse schwenkbar auf dem Nockenträger 22
gelagerten Schwenkarm 27 befestigt und mit einem nach
radial innen vorspringenden Taster 28 versehen, der
durch die Wirkung einer Andrückfeder 29 in Anlage an der
Umfangskontur der zugeordneten Verstellscheibe 24 gehal
ten wird. Die Andrückfeder 29 ist in einer Ausnehmung 30
des zugeordneten Abdecknockens 17.1-17.8 aufgenommen und stützt
sich einerseits am inneren Ende der nockenseitigen Aus
nehmung 30 und andererseits an einem in die Ausnehmung
30 hineinragenden, am Nockenträger 22 befestigten Stift
31 ab.
Die Verstellscheibe 24 und der die Abdecknocken 17.1-17.8 tra
gende Nockenträger 22 werden nach erfolgter Einstellung
der Verstellscheibe 24 während des Betriebs gleichförmig
angetrieben, so daß die Abdecknocken 17.1-17.8 während des Be
triebs ihre durch die Verstellscheibe 24 bewirkte Posi
tion beibehalten. Die Antriebsgeschwindigkeit der ge
samten durch Nockenträger 22 und Verstellscheibe 24 gebilde
ten Abdeckeinrichtung wird dabei abhängig von der je
weiligen Produktionsart so gewählt, daß die jeweils aus
gestellten Abdecknocken 17.1-17.8 die Steuersenke 16 so pas
sieren, daß nur die gewünschte Anzahl von Falzvorgängen
ausgeführt wird.
Da die Falzmesser 5 und die diesen zugeordneten Greifer 17.1-17.8
im gleichen Takt arbeiten, können die beiden Nocken
träger 22 und die beiden Verstellscheiben 24 der jeweils
zugeordneten Abdeckeinrichtungen fest miteinander ver
bunden sein, um die zum Antrieb benötigte Antriebsein
richtung zu vereinfachen. Dementsprechend sind, wie aus
Fig. 1 weiter erkennbar ist, die beiden Steuerkurven 12
bzw. 13 in axialer Richtung so weiter voneinander beab
standet, daß dazwischen beide Abdeckeinrichtungen, die
mit aneinander anliegenden Nockenträgern 22 angeordnet
sind, Platz finden. Die Rücken an Rücken aneinander an
liegenden Nockenträger 22 sind durch Klemmeinrichtungen
miteinander fest verspannt. Die die der jeweils zugeord
neten Steuerkurve 12 bzw. 13 zugewandten Abdecknocken 17.1-17.8
untergreifenden Verstellscheiben 24 sind unter Zwischen
schaltung eines Distanzstücks 32 miteinander verschraubt,
dessen Dicke der Gesamtdicke der miteinander verspannten
Nockenträger entspricht. Zur Lagerung der miteinander
verbundenen Nockenträger 22 bzw. Deckscheiben 24 sind
zwei im Bereich zwischen den die Steuerkurven 12, 13
tragenden Büchsen 18, 19 einander übergreifend angeord
nete Büchsen 33, 34 vorgesehen, wobei die radial innere
Büchse 33 die direkt aneinander anliegenden Nockenträger
22 und die radial äußere Büchse 34 die unter Zwischen
schaltung des Distanzstücks 32 miteinander verbundenen
Verstellscheiben 24 tragen. Jeweils eine der Verstell
scheiben 24 und einer der Nockenträger 22 reicht dabei
mit seinem radial inneren Rand bis zur jeweils zugeord
neten Büchse 33 bzw. 34 und ist hiermit verschraubt. Die
jeweils andere Verstellscheibe 24 und der jeweils andere
Nockenträger 22 können weiter außen enden. Das Distanz
stück 32 greift mit seinen Distanznocken durch dieses
zugeordnete Fenster des an der Büchse 34 befestigten
Nockenträgers 22 hindurch. Der andere Nockenträger 22
umfaßt das Distanzstück 32.
Die die Verstellscheiben 24 bzw. die Nockenträger 22
tragenden Büchsen 33, 34 sind drehbar gelagert und an
ihren zylinderfernen Enden mit angeflanschten Antriebs
zahnkränzen 35, 36 gleichen Durchmessers versehen, die
in einer von den die steuerkurvenseitigen Büchsen 18, 19
aufnehmenden Gehäuseteilen begrenzten Kammer 37, die vom
Getriebekasten 38 aus zugänglich ist, aufgenommen sind.
Die Antriebszahnräder 35, 36 kämmen mit zugeordneten
Zwischenrädern 39, 40 gleichen Durchmessers, die gestell
seitig gelagert sind. Das in den Nockenträgern 22 zuge
ordneten Antriebszug liegende Zwischenrad 40 kämmt dabei
mit einem auf eine parallel zur Zylinderachse außerhalb
des Sammelzylinderdurchmessers angeordnete Zwischenwelle
41 aufgekeilten Ritzel 42. Das zum Antriebszug der Ver
stellscheiben 24 gehörende Zwischenrad 39 kämmt mit einem
Zahnkranz 43 eines auf der Zwischenwelle 41 gelager
ten Doppelrads, dessen beide Zahnkränze 43, 44 gleichen
Durchmesser wie das Ritzel 42 aufweisen. Dieses kämmt
mit dem Eingangsrad 45 eines achsparallel neben der
Zwischenwelle 41 angeordneten Differentialgetriebes 46,
dessen Ausgangsrad 47 mit dem zweiten Zahnkranz 44 des
auf der Zwischenwelle 41 drehbar gelagerten Doppelrads
kämmt. Das Differentialgetriebe 46 läßt eine Verstellung
des Ausgangsrads 47 gegenüber dem gleichen Durchmesser
aufweisenden Eingangsrad 45 mittels einer Hilfsantriebs
einrichtung 48 zu. Während der normalen Produktion ist
die Hilfsantriebseinrichtung 48 passiviert, so daß das
Differentialgetriebe 46 wie ein in sich starres Doppel
rad fungiert. Vor Produktionsbeginn können die Verstell
scheiben 24 durch Betätigung der Hilfsantriebseinrich
tung 48 in die gewünschte Drehstellung gebracht werden.
Die im Getriebekasten 38 gelagerte Zwischenwelle 41 ist
ihrerseits durch den an das äußere Antriebsrad 11 ange
flanschten Antriebszahnkranz 21 mit verschiedenen Ge
schwindigkeiten antreibbar. Hierzu ist ein auf einem
gestellseitig befestigten Zapfen gelagertes Doppelrad
mit zwei Zahnkränzen 49, 50 unterschiedlichen Durchmessers
vorgesehen, die ihrerseits mit frei drehbar auf der
Zwischenwelle 41 gelagerten Antriebsrädern 51, 52
unterschiedlichen Durchmessers kämmen. Diese sind mittels
eines verschiebbar auf die Zwischenwelle 41 aufgekeilten,
zwischen ihnen angeordneten Kupplungsteils 53 alternativ
mit der Zwischenwelle 41 kuppelbar. Die Antriebsräder 51,
52 sind hierzu im Bereich ihrer einander zugewandten
Stirnseiten mit zwei axial vorspringenden Kupplungsklauen
54 versehen, in die das Kupplungsteil 53 mit entsprechenden
Ausnehmungen 55 einrastbar ist, so daß sich eine eindeutige,
registergenaue Kupplung ergibt. Das Kupplungsteil 53 ist
mittels eines in eine Umfangsnut eingreifenden Schalthebels
56 von der in Fig. 1 gezeigten, linken Eingriffsstellung
in eine rechte Eingriffsstellung verschiebbar. Durch
entsprechende Betätigung des Schalthebels 56 können somit
zwei verschiedene Geschwindigkeiten der Abdeckeinrichtungen
bewirkt werden.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel mit einem
siebenteiligen Sammelzylinder 1 ist der Nockenträger 22, wie
Fig. 2 weiter erkennen läßt, mit acht verstellbaren
Abdecknocken 17.1-17.8 versehen, deren Umfangskontur 23
je ein Gradmaß von etwa 10-20° aufweist.
Die acht Abdecknocken 17 verteilen sich auf zwei um 180°
gegeneinander versetzte Gruppen von je vier über einem
Gradmaß von 90° verteilte Abdecknocken 17.1, 17.2, 17.3,
17.4 bei der ersten Gruppe und 17.5, 17.6, 17.7, 17.8 bei
der zweiten Gruppe. Je zwei Abdecknocken 17.1-17.5; 17.2-17.6;
17.3-17.7 und 17.4-17.8 liegen sich diametral
gegenüber.
Die Verstellscheibe 24 ist dabei mit sechs festen Umfangs
nocken 25.1 bis 25.6 versehen, die sich auf zwei um 180 Grad
gegeneinander versetzte Gruppen von je drei Umfangs
nocken 25.6, 25.1, 25.2; 25.3, 25.4, 25.5 verteilen. Die
Abstände 1 bis 6 (im Gradmaß) der Umfangsnocken 25.1 bis
25.6 betragen:
∡ η1 zwischen Umfangsnocke 25.6 und 25.1 = 56,25°;
∡ η2 zwischen Umfangsnocke 25.1 und 25.2 = 48,00°;
∡ η3 zwischen Umfangsnocke 25.2 und 25.3 = 75,75°;
∡ η4 zwischen Umfangsnocke 25.4 und 25.5 = 56,25°;
∡ η5 zwischen Umfangsnocke 25.5 und 25.6 = 48,00°;
∡ η6 zwischen Umfangsnocke 25.6 und 25.1 = 75,75°.
∡ η2 zwischen Umfangsnocke 25.1 und 25.2 = 48,00°;
∡ η3 zwischen Umfangsnocke 25.2 und 25.3 = 75,75°;
∡ η4 zwischen Umfangsnocke 25.4 und 25.5 = 56,25°;
∡ η5 zwischen Umfangsnocke 25.5 und 25.6 = 48,00°;
∡ η6 zwischen Umfangsnocke 25.6 und 25.1 = 75,75°.
Die Umfangsnocken 25.1 bis 25.6 der Verstellscheibe 24
besitzen im Gegensatz zu den Abdecknocken 17.1-17.8 unterschied
liche Umfangslängen. Die Umfangsnocken 25.1 bis 25.6 haben
folgende Umfangslängen (= Schaltstellungslänge) im Gradmaß:
Umfangsnocken 25.1: 1-2°; Umfangsnocken 25.2: 12-14°;
Umfangsnocken 25.3: 22-24°; Umfangsnocken 25.4: 1-2°;
Umfangsnocken 25.5: 12-14°; Umfangsnocken 25.6: 22-24°.
Der Abstand der Abdecknocken 17.1 bis 17.8, im Bogenwinkel
(Gradmaß) gemessen, beträgt:
∡α1 zwischen 17.1 und 17.2 = 45°
∡α2 zwischen 17.2 und 17.3 = 15°
∡α3 zwischen 17.3 und 17.4 = 30°
∡α4 zwischen 17.4 und 17.5 = 90°
∡α5 zwischen 17.5 und 17.6 = 45°
∡α6 zwischen 17.6 und 17.7 = 15°
∡α7 zwischen 17.7 und 17.8 = 30°
∡α8 zwischen 17.8 und 17.1 = 90°
∡α2 zwischen 17.2 und 17.3 = 15°
∡α3 zwischen 17.3 und 17.4 = 30°
∡α4 zwischen 17.4 und 17.5 = 90°
∡α5 zwischen 17.5 und 17.6 = 45°
∡α6 zwischen 17.6 und 17.7 = 15°
∡α7 zwischen 17.7 und 17.8 = 30°
∡α8 zwischen 17.8 und 17.1 = 90°
Der Abstand zwischen zwei Abdecknocken wird jeweils von
halber Umfangskonturlänge zu halber Umfangskonturlänge ge
messen, wobei die Abdecknocken 17.1-17.8 in ausgefahrenem
Zustand sind. Diese Verteilung der Abdecknocken 17.1-17.8
und der Umfangsnocken 25.1-25.6 mit den jeweils zwischen
den Umfangsnocken 25.1-25.6 liegenden Umfangsausnehmungen
26 der Verstellscheibe 24 ermöglichen zusammen mit den
verschiedenen Antriebsgeschwindigkeiten bei dem hier
vorliegenden, siebenteiligen Sammelzylinder 1 jede
gewünschte Produktionsart von Nichtsammeln bei wahlweiser
Verwendung von 4U-, 6U- oder 8U-Formzylindern (A+B; A+B+C;
A+B+C+D); Zweifach-Sammeln bei 4U- oder 8U-
Formzylindern (AB; AB+CD); Dreifach-Sammeln bei
Verwendung von 6U-Formzylindern (ABC); Vierfach-Sammeln bei
Verwendung von 8U-Formzylindern (ABCD); Teilweise-Sammeln
bei Verwendung von 6U-Formzylindern (AB+C); Teilweise-
Sammeln bei Verwendung von 8U-Formzylindern (A+BCD).
Die der Fig. 2 zugrundeliegende Einstellung der
Verstellscheibe 24 zum Nockenträger 22 und damit zu den
Abdecknocken 17.1-17.8 entspricht der Produktionsart
Nichtsammeln bei wahlweise 4U-, 6U- oder 8U-Formzylindern,
wobei sich ein einlagiges Produkt ergibt. Die
Verstellscheibe 24 wird so verstellt, daß von den
Abdecknocken 17.1-17.8 keine ausgestellt ist, d. h. jede
Falzmesserreihe 5 führt einen Falzvorgang aus, jede
Greiferreihe 7 öffnet beim Falzvorgang. Weil jede der
sieben Falzmesserreihen 5 bzw. Greiferreihen 7 bei jeder
Sammelzylinderumdrehung eine freigegebene Steuersenke 16
vorfindet und einen Falzvorgang durchführt. Dasselbe gilt
natürlich auch für die Greiferreihen 7. Keine der
Abdecknocken 17.1-17.8 ist ausgestellt. Die
Antriebsgeschwindigkeit, d. h. die Drehzahl der
Nockenträger 22 und der Verstellscheiben 24 beträgt ⅞ der
Geschwindigkeit des Sammelzylinders, der je sieben
Falzmesser und Greiferreihen trägt.
Die der Fig. 3 zugrundeliegende Einstellung der
Verstellscheibe 24 entspricht der Produktionsart Zweifach-
Sammeln bei Verwendung von 4U- oder 8U-Formzylindern. Es
ergibt sich ein zweilagiges Produkt. Die Schaltnocken 17.1
und 17.4 bzw. 17.5 und 17.8 sind ausgestellt, die
Schaltnocken 17.2 und 17.3 bzw. 17.6 und 17.7 sind
eingefahren. Die Antriebsgeschwindigkeit der Nockenträger
22 und der Verstellscheibe 24 beträgt ⅞ der
Geschwindigkeit des Sammelzylinders 1. Bei jeder zweiten
Sammelzylinderumdrehung findet die Steuerrolle jeder
Falzmesserreihe 5 bzw. Greiferreihe 7 eine freie Steuersenke
16 vor und führt einen Falzvorgang durch bzw. es öffnet
sich die Greiferreihe 7.
Die der Fig. 4 zugrundeliegende Einstellung der
Verstellscheibe 24 entspricht der Produktionsart Dreifach-
Sammeln bei Verwendung von 6U-Formzylindern. Es ergibt sich
ein dreilagiges Produkt. Die erste und dritte Schaltnocke
17.1 und 17.3 bzw. 17.5 und 17.7 sind ausgestellt,
Schaltnocken 17.2 und 17.4 bzw. 17.6 und 17.8 sind
eingefahren. Die Antriebsgeschwindigkeiten der Nockenträger
22 und Verstellscheibe 24 beträgt ⁷/₆ der Geschwindigkeit
des Sammelzylinders 1. Bei jeder dritten
Sammelzylinderumdrehung findet die Steuerrolle jeder
Falzmesserreihe 5 bzw. Greiferreihe 7 eine freie
Steuersenke 16 vor und führt einen Falzvorgang durch bzw.
es öffnet sich die Greiferreihe 7.
Die der Fig. 5 zugrundeliegende Einstellung der
Verstellscheibe 24 entspricht der Produktionsart Vierfach-
Sammeln bei Verwendung von 8U-Formzylindern. Es ergibt sich
ein vierlagiges Produkt. Die Schaltnocken 17.1 und 17.4
bzw. 17.5 und 17.8 sind ausgestellt, die Schaltnocken 17.2
und 17.3 bzw. 17.6 und 17.7 sind eingefahren. Die
Antriebsgeschwindigkeit der Nockenträger 22 und
Verstellscheibe 24 beträgt ⅞ der Geschwindigkeit des
Sammelzylinders. Bei jeder vierten Sammelzylinderumdrehung
findet die Steuerrolle jeder Falzmesserreihe 5 bzw.
Greiferreihe 7 eine freie Steuersenke 16 vor und führt
einen Falzvorgang durch bzw. es öffnet sich die
Greiferreihe 7.
Die der Fig. 6 zugrundeliegende Einstellung der
Verstellscheibe 24 entspricht der Produktionsart Teil-
Sammeln bei Verwendung von 6U-Formzylindern, d. h. sechs
Nutzen (z. B. A, B, C, A, B, C) um seinen Umfang. Es ergibt
sich ein einlagiges plus ein zweilagiges Produkt. Die
Schaltnocken 17.2 und 17.6 sind ausgestellt, die
Schaltnocken 17.1, 17.3, 17.4, 17.5, 17.7 und 17.8 sind
eingefahren. Die Antriebsgeschwindigkeit der Nockenträger
22 und der Verstellscheibe 24 beträgt ⁷/₆ der
Geschwindigkeit des Sammelzylinders 1. Jedes Feld auf dem
Sammelzylinder 1 ist so gesteuert, daß nach einem Umlauf
die Falzmesserreihe 5 bzw. Greiferreihe 7 die Steuerrolle
einer Steuersenke 16 findet und anschließend dann zweimal
umlaufen muß, bis sie wieder eine freie Steuersenke 16
findet.
Die der Fig. 7 zugrundeliegende Einstellung der
Verstellscheibe 24 entspricht der Produktionsart Teil-
Sammeln bei Verwendung von 8U-Formzylindern, d. h. acht
Nutzen (z. B. A, B, C, D, A, B, C, D). Es ergibt sich
ein einlagiges plus ein dreilagiges Produkt. Die
Schaltnocken 17.2 und 17,4, 17.6 und 17.8 sind ausgestellt,
die Schaltnocken 17.1 und 17.3 bzw. 17.5 und 17.7 sind
eingefahren. Die Antriebsgeschwindigkeit der Nockenträger
22 und Verstellscheibe 24 beträgt ⅞ der Geschwindigkeit
des Sammelzylinders. Jedes Feld auf dem Sammelzylinder 1 ist
so gesteuert, daß nach Umlauf die Falzmesserreihe 5 bzw.
Greiferreihe 7 die Steuerrolle einer Steuersenke 16 findet
und anschließend dreimal umlaufen muß, bis sie wieder eine
freie Steuersenke 16 findet.
Der Aufbau und die Wirkungsweise der der Greifersteuerung
zugeordneten Abdeckeinrichtung entspricht der den Fig. 2
bis 8 zugrundeliegenden Abdeckeinrichtung der
Falzmessersteuerung lediglich mit dem Unterschied, daß die
den Bogenanfang haltenden Greifer 7 den Falzspalt bereits
durchlaufen haben, wenn der Falzvorgang durchgeführt wird.
Die Aktivierung der Falzmesser 5 und das Öffnen der Greifer
7 erfolgen daher im wesentlichen gleichzeitig. Diese
Vorgänge erstrecken sich jedoch über eine gewisse
Zeitspanne, wobei die Öffnung der Greifer 7 bei der
Verarbeitung kurzer Produkte etwas früher erfolgen soll
als bei der Verarbeitung
längerer Produkte, was
durch die weiter oben bereits beschriebene Verdrehbar
keit der greiferseitigen Steuerkurve 13 mittels der
Stell-Lasche 20 bewerkstelligt werden kann.
Bei einem sogenannten doppelt breiten Falzapparat, auf
dem zwei nebeneinanderliegende Produkte verarbeitet wer
den können, sind die Greiferleisten 8 und die Falzmesser
5 über die Zylinderlänge unterteilt, wobei jeder Zylinder
seite eine eigene Steuereinrichtung zugeordnet ist.
Der Aufbau dieser beiden Steuereinrichtungen kann dem
aus Fig. 1 ersichtlichen Aufbau der Steuereinrichtung
für die rechte Zylinderhälfte entsprechen, lediglich mit
dem Unerschied, daß die Zwischenwelle 41 nicht über eine
zugeordnete Klauenkupplung mit dem Zylinderantrieb
kuppelbar ist, sondern mittels einer Überbrückungswelle
57 mit der gegenüberliegenden Zwischenwelle 41 verbunden
ist, wie Fig. 1 weiter erkennen läßt. Hierbei ergibt
sich somit eine gemeinsame, über die ganze Zylinderbreite
durchgehende Antriebswelle.
Beim vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel er
folgt die Verstellung der Abdecknocken mittels zugeord
neter Verstellscheiben 24, was eine automatische Vorein
stellung durch entsprechende Programmierung der Hilfsan
triebseinrichtung (48) ermöglicht. Es wäre aber auch
ohne weiteres denkbar, die Abdecknocken 17.1-17.8 nach einer
entsprechenden Anleitung einzeln von Hand einzustellen.
Hierbei müßte der Nockenträger 22 einfach mit geeigneten
Spannvorrichtungen zum Halten der Abdecknocken 17.1-17.8 er
sehen sein.
Zum Einstellen der verschiedenen Produktionsarten wird
jeweils die Verstellscheibe 24 mit den Umfangsnocken
25.1 bis 25.6 so verstellt, daß die Abdecknocken 17.1 bis
17.8 in eine Position gebracht werden, in der Greiferreihen
und Falzmesserreihen zum richtigen Zeitpunkt aktiviert
werden. Um die verschiedenen Produktionsarten umzuschalten,
muß die Verstellscheibe 24 aus der Nullstellung = Stellung
"Produktion 4U-, 8U-Nicht-Sammeln" gegenüber dem Abdecknocken
träger 22 um einen Winkel λ1 bis λ5 verdreht werden,
damit die Abdecknocken 17.1-17.8 in die gewünschte Stel
lung gebracht werden. So muß die Verstellscheibe 24 aus
der Nullstellung um λ 1=0,5° entgegen dem Uhrzeigersinn
verdreht werden, damit die Abdecknocken 17.1 bis 17.8 in
die Produktionsstellung "6U-Nicht-Sammeln" gebracht werden.
Die Verstellscheibe 24 muß um λ2=24° entgegen dem Uhr
zeigersinn verdreht werden, damit die Abdecknocken 17.1
bis 17.8 in die Produktionsstellung "4U- oder 8U-Zwei
fach-Sammeln" gebracht werden.
Die Verstellscheibe 24 muß um λ3=12° entgegen dem Uhr
zeigersinn verdreht werden, damit die Abdecknocken 17.1
bis 17.8 in die Produktionsstellung "6U-Dreifach-Sammeln"
gebracht werden.
Die Verstellscheibe 24 muß um λ4=34° entgegen dem Uhr
zeigersinn verdreht werden, damit die Abdecknocken 17.1
bis 17.8 in die Produktionsstellung "8U-Vierfach-Sammeln"
gebracht werden.
Die Verstellscheibe 24 muß um λ5=12° im Uhrzeigersinn
verdreht werden, damit die Abdecknocken 17.1-17.8 in
die Produktionsstellung "6U-Teilweise-Sammeln" gebracht
werden.
Die Verstellscheibe 24 muß λ6=22° im Uhrzeigersinn
verdreht werden, damit die Abdecknocken 17.1-17.8 in die
Produktionsstellung "6U-Teilweise-Sammeln" gebracht
werden.
4U-, 6U-, 8U-Formzylinder bedeutet, daß um den Umfang des
Formzylinders gleichmäßig verteilt 4 (z. B. A, B, A, B)
bzw. 6 (z. B. A, B, C, A, B, C) bzw. 8 (z. B. A, B, C, D,
A, B, C, D) gleich lange Nutzen (Seiten) angeordnet sind.
Die Nutzen von 4U, 6U und 8U sind gleich lang und können im
zulässigen Formatbereich variabel sein.
Claims (4)
1. Falzapparat, insbesondere variabler Falzapparat für eine
Rollenrotationstiefdruckmaschine, mit einem von
Sammelproduktion auf Nichtsammelproduktion umstellbaren,
mit sieben vorzugsweise als Greiferreihen (7)
ausgebildeten Halteelementen und sieben Falzmesserreihen
(5) versehenen Sammelzylinder (1), dessen Halteelemente
und Falzmesser mit vorzugsweise als Tastrollen (14, 15)
ausgebildeten Betätigungselementen verbunden sind, die
durch eine jeweils zugeordnete Steuerkurve (12 bzw. 13)
steuerbar sind, deren vorzugsweise als Steuersenke (16)
ausgebildeter Steuerbereich mittels einer mit auf einem
zur Steuerkurve (12 bzw. 13) koaxialen, antreibbaren
Nockenträger (22) aufgenommenen Abdecknocken (17.1-17.8)
versehenen Abdeckeinrichtung wahlweise freigebbar
bzw. abdeckbar ist, die Abdecknocken (17.1-17.8) jeder
Abdeckeinrichtung in radialer Richtung verstellbar auf
dem jeweils zugeordneten Nockenträger (22) aufgenommen
sind, die Abdecknocken (17.1-17.8) mittels einer zum
Nockenträger (22) koaxialen Verstellscheibe (24)
verstellbar sind, welche zusammen mit dem Nockenträger
(22) antreibbar und gegenüber diesem in Umfangsrichtung
verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein 6U-
Formzylinder mit sechs Nutzen um seinem Umfang
vorgesehen ist, daß der Falzapparat in der
Produktionsstellung "Teilweise Sammeln" geschaltet ist,
daß der zweite (17.2) und der sechste Abdecknocken (17.6)
ausgestellt und der erste (17.1), der dritte (17.3),
der vierte (17.4), der fünfte (17.5), der siebente (17.7)
und der achte Abdecknocken (17.8) eingefahren sind.
2. Falzapparat, insbesondere variabler Falzapparat für eine
Rollenrotationstiefdruckmaschine, mit einem von
Sammelproduktion auf Nichtsammelproduktion umstellbaren,
mit sieben vorzugsweise als Greiferreihen (7)
ausgebildeten Halteelementen und sieben Falzmesserreihen
(5) versehenen Sammelzylinder (1), dessen Halteelemente
und Falzmesser mit vorzugsweise als Tastrollen (14, 15)
ausgebildeten Betätigungselementen verbunden sind, die
durch eine jeweils zugeordnete Steuerkurve (12 bzw. 13)
steuerbar sind, deren vorzugsweise als Steuersenke (16)
ausgebildeter Steuerbereich mittels einer mit auf einem
zur Steuerkurve (12 bzw. 13) koaxialen, antreibbaren
Nockenträger (22) aufgenommenen Abdecknocken (17.1-17.8)
versehenen Abdeckeinrichtung wahlweise freigebbar
bzw. abdeckbar ist, die Abdecknocken (17.1-17.8) jeder
Abdeckeinrichtung in radialer Richtung verstellbar auf
dem jeweils zugeordneten Nockenträger (22) aufgenommen
sind, die Abdecknocken (17.1-17.8) mittels einer zum
Nockenträger (22) koaxialen Verstellscheibe (24)
verstellbar sind, welche zusammen mit dem Nockenträger
(22) antreibbar und gegenüber diesem in Umfangsrichtung
verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, da ein 8U-
Formzylinder mit acht Nutzen um seinen Umfang vorgesehen
ist, daß der Falzapparat in die Produktionsstellung
"Teilweise Sammeln" geschaltet ist, daß der zweite (17.2),
der vierte (17.4), der sechste (17.6) und der achte
Abdecknocken (17.8) ausgestellt und der erste (17.1),
der dritte (17.3), der fünfte (17.5) und der siebente
Abdecknocken (17.7) eingefahren sind.
3. Falzapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Antriebsgeschwindigkeit des Nockenträgers (22) und
der Verstellscheiben (24) ⁷/₆ der Geschwindigkeit des
Sammelzylinders beträgt.
4. Falzapparat nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsgeschwindigkeit des Nockenträgers (22)
und der Verstellscheiben (24) ⅞ der Geschwindigkeit
des Sammelzylinders beträgt.
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