DE4041262C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum Einbringen
von Flüssigkeiten in Blutgefäße und Entnehmen von
Flüssigkeiten aus Blutgefäßen nach dem Oberbegriff des
Patentanspruches 1.
Aus der Entgegenhaltung DE 38 14 805 A1 geht eine
Vorrichtung zur Gewinnung von Gefäßwandzellen aus
Blutgefäßen hervor, die im wesentlichen aus einem
Schlauch bzw. Rohrstück besteht, das auf ein
Anschlußstück für eine Spritze aufschiebbar ist.
Endothelzellen werden mit der Hilfe dieser Vorrichtung
dadurch gewonnen, daß eine die Endothelzellen lösende
Flüssigkeit durch die Spritze eingespritzt wird und daß
anschließend die die Endothelzellen enthaltende
Flüssigkeit durch die Vorrichtung abfließt.
Aus der DE 32 27 575 A1 geht ein Doppelballonkatheter
hervor, der im wesentlichen aus einem Katheterschaft
besteht, an dem zwei voneinander beabstandete, mit
getrennten Zuführleitungen versehene Aufblasballons
angeordnet sind, zwischen denen eine seitliche Öffnung
vorhanden ist. Mit der Hilfe dieses Katheters kann die
Embolisation eines Seitenastes eines Hauptgefäßes
ermöglicht werden.
In der Entgegenhaltung US 45 73 966 ist eine Einrichtung
zur Beseitigung von Gefäßverengungen beschrieben, bei der
an einem Katheterrohr zwei aufblasbare Ballons angeordnet
sind, die den Raum eines Gefäßes abdichten. Es sind
ferner in dem Rohr eine Öffnung, durch die eine die
Verengung auflösende chemische Lösung in den durch die
Ballons abgedichteten Raum des Gefäßes eingeführt werden
kann, und eine Ausgangseinrichtung vorgesehen, durch die
die das aufgelöste Material enthaltende Lösung abgeführt
werden kann.
Aus WO 88/03 389 A1 geht ein spezieller Mehrlumenkatheter
für Darmuntersuchungen hervor. Dieser Katheter kann zwei
Ballons aufweisen, die im aufgeblasenen Zustand den
Bereich eines Darmes abdichten.
Bislang gibt es keine brauchbaren Methoden, um Funktionen
des Endothels bzw. Intimas von Blutgefäßen in-Vivo an
Mensch oder Tier zu untersuchen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine
Einrichtung zur Untersuchung der Funktionen des Endothels
bzw. Intimas von Blutgefäßen zu schaffen, mit deren Hilfe
Untersuchungen an gesunden, physiologischen Endothel-
bzw. Intima-Zellen möglich sind.
Diese Aufgabe wird durch eine Einrichtung der eingangs
genannten Art gelöst, die durch die in dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen
Merkmale gekennzeichnet ist.
Der wesentliche Vorteil besteht darin, daß mit der
erfindungsgemäßen Einrichtung erstmals direkt
Untersuchungen in Vivo an gesunden Endothel- bzw. Intima-
Zellen von Mensch und Tier möglich sind.
Vorteilhafterweise können durch die mit der
erfindungsgemäßen Einrichtung ausgeführten
Untersuchungen Erkenntnisse von wichtigen Funktionen des
Endothels bzw. Intimas erhalten werden. Dadurch können
beispielsweise Erkenntnisse über die Interaktion des
Endothels mit dem Gerinnungssystem, d. h. also auch zum
Beispiel der Thromboseneigung, der Blutungsneigung oder
von arteriosklerotischen Frühveränderungen, gesammelt
werden.
Vorzugsweise können mit der Hilfe der erfindungsgemäßen
Einrichtung Tierversuche beliebig oft und für das Tier
völlig schad- und schmerzlos ausgeführt werden.
Mit der Hilfe der Erfindung können wertvolle
Erkenntnisse gewonnen werden, die für die Entwicklung
von Medikamenten, die beispielsweise zur Behandlung der
Arteriosklerose dienen, von wesentlicher Bedeutung sind.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den
Unteransprüchen hervor.
Im folgenden werden die Erfindung und deren
Ausgestaltungen im Zusammenhang mit den Figuren näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 in schematischer Darstellung die Ausgestaltung eines
Rohres der erfindungsgemäßen Einrichtung, das eine Vorrichtung
zur Schaltung eines vom Rest eines Blutgefäßes abgedichteten
Bereiches aufweist;
Fig. 2 bis 5 weitere Ausgestaltungen des Rohres und
Fig. 6 die Verbindung des Rohres mit einem Reservoir und
einer Analysiereinrichtungen.
Zu der Erfindung führten die folgenden Überlegungen. Um
erstmals Untersuchungen in Vivo an Endothel- bzw. Intima-
Zellen der Blutgefäße von Mensch und Tier zu ermöglichen
ist es nötig, einen Zugang zu den die Blutgefäße
auskleidenden Endothel- bzw. Intima-Zellen zu schaffen.
Es wurde daher eine Einrichtung geschaffen, die
katheterartig in ein Blutgefäß, beispielsweise eine Vene
oder Arterie einschiebbar ist. An einer vorgegebenen
Stelle wird dann ein Bereich des Blutgefäßes nach
beiden Seiten dicht verschlossen. Durch Einführung einer
Lösung aus einem Reservoir in den genannten Bereich und durch Perfusion
derselben im Teilbereich wird die eingebrachte Lösung in
Kontakt mit den das Blutgefäß im Bereich
auskleidenden Endothel- bzw. Intima-Zellen gebracht. Die
Lösung wird schließlich aus dem Bereich abgesaugt
und durch eine Analysiereinrichtung untersucht. Durch Vergleichsmessungen können
Veränderungen der eingebrachten Lösung erfaßt werden.
Aus den Veränderungen kann auf die Funktion der
Endothel- bzw. Intima-Zellen geschlossen werden.
Gemäß Fig. 1 weist die vorliegende Einrichtung als Vorrichtung
zum Erzeugen des zuvor genannten Bereiches ein Rohr 1 auf,
an dem zwei voneinander beabstandete Vorrichtungsteile 2, 3
vorgesehen sind, die nach dem Einbringen des Rohres 1 in
ein Blutgefäß 4 derart betätigt werden können, daß sie
jeweils eine Abdichtung zwischen dem Umfang des Rohres 1
und der Innenwand des Blutgefäßes 4 bewirken. Auf diese
Weise wird zwischen den Vorrichtungsteilen 2 und 3 des
Bereich 5 geschaffen, der von dem Rest des Blutgefäßes 4
abgetrennt ist. An der Innenwandung des Blutgefäßes 4
befindet sich das Endothel E bzw. das Intima. Die
vorliegende Einrichtung weist ferner zwischen den
Vorrichtungsteilen 2 und 3 wenigstens einen Ausgang 6 und
wenigstens einen Eingang 7 auf, wobei ein Lösungsmittel
durch den Ausgang 6 in den Bereich 5 einbringbar und
über den Eingang 7 aus dem Bereich 5 wieder abziehbar
ist. Vorzugsweise ist der Ausgang 6 in der Nähe des
einen Vorrichtungsteiles 2 angeordnet, während sich der Eingang
7 in der Nähe des anderen Vorrichtungsteiles 3 befindet. Der
Ausgang 6 und der Eingang 7 können beispielsweise die
Form von die Wandung des Rohres 1 durchsetzenden
stutzenförmigen Teilen oder von einfachen Öffnungen in
der Wandung des Rohres 1 aufweisen. Das durch den
Ausgang 6 eingebrachte Lösungsmittel durchströmt den
Bereich 5 von dem einen zum anderen Ende. Dadurch, daß
mehrere Ausgänge 6 und mehrere Eingänge 7 über den
Umfang des Rohres 1 zweckmäßigerweise gleichmäßig
verteilt werden, kann eine gleichmäßige Superfusion des
Endothels bzw. Intimas im Bereich 5 mit dem
Lösungsmittel bewirkt werden.
Das freiliegende Ende der Einrichtung weist zum
Einbringen des Lösungsmittels einen Zugang 8, der zum
Ausgang 6 führt, und einen Zugang 9 zur Entnahme des
Lösungsmittels auf, der mit dem Eingang 7 in Verbindung
steht.
Die genannten Vorrichtungsteile 2 und 3 werden vorzugsweise
durch ringförmige, ballonartige Elemente gebildet, wie
sie beispielsweise in anderem Zusammenhang, nämlich bei
dem Herzkatheter nach Grünzig, bekannt sind. Genauer
gesagt umgibt ein Kunststoffrohr 10 das Rohr 1
konzentrisch. Das Kunststoffrohr 10 weist als
Vorrichtungsteile 2, 3 Zonen auf, die im Vergleich zu dem
restlichen Kunststoffrohr 10 flexibler sind. Der
Raum zwischen dem Rohr 1 und dem Kunststoffrohr 10 ist
mit einem vorzugsweise flüssigen Medium ausgefüllt. Im
Normalzustand entsprechen die Zonen den
gestrichelten Linien. Wenn das genannte Medium unter
Druck gesetzt wird, beulen sich die flexibleren Zonen
derart aus, daß sie jeweils eine Abdichtung zwischen der
Einrichtung und dem Blutgefäß 4 bewirken. Wenn
der Ausgang 6 und der Eingang 7 durch stutzenartige
Teile gebildet werden, sind diese durch abgedichtete
Ausnehmungen des Kunststoffrohres 10 hindurchgeführt. In
dem Fall, in dem der Ausgang 6 und der Eingang 7 durch
Öffnungen in der Wandung des Rohres 1 gebildet sind,
befinden sich diese Öffnungen hinter abgedichteten
Ausnehmungen des Kunststoffrohres 10.
Aus der Fig. 2 ist eine vorliegende Einrichtung
ersichtlich, bei der die Verbindung zwischen dem Zugang
8 und dem Ausgang 6 durch ein Innenrohr 11 gebildet ist,
dessen offenes Ende 12 vor dem verschlossenen Ende
des Rohres 1 angeordnet ist, so daß das einströmende
Lösungsmittel aus dem offenen Ende 12 zum Ausgang 6
strömt, der wieder die Form einer Öffnung in der Wandung
des Rohres 1 oder eines die Wandung des Rohres 1
stutzenartig dicht durchsetzenden Teiles aufweist.
Bei dem als Ende bezeichneten Teil kann es sich um
eine den Hohlraum des Rohres 1 abdichtende Querwand
handeln, die im Endbereich oder an einer anderen Stelle
des Rohres 1 angeordnet ist.
Der
Eingang 7 weist ebenfalls die Form einer Öffnung in der
Wandung des Rohres 1 oder eines die Wandung des Rohres 1
stutzenartig durchsetzenden Teiles auf. Durch den
Eingang 7 strömt das Lösungsmittel aus dem Bereich 5 in
den Raum zwischen dem Innenrohr 11 und dem Rohr 1. Um
eine Vermengung des durch den Ausgang 6 strömenden
Lösungsmittels mit dem durch den Eingang 7 strömenden
Lösungsmittel zu vermeiden, ist eine Trennwand 13′
vorgesehen, die den Zwischenraum zwischen dem Rohr 1 und
dem Innenrohr 11 dicht verschließt. Die Trennwand 13′
befindet sich unterhalb des Bereiches 5 zwischen dem
Eingang 6 und dem Ausgang 7, vorzugsweise in der Nähe
des Einganges 6.
Aus der Fig. 3 geht eine Weiterbildung hervor, bei der
die Vorrichtungsteile 2 und 3 durch ein aufblasbares,
manschettenartiges Teil 14 gebildet sind, das das Rohr 1
ringförmig umgibt und einen relativ unflexiblen
mittleren Bereich 141 und relativ flexible Endbereiche
142 aufweist. Das Teil 14 steht dicht mit einer Leitung
143 in Verbindung, die durch das Rohr 1 oder außen am
Rohr 1 konzentrisch oder als an der Außenfläche des
Rohres 1 befestigtes Leitungsteil verlaufen kann. In dem
Fall, in dem die Leitung 143 durch das Rohr 1 verläuft,
ist für eine dichte Durchtrittsstelle der Leitung 143
durch die Wandung des Rohres 1 gesorgt. Die
unterbrochenen Linien zeigen das Teil 14 in der nicht
expandierten Form. Das im Zusammenhang mit der Fig. 2
bereits genannte, unter Druck zu setzende Medium, befindet
sich auch bei der Ausführungsform der Fig. 3 im Inneren
des Teiles 14 und der Leitung 143. Der Eingang 6 und der
Ausgang 7, die wieder als einfache Öffnungen in der
Wandung des Rohres 1 oder als stutzenartige Teile
ausgebildet sein können, sind unterhalb von
abgedichteten Ausnehmungen des mittleren Teiles 141
angeordnet oder durch diese Ausnehmungen
hindurchgeführt.
Gemäß Fig. 2 kann das vordere Ende des Rohres 1 mit
einem sich schräg zu einer Spitze verjüngenden
Endbereich 15 versehen sein, der ein besonders gutes
Einführen in ein Blutgefäß 4 ermöglicht.
Gemäß Fig. 3 kann das Ende des Rohres 1 mit einem
Kopfteil 16 versehen sein, das an seinem freien Ende
abgerundet ist, so daß es besonders gut in einem
Blutgefäß 4 vorwärtsgeschoben werden kann. Das Kopfteil
16 kann einen Durchgang 17 aufweisen, der sich vom
freien Ende aus zu einer Seite des Kopfteiles 16
erstreckt. Vorzugsweise ist die eine Austrittsöffnung
des Durchganges 17 mittig im feien Ende angeordnet.
Durch den Durchgang 17 kann in an sich bekannter Weise,
wie dargestellt, ein Führungsdraht 18 eingeschoben
werden, der als Führung für die Einrichtung in einem
Blutgefäß 4 dient.
Bei der Ausführungsform der Fig. 4 weist das
ringförmige, manschettenartige Teil im aufgeweiteten
Zustand einen Innendurchmesser auf, der größer ist als
der Außendurchmesser des Rohres 1. Das Rohr 1 ist an der
Innenwandung des Teiles 14 befestigt. Im aufgeweiteten
Zustand wird daher ein Durchgang 20 zwischen dem Rohr 1 und
dem Teil 14 geschaffen, durch den Blut beispielsweise in
der Richtung des Pfeiles 21 hindurchströmen kann, wenn
sich die Einrichtung in einem Blutgefäß 4,
beispielsweise eine Arterie, befindet. Dies bedeutet,
daß der Bereich 5 von der Innenwandung der Arterie 4
abgetrennt werden kann, ohne daß der Blutfluß durch die
Arterie unterbrochen wird.
Allgemein kann die zuvor angesprochene Blutströmung bei
den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 3 auch dadurch
erreicht werden, daß eine Überbrückungsleitung zwischen
Orten vorgesehen wird, die an gegenüberliegenden Seiten
außerhalb der Vorrichtungsteile 2, 3 bzw. der Zonen bzw. des Teiles 14 liegen. In
Fig. 1 ist der Verlauf einer derartigen
Überbrückungsleitung beispielhaft durch die
strichpunktierte Linie 23 angedeutet.
Bei allen beschriebenen Ausführungsformen ist es
denkbar, im Bereich 5 eine weitere flexible Zone 30
vorzusehen (Fig. 1), die sich nicht ringartig über den
gesamten Umfang, sondern nur über einen Teilbereich des
Umfanges erstreckt. Durch diese Zone 30 können
Abzweigungen an Blutgefäßen 4′ im Bereich 5 abgedichtet
werden. Derartige Abzweigungen könnten die
vorzunehmenden Untersuchungen stören. Es ist auch
denkbar, die Länge der weiteren Zone 30 in der Richtung der
Längserstreckung des Rohres 1 so zu bemessen, daß die
Zone 30 in dem Teilbereich des Umfanges offen in
die Zonen 2 und 3 übergeht.
Eine besonders einfache Einrichtung geht
aus der Fig. 5 hervor. Demgemäß besteht die Einrichtung
lediglich aus einem Rohr 1, das voneinander beabstandet
wenigstens einen Eingang 6 und wenigstens einen Ausgang
7 aufweist, die zweckmäßigerweise durch Öffnungen in der
Wandung des Rohres 1 gebildet sind. Die Abdichtung wird
in diesem Falle von außen durch Abklemmen des
Blutgefäßes 4 außerhalb des Ein- und Ausganges 6, 7 mit
einer Vorrichtung vorgenommen, die beispielweise zwei an
einem Träger voneinander beabstandet befestigte
klingenartige Druckelemente aufweist. Die Verbindungen
zwischen den Zugängen 8 und 9 und dem Eingang 6 bzw. dem
Ausgang 7 kann auch hier beliebig, beispielsweise in der
im Zusammenhang mit den Fig. 2 und 3 beschriebenen Weise
erfolgen.
Vorzugsweise bestehen bei den Ausführungsformen der Fig. 1
bis 5 das Rohr 1 aus Metall, das Innenrohr 11 aus
Metall oder Kunststoff, das Rohr 10 (Fig. 1 und 2) aus
Kunststoff mit Bereichen unterschiedlicher
Flexibilitäten, die Leitung 143 (Fig. 3 und 4) aus
Kunststoff und das Teil 14 (Fig. 3 und 4) aus Kunststoff
mit Bereichen unterschiedlicher Flexibilitäten.
Aus der Fig. 6 ist ersichtlich, daß der Zugang 8, durch den die
genannte Lösung eingebracht wird, über eine Leitung 35 mit einem
Reservoir 31 verbunden ist, in dem sich ein Vorrat der Lösung
befindet. Der Zugang 9 ist über eine weitere Leitung 32 mit einer
Analysiereinrichtung 33 verbunden. Beim Betrieb wird dem Reservoir 31
Lösung entnomnen und über die Leitung 35 und den mit dem wenigstens
einen Ausgang 6 verbundenen Zugang 8 dem Bereich 5 zugeführt und in
diesem durch Perfusion in Kontakt mit dem das Blutgefäß im Bereich 5
auskleidenden Endothel- bzw. Intima-Zellen gebracht. Die Lösung wird
über den Eingang 7 dem Zugang 9 zugeführt und gelangt über die
Leitung 32 zur Analysiereinrichtung 33. Diese untersucht, inwiefern
sich die ihr über den Zugang 9 zugeführte Lösung durch den Kontakt mit
den Endothel- bzw. Intima-Zellen verändert hat. Hierzu vergleicht die
Analysiereinrichtung 33 die ihr über die Leitung 32 zugeführte Lösung
mit der den Reservoir 31 entnommenen Lösung. Die verfügende Einrichtung umfaßt
ein Reservoir 31, die
katheterartige Einrichtung und die Analysiereinrichtung 33 in
Kombination, wobei die genannten Verbindungen zwischen den Zugängen 8,
9 und den Leitungen 35, 32 bestehen.
Zum Beispiel kann man in der einfließenden Lösung Vasopressinanalog
(DDAVP) zugeben, das auf die Endothelzellen wirkt, so daß diese von
Willebrand Faktor freisetzen, der dann durch die Analysiereinrichtung
gemessen wird.
Claims (17)
1. Einrichtung zum Einbringen von Flüssigkeiten in
Blutgefäße und Entnehmen von Flüssigkeiten aus
Blutgefäßen mit einem Rohr (1), das in seiner Wandung
voneinander beabstandet wenigstens einen Ausgang (6) und
einen Eingang (7) aufweist, wobei der Ausgang (6) mit
einem Zugang (8) und der Eingang (7) mit einem weiteren
Zugang (9) in Verbindung stehen, die sich an der aus dem
Blutgefäß (4) herausragenden Seite des Rohres (1)
befinden und wobei eine Vorrichtung (2, 3; 142)
vorgesehen ist, mit deren Hilfe ein Bereich (5) des
Blutgefäßes (4), in den der Ausgang (6) und der Eingang
(7) münden, von dem Rest des Blutgefäßes (4) dicht
abtrennbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Unterstützung der Funktionen des Endothels bzw.
Intimas von Blutgefäßen mit dem Zugang (8) ein Reservoir
(31) für eine Lösung verbunden ist und daß mit dem
weiteren Zugang (9) eine Analysiereinrichtung (33)
verbunden ist, die Änderungen ermittelt, die zwischen
der dem Reservoir (31) entnommenen und über den Zugang
(8) und den Ausgang (6) dem Bereich (5) des Blutgefäßes
(4) zugeführten Lösung und der dem Bereich (5) des
Blutgefäßes (4) über den Eingang (7) und den weiteren
Zugang (9) entnommen und der Analysiereinrichtung (33)
zugeführten Lösung bestehen.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (2, 3) seitlich
neben dem Ausgang (6) und dem Eingang (7) außerhalb des
durch den Ausgang (6) und den Eingang (7) umschriebenen
Bereiches jeweils wahlweise eine dichte Verbindung
zwischen dem Außenumfang des Rohres (1) und der
Innenwandung des Blutgefäßes (4) herstellen kann.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Kunststoffrohr (10) das Rohr (1)
konzentrisch umgibt, das zur Bildung der Vorrichtung
(2, 3) voneinander beabstandet ringförmige Zonen aufweist,
in denen das Material des Kunststoffrohres (10)
flexibler ist als das Material des Kunststoffrohres (10)
in den restlichen Bereichen und/oder in denen der
Umfang des Kunststoffrohres (10) größer ist als in den
restlichen Bereichen, so daß die Zonen zur Herstellung
der dichten Verbindungen ausbeulen, wenn ein im Kunststoffrohr
(10) befindliches Medium unter Druck gesetzt
wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Zonen eine weitere
Zone (30) vorgesehen ist, die sich nur über einen
Teilbereich des Umfanges des Kunststoffrohres (10)
erstreckt und aus dem vergleichsweise flexibleren Material
besteht und/oder in der der Umfang des
Kunststoffrohres (10) größer ist als in den restlichen
Bereichen.
5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß als Vorrichtung auf dem Rohr (1) ein
ringförmiges, manschettenartiges Teil (14)
angeordnet ist, das einen mittleren Bereich (141) und
vergleichsweise flexiblere und/oder gegenüber dem mittleren
Bereich (141) einen größeren Durchmesser aufweisende
Endbereiche (142) aufweist, daß das
Teil (14) mit einer Leitung (143) derart dicht verbunden
ist daß ein in der Leitung (143) und dem Teil (14)
befindliches Medium derart unter Druck setzbar ist, daß
die Endbereiche (142) durch Ausbeulungen die dichten
Verbindungen herstellen.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitung (143) das Rohr (1) konzentrisch
umgibt, außen an dem Rohr (1) verläuft oder im
Rohr (1) verläuft und dicht durch dieses hindurchgeführt
ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Innendurchmesser des ringförmigen
Teiles (14) dann, wenn das Medium unter Druck steht,
größer ist als der Außendurchmesser des Rohres (1), so
daß ein Durchgang (20) für Blut zwischen dem Rohr (1) und
dem Teil (14) gebildet wird.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leitung (143) außen am Rohr (1)
verläuft oder im Rohr (1) verläuft und dicht durch
dieses hindurchgeführt ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß im Rohr (1) ein Innenrohr
(11) angeordnet ist, dessen im Rohr (1) befindliches
Ende (12) verschlossen und von einer den Hohlraum des
Rohres (1) abdichtenden Querwand (13) des Rohres (1)
beabstandet ist, daß von der Querwand (13) des Rohres
(1) aus gesehen hinter dem Ende (12) des Innenrohres
(11) eine Trennwand (13′) angeordnet ist, die den Zwischenraum
zwischen dem Innenrohr (11) und dem Rohr (1)
abdichtet, daß der Ausgang (6) in den Raum zwischen der
Trennwand (13′) und der Querwand (13) führt und daß der
Eingang (7) von der Querwand (13) des Rohres (1) aus gesehen
in dem Bereich hinter der Trennwand (13′) angeordnet
ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) einen in das
Blutgefäß (4) einzuführenden Endbereich (15) aufweist,
der sich schräg zu einer Spitze verjüngt.
11. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß der in das Blutgefäß (4)
hineinragende Endbereich des Rohres (1) die Form eines
an seinem freien Ende abgerundeten Kopfteiles (16)
aufweist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
daß das Kopfteil (16) einen Durchgang (17) aufweist,
der sich vom freien Ende aus zu einer Seite des
Kopfteiles (16) erstreckt und daß durch den Durchgang
(17) ein Führungsdraht (18) schiebbar ist.
13. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß über jeweils einen Umfangsbereich
des Rohres (1) mehrere Ausgänge (6) bzw.
Eingänge (7) vorgesehen sind.
14. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (6) und der
Eingang (7) die Form einer Öffnung in der Wandung des
Rohres (1) aufweisen und daß gegebenenfalls das Kunststoffrohr
(10) im Bereich dieser Öffnungen abgedichtete
Ausnehmungen aufweist.
15. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgang (6) und der
Eingang (7) jeweils die Form eines die Wandung des
Rohres (1) durchsetzenden stutzenartigen Teiles aufweisen
und daß gegebenenfalls das Kunststoffrohr (10) im
Bereich dieser stutzenartigen Teile abgedichtete Ausnehmungen
aufweist.
16. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr (1) aus Metall
besteht.
17. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (11) aus Kunststoff
oder Metall besteht.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19904041262 DE4041262A1 (de) | 1989-12-22 | 1990-12-21 | Einrichtung zur untersuchung der funktionen des endothels bzw. intimas von blutgefaessen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3942649 | 1989-12-22 | ||
| DE19904041262 DE4041262A1 (de) | 1989-12-22 | 1990-12-21 | Einrichtung zur untersuchung der funktionen des endothels bzw. intimas von blutgefaessen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4041262A1 DE4041262A1 (de) | 1991-07-04 |
| DE4041262C2 true DE4041262C2 (de) | 1992-04-02 |
Family
ID=25888408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19904041262 Granted DE4041262A1 (de) | 1989-12-22 | 1990-12-21 | Einrichtung zur untersuchung der funktionen des endothels bzw. intimas von blutgefaessen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4041262A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6962595B1 (en) | 2002-01-22 | 2005-11-08 | Cardica, Inc. | Integrated anastomosis system |
| US7223274B2 (en) | 2002-01-23 | 2007-05-29 | Cardica, Inc. | Method of performing anastomosis |
| US7335216B2 (en) | 2002-01-22 | 2008-02-26 | Cardica, Inc. | Tool for creating an opening in tissue |
Family Cites Families (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3235974A1 (de) * | 1981-11-24 | 1983-06-01 | Volkmar Dipl.-Ing. Merkel (FH), 8520 Erlangen | Vorrichtung zur entfernung bzw. zur aufweitung von engstellen in koerperfluessigkeit fuehrenden gefaessen |
| US4636195A (en) * | 1982-04-02 | 1987-01-13 | Harvey Wolinsky | Method and apparatus for removing arterial constriction |
| DE3227575A1 (de) * | 1982-07-23 | 1984-02-09 | Karl Heinz Dr. 6300 Gießen Schultheis | Doppelballonkatheter |
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| DE3814805A1 (de) * | 1988-05-02 | 1989-11-16 | Micro Bio Tec Brand Albrecht B | Vorrichtung zur gewinnung von gefaesswandzellen |
-
1990
- 1990-12-21 DE DE19904041262 patent/DE4041262A1/de active Granted
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US6962595B1 (en) | 2002-01-22 | 2005-11-08 | Cardica, Inc. | Integrated anastomosis system |
| US7029482B1 (en) | 2002-01-22 | 2006-04-18 | Cardica, Inc. | Integrated anastomosis system |
| US7335216B2 (en) | 2002-01-22 | 2008-02-26 | Cardica, Inc. | Tool for creating an opening in tissue |
| US7455677B2 (en) | 2002-01-22 | 2008-11-25 | Cardica, Inc. | Anastomosis device having a deployable section |
| US7223274B2 (en) | 2002-01-23 | 2007-05-29 | Cardica, Inc. | Method of performing anastomosis |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE4041262A1 (de) | 1991-07-04 |
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