DE3932062A1 - Umweltfreundlicher brennstofftank - Google Patents
Umweltfreundlicher brennstofftankInfo
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Description
Normalerweise sind Brenntofftanks, insbesondere bei Kraftfahrzeugen, ge
schlossene Behälter, die meistens nur über eine kleine Belüftungsöffnung
mit der Außenluft in Verbindung stehen. Meist werden diese Belüftungs
löcher noch mit einem Druckventil versehen, um eine Emission der Brenn
stoffdämpfe in die Umgebung zu vermeiden.
Bei solchen Brennstofftanks ist naturgemäß ein Absaugen der Dämpfe aus
dem Inneren der Tanks nicht möglich, da beim Absaugen ein Unterdruck ent
stehen und wieder Luft durch die Belüftungslöcher einströmen würde.
Man beschränkt sich daher bisher auf ein Absaugen und Entsorgen der
Brennstoffdämpfe, welche bei starker Erwärmung des Tanks austreten
und führt diese über eine Verbindungsleitung der Brennkraftmaschine zu,
um sie dort zu verbrennen.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, im Brennstoffbehälter einen flexiblen
Luftbehälter, oberhalb des Brennstoffniveaus anzuordnen und im oberen
Bereich des Tanks mindestens einen Absauganschluß vorzusehen.
Bei einer derartigen Kombination ist es nun möglich, im Tank befindliche
Dämpfe abzusaugen, wodurch lediglich der Luftbehälter entsprechend dem
abgesaugten Volumen, sich vergrößert.
Vorteilhaft ist die Anordnung des Absauganschlusses im Füllstutzen, um
auch dort vorhandene Dämpfe absaugen zu können.
Um auch bei stehendem Motor austretende Brennstoffdämpfe zu binden und
sie später zu entsorgen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, in der
Verbindungsleitung ein Adsorptionsfilter anzuordnen. Auch eine Anordnung
eines solchen Filters im Nebenstrom der Verbindungsleitung dient der
Lösung der Aufgabe der Erfindung, keine Benzindämpfe austreten zu lassen.
Erfindungsgemäß wird ferner vorgeschlagen, den Absauganschluß mit
einem Flüssigkeitssperrventil zu kombinieren, um den Absauganschluß
zu sperren, sobald alle Dämpfe abgesaugt sind und der Brennstoff
den Absauganschluß erreicht.
Die Entsorgung der Brennstoffdämpfe kann in einfachster Weise dadurch
erfolgen, daß der Absauganschluß mit einer Absaugeinrichtung ver
bunden wird, wobei als Absaugeinrichtung bei einem Verbrennungsmotor
die Luftansaugung für den Motor und der in dieser vorhandene Unter
druck genutzt wird.
Auf diese Weise gelangen die Brennstoffdämpfe direkt in den Verbrennungs
kreislauf des Verbrennungsmotors, werden dort verbrannt und ihre Energie
genutzt.
Gleiches gilt für die Zuführung der abgesaugten Dämpfe zum Brenner einer
Heizanlage.
Diese ideale Entsorgung vermeidet somit nicht nur schädliche Umwelt
emissionen, sondern nutzt auch voll die Energie der auftretenden Dämpfe.
Eine andere alternative Lösung für die Zuführung der Dämpfe zu dem Ver
brennungsmotor oder zu einer Heizanlage ist erfindungsgemäß, die Anord
nung eines Venturirohres z.B. in einer der Brennstoffleitungen, wobei man
den Absauganschluß mit dem Sauganschluß des Venturirohres verbindet.
Um bei abgeschalteter Absaugeinrichtung die Emission von Dämpfen aus den
Verbindungsleitungen zwischen Absauganschluß und Absaugeinrichtung zu ver
vermeiden, wird ferner erfindungsgemäß empfohlen, ein Ventil vorzusehen,
welches bei fehlendem Unterdruck die Verbindung zwischen Absauganschluß
und Absaugeinrichtung sperrt. Ein solches Ventil ist sinnvollerweise
möglichst in der Nähe der Einmündung der Rohrleitungen in den Verbrennungs
kreislauf anzuordnen.
Ein solches Ventil steuert auch die Speicherung von Brennstoffdämpfen,
welche in diesem Fall von dem Adsorptionsfilter aufgenommen werden.
Als gleichwertig anzusehen ist eine getrennte Absaugeinrichtung, die dem
gleichen Zweck dient und die mit dem Adsorptionsfilter luftschlüssig
verbunden ist.
Eine solche Absaugeinrichtung, bestehend aus einer Saug- oder Druckpumpe,
welche mit dem Adsorptionsfilter verbunden ist, kann erfindungsgemäß
von einer vom Betankungsvorgang abhängigen Schaltvorrichtung betätigt
werden, so daß sie nur während des Betankens eingeschaltet ist. Eine
solche Schaltvorrichtung kann z.B. ein Kontakt sein, welcher mit dem
Tankdeckel oder einer Abdeckklappe in Verbindung steht.
Eine weitere Verbesserung ist die Anordnung einer Dichtung im Füll
stutzen, in welche die Füllpistole beim Füllen eingesteckt wird.
Eine solche Möglichkeit bestand bisher nicht, da die verdrängten Dämpfe
aus dem Füllstutzen entweichen mußten. Luft wurde mit dem Füllstrahl
mitgerissen. Durch die Dichtung im Füllstutzen kann keine Luft in den
Tank mitgerissen werden, daher keine Vermischung mit entstehenden
Dämpfen, daher keine Explosionsgefahr.
Zusätzlich wird durch das Füllen mit Dichtung der Luftbehälter sozusagen
"unter Druck" gesetzt und die Luft aus dem flexiblen Luftbehälter
herausgepreßt.
Die zusätzlich beim "Einsprudeln" des Brennstoffes in den Tank freige
setzten Dämpfe, die sich außerhalb des Luftbehälters im Tank befinden,
werden dadurch ebenfalls beschleunigt durch das Adsorptionsfilter ge
drückt.
Um eine Beeinflussung des ruhigen Laufes der Brennkraftmaschine zu ver
meiden, wird empfohlen, in der Verbindungsleitung zusätzliche Steuer
mittel anzuordnen, die abhängig vom Motor-Betriebszustand die Brenn
stoffdämpfe zu dosieren. Das können in bekannter Weise temperatur
abhängige oder gemischabhängige Sensoren sein.
Fig. 1 zeigt eine beispielsweise, schematische Darstellung einer er
findungsgemäßen Einrichtung.
Im Brennstoffbehälter (1) mit dem Füllstutzen (2), der normalerweise mit
dem Deckel (10) dicht verschlossen ist, befindet sich ein dünnwandiger,
flexibler Luftbehälter (5) der am Flansch (14) abgedichtet ist und mit der
Außenluft über die Belüftungsöffnung (3) dauernd in Verbindung steht.
Der Brennstoff (4) wird über das Brennstoffrohr (6) dem Verbraucher,
z.B. einem Motor, zugeführt.
Beim Füllen bzw. beim Entleeren des Tanks durch die Brennstoffentnahme,
wird sich die Hülle (7) des Luftbehälters (5) unter dem Einfluß des atmo
sphärischen Druckes mehr oder weniger entfalten. Dabei werden mehr oder
weniger Falten (9) entstehen, wie sie schematisch angedeutet sind.
Der vorliegenden Patentanmeldung gemäß besitzt der Brennstoffbehälter
(1) einen Absauganschluß (24), der im schematischen Ausführungsbeispiel
Fig. 1 direkt mit einem Flüssigkeitssperrventil (26) in Verbindung
steht, welches in einfachster Weise aus einer leichten, schwimmenden
Kugel (27) bestehen kann, die beim Absaugen der eventuell noch vorhan
denen Dämpfe, von der Flüssigkeit hochgehoben und gegen den Ventilsitz
(28) gedrückt wird, wodurch sie die Verbindungsleitung (25) sperrt. Die
Verbindungsleitung (25) führt zu einem Unterdruckventil (31), welches
normalerweise geschlossen ist, d.h. die Feder (30) drückt die Kugel (29)
ebenfalls gegen einen Ventilsitz (28).
Das Ventil (31) steht unmittelbar mit dem Luftansaugrohr (33) des Motors
in Verbindung, der die für den Verbrennungsvorgang erforderliche Luft
über einen Filter (32) in Pfeilrichtung (34) zum Motor ansaugt.
Sobald der Motor läuft, wird durch den dann entstehenden Unterdruck das
Ventil (31) geöffnet, und über die Verbindungsleitung (25) so lange Dämpfe
aus der Dampfblase (35) im Brennstoffbehälter (1) abgesaugt, bis das
Niveau (36) erreicht ist. Dieser Zeitpunkt ist in Fig. 2 dargestellt
und zeigt, daß in diesem Zustand die Kugel (27) angehoben und auf dem
Ventilsitz (28) aufliegt, wodurch ein weiteres Absaugen gesperrt wird.
Sollte durch Verdampfen, z.B. in Folge von Hitzeeinwirkung im Sommer,
wieder Brennstoff verdampfen, so wird wieder eine Dampfblase (35) ent
stehen, das Niveau des Brennstoffes wird absinken und das Ventil (26)
wird wieder geöffnet und so den Absaugvorgang freigeben.
Bei stehendem Motor können z.B. beim Parken in heißer Sonne Benzin
dämpfe entstehen, welche von dem schematisch dargestellten Adsorptions
filter (65) in bekannter Weise gespeichert werden, bis sie später bei
laufendem Motor wieder durch angesaugte Frischluft, welche durch den
Anschluß (64) einströmen kann, ausgespült und dem Motor zur Verbrennung
zugeführt werden.
In Fig. 1 ist auch die alternative Anordnung des Absauganschlusses (35)
im Füllstutzen (2) dargestellt. Bei dieser Anordnung können auch Dampf
reste aus dem Füllstutzen (2) zum größten Teil abgesaugt werden.
Fig. 2 zeigt die Anordnung eines Adsorptionsfilters, z.B. eines Aktiv
kohlefilters (65) in der Verbindungsleitung (25). Solange die Schwimm
kugel (27) den Ventilsitz (28) nicht sperrt, können Brennstoffdämpfe
in das Aktivkohlefilter (65) gelangen. Schließt die Schwimmkugel (27),
wird durch den Unterdruck im Ansaugrohr (32) bzw. im Venturirohr (41)
Frischluft durch den Anschluß (64) eingesaugt und dadurch das Aktiv
kohlefilter (65) regeneriert.
In Fig. 2 ist das Unterdruckventil (34) beim Venturirohr (41) ange
schlossen, welches z.B. in der Brennstoffleitung (42) liegt und
vom Brennstoff in Pfeilrichtung (40) durchströmt wird.
Die erfindungsgemäße Anordnung eines Brennstofftankes (1) mit einem
flexiblen Luftbehälter (5) gestattet aber auch das Absaugen von Brenn
stoffdämpfen aus dem Innenraum des Luftbehälters (5), indem ein Absaug
rohr (38) vorgesehen wird, welches zweckmäßigerweise ebenfalls über
ein Unterdruckventil (39) an eine Absaugeinrichtung angeschlossen wird,
wie in Fig. 1 gezeigt.
Brennstoffdämpfe im inneren des Luftbehälters (5) können nur in sehr
geringem Maße durch Diffusion des Brennstoffes in die Luftblase ge
langen. Die beschriebene Anordnung mit einem Absaugrohr (38) ist im
Sinne eigentlich nur als eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme zu werten.
Als ähnliche Vorsichtsmaßnahme ist die Anordnung des in Fig. 1 dar
gestellten Sensors (43) zu verstehen, welcher über eine Verbindungs
leitung (45) mit einer Alarmanzeige (44) in Verbindung steht.
Diese Alarmanzeige hat die Aufgabe, Treibstoffdämpfe zu melden, welche
z.B. bei Beschädigungen des Luftbehälters (7) oder durch Langzeit
diffusion auftreten würden.
Fig. 3 zeigt schematisch den einfachsten Aufbau eines erfindungsgemäßen
Tanks (1) mit einer Luftbalse (7) in Kombination mit einem Aktivkohlefilter
(65) und einer Entsorgung der Benzindämpfe in das Ansaugrohr des Kraftfahr
zeugmotors mit dem minimalen Aufwand an Schaltmitteln.
Das Flüssigkeitssperrventil ist als einfaches Schwimmerventil dargestellt
und sperrt die Leitung (25) sobald der Brennstoff (4) das Flüssigkeits
sperrventil (26) erreicht. Das Magnetventil (47) hat die Aufgabe, die
Absaugung der Benzindämpfe zum Motor erst dann freizugeben, wenn der
Betriebszustand des Motors es gestattet. In diesem Beispiel ist die
Lambdasonde (48) des Katalysators dafür bestimmend, ob dem Motor Benzin
dämpfe mitzugeführt werden können.
Sobald das Absaugventil (47) Spannung erhält, kann der Motor Benzin
dämpfe aus dem Tank (1) über das Flüssigkeitssperrventil ansaugen und
der Verbrennung zuführen. Die Doppeldrossel (51) hat in den beiden
Durchgangsrichtungen verschiedene Drosselwirkungen. Vom Aktivkohle
filter (65) kommend kann auch bei starkem Unterdruck in der Leitung
(25) nur eine geringe Luftmenge diese Doppeldrossel (51) durchströmen.
Damit wird erreicht, daß ein ausreichender Druck zur Verfügung steht
um die Benzindämpfe aus dem Tank (1) abzusaugen.
Die kleine Durchgangsmenge ist auch ausreichend um im Fahrbetrieb Frisch
luft durch das Aktivkohlefilter (65) zu saugen und damit das Filter zu
regenerieren, d.h. zu reinigen.
Andererseits ist beim Betanken der Drosselwiderstand der Doppeldrossel (51)
in Richtung Aktivkohlefilter (65) gering, so daß verdrängte Benzindampf
mengen aus der Dampfblase (35) leicht durch das Aktivkohlefilter (65) ver
drängt werden können.
Eine besondere Bedeutung hat das Absaugrohr (38), welches im Luftbehälter
(5) mündet und von dort Frischluft dem Aktivkohlefilter (65) beim Regene
rieren zuführt. Dabei wird der Luftbehälter (5) durch Frischluft, welche
durch das Ventil (66) einströmt "durchgespült".
Dem Ventil (66) kommt auch die Aufgabe eines "Überroll-Sicherheitsventil"
zu. Ein solches Ventil ist vorgeschrieben, um beim Überrollen des Fahr
zeuges das Austreten von Brennstoff zu verhindern.
In Fig. 3 ist auch dargestellt, wie man durch Einlagerung von elastischen
Schaumstoffkörpern (53) die Einhaltung eines minimalen Ausdehnungsvolumens
erreichen kann ohne komplizierten Entlüftungsaufwand.
Die Schaumstoffkörper (53) sind einfach in dem Luftbehälter (5) ein
gelagert und sie verhindern beim Betanken, daß der Luftbehälter (5)
vollständig zusammengedrückt werden kann. Erst ein höherer Überdruck
wäre in der Lage, dieses Sicherheitsvolumen zu komprimieren.
Fig. 4 zeigt eine wesentlich erweiterte schematische Übersicht einer
kompletten Anlage. Im Vergleich zu Fig. 4 sind einige wesentliche
Verbesserungen dargestellt.
So wird beim Betanken eine Saugpumpe (58) eingeschaltet, sobald der
Deckel (10) abgenommen wird und der Deckelkontakt (59) schließt.
Die Saugpumpe (58) hat die Aufgabe, im Tank (1) entstehende Benzin
dämpfe, welche sich außerhalb der Luftblase (5) befinden, über das
Flüssigkeitssperrventil (26) abzusaugen und über das Sperrventil (56)
und das Bypaßventil (54) dem Aktivkohlefilter (65) zuzuführen, wo
sie adsorbiert werden. Auch in diesem Fall wird die gereinigte Luft
nach dem sie das Aktivkohlefilter (65) durchströmt hat, über die
Leitung (38) in die Luftblase (5) geführt und kann dann über das
Ventil (66) ausströmen.
Die Steuerung über Magnetventile hat den Vorteil, daß eine solche
Schaltung unabhängig von Drosselwirkungen ist, da die Ventile ein
deutig entweder offen oder geschlossen sind.
In dem dargestellten Beispiel ist das Sperrventil (56) in stromlosem
Zustand offen. Hingegen das Filterventil (55) ist in stromlosem Zustand
geschlossen.
Beim Betanken wird normalerweise der Zündschlüsselkontakt (49) offen
sein, so daß beide Ventile unabhängig von der Stellung des Niveau
schalters (57) mit seinem Kontakt (62), stromlos sind. Auch das Absaug
ventil (47) ist stromlos geschlossen und sperrt die Verbindung zum
Ansaugrohr (32) des Motors.
Die Saugpumpe (58) sorgt somit während der gesamten Betankungsdauer,
d.h. so lange der Tankdeckel (10) abgenommen ist, für einen Unterdruck
im Tank (1), so daß keinerlei Benzindämpfe aus dem Füllstutzen (2) aus
treten können.
Bei diesem Betriebszustand "Betanken" sorgt das Bypaßventil (54) für
eine Verbindung von der Leitung (25) zur Leitung (52) und damit zum
Aktivkohlefilter (65).
Die Saugpumpe (58) muß naturgemäß direkt am Batterieanschluß (61)
liegen.
Sobald der Schwimmer des Flüssigkeitssperrventils (26) nach Absaugung
der letzten Dämpfe, vom Brennstoff angehoben wird, sperrt es und es
kann keine weitere Luft oder Benzindampfmenge durch das Aktivkohle
filter strömen.
Beim Fahrbetrieb ist der Zündschlüsselkontakt (49) geschlossen und das
Sperrventil (56) und das Filterventil (55) können Spannung erhalten,
sobald der Niveauschalter (57) hochschwimmt und damit anzeigt, daß
keine Dämpfe im Tank (1) außerhalb der Luftblase (5) vorhanden sind.
Das Sperrventil (56) ist nun stromdurchflossen geschlossen und das
Filterventil (58) stromdurchflossen geöffnet. Damit sind die Voraus
setzungen geschaffen, daß z.B. die Lambdasonde (48) das Absaugventil
(47) öffnet um die im Aktivkohlefilter (65) adsorbierten Benzindämpfe
auszuspülen. Dabei wird Luft über die Leitung (38) aus der Luftblase
durch die stillstehende Saugpumpe (58) und das Aktivkohlefilter (65)
angesaugt und gelangt über die Leitung (52) und das geöffnete Filter
ventil (55) in die Leitung (25) und schließlich durch das Absaugventil
(47) zum Ansaugrohr (32).
Selbstverständlich ist zu beachten, daß die Querschnitte und Durch
gänge so auszulegen sind, daß weder eine zu intensive oder eine zu
langsame Durchströmung erfolgt.
In diesem Beispiel ist wie in Fig. 3 das Durchspülen der Luftblase
(5) mit Frischluft als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme anzusehen.
Auch das Beispiel Fig. 4 kann nur als schematische Darstellung zum
besseren Verständnis der beschriebenen Funktionen aufgefaßt werden.
Alle Schaltelemente, die im Vergleich zu Fig. 3 zusätzlich angegeben
sind, können je nach Wunsch und Zweckmäßigkeit ergänzt oder weggelassen
werden.
Die Ansteuerung des Absaugventils (47) kann z.B. auch über eine Thermostat
kombination in Abhängigkeit von der Motortemperatur gesteuert werden,
anstelle der gezeigten Ansteuerung über die Lambdasonde (48) .
Auch die Schaltung der Bauelemente gegen die Masseanschlüsse (60)
kann nach Bedarf variiert werden. Ebenso ist es möglich, das Schalt
bild mit pneumatischen Ventilen und Bauteilen aufzubauen.
Trotz der im Prinzip einfachen Anordnung eines Luftbehälters in einem
Brennstoffbehälter, sind die erfindungsgemäßen Konsequenzen und
Möglichkeiten gravierend.
Man kann nun gefährliche und umweltschädliche Dämpfe aus dem Brenn
stoffbehälter abpumpen, was bisher überhaupt nicht denkbar war und
sie direkt einem Verbrennungsprozeß zuführen, unter voller Ausnutzung
der sonst verlorengegangenen Energie. Man kann mit einfachen Mitteln
eine hohe Betriebs- und Explosionssicherheit erreichen und eine latente
Gefährdung beseitigen.
Vor allem ist es aber möglich, mit einem kleinen Adsorptionsfilter
auszukommen, da praktisch nur die Mengen an Benzindämpfen adsorbiert
werden müssen, die beim "Einsprudeln" des Brennstoffes in den Tank
freiwerden. Die sonst bisher zu "verdrängenden" Benzindämpfe können
erst gar nicht durch das Vorhandensein der Luftblase im Tank entstehen.
Claims (9)
1. Brennstoffbehälter mit einem oberhalb des Brennstoffniveaus liegenden
Luftraum, der durch mindestens eine Verbindungsleitung zwecks
Absaugung der im Tank befindlichen Brennstoffdämpfe mit der Brenn
kraftmaschine verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb
des Brennstoffniveaus ein flexibler Luftbehälter angeordnet ist.
2. Brennstoffbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Adsorptionsfilter in der Verbindungsleitung angeordnet ist.
3. Brennstoffbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Adsorptionsfilter im Nebenstrom der Verbindungsleitung angeordnet ist.
4. Brennstoffbehälter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß im Luftraum oberhalb des Brennstoffniveaus niveauabhängige
Steuermittel zur Durchfluß-Steuerung der Verbindungsleitung und/
oder des Adsorptionsfilters angeordnet sind.
5. Brennstoffbehälter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindungsleitung zusätzliche
Steuermittel vorhanden sind, die abhängig vom Motorbetriebszustand
gesteuert werden.
6. Brennstoffbehälter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Frischluftanschluß des Adsorptions
filters im Inneren der Luftblase mündet.
7. Brennstoffbehälter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Adsorptionsfilter mit einer Saug-
oder Druckpumpe luftschlüssig verbunden ist.
8. Brennstoffbehälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Saug- oder Druckpumpe mit einem vom Betankungsvorgang abhängigen
Schaltelement betätigbar ist.
9. Brennstoffbehälter nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Alarmeinrichtung vorhanden ist, die
Brennstoffdämpfe im Innern des Lufthälters meldet.
Priority Applications (3)
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|---|---|---|---|
| DE19893932062 DE3932062C2 (de) | 1989-09-26 | 1989-09-26 | Umweltfreundlicher Brennstofftank |
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893932062 DE3932062C2 (de) | 1989-09-26 | 1989-09-26 | Umweltfreundlicher Brennstofftank |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3932062C2 DE3932062C2 (de) | 2002-01-03 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893932062 Expired - Fee Related DE3932062C2 (de) | 1989-01-24 | 1989-09-26 | Umweltfreundlicher Brennstofftank |
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