DE3929849A1 - Ankervorrichtung fuer betonschalungen - Google Patents
Ankervorrichtung fuer betonschalungenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ankervorrichtung für Beton
schalungen, mit einem unverlorenen Ankerstab und einem den
Ankerstab umschließenden verlorenen Hüllrohr sowie auf die
Hüllrohrenden aufsetzbaren Distanzhaltern.
Zur Montageerleichterung sind in den Schalungsträgern
Langlöcher ausgebildet, durch welche die Ankerstäbe der
Ankervorrichtungen hindurchgeführt werden. An sich sind
die auf die Hüllrohrenden der Ankervorrichtungen aufsetz
baren Distanzhalter mit einer ausreichend großen Anlage
fläche versehen, die ausreicht, um diese Langlöcher ab
zudecken. Die Hüllrohre mit ihren aufgesetzten Distanz
haltern können bei bekannten Ankervorrichtungen jedoch
unter der Einwirkung der Schwerkraft eine exzentrische
Lage gegenüber dem Ankerstab einnehmen, was in der Praxis
dazu führt, daß in vielen Fällen die Langlöcher in den
Schalungsträgern durch die aufgesetzten Distanzhalter der
Ankervorrichtungen nicht mehr voll abgedeckt sind, so daß
Beton in diese Langlöcher austreten kann. Durch beton
gefüllte Löcher in den Schalungsträgern wird das Ausscha
len einer Betonwand jedoch erschwert und verzögert, weil
der ausgetretene Beton mühsam von Hand abgeklopft werden
muß, damit die unverlorenen Teile der Ankervorrichtung und
die Schalungselemente gelöst und wieder einsatzbereit ge
macht werden können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, zur Vermeidung
des vorstehend genannten Nachteiles eine Ankervorrichtung
so auszubilden, daß in jedem Fall durch die Ankervorrich
tung eine innere Abdeckung von Montageöffnungen in den
Schalungsträgern gewährleistet ist.
Die gestellte Aufgabe wird mit einer Ankervorrichtung der
eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
das Hüllrohr einen Innendurchmesser aufweist, der merklich
größer ist als der Ankerstabdurchmesser, und daß das Hüll
rohr mindestens über einen Teil seiner Länge in gleich
mäßiger Verteilung über seinen Umfang mit von seiner
Innenwand radial abstehenden, einen eingebrachten Anker
stab zentrierenden Vorsprüngen versehen ist.
Bei einer erfindungsgemäß ausgebildeten Ankervorrichtung
ist also in jeder Einbaulage eine zentrische Anordnung des
Ankerstabes in seinem Hüllrohr gewährleistet. Dadurch ist
auch der Abdeckungsbereich, der durch die Hüllrohrenden
oder die dort aufgesetzten Distanzhalter bestimmt ist, vom
Ankerstab aus gesehen nach allen Seiten gleich breit. Da
mit ist in jeder Relativstellung eines Ankerstabes inner
halb eines Langloches eines Schalungsträgers eine Ab
deckung des gesamten Langloches des Schalungsträgers
sichergestellt, so daß kein Beton in die Montageöffnungen
der Schalungsträger austreten kann.
Die zentrierenden Vorsprünge im Innern des Hüllrohres
können beispielsweise als radiale Längsstege eines ein
stückig extrudierten Kunststoff-Rohrkörpers ausgebildet
sein. Dieser Kunststoff-Rohrkörper kann selbst das Hüll
rohr bilden, oder aber als in ein eigentliches Hüllrohr,
beispielsweise ein metallisches Hüllrohr, einsetzbarer
Körper dienen. Dabei kann der Kunststoff-Rohrkörper als
Einsatzkörper nur aus einzelnen Kunststoff-Rohrkörper
abschnitten bestehen, die zur Zentrierung des unverlorenen
Ankerstabes im Hüllrohr ausreichen.
Vorteilhafterweise kann der Innendurchmesser des Hüll
rohres mindestens den doppelten Wert des Ankerstabdurch
messers aufweisen. Bei dieser Dimensionierung ist bei
allen handelsüblichen Schalungsträgern eine innere Ab
deckung der meist langlochartigen Montageöffnungen der
Schalungsträger für die Ankervorrichtungen gewährleistet,
insbesondere bei Hüllrohren mit auf deren Enden aufgesetz
ten Distanzhaltern.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel einer erfindungs
gemäß ausgebildeten Ankervorrichtung anhand der
Zeichnung näher erläutert.
Im einzelnen zeigt
Fig. 1 einen Teillängsschnitt durch eine Anker
vorrichtung im Bereich einer ihrer Be
festigungsstellen in einer Betonschalung;
Fig. 2 und 3 Querschnitte durch die Ankervorrichtung
entlang der Linie II-II in Fig. 1 bei zwei
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen.
Fig. 1 zeigt von einer Ankervorrichtung den einen Endbe
reich eines unverlorenen Ankerstabes 10 und eines Hüll
rohres 11, auf dessen Ende ein konischer Distanzhalter 12
aufgesetzt ist. Der konische Distanzhalter 12 liegt gegen
die Innenseite eines Schalungsträgers 13 an, von dem eine
Montageöffnung 14 in Form eines Langloches ersichtlich
ist, durch welches das mit einem Gewinde 15 versehene Ende
des Ankerstabes 10 hindurchgeführt ist. Der Ankerstab 10
ist mittels einer Mutter 16 am Schalungsträger 13 ver
spannt und liegt hier gegen ein Ende des Langloches 14
an.
Das Hüllrohr 11 ist beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1
und 2 als Metallrohr ausgebildet. Es weist an seinem End
bereich einen Einsatz 17 auf, mit welchem eine konzentri
sche Anordnung von Ankerstab 10 und Hüllrohr 11 erzwungen
wird. Der Einsatz 17 besteht aus einem Abschnitt eines
einstückig extrudierten Kunststoff-Rohrkörpers, der radial
nach innen abstehende starre oder flexible Stege 18
(Fig. 2) aufweist, die zusammen einen zentralen, ein Hin
durchschieben des Ankerstabes 10 erlaubenden Freiraum be
grenzen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist das Hüllrohr
11′ selbst als einstückig extrudierter Kunststoff-Rohr
körper mit radial nach innen gerichteten flexiblen Stegen
18′ ausgebildet. Zur Herstellung der Einsätze 17 bzw. des
einstückigen Hüllrohrkörpers 11′ können Abfallkunststoffe
Verwendung finden, so daß durch die besondere Hüllrohr
gestaltung die Ankervorrichtung nicht merklich verteuert
wird. Mit einem kleinen Mehraufwand wird der beachtliche
Vorteil erzielt, daß das Entschalen von Betonwänden ohne
das Freiklopfen von mit Beton ausgefüllten Verankerungs
öffnungen der Schalungsträger erfolgen kann.
Claims (5)
1. Ankervorrichtung für Betonschalungen, mit einem unver
lorenen Ankerstab und einem den Ankerstab umschließen
den verlorenen Hüllrohr sowie auf die Hüllrohrenden
aufsetzbaren Distanzhaltern, dadurch gekennzeichnet,
daß das Hüllrohr (11) einen Innendurchmesser aufweist,
der merklich größer ist als der Durchmesser des Anker
stabes (10), und daß das Hüllrohr (11) mindestens über
einen Teil seiner Länge in gleichmäßiger Verteilung
über seinen Umfang mit von seiner Innenwand radial ab
stehenden, einen eingebrachten Ankerstab (10) zentrie
renden Vorsprüngen (18) versehen ist.
2. Ankervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die zentrierenden Vorsprünge als radiale
Längsstege (18) eines einstückig extrudierten Kunst
stoff-Rohrkörpers (17, 11′) ausgebildet sind.
3. Ankervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der einstückig gefertigte Kunststoff-
Rohrkörper als in das Hüllrohr (11) einsetzbarer Körper
(17) ausgebildet ist.
4. Ankervorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der einstückig gefertigte Kunststoff-
Rohrkörper das Hüllrohr (11′) bildet.
5. Ankervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser des Hüll
rohres (11, 11′) mindestens den doppelten Wert des
Durchmessers des Ankerstabes (10) hat.
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|---|---|---|---|---|
| CH686196A5 (de) * | 1992-09-30 | 1996-01-31 | Giulio Albanese | Distanzrohr. |
| GB2443728A (en) * | 2006-11-09 | 2008-05-14 | Jen-Hsin Lee | Moldboard positioning assembly and use there of |
| US20200123793A1 (en) * | 2017-01-27 | 2020-04-23 | Meva Schalungs-Systeme Gmbh | Seal for a lead-through for a tie rod through a panel formwork element |
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