DE3928464A1 - Whirlpool-wanne - Google Patents
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Whirl
pool-Wanne gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1. Solche
Wannen können ein Wasser- und/oder Luft-Sprudelsystem
mit in den Wannenkörper eingelassenen Düsen haben. Für
das bzw. jedes Sprudelsystem sind Fördermittel wie
Pumpe und/oder Gebläse vorgesehen, die gewöhnlich elek
trisch steuerbar sind. Der Wasserablauf der Wanne ist
absperrbar und hat einen Siebeinsatz oder -aufsatz, um
gröbere Verunreinigungen fernzuhalten.
Bei einer solchen Whirlpool-Wanne verlaufen Luftkanäle
zumindest teilweise unter dem Wannenboden. Durch die
unter dem Wasserspiegel einer (teil-)gefüllten Bade
wanne befindlichen Sprudeldüsen kann daher in die
Luftkanäle Wasser eindringen. Weil es im allgemeinen
darin zurückbleibt, ergeben sich Hygiene- und
Korrosionsprobleme. Das stehende Restwasser bildet
einen Nährboden für die verschiedensten Erreger; durch
die Aktivität von Bakterien entstehen unangenehme Fäul
nis-Gerüche und eventuell gesundheitliche Beeinträchti
gungen.
Es gibt Whirlpool-Badewannen, die Vorrichtungen zum
Entleeren der Luftkanäle von Restwasser haben. Dazu
sind Anschlüsse einerseits an die Wasserpumpe sowie an
den Wannen-Über- bzw. -Ablauf und andererseits an die
Luftkanäle vorgesehen. Die Anschlußtechnik ist hierbei
nicht unkompliziert und erfordert Mehrwege-Systeme,
beispielsweise zwei einander nachgeordnete Dreiwege-
Verbindungen. Installation und Wartung sind demgemäß
verhältnismäßig aufwendig.
Allgemein besteht daher Bedürfnis an einer Weiterent
wicklung. Es ist ein wichtiges Ziel der Erfindung eine
Whirlpool-Wanne der eingangs genannten Art mit mög
lichst einfachen Mitteln so zu verbessern, daß Aufbau,
Benutzung und Reinigung, vor allem die Beseitigung von
Restwasser, noch leichter stattfinden können als bisher
und daß die Ausrüstung zur Verwendung wahlweise mit ei
nem Luft-Sprudelsystem, mit einem Wasser-Sprudelsystem
oder mit beiden rasch sowie mit geringem Aufwand er
stellt werden kann.
Das Verfahren nach der Erfindung ist in den Ansprüchen
1 und 2 gekennzeichnet. Ein Hauptmerkmal der erfin
dungsgemäßen Whirlpool-Wanne ist in Anspruch 3 angege
ben. Weiterbildungen sind Gegenstand der Ansprüche 4
bis 15.
Zum gesteuerten Betrieb der Wasser- und Luft-Sprudelsy
steme einer Whirlpool-Wanne sieht das erfindungsgemäße
Verfahren nach Anspruch 1 vor, daß beide Systeme an dem
Wasserablauf so miteinander verbunden werden, daß dort
im Wasser-Sprudelbetrieb zwecks Rückführung in die
Wanne Wasser abgesaugt wird und daß nach Entleerung der
Wanne wahlweise Frischwasser oder Luft oder beides
nacheinander durch die Systeme gepumpt wird. Eine Aus
gestaltung besteht gemäß Anspruch 2 darin, daß eine
Nachspülung mit Heißluft erfolgt. Dieses Verfahren er
möglicht es zunächst, die Zirkulation von Wasser zu
vereinfachen, wobei mit denselben Organen durch beide
Systeme eine Nachspülung sowohl mit Wasser, insbeson
dere Frischwasser, als auch mit Luft, namentlich
Heißluft, für die bestmögliche Reinigung und Trocknung
der entleerten Wanne sorgt. Das ist ein bedeutsamer
hygienischer Fortschritt, zumal die Anwendung zusätzli
che Desinfektionsmittel mit den dadurch bedingten Um
weltbelastungen auf diese Weise vermieden werden kann.
Bei einer Whirlpool-Wanne der in Anspruch 3 angegebenen
Art ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß das Wasser- und
das Luft-Sprudelsystem am Ablauf-Anschluß baulich so
vereinigt sind, daß in die Wanne und/oder in beide Sy
steme Wasser und/oder Luft ein- bzw. rückführbar ist.
Ein solcher Aufbau erlaubt die Durchführung des vorge
nannten Verfahrens mit einfachen Mitteln unter räumli
cher Konzentration im Wasserablauf-Bereich, so daß son
stige Bestandteile und Hilfseinrichtungen der Whirl
pool-Wanne weitgehend in Standard-Ausführung herge
stellt werden können. Auch Installation erheblich ver
einfacht und erleichtert, die zugleich verbesserte Nutzungs
möglichkeiten schafft.
Die Erfindung sieht ferner gemäß Anspruch 4 vor, daß
der Anschluß des Wasserablaufes zu wenigstens einem der
Fördermittel als Teilstück zwischen einem im Wannenbo
den sitzenden Ventilgehäuse und der Überlauf-Abflußar
matur ausgebildet ist. Somit ist der Anschluß das Mit
telstück eines insgesamt dreiteiligen Wasserablaufes,
der oben ein herkömmliches Ventilgehäuse und unten eine
übliche Abflußarmatur haben kann. Das zwischengeschal
tete Teilstück ermöglicht nicht nur eine bequeme Anpas
sung an örtliche Gegebenheiten und Bedürfnisse, sondern
gestattet zusätzlich die Benutzung wahlweise in einer
der vorgenannten Betriebsarten. Zugleich wird sicherge
stellt, daß durch diesen Anschluß eine vollständige Be
seitigung von Restwasser in überaus einfacher Weise er
folgen kann.
In der Ausgestaltung nach Anspruch 5 hat der Anschluß
einen Durchlaß zu der Überlauf-Abflußarmatur und einen
damit unmittelbar strömungsverbundenen Abzweig zu der
Pumpe. Laut Anspruch 6 kann der Abzweig mit dem Durch
laß einstückig sein und ihn radial fortsetzen, insbe
sondere mit einem Rohrstutzen, der über den Anschluß
mit dem Gebläse verbindbar bzw. verbunden ist. Bei Be
trieb des Wasser-Sprudelsystems strömt das von der
Pumpe durch den Ablauf hindurch abgesaugte Wasser über
die seitlichen Wasserdüsen zurück in die Wanne. Wird
diese zum Schluß durch das geöffnete Absperrorgan ent
leert, so läuft das Restwasser durch den Anschluß samt
Abzweig hindurch ab. Hierzu bedarf es keiner sonstigen
Installationen und/oder Steuerungen.
Anspruch 7 sieht vor, daß der Anschluß einerseits mit
dem unteren Ende des Ventilgehäuses und andererseits
mit dem Oberteil des Abflußarmatur verschraubbar ist.
Dazu kann der Anschluß oder zumindest der Durchlaß nach
Anspruch 8 als Schraubarmatur ausgebildet sein, die
oben ein Innengewinde und unten ein gegengleiches
Außengewinde hat. Die Montage geht daher schnell und
genau vonstatten.
Man hat bereits vorgeschlagen, zwischen den Luftkanälen
und dem Abfluß der Badewanne ein zusätzliches Ventil
anzuordnen, das im Zusammenwirken mit einem darüber be
findlichen ersten Ventil das Abfließen des Wassers
nicht nur aus der Wanne, sondern auch aus Luftkanälen
ermöglicht. Gemäß der DE-OS 36 36 328 ist in einem am
Wannenboden eingelassenen oberen Ventilgehäuse ein
Hohlzylinder angebracht, der nahe dem Luftkanalboden
vorzugsweise vier Öffnungen hat, unterhalb deren das
zweite Ventil angeordnet ist. Die beiden Ventilkolben
sind insbesondere höhenverstellbar gekuppelt; die Länge
bzw. Höhe des Hohlzylinders kann je nach den örtlichen
Gegebenheiten eingestellt werden.
Unter Verwendung eines im Ventilgehäuse geführten zwei
stufigen Absperrorgans sieht der Erfindung gemäß An
spruch 9 vor, daß die obere Stufe des Absperrorgans ein
den Luftöffnungen des Ventilgehäuses zugeordneter
Schieber ist. Er kann insbesondere laut Anspruch 10 ein
hohlzylindrischer Kolben sein, der z. B. mittels O-Rin
gen gegenüber dem Gehäuse abgedichtet ist und am unte
ren Ende einen Stößel haltert. Dieser ist bevorzugt
nach Anspruch 11 eine an einer Brücke des Schiebers be
festigte Gewindestange, auf der die unteren Stufe des
Absperrorgans, namentlich ein Tellerventil, höhenver
stellbar angeordnet ist. Letztere ist laut Anspruch 12
so gestaltet, daß sie in Schließstellung zwar den
Durchlaß unten absperrt, jedoch den seitlichen Abzweig
freigibt. In einfachster Weise wird beim Öffnen die
Strömungsverbindung zwischen dem Anschluß für das Was
ser-Sprudelsystem und dem Wannenablauf hergestellt.
Durch Anheben des Absperrorgans etwa mittels eines von
außen betätigbaren Schwenkhebels, der am Stößel von un
ten angreift, kann der Ablauf leicht geöffnet werden.
Die obere Stufe des Absperrorgans, also der Schieber,
gibt dabei die zugeordneten Ventilgehäuseöffnungen im
Luftkanal frei, so daß das Wasser aus dem Luftkanal
restlos ablaufen kann.
Für den Luft-Sprudelbetrieb sind gemäß Anspruch 13
Luftkanäle vorgesehen, die am Wannenboden an dessen
Außenseite nahtlos einstückig angeordnet sind. Insbe
sondere können laut Anspruch 14 entlang von Berührungs
linien zwischen dem Wannenboden und rohrförmigen
Luftkanälen Reihen von Durchgangsbohrungen vorhanden
sein. Dieser Aufbau ist überaus einfach und hat den
Vorteil, daß die Innenseite, namentlich der Wannenbo
den, von irgendwelchen Erhebungen freibleibt; das gilt
bezüglich des Wasser-Sprudelsystems insofern auch, als
herkömmliche Absaugdüsen entfallen, weil nach der Er
findung der Ablauf-Anschluß diese Funktion übernimmt.
Daß also am Boden keine und an den Seitenwänden nur we
nige, kaum störende Erhebungen vorhanden sind, steigert
den Badekomfort erheblich.
Wichtig ist ferner die vorteilhafte Ausgestaltung gemäß
Anspruch 15, wonach die Wasserkanäle Rohrleitungen
sind, deren Durchmesser bzw. Strömungsquerschnitte zum
Wasserablauf hin zunehmen und in Spülrichtung, d. h.
entgegen der freien Abflußrichtung, abnehmen. Diese
Verjüngung, die in Stufen erfolgen kann, bewirkt eine
Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit des Wassers an
den vom Ablauf entfernteren Düsen, so daß das jeweils
verfügbare Spülvolumen in dem verengten Rohrquerschnitt
beschleunigt und das Wasser überall mit vorzugsweise
mehr als 1 m/s ausgestoßen wird. Verunreinigungen wer
den dadurch besonders gründlich weggespült. Im übrigen
können an den seitlichen Wasserdüsen jeweils ein Was
ser- und ein Luftkanal in bekannter Weise so zusammen
geführt sein, daß eine innere Venturidüse von einer
Luftkammer umgeben ist, an die eine verstellbare
Strahldüse anschließt. Sobald Wasser durch die Venturi
düse strömt, wird aus der sie umgebenden Kammer Luft
mitgerissen, so daß ein perlender Strahl in die Wanne
einspeist.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfin
dung ergeben sich aus dem Wortlaut der Ansprüche sowie
aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispie
len anhand der Zeichnung. Darin zeigt
Fig. 1 eine schematisierte Draufsicht auf eine
Whirlpool-Wanne,
Fig. 2 eine auseinandergezogene Schnittansicht von
Teilen eines Wannen-Ablaufsystems,
Fig. 2a eine Druntersicht eines Schiebers aus dem
System von Fig. 2,
Fig. 3a eine Schnittansicht des Wannen-Ablaufsystems
von Fig. 2 im Einbauzustand mit geschlossenem
Absperrorgan,
Fig. 3b eine Schnittansicht entsprechend Fig. 3a, je
doch bei geöffnetem Absperrorgan,
Fig. 4 eine Schnittansicht einer seitlichen Wasser
düse,
Fig. 5a eine Teil-Querschnittansicht eines Wannenbo
dens mit darunter befindlichem Luftkanal,
Fig. 5b eine Längsschnittansicht der Anordnung von
Fig. 5a entsprechend der Linie Vb-Vb und
Fig. 5c eine Teildraufsicht auf die Anordnung von
Fig. 5a und 5b.
Eine insgesamt mit 10 bezeichnete Whirlpool-Wanne ist
in der schematischen Draufsicht von Fig. 1 quasi trans
parent gezeichnet, so daß auch unter der Oberfläche be
findliche Bestandteile erkennbar sind. Die Wanne 10 hat
einen Wannenkörper 12 mit einem Wannenboden 14 und Sei
tenwänden 16. Am Wannenrand 18, der je nach dem ge
wünschten Design gestaltet sein kann, befinden sich
auch (nicht dargestellte) Bedingungselemente für die
Steuerung des Whirlpool-Betriebs in der vom Benutzer
gewünschten Weise.
Zu der Whirlpool-Wanne 10 gehört ein Wasser-Sprudelsy
stem 20 mit einer Pumpe 22 und Rohrleitungen bzw. Was
serkanälen 24, die zu Wasserdüsen 26 führen. Letztere
können in geeigneter Anzahl und Anordnungen an den Sei
tenwänden 16 des Wannenkörpers 12 verteilt sein. An der
tiefsten Stelle der Wanne 10 ist ein Wasserablauf 28
angeordnet, der mit einem Überlauf 29 in direkter Strö
mungsverbindung steht.
Die Wanne 10 hat ferner ein Luft-Sprudelsystem 30 mit
einem Gebläse 32. Die von dort abführenden Rohrleitun
gen und Luftkanäle 34 haben, bevorzugt im Oberteil ei
ner siphonartigen Umleitung, eine gestrichelt angedeu
tete Rückschlagklappe 33, um das Eindringen von
Schwallwasser in die Gebläseleitung zu verhindern. Die
Luftkanäle 34 sind insbesondere zum Wannenboden 14 ge
führt, in dem sich Reihen von Luftdüsen 36 befinden.
Der Aufbau eines Wasserablaufes 28 geht aus den Fig. 2,
2a, 3a, 3b hervor. Ein Ventilgehäuse 38, das am oberen
Ende mit unterbrochenen Gewindeteilen 37 versehen ist,
hat am unteren Ende einen Schraubansatz 39 und über
letzterem insbesondere vier radiale Luftöffnungen 68.
Das Gehäuse 38 nimmt ein insgesamt mit 50 bezeichnetes
zweistufiges Absperrorgan auf. Dessen obere Stufe ist
als Schieber 52 ausgebildet, nämlich in Form eines
hohlzylindrischen Kolbens, der am oberen und unteren
Ende außen jeweils einen O-Ring 54 bzw. 54′ trägt, um
einen dichtenden Abschluß im Inneren des Gehäuses 38 zu
bewirken. Am unteren Ende hat der Schieber 52 eine
Brücke 56 (vergl. Fig. 2a), an der ein Stößel 58 vor
zugsweise höhenverstellbar befestigt ist. Zweckmäßig
ist der Stößel 58 eine Gewindestange, die mit einer
Trägerscheibe 63 für ein Tellerventil 62 verbunden ist,
das die untere Stufe des Absperrorgans 50 bildet.
Das Ventilgehäuse 38 ist mit seinem Schraubansatz 39 in
einen Gewindeabschnitt 42 einer Anschlußarmatur 40 ein
schraubbar, die am unteren Ende einen Gewindeabschnitt
42′ trägt und mit einem Abzweig oder Rohrstutzen 46
einstückig ist, der eine Verbindung zu der Pumpe 22 des
Wasser-Sprudelsystems 20 herstellt. Koaxial mit den Ge
windeabschnitten 42, 42′ bildet die Anschlußarmatur 40
einen Durchlaß 44.
Mit dem unteren Gewindeabschnitt 42′ ist der Anschluß
40 in eine Überlauf-Abflußarmatur 48 einschraubbar, die
ihrerseits mit einem (nicht gezeichneten) Siphon ver
schraubt werden kann. Die Abflußarmatur 48 hat zur Ver
bindung mit dem Überlauf 29 einen seitlichen Überlauf-
Abzweig 64, in dem ein Schwenkhebel 66 gelagert ist,
dessen Vorderteil am unteren Ende des Stößels 58 an
greift (Fig. 3a und 3b), um das Absperrorgan 50 in
Axialrichtung A anheben bzw. absenken zu können. Dazu
ist die Achse des Schwenkhebels 66 mit einem (nicht
dargestellten) Betätigungsorgan verbunden.
Im Einbauzustand sitzt das Ventilgehäuse 38 an der
tiefsten Stelle des Wannenbodens 14, und es ist oben
durch eine Abdeckscheibe oder einen Siebaufsatz 60 ab
geschlossen, der mit einem Gewinde 59 auf die zugeord
neten Gewindeteile 37 des Gehäuses 38 aufschraubbar
ist. Das untere Ende des Gehäuses 38 schließt bündig
mit dem Luftkanal-Boden 35 des Luftkanals 34 ab, so daß
die radialen Luftöffnungen 68 ohne Strömungswiderstand
mit dem Luftkanal 34 in Verbindung stehen. Bei angeho
benem Absperrorgan 50 gibt der Schieber 52 die Öffnun
gen 68 frei, so daß eine Strömungsverbindung von dem
Luftkanal 34 durch den Schieber 52 und den Oberteil des
Gehäuses 38 hindurch besteht und Restwasser aus dem
Luftkanal 34 ablaufen bzw. abgepumpt werden kann.
Bei abgesenktem Absperrorgan 50 (Fig. 3a) verschließt
der Schieber 52 die Öffnungen 68, wobei die O-Ringe 54,
54′ die Abdichtung gegenüber dem Ventilgehäuse 38 be
wirken. Über den Durchlaß 44 und den Abzweig 46 besteht
eine Strömungsverbindung vom Wanneninneren durch die
Wasserdüsen 26 zurück ins Wanneninnere, so daß die Was
serzirkulation des Sprudelsystems 20 möglich ist. Bei
geöffnetem Absperrorgan 50 (Fig. 3b) ist dessen untere
Stufe, d. h. das Tellerventil 62, von dem Ventilsitz 61
abgehoben, so daß die Strömungsverbindung zu der Über
lauf-Abflußarmatur 48 besteht und Wasser ablaufen bzw.
abgesaugt werden kann.
Einen anderen Bestandteil des Wasser-Sprudelsystems 20
zeigt Fig. 4. Eine Wasserdüse 26 ist an einer Seiten
wand 16 des Wannenkörpers 12 angebracht. Sie hat ein
Gehäuse 75, in das ein Wasserkanal 24 und ein Luftkanal
34 münden. Eine Außenöffnung am Luftkanal 34 ist durch
einen abnehmbaren Stopfen 80 verschlossen. An den Was
serkanal 24 schließt eine Venturidüse 74 an, die sich
im Inneren einer Luftkammer 76 befindet, welche mit dem
Luftkanal 34 unmittelbar strömungsverbunden ist. Vor
dem äußeren Ende der Venturidüse 74 befindet sich eine
Strahldüse 78, die in einem an der Seitenwand 16 anlie
genden und mit dem Gehäuse 75 verschraubten Einsatz 77
verstellbar gelagert ist. Bevorzugt ist eine Kugelge
lenk-Lagerung, wobei die Sicherung zum Wanneninneren
hin von einer Kappe 79 übernommen wird, die auch zur
Arretierung der Strahldüse 78 in einer gewünschten Po
sition dienen kann.
Die Wasserkanäle 24 sind Rohrleitungen, die vom Wasser
ablauf 28 weg z. B. stufenweise im Durchmesser bzw.
Strömungsquerschnitt enger werden, um die Strömungsge
schwindigkeit des Wassers beim Spülgang an allen Stel
len gleichmäßig hoch zu halten. Die Querschnitte sind
dabei zweckmäßig so gewählt, daß der Endstrahl mit ei
ner Geschwindigkeit von mehr als 1 m/s ausgestoßen
wird, und zwar auch an die Spülrichtung, d. h. entgegen
der freien Abflußrichtung, vom Wasserablauf 28 entfern
ter gelegenen Wasserdüsen 26, an denen bereits ein ge
wisser Druckabfall eingetreten ist. Die hohe Ausstoß-
Geschwindigkeit des Wasserstrahls trägt erheblich dazu
bei, die Wanne 10 sauber zu halten und den Ansatz von
Bakterien oder Bakterienstämmen zu verhindern, da Rück
stände sich nicht absetzen können.
Eine Ausgestaltung des Luft-Sprudelsystems 30 ist in
den Fig. 5a, 5b, 5c veranschaulicht. Unterhalb des Wan
nenbodens 14 ist in Linienberührung damit ein Luftkanal
34 angeordnet, der von einer Halteschale 70 dicht um
schlossen ist. Hohlräume zwischen der Halteschale 70,
dem Luftkanal 34 und dem Wannenboden 14 sind durch
Längszwickel 72 formschlüssig ausgefüllt. Entlang der
Berührungslinie zwischen dem Luftkanal 34 und dem Wan
nenboden 14 sind beide von Luftdüsen 36 in Gestalt ein
facher Durchgangsbohrungen durchsetzt. Die Befestigung
der Halteschale 70 erfolgt auf herkömmliche Weise, z. B.
durch Verlöten, Verschweißen oder Verkleben mit den
Längszwickeln 72 und dem Wannenboden 14.
Man erkennt, daß das Luft-Sprudelsystem 30 dank der
Vielzahl gleichmäßig verteilter Luftdüsen 36 eine ange
nehme Massage im Wannenbad ermöglicht. Weil die Sei
tenwände 16 nur einige Wasserdüsen 26 aufweisen und der
Wannenboden 14 völlig glatt ist, kann der Benutzer -
unbeeinträchtigt von vorstehenden Bauteilen - bequem
sitzen und liegen.
Beim Betrieb des Wasser-Sprudelsystems 20 wird Wasser
über den Ablauf 28 durch den Anschluß 40 und den Durch
laß 44 aus dem Wanneninneren abgesaugt und mit steuer
barer Intensität durch die Wasserdüsen 26 ins Wannenin
nere zurückgefördert. Dabei kann der Wasserstrahl je
nach Druck im Luftkanal 34 in den Wasserdüsen 26 mit
Luft angereichert werden.
Eine wichtige zweite Funktion des mit dem Anschluß 40
versehenen Wasserablaufs 28 besteht darin, daß bei ge
öffnetem Absperrorgan 50 nicht nur das Badewasser ab
läuft, sondern die Wanne auch auf demselbem Wege mit
Frischwasser nachgespült und anschließend mit Luft ge
trocknet werden kann. Hierbei ist es besonders vorteil
haft, wenn die vom Gebläse 32 kommende Luft aufgeheizt
ist, um die Trocknung zu beschleunigen. Hervorzuheben
ist, daß durch diese Maßnahmen strenge Hygiene gewähr
leistet wird. Es können durchgehend feste Leitungen 24,
34 verwendet werden, so daß sich herkömmliche Schläuche
erübrigen, die wegen ihres Weichmacher-Gehalts als
Nährboden für Bakterien wegen eventuell mangelnder
Alterungsbeständigkeit u. dgl. zumindest nach längerer
Betriebsdauer Risikofaktoren bedeuten können.
Ersichtlich lassen sich beide Whirl-Systeme 20, 30
gleichzeitig und mit separat steuerbarer Intensität be
nutzen. Zur Steuerung dienen vorzugsweise am Wannenrand
angebrachte Sensoren, Schalter o. dgl.; wahlweise kann
auch eine Infrarot-Fernbedienung Verwendung finden. Die
Wanne 10 kann ferner mit einer Beleuchtungs-Einrichtung
ausgestattet werden. Sämtliche aus den Ansprüchen, der
Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelhei
ten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritten
können sowohl für sich als auch in den verschiedensten
Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Legende
A Axialrichtung
10 Whirlpool-Wanne
12 Wannenkörper
14 Wannenboden
16 Seitenwände
18 Wannenrand
20 Wasser-Sprudelsystem
22 Pumpe
24 Rohrleitungen/Wasserkanäle
26 Wasserdüsen
28 Wasserablauf
29 Überlauf
30 Luft-Sprudelsystem
32 Gebläse
33 Rückschlagklappe
34 Rohrleitungen/Luftkanäle
35 Luftkanal-Boden
36 Luftdüsen
37 Gewindeteile
38 Ventilgehäuse
39 Schraubansatz
40 Anschluß(armatur)
42, 42′ Gewindeabschnitte
44 Durchlaß
46 Abzweig/Rohrstutzen
48 Überlauf-Abflußarmatur
50 Absperrorgan
52 obere Stufe/Schieber
54, 54′ O-Ringe
56 Brücke
58 Stößel/Gewindestange
59 Gewinde
60 Abdeckscheibe/ Siebaufsatz
61 Ventilsitz
62 untere Stufe/Tellerventil
63 Trägerscheibe
64 Überlauf-Abzweig
66 Schwenkhebel
68 Luftöffnungen
70 Halteschale
72 Längszwickel
74 Venturidüse
75 Gehäuse
76 Luftkammer
77 Schraubeinsatz
78 Strahldüse
79 Kappe
80 Stopfen
10 Whirlpool-Wanne
12 Wannenkörper
14 Wannenboden
16 Seitenwände
18 Wannenrand
20 Wasser-Sprudelsystem
22 Pumpe
24 Rohrleitungen/Wasserkanäle
26 Wasserdüsen
28 Wasserablauf
29 Überlauf
30 Luft-Sprudelsystem
32 Gebläse
33 Rückschlagklappe
34 Rohrleitungen/Luftkanäle
35 Luftkanal-Boden
36 Luftdüsen
37 Gewindeteile
38 Ventilgehäuse
39 Schraubansatz
40 Anschluß(armatur)
42, 42′ Gewindeabschnitte
44 Durchlaß
46 Abzweig/Rohrstutzen
48 Überlauf-Abflußarmatur
50 Absperrorgan
52 obere Stufe/Schieber
54, 54′ O-Ringe
56 Brücke
58 Stößel/Gewindestange
59 Gewinde
60 Abdeckscheibe/ Siebaufsatz
61 Ventilsitz
62 untere Stufe/Tellerventil
63 Trägerscheibe
64 Überlauf-Abzweig
66 Schwenkhebel
68 Luftöffnungen
70 Halteschale
72 Längszwickel
74 Venturidüse
75 Gehäuse
76 Luftkammer
77 Schraubeinsatz
78 Strahldüse
79 Kappe
80 Stopfen
Claims (15)
1. Verfahren zum gesteuerten Betrieb der Wasser- und
Luft-Sprudelsysteme einer Whirlpool-Wanne, die einen
absperrbaren Wasserablauf sowie Fördermittel (Pumpe,
Gebläse) für die Strömungsmedien aufweist, dadurch ge
kennzeichnet, daß beide Systeme an dem Wasserablauf so
miteinander verbunden werden, daß dort im Wasser-Spru
delbetrieb zwecks Rückführung in die Wanne Wasser abge
saugt wird und daß nach Entleerung der Wanne wahlweise
Frischwasser oder Luft oder beides nacheinander durch
die Systeme gepumpt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Nachspülung mit Heißluft erfolgt.
3. Whirlpool-Wanne (10) mit einem Wasser- und/oder
Luft-Sprudelsystem (20; 30), mit in den Wannenkörper
(12) eingelassenen Düsen (26; 36), mit elektrisch steu
erbaren Fördermitteln (Pumpe 22; Gebläse 32) für das
bzw. jedes Sprudelsystem und mit einem absperrbaren
Wasserablauf (28), der einen Fördermittel-Anschluß (40)
sowie einen Siebeinsatz oder -aufsatz (60) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser- und das Luft-
Sprudelsystem (20, 30) am Anschluß (40) baulich so ver
einigt sind, daß in die Wanne (10) und/oder in beide
Systeme (20, 30) Wasser und/oder Luft ein- bzw. rück
führbar ist.
4. Wanne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschluß (40) als Teilstück zwischen einem im Wan
nenboden (14) sitzenden Ventilgehäuse (38) und der
Überlauf-Abflußarmatur (48) ausgebildet ist.
5. Wanne nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Anschluß (40) einen Durchlaß (44) zu der
Überlauf-Abflußarmatur (48) und einen damit unmittelbar
strömungsverbundenen Abzweig (46) zu der Pumpe (22)
aufweist.
6. Wanne nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der Abzweig (46) mit dem Durchlaß (44) einstückig ist
und ihn radial fortsetzt, insbesondere mit einem Rohr
stutzen, der über den Anschluß (40) mit dem Gebläse
(32) verbindbar bzw. verbunden ist.
7. Wanne nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Anschluß (40) einerseits mit dem
unteren Ende des Ventilgehäuses (38) und andererseits
mit dem Oberteil der Abflußarmatur (48) verschraubbar
ist.
8. Wanne nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
Anschluß (40), zumindest aber der Durchlaß (44) als
Schraubarmatur ausgebildet ist, die oben ein Innenge
winde (42) und unten ein gegengleiches Außengewinde
(42′) hat.
9. Wanne nach einem der Ansprüche 3 bis 8, mit wenig
stens einem oben durch den Wannenboden (14) begrenzten
Luftkanal (34) und einem in den hohlzylindrischen Ven
tilgehäuse (38) geführten zweistufigen Absperrorgan
(50), das sowohl den Wasserablauf (28) als auch Luft
öffnungen (68) im unteren Teil des Ventilgehäuses ent
weder freigibt oder verschließt, dadurch gekennzeich
net, daß die obere Stufe des Absperrorgans (50) ein den
Luftöffnungen (68) zugeordneter Schieber (52) ist.
10. Wanne nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Schieber (52) ein hohlzylindrischer Kolben ist, der
z. B. mittels O-Ringen (54) gegenüber dem Ventilgehäuse
(38) abgedichtet ist und am unteren Ende einen Stößel
(58) haltert.
11. Wanne nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß
der Stößel (58) eine an einer Brücke (56) befestigte
Gewindestange ist, auf der die untere Stufe (62) des
Absperrorgans (50), namentlich ein Tellerventil, höhen
verstellbar angeordnet ist.
12. Wanne wenigstens nach Anspruch 9 und Anspruch 5
oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die den Durchlaß
(44) unten absperrende untere Stufe (62) des Absperror
gans (50) in Schließstellung den Abzweig (46) freigibt.
13. Wanne nach wenigstens einem der Ansprüche 3 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß das Luft-Sprudelsystem (30)
Luftkanäle (34) aufweist, die am Wannenboden (14) an
dessen Außenseite nahtlos einstückig angeordnet sind.
14. Wanne nach Anspruch 13, wobei rohrförmige
Luftkanäle (34) jeweils von einer Halteschale (70)
überzogen und Längszwischenräume (72) am Wannenkörper
(12) formschlüssig ausgefüllt sind, dadurch gekenn
zeichnet, daß entlang der Berührungslinien zwischen
dem Wannenboden (14) und den rohrförmigen Luftkanälen
(34) Reihen von Düsen-Durchgangsbohrungen (36) vorhan
den sind.
15. Wanne nach einem der Ansprüche 3 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wasserkanäle (24) als Rohrlei
tungen ausgebildet sind, deren Durchmesser bzw. Strö
mungsquerschnitte zum Wasserablauf (28) hin zunehmen
und in Spülrichtung, d. h. entgegen der freien Ab
flußrichtung, abnehmen.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19893928464 DE3928464C2 (de) | 1989-08-29 | 1989-08-29 | Whirlpool-Wanne |
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| DE19893928464 DE3928464C2 (de) | 1989-08-29 | 1989-08-29 | Whirlpool-Wanne |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3928464A1 true DE3928464A1 (de) | 1991-03-07 |
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