DE3926360A1 - Spritzgiesseinrichtung mit offenem duesen-anschnitt - Google Patents
Spritzgiesseinrichtung mit offenem duesen-anschnittInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine
Spritzgießeinrichtung und insbesondere eine
Spritzgießeinrichtung mit offenem Düsen-Anschnitt,
welches Düsen mit einem leicht austauschbaren
Anschnitteinsatz enthält.
Anschnitteinsätze oder Düsendichtungen sind im Stand
der Technik bekannt. Frühe Beispiele der Verwendung in
Spritzgießeinrichtungen mit Nadelverschluß sind in der
US-PS 40 43 740 (Gellert), veröffentlicht 23. August
1977 und US-PS 42 86 941 (Gellert), veröffentlicht
1. September 1981, gezeigt. Jüngere Beispiele von
einschraubten Anschnitteinsätzen sind in der
kanadischen Patentanmeldung, 5 32 677, eingereicht 20.
März 1987 (Gellert), mit dem Titel "Spritzgießdüse und
Verfahren", der kanadischen Patentanmeldung 5 59 000
(Gellert), eingereicht 16. Februar 1988 unter dem Titel
"Beheizter Anschnitteinsatz für eine
Spritzgießeinrichtung und Verfahren" und in der
kanadischen Patentanmeldung 5 49 516 des Anmelders,
eingereicht 16. Oktober 1987 unter dem Titel
"Spritzgießsystem mit festgespannten drehbaren Düsen
und Verfahren", dargestellt. Anschnitteinsätze in
Verbindung mit wärmeleitfähigen Torpedos sind auch
bekannt, wie dies in der US-PS 42 79 588 (Gellert,
veröffentlicht 21. Juli 1981, US-PS 42 66 723
(Osuna-Diaz), veröffentlicht 12. Mai 1981, US-PS 44 50
999 (Gellert), veröffentlicht 29. Mai 1984 und in
der kanadischen Patentanmeldung 5 29 897, eingereicht
17. Februar 1987 des Anmelders, eingereicht unter dem
Titel "Spritzgießeinrichtung mit einem Verteiler mit
seitenmontierten Düsen und Verfahren" dargelegt ist.
Obwohl diese früheren Anschnitteinsätze für viele
Anwendungen sehr gut funktionieren, hat die
kontinuierliche Entwicklung von Spritzgießwerkstücken,
die schwierig zu gießen sind, das Problem des
Wärmeübergangs im Bereich des Anschnittes noch
kritischer für eine erfolgreiche Arbeitsweise des
Systems gemacht. Insbesondere ist es sehr wünschenswert
in dieser Situation, daß ein optimaler, gleichmäßiger
Wärmefluß zwischen dem Anschnitteinsatz und der
umgebenden, gekühlten Form erfolgt. Obwohl der Bereich
bzw. die Fläche des Oberflächenkontaktes zwischen dem
Anschnitteinsatz und der Form durch den Formhersteller
der Spritzgießform in Abhängigkeit von der Anwendung
etwas beeinflußt und verändert werden kann, reicht
dies nicht aus, wenn kein guter Kontakt zwischen den
beiden Teilen besteht. Ein ungleichmäßiger Kontakt
zwischen diesen Teilen verhindert, daß das System so
ausgelegt ist, daß es exakt den richtigen Betrag der
Abkühlung für den speziellen Anwendungsfall forciert.
Außerdem ist es infolge der Beeinträchtigung des
Anschnitteinsatzes im Ergebnis von Korrosion und
Verschleiß wünschenswert, daß der Anschnitteinsatz
leicht entfernbar und austauschbar ist. Ein
Lagerkontakt zwischen einem elastischen vorderen
Abschnitt des Anschnitteinsatzes und der umgebenden
Form führt zu einer verbesserten, gleichmäßigeren
Leitfähigkeit zwischen diesen Teilen, während das
Vorsehen eines Entfernungsflansches die Entfernung des
Anschnitteinsatzes erleichtert und die Herstellung des
Anschnitteinsatzes vereinfacht.
Es ist demzufolge ein Ziel der vorliegenden Erfindung,
diese Schwierigkeiten des Standes der Technik zumindest
teilweise durch eine Spritzgießeinrichtung zu
überwinden, die Düsen mit austauschbaren
Anschnitteinsätzen aufweist, die durch einen
Lagerungskontakt zwischen einem elastischen
Vorderabschnitt jedes Abschnitteinsatzes und der Form
festgehalten sind, wobei jeder Anschnitteinsatz eine
Entfernungseinrichtung aufweist, um das Herausziehen
des Einsatzes aus seinem Sitz in der Düse zu
erleichtern.
Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß eine
Spritzgießeinrichtung mit offenem Düsen-Anschnitt
vorgesehen, welches eine elektrisch beheizte,
langgestreckte Düse aufweist, die in einer Bohrung in
einer gekühlten Form sitzt, wobei die Düse ein hinteres
Ende, ein vorderes Ende und einen im wesentlichen
zylindrischen Körperabschnitt mit einer Außenfläche
aufweist, die von der umgebenden Form durch eine
isolierenden Luftspalt bzw. Luftraum getrennt ist,
wobei die Düse eine zentrale Schmelzebohrung aufweist,
die sich vom hinteren Ende zum vorderen Ende in
Ausrichtung mit einer Öffnung durch die Form erstreckt,
die zu einem Formhohlraum führt, mit einem
Anschnitteinsatz, der in einem Sitz in dem vorderen
Ende der Düse aufgenommen ist und nach vorn über den
isolierenden Luftraum bzw. Luftspalt hinweg in die
Öffnung vorspringt, die zu dem Formhohlraum führt,
wobei der Anschnitteinsatz eine Außenfläche und eine
Mittelbohrung besitzt, die in axialer Ausrichtung mit
der zentralen Schmelzbohrung der Düse ist und wobei der
Anschnitteinsatz einen vorderen Abschnitt aufweist, mit
einer nach innen kegelförmig zulaufenden Außenfläche
und einem Mittelanschnitt durch diese hindurch, wobei
die Mittelbohrung in dem vorderen Abschnitt nach innen
zu dem Mittelanschnitt, der zu dem Formhohlraum führt,
konisch zuläuft. Die Erfindung zeichnet sich
insbesondere dadurch aus, daß der Anschnitteinsatz
lösbar in dem vorderen Ende der Düse eingesetzt ist,
wobei die sich durch die Form erstreckende Öffnung eine
Innenoberfläche aufweist, die nach vorn einwärts
konisch zuläuft, um passend mit der konischen
Außenfläche des Vorderabschnittes des
Anschnitteinsatzes übereinzustimmen, wobei der vordere
Abschnitt des Anschnitteinsatzes geringfügig elastisch
ist und in die Öffnung, die sich durch die Form
erstreckt, eingesetzt ist, wodurch ein Lagerungskontakt
zwischen der konischen Innenoberfläche der Öffnung und
der passenden konischen Außenoberfläche des
Vorderabschnittes des Anschnitteinsatzes eine optimal
gleichmäßige thermische Leitfähigkeit zwischen diesen
Teilen herbeiführt, wobei die Außenoberfläche des
Anschnitteinsatzes eine Entfernungseinrichtung
aufweist, die nach außen in den Luftspalt bzw. Luftraum
zwischen der Außenoberfläche des Anschnitteinsatzes und
der umgebenden Form vorspringt, um das Entnehmen des
Anschnitteinsatzes aus der Düse zu erleichtern.
Bevorzugte Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes
sind in den Unteransprüchen dargelegt.
Weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen deutlich. In diesen
zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung eines Teiles einer
Spritzgießeinrichtung mit einer Düse mit
Anschnitteinsatz nach einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine Ansicht ähnlich derjenigen in Fig. 1, die
die Form in ihrem offenem Zustand zum Entfernen des
Anschnitteinsatzes zeigt,
Fig. 3 eine perspektivische Darstellung, die den
Anschnitteinsatz entfernt von der Düse zeigt,
Fig. 4 eine Schnittdarstellung eines Teiles eines
ähnlichen Systems, das ein leitfähiges Torpedo enthält,
das in die Düse eingesetzt ist, nach einem weiteren
Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 5 eine perspektivische Darstellung des Torpedos,
das in Fig. 4 gezeigt ist und
Fig. 6 eine Schnittdarstellung eines Teiles eines
Systems, das eine andere Anschnittkonfiguration
aufweist, nach noch einem weiteren Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Es wird zunächst auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen,
die einen Teil einer Spritzgießeinrichtung mit offenem
Düsen-Anschnitt zeigt, die eine Anzahl von beheizten
Düsen 10 aufweist, von denen jede in einer Bohrung 10
in der Form 14 sitzt. Wie nachfolgend im einzelnen
erläutert wird, enthält die Form 14 eine Lagerplatte 16
und eine Formhohlraumplatte 18, die lösbar miteinander
verbunden sind.
Jede Düse 10 besitzt einen Stahlkörper-Abschnitt 20 mit
einer im wesentlichen zylindrischen Außenfläche 22, die
sich zum vorderen Ende 24 von einem
Stahlkragenabschnitt 26 am hinteren Ende 28 erstreckt.
Die langgestreckte Düse 10 besitzt eine zentrale
Schmelzebohrung 30, die sich von dem hinteren Ende 28
zu dem vorderen Ende 24 erstreckt. Die Düse 10 ist in
die Bohrung 12 durch einen Umfangs-Isolierflansch oder
-hülse 32 eingesetzt, die sich von dem Kragenabschnitt
26 erstreckt und sitzt auf einer Umfangsschulter 34. In
dieser Lage ist die zylindrische Außenfläche 22 des
Körperabschnittes 20 von der umgebenden Form 14 durch
einen isolierenden Luftraum bzw. Luftspalt 36 getrennt
und die zentrale Schmelzebohrung 30 ist in Ausrichtung
mit einer zentralen Öffnung 38, die sich durch die
Formhohlraumplatte 18 erstreckt, und die zu einem
Formhohlraum 40 führt.
Jede Düse wird durch ein elektrisch isoliertes
Heizelement 42 beheizt, welches integral in einem
Spiralkanal in dem Körperabschnitt angelötet ist und
erstreckt sich zu einem Anschluß 44, der an dem
Kragenabschnitt 26 nach außen vorspringt, wie dies im
einzelnen in der kanadischen Patentanmeldung 5 49 520
des Anmelders, eingereicht 16. Oktober 1987, unter dem
Titel "Verfahren zur Herstellung eines elektrischen
Anschlusses einer Spritzgießdüse" erläutert ist. Das
Heizelement 42 in dem Kanal ist durch eine
Nickel-Schutzbeschichtung abgedeckt, die aufgebracht
wird, wie dies in der US-PS 47 68 283 (Gellert)
erläutert, veröffentlicht 6. September 1988.
Die Düsen 10 sind durch Schrauben 46 mit einem
gemeinsamen, langgestreckten Verteiler 48 befestigt,
der einen Schmelzekanal 50 aufweist, welcher sich zu
einer Anzahl von Auslässen 52 verzweigt, wobei jeder
Auslaß 52 sich in Ausrichtung befindet mit der
Schmelzebohrung 30 durch eine der Düsen 10. Der
Verteiler 48 ist in seiner Lage zwischen einer
Rückplatte 54 und der Lagerungsplatte 16 durch einen
zentralen Positionierring 56 und ein Titan-Druckstück
48 festgelegt. Die Rückplatte 54 ist durch Schrauben
festgelegt, die sich in die Lagerplatte 16 erstrecken.
Die Formhohlraumplatte ist an Ort und Stelle durch
Schrauben 61 festgelegt, die sich in die Lagerplatte 16
erstrecken. Die Rückplatte 54 und die
Formhohlraumplatte 18 werden gekühlt, indem Kühlwasser
durch Kühlleitungen 62 gepumpt wird. Der Verteiler 48
wird durch ein elektrisches Heizelement 64 beheizt, das
in diesem eingegossen ist, wie dies in der US-PS 46 88
622 des Anmelders "Spritzgießverteilerteil und
Herstellungsverfahren", veröffentlicht 25. August 1987,
beschrieben ist. Der Positionierring 56 schafft einen
weiteren isolierenden Luftraum bzw. Luftspalt 66
zwischen dem beheizten Verteiler 48 und der
Lagerungsplatte 16.
Es wird nun zur Erläuterung eines Anschnitteinsatzes 68
nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der
Erfindung auf Fig. 2 Bezug genommen. Wie gezeigt ist,
hat der Anschnitteinsatz 68 einen zylindrischen
hinteren Abschnitt 400 und einen nach innen kegelförmig
zulaufenden vorderen Abschnitt 72. Der Anschnitteinsatz
68 besitzt eine Mittelbohrung 74, die sich nach innen
durch den Vorderabschnitt 72 zu einem Mittelanschnitt
76 kegelig verjüngt, wobei der Mittelanschnitt 76 den
Anschnitteinsatz 68 zu dem Formhohlraum 18 verlängert.
Wie ersichtlich ist, verläuft in diesem
Ausführungsbeispiel der Einschnitt 76 kegelförmig nach
außen, indem er sich durch den Anschnitteinsatz 68
erstreckt. Der hintere Abschnitt 70 des
Anschnitteinsatzes 68 ist in einem Sitz 78 im vorderen
Ende der Düse 10 aufgenommen und der Anschnitteinsatz
68 besitzt einen Umfangs-Entfernungsflansch 80, der
nach außen in den Luftspalt bzw. Luftraum 36
vorspringt. Der vordere Abschnitt 72 besitzt eine
kegelige Außenfläche 82, die passend übereinstimmt mit
der nach innen verlaufenden kegeligen Innenoberfläche
84 der Öffnung 38 durch die Formhohlraumplatte 40, in
der der Anschnitteinsatz aufgenommen ist. Der
Anschnitteinsatz 68 besteht aus H13-Stahl und der nach
innen konisch verlaufende Vorderabschnitt 72 ist unter
dem beträchtlichen Lagerungsdruck zwischen seiner
kegeligen Außenfläche 82 und der kegeligen Innenfläche
84 der Öffnung 38 etwas elastisch. Dies schafft eine
optimale, gleichmäßige Wärmeleitfähigkeit zwischen dem
Anschnitteinsatz 68 und der gekühlten
Formhohlraumplatte 18. Falls ein nicht mehr
tolerierbarer Verschleiß infolge von Korrosion oder
Abrasion durch die Schmelze oder andere Probleme mit
dem Anschnitteinsatz auftreten, kann dieser leicht
entfernt werden. Zuerst wird die Form in die Lage
geöffnet, die in Fig. 2 dargestellt ist. Die
Spannhalter 85 werden von der Lage, die in Fig. 1
gezeigt ist, entlang der Teilungslinie 90 in die Lage
bewegt, die in Fig. 2 gezeigt ist, um die Form
geschlossen zu halten. Anschließend werden die
Schrauben 61 entfernt und die Form wird entlang der
Linie 98 geöffnet, um den vorderen Abschnitt 72 des
Anschnitteinsatzes 68 freizulegen. Anschließend wird
der Anschnitteinsatz 68 von dem Sitz 78 durch Einsetzen
von Schraubendrehern oder anderen geeigneten Werkzeugen
in den Raum 86 zwischen dem vorderen Ende 24 der Düse
10 und dem Entfernungsflansch 80 abgezogen. Obwohl
hier ein kontinuierlicher Entfernungsflansch bzw.
Abzugsflansch 80 in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt
ist, können andere geeignete, auswärts weisende
Vorsprünge vorgesehen sein.
Im Gebrauch wird das System montiert, wie dies in Fig.
1 gezeigt ist, und elektrische Energie wird durch eine
Leitung 88 an den Anschluß 44 des Heizelementes 42
jeder Düse 10 und das Heizelement 64 in dem Verteiler
48 gelegt, um die Düsen 10 und den Verteiler 48 auf
eine bestimmte Betriebstemperatur zu erwärmen. Dies
verursacht eine thermische Ausdehnung der Düsen 10,
welche die konische Außenfläche 82 des vorderen
Abschnittes 72 jedes Anschnitteinsatzes 68 fest gegen
die entsprechende konische innere Gegenfläche 84 der
Öffnung 38, die sich durch die Formhohlraumplatte 18
erstreckt, preßt. Dies kann dazu führen, daß sich der
elastische vordere Abschnitt 72 des Anschnitteinsatzes
68 geringfügig biegt bzw. flexibilisiert reagiert, um
jedweden Ungenauigkeiten in der Übereinstimmung
zwischen den beiden konischen Flächen 82, 84 zu
kompensieren. Somit sichert diese Anordnung zusätzlich
zu der Abdichtung gegen die Leckage von unter Druck
stehender Schmelze in den isolierenden Luftraum 36
einen optimalen, gleichmäßigen Wärmeübergang zwischen
dem Anschnitteinsatz 68 und der gekühlten
Formhohlraumplatte 18. Unter Druck stehende Schmelze
wird von einer - nicht-gezeigten - Gießmaschine in den
Schmelzekanal 50 durch den Verteiler 48 entsprechend
einem bestimmten Zyklus in herkömmlicher Weise
eingeführt. Die unter Druck stehende Schmelze strömt
durch die Schmelzebohrung 30 in jeder Düse 10 durch
die Mittelbohrung 74 jedes Anschnitteinsatzes 68, durch
den Anschnitt 76, gebildet durch jeden Anschnitteinsatz
68 und füllt die Formhohlräume 40. Nachdem die
Formhohlräume 40 gefüllt sind, wird der Einspritzdruck
noch eine zeitlang zur Verdichtung aufrechterhalten und
anschließend entlastet. Nach einer kurzen Abkühlphase
wird die Form entlang der Teilungslinie 90 geöffnet, um
die spritzgegossenen Teile auszuwerfen. Nach dem
Auswerfen wird die Form geschlossen und der
Einspritzdruck wird wieder angelegt, um die
Formhohlräume 40 erneut zu füllen. Dieser Zyklus wird
kontinuierlich mit einer Frequenz wiederholt, die von
der Größe und Form der Formhohlräume und von der Art
des spritzgegossenen Materiales abhängt. Ein
Thermoelement 92 erstreckt sich durch den Luftraum bzw.
Luftspalt 36 in eine Ausnehmung bzw. Bohrung 94 am
Vorderende 24 der Düse 10, um die Betriebstemperatur
zu überwachen. Die Formhohlraumkonfiguration, wie sie
in Fig. 1 gezeigt ist und wie sie normalerweise für
amorphe Materialien verwendet wird, nimmt den
Vorderabschnitt 72 des Anschnitteinsatzs 68 auf, wobei
der Anschnitt 76 geringfügig in den Formhohlraum 40
hinein vorsteht. Diese Anordnung führt zu einem Produkt
mit einer Einkerbung oder Vertiefung, die sicherstellt,
daß die Anschnittmarkierung sich nicht nach außen
hinter die Flachfläche 96 des Produktes erstreckt.
Wenn der Anschnitt 76 durch den Anschnitteinsatz 68
verschleißt oder andere Probleme auftreten, kann der
Anschnitteinsatz 68 leicht entfernt und ersetzt werden.
Wie in Fig. 2 ersichtlich ist, wird die Form entlang
der Teilungslinie 20 zusammengespannt, jedoch entlang
der Linie 98 geöffnet, um die Formhohlraumplatte 28 von
der Lagerungsplatte 16 zu trennen. Dies legt den
Vorderabschnitt 72 des Anschnitteinsatzes 68 frei, der
dann leicht von dem Sitz 78 abgezogen werden kann,
indem mit Schraubenziehern oder anderen geeigneten
Werkzeugen in den Raum 86 zwischen dem Vorderende 24
der Düse 10 und dem Abzugsflansch 80 eingegriffen wird.
Es wird nunmehr auf die Fig. 3 und 4 Bezug genommen,
die einen langgestreckten Torpedo 100 zeigen, der in
der Schmelzebohrung 30 der Düse 10 angeordnet ist. Das
Torpedo besteht aus Schnellschnittstahl oder einem
anderen geeigneten Material, das ausreichend thermisch
leitfähig sowie verschleiß- und korrosionsbeständig
ist. Das Torpedo 100 besitzt einen äußeren Haltering
102, der einen Innendurchmesser besitzt, welcher gleich
dem Durchmesser der Schmelzebohrung 30 durch die Düse
10 und der Bohrung 74 durch den hinteren Abschnitt 70
des Anschnitteinsatzes 68 ist. Beabstandete
kegelförmige Rippen 104, die sich von einer Mittelachse
106 nach außen erstrecken, um in den äußeren Haltering
102 zu münden, bilden Schmelzeströmungskanäle 108
zwischen den einzelnen Rippen 104. Die kegelförmigen
Rippen 104 erstrecken sich, um zulaufende Spitzen 110,
112 auf der Mittelachse 106 an gegenüberliegenden Enden
des Torpedos zu bilden.
Im Gebrauch ist das Torpedo 100 fest und exakt durch
den äußeren Haltering 102 festgelegt, der in dem Sitz
78 im vorderen Ende 24 der jeweiligen Düse 10
aufgenommen und dort durch den Anschnitteinsatz 68
festgehalten ist. In dieser Lage erstreckt sich die
Mittelachse 106 des Torpedo zentral mittig in die
Schmelzebohrung 30 und die vordere Spitze 110 des
Torpedo erstreckt sich in eine bestimmte, genaue
Mittelposition in oder benachbart zu dem Anschnitt 76.
Während des obenerläuterten Gießzyklus strömt die
Schmelze durch die Kanäle 1 und 8 zwischen den Streben
104 und hinter der vorderen Spitze 110 in den Anschnitt
76. Das Torpedo 100 wird verwendet, wenn es
wünschenswert ist, zusätzliche Wärme von stromauf zu
der vorderen Spitze 110 in oder an dem Einschnitt 76 zu
führen. Die exakte Lage der voreren Spitze 110 wird in
Abhängigkeit von der Anschnittkonfiguration bestimmt,
sowie in Abhängigkeit von dem Produkt, das hergestellt
wird, und von der Art des Materials, das spritzgegossen
wird und das Torpedo wird entsprechend dimensioniert.
Obwohl diese Art von Anordnung mit einer Spitze, die
sich in dem Bereich des Anschnittes 76 erstreckt, aus
hot tip gating oder "Heißspitzen"-Anschnitt bezeichnet
werden kann, ist diese Anordnung für die Zwecke der
vorliegenden Anmeldung auch von dem allgemeinen Begriff
des Spritzgießens mit offenem Anschnitt bzw. offenem
Düsenanschnitt umfaßt.
Um zwei unterschiedliche Anordnungen, wie sie in den
Fig. 3 und 5 dargestellt sind, zu schaffen, wird das
Torpedo 100 mit Rippen 104 hergestellt, die sich unter
unterschiedlichen Winkeln in entgegengesetzte
Richtungen von dem Haltering 102 neigen. Somit sind die
Spitzen 110, 112 in einem unterschiedlichen Abstand von
dem Haltering 102 beabstandet bzw. erstrecken sich in
einen unterschiedlichen Abstand vom Heizring 102 und
das Torpedo ist umkehrbar, um eine Situation
herzustellen, in der eine unterschiedliche Abmessung
erforderlich ist. Wie ersichtlich ist, haben in dem
Ausführungsbeispiel, das in Fig. 5 gezeigt ist, der
vordere Abschnitt 72 des Anschnitteinsatzes 68 und der
Anschnitt 76 unterschiedliche Konfiguration, wobei die
vordere Fläche bzw. Vorderseite 114 des
Anschnitteinsatzes 68 mit der benachbarten Ebene 96 des
Formhohlraumes 40 fluchtet. Diese Anordnung oder
Konfiguration wird normalerweise für kristalline
Materialien verwendet, bei denen eine sehr dünne
Anschnittmarkierung erhalten wird. Obwohl der Abstand
der vorderen Spitze 112 des Torpedo von dem Haltering
102 geringer ist als in der Anordnung, die in Fig. 3
dargestellt ist, kann das gleiche Torpedo verwendet
werden, indem es lediglich mit umgekehrten Enden
verwendet wird.
Obwohl die Erläuterung des Systems, daß
übereinstimmende Kegelflächen einen Abzugsflansch und
ein Torpedo aufweisen, in bezug auf verschiedene
Ausführungsbeispiele der Erfindung gegeben wurde, sind
diese nicht in einem begrenzenden Sinne zu verstehen.
Vielmehr sind Veränderungen und Abweichungen dem
Fachmann deutlich. Zum Beispiel ist es offensichtlich,
daß der Anschnitteinsatz 68 und die entsprechende,
passende Formhohlraumplatte 18 andere Formen haben
können und das Torpede 100 eine andere Anzahl und Form
von Rippen 104 aufweisen kann. Bezüglich des Umfanges
der Erfindung wird vorzugsweise auf die beigefügten
Ansprüche verwiesen.
Die Erfindung betrifft eine Spritzgießeinrichtung mit
offenem Düsenanschnitt, mit Düsen, die einen
entfernbaren hohlen Anschnitteinsatz aufweisen, der in
einem Sitz in dem vorderen Ende jeder Düse aufgenommen
ist, um den Anschnitt zu bilden. Jeder Anschnitteinsatz
besitzt einen vorderen Abschnitt mit einer
kegelförmigen Außenfläche, die sich in eine
entsprechend übereinstimmend geformte, kegelförmige
Innenfläche einer Öffnung, die sich durch die Form zu
dem Formhohlraum erstreckt, anliegt. Der vordere
Abschnitt des Anschnitteinsatzes ist in gewissem Sinne
nachgiebig, wodurch ein extrem guter Kontakt zwischen
dem Einsatz und der Form unter dem Lagerdruck infolge
thermischer Ausdehnung der Düse gesichert ist. Somit
wird ein optimaler, gleichmäßiger Wärmeübergang
zwischen dem Anschnitteinsatz und der gekühlten Form
erreicht. Der Anschnitteinsatz besitzt einen
Umfangs-Abzugsflansch, um sein Entfernen von dem Sitz
zu erleichtern, wenn ein Austausch erforderlich ist. In
einer alternativen Ausführungsform ist ein
langgestreckter Torpedo zentral in die Schmelzebohrung
jeder Bohrung eingesetzt. Der Torpedo besitzt einen
äußeren Haltering und eine Anzahl von sich radial
erstreckenden, konischen Rippen, die zwischen sich
Schmelzeströmungskanäle bilden. Der Torpedo ist
befestigt, wobei der Haltering in dem Sitz in dem
vorderen Ende der Düse durch den Einschnitteinsatz
festgelegt ist und eine zulaufende Spitze, gebildet
durch die Rippen, erstreckt sich, um zusätzliche Wärme
in den Anschnitt oder in den Anschnittbereich zu
bringen. Der Torpedo besitzt zulaufende Spitzen an
gegenüberliegenden Seiten bzw. Enden und ist für die
Anwendungsfälle mit unterschiedlicher Dimensionierung
umdrehbar.
Claims (6)
1. Spritzgießeinrichtung mit offenem Düsen-Anschnitt,
mit einer elektrisch beheizten, langgestreckten Düse,
die in eine Bohrung in eine benachbarte gekühlte Form
eingesetzt wird, wobei die Düse ein hinteres Ende, ein
vorderes Ende und einen im wesentlichen zylindrischen
Körperabschnitt aufweist, mit einer Außenfläche, die von
der benachbarten Form durch einen isolierenden Luftraum
oder Luftspalt getrennt ist, wobei die Düse eine
zentrale Schmelzebohrung aufweist, die sich von dem
hinteren Ende zum vorderen Ende in axialer Ausrichtung
mit einer Öffnung durch die Form erstreckt, die zu einem
Formhohlraum führt, und mit einem Anschnitteinsatz,
aufgenommen in einem Sitz in dem vorderen Ende der Düse
und nach vorn vorspringend über den isolierenden
Luftspalt hinweg in die Öffnung, die zu dem Formhohlraum
führt, wobei der Anschnitteinsatz eine Außenfläche und
eine Mittelbohrung besitzt, welche sich in axialer
Ausrichtung mit der zentralen Schmelzebohrung der Düse
befindet und deren Anschnitteinsatz einen vorderen
Abschnitt mit einer einwärts kegelig zulaufenden
Außenfläche und einem Mittelanschnitt durch den Einsatz
hindurch aufweist, wobei die Mittelbohrung nach einwärts
in den vorderen Abschnitt des Mittelanschnittes kegelig
zuläuft, der zu dem Formhohlraum führt,
gekennzeichnet dadurch,
daß die Außenfläche (82) des vorderen Abschnittes (72)
des Anschnitteinsatzes (68) nach einwärts kegelförmig
verläuft und einen ersten Abschnitt besitzt, der den
Mittelanschnitt (76) umgibt, welcher sich durch den
Einsatz (68) hindurch erstreckt, und einen zweiten
Abschnitt besitzt, der den ersten Abschnitt umgibt,
wobei der Anschnitteinsatz (68) lösbar in das vordere
Ende (24) der Düse (10) eingesetzt ist, wobei die
Öffnung (38) durch die Form (18) eine Innenfläche (84)
besitzt, die nach vorwärts kegelig einwärts zuläuft, um
passend in Anlage zu sein mit dem zweiten Abschnitt (72)
der kegeligen Außenfläche (82) des vorderen Abschnittes
(72) des Anschnitteinsatzes (68), wobei der vordere
Abschnitt (72) des Anschnitteinsatzes (68) geringfügig
elastisch ist und in die Öffnung (38) durch die Form
(18) eingesetzt ist, wodurch der erste Abschnitt (72)
der Außenfläche sich durch die Öffnung (38) in der Form
(18) zu dem Formhohlraum (14) erstreckt und der zweite
Abschnitt der Außenfläche in Lagerkontakt gegen die
kegelige Innenfläche (84) der Öffnung (38) anliegt, um
zwischen diesen Teilen eine optimale gleichmäßige
Wärmeleitfähigkeit zu schaffen, wobei die Außenfläche
des Anschnitteinsatzes (68) eine Flanscheinrichtung (80)
aufweist, die nach außen in den Luftspalt zwischen der
Außenfläche der Düse (10) und der benachbarten Form (18)
vorspringt, um das Entfernen des Anschnitteinsatzes (68)
von der Düse (10) zu erleichtern.
2. Spritzgießeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mittelanschnitt (76) durch den
Anschnitteinsatz (78) nach vorwärts und außen kegelig
verläuft.
3. Spritzgießeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Anschnitteinsatz (68) aus Stahl
besteht.
4. Spritzgießeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der vordere Abschnitt (72) des
Anschnitteinsatzes (68) sich durch die Öffnung (38) in
der Form (18) erstreckt und in den Formhohlraum (40)
vorspringt, um eine Vertiefung in dem Produkt, das in
den Formhohlraum (40) spritzgegossen wird, zu
hinterlassen.
5. Spritzgießeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß ein langgestreckter Torpedokörper
(100) in der Schmelzebohrung (30) der Düse (10)
angeordnet ist, wobei der Torpedokörper (100) einen
äußeren Haltering (102) und eine Mehrzahl von
beabstandeten Rippen (104) aufweist, die sich radial von
einer Mittelachse zu dem äußeren Haltering (102) nach
außen erstrecken, um zwischen sich bzw. dazwischen eine
Mehrzahl von Schmelzeströmungskanälen (108) zu bilden,
wobei die Rippen (104) von dem Haltering (102) nach
innen kegelförmig verlaufen, um an gegenüberliegenden
Enden des Torpedokörpers (100) zulaufende Spitzen (110)
zu bilden, wobei der Heizring (102) in einem Sitz (78)
in dem vorderen Ende (24) der Düse (10) aufgenommen und
durch den Anschnitteinsatz (68) festgelegt ist, wobei
die Mittelachse des Torpedokörpers (100) sich zentral
mittig in der Schmelzebohrung (30) erstreckt und eine
vordere der zulaufenden Spitzen (110) des Torpedokörpers
(100) sich in einer bestimmten, exakten Mittelposition in
oder nahe dem Anschnitt (76) erstreckt, der durch den
Anschnitteinsatz (68) gebildet ist.
6. Spritzgießeinrichtung nach Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Rippen (104) mit
unterschiedlichen Winkeln in entgegengesetzten
Richtungen geneigt von dem Heizring (102) zulaufen,
wodurch der Torpedokörper (100) umkehrbar ist, derart,
daß sich dann die vordere Spitze (110, 112) in einem
anderen Abstand von dem Haltering (102) befindet, um
eine andere Konfiguration des Anschnittes (76) oder
Anschnitteinsatzes (68) zu bilden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CA000578974A CA1261577A (en) | 1988-09-30 | 1988-09-30 | Injection molding nozzle with replaceable gate insert |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3926360A1 true DE3926360A1 (de) | 1990-04-05 |
Family
ID=4138825
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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- 1989-08-28 JP JP22140589A patent/JPH02258226A/ja active Pending
Also Published As
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