DE3926268A1 - Lift einer automatischen foerderanlage fuer spulentransportpaletten - Google Patents
Lift einer automatischen foerderanlage fuer spulentransportpalettenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Lift zum Überbrücken eines
Höhenunterschiedes der linearen Förderbahnen einer
Spulentransportpaletten und auf den Paletten gegebenenfalls
angeordnete Hülsen oder Spulen zu und/oder von einem
Spulautomaten befördernden automatischen Förderanlage.
In derartigen Förderanlagen ergeben sich oft Niveauunterschiede
der Förderbahnen, die sich beispielsweise aus örtlichen
Gegebenheiten, aus maschinenspezifischen Gegebenheiten und aus
dem Zusammenschluß von Spulautomaten und Spinnmaschinen zu
Aggregaten ergeben. Mit schräglaufenden Transportbändern und
unter Einsatz von Elevatoren ist schon versucht worden,
Höhenunterschiede zu überbrücken.
Auf schräglaufenden Transportbändern besteht die Gefahr des
Herabfallens der Spulen von den Paletten. Bei Elevatoren ergeben
sich Zusatzprobleme an der Beschickungs- und Entleerungsstelle.
Durch die JP-OS-52-25 139 ist ein Lift bekannt, bei dem ein Teil
einer unteren Förderbahn, der beispielsweise mit sechs Spulen
bestückt werden kann, bis in Höhe einer oberen Förderbahn
hochgehoben wird, wo er eine dort vorhandene Lücke schließt. Ein
derartiges Öffnen der Förderbahnen ist jedoch nicht immer
angängig, insbesondere dann nicht, wenn mehrere Lifte vorgesehen
sind. Es treten dann Steuerungs- und Transportprobleme oder
Stockungen auf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen universell
verwendbaren Lift zu schaffen, der sich insbesondere für
durchgehende Förderbahnen oder mit Transportbändern arbeitende
Förderbahnen eignet.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung
gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen beschrieben.
Die Paletten laufen beispielsweise auf der einen Förderbahn gegen
einen Anschlag, bis so viele Paletten aneinandergereiht sind, wie
auf der Plattform des Liftes Platz haben. Die Palettenreihe wird
dann (gegebenenfalls mit aufgesteckten beziehungsweise gehaltenen
Hülsen oder Spulen beziehungsweise Kopsen) auf die Plattform
geschoben, und der Lift transportiert die Plattform neben die
zweite Förderbahn, auf die die Palettenreihe dann durch die
zweite Verschiebeeinrichtung in einem einzigen Verschiebevorgang
gebracht wird. Währenddessen können beide Förderbahnen in Betrieb
bleiben. Ihre Treibriemen, Förderbänder oder dergleichen könnten
also weiterlaufen.
Befördert der Lift beispielsweise mit Spulen bestückte Paletten
von oben nach unten, so kann er gleich anschließend unten
herantransportierte Paletten mit aufgesteckten Hülsen von unten
nach oben transportieren, wo sie dann auf der oberen Förderbahn
weitertransportiert werden können. Wechselseitig schaltbare
Sperrelemente an oder über den Förderbahnen erleichtern einen
derartigen Transport.
Demnach könnten beispielsweise auf der oberen Förderbahn mit
Spulen bestückte Paletten herantransportiert, durch den Lift auf
die untere Förderbahn gebracht, auf der unteren Förderbahn mit
Hülsen bestückte Paletten herangebracht und durch den Lift auf
die obere Förderbahn gebracht werden (Überkreuzen der
Förderströme).
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt. Anhand dieser Ausführungsbeispiele wird die
Erfindung noch näher beschrieben und erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Ansicht von oben auf einen erfindungsgemäßen
Lift.
Fig. 2 zeigt den Lift in einer Ansicht von vorn.
Fig. 3 zeigt die Ansicht einer Alternativausbildung der
Plattform des Lifts und ihrer Antriebseinrichtung.
Nach den Fig. 1 und 2 überbrückt ein Lift 1 einen
Höhenunterschied zwischen einer linearen Förderbahn 2 und einer
linearen Förderbahn 3. Die Förderbahnen 2 und 3 gehören zu einer
insgesamt mit 4 bezeichneten automatischen Förderanlage. Die
automatische Förderanlage befördert bei diesem
Ausführungsbeispiel diskrete Spulentransportpaletten 5 mit
aufgesteckten Spulen 6 in Gestalt von Kopsen in Richtung des
Pfeils 7 von einer hier nicht dargestellten Spinnmaschine in
Richtung des Pfeils 8 zu einem hier ebenfalls nicht dargestellten
Spulautomaten, der den Garninhalt der Kopse 6 zu Kreuzspulen
umformt.
Automatische Förderanlagen sind an und für sich bekannt,
beispielsweise aus der JP-OS-52-25 139. Um eine ähnliche
Förderanlage handelt es sich auch hier. So besteht beispielsweise
die Förderbahn 2 aus einem in Richtung des Pfeils 7 laufenden
Transportband, das über den als Bandrolle ausgebildeten
Außenläufer eines an und für sich bekannten Bandmotors 9 geleitet
ist, der das Transportband antreibt. Das obere Trum des
Transportbands gleitet, wo immer angängig, über Stützbleche 10,
die das Durchhängen des Transportbands verhindern.
In Fig. 1 sind die Paletten 5 durch einfache Kreise symbolisiert
worden.
Auch die untere Förderbahn 3 besteht aus einem gleichartigen
Transportband dessen oberes Trum in Richtung des Pfeils 8 zum
Spulautomaten läuft und dort angetrieben wird. Das hintere Ende
des Transportbands läuft über eine Bandrolle 11. Zur
Unterstützung des oberen Trums sollen auch hier Stützbleche
angeordnet sein, die aber in Fig. 2 nicht dargestellt sind.
Die Fig. 1 und 2 zeigen, daß die Förderbahn 2 am Lift endet und
die Förderbahn 3 am Lift beginnt. Dies soll aber keine
Einschränkung der Erfindung bedeuten. Es ist möglich und denkbar,
beide Förderbahnen über den Lift 1 hinaus beliebig zu verlängern.
Der Lift 1 besitzt eine langgestreckte Plattform 12, auf der
gemäß Fig. 1 sechs nebeneinanderstehende Paletten 5 Platz haben.
Die Plattform 12 ist von einer oberen Position seitlich neben der
oberen Förderbahn 2 (im engeren Sinn ist dies das obere Trum) zu
einer unteren Position seitlich neben der unteren Förderbahn 3
(im engeren Sinn ist dies ebenfalls das obere Trum) und
zurück gesteuert auf und ab bewegbar. Sie kann die sechs
aneinandergereihten Paletten 5 auf einmal übernehmen und abgeben.
Hierzu ist neben der oberen Förderbahn 2 und der oberen Position
der Plattform 12 gegenüberliegend eine steuerbare obere
Verschiebeeinrichtung 13 angeordnet.
Zum gleichzeitigen Übergeben der sechs aneinandergereihten
Paletten 5 von der Plattform 12 auf die untere Förderbahn 3 ist
neben der unteren Förderbahn 3 und der unteren Position 12′ der
Plattform 12 gegenüberliegend eine gleichartige steuerbare untere
Verschiebeeinrichtung 14 angeordnet.
Die obere Verschiebeeinrichtung 13 besitzt einen Schieber 17, der
durch einen Stellmotor 15 mit geringem Abstand über die
Förderbahn 2 vor und zurück verschoben werden kann. Die
Verschiebeeinrichtung 14 besitzt einen Schieber 18, der durch
einen Stellmotor 16 mit geringem Abstand über der in der unteren
Position 12′ stehenden Plattform 12 in Richtung auf die
Förderbahn 3 vor und zurück verschoben werden kann. Bei den
Stellmotoren 15 und 16 handelt es sich beispielsweise um
pneumatische, steuerbare Stellmotoren, bestehend aus Zylinder,
Kolben und mit dem Schieber verbundener Kolbenstange. Der
Schieber 17 besitzt eine gegen die Schmalseiten der in einer
Reihe stehenden Paletten 5 gerichtete Anlagefläche 19, der
Schieber 18 eine ebensolche Anlagefläche 20. Außerdem besitzt der
Schieber 17 eine gegen die Zufuhrseite der Förderbahn 2
gerichtete und weitere herantransportierte Paletten 5 an ihrer
Fortbewegung während der Schieberbetätigung hindernde
Anlagefläche 21. Auch der Schieber 18 besitzt eine entsprechende,
unter rechtem Winkel von der Fläche 20 weg gerichtete
Anlagefläche 22. Diese Anlagefläche 22 erlangt allerdings erst
dann Bedeutung, wenn die Förderbahn 3 nach links über den Lift 1
hinaus verlängert wird.
Seitlich neben der oberen Verschiebeeinrichtung 13 ist oberhalb
der oberen Förderbahn 2 ein den Weitertransport der Paletten 5
über den Bereich des Liftes 1 hinaus verhinderndes Sperrelement
23 angeordnet.
Die Plattform 12 ist an ihren Schmalseiten mit Leisten 24, 25
versehen, die das unbeabsichtigte Ausweichen der Paletten 5 zur
Seite hin verhindern sollen. Ebenfalls an den Schmalseiten ist
die Plattform 12 an endlose Zugmittel 26, 27 angekoppelt. Die
Zugmittel 26 und 27 sind beispielsweise als Zahnriemen
ausgebildet. Sie sind über Walzen 28, 29; 30, 31 geführt, die
paarweise angeordnet sind. Die Zugmittel 26, 27 sind durch eine
gemeinsame Antriebseinrichtung 32 synchron antreibbar. Die
Antriebseinrichtung 32 besitzt einen als Schrittmotor
ausgebildeten Antriebsmotor M, der durch ein schematisch
angedeutes Kraftübertragungsmittel 33 mit der Walze 28 verbunden
ist. Als Kraftübertragungsmittel sind beispielsweise Ketten und
Kettenräder geeignet. Um den Synchronlauf zu gewährleisten, ist
die Walze 28 durch ein weiteres Kraftübertragungsmittel 34 mit
der Walze 30 verbunden. Als Kraftübertragungsmittel wären
ebenfalls Ketten und Kettenräder oder eine Welle mit Kegelrädern
brauchbar.
Neben der oberen Verschiebeeinrichtung 13 ist ein die Länge der
Palettenreihe erfassender Sensor 35 angeordnet. Der Sensor 35
spricht an, sobald sechs Paletten an ihm vorbeigewandert sind. In
vereinfachter Ausführung spricht der Sensor 35 dann an, wenn eine
Palette unmittelbar vor ihm zum Stillstand kommt. Nach Fig. 1 ist
dies die dargestellte Palette 5. Dieser Sensor 35 steuert auf
später noch zu erläuternde Art und Weise die Liftoperation.
Die Fig. 1 und 2 zeigen außerdem, daß links und rechts neben den
Verschiebeeinrichtungen 13 und 14 diverse schaltbare
Sperrelemente derartig angeordnet sind, daß sie die zum Transport
durch den Lift 1 vorgesehene Palettenreihe abteilen und am
Weitertransport auf der betreffenden Förderbahn, beispielsweise
der Förderbahn 2, hindern, beziehungsweise, daß sie über der
empfangenden Förderbahn, beispielsweise der Förderbahn 3, einen
bestimmten Bereich für die Übergabe der Palettenreihe von der
Plattform 12 her freihalten.
Diese schaltbaren Sperrelemente sind bei dem Ausführungsbeispiel
außer Funktion. Sie werden nur dann gebraucht, wenn die beiden
Förderbahnen zu beiden Seiten über den Bereich des Liftes 1
hinaus verlängert sind. So befindet sich beispielsweise ein
schaltbares Sperrelement 36 links und ein weiteres schaltbares
Sperrelement 37 rechts neben der Verschiebeeinrichtung 13; ein
weiteres schaltbares Sperrelement 38 links und ein weiteres
Sperrelement 39 rechts neben der Verschiebeeinrichtung 14. Die
Sperrelemente 36 bis 39 sind beispielsweise als Solenoide
ausgebildet, deren Stößel zurückgezogen sind, aber nach
Einschalten beziehungsweise Herstellen eines elektrischen
Stromkreises ausgefahren werden können, um beispielsweise die
entsprechenden Abschnitte der Förderbahnen freizuhalten
beziehungsweise vorübergehend vom Lineartransport auszunehmen.
Die Fig. 1 und 2 zeigen, daß der Lift 1 als eine kompakte
Baueinheit ausgebildet ist, die leicht an geeigneter Stelle der
automatischen Förderanlage 4 aufgestellt werden kann, die bei
Bedarf aber auch, sofern die Förderbahnen 2 und 3 über längere
Strecken parallel laufen, an dieser Strecke an beliebiger Stelle
wieder neu aufgestellt werden kann, ohne daß nennenswerte
Demontagearbeiten oder Montagearbeiten erforderlich werden.
Der Lift 1 besitzt in konsequenter Verfolgung dieses Vorteils
eine Grundplatte 40, auf der diverse Träger und Füße befestigt
sind, die alle bisher erwähnten Einzelteile des Liftes 1 tragen.
Der Fuß 41 trägt beispielsweise den Motor M, ein vertikaler
Träger 42 die Bandrolle 11, die Walzen 28 und 29 und das
Sperrelement 38. Ein weiterer vertikaler Träger 43 trägt die
Walzen 30 und 31, den Bandmotor 9, einen Halter 47 für das
Sperrelement 23 und die beiden Sperrelemente 37 und 39. Ein
dritter vertikaler Träger 44 trägt den Stellmotor 15 der
Verschiebeeinrichtung 13. Ein weiterer vertikaler Träger 45 trägt
den Stellmotor 16 der Verschiebeeinrichtung 14. Ein weiterer
vertikaler Träger 46 trägt den Sensor 35, das Sperrelement 36 und
eine Schalteinrichtung 48, in der sämtliche Wirkverbindungen der
einzelnen Antriebseinrichtungen zusammenlaufen und in die
diejenigen mechanischen und elektrotechnischen Einrichtungen und
Schaltungen und Anordnungen vereinigt sind, die auf an und für
sich konventionelle Weise unter Zusammenwirken mit integrierten
Steuermitteln und den erwähnten externen steuerbaren
Betätigungsmitteln für die Plattform und die
Verschiebeeinrichtungen dafür sorgen, daß die Bewegungen der
Plattform 12 und der Verschiebeeinrichtungen 13 und 14 im Sinn
eines flüssigen Bewegungsablaufs aufeinander abgestimmt sind.
Hierzu werden im folgenden Text noch nähere Angaben gemacht.
Fig. 3 zeigt eine alternative Ausbildung einer
Antriebseinrichtung 32′ für die Plattform 12. Die
Antriebseinrichtung 32′ besitzt einen Stellmotor 49 mit einer
vertikalen Geradführungseinrichtung in Gestalt einer fluidischen
Kolben-Zylinder-Anordnung, ausgestattet mit Teleskoprohren 50,
51. Die Anordnung kann teleskopartig zusammengeschoben werden,
wie es Fig. 3 zeigt, womit dann die untere Position der Plattform
12 erreicht ist. Die Teleskopteile können aber auch so weit
hochgefahren werden, daß die Plattform 12 in einer oberen
Position stehenbleibt. Die hierzu erforderlichen Anschläge können
in der Teleskopanordnung selbst verwirklicht werden, so daß die
ganze Antriebseinrichtung 32 sehr einfach aufgebaut ist.
Die Fig. 1 und 2 zeigen die Verschiebeeinrichtungen 13 und 14 und
die Plattform 12 in ihren Grundstellungen. Sobald der Sensor 35
anspricht, ist es gewährleistet, daß sechs Paletten 5 vor dem
Sperrelement 23 aufgestaut sind. Die Meldung geht vom Sensor 35
an die Steuer- und Schalteinrichtung 48, die daraufhin über
geeignete Wirkverbindungen zunächst den Stellmotor 15 betätigt,
damit er den Schieber 17 in Richtung auf die Plattform 12
vorschieben und anschließend sofort wieder zurückschieben kann.
Bei dieser Schiebebewegung geraten die sechs vor dem Schieber
anstehenden Paletten auf die Plattform 12, wie es Fig. 1 zeigt.
Sobald der Schieber 17 seine Ausgangslage wieder eingenommen hat,
können durch das immer weiterlaufende Transport 2 schon weitere
Paletten vor dem Sperrelement 23 aufstauen. Zwar kann dann der
Sensor 35 wieder erneut ansprechen, der Stellmotor wird aber erst
dann wieder betätigt, wenn der gesamte Übergabezyklus wie folgt
zu Ende geführt ist:
Nach einem in der Schalteinrichtung 48 auf konventionelle Art und Weise verwirklichten Folgesteuerprogramm, das beispielsweise mechanisch und mit Kurvenscheiben arbeitend ausgebildet sein kann, das aber auch entsprechende Schaltvorgänge auslösende oder Signale zur Betätigung aussendende elektrische oder elektronische Einrichtungen konventioneller Art aufweisen kann, wird nun als nächstes der Motor M veranlaßt, eine vorgegebene Anzahl Umdrehungen auszuführen, bis die Plattform 12 mit den aufstehenden Paletten und Spulen in die Stellung 12′ gelangt ist. Sofort nach Stillstand des Motors M betätigt die Steuer- und Schalteinrichtung 48 nun den Stellmotor 16 der Verschiebeeinrichtung 14 auf genau die gleiche Art und Weise, wie zuvor den Stellmotor 15 der Verschiebeeinrichtung 13. Dabei geraten die Paletten nun von der Plattform 12 auf die Förderbahn 3, wie es Fig. 1 zeigt. Es schadet nichts, wenn die Transportbahn 3 dauernd in Betrieb ist. Es ist aber auch möglich, die Transportbahn 3 erst dann anlaufen zu lassen, wenn sie die Paletten empfangen hat.
Nach einem in der Schalteinrichtung 48 auf konventionelle Art und Weise verwirklichten Folgesteuerprogramm, das beispielsweise mechanisch und mit Kurvenscheiben arbeitend ausgebildet sein kann, das aber auch entsprechende Schaltvorgänge auslösende oder Signale zur Betätigung aussendende elektrische oder elektronische Einrichtungen konventioneller Art aufweisen kann, wird nun als nächstes der Motor M veranlaßt, eine vorgegebene Anzahl Umdrehungen auszuführen, bis die Plattform 12 mit den aufstehenden Paletten und Spulen in die Stellung 12′ gelangt ist. Sofort nach Stillstand des Motors M betätigt die Steuer- und Schalteinrichtung 48 nun den Stellmotor 16 der Verschiebeeinrichtung 14 auf genau die gleiche Art und Weise, wie zuvor den Stellmotor 15 der Verschiebeeinrichtung 13. Dabei geraten die Paletten nun von der Plattform 12 auf die Förderbahn 3, wie es Fig. 1 zeigt. Es schadet nichts, wenn die Transportbahn 3 dauernd in Betrieb ist. Es ist aber auch möglich, die Transportbahn 3 erst dann anlaufen zu lassen, wenn sie die Paletten empfangen hat.
Ohne unnötige Verzögerung sorgt nun die Schalteinrichtung 48
dafür, daß die Plattform 12 wieder in ihre Ausgangsstellung nach
Fig. 2 zurückgefahren wird. Wenn inzwischen der Sensor 35
angesprochen hat, veranlaßt die Steuer- und Schalteinrichtung 48
sofort einen weiteren Arbeitszyklus. Anderenfalls kann, muß aber
nicht abgewartet werden, bis wieder sechs Paletten zum Transport
anstehen. Es kann unter Umständen zweckmäßig sein, unabhängig von
der Anzahl der aufgelaufenen Paletten, sofort oder nach Ablauf
einer bestimmten Wartezeit einen Transportzyklus des Liftes 1 zu
veranlassen, damit wenigstens eine Palette oder einige Paletten
weitertransportiert werden. Notfalls könnte man ganz ohne einen
Sensor 35 auskommen, wenn man routinemäßig in kurzen
Zeitabständen den Lift 1 tätig werden läßt. Eine solche
Betriebsweise wäre tatsächlich empfehlenswert in den Fällen, in
denen eine gute Abstimmung zwischen der Anlieferung der Paletten
von der Spinnmaschine her und der Abnahme der Paletten seitens
der Spulmaschine vorhanden ist.
Selbstverständlich könnte bei umgekehrter Transportrichtung der
linearen Förderbahnen nach zweckentsprechendem Umsetzen der
Verschiebeeinrichtungen auf die gegenüberliegende Seite die
Plattform 12 unter Änderung des Programms unten beladen und oben
entladen werden. Um hierbei den Weitertransport der Paletten nach
links zu verhindern, würde man das Sperrelement 38 einschalten,
damit die Paletten auf der Förderbahn 3 entsprechend aufstauen
können.
Es bleibt noch anzumerken, daß die Förderbahnen und auch alle
Teile des Liftes 1 in den Zeichnungen nur schematisch dargestellt
sind. Die Förderbahnen können das seitliche Ausweichen der
Paletten verhindernde Seitenborde oder Seitenwände besitzen, auf
deren Darstellung hier aber verzichtet wurde.
Claims (9)
1. Lift zum Überbrücken eines Höhenunterschiedes der linearen
Förderbahnen einer Spulentransportpaletten und auf den
Paletten gegebenenfalls angeordnete Hülsen oder Spulen zu
und/oder von einem Spulautomaten befördernden automatischen
Förderanlage,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lift (1) eine Plattform (12) besitzt, die von einer
Position seitlich neben einer oberen Förderbahn (2) zu einer
Position (12′) seitlich neben einer unteren Förderbahn (3)
und zurück gesteuert auf und ab bewegbar ist, daß die
Plattform (12) so lang bemessen ist, daß sie eine Mehrzahl
aneinandergereihter Paletten (5) auf einmal übernehmen und
abgeben kann, daß neben der einen Förderbahn (2) und der
einen Position der Plattform (12) gegenüberliegend eine
steuerbare erste Verschiebeeinrichtung (13) zum
gleichzeitigen Verschieben einer Mehrzahl von Paletten (5)
von der einen Förderbahn (2) auf die Plattform (12)
angeordnet ist, daß neben der anderen Förderbahn (3) und der
anderen Position (12′) der Plattform (12) gegenüberliegend
eine steuerbare zweite Verschiebeeinrichtung (14) zum
gleichzeitigen Verschieben einer Mehrzahl von Paletten (5)
von der Plattform (12) auf die andere Förderbahn (3)
angeordnet ist, und daß Steuermittel (35, 48, 36 bis 39) und
steuerbare Betätigungsmittel (32, 15, 16) für die Plattform
(12) und die Verschiebeeinrichtungen (13, 14) vorgesehen
sind, die derartig angeordnet und schaltungsmäßig miteinander
verbunden sind, daß die Bewegungen der Plattform (12) und der
Verschiebeeinrichtungen (13, 14) im Sinn eines flüssigen
Bewegungsablaufs aufeinander abgestimmt sind.
2. Lift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschiebeeinrichtungen (13, 14) jeweils einen durch einen
Stellmotor (15, 16) vor und zurück verschiebbaren Schieber
(17, 18) aufweisen, der eine gegen die Schmalseiten der in
einer Reihe stehenden Paletten (5) gerichtete Anlagefläche
(19, 20) aufweist.
3. Lift nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Schieber (17, 18) eine gegen die Zufuhrseite der Förderbahn
(2, 3) gerichtete und weitere herantransportierte Paletten
(5) an ihrer Fortbewegung während der Schieberbetätigung
hindernde Anlagefläche (21, 22) aufweist.
4. Lift nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß seitlich neben der einen
Verschiebeeinrichtung (13) oberhalb der einen Förderbahn (2)
ein den Weitertransport der Paletten (5) über den Bereich des
Liftes (1) hinaus mindestens vorübergehend verhinderndes
Sperrelement (23) angeordnet ist.
5. Lift nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Plattform (12) an ihren Schmalseiten
an über über Rollen, Räder oder Walzen (28 bis 31) geführte
endlose Zugmittel (26, 27) angekoppelt ist und daß die
Zugmittel (26, 27) durch eine gemeinsame Antriebseinrichtung
(32) synchron antreibbar sind.
6. Lift nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Plattform (12) als
Antriebseinrichtung (32, 32′) mindestens einen Stellmotor
(49) mit einer vertikalen Geradführungseinrichtung besitzt.
7. Lift nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebseinrichtung (49) mindestens eine fluidische
Kolben-Zylinder-Anordnung besitzt.
8. Lift nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Startsignal für eine Liftoperation
durch einen die Anzahl der Paletten (5) oder die Länge der
Palettenreihe neben der einen Verschiebeeinrichtung (13)
erfassenden Sensor (35) auslösbar ist.
9. Lift nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß links und rechts neben den
Verschiebeeinrichtungen (13, 14) schaltbare Sperrelemente
(36, 37; 38, 39) derartig angeordnet sind, daß sie die zum
Transport durch den Lift (1) vorgesehene Palettenreihe
abteilen und am Weitertransport auf der betreffenden
Förderbahn (2) hindern, beziehungsweise daß sie über der
empfangenden Förderbahn (3) einen bestimmten Bereich für die
Übergabe der Palettenreihe von der Plattform (12) her
freihalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893926268 DE3926268A1 (de) | 1989-08-09 | 1989-08-09 | Lift einer automatischen foerderanlage fuer spulentransportpaletten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19893926268 DE3926268A1 (de) | 1989-08-09 | 1989-08-09 | Lift einer automatischen foerderanlage fuer spulentransportpaletten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3926268A1 true DE3926268A1 (de) | 1991-02-14 |
Family
ID=6386775
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19893926268 Withdrawn DE3926268A1 (de) | 1989-08-09 | 1989-08-09 | Lift einer automatischen foerderanlage fuer spulentransportpaletten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3926268A1 (de) |
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