DE3924002A1 - Klebstoff-zusammensetzungen - Google Patents
Klebstoff-zusammensetzungenInfo
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Description
Diese Erfindung bezieht sich auf neue Klebstoff-Zusammen
setzungen aus epoxidiertem cis-1,4-Polyisopren. Insbeson
dere bezieht sie sich auf die Klebstoff-Zusammensetzungen
auf der Basis von epoxidiertem natürlichem Gummi (ENR) zum
Verbinden von Gummis mit einer Vielzahl von Substraten ein
schließlich Metalle und Gummis.
Die Verwendung von Klebstoff-Zusammensetzungen zum Verbin
den von Gummis mit verschiedenen Metallen ist gut bekannt.
Im allgemeinen ist ein wichtiges Erfordernis eines solchen
Klebstoffs, daß er nicht geliert und seine Haftungsfähig
keit behält, auch wenn er lange Zeit steht. Der Klebstoff
sollte Gummis leicht mit Metallen verbinden durch Erhitzen
der Zusammenstellung unter Druck. Um vielseitig verwendbar
zu sein, wird von dem gleichen Klebstoff oft auch verlangt,
daß er eine Reihe von allgemein verwendeten Elastomeren mit
Metallen verbindet. Beispiele für allgemein verwendete
Elstomere in Gummi mit Metall-Zusammenstellungen schließen
natürlichen Gummi (NR), Styrolbutadien-Gummi (SBR), Buta
dien-Acrylnitril-Gummi (NBR) und Polychloropren-Gummi (CR)
ein. Zusätzlich muß der gleiche Klebstoff manchmal auch
vulkanisierte Gummis mit Metallen oder sich selbst verbin
den. In der Praxis sind Gummi-Metall-Klebstoffe im Handel
als Einzelschicht-Systeme oder als Zweischicht-Systeme
erhältlich. Wenn Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen ver
langt ist, wird immer ein Zweischicht-System bestehend aus
einer Grundierschicht, die auf das Metallsubstrat aufgetra
gen wird, und eine Abdeckschicht, die zwischen den Gummi
und die Grundierschicht gegeben wird, verwendet.
Es ist das Hauptziel dieser Erfindung neue Klebstoff-Zusam
mensetzungen auf der Basis von epoxidiertem natürlichem
Gummi zur Verwendung als Abdeckklebstoffe zu liefern, um
eine Vielzahl von vulkanisierbaren und vulkanisierten Gum
mis mit Metallen oder sich selbst zu verbinden.
Ein anderes Ziel besteht darin, neue Klebstoff-Zusammen
setzungen auf der Basis von epoxidiertem natürlichem Gummi
zur Verwendung als allgemein dienliche Grundier-Klebstoffe
zu liefern.
Noch ein weiteres Ziel besteht darin, neue Klebstoff-Zusam
mensetzungen auf der Basis von epoxidiertem natürlichem
Gummi zur Verwendung als Einzelschicht-Klebstoffe zum Ver
binden von chlorierten Polymeren mit Metallen und sich
selbst zu liefern.
Ein weiteres Ziel besteht darin, neue Klebstoff-Zusammen
setzungen zu liefern, die lagerungsstabil sind und ihre
Haftungsfähigkeit selbst nach langer Lagerung und unter
Witterungseinflüssen behalten.
Epoxidierter natürlicher Gummi (ENR) wird durch teilweise
Epoxidation von natürlichem Gummi-Latex mit einer Persäure
hergestellt. Im wesentlichen kann ENR jeden gewünschten
Epoxidationsgrades von 1 bis 90 Mol-% erzeugt werden. Diese
Polymere und ihre Herstellungen sind in dem GB-Patent
21 13 692 A offenbart.
Die erste Art neuer Klebstoff-Zusammensetzungen auf der
Basis von ENR ist geeignet zur Verwendung als Abdeckkleb
stoffe, um eine Vielzahl von vulkanisierbaren und vulkani
sierten polaren Polymer-Materialien mit grundierten Metal
len und sich selbst zu verbinden. Die Klebstoff-Zusammen
setzungen umfassen wenigstens eine Art ENR, einen Füller
und gegebenenfalls ein Härtungssystem. Der Epoxidationsgrad
in dem epoxidierten natürlichen Gummi, der in der vorlie
genden Erfindung verwendet wird, wird im Bereich von 1 bis
90 Mol-% liegen. Vorzugsweise wird jedoch der Epoxid-Gehalt
des ENR nicht weniger als 25 Mol-% betragen, da Epoxid-Ge
halte von weniger als 25 Mol-% gern geringe Haftkraft ge
ben. Der International Specification Grad für Abziehhaf
tungswerte für Gummi verbunden mit Gummi und Gummi verbun
den mit Metall beträgt wenigstens 7 N/mm. Wir haben gefun
den, daß die Verwendung von ENR mit einem Epoxid-Gehalt von
50 Mol-% und darüber es in der vorliegenden Erfindung mög
lich macht ähnliche oder sogar größere Abziehhaftungswerte
zu erhalten. Deshalb wird der in der vorliegenden Erfindung
verwendete ENR vorzugsweise einen Epoxid-Gehalt von wenig
stens 50 Mol-% haben. Die Füllerarten, die für diese Kleb
stoff-Zusammensetzungen geeignet sind, sind Ruß und/oder
hydratisierte Kieselsäure anwesend in einer Menge von 0 bis
100, vorzugsweise 10 bis 50 Gewichtsteilen pro 100 Teile
ENR. Das Härtungssystem kann eines der typischen Schwefel-
oder nicht-Schwefel-Härtungssysteme sein, wie sie bei der
Vulkanisation von Dien-Gummis, wie ENR, natürlichem Gummi
und Ähnlichem verwendet werden. Das Härtungssystem für ENR
kann wahlweise verwendet werden, da, während es das Haf
tungsvermögen von ENR verbessert, sein Weglassen in der
Klebstoff-Zusammensetzung das Haftungsvermögen nicht mate
riell beeinflußt. Andere Zusatzstoffe wie Härtungsver
zögerer, Antioxydationsmittel, Pigment, Streckmittel und
Dispersionsmittel können in die Klebstoff-Zusammensetzungen
dieser Erfindung eingearbeitet werden.
Polare Polymer-Materialien, die durch Verwendung dieser
Abdeckklebstoffe der Erfindung verbunden werden können
schließen chlorierte Polymere, wie CR, Chlorsulfonat-Poly
ethylen (Hypalon), Polyvinylchlorid (PVC), chlorierten
natürlichen Gummi und ähnliches ein und polare Gummis wie
NBR, Polyurethan, ENR und ähnliches.
Die ENR-Abdeckklebstoffe dieser Erfindung können in Kombi
nation mit jedem allgemein im Handel verfügbaren Grundier-
Klebstoff verwendet werden. Beispiele für im Handel erhält
liche Grundiermittel sind Chemlok 205 der Lord Cor
poration, Cilbond 10 und Cilbond 17 der Compounding
Ingredients Ltd und Megum 3270 der Metallgesellschaft. Die
ENR-Abdeckklebstoffe dieser Erfindung können auch im Kombi
nation mit den ENR-Grundierklebstoffen, wie nachfolgend in
dieser Anmeldung ausgeführt, verwendet werden.
Die Klebstoff-Zusammensetzungen dieser Erfindung können als
Trockenschichtfilm oder als Lösung angewendet werden. Es
gibt viele Lösungsmittel, die zur Herstellung der Lösung
des gewünschten Feststoffgehalts verwendet werden können.
Geeignete Lösungsmittel schließen Benzol, Toluol, Xylol,
Trichlorethylen, Methylethylketon und ähnliche ein. Je nach
der benötigten Viskosität der Klebstoff-Zusammensetzung für
verschiedene Anwendungsarten wie Sprühen, Bestreichen und
Eintauchen kann der Gesamtfeststoffgehalt im Lösungskleb
stoff zwischen 5% und 50% variieren. Der bevorzugte Fest
stoffgehalt liegt zwischen 15% und 40%. Jedes verwendete
Lösungsmittel sollte leicht flüchtig sein, so daß keine
lange Trocknungsperiode benötigt wird.
Das Verbinden unter Verwendung der Klebstoff-Zusammen
setzungen kann bei erhöhten Temperaturen stattfinden. Vor
zugsweise beträgt jedoch die Temperatur zur Beeinflussung
der Haftung bei Verwendung der Klebstoff-Zusammensetzungen
dieses Patentes zwischen 140°C und 170°C. Typischweise
liegt die zum Verbinden benötigte Zeit zwischen 5 und 60
Minuten.
Ein besonders bevorzugtes Merkmal dieser Erfindung ist, daß
die darin beschriebenen Klebstoff-Zusammensetzungen zeit
stabil sind. Nach 5 Monaten Lagerung bei 28°C wird kein
Zeichen von Gelbildung beobachtet und die Klebstoffe lie
fern immer noch die gleiche Haftung wie die frisch herge
stellten Klebstoffe. Da keine der Komponenten in den Kleb
stoff-Zusammensetzungen wasserempfindlich ist, wird die
Bindungsfähigkeit der Klebstoff-Zusammensetzungen dieser
Erfindung nicht durch Wasserspuren in den Lösungsmittel
oder durch Witterungseinflüsse beeinträchtigt.
Ein wichtiger Aspekt dieser Erfindung liegt in den ausge
zeichneten Überzugseigenschaften des Klebstoff-beschichte
ten Metallsubstrates. Das Klebstoff-beschichtete Metallsub
strat bleibt nach Verdampfung des Lösungsmittels wirksam
und nicht-klebrig. Nach Lagerung für einen Monat oder
länger lieferte das Klebstoff-beschichtete Metall immer
noch ausgezeichnete Haftung an vulkanisierbaren oder vul
kanisierten polaren Polymer-Materialien.
Die zweite Art Klebstoff-Zusammensetzungen dieser Erfindung
ist geeignet zur Verwendung als allgemein einsetzbare Grun
dierklebstoffe für Metalle. Je nach den Klebstoff-Zusammen
setzungen sind sie auch geeignet zur Verwendung als Einzel
schicht-Klebstoffe zum Verbinden polarer Polymer-Materia
lien, insbesondere chlorierter Polymere, mit Metallen oder
sich selbst.
Die zweite Art Klebstoff-Zusammensetzungen dieser Erfindung
umfaßt eine Klebstoff-Zusammensetzung aus der ersten Art
Klebstoff-Zusammensetzungen, wie vorher beschrieben, in
Kombination mit wenistens einer Carbonsäure, einem chlo
rierten Polymer oder einem Phenolharz.
Die Erfindung der zweiten Art Klebstoff-Zusammensetzungen
als Grundiermittel und Einzelschicht-Systeme basiert auf
der Entdeckung, daß wenn ENR, insbesondere ENR mit einem
hohen Epoxidationsgrad, in Anwesenheit einer Carbonsäure
erhitzt wird, der resultierende Gummi verbesserte Haftung
an Metallen zeigt. Ähnliches Verhalten wird beobachtet,
wenn ein chloriertes Polymer oder ein Phenolharz anstelle
der Carbonsäure verwendet wird. Es wird angenommen, daß
während des Erhitzens die Carbonsäure, das chlorierte Poly
mer und das Phenolharz jeweils die Ringöffnung der Epoxid
gruppen im ENR verursachen können, mit der daraus resul
tierenden Bildung von Gummi-gebundenen polaren Gruppen
einschließlich Hydroxygruppen, die die Haftung zu Metallen
steigern.
Die Carbonsäure, die für die Klebstoffe dieser Erfindung
geeignet sind, schließen nicht-substituierte und substi
tuierte aliphatische und aromatische Carbonsäuren ein. Im
allgemeinen werden Carbonsäuren mit einer Azidität-Konstan
ten (Ka) im Bereich von 1,5 × 10-5 bis 1,0 × 10-3 bevor
zugt. Carbonsäuren mit Azidität-Konstanten kleiner als 1,5
× 10-5 bringen keine bedeutenden Vorteile. Carbonsäuren mit
Azidität-Konstanten größer als 1,0 × 10-3 neigen eher dazu
eine Gelbildung der gelagerten Klebstoffe zu verursachen.
Geeignete Beipiele sind Benzoesäure und Chlor-, Brom-,
Methoxy- und Hydroxy-substituierte Benzoesäuren. Die Menge
der Carbonsäure, anwesend in den verschiedenen Beispielen
getesteter Klebstoffe liegt zwischen 1 und 30 Gewichtstei
len pro 100 Teile ENR. Die bevorzugte Carbonsäure ist Ben
zoesäure in Mengen von 5 bis 20 Teilen. Chlorierte Polymere
schließen chlorierte natürliche Gummis, Polychloropren,
chloriertes Polyvinylchlorid und Ähnliches ein. Ein ge
eignetes Beipiel ist chlorierter natürlicher Gummi (Allo
prene der Imperal Chemical Industries). Phenolharze
schließen Terpen-modifizierte und Hitze-reaktive Arten ein.
Ein geeignetes Beispiel für Phenolharz ist SP154-Harz von
Schenectady. Sowohl chlorierter natürlicher Gummi (Allo
prene) als auch Phenolharz (SP154) werden in den hierin
beschriebenen Klebstoff-Zusammensetzungen in Mengen von 1
bis 300 verwendet. Die besten Ergebnisse werden jedoch bei
Verwendung von 10 bis 150 Gewichtsteilen pro 100 Teile ENR
erzielt.
Die ENR-Grundierklebstoffe und die ENR-Einzelschicht-Kleb
stoffe dieser Erfindung können verwendet werden, um metal
lische Substrate wie Eisen, Stahl, Blei, Aluminium, Kupfer,
Messing, Bronze, Monel-Metall, Nickel, Zink und dergl. zu
verbinden.
Als allgemein verwendbare Grundierschicht können die ENR-
Klebstoff-Zusammensetzungen dieser Erfindung auf einer
großen Vielzahl von metallischen Substraten angewendet
werden. Die grundierten Metalle können mit jedem im Handel
verfügbaren Abdeckklebstoff wie Chemlok 220, Cilbond 58
oder mit den vorher beschriebenen ENR-Abdeckklebstoffen be
schichtet werden. Solche beschichteten Metalle können mit
einer großen Vielzahl von vulkanisierbaren Gummis verbunden
werden. Die durch die ENR-Grundierklebstoffe gelieferte
Haftung ist Hitze-stabil und Kochwasser-resistent.
Als Einzelschicht-Klebstoffe liefern die Klebstoff-Zusam
mensetzungen ausgezeichnete Haftung zwischen nicht-grun
dierten Metallen und chlorierten Polymeren wie Polychloro
pren, Chlorsulfonat-Polyethylen, Polyvinylchlorid und
dergl. Zusätzlich können die gleichen Klebstoff-Zusammen
setzungen auch als Abdeckklebstoff verwendet werden, um die
chlorierten Polymere und polaren Gummis, wie NBR, Poly
urethan, ENR und dergl. zu verbinden. Als Abdeckklebstoff
zeigen die Klebstoff-Zusammensetzungen dieser Erfindung
ausgezeichnete Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen. Gute
Haftung der Gummi-Metall-Zusammenstellung wird behalten,
nachdem die Zusammenstellung Behandlungen mit kochendem
Wasser, verdünnter Säure und Alkali, erhitztem ASTM Nr.
3-Öl oder durchlüfteter Salzlösung unterworfen wurde.
Je nach den Klebstoff-Zusammensetzungen, insbesondere nach
der Art und Dosierung der Carbonsäure, kann das Verbinden
bei Zimmertemperatur oder bei höherer Temperatur stattfin
den. Ebenso, je nach den Klebstoff-Zusammensetzungen, kön
nen die hier beschriebenen Zusammensetzungen Zeit-stabil
gemacht werden. Weiterhin sind die Klebstoffe nicht Wasser-
empfindlich und so wird die Verbindungsfähigkeit der Kleb
stoffe dieser Erfindung nicht durch Wasserspuren in den
verwendeten Lösungsmitteln oder durch Witterungseinflüsse
beeinflußt.
Die erste und zweite Art der vorher in diesem Patent be
schriebenen Klebstoff-Zusammensetzungen haben eine unzu
längliche Verbindungsfähigkeit mit nicht-polaren Gummis,
wie natürlichem Gummi (NR), Styrol-Butadien-Gummi (SBR) und
Polybutadien (PB). Da NR und SBR allgemein in Gummi-mit-
Metall-verbundenen Produkten verwendet werden, ist es
höchst wünschenswert, die Verbindungsfähigkeit von ENR-
Klebstoffen mit diesen nicht-polaren Gummis zu verbessern.
Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, daß die Kleb
stoff-Zusammensetzungen, die einen Überschuß an Schwefel
enthalten, eine große Vielzahl von Gummis einschließlich
nicht-polaren Gummis mit Metallen verbinden können. Es ist
jedoch nicht bekannt, wie die Anwesenheit einer großen
Menge Schwefel die Verbindungsfähigkeit der ENR-Klebstoff-
Zusammensetzungen wie hier beschrieben in bezug auf Gummi-
zu-Metall-Verbindungen beeinflußt.
Die dritte Art Klebstoff-Zusammensetzungen dieser Erfindung
umfaßt eine Klebstoff-Zusammensetzung aus entweder der
ersten oder der zweiten Art der vorher in diesem Patent
beschriebenen Klebstoff-Zusammensetzungen in Kombination
mit 10 bis 60 Gew.-% Schwefel, auf der Basis des Gesamt
feststoffgehalts der Klebstoff-Zusammensetzung. Der bevor
zugte Schwefel-Prozentsatz liegt zwischen 25% und 50%.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sind die oben beschrie
benen Klebstoff-Zusammensetzungen fähig, sowohl die nicht-
polaren als auch polaren Gummis, wie NR, SBR, PB, CR, NBR
und dergl. mit grundierten oder nicht-grundierten Metallen
und sich selbst zu verbinden.
Je nach den Klebstoff-Zusammensetzungen, insbesondere je
nach der Art und Dosierung der Carbonsäure kann das Verbin
den bei Zimmertemperatur oder bei höherer Temperatur statt
finden. Ebenso können die hier beschriebenen Zusammen
setzungen, je nach den Klebstoff-Zusammensetzungen, Zeit-
stabil gemacht werden.
Die Erfindung wird weiterhin durch die folgenden spezi
fischen Beispiele erläutert, die nur zum Zwecke der
Illustration gegeben werden und den Umfang dieser Erfindung
in keiner Weise einschränken sollen.
Die Abziehhaftungen werden gemäß BS 903: Teil 21, Verfahren
B getestet. Wenn nicht anders angegeben, werden alle Haf
tungstests bei 23°C durchgeführt. Alle Metallbleche werden
vor dem Auftragen der Klebstoffschicht sandgestrahlt. Der
Haftungsverlust ist in Prozentsätzen des Verlustes im
Gummikörper ausgedrückt. Bei den in den Beispielen gege
benen Werten sind die Bestandteilmengen in Gewichtsteilen
ausgedrückt. Die Mischformulierungen verschiedener, bei den
Abziehhaftungstests verwendeter Gummimaterialien sind wie
in Tabelle 1 gezeigt.
| Polychloropren (Bayren 211) | |
| 100 | |
| SRF | 40 |
| Aromatisches Öl | 5 |
| Antioxidationsmittel | 2 |
| Magnesiumoxid | 4 |
| Zinkoxid | 5 |
| Na-22F | 0,6 |
| Pillierfähiges Polyurethan (Adiprene CM) | |
| 100 | |
| HAF | 40 |
| Cumaron-Inden-Harz | 15 |
| Zinkstearat | 1 |
| MBTS | 4 |
| MBT | 1 |
| ZDC | 0,4 |
| ZBuD | 0,4 |
| Schwefel | 2 |
| Chlorsulfonat-Polyethylen (Hypalon 40) | |
| 100 | |
| SRF | 40 |
| Aromatisches Öl | 5 |
| Magnesiumoxid | 10 |
| HVA-2 | 1 |
| Bleioxid | 10 |
| Tetron A | 0,75 |
| MBT | 0,75 |
| Polyvinylchlorid | |
| 100 | |
| Dioctylphthalat | 25 |
| Natürlicher Gummi | 25 |
Trockene Klebstoff-Zusammensetzungen A, B, C und D werden
zuerst auf einer Laboratoriums-Zwei-Rollen-Walze herge
stellt und dann in gleichem Verhältnis Toluol und Methyl
ethylketon aufgelöst, um 20% Gesamtfeststoffgehalt zu er
halten. Das ENR, das einer ausreichenden Knetung unterwor
fen wurde, ist vollkommen in den angeführten Lösungsmitteln
löslich, wohingegen die anderen Bestandteile in den Kleb
stoff-Zusammensetzungen in der Gummilösung entweder aufge
löst oder dispergiert werden.
Die ENR-Klebstoffe A, B, C und D werden jeweils als Abdeck
klebstoff in Kombination mit dem Grundiermittel Chemlok 205
verwendet, um Verbindungen aus Polychloropren, Hypalon,
NBR, pillierfähigem Polyurethan und ENR (25 Mol-% Epoxid)
mit kalt-gewalztem Stahl zu verbinden. Die Gummi-Stahl-
Teststücke werden durch Kompression bei 160°C während 20
Minuten hergestellt. Abziehhaftungstest ergeben die folgen
den Resultate:
Wie aus den Werten ersichtlich, ergeben die Klebstoffe A,
B, C und D ausgezeichnete Haftung mit den chlorierten und
polaren Gummi-Verbindungen. In den meisten Fällen kann der
Gummi von dem Metall nicht abgezogen werden ohne den Gummi
körper einzureißen.
Stahlbleche werden zuerst mit jedem der drei kommerziellen
Grundiermittel, Chemlok 205, Cilbond 10 und Cilbond 17
und dann mit dem Abdeckklebstoff B beschichtet. Die Poly
chloropren-Verbindung wird bei 160°C für 20 Minuten auf
solche beschichteten Bleche geklebt. Abziehhaftungstests
ergeben die folgenden Resultate:
Die hier aufgeführten Werte zeigen die Vielseitigkeit des
Abdeckklebstoffes B in Kombination mit kommerziellen Grun
dierklebstoffen.
Polychloropren zu Stahl-Teststücke werden wie in Beispiel 1
beschrieben hergestellt unter Verwendung von Chemlok 205 in
Kombination mit Abdeckklebstoff C. Sie werden dann
verschiedenen Umwelteinflüssen wie in Tabelle 2 aufgeführt
ausgesetzt. Um ein wirksames Aussetzen zu gewährleisten,
wird der Gummikörper des Teststückes von dem Stahlsubstrat
zurückgebogen. Die Abziehhaftung der Teststücke erfolgt
bevor und nachdem sie den Umwelteinflüssen ausgesetzt wur
den. Die Werte in Tabelle 2 zeigen, daß der Klebstoff C
eine gute Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen aufweist.
Stahlbleche werden mit Chemlok 205 grundiert und dann mit
Abdeckklebstoff C beschichtet. Die Polychloropren-Verbin
dung wird bei 160°C für 20 Minuten auf solche beschichteten
Bleche geklebt. Die Abziehhaftung, die bei verschiedenen
Temperaturen getestet wurde, ergibt die folgenden Resul
tate:
Die aufgeführten Werte zeigen, daß der Abdeckklebstoff C in
Kombination mit Chemlok 205 bis wenigstens 80°C Hitze-
stabil ist.
Stahlbleche werden mit Chemlok 205 grundiert und dann mit
Klebstoff D, der bei 28°C verschieden lange gelagert wurde,
beschichtet. Polychloropren zu Stahl-Teststücke werden
durch Kompression bei 160°C für 20 Minuten hergestellt.
Abziehhaftung-Tests ergeben die folgenden Ergebnisse:
Die aufgeführten Werte zeigen die ausgezeichnete Lager
fähigkeit von Klebstoff D.
Stahlblech wird mit Chemlok 205 grundiert und dann mit
Abdeckklebstoff B beschichtet. Ein Ende eines 25 mm langen
vulkanisierten Polychloropren-Teststreifens wird mit dem
gleichen Klebstoff B beschichtet. Nach dem Trocknen werden
der beschichtete Stahl und der Gummi mit einer Klemme zu
sammengepreßt. Die gesamte Zusammenstellung wird im Ofen
bei 170°C für 20 Minuten erhitzt. Nach dem Abkühlen hat das
Teststück eine Abziehkraft von 12 N/mm mit 100% Gummi-Ver
lust. Dieses Ergebnis zeigt die Eignung von Klebstoff B zum
Verbinden von vulkanisiertem Gummi mit Metall.
Die Enden von zwei vulkanisierten Polychloropren-Test
streifen werden mit Abdeckklebstoff D beschichtet. Nach dem
Trocknen werden die beschichteten Enden mit einer Klemme
zusammengepreßt. Die gesamte Zusammenstellung wird im Ofen
bei 170°C für 20 Minuten erhitzt. Nach dem Abkühlen zeigt
die Einheit verbundener Streifen eine Abziehkraft von 10
N/mm mit 100% Gummi-Verlust. Dieses Ergebnis zeigt die
Eignung von Klebstoff D zum Verbinden von vulkanisiertem
Gummi mit vulkanisiertem Gummi.
ENR (50 Mol-% Epoxid)-Verbindungen, wie in Tabelle 3 ge
zeigt, werden auf einer Laboratoriums-Zwei-Rollen-Walze
hergestellt. Haftungsteststücke werden durch direktes Ver
binden dieser ENR-Verbindungen mit den sandgestrahlten,
nicht-grundierten Stahlblechen bei 170°C für 40 Minuten
hergestellt. Die in Tabelle 3 aufgeführten Abziehkräfte
zeigen die verbesserte Haftung von ENR-Verbindungen an
Metall, wenn der ENR mit Benzoesäure beziehungsweise
Phenolharz SP 154 erhitzt wird.
Die in Tabelle 4 aufgeführten Werte zeigen die gesteigerte
Haftung zu Metall, wenn die ENR-Verbindung mit chloriertem
natürlichem Gummi (Alloprene) erhitzt wird. Noch bedeut
samer ist die Tatsache, daß eine hohe Haftung zu Metall
erzielt wird, wenn die ENR-Verbindung in Anwesenheit einer
Kombination aus Alloprene, Benzoesäure und Phenolharz er
hitzt wird.
Die Grundier-Klebstoff-Zusammensetzung E wird durch Auf
lösen/Dispergieren der aufgelisteten Komponenten in
gleichem Verhältnis Toluol und Methylethylketon, um 20%
Gesamtfeststoffgehalt zu erhalten, hergestellt.
| Klebstoff E | |
| Gewichtsteile | |
| Klebstoff-Zusammensetzung B (trocken) | |
| 50 | |
| Chlorierter NR (Alloprene) | 50 |
| Phenolharz (SP 154) | 50 |
| Benzoesäure | 10 |
Die Stahlbleche werden mit Klebstoff B grundiert und dann
mit entweder Abdeckklebstoff B, Chemlok 220 or Cilbond 58
beschichtet. NR- und CR-Verbindungen werden jeweils bei
160°C für 20 Minuten mit solchen beschichteten Blechen
verbunden. Abziehhaftungstests ergeben die folgenden Resul
tate:
Die aufgeführten Werte zeigen die Wirksamkeit von ENR-
Grundierklebstoff E in Kombination mit ENR-Abdeckklebstoff
B und auch mit kommerziellen Abdeck-Klebstoffen.
Polychloropren-Verbindung zu Metall-Teststücke werden unter
Verwendung des Grundierklebstoffes E in Kombination mit dem
Abdeckklebstoff, Chemlok 220 hergestellt. Abziehhaftungs
tests werden bei 80°C und 23°C ausgeführt, nachdem die
Teststücke 2 Stunden kochendem Wasser unterzogen wurden.
Die aufgeführten Werte zeigen, daß der Grundierklebstoff B
Hitze-stabil und gegenüber kochendem Wasser resistent ist.
Grundierklebstoff E wird in Kombination mit Abdeckklebstoff
B verwendet, um Polychloropren-Verbindung mit entweder
Stahl, Messing oder Aluminium zu verbinden. Die Haftung
wird bei 160°C für 20 Minuten ausgeführt. Abziehhaftung
tests ergeben die folgenden Resultate:
Die aufgeführten Werte zeigen die Vielseitigkeit des Grun
dierklebstoffes E mit verschiedenen metallischen Substra
ten.
Klebstoff-Zusammensetzungen F, G und H werden durch Auflö
sen/Dispergieren der aufgelisteten Komponenten in gleichem
Verhältnis Toluol und Methylethylketon hergestellt, um 20%
Gesamtfeststoffgehalt zu erhalten.
Klebstoff F, G und H werden jeweils als Einzelschicht-Kleb
stoff verwendet, um Polychloropren- und Hypalon-Verbindun
gen mit Stahl bei 160°C für 20 Minuten zu verbinden. Ab
ziehhaftungtests ergeben die folgenden Resultate:
Die aufgeführten Werte zeigen, daß die ENR-Klebstoffe F, G
und H gute Einzelschicht-Klebstoffe sind zum Verbinden
chlorierter Polymere, wie Polychloropren und Hypalon mit
Metall.
Der ENR-Klebstoff F wird in Kombination mit dem Grundier
mittel Chemlok 205 verwendet, um verschiedene chlorierte
und polare Gummi-Verbindungen mit Stahl zu verbinden bei
160°C für 20 Minuten. Abziehhaftungtests ergeben die fol
genden Resultate:
Die aufgeführten Werte zeigen, daß Klebstoff F auch ein
ausgezeichneter Abdeckklebstoff zum Verbinden chlorierter
und anderer polarer Gummis mit Metall ist.
Polychloropren-Verbindung zu Stahl-Teststücke werden bei
160°C für 20 Minuten gehärtet, unter Verwendung einer Kom
bination aus Chemlok 205 und Abdeckklebstoff H. Sie werden
dann verschiedenen Umwelteinflüssen, wie in Tabelle 5 auf
geführt, ausgesetzt. Abziehhaftung der Teststücke wird
getestet bevor und nachdem sie den Umwelteinflüssen ausge
setzt wurden.
Die aufgeführten Werte zeigen, daß der Klebstoff H gute
Resistenz verschiedenen Umwelteinflüssen gegenüber auf
weist.
Die Haftfähigkeit von Klebstoff H als eine Einzelschicht in
Polychloropren zu Stahl wird gemessen nach Lagerung des
Klebstoffs bei 28°C für 5 Monate. Kein Haftungsverlust wird
beobachtet im Vergleich zu dem frisch hergestellten Kleb
stoff. Das Ergebnis zeigt die ausgezeichnete Lagerhaltbar
keit des Klebstoffs H.
Vulkanisiertes Polychloropren wird mit vulkanisiertem Poly
chloropren unter Verwendung des Klebstoffs H, wie in Bei
spiel 7 beschrieben, verbunden. Die Einheit verbundener
Streifen ergibt eine Abziehhaftung von 11 N/mm mit 100%
Gummi-Verlust. Das zeigt die Eignung des Klebstoffs H zum
Verbinden von vulkanisiertem Gummi mit vulkanisiertem
Gummi.
Die Klebstoffe I, J werden durch Auflösen/Dispergieren der
Komponenten in gleichem Verhältnis Toluol und Methylethyl
keton hergestellt, um 40% Gesamtfeststoffgehalt zu erhal
ten. Die Klebstoffe I und J werden jeweils in Kombination
mit Chemlok 205 verwendet, um NR-, SBR-, PB-, ENR-, NBR-
und CR-Verbindungen mit Stahl bei 160°C für 20 Minuten zu
verbinden. Abziehhaftungtests ergeben die folgenden Resul
tate:
Die aufgeführten Werte zeigen, daß die Klebstoffe I und J
geeignet sind, um sowohl die nicht-polaren als auch polaren
Gummis mit Metall zu verbinden.
| Klebstoff (Gewichtsteile) K | |
| ENR (50 Mol-% Epoxid) | |
| 100 | |
| ENR (25 Mol-% Epoxid) | 30 |
| Ruß (SRF) | 20 |
| Chlorierter NR (Alloprene) | 30 |
| Phenolharz (SP 154) | 15 |
| Schwefel | 150 |
Der Klebstoff K wird durch Auflösen/Dispergieren der Kompo
nenten in gleichem Verhältnis Toluol und Methylethylketon
hergestellt, um 20% Gesamtfeststoffgehalt zu erhalten.
Verschiedene vulkanisierte Gummis werden mit der gleichen
oder anderen Zusammensetzungen verbunden unter Verwendung
von Klebstoff K, wie in Beispiel 7 beschrieben. Abzieh
haftungtests ergeben die folgenden Resultate:
Die aufgeführten Werte zeigen die Eignung von Klebstoff K
zum Verbinden vulkanisierter Gummis mit sich selbst oder
mit anderen vulkanisierten Gummi-Verbindungen.
Der Klebstoff K wird als eine Einzelschicht verwendet, um
NR und Polychloropren-Verbindungen mit Stahl bei 160°C für
20 Minuten zu verbinden. Abziehhaftungtests ergeben die
folgenden Resultate:
Die aufgeführten Werte zeigen, daß der ENR-Klebstoff K als
eine Einzelschicht verwendet werden kann, um polare und
nicht-polare Gummis mit Metall zu verbinden.
Claims (25)
1. Verfahren zum Verbinden eines ersten Substrates aus
einem polaren Polymermaterial mit einem zweiten Sub
strat aus einem Metall, das mit einem Grundiermittel
beschichtet ist, umfassend das Auftragen auf wenigstens
eines dieser beiden Substrate einer Schicht aus einer
Klebstoff-Zusammensetzung, umfassend epoxidierten na
türlichen Gummi mit einem Epoxid-Gehalt im Bereich von
1 bis 90 Mol-% und, gegebenenfalls, einen Füller in
einer Menge bis zu 100 Gewichtsteilen pro 100 Gewichts
teile des epoxidierten natürlichen Gummis, das In-
engen-Kontakt-Bringen des ersten und zweiten Substrates
und das Aufrechterhalten des Kontaktes der Substrate
miteinander während des Verbindens.
2. Verfahren nach Anspruch 1, worin die Klebstoff-Zusam
mensetzung in Form einer Lösung des epoxidierten natür
lichen Gummis in einem organischen Lösungsmittel ange
wendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, worin der Gesamtfeststoffge
halt der Lösung im Bereich von 15 bis 40 Gew.-% liegt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, worin der
epoxidierte natürliche Gummi einen Epoxid-Gehalt von
etwa 50 Mol-% aufweist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, worin der
Füller anwesend ist in einer Menge von 10 bis 50 Ge
wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidierten
natürlichen Gummis.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, worin der
Füller ausgewählt ist unter Ruß, hydratisierter Kiesel
säure und ihren Mischungen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, worin die
Klebstoff-Zusammensetzung auch ein Härtungsmittel für
den epoxidierten natürlichen Gummi enthält.
8. Verfahren nach Anspruch 7, worin das Härtungssystem aus
Schwefel und allgemeinen Gummi-Akkzeleratoren, wie
Thiazolen und Sulphenamiden besteht.
9. Verfahren zum Verbinden eines ersten Substrates aus
einem polaren Polymermaterial mit einem zweiten Sub
strat aus einem polaren Polymermaterial oder aus einem
Metall, umfassend das Auftragen auf wenigstens eines
der beiden Substrate einer Schicht aus einer Klebstoff-
Zusammensetzung, das miteinander In-engen-Kontakt-Brin
gen des ersten und zweiten Substrates und Aufrechter
halten des Kontaktes der Substrate miteinander während
des Verbindens, wobei die Klebstoff-Zusammensetzung
epoxidierten natürlichen Gummi mit einem Epoxid-Gehalt
im Bereich von 1 bis 90 Mol-% und, gegebenenfalls einen
Füller in einer Menge von bis zu 100 Gewichtsteilen pro
100 Gewichtsteile des epoxidierten natürlichen Gummis
und auch wenigstens einen der folgenden Stoffe umfaßt:
- i) eine Carbonsäure in einer Menge von 1 bis 30 Ge wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidier ten natürlichen Gummis;
- ii) ein chloriertes Polymer in einer Menge von 1 bis 300 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epo xidierten natürlichen Gummis;
- iii) ein Phenolharz in einer Menge von 1 bis 300 Ge wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidier ten natürlichen Gummis;
10. Verfahren nach Anspruch 9, worin die Carbonsäure
Benzoesäure, anwesend in einer Menge von 5 bis 20 Ge
wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidierten
natürlichen Gummis, ist.
11. Verfahren nach Anspruch 9, worin das Phenolharz ein
Hitze-reaktives Phenolharz, anwesend in einer Menge von
10 bis 150 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile epoxi
diertem natürlichem Gummi, ist.
12. Verfahren nach Anspruch 9, worin das chlorierte Polymer
chlorierter natürlicher Gummi, anwesend in einer Menge
von 10 bis 150 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des
epoxidierten natürlichen Gummis, ist.
13. Verwendung einer Zusammensetzung als ein Grundierkleb
stoff für Metallsubstrate, umfassend epoxidierten na
türlichen Gummi mit einem Epoxid-Gehalt im Bereich von
1 bis 90 Mol-% und, gegebenenfalls, einen Füller in
einer Menge von bis zu 100 Gewichtsteilen pro 100 Ge
wichtsteile des epoxidierten natürlichen Gummis und
wenigstens einen der Stoffe:
- i) eine Carbonsäure in einer Menge von 1 bis 30 Ge wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidier ten natürlichen Gummis,
- ii) ein chloriertes Polymer in einer Menge von 1 bis 300 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidierten natürlichen Gummis, und
- iii) ein Phenolharz in einer Menge von 1 bis 300 Ge wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidierten natürlichen Gummis.
14. Verwendung der Zusammensetzung nach Anspruch 13, worin
die Carbonsäure Benzoesäure, anwesend in einer Menge
von 5 bis 20 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des
epoxidierten natürlichen Gummis, ist.
15. Verwendung der Zusammensetzung nach Anspruch 13, worin
das Phenolharz ein Hitze-reaktives Phenolharz, anwesend
in einer Menge von 10 bis 150 Gewichtsteilen pro 100
Gewichtsteile des epoxidierten natürlichen Gummis,
ist.
16. Verwendung der Zusammensetzung nach Anspruch 13, worin
das chlorierte Polymer chlorierter natürlicher Gummi in
einer Menge von 10 bis 150 Gewichtsteilen pro 100 Ge
wichtsteile des epoxidierten natürlichen Gummis, ist.
17. Zusammensetzung umfassend epoxidierten natürlichen
Gummi mit einem Epoxid-Gehalt von 1 bis 90 Mol-%, gege
benenfalls einen Füller in einer Menge von bis zu 100
Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidierten
natürlichen Gummis und weiterhin umfassend Schwefel in
einer Menge von 10 bis 60% des Gesamtfeststoffgehalts
der Zusammensetzung.
18. Zusammensetzung nach Anspruch 17, worin der Schwefel
anwesend ist in einer Menge von 25 bis 50% des Gesamt
feststoffgehalts der Klebstoff-Zusammensetzung.
19. Zusammensetzung nach Anspruch 17 oder Anspruch 18, die
weiterhin wenigstens einen der folgenden Stoffe umfaßt:
- i) eine Carbonsäure in einer Menge von 1 bis 30 Ge wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidier ten natürlichen Gummis,
- ii) ein chloriertes Polymer in einer Menge von 1 bis 300 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidierten natürlichen Gummis, und
- iii) ein Phenolharz in einer Menge von 1 bis 300 Ge wichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxidier ten natürlichen Gummis.
20. Zusammensetzung nach Anspruch 19, worin die Carbonsäure
Benzoesäure in einer Menge von 5 bis 20 Gewichtsteilen
pro 100 Gewichtsteile des epoxidierten natürlichen
Gummis, ist.
21. Zusammensetzung nach Anspruch 19, worin das Phenolharz
ein Hitze-reaktives Phenolharz in einer Menge von 10
bis 150 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des epoxi
dierten natürlichen Gummis ist.
22. Zusammensetzung nach Anspruch 19, worin das chlorierte
Polymer chlorierter natürlicher Gummi in einer Menge
von 10 bis 150 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des
epoxidierten natürlichen Gummis ist.
23. Verfahren zum Verbinden eines ersten Substrates aus
einem polaren oder einem nicht-polaren Polymermaterial
mit einem zweiten Substrat aus einem polaren oder einem
nicht-polaren Polymermaterial oder aus einem Metall,
gegebenenfalls mit einem Grundiermittel beschichtet,
umfassend das Auftragen auf wenigstens eines der beiden
Substrate einer Schicht aus einer Zusammensetzung nach
einem der Ansprüche 17 bis 22, das miteinander In-
engen-Kontakt-Bringen des ersten und zweiten Substrates
und Aufrechterhalten des Kontaktes der Substrate mit
einander während des Verbindens.
24. Verfahren nach Anspruch 23, worin das erste Substrat
aus einem nicht-polaren Gummi-Material, ausgewählt
unter natürlichem Gummi, Styrolbutadien-Gummi und Poly
butadien und das zweite Substrat aus Metall gebildet
ist.
25. Verfahren nach Anspruch 23, worin das erste Substrat
aus einem nicht-polaren Gummi-Material, ausgewählt
unter natürlichem Gummi, Styrolbutadien-Gummi und Poly
butadien und das zweite Substrat aus einem nicht-
polaren Gummi-Material, ausgewählt unter natürlichem
Gummi, Styrolbutadien-Gummi und Polybutadien gebildet
ist.
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