DE1594215C3 - Klebstoffe aus ChloroprenpolymeTen und Epoxyharzen - Google Patents
Klebstoffe aus ChloroprenpolymeTen und EpoxyharzenInfo
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Description
In der australischen Patentschrift 213 456 wird ein Klebstoffgemisch aus Epoxydharz, Härter und
einem Acrylnitril-Butadien-Copolymeren beschrieben. Dieses Gemisch hat aber den Nachteil, daß es im
ungehärteten Zustand relativ dünnflüssig und auf die Verwendung niedermolekularer Epoxydharze und
Nitrilkautschuke beschränkt ist.
Die USA.-Patentschrift 3 124 548 beschreibt einen Klebzement, der aus einem Homopolymeren des
Chloroprene, einem Epoxydharz mit durchschnittlich mehr als einer Epoxydgruppe pro Molekül und einem
chemischen Härtemittel für das Epoxyharz besteht. Jedoch ist nur eine begrenzte Zahl von Epoxyharzen,
in erster Linie die bei Raumtemperatur flüssigen, sehr niedrigmolekularen Epoxyharze mit Polychloropren
verträglich. Bei den verschiedensten Kombinationen von Epoxyharz und dem Homopolymeren
von Chloropren wurden weitere Nachteile festgestellt, z. B. geringe Klebkraft und Dünnflüssigkeit der ungehärteten
Klebstoffe.
Gegenstand der Erfindung sind Klebstoffe aus Chloroprenpolymeren und Expoxyharzen, dadurch
gekennzeichnet, daß sie aus einer homogenen Mischung aus 5 bis 95 Gewichtsprozent Epoxyharz
mit wenigstens zwei Epoxydgruppen im Molekül und 95 bis 5 Gewichtsprozent eines plastischen lösliehen
Mischpolymeren aus Chloropren und Acrylnitril, wobei das Acrylnitril im Mischpolymeren in
Mengen von 5 bis 25 Gewichtsprozent vorliegt, sowie gegebenenfalls bei Chloroprenpolymeren üblichen
Zusätzen bestehen.
Angesichts der Nachteile von Gemischen von Epoxyharzen mit Chloroprenhomopolymeren und
der Tatsache, daß Gemische von Epoxyharzen mit Nitrilkautschuken ebenfalls Nachteile aufweisen, ist
es überraschend, daß die erfindungsgemäßen Mischungen Klebstoffe ohne diese Nachteile liefern.
Die Copolymeren können nach üblichen Verfahren hergestellt werden, wie sie beispielsweise an den
folgenden Stellen beschrieben sind: USA.-Patentschrift 2 395 649; »Copolymerisation« von T.Alfrey,
Jr., J. J. B ο h r e r und H. M a r k, Interscience Publishers, Inc., New York, 1952; »Emulsion Polymerisation«
von F. A. Bovey, I. M. K ο 11 h ο f f, A. I. M e d a 1 i a und E. J. M e e h a n, Interscience
Publishers, Inc., New York 1955 und R. S i m h a und L. T. W ο 1 f, J. Research Natl. Bur. Standards,
31, S. 521 (1948). Einheiten eines dritten Comonomeren können ebenfalls anwesend sein, vorausgesetzt,
daß seine Menge und Eigenschaften die gewünschten Eigenschaften des Copolymeren nicht nachteilig beeinflussen.
Das Epoxyharz kann gegebenenfalls fest sein und beispielsweise aus einem polyfunktionellen Phenol
und einem polyfunktionellen Kupplungsmittel stammen, z. B. aus einem Polyhalogenhydrin, Polyepoxyd
oder Epihalogenhydrin, d. h. einem polymeren mehrwertigen Alkohol, der abwechselnde, durch Ätherbindungen
verbundene aliphatische Einheiten und aromatische Ringe sowie endständige Epoxygruppen
enthält und frei von funktioneilen Gruppen außer Epoxy- und Hydroxylgruppen ist. Harze dieser Art
sind in den USA.-Patentschriften 2 456 408, 2 503 726, 2 615 007,2 615 008,2 668 807,2 668 805 und 2 698 315
beschrieben. Insbesondere kommen Harze auf der Basis von Bisphenol A (2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan)
in Frage, z. B.
CH2 CH — CH2 — [Z] — O
/ V CH3
O — CH2 — CH CH2
[ZJ=-
CH,
CH3
OH
O — CH2 — CH — CH2
O OH
(B) CH2—-CH-CH-CH2-[Y]-O-^
worm
CH,
CH,
worin η eine ganze Zahl von O bis 35 ist und den Polymerisationsgrad
anzeigt. Die erste Verbindung ist von einem Epichlorhydrin oder a-Glycerindichlorhydrin
und die zweite Verbindung von Butadiendioxyd abgeleitet. Geeignet sind ferner epoxydierte
ungesättigte natürliche Ester, die von pflanzlichen ölen, tierischen ölen und Fischölen abgeleitet sind,
und zwar Ester von langkettigen Säuren mit 15 bis 22 C-Atomen und einfachen Alkoholen oder mehrwertigen
Alkoholen, wie Glycerin und Pentaerythrit einschließlich gemischter Ester, z. B. ein epoxydiertes
Sojabohnenöl mit einem Epoxydäquivalentgewicht von 263, einer Säurezahl von 1, einer Viskosität von
3,3 Stokes bei 25° C und einem mittleren Molekulargewicht von 937. Diese Materialien enthalten im
Molekül durchschnittlich 2 bis 20 Epoxygruppen, die durch Umsetzung des Esters mit verschiedenen
organischen Peroxyden, Peroxysäuren oder Wasserstoffperoxyd
gebildet werden. Die Eigenschaften dieser Materialien sind unterschiedlich je nach dem Mengenverhältnis
der Reaktionsteilnehmer, der Pveaktionszeit und -temperatur. Sie sind in den USA.-Patentschriften
2 538 072, 2 581 464 und 2 712 000 beschrieben.
Die Klebstoffe können durch Mischen der Bestandteile in üblichen Apparaturen hergestellt werden.
Gegebenenfalls können weitere Zusätze zugegeben werden, z. B. Härter, wie Magnesiumoxyd und Zinkoxyd,
durch die lange Haltbarkeit des Klebstoffilms erzielt wird, und die als Säureakzeptoren säureempfindliche
Schichtträger schützen. Diese Zusätze werden vorzugsweise dem Copolymeren auf einem Kautschukmischwalzwerk
zugesetzt, bevor das Copolymere mit dem Epoxyharz gemischt wird.
Die Verwendung eines Härters für das Epoxyharz ist nicht immer erforderlich. Beispielsweise brauchen
druckempfindliche Klebstoffe keinen Epoxyhärter. Für gewisse Anwendungszwecke, z. B. bei Montageleimen,
die hohe Scherfestigkeit oder Beständigkeit gegen Fließen haben müssen, ist die Verwendung
einer geringen Menge eines der üblichen Härter für Epoxyharze vorteilhaft, und bei Gemischen, die
einen hohen Anteil an Epoxyharz enthalten, kann der Zusatz eines Härters zur Erzielung bester Ergebnisse
erforderlich sein. Jedes übliche Amin kann verwendet werden, z. B. in einer Menge von 10 Gewichtsprozent,
bezogen auf das Epoxyharz. Wenn eine große Härtermenge verwendet wird, kann der Härter mit dem aktiven Halogen am Chloroprencopolymeren
reagieren. Dies ist gewöhnlich erwünscht.
Ein flüchtiges Lösungsmittel kann verwendet werden, z. B. Methyläthylketon, ein aromatischer oder
chlorierter Kohlenwasserstoff, naphthenische Lösungsmittel auf Erdölbasis und/oder Ester.
Das Mengenverhältnis des Chloroprencopolymeren und des Epoxyharzes in den Gemischen hängt von
den jeweiligen Komponenten und vom vorgesehenen Verwendungszweck ab. Je niedriger das Molekulargewicht
des Epoxyharzes und je höher der Acrylnitrilgehalt
des Copolymeren, um so größer ist im allgemeinen die Verträglichkeit mit den ChloroprenOH
OH
O — CH2 — CH — CH — CH2
copolymeren, die insgesamt mit Epoxyharzen verträglicher sind als Polychloroprene, insbesondere mit
Mischungen, die mehr als 10 Gewichtsprozent Epoxyharz enthalten. Aber auch die Verträglichkeit des
Chloroprencopolymeren beginnt bei Mischungen, die sehr hohe Epoxyharzanteile von beispielsweise mehr
als etwa 70 Gewichtsprozent enthalten, schließlich schlechter zu werden.
Durch Zusatz geringer Mengen verträglicher ChIoroprencopolymerisate
zu flüssigen Epoxyharzen werden diese von öligen rein viskosen Flüssigkeiten ohne
Kohäsionskraft in klebrige, thixotrope Flüssigkeiten umgewandelt, die Scherkräften widerstehen, während
sie die Fähigkeit behalten, Oberflächen zu benetzen, während Polychloropren in ähnlichen niedrigen Konzentrationen
diese Wirkung nicht hervorbringt. Die Copolymermischungen pflegen im Gegensatz zu den
aus Polychloropren hergestellten Mischungen hohe Klebrigkeit zu entwickeln. Wenn kein Härter für
das Epoxyharz zugesetzt wird, bleibt diese Klebrigkeit zum großen Teil für eine Dauer von mehr als 3 Monaten
bei 24° C und von 6 Wochen bei 50° C an der Luft erhalten. Mit Gemischen, die 5 bis 40 Gewichtsprozent
des Copolymeren enthalten, wurden Klebverbindungen von ausgezeichneter Biegsamkeit und
Scherfestigkeit erzielt, während ähnliche Gemische, die das Chloroprenhomopolymere enthalten, die gleiche
geringe Klebrigkeit haben wie das reine Epoxyharz und keine Verbesserung der Festigkeit im ungehärteten
Zustand aufweisen. Die Gemische, die 30 bis 55 Gewichtsprozent des Copolymeren enthalten,
eignen sich als ungehärtete druckempfindliche Klebstoffe, deren Filme nach dreimonatiger Einwirkung
der Luftfeuchtigkeit im Freien bei Raumtemperatur ihre Klebrigkeit behielten und so viel Kohäsionskraft
aufwiesen, daß Papier unter der Beanspruchung des Schälens riß, während ähnliche Gemische auf Basis
von Polychloropren geringe Klebrigkeit haben und keine selbstklebenden Klebstoffe sind. Wenn die
Gemische einen größeren Anteil des Chloroprencopolymeren enthalten, wirkt das Epoxyharz im
ungehärteten Zustand als Stabilisator (Säureakzeptor).
Wenn es flüssig ist, wirkt es als Weichmacher, und wenn es fest ist, wirkt es verstärkend. Wenn das
Epoxyharz gehärtet ist, verstärkt es das Copolymere
. und verbessert seine Adhäsion an Unterlagen wie Metall oder Stoff.
In den folgenden Beispielen sind die Mengenangaben auf das Gewicht bezogen, falls nicht anders
angegeben.
100 Teile eines Chloroprencopolymeren, das 20% Acrylnitril enthielt und nach dem Verfahren des
USA.-Patents 2 395 649 hergestellt worden war, wurden auf einem Kautschukmischwalzwerk mit 4 Teilen
Magnesiumoxyd, 5 Teilen Zinkoxyd und 2 Teilen 4,4'-Thiobis-(2-t-butyl-5-methylphenol) als Antioxydans
gemischt. Ein Epoxyharz mit einem Molekülargewicht von 400 und 5 Milliäquivalenten an Epoxy-
gruppen pro Gramm Harz wurde aus Epichlorhydrin und 2,2'-Bis-(4-hydroxylphenyl)-propan hergestellt.
Das Epoxyharz und das Chloroprencopolymere wurden bei Raumtemperatur (25 bis 30° C) in Methyläthylketon
gelöst, wobei homogene Lösungen der folgenden Zusammensetzung erhalten wurden:
Epoxyharz
Copolymerisat
Methyläthylketon ...
10
100
100
270
Komponente B ClD EFG
225
35
72
195
50
56
150
65
39
105
IO
90 11 30
1. Eine Belastungsprüfung wurde vorgenommen, um die Belastungen festzustellen, denen diese ungehärteten
Gemische widerstehen. Die Klebstofflösungen wurden in einer Schichtdicke von 150 μ
(nach Entfernung des Lösungsmittels etwa 50 μ) auf Polyäthylenterephthalatstreifen von 2,54 cm Breite
und 15 cm Länge gegossen. Mit dem gleichen Klebstoff bestrichene Folien wurden mit einer Handwalze
so miteinander verklebt, daß eine Überlappung von 2,54 cm2 erhalten wurde. Diese Verklebungen wurden
unmittelbar danach einer Scherbeanspruchung bei 250C unterworfen, um die Belastung in Gramm zu
ermitteln, die erforderlich ist, um Kriechen zu verursachen. Folgende Ergebnisse wurden erhalten:
| Tabelle 1 | B | C | ■ D | E | F | G | |
| A | 5000 4000 4000 2000 |
4000 2500 2000 1500 |
1000 500 700 500 |
500 300 150*) |
20 15 |
||
| Prüfdauer 15 Min. Mindestbelastung (g), die Fließen verursacht |
7000 5000 4000 |
||||||
| Höchstbelastung (g), die kein Fließen verursacht |
15 | ||||||
| Prüfdauer 3 Stunden Mindestbelastung (g), die Fließen verursacht |
|||||||
| Höchstbelastung (g), die kein Fließen verursacht |
*) Leichtes Fließen — 10% Verschiebung.
2. Prüfung auf Schälfestigkeit
Die Gemische A bis G wurden mit unterschiedlichen Mengen Tris-(dimethylaminomethyl)-phenol als Härter
gemischt:
| A | B | C | D | E | F | G | |
| Härter, Teile | 0,6 | 1,6 | 2,0 | 3,0 | 4,0 | 4,5 | 5,4 |
20 Minuten abgelüftet und die beiden Stücke so verklebt, daß eine überlappungsverbindung gebildet
wurde, diese wurde 13 Tage bei 250C aushärten gelassen.
Die Prüfung erfolgte nach der ASTM-Methode D 1002-53 T mit den beiden Ausnahmen, daß die
Überlappung 2,54 cm2 und die Trenngeschwindigkeit während der Prüfung 5 cm/Min, betrug. Folgende
Scherfestigkeiten wurden ermittelt:
Die erhaltenen Gemische wurden als Einzelschichten von 150 μ Dicke (entsprechend 50 μ nach Entfernung
des Lösungsmittels) auf Segeltuch und auf entfettetes, mit Säure gereinigtes Aluminium gestrichen. Nach
'einer Verdunstungszeit für das Lösungsmittel von 20 Minuten bei 25° C wurde das Segeltuch durch
überrollen auf das Aluminium gedrückt. Alle Proben wurden anschließend 14 Tage bei 25° C gehalten.
Die Schälfestigkeit der verklebten Proben wurden dann nach der ASTM-Methode D 903-49 gemessen.
(Diese Methode wurde so modifiziert, daß die Schälgeschwindigkeit 5 cm/Min, an Stelle von 30,5 cm/
Min. betrug.) Folgende Ergebnisse wurden erhalten:
| A | B | C . | D | E | F | G | |
| 45 Scherfestig keit, kg/cm2 |
2,1 | 1,75 | 5,11 | 5,60 | 65,8 | 83 | 46,5 |
Die Klebstoffe C und F, die ohne Tris-(dimethylaminomethyl)-phenol
als Härter auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise hergestellt worden waren, hatten
folgende Lagerbeständigkeit:
Schälfestigkeit,
kg/cm
2500 3750
9108
5894
2500
60
2143
3. Prüfkörper zur Ermittlung der Scherfestigkeit wurden wie folgt hergestellt: Die Klebstoffe, die
Tris-(dimethylaminomethyl)-phenol enthielten, wurden auf zwei Stücke entfettetes, mit Säure gereinigtes
Aluminium Gestrichen. Das Lösungsmittel wurde Original (25° C) .
2 Wochen (25° C)
3 Wochen (25° C)
6 Wochen (25° C)
1 Woche (50° C) .
6 Wochen (25° C)
1 Woche (50° C) .
3 Wochen (500C)
4 Wochen (50° C)
5 Wochen i50°C)
Viskosität
C
C
2500
3200
3800
3900
4500
Gel
3200
3800
3900
4500
Gel
Centipoise
2600 2000 2200 2500 2800 5400 7800 11 300
Die Klebstoffe wurden mit einer höheren Menge Tris-(dimethylaminomethyl)-phenol (3,5 und 7,5 Teile)
auf die in Beispiel 1 beschriebene Weise gemischt und auf Segeltuch aufgetragen. Das beschichtete
Segeltuch wurde mit Aluminium verklebt, das entfettet und mit Säure gereinigt worden war. Die folgenden
Schälfestigkeiten wurden ermittelt:
| Prüf | Schälfestigkeit | C | F | |
| Härtungsbedingungen | temperatur | (g/cm) | 3,286 | 5,537 |
| (°C) | ||||
| 16 Stunden bei 7O0C | 25—30 | 3,215 | 1,965 | |
| 3 Tage bei | ||||
| Raumtemperatur ...... | 25—30 | 4,822 | 1,786 | |
| 10 Tage bei | ||||
| Raumtemperatur | 25—30 | 1,429 | 1,250 | |
| 10 Tage bei | ||||
| Raumtemperatur | 100 |
IO
20
Die Scherfestigkeit der Verklebung von Aluminium an Aluminium wurde wie folgt gemessen: Die Klebstoffe
C und F wurden auf ein Aluminiumblech gestrichen und danach ohne Druckanwendung unterschiedlich
lange bei den nachstehend genannten Temperaturen ausgehärtet. Folgende Ergebnisse wurden
erhalten:
| Prüf | Schälfestigkeit | C | F | |
| Härtungsbedingungen | temperatur | (kg/cm) | 178,6 | 279,5 |
| CQ | ||||
| 16 Stunden bei 70° C | 25—30 | 158 | 280 | |
| 10 Tage bei | ||||
| Raumtemperatur | 25—30 | — | 100 | |
| 10 Tage bei | ||||
| Raumtemperatur | 100 |
Aus den vorstehenden Werten ist ersichtlich, daß 45'
eine Erhöhung des gemäß Beispiel 2 verwendeten Härters zu Klebverbindungen von stark erhöhter
Scherfestigkeit, jedoch verringerter Schälfestigkeit führt.
B e i s ρ i e 1 3
Die gemäß Beispiel 1 hergestellten Klebstoffe C bis F wurden mit den folgenden Mengen an Tris-(dimethylaminomethyl)-phenol
als Härter verrührt:
55
Härter, Teile
3,3
4,0
4,2
4,5
Die erhaltenen Gemische wurden auf Stahl und Aluminium gestrichen und 20 Minuten getrocknet.
Das beschichtete Metall wurde dann mit einer chlorsulfonierten Polyäthylenfolie durch Erhitzen Tür 90Sekunden
bei 79°C und 12 kg/cm2 verklebt und anschließend 3 Tage bei Raumtemperatur (25 bis 30° C)
ausgehärtet. Die erhaltenen Vcrklebungen zeigten die nachstehend genannte Schülfcstiskcil bei 25 bis
65
300C. Diese Prüfungen wurden gemäß ASTM-D
903-49 durchgeführt mit der Ausnahme, daß die Zuggeschwindigkeit 5 cm/Min, betrug.
| Schälfestigkeit, kg/cm | C | D | E | F | |
| Prozent Copolymerisat | |||||
| im Gemisch aus Co | |||||
| polymerisat und | 65 | 50 | 35 | 25 | |
| Epoxyharz .... | |||||
| Metall | 5,36 | 1,8 | 8,04 | 11,6 | |
| Phosphatierter Stahl*) | 5,36 | 4,17 | 7,14 | 10,7 | |
| Verzinkter Stahl | 8,93 | 12,5 | 12,5 | 10,7 | |
| Aluminium**) ........ |
35
40 ) Phosphatierter Stahl: Dieser Stahltyp wird als »gebondert« bezeichnet.
Das Bonderverfahren ist in dem Artikel von V. M. D a r s e y in »Industrial and Engineering Chemistry« 27,
S. 1142(1935), beschrieben.
**) Aluminium: Behandeltes Aluminium. Das Behandlungsverfahren, bei dem ein Bad aus Chromsäure, Phosphorsäure und
Fluorwasserstoffsäure verwendet wird, ist in dem Artikel von A. D ο u t y und F. P. S ρ r u a η c e in »Proc. Am. Electroplaters
Soc, Bd. 36, S. 193 (1949), beschrieben.
Die in der beschriebenen Weise hergestellten, ausgehärteten Verklebungen wurden 3 Stunden bei 1000C
in Wasser gekocht und im noch feuchten Zustand bei Raumtemperatur geprüft. Die folgenden Schälfestigkeiten
(g/cm) wurden ermittelt:
| Metall | C | D | E | F |
| Phosphatierter Stahl .. Verzinkter Stahl |
89 1965 6250 |
357 7144 1429 |
357 7144 7144 |
89 8930 3572 |
| Aluminium |
60 B eis piel 4 Copolymerisatmischung
100 Teile des gemäß Beispiel 1 hergestellten Chloroprencopolymerisats
wurden auf einem Kautschukmischwalzwerk mit 8 Teilen Magnesiumoxyd und 2 Teilen 2,6-Di-t-butyl-4-methylphenol als Antioxydans
gemischt.
Herstellung des Klebstoffs
Ein homogener Klebstoff mit einem Feststoffgehalt von 20% wurde durch Mischen der folgenden Bestandteile
bei 25 bis 30°C hergestellt:
Gewichtsteile
Copolymerisatmischung 110
Epoxyharz gemäß Beispiel 1 IQO
Toluol ; 840
Prüfkörper wurden hergestellt, indem Klebstoffilme von 2,54 cm Breite, 15 cm Länge und 25 μ Dicke auf
ein Ende von Cellophanstreifen von 5,08 cm Breite, 30 cm Länge und 38 μ Dicke mit einem 0,5-mm-Auftragbecher
aufgetragen wurden. Zur Messung der Beständigkeit der Klebrigkeit der Klebstoffe wurden
die beschichteten Streifen vor der Herstellung der Klebverbindung gealtert. Einige Proben wurden bei
409 638/51
25 bis 300C, andere bei 500C gehalten. Die Einzelheiten
sind nachstehend in Tabelle 4 angegeben.
Stahlbleche von 15 cm Länge, 5,08 cm Breite und 1,6 mm Dicke wurden mit feinem Sandpapier abgeschmirgelt
und dann mit !,l^-Trichlor-l^-trifluoräthan
gereinigt. Die Verklebung wurde .vorgenommen, indem die beschichteten Streifen mit einer
1,93 kg schweren Gummiwalze, die einmal vor- und zurückgeführt wurde, auf die saubere Metallfläche
gedrückt wurden. Das Walzengewicht war der einzige Druck, der ausgeübt wurde. Nach der Verklebung
wurden die bei 25 bis 300C gealterten Prüfkörper unmittelbar geprüft. Die bei 500C gealterten Prüfkörper
wurden bei 25 bis 300C und 50% relativer Feuchtigkeit 3 Stunden konditioniert, bevor sie geprüft
wurden. Diese Konditionierung ist erforderlich, um die Eigenschaften der Unterlage aus regenerierter
Zellulose, die während der Alterung etwas spröde wird, wieder herzustellen. Die Ergebnisse sind in
Tabelle 4 genannt. Der Abreißtest, bei dem der abgezogene Streifenteil im Winkel von 180° zu dem
Teil zurückläuft, der noch festgeklebt ist, wurde mit einer Instron-Maschine durchgeführt, die auf eine
Zuggeschwindigkeit von 30 cm/Min, eingestellt war. Der »Schnellhafttest« besteht darin, daß man die
Schälfestigkeit beschichteter und getrockneter Streifen, die lediglich ohne Druckanwendung auf die
Metallbleche gelegt werden, mit einer Zuggeschwindigkeit von 30 cm/Min, im Winkel von 90° abzieht.
Angewendet wurde die »Test Method for Pressure Sensitive Tapes«, entwickelt durch das Specifications
and Technical Committes of the Pressure Sensitive Tape Council, Glenview, Illinois, USA.
Schälfestigkeit mit Abzug um 180° Alterung der Streifen vor der Verklebung bei 25 bis 30°
4 Stunden 3,1
ITag 4,0
3 Tage ,:..-. 3,0
1 Woche ...·■:::.... 0,75
2 Wochen : .... 4,5;
3 Wochen .' 3,25
Schälfestigkeit mit Abzug um 180° Alterung der Streifen vor der Verklebung bei 50° C
4 Stunden 3,7
ITag 2,25
3 Tage 3,5
1 Woche 0,01
2 Wochen '. 2,0
3 Wochen 2,5
Schälfestigkeit bei Abzug um 180°
Streifen 16 Tage bei 50° C getrocknet,
dann mit Stahl verklebt und bei 50° C wie folgt
gealtert
ITag 5,0
3 Tage 5,0
1 Woche 5,0
2 Wochen 4,0
3 Wochen 6,0
Schnellhafttest 0,25
Claims (2)
1. Klebstoffe aus Chloroprenpolymeren und Expoxyharzen, dadurch gekennzeichnet,
daß sie aus einer homogenen Mischung aus 5 bis 95 Gewichtsprozent Epoxyharz mit wenigstens
zwei Epoxydgruppen im Molekül und 95 bis 5 Gewichtsprozent eines plastischen löslichen
Mischpolymeren aus Chloropren und Acrylnitril, wobei das Acrylnitril im Mischpolymeren
in Mengen von 5 bis 25 Gewichtsprozent vorliegt, sowie gegebenenfalls bei Chloroprenpolymeren
üblichen Zusätzen bestehen.
2. Verwendung der Klebstoffe nach Anspruch i im Gemisch mit Härtern für das Epoxyharz zum
Verkleben von Gegenständen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US308652A US3310603A (en) | 1963-09-13 | 1963-09-13 | Adhesive composed of polyepoxide and a chloroprene copolymer with 5 to 25% acrylonitrile |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1594215A1 DE1594215A1 (de) | 1969-08-21 |
| DE1594215B2 DE1594215B2 (de) | 1974-02-07 |
| DE1594215C3 true DE1594215C3 (de) | 1974-09-19 |
Family
ID=23194843
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1594215A Expired DE1594215C3 (de) | 1963-09-13 | 1964-09-10 | Klebstoffe aus ChloroprenpolymeTen und Epoxyharzen |
Country Status (3)
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) |