DE3923386A1 - Vorrichtung und verfahren zur foerderung von feingut - Google Patents
Vorrichtung und verfahren zur foerderung von feingutInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfah
ren zur pneumatischen Förderung von Feingut, insbesondere
von Filterstaub entsprechend dem Oberbegriff des Anspru
ches 1.
Eine Vorrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1
vorausgesetzten Art ist als Druckgefäßförderer "Pneumex"
der Anmelderin bekannt. Das Druckgefäß dieses bekannten
Druckgefäßförderers ist im oberen Bereich zylindrisch und
im unteren Bereich konisch ausgebildet, wobei der koni
sche Teil am unteren Ende durch einen mit Auflockerungs
luft beaufschlagten Boden abgeschlossen ist.
Bei der pneumatischen Förderung von ausreichend fließ
fähigem, feinkörnigen Gut zeichnet sich dieser Druckge
fäßförderer "Pneumex" durch eine zuverlässige und wirt
schaftliche Betriebsweise aus.
Eine Verbesserung dieses bekannten Druckgefäßförderers
hat sich dagegen für Anwendungsfälle als wünschenswert
erwiesen, in denen sehr schlecht auflockerungs- und fließ
fähiges Feingut, insbesondere Filterstaub, pneumatisch ge
fördert werden muß. Bei derartigem Material ergibt sich
bei Verwendung eines Druckgefäßförderers mit konischem
Austragsteil trotz intensiver Belüftung eine Brückenbil
dung im Bereich des Auslaufes. Der Oberdruck im Druckge
fäß verdichtet hierbei das Material im Konus unter Um
ständen derart, daß es nur noch mechanisch ausgetragen
werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vor
richtung entsprechend dem Oberbegriff des Anspruches 1
sowie ein Verfahren gemäß dem Gattungsbegriff des An
spruches 10 derart weiterzuentwickeln, daß auch schlecht
auflockerungs- und fließfähiges Feingut, wie insbesondere
Filterstaub, einwandfrei pneumatisch gefördert werden
kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnen
den Merkmale der Ansprüche 1 und 10 gelöst. Zweckmäßige
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteran
sprüche.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der
Zeichnung veranschaulicht.
In der Zeichnung zeigen
Fig. 1 eine Schemadarstellung einer erfin
dungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 einen Schnitt durch das Ausführungsbei
spiel gemäß Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch ein zweites Aus
führungsbeispiel.
Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 enthält ein Druckgefäß 1,
das über eine Füllöffnung 2 mit einem darüber ange
ordneten Silo 3 in Verbindung steht.
Die Umfangswandung 12 des Druckgefäßes 1 ist mit dem
Abschlußboden 9 über Flansche 10 und 11 verbunden.
In einem höher gelegenen Bereich sind an die Umfangs
wandung 12 Halterungen 5 angebracht, die sich mit
dazwischenliegenden Puffern 6 auf einem Rahmen 7 ab
stützen. Der Rahmen 7 bildet mit Standfüßen 8 eine
als Standgerüst ausgebildete ortsfeste Halterung.
Weiterhin ist das bis zu den Flanschen 10, 11 zylind
risch ausgebildete Druckgefäß 1 in Höhe dieser Flan
sche 10, 11 mittels als Federelemente 21 ausgebildeter
elastischer Elemente, wie beispielsweise Federbleche,
nach außen an den Standfüßen abgestützt.
Auf dem Flansch 10 ist ein Vibrator 13 angeordnet,
der im Betrieb das Druckgefäß 1 in Vibration versetzt.
Dazu sind im Bereich der Füllöffnung 2 gegenüber
dem feststehenden Silo 3 sowie evtl. im Bereich der
Leitung 14 zusätzliche elastische Verbindungen vor
gesehen.
In der Fig. 2 ist der untere Teil des Druckgefäßes
in einem Schnitt dargestellt. Zwischen den Flanschen
10 und 11 ist der Umfangsrand eines belüftbaren
Bodens 15 angeordnet. Dieser belüftbare Boden 15 des
Druckgefäßes ist als Flachboden ausgebildet, der
gegenüber der Horizontalen einen Winkel α von 0-20°,
vorzugsweise zwischen 3 und 8°, zur Mitte hin aufweist.
Zum pneumatischen Austrag des Gutes aus dem Druckgefäß
1 ist in dessen Mitte ein Förderrohr 16 vorgesehen,
dessen Eintrittsöffnung 17 mit geringem Abstand über
dem belüftbaren Boden 15 des Druckgefäßes angeordnet
ist. Der Abstand zwischen der Eintrittsöffnung 17 des
Förderrohres 16 und dem belüftbaren Boden 15 des
Druckgefäßes 1 ist mit einer nicht veranschaulichten
Einrichtung einstellbar. Das Förderrohr 16 führt zu
nächst senkrecht nach oben, bevor es abknickt und
durch die Umfangswandung 12 des Druckgefäßes 1 nach
außen geführt wird.
Unter dem belüftbaren Boden 15 ist eine Kammer 18
angeordnet, die über eine Leitung 19 an eine nicht
veranschaulichte Luftquelle angeschlossen ist.
Oberhalb des belüftbaren Bodens 15 weist die Umfangs
wandung 12 des Druckgefäßes 1 eine Anzahl von Düsen
20 zur Einführung zusätzlicher Luft auf, die vorzugs
weise als Kugel- oder Flachstrahldüsen ausgebildet
sind und gleichmäßig über den Umfang verteilt sind.
Die Funktion der Vorrichtung gemäß Fig. 1 und Fig. 2 ist
folgendermaßen:
Im drucklosen Zustand wird der Druckbehälter 1 über die
Füllöffnung 2 aus dem Silo 3 mit Feingut, beispiels
weise Filterstaub, befüllt. Über die Leitung 19 und die
Kammer 18 wird ferner der belüftbare Boden 15 mit
Luft beaufschlagt, die sowohl zur Auflockerung als
auch zur Weiterförderung des Materials (durch das
Förderrohr 16) dient. Anders als beim eingangs ge
schilderten bekannten Stand der Technik dient somit
auch die im äußeren Bereich des Bodens 15 einströmende
Luft nicht nur zur Auflockerung, sondern zugleich zur
Förderung des Materials. Außerdem wird die gesamte
Materialsäule von Beginn an mit Luft durchströmt und
fluid gehalten, wodurch sich über der im Druckbehälter
1 befindlichen Materialsäule ein Oberdruck aufbaut.
Nun entstehen durch die über die ganze Fläche des be
lüftbaren Bodens 15 erfolgende Belüftung von unten im
Gut Kanäle sowie eine bevorzugte zentrale Strömung (so
genannter Kernfluß), was - wenn keine weiteren Maßnah
men getroffen würden - dazu führen könnte, daß das Gut
nicht gleichmäßig aus allen Querschnittsbereichen des
Druckbehälters der Eintrittsöffnung 17 zugeführt würde.
Zur Vermeidung dieser Gefahr (die besonders bei schlecht
fließfähigem und wenig auslockerungsfähigem Gut besteht)
wird das Druckgefäß 1 durch den Vibrator 13 in Vibra
tion versetzt. Zusätzlich zur Vibration kann über die
Düsen 20 eine Stoßbelüftung erfolgen, die Schollen
bzw. Agglomerate des Feingutes beseitigt und zur
weiteren Auflockerung des Feingutes dient.
In Fig. 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der er
findungsgemäßen Vorrichtung in einem Schnitt durch den
unteren Teil des Druckgefäßes dargestellt. Dabei sind für
gleiche Teile die gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 2
verwendet.
Im Gegensatz zum Ausführungsbeispiel der Fig. 2 ist
der Raum unter dem belüftbaren Boden 15 in zwei mit
Luft beaufschlagbare Kammern 22 und 23 unterteilt.
Die erste Kammer 22 ist unter der zentralen Bodenzone
angeordnet, und der verbleibende Außenraum bildet die
zweite Kammer 23. Die Kammer 22 ist über die Leitung
24 und die Kammer 23 über die Leitung 25 an eine nicht
veranschaulichte Luftquelle angeschlossen.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 3 wird so betrieben,
daß der außerhalb der zentralen Bodenzone liegende
Hauptbereich des belüftbaren Bodens 25 über die
Kammer 23 mit einer Luftmenge pro Flächeneinheit
beaufschlagt wird, die größer als die Luftmenge pro
Flächeneinheit der Kammer 22 ist. Das Verhältnis die
ser beiden spezifischen Luftmengen beträgt vorzugs
weise 2 : 1 bis 4 : 1, insbesondere etwa 3 : 1. Die
schwächere Belüftung der zentralen Bodenzone unter
der Eintrittsöffnung 17 ermöglicht eine bessere Zu
führung des Feingutes aus dem außerhalb liegenden
Bereich. Zumindest die Luft aus der Kammer 23 dient
gleichzeitig zur Auflockerung und Förderung des Fein
gutes.
Durch den Einsatz des Vibrators 13 können wie bei dem
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 die Kanalbildungen
und der Kernfluß vermieden werden.
Über die Einstellung des Abstandes zwischen der Ein
trittsöffnung 17 des Förderrohres 16
und dem belüftbaren Boden 15 können verschiedene
Betriebsbedingungen erreicht werden und somit kann
auch die Dosierleistung unabhängig vom Oberdruck,
variiert werden. Die Beladung des Förderrrohes 16
kann dabei bis zu 60 kg Feingut pro kg Luft betragen.
Bei beiden erläuterten Ausführungsbeispielen können
durch Veränderung des Abstandes zwischen der Eintritts
öffnung 17 des Förderrohres 16 und dem belüftbaren
Boden 15 unterschiedliche Betriebsbedingungen einge
stellt werden, womit die Förder- bzw. Dosierleistung
auch unabhängig vom Oberdruck variiert werden kann.
Im Förderrohr 16 und in der anschließenden Förderlei
tung kann die Beladung bis zu 60 kg Feingut pro kg
Luft betragen.
Claims (10)
1. Vorrichtung zur pneumatischen Förderung von Feingut,
insbesondere von Filterstaub, enthaltend ein Druckge
fäß (1), das
- a) im oberen Bereich mit einer Füllöffnung (2) verse hen ist,
- b) im unteren Bereich Einrichtungen zur Zuführung von Auflockerungsluft und Förderluft aufweist
- c) und mit einem zum pneumatischen Austrag des Gutes aus dem Druckgefäß (1) bestimmten Förderrohr (16) versehen ist, dessen Eintrittsöffnung (17) mit ge ringem Abstand über dem belüftbaren Boden (15) des Druckgefäßes (1) angeordnet ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- d) die Umfangswandung (12) des Druckgefäßes (1) ist bis zur Höhe des belüftbaren Bodens (15) zylindrisch ausgebildet,
- e) der belüftbare Boden (15) des Druckgefäßes (1) ist als Flachboden ausgebildet, der gegenüber der Hori zontalen eine Neigung zum Zentrum von 0 bis 20° auf weist,
- f) zumindest der außerhalb einer zentralen Bodenzone liegende Hauptbereich des belüftbaren Bodens (15) ist mittels zugleich zur Auflockerung und Förderung dienender Luft beaufschlagbar,
- g) zumindest der untere Teil des Druckgefäßes (1) ist elastisch an einer ortsfesten Halterung (7, 8) ab gestützt und mit wenigstens einem Vibrator (13) ver sehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der belüftbare Boden (15) des Druckgefäßes (1) ge
genüber der Horizontalen eine Neigung zum Zentrum von
3 bis 8° aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Raum unter dem belüftbaren Boden (15) des
Druckgefäßes (1) in zumindest zwei mit Luft beauf
schlagbare Kammern unterteilt ist, wobei die erste
Kammer (22) unter der zentralen Bodenzone angeordnet
ist und der verbleibende Außenraum die zweite Kammer
(23) bildet.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der außerhalb der zentralen Bodenzone liegende
Hauptbereich des belüftbaren Bodens (15) des Druckge
fäßes (1) mit einer Luftmenge pro Flächeneinheit be
aufschlagbar ist, die größer als die der zentralen
Bodenzone zugeführte Luftmenge pro Flächeneinheit ist,
wobei das Verhältnis dieser beiden spezifischen Luft
mengen vorzugsweise 2 : 1 bis 4 : 1, insbesondere
etwa 3 : 1 beträgt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Raum unter dem belüftbaren Boden (15) des
Druckgefäßes (1) durch eine einzige mit Luft beauf
schlagbare Kammer (18) gebildet wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umfangswandung (12) des Druckgefäßes (1) ober
halb des belüftbaren Bodens (15) eine Anzahl von vor
zugsweise als Kugel- oder Flachstrahldüsen ausgebil
deten und gleichmäßig über den Umfang verteilt ange
ordneten Düsen zur Einführung zusätzlicher Luft auf
weist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand zwischen der Eintrittsöffnung (17)
des Förderrohres (16) und dem belüftbaren Boden (15)
des Druckgefäßes (1) einstellbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die zylindrische
Umfangwandung (12) des Druckgefäßes (1) und ein unte
rer Abschlußboden (9) des Druckgefäßes (1) über
Flansche (10, 11) miteinander verbunden sind, zwischen
denen der Umfangsrand des belüftbaren Bodens (15) an
geordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Vibra
tor (13) an einem der genannten Flansche (10, 11) be
festigt ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckgefäß (1) einerseits in Höhe des belüft
baren Bodens (15) über vorzugsweise als Federelemente
(21) ausgebildete elastische Elemente und andererseits
in einem höher gelegenen Bereich über vorzugsweise
als auf Druck beanspruchbare Puffer (6) ausgebildete
elastische Elemente an der als Standgerüst ausgebilde
ten ortsfesten Halterung abgestützt ist.
10. Verfahren zum Betrieb einer Vorrichtung nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Druckgefäß (1)
herrschende Oberdruck bis zu 10 bar und die Beladung
im Förderrohr (16) bis zu 60 kg Feingut pro kg Luft
beträgt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3923386A DE3923386A1 (de) | 1989-07-14 | 1989-07-14 | Vorrichtung und verfahren zur foerderung von feingut |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE3923386A DE3923386A1 (de) | 1989-07-14 | 1989-07-14 | Vorrichtung und verfahren zur foerderung von feingut |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3923386A1 true DE3923386A1 (de) | 1991-01-24 |
Family
ID=6385079
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3923386A Withdrawn DE3923386A1 (de) | 1989-07-14 | 1989-07-14 | Vorrichtung und verfahren zur foerderung von feingut |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3923386A1 (de) |
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Non-Patent Citations (1)
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|---|
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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